CH328369A - Polsterkörper - Google Patents

Polsterkörper

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CH328369A
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  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)

Description


  Polsterkörper    Die Erfindung bezieht sich auf einen  Polsterkörper z. B. in Form eines Polster  kissens oder einer Matratze oder einer in ein  Sitz- oder Liegemöbel einzubauende Polste  rung. Unter     Polsterkissen'    sind dabei selb  ständige Polsterkörper zu verstehen, seien es  die     nebeneinanderliegenden    Teile einer Ma  tratze oder z. B. auf eine Couch oder einen  Sessel aufzulegende Polsterkissen für Rück  lehnen oder Sitzkissen. Ein besonderes An  wendungsgebiet für die nicht selbständigen  Polster ist die     Polsterung    von Kraftfahrzeug  sitzen.  



  Es ist bekannt, derartige Polsterkörper aus  mindestens einem Federkern und mindestens  einer Polsterauflage .zusammenzusetzen, die  aus weichem     zelligeni    Kunststoff mit offenen  oder geschlossenen Zellen. besteht.  



  Geeignete Werkstoffe für solche Polster=  auflagen sind: Thermoplastischer Kunststoff;       vorzugsweise    mit geschlossenen Zellen, oder       Sehaumstoff    mit vorzugsweise offenen Zellen,  wie z. B. aus Schaumkautschuk, oder Kunst  stoffe, insbesondere auf     Polyester-Diisocyanat-          Basis.     



  Derartige Polsterauflagen aus Kunststoffen       und/oder-    Elastomeren "sind ein vorteilhafter  und     .priswerter    Ersatz für die üblichen  Polstermaterialien aus Wolle, Haaren, Watte  oder sonstigen Fasermaterialien     und    zeichnen  sich diesen gegenüber durch geringe oder    fehlende Staubaufnahme und sonstige     hygie-          nisclhe    Vorteile, grosse Haltbarkeit und leichte       Verarbeitbarkeit    aus. Sie schmiegen sich im  Gebrauch dem belastenden Körperteil     gut    an,  und zwar mit dem dabei gewünschten gerin  gen     Anpressdruck.     



  Anderseits ist es für eine gute Polsterung       unerlässlich,    die Körperbelastung als Ganzes  in grösseren Flächenbereichen durch, Federn  aufzunehmen, wie es beim üblichen Feder  kern von Matratzen und sonstigen Sitz- und       Liegemöbelpolsterungen    geschieht. Der Feder  kern liefert dann die Grobelastizität über  grössere Flächenbereiche, während die ge  nannte Polsterauflage die Feinelastizität und       Anschmiegung    über sehr viel kleinere und  kleinste Flächenbereiche der belasteten Pol  sterfläche gewährleistet.

   Es besteht     nulr    bei  all diesen Polsterungen immer die Aufgabe,       zwisehen    die Grobfederung ,des Federkernes  und die feinelastische und     weiche    Posterauf  lage ein vermittelndes Glied einzuschalten, das  verhindert, dass der Federdruck der einzelnen  Federn des Federkernes durch die Polsterauf  lage hindurch fühlbar wird. Das vermittelnde  Glied soll also die Federkräfte des Feder  kernes möglichst gleichmässig über die Unter  seite der Polsterauflage verteilen, da sich sonst       unerwünschte    Polstereigenschaften an deren  belasteter Oberseite ergeben.  



  Man hat z. B. versucht, diese Aufgabe da  durch zu lösen, dass man zwischen Polster-           auflage    und     Pederkern    eine Schicht aus  Fasermaterial einschaltet, dessen Einzelfasern  mit einem elastischen Bindemittel, wie Latex  oder dergleichen, in ausgedehntem Zustand zu  einem einstöckigen     Fasermaterialkörper,    z. B.       einem    sog.     Gummihaarkörper,    geformt und ge  bunden sind. Ein solcher Körper liefert einen  befriedigenden Ausgleich     zwischen    der Grob  elastizität des Federkernes und der Feinelasti  zität der Polsterauflage.

   Er ist aber kost  spielig und erfordert die Verwendung von  natürlichem oder künstlichem Fasermaterial,  das schwer zu reinigen ist und das bei neu  zeitlichen Polsterungen möglichst vermieden        =erden    soll, schon auch um den Aufbau und  die Herstellung des Polsterkörpers zu verein  fachen.    Gemäss der Erfindung wird die gestellte  Aufgabe nun dadurch gelöst, dass bei einem  Polsterkörper mit mindestens einem Federkern  und mindestens einer Polsterauflage, die aus       zelligem,    weichem, organischem Material, z. B.  Kunststoffe oder Elastomere mit offenen oder  geschlossenen Zellen, besteht,     zwischen    Feder  kern und Polsterauflage ein Netz angebracht  ist, das am Rahmen des Federkernes elastisch  befestigt ist.

   Drahtgeflechte, deren Drähte  durch geeignete, federartige Bindung und  geeignete Verflechtung in sich eine gewisse  Elastizität gewährleisten, sind bei einfachen  Bettgestellen und dergleichen als Ersatz für       einen:    Federkern üblicher Bauart, das heisst  mit ausgesprochenen und     senkrecht    zur Be  lastung stehenden Einzelfedern     bekannt.    Ge  mäss der Erfindung handelt es sich aber nicht  darum, einen Federkern zu ersparen, sondern  gerade in Verbindung mit einem für hoch  wertige Polsterfederung unerlässlichen Feder  kern und einer Polsterauflage,

   die sich auf       mrosse    Bereiche stark und örtlich auswirken  den Kräfte der Einzelfedern des Federkernes  möglichst gleichmässig und fein auf die Innen  seite der Polsterauflage zu verteilen. Über  raschenderweise reicht hierzu ein einfaches  Netz aus, das beispielsweise aus Drähten be  steht, die in sich     nicht    zu Federn gewickelt  oder -elastisch verflochten zu sein brauchen,    sondern gestreckt, vorzugsweise ohne jede  Verflechtung und     unversehweisst,    das heisst  gegeneinander verschiebbar, verlaufen, voraus  gesetzt, dass das Netz als Ganzes am Rahmen  des Federkernes elastisch befestigt ist.  



  Ein derartiges Netz ist in der     Herstellung     und Verarbeitung ausserordentlich viel billiger  als eine sog.     Gummihaarzwisehenlage    und hat  den Vorteil,     da.ss    die Höhe der Polsterung  bzw.     Polsterauflage    sehr     viel    geringer gehal  ten werden kann als bei Verwendung einer  aus Fasermaterial bestehenden     Zwischenlage     zwischen Federkern und Polsterauflage. Das  Netz soll vorzugsweise engmaschig, z. B. mit  einer     Masehengrösse    in der Grössenordnung 1  bis 2     nun2,    ausgeführt sein.

   Die Federkräfte  des Federkernes sind dann durch die Polster  auflage hindurch, auch wenn diese nur ge  ringe Dicke von     einigen    Zentimetern besitzt,  keinesfalls spürbar. Das Netz kann statt bei  spielsweise aus Draht auch aus anderem geeig  netem Werkstoff entsprechend hergestellt sein,  z. B.     Kuriststoffsehnüren.       Die vollen Vorzüge einer derartigen Kom  bination von Federkern, Netz und Polster  auflage ergeben sieh, wenn die Polsterauflage  in an sich bekannter Weise aus vorzugsweise  thermoplastischem     Kunststoff    mit geschlos  senen Gaszellen aufgebaut ist und z.

   B. aus       Polyvinylchlorid    und Weichmacher besteht,       wobei    die unter Gasdruck stehenden Gaszellen  in an sich bekannter Weise möglichst auf  höchsten Atmosphärendruck entspannt sein  sollen. Gegenüber     Kunststoffen    mit offenen  Poren. oder Schaumkautschuk haben. solche  Polsterauflagen den. Vorzug, dass Staub und  Feuchtigkeit überhaupt nicht eindringen kön  nen, das heisst, dass sie leicht waschbar sind,  ohne dass die Waschflüssigkeit in die Poren  eindringt und dadurch infolge übermässiger  Gewichtserhöhung den     Waschprozess    erschwert.  der     ohnehin    bei offenen Poren in deren Inne  rem praktisch nicht befriedigend durchführ  bar ist.

   Auch hat solch ein thermoplastischer  Kunststoff vor Kautschuk den     Vorteil    der       Geruchlosigkeit,    während     Kautschuk    insbe  sondere nach Einwirkung von Sonnenbestrah-      lang den unangenehmen     Kautschukgeruch          aufweist.     



  Anderseits bieten bei Polsterauflagen mit  geschlossenen Zellen Ventilationskanäle für die  Atmung des Körpers gewisse Vorteile, auf die  es insbesondere bei Matratzen ankommt. 'vor'  allem für Matratzenzwecke ist daher bei einer  bevorzugten     Ausführung    der Erfindung vor  gesehen, die Aussenseite der Polsterauflage mit  auf die Oberfläche verteilten,     eingeformten,     auch unter Belastung Luftkanäle bildenden  Vertiefungen, z. B. schmalen Rillen in der  Grössenordnung von 2-3 mm Tiefe und  Breite zu versehen. Auch die nichtbelastete  Innen- oder Unterseite der Polsterauflage  kann mit solchen Vertiefungen oder Nuten ver  sehen sein, die die     Schmiegsamkeit    der Polster  auflage zweckmässig erhöhen.  



  Soll ein selbständiger Polsterkörper in  Form eines Polsterkissens oder einer Matratze  hergestellt werden, so werden Polsterauflage,  Drahtnetz und Federkern vorzugsweise ein  fach durch einen über diese drei oder sonstige  Teile des Polsterkörpers gespannten und an  der Unterseite des Federkernes leicht lösbar  befestigten Aussenüberzug zusammengehalten.  In diesem Falle empfiehlt sich die     Anbringung     eines Netzes auch an der Unterseite des Feder  kernes, um die     Anbringung    einer bleibenden       Überzugsschicht    an dieser Unterseite zu er  leichtern, an der     dann    die     Befestigungsmittel     für den unten übergreifenden Aussenüberzug  leicht anzubringen sind,     ä.    B.

   Reissverschlüsse,  Schnallen oder dergleichen.  



  Ein solcher selbständiger Polsterkörper       bzw:    eine solche Matratze hat den Vorzug,  einfach durch Lösen des Überzuges in  Federkern mit' anhängendem Netz einer  seits und Polsterauflage anderseits aufge  teilt werden zu können, so dass die Polster  auflage und der Überzug für sich gewaschen  'und dann wieder mit den übrigen Teilen zu  sammengesetzt werden können. Eine derartige       atratze    empfiehlt sich daher vor allem in  <B>1</B>  Fällen häufiger Verschmutzung oder erhöhter  hygienischer Anforderungen, z. B. in Kran  kenhäusern öder für Kleinkinder.

      In der Zeichnung sind Ausführungsformen  der     Erfindung    beispielsweise dargestellt, und  zwar zeigt:       Fig.    1 schaubildlich eine Polsterauflage  für eine Polsterung in der bevorzugten Aus  führung mit längs- und querlaufenden Profil  nuten,       Fig:

      2 einen Schnitt nach der Linie     II-II     der     Fig.    1,       Fig.    3 einen Schnitt nach der Linie       III-111    der     Fig.    1,  .

       Fig.    4 einen senkrechten Schnitt durch  eine Matratze mit einer Polsterauflage,     ähnlich          Fig.    1 bis 3 und einem Drahtnetz gemäss       Fig.    4a als Zwischenlage über einem Feder  kern,       Fig.        4a    eine Draufsicht auf ein Drahtnetz  gemäss     Fig.    4,       Fig.    5 schaubildlich und abgebrochen eine  Zwischenstufe der Herstellung einer Matratze  nach     Fig.    5 und       Fig:    6 schaubildlich und abgebrochen eine  fertige Matratze gemäss     Fig.    4 und 5, mit der  Unterseite nach oben.  



  Die Polsterauflage 1 nach     Fig.    1 bis 3 be  steht zum Beispiel aus Weichmacher enthal  tendem     Polyviny        lchlorid    mit geschlossenen  Gaszellen und einem mittleren     Raumgewicht     von 0,05 bis 0,10 pro     em3.    An der obern     -und     an der untern Oberfläche ist die Polsterauf  lage 1 mit längslaufenden Profilnuten 2 und  2a und querlaufenden Profilnuten 3 und 3a  versehen.

   Gemäss     Fig.    2 liegen die längslaufen  den Profilnuten 2 und 2a an der Oberseite  und Unterseite jeweils übereinander, während  gemäss     Fig.    3 die Nuten 3 der Oberseite gegen  über den Nuten     3a    der Unterseite jeweils um  denn halben     Nutenabstand    versetzt sind. Statt  dessen kann die     Anordnung    nach     Fig.    2 je  nach Bedarf auch für die querlaufenden  Nuten oder die Anordnung nach     F'ig.    3 auch  für die längslaufenden Nuten gewählt werden.  



  Für die Herstellung der Nuten geht man  zweckmässig von zunächst plattenförmig her  gestellten     Zellmaterialkörpern    mit ebenen  Oberflächen aus, die dann unter Druck und  Hitze zu einer Polsterauflage nach     Fig.    1 bis  3 in einer Form umgeformt werden, deren      innere Oberfläche     entsprechend    angeordnete  Rippen an-     den.    Stellen der Profilnuten trägt.  



  Als zweckmässig hat sich ein Abstand so  wohl der     Lärigs-        als    auch der Quernuten     vo:n     etwa 10 mm und eine Tiefe und Breite der  Uten von 2 bis. 3 mm     erwiesen    bei- einer  Plattenhöhe von 10 bis 15 mm. Bei Belastung  der     ---Polsterauflage    werden dann' die - Nuten  zwar ein wenig zusammengedrückt, bilden aber       immer    noch     -Luftkaxiäle;    die die     erwünschte     Ventilation zwischen dem Polster und dem  belastenden Körper gewährleisten.  



  - -     :Nach        Fig.    4 und . .5 ist eine Polsterauflage 1       gemäss        Fig..    1 bis 3, jedoch-ohne Quer- und       Längsnuten    an= der Unterseite, als Teil einer  zweckmässig     mehrteilig    kombinierten Matratze       bzw.        -eines-Polsterkissens    verwendet. Diese  Matratze besitzt einen Federkern 7 üblicher       Bauart,-der--z:    B. aus     einzelnen,        senl & echt    an  geordneten     Schraubfedern    4 besteht, die- durch.

    obere     und        -untere    Rahmenteile 5     und-6    zusam  mengehalten werden.     Selbstverständlich    kann  stattdessen ein Federkern anderer bekannter  Bauart verwendet werden.. Die Höhe des  Federkernes     kann.    z. B. 12-14 cm betragen.  



  Sowohl an dem Rahmen 15 als an dem  Rahmen 6 ist ein Drahtnetz (8 bzw. 9) innen  elastisch aufgespannt, wie dies     Fig.        4a    in  Draufsicht für den Fall der Oberseite des  Federkernes 7 bzw. .den Rahmen 5 zeigt. Der  Deutlichkeit halber sind die sich rechtwinklig  abwechselnd oben und- unten     kreuzenden     Drähte 10 und 11 des Drahtnetzes mit einem  gemeinsamen     Umfassungsdraht    12 verbunden.  Der     Übersichtlichkeit.    halber sind die Drähte  in grösserem Abstand gezeichnet, als es in       Wirklichkeit    zweckmässig ist, da eine dichte       ,Maschengrösse    von nur etwa. 2     mm2    bei einer.

    Drahtstärke von etwa 1/2 mm Durchmesser zu  bevorzugen ist. Der     Umfassungsdraht    12 ist  mit Ösen 13 und der Rahmen 5 mit Ösen 14  versehen. Durch diese     ösen-wird    in     Zickzack-          Form,        wie        .ersichtlich,    ein Gummiband 15 oder  mehrere solcher Gummibänder gezogen, dessen  bzw. deren     Enden.    an dem Rahmen, z. B. in  den Ecken, befestigt sind. Wie ersichtlich,  ergibt sich dadurch eine elastische     Halterung     des gesamten -     Di        alitnetzes-    B. - Selbstverständ-    lieh könnte diese.

   Halterung auch durch Fe  dern ersetzt werden, die zwischen dem Um  fassungsdraht 12 und dem Rahmen 5 gespannt  werden müssten.  



  Die gleiche Anordnung und Befestigung  gilt für das Drahtnetz 9 . an der Unterseite  des Federkernes bezüglich des Rahmens 6.  Das obere Drahtnetz 8 erfüllt die Aufgabe,  bei Belastung der     Pplsterauflage    1 den Gegen  druck der Federn 4 des Federkernes 7 gleich  mässig auf die Unterseite der Polsterauflage 1  zu verteilen, so dass diese     Grobfederung    an der  Aussenseite der Polsterauflage nicht spürbar  wird, sondern dass diese sich von Punkt zu  Punkt fein elastisch an den belastenden Kör  per anschmiegt. Demgegenüber hat das Draht  netz 9 an der Unterseite des Federkernes, des  sen Drähte auch starr mit dem Rahmen 6 ver  bunden werden können, nur die Aufgabe, eine       Überzugsschicht    16 aus starkem Textilgewebe,  z.

   B.     Drilch,    zu halten, das am Rande und  sonst geeigneten Stellen mit dem Drahtnetz 8  vernäht wird.  



  Gemäss     Fig.    4 und 5 wird die     Zellmaterial-          auflage    1 - die, wenn es auf die Waschbar  keit weniger ankommt, z. B. auch aus     Schaum-          ka-itschuk,    auf     Diisocyanat-Basis    aufgebautem       Kunststoff    mit offenen Poren bestehen könnte  - auf das Drahtnetz 8 aufgelegt und steht  dann um die Dicke des     Federkernes    7 mit  Seitenteilen 1a nach allen Seiten über diesen  über. Die Seitenteile sind an den Ecken durch  Einschnitte voneinander getrennt, so dass bei  7     a    eine vordere Ecke des Federkernes nach  dem Auflegen der Polsterauflage noch sicht  bar bleibt.

   Das anschliessende Anlegen der  Seitenteile     l.a    an die Schmalseiten des Feder  kernes wird durch die . Profilnuten 2 und 3  wesentlich erleichtert. Um dies noch weiter  zu erleichtern, kann man die Einschnitte zwi  schen den- Seitenteilen     1a    in der gezeigten  Weise- dreieckig gestalten.     Gewünschtenfalls     können die Seitenteile     l        ä    auch noch über die       Unterkante    des Federkernes etwas vorstehen       und    nach unten um dessen Unterseite herum  gelegt werden. Polsterauflage 1 und Feder  kern 7 mit den angeschlossenen Drahtnetzen 8  und 9 werden nun durch einen Aussenüberzug      17 zusammengefasst.

   Dieser überlappt mit sei  nen Teilen 17a auch noch die Unterseite des  Polsterkörpers, das heisst den     Überzugsstoff     16. Im Bereich der Hochkanten -des Polster  körpers und der     überlappungsteile        17c    ist je  ein Reissverschluss 18 vorgesehen, von denen  jeder an den obern Ecken des Polsterkörpers       Fig.    4 beginnt.  



  Vor dem Schliessen des Reissverschlusses  wird der Überzug 17 mittels geeigneter Spann  organe 19 und 20 festgespannt, die einerseits  an den     überlappungsteilen    17a,     anderseits     an der Unterseite 16 des Polsterkörpers be  festigt sind. Werden hiernach die Reissver  schlüsse 18 geschlossen, so liegt der Überzug  endgültig glatt und festgespannt am Polster  körper an, wobei er dessen Innenteile 1, 5, 6,  7 und 17 zusammenhält.

   Die genannten Be  festigungsmittel (die Reissverschlüsse     können     auch durch andere Verschlüsse für die Kanten  des Überzuges ersetzt werden) erlauben in  jedem Falle, den Überzug durch Öffnen der  Verschlüsse und Spannorgane nach Verunrei  nigung des Polsterkörpers leicht und mit  wenigen Handgriffen abzustreifen, so dass der  Überzug 17 und die Polsterauflage gewaschen  werden können. Dabei     kommt    der Aufbau der  Polsterauflage aus geschlossenen Gaszellen  sehr zustatten, weil diese beim Waschen keine  Flüssigkeit aufnehmen und von vornherein  von Verunreinigungen frei bleiben, so dass die  Oberfläche durch einfaches Abbürsten mit  flüssigen Reinigungsmitteln gesäubert werden  kann.  



  Der Überzug kann mit Handgriffen 21 ver  sehen sein, die die ganze Matratze leicht trag  bar machen.  



  Der     überzugsstoff    17 besteht zweckmässig  aus sanforisiertem Baumwollgewebe, das seine  Masse beim     Waschprozess    nicht wesentlich ver  ändert.  



  An Stelle einer Polsterauflage 1 können       gewünschtenfalls    mehrere solche verwendet,  werden. Wenn sie aus weichem thermoplasti  schem Kunststoff mit geschlossenen Zellen  bestehen sollen, so eignen sich ausser     Poly-          vinylchlorid    auch     Mischpolymerisate    oder  Mischungen, die auch     elastomere    Bestand-    teile, wie     Acrylnitril-Kautschuk,    enthalten  können.  



  Die Erfindung ist beispielsweise für den  Fall einer Matratze bzw. eines selbständigen  Polsterkörpers oder Polsterkissens beschrieben  worden, ist aber, wie ersichtlich, auch dann  anwendbar,     wenn    die Polsterung, unselbstän  dig bleibend, mit einem Möbelstück, Fahr  zeugsitz oder. dergleichen verbunden sein soll,  wobei sie natürlich mit einem geeigneten  Aussenüberzug versehen wird.  



  Bei allen Anwendungen ist nicht ausge  schlossen, ausser den drei wesentlichen Schich  ten der Polsterung:     Federkern,    Netz und  Polsterauflage, noch sonstige, im Einzelfall       gewünschte    Zwischenschichten, z. B. Textil  stoffschichten, einzuschliessen und durch den       gemeinsamen    Überzug mit den übrigen Teilen  der Polsterung     zusammenzuhalten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Polsterkörper mit mindestens einem Feder kern und mindestens einer Polsterauflage, die aus zelligem, weichem, organischem Material besteht, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Federkern und Polsterauflage ein Netz ein gebracht ist, das am Rahmen des Federkernes elastisch befestigt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Polsterkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Netz eine Maschengrösse in der Grössenordnung von 1 bis 2 mm2 besitzt. 2.
    Polsterkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polsterauflage aus zelligem Material mit geschlossenen Gas zellen besteht und an ihrer Aussenseite mit über die Oberfläche verteilten, eingeformten, auch unter Belastung Luftkanäle bildenden Vertiefungen versehen ist. 3. Polsterkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Federkern auch an seiner nicht belasteten Seite mit einem Netz überspannt ist, das als Halterung für einen Überzugstoff dient. 4. Polsterkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Polsterauflage, Netz und Federkern durch einen an dessen Unterseite leicht lösbar befestigten Aussen überzug zusammengehalten sind.
    5. Polsterkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Polsterauflage aus in geschlossenen Gaszellen aufgebautem Polyvinylehlorid und Weichmacher besteht.
CH328369D 1955-01-14 1955-01-14 Polsterkörper CH328369A (de)

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