CH329505A - Verfahren zum Steuern des Durchflussquerschnittes von Einspritzdüsen für Brennkraftmaschinen und Einspritzdüse zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Steuern des Durchflussquerschnittes von Einspritzdüsen für Brennkraftmaschinen und Einspritzdüse zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Steuern des Durchflussquerschnittes von Einspritzdüsen für Brennkraftmaschinen und Einspritzdüse zur Durchführung des Verfahrens Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zum Steuern des Durchflu.ss- quersehnittes von Einspritzdüsen von Brenn- kraftmasehinen in Abhängigkeit von dem auf das Steuerorgan der Düse einwirkenden Brennstoffdruck, gemäss welchem sich das Steuerorgan bei stetig sich erhöhendem Brennstoffdruck unstetig bewegt,
so dass es riaeh einem ersten Hubweg, in welchem ein Durchflussquerschnitt für eine Vorein- spritzung freigegeben wird, während eines zweiten Brennstoffdnzekbereiches bei kon stant bleibendem Durehfh-issquersehnitt still steht und darauf einen weiteren Hubweg aus führt, in welchem der Durclhflussquerschnitt auf den zur Haupteinspritzung notwendigen Querschnitt vergrössert wird.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Einspritzdüse für Brennkraftmaschinen zur Durchführung des .erfindungsgemässen Ver fahrens, mit. einem Steuerorgan, welches unter der Wirkung des Brennstoffdruckes gegen Federkräfte verschoben wird und dabei den Du.rchflussquerschnitt für den einzu spritzenden Brennstoff progressiv freigibt.
Diese Einspritzdüse zeichnet sich dadurch aus, da.ss das .Steuerorgan in seiner Schliess lage und während eines ersten Hubweges durch eine Federkraft beeinflusst wird, die 30 bis<B>700/a</B> der Federkraft ist, welche wäh rend eines zweiten Hubweges auf dasselbe wirkt, damit ztt Beginn der Einspritzung bei kleinem Hubweg des Steuerorgans zunächst nur eine kleine Brennstoffmenge bei niedri gem Druck .aus der Düse austritt und erst nach einer wesentlichen Steigerung des Brennstoffdruckes das Steuerorgan weiter verschoben wird.
In der nachfolgenden Beschreibung wird an Hand der Zeichnung das erfindungs gemässe Verfahren und Ausführungsformen von Einspritzdüsen beispielsweise beschrie ben.
Fig. 1 ist ein Diagramm, auf welchem die Einspritzmenge, bezogen auf den Kurbelwin kel, dargestellt ist.
Fig. 2 zeigt ein Diagramm, in welchem die Beziehung zwischen Brennstoffdruck und Durchlassguerschnitt veranschaulicht ist.
Die Fig. 3-6 zeigen verschiedene Ausfüh rungsbeispiele von Einspritzdüsen.
In Fig. 1 ist der Einspritzmengenverlauf (3), bezogen auf die Kurbelwiakelgrade (W), bei einem Steuerverfahren bekannter Art. und beim erfindungsgemässen Verfahren durch die beiden Kurven 40 und 41 veran schaulicht, wobei die Kurve 40 die Verhält nisse bei dem bekannten und die Kurve 41 die Verhältnisse bei dem erfindungsgemässen Verfahren zeigen.
Wie aus dem Diagramm hervorgeht, arbeitet das erfindungsgemässe Verfahren mit einer eigentlichen Vorein- spritzung, welche durch die Strecke a-d-e dargestellt ist und sich über den Kurbel- winkel a bis i erstreckt. Die Voreinspritzung fängt bei a an. Bei. <I>d.</I> ist der zur Vorein- spritzung benötigte Querschnitt voll auf gesteuert.
Er kann nicht überschritten wer den bis Punkt e. Die Haupteinspritzung be ginnt im Punkt e, wobei f dem Punkt der vollen Aufsteuerung des zur Hauptein spritzung benötigten Querschnittes entspricht. Bei g setzt der Schliessvorgang durch das Steuerorgan ,ein, -und bei h ist der Einspritz vorgang beendet..
Fig. 2 zeigt die Beziehung zwischen dem zur Aufsteuerung benötigten Brennstoff- druck (P) und dem Durchlassquerschnitt (Q), und zwar entspricht die Strecke 1c bis d dem Durchlassquerschnitt, der für einen optimalen Ruhigla.uf des Motors benötigt wird, während die Strecke k bis<I>m</I> dem totalen Durchlass- querschnitt entspricht.
Punkt n entspricht dem Abspiitzdruck (ersten öffnungsdruck) einer üblichen Nadeldüse. Durch die: Linie 44 ist die zur Aufsteuerung einer hisher üblichen Einspritzdüse benötigte Druckdifferenz (p minus 7z) dargestellt. Die Linie 45 veran schaulicht den zur Aiüsteuerung notwendigen Druckverlauf des erfindungsgemässen Ver fahrens.
Wie aus dem Diagramm hervorgeht, ist. zur Aufsteueraing des für die Vorein- spritzung benötigten Querschnittes die Druck differenz (o minus n) erforderlich. Während dieses ersten Druckbereiches vergrössert sich somit der Durchflussquerschnitt der Ein spritzdüse. Bevor die Aufsteuerung des Hauptdurehlassquerschnittes eingeleitet wird, muss der Druck von o bis q ansteigen, wobei während dieses zweiten Druckbereiches der Durchflu,ssquerschnitt konstant bleibt.
Die sehr geringe Draekdifferenz (r- minus q) ge nügt zur Aufsteuerung des Hauptdurehlass- querschnittes während des dritten Druck bereiches, während welchem sieh der Durch flussqu.erschnitt wieder vergrössert und wäh rend welchem der Hauptteil des Brennstoffes unter hohem Druck .eingespritzt wird.
Beim Beispiel der Einspritzdüse nach Fig. 3 weist der Düsenkörper 1 die als Feder raum ausgebildete Bohrung 2 und die als Führung für die Nadel 3 dienende Bohrung -1 auf. In der Bohrung 2 sind die stark vor gespannte Hauptfeder 5 und die gegenüber dieser weit schwächere Zusatzfeder 6 ange ordnet, wobei die Feder 5 bestrebt ist, den mit Schaft 7 versehenen Teller 8 gegen die obere Stirnfläche der Büchse 9 zu pressen. Die Büchse 9 umschliesst die Feder 6. Letztere liegt einerseits gegen den Teller 8 an und drückt anderseits mittels des Ringes 11 die Nadel 3 auf ihren Sitz 13.
Der Brennstoff wird der Ausnehmung 15 durch die Bohrunä 16 zugeführt und tritt durch die Spritzlöcher 14 aus. Zwischen der Nadel 3 und dem Teller 8 sowie zwischen dem Schaft. 7 und der obern Endwand der Bohrung 2 sind die Hubwege X, und<I>X2</I> vorgesehen. Bohrung 50 ist. die Leckölleitung.
Die Einrichtung nach Fig. 3 wirkt wie folgt: In der Zeichnung ist die Düse in Schliess stellung dargestellt. Fliesst Brennstoff durch die Leitung 16 in den Raum 1:5, so wird die Nadel 3 entgegen dem Druck der Feder 6, deren Federkraft 30=70% der Federkraft der Feder 5 ist, von ihrem Sitz 13 abgehoben und ganz wenig nach oben gedrückt, bis die Nadel 3 nach Durchlaufen des Hubweges X 1 auf der Unterseite des Tellers 8 zum Anliegen kommt.
Bei dieseln ersten Teil der Ein spritzung fliesst bei kleinem Hubweg des Steuerorgans 3 nur eine kleine Brennstoff menge bei niedrigem Druck aus den Spritz- löchern 14 aus. Zur Überwindung der grossen Vorspannkraft der starken Feder 5 mu,ss der Brennstoffdruck im Raum 15 so stark an steigen, da.ss dadurch eine Zeitspanne ent steht, wie sie zur Erzielung einer zeitlich genügend langen Voreinspritzung erforder lich ist. Nach Überschreiten dieses hohen Brennstoffdruckes wird die Düsennadel 3 rasch nach oben verschoben.
Die flache Cha rakteristik der Feder 5 hat. zur Folge, dass ein geringer genügt, bis der Schaft 7 des Tellers 8 nach Durchlaufen des Hubweges X2 zum Anliegen an die obere Endwand der Bohrung 2 kommt. Durch die ses grössere Anheben der Nadel 3 wird der Durchlassquerschnitt zur Haupteinspritzung freigegeben, wobei diese infolge hohen Druck gefälles rasch stattfindet.
Die Ausführung nach Pig. 4 entsprieht in ihrem untern Teil derjenigen von Fig. 3. In der Bohrung 2 des Düsenkörpers 1 sind die Hauptfeder 5 und Zusatzfeder 6 vorgesehen, welche sich hier gegen die Stirnflächen der Bohrung 2 abstützen und auf den Teller 8 bzw. 20 wirken. Das Kräfteverhältnis der in entgegengesetztem Sinne auf die Nadel 3 wir kenden Federn 5 und 6 ist derart, da.ss bei Sehliesslage die Teller 8 und 20 gegeneinan der anliegen und die Nadel 3 auf ihren Sitz <B>13</B> gedrückt. wird.
Zwischen dem Teller 20 und der Stirnfläche der Büchse 21 sowie zwi schen dem Schaft 7 und der obern Endwand der Bohrung 2 bestehen die Hubwege X1 ttnd X2.
Die Einspritzdüse nach Fig. 4 wirkt ähn lich wie die Düse nach Fig. 3, wobei lediglich die Nadel 3 entgegen der 30-70% der Fe- derkraft der Feder 5 betragenden Differenz kraft, der Federn 5 und 6 von ihrem Sitz 13 abgehoben und wenig nach oben gedrückt wird, bis der Teller 20 nach Durchlaufen des Hubweges X, auf der Büchse 21 zum An liegen kommt.
Die weitere Wirkungsweise ist -eich, wie es in bezug auf Fig. 3 beschrieben worden ist.
Fig. 5 stellt eine Zapfendüse dar, bei wel cher die Nadel 3 ausserhalb des Sitzes 13 den Zapfen 17 aufweist und der Brennstoff durch die Spritzlöcher 14 ausfliesst. Bei der gezeich neten Schliesslage sind zwischen der Düsen nadel. 3 und dein Teller 8 einerseits und zwi schen dem Schaft 7 und der obern Abschluss- wa.nd der Bohrung 2 die Ilubwege X, und X2 vorhanden. Der erste Nadelhub X1 ist etwas kleiner gehalten als die Länge 1 des Zapfens 17; auch steht er in einem ganz bestimmten Verhältnis zum Durchmesser des Nadel schaftes 3.
Die Wirkungsweise ist. folgende: Fliesst dem Raum 15 Brennstoff. zu, so wird die Na del 3 angehoben, bis der Hubweg X1 durch laufen ist. Infolge des vorbestimmten Ver hältnisses zwischen dem Durchmesser des Na, delsehaftes 3 und dem ersten Hubweg X1 der Nadel weicht beim Durchlaufen dieses Hub weges gleich viel Brennstoff aus. Der Druck anstieg im Raum 15 und die Aufsteuerung des Hauptdurchla.I3querschnittes werden ent sprechend verzögert. Da der Hubweg X1 aber etwas kleiner ist als die Länge 1 des Zapfens 17, wird die zum Druckanstieg notwendige Drosselung erhalten.
Nach Überwindung der Kraft der stark vorgespannten Feder 5 wird dann die Nadel 3 rasch nach oben verschoben, bis Schaft 7 nach Durchlaufen des Hubweges X2 zum Anliegen kommt, wobei durch das vergrösserte Anheben der Nadel 3 der Haupt anteil des gespeicherten Brennstoffes unter hohem Druck aus den Spritzlöchern 14 aus tritt.
Bei der querschnittregulierenden Düse nach Fig. 6 sind in der Bohrung 2 des Düsen körpers 1 die Büchsen 24 und 25 vorgesehen, zwischen welchen der Teller 26 angeordnet ist. Dieser wird bei Schliesslage der Düse durch die stark vorgespannte Feder 27 gegen die untere Stirnfläche der Büchse 24 gehal ten. Die Feder 28 stützt sich auf die Ober seite des Tellers 26 ab. Sie ist bestrebt, unter Vermittlung der Büchse 29 den kegelförmig ausgebildeten, untern Teil 31 der Nadel 30 gegen den Sitz 32 zu halten. Die Nadel 30 weist in ihrem nach unten gerichteten Teil die Nuten 33 auf.
Bei Schliesslage der Düse bestehen zwischen dem Abstützteller 26 und der Büchse 29 einerseits und zwischen dem Teller 26 und der Büchse 25 anderseits die Hubweges X1 und X2. Der Brennstoff wird der Bohrung 2 durch die Leitung 34 zuge führt.
Die in Fig. 6 in Schliessstellung gezeich nete Düse arbeitet wie folgt. Fliesst Brenn stoff durch die Leitung 34 in den Raum 2, so wird nach Überwindung der kleinen Kraft der Feder 28 die Nadel 30 nach unten ver schoben, bis die Büchse 29 nach Durchlaufen des Hubes X1 zum Aufliegen auf den Teller 26 kommt. Bei dieseln Teil der Einspritzung fliesst, dem kleinen Öffnungsquerschnitt ent sprechend, nur eine kleine Brennstoffmenge den Nuten 33 entlang, bei niedrigem Druck aus der Düse.
Durch die folgende, wesentliche Steigerung des Brennstoffdruckes im Raum 2 und in den Nuten 33 wird nach Überwindung der Kraft der stark vorgespannten Feder 27 die Nadel 30 rasch nach unten verschoben, bis der Teller 26 nach Durchlaufen des Hub weges X2 zum Aufliegen auf die Büchse 25 kommt. Durch diese Vergrösserung des Aus trittsquerschnittes wird der Hauptanteil des gespeicherten Brennstoffes unter hohem Druck ausgespritzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Steuern des Durchfluss- querschnittes von Einspritzdüsen von Brenn- kraftmaschinen in Abhängigkeit von dem auf das Steuerorgan der Düse einwirkenden Brennstoffdruck, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Steuerorgan bei stetig sich er höhendem Brennstoffdruck unstetig bewegt, so dass es nach einem ersten Hubweg, in wel ehem ein Durchflussquerschnitt für eine Vor- einspritzung freigegeben wird,während eines zweiten Brennstoffdruckbereiches bei konstant bleibendem Durehflussquerschnitt still steht und darauf einen weiteren Hubweg ausführt, in welchem der Durchflussquerschnitt auf den zur Haupteinspritzung notwendigen Quer schnitt vergrössert wird.II. Einspritzdüse für Brennkraftmasehi- nen zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit einem Steuerorgail, welches unter Wirkung des Brennstoffdru.ekes gegen Federkräfte verschoben wird und da bei den Durchflussquerschnitt für den einzu spritzenden Brennstoff progressiv freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan in seiner Schliesslage und während eines ersten Hubweges durch eine Federkraft be einflusst wird,die 30 bis 701/9 der Feder kraft ist, welche während eines zweiten Hub weges auf dasselbe wirkt., damit zu Beginn der Einspritzung beim ersten Hubweg des Steuerorgans zunächst nur eine kleine Brenn stoffmenge bei niedrigem Druck aus der Düse austritt und erst nach einer wesentlichen Steigerung des Brennstoffdruckes das Steuer organ weiter verschoben wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Einspritzdüse nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine Zu satzfeder einerends gegen das Steuerorgan und anderends gegen einen Teller abstützt, welcher durch die Hauptfeder gegen einen Anschlag gedrückt wird, und dass das Steuer organ nach dem ersten Hubweg auf den durch die Hauptfeder beeinflussten Teller wirkt, so dass während des zweiten Hubweges nur die Hauptfeder zur Wirkung kommt.. 2.Einspritzdüse nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zusatzfeder mittels ,eines losen Tellers auf das Steuer organ in entgegengesetztem Sinne wie die Hauptfeder einwirkt, und dass der lose Teller nach dem ersten Hubweg auf einen Anschlag gedrückt wird, so dass die Wirkung der Zu satzfeder beim zweiten Hubweg aufgehoben ist. 3. Einspritzdüse nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuer organ am äussern Ende der Düsennadel einen Zapfen aufweist, und da.ss der erste Hubweg des Steuerorgans kleiner ist als die Länge dieses Zapfens.
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