Vorrichtung mit einem photo-leitfähigen und einem mit diesem elektrisch in Reil geschalteten elektrolumineszierenden Teil
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung mit einem photo-leitfähigen Teil und einem mit diesem elektrisch in Reihe gesehal- teten elektrolumineszierenden Teil und mit Alittel zum Anlegen einer Spannung an die beiden Teile in Reihe.
Es wurde eine Vorrichtung der obener wähnten Art besehrieben, mit der kurzzeitig auftretende Spannungen angezeigt werden k¯nnen. An eine Reihensehaltung eines photoleitfähigen und eines elektrolumineszierenden I'aneels wird eine konstante Wechselspannung angelegt, die zum Erzeugen eines feststellbaren Lenehtens in elektrolumineszierenden Paneel gerade nicht ausreicht.
Wird an die erwähnte Reihenschaltung eine zusa. tzliche kurzzeitige Spannung angelegt, so leuchtet das elektrolumineszierende Paneel auf und dieses Aufleuchten wird aufrechterhalten, indem das erzeugte Licht auf den photo-leitfähigen Teil auftrifft und dessen Impedanz derart herab- setzt, dass ein wesentlieh grösserer Teil der konstanten Weehselspannung an der Elektrolumineszenzschicht auftritt. Die Lichterzeu gung in der Elektrolumineszenzschicht wird daher aufreehterhalten, bis die konstante Weehselspannung an der Reihenschaltung herabgesetzt wird.
Eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art kann zur Anzeige einfallendler Strahlung geeignet gemacht werden. Sol, dabei ausserdem die Intensität des erzeugten Elektrolumines- zenzlichtes ein Mass für die Intensität der einfallenden Strahlung sein, so ist es erforderlieh, im Gegensatz zu der obenbeschriebenen Vorrichtung zur Anzeige kurzzeitig auftretender Spannungen, dass das erzeugte Elektro lumineszenzlieht nicht in solchem Masse auf die photo-leitfähige Schicht zurückwirkt, dass naeh Beseitigung des einfallenden Strahlenbündels die Elektrolumineszenz nicht abnimmt.
Dies ist zum Beispiel verwirklichbar durch eine solche Anordnung des photo-leitfÏhigen Teils und des eLektrolumineszierenden Teils, dass das Elektrolumineszenzlicht den ersteren'Teil nicht oder nur in geringem Masse erreichen kann. Die beiden Teile können zum Beispiel räumlich getrennt angeordnet sein, so dass sich zwisehen ihnen ein grosser Abstand befindet. Wenn die beiden Teile aus flachen Schichten bestehen, können sie auch nebeneinander in derselben Ebene angeordnet werden, so dass das Elektrolumineszenzlicht nicht auf die photo-leitfähige Schicht auftrifft.
Soll mit einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art ein Elektrolumineszenzbild erzielt werden, das in seiner örtlichen Hellig- keit eine Anzeige der örtlichen Intensitäts- verteilung eines auf eine photo-leitfähige Schicht auftreffenden Strahlenbündels erge ben muss, so muss zu diesem Zweek jedem Element der photo-leitfähigen Schicht ein Element einer elektrolumineszierenden Schicht zugeordhet sein, und eine Impedanzänderung des ersteren Elementes mu¯ ausschlie¯lich eine Änderung der Spannung am zweiten Element bewirken.
Eine solehe Vorrichtung ist dadurch verwirklichbar, dass eine photoleitfähige Schicht und eine elektroleuchtende Schicht von gleicher Grosse in direkter NÏhe voneinander und parallel angebracht werden.
Dies ist bei einem in der Literatur beschrie- benen Bildschirm f r R-öntgenstrahlen durchgef hrt.
Bei diesem Schirm ist eine Schicht mit einem photo-leitfähigen Material, in diesem Fall Cadmiumsulfid, auf einer Seite mit einer Elektrode aus Aluminiumfolie versehen und auf der andern Seite in direktem Kontakt mit einer Schicht mit einem elektrolumineszierenden Material. Letztere Schicht ist auf der von der photo-leitfähigen Schicht, abgekehrten Seite mit einer dünnen durchsichtigen Elektrode versehen. An die Elektroden wird eine Weehselspannung gelegt. Ein durch die Aluminiumelektrode hindurch auf die photo-leit fähige Schicht geworfenes R¯ntgenstrahlenb ndel mit einer von Stelle zu Stelle wechselnden Intensität bewirkt eine von Stelle wu Stelle wechselndeWiderstandsänderung der photo-leitfähigen Schicht.
Hierdurch wird die Spannungsverteilung zwischen der photoleitfähigen Schicht und der elektrolumineszierenden Schicht stellenweise geändert und die elektrolumineszierende Schicht leuchtet auf gemäss dem NI-Lister der Intensitätsverteilung im einfallenden Röntgenstrahlenbündel.
Bei einem Bildschirm mit einer photo-leitfähigen Schicht und einer elektrolumineszierenden Schicht in direkter NÏhe voneinander lässt sich eine st¯rende R ckwirkung des Elek- trolumineszenzlichtes auf die photo-leitfähige Schicht auf versehiedene Weise vermeiden.
So kann zum Beispiel das Material der photoleitfähigen Schicht. derart gewÏhlt werden, dass es f r Strahlung mit einer Spektralverteilung entsprechend der des Elektrolumines- zenzliehtes praktisch unempfindlich ist. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Stärke der photo-leitfähigen Schicht derart zu wÏhlen, da¯ auf diese Schicht auft. reffendes Elek- trolumineszenzlicht keine oder kaum eine Impedanzänderung dieser Schicht bewirkt. Die Vorrichtung kann dann nur auf eine einfal- lende Strahlung mit gro¯er Eindringungstiefe, wie zum Beispiel R¯ntgenstrahlen, ansprechen.
Es ist einleuehtend, dass bei Durehführung dieser Massnahmen der Bildschirm sieh nicht zur Anzeige einer einfallenden Strahlung eignet, die wenigstens teilweise in demselben Spektralbereieh liegt wie das EIektrolumines- zenzlieht.
Eine weitere Möglichkeit zur Vermeidung einer störenden R ckwirkung des Elektro lumineszenzlichtes auf die photo-leittähige Schicht besteht in der Anwendung einer dünnen, das Elektrolumineszenzlieht abschir- menden Zwisehensehieht zwisehen der photoleitfÏhigen Schicht und der elektrolumineszierenden Schicht.
Bei allen diesen Vorrichtungen, bei denen die Intensität des Elektrolumineszenzliehtes mit der Intensität des auffallenden Strahlen- bündels Ïndern muss, hat die den Zusammen- hang zwischen diesen Tntensitäten darstellende Kurve einen besonders steilen Verlauf, was bei einem Bildschirm in einem zu grossen Kon- trast im Elektrolumineszenzbild zum Ausdruek kommt. Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung zu schaffen, bei der die Steilheit herabgesetzt ist.
Die Vorrichtung naeh der Erfindung weist das s Kennzeichen auf, da¯ in der angelegten Spannung wenigstens zwei Komponenten mit versehiedenen Frequenzen vorhanden sind, die derart gewählt sind, da¯ die Kurven, die für jede Komponente den Zusammenhang zwi- schen dem Logarithmus der Intensität einer auf den photo-leitfähigem Teil auffallenden Strahlung und den Logarithmus der Intensität des folglich erzeugten Elektrolumineszenzlich- tes darstellen, sich schneiden.
Nachstehend wird an Hand einer Figur verdeutlicht, dass infolge des Vorhandenseins von Wechselspan nungen mit versehiedener Frequenz in der zugef hrten Spannung der gew nschte Effekt einer \nderung in Zusammenhang zwisehen der einfallenden Strahlung und dem Elektro lumineszenzlicht verwirklichbar ist. Vorher sei bemerkt, dass die angelegte Spannung durci gleichzeitige Zuführung und daher Summierung von zwei oder mehr Wechsel- spannungen mit verschiedener Frequenz erzielt sein kann.
Es ist auch möglich, mit periodischer Wiederholung nacheinander mehrere Wechselspannungen mit versehiedener Frequenz der Rei hensehaltmg des photo-leitfähigen Teils und des elektrolumineszierenden Teils zuzuführen.
Eine weitere Möglichkeit, die als ein'Grenz- fall der zuletztgenannten M¯glichkeit zu be traehten ist, besteht darin, die angelegte Span nung aus einer frequenzmodulierten Wechsel- spannung bestehen zu lassen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der bei) legenden Zeichnung, welche einige Ausf hrungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes darstellt, näher erlWÅautert.
Fig. I zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 2 zeigt, glieiehfalls schematisch, ein zweites Ausführungsbeispiel.
Fig. 3 zeigt, gleichfalls schematisch, ein drittes Ausfiihrungsbeispiel.
Fig. 4 schliesslich ist eine graphische Darstellung, in der für versehiedene Verhältnisse der Zusammenhang zwisehen der auf den photo-leitfÏhigen Teil auffallenden Strahlung und der folglieh in einem mit ihm in Reihe liegenden elektrolumineszierenden Teil erzeug- ten Elektrolumineszenzstrahlung dargestellt ist.
Die Vorrichtung nach Fig. l besitzt eine auf einen isolierenden flachen Träger 1 auf- gebraehte Schicht aus photo-leitfähigem Material 2, auf der in einem gegenseitigen Abstand l eit fähige streif enförmige Elektroden S und 4 angebracht sind.
Auf einem zwisehen Träger 6, der isolie rend und durehsiehtig sein kann, jedoch auch leitfähig sein darf, sind mehrere aufeinander- liegende Schichten angebracht. Wenn der Träger 6 isolierend ist, so befindet sich auf dessen Oberfläche eine leitfähige Schicht 7. Diese Schicht kann aus einein Metall oder einem leitfähigen Metalloxyd bestehen. Auf der Schicht 7 liegt eine weitere Schicht 8, die im wesentlichen aus einem elektrolumineszierenden Material besteht. Dieses Material kann zum Beispiel aktiviertes Zinksulfid mit Kupfer sein. Auf die elektrolumineszierende Schicht 8 ist eine dünne Elektrodenschicht 9 aufgebracht, die durchsichtig ist und in einem Abstand vom Rand der elektrolumineszierenden Schicht 8 endet.
Die Schicht 9 kann zum Beispiel aus einer dünnen Zinnoxydschicht bestehen.
Die photo-leitfähige Schicht 2, die zum Beispiel aus Cadmiumsulfid, jedoch auch aus einem andern leitfähigen Stoff, wie zum Beispiel Bleimonoxyd, Bleisulfid oder Selen bestehen kann, ist mit der elektrolumineszierenden Schicht 8 elektrisch in Reihe geschaltet., wobei die Stromrichtung in der photo-leitfähi gen Schicht in der Ebene dieser Schicht verlÏuft, wÏhrend bei der elektrolumineszierenden Schicht die Stromrichtung quer zu dieser Schicht steht.
Die streifenförmige Elektrode 3 auf der photo-leitfähigen Schicht 2 ist durch die Leitung 10 direkt mit der durchsichtigen Elektrode 9 auf der elektrolumineszierenden Schicht 8 verbunden. Die andere streifenför- mige Elektrode 4 auf der photo-leitfähigen Schicht 2 und die Elektrode 7 auf der Unterseite der elektrolumineszierenden Schicht 8 sind mit der Sekundärwicklung 12 eines Transformators 13 verbunden, der zwei getrennte Primärwicklungen 14 und 15 besitzt.
Mit der Primärwicklung 14 ist ber einen Regelwider- stand 16 eine echselspannungsquelle 18 verbunden, die einen Wechselstrom mit einer Frequenz f, liefert. Mit der andern PrimÏr wieklung 15 ist über einen Regelwiderstand 17 eine zweite Wechselspannungsquelle 19 verbunden, die einen Wechselstrom mit einer Pre- quenz f2 liefert, wobei f2 von f1 verschieden ist. fi kann zum Beispiel'5000 Hz und f2 200 Hz sein.
Die Spannung an der Se kundärwickltmg, für welche die photo-leit fähige Schicht und die elektrolumineszierende 'Schicht in Reihe geschaltet sind, besitzt daher in jedem Augenblick eine Komponente mit der Frequenz fl und eine Komponente mit der Frequenz f 2.
Wenn infolge einer auf die photo leitfähige Schicht 8 auffallenden Strahlung mit der In tensität Li der elektrische Widerstand dieser Schicht herabgesetzt wird, so nimmt die Spannung an der elektrolumineszierenden Schicht 8 in Abhängigkeit von L, zu und diese Schicht sendet demzufolge Elektrolumineszenzlicht mit einer Intensität L2 aus.
Wie es nachstehend an Hand von Fig. 4 verdeutlicht wird, ist durch das Anlegen einer Wechselspannung mit zwei Komponenten verschiedener Frequenz an die Reihenschaltung der photo-leitfähigen Schicht und der elektrolumineszieren. den Schicht der Zusammenhang zwischen den Intensitäten L undl L2 bei richtiger Wahl der verschiedenen Frequenzen mehr linear als bei Zuführung einer Weehselspannung mit nur einer dieser Frequenzen.
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Bildwiedergabe entsprechend der Intensitätsverteilung in einem auf einen Bildschirm auftreffenden Strahlenbündel P.
Auf die Vorderfläche einer Glasplatte 20 ist eine dünne durchsichtige flache Elektrode 21 aufgebracht. Die Schicht 21 kann aus einer dünnen Zinnoxydschicht bestehen, aber auch von einer leitfähigen Oberfläehensehieht des Glases gebildet werden.
Auf die Elektrode 21 sind versehiedene weitere Schichten aufgebracht, nämlich eine im wesentlichen aus einem elektrolumineszierenden Material bestehende Schicht 22, eine für das in der Schicht 22 erzeugte Elektrolumineszenzschicht praktisch undurchlässige Zwischenschicht 23, eine zum Beispiel aus Cadmiumsulfid bestehende photo-leitfähige Schicht 24, und schliesslich eine zweite durch- sichtige Elektrode 25, die aus Zinnoxyd bestehen kann. Die Zwischenschicht kann zum Beispiel aus einem schwarzen Lack bestehen und hat eine geringere Stärke als die elektrolumineszierende Schicht 22.
Die elektrolumineszierende Schicht, die ebenso wie die elektrolumineszierende Schicht bei der Vorrich- tung nach Fig. 1 aktiviertes Zinksulfid mit Kupfer enthalten kann, hat eine Stärke von etwa 50 Mikron, während die Stärke der photoleitfähigen Schicht 24 etwa 100 Mikron beträgt.
Die Elektroden 21 und 25 sind mit dem Ausgang eines Verstärkers 26 verbunden, dessen Eingang abwechselnd mit zwei Oszillatoren 29 und 30 verbunden ist, die eine Wechselspannung mit einer Frequenz f, bzw. f2 liefern. Die Amplituden dieser Weehselspannun gXen sind getrennt einstellbar. Der Oszillator 29 ist über eine Torschaltung 27, und der Oszillator 30 über eine Torschaltung 28 mit dem Eingang des Verstärkers 26 verbunden. Die beiden Torschaltungen 27 und 28 werden abweehselnd durch von einem VTultivibrator 31 herrührende Impulse geöffnet.
Auf diese Weise wird an der Reihenschaltung der photoleitfähigen Schicht 24, der Zwischenschicht 2'3 und der elektrolumineszierenden Schicht 22 abwechselnd eine Spannung mit einer Frequenz fi und einer Frequenz f2 angelegt.
Trifft auf die photo-leitfähige Schicht 24 durch die Elektrode 25 hindurch ein Strahlenbündel P mit sich von Stelle e zu Stelle ändernder Intensität, so wird der elektrische Wider- stand der photo-leitfähigen Schicht stellenweise mehr oder weniger herabgesetzt. Folg lich ändert, sich stellenweise die Teilspannung an der elektrolumineszierenden Schicht29, so dass in dieser Schicht ein Leuchtbild gemäss dem Muster der Intensitätsverteilung im B ndel P entsteht. Das Elektrolxlmineszenzbild ist durch die Elektrode 21 und die Glasplatte 20 hindurch sichtbar.
Die Zwischenschicht 23 verhütet, dass das Elektrolumineszenzlieht den Widerstand der photo-leitfähigen Schicht 24 beeinflussen kann. Infolge der abwechselnden Zuführung von Weehselspannungen mit Frequenzen tt und 2 ist der Kontrast im Elektrolumineszenzbild mehr in Einklang mit dem im Bündel P vorhandenen Kontrast, als wenn ständig dieselbe Wechselspannung mit nur einer bestimmten konstanten Frequenz den Elektroden zugeführt würde. Es ist naturge mass möglieh, mehr als zwei Wechselspannun- E : en mit verschiedener Frequenz nacheinander und periodisch wiederholt dem Eingang des VerstÏrkers 26 und somit den Elektroden 21 und 25 zuzuführen.
Im allgemeinen ist es vor teilhaft, die Wechselspannungen mit einer Wiederholungsfrequenz (in Fig. 2 durez den Multivibrator 31 bedingt) h¯her als 20 Hz zuzuführen, um ein Flimmern des Bildes zu vermeiden.
Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung ist mehr oder weniger als ein Grenzfall der Vor richtung nach Fig. 2 zu betrachten. Hier wird (len Elektroden 40 und 41 eines im ganzen mit 40 bezeichneten Bildschirmes, die eine verÏnderliche Frequenz besitzende Ausgangsspan nung eines regelbaren Verstärkers 47 zuge- Fiihrt. Der Bildschirm 40 besteht aus der Rei henschaltung einer photo-leitfähigen Schicht 44, einer das Elektroluminssszenzlicht abschir- menden Zwischenschicht 45 und einer Elek- trolumineszenzschicht 46 ;
diese Schicht samt den durchsichtigen Elektroden 41 und 42 sind zwisehen zwei Glasplatten 43 angebracht. Die Eingangsspannung des Verstärkers 47 wird über ein Tiefpassfilter 48 einer Ilischstufe 49 e ntnommen, der zwei Hoehfrequenzspannungen zugef hrt werden. Die erstere dieser Span nungen rührt von einem Oszillator 50 her und hat eine konstante, im übrigen einstellbare Frequenz f1. Die zweite Spannung wird von einem zweiten Oszillator 51 geliefert, der einen die Frequenz P., dieser Spannung bedingen- den Resonanzkreis 52 mit einer durch Vormagnetisierung einstellbaren Induktivität 53 besitzt. Durch periodische Änderung der Vormagnetisierung kann die Frequenz 2 gleichfalls periodisch geändert werden.
An die Klemmen a und b einer Vormagnetisierungs wieklung 54 kann durch niehtdargestellte Mit- tel, zum Beispiel eine periodisch stufenweise xunehmende und abnehmende Spannung, angelegt werden. Diese Spannung kann auch kontinuierlieh veränderlieh sein, zum Beispiel sinusförmig mit einer gegebenenfalls ber lagerten Gleichspannung. In allen diesen Fällen bewirkt der sich periodiseh ändernde Vormagnetisierungsstrom durch die AVick- lung 54 eine Frequenzmodulation der im Os zillator 51 erzeugten Hoehfrequenzspannung.
In der Misehstufe 49 entsteht eine Spannung mit einer Frequenz F1-F2, die, da Pi. niclit konstant ist, einen Frequenzhub aufweist.
Der Frequenzhub ist durch die Amplitude der den Klemmen a und b zugeführten Spannung und die mittlere Frequenz durch Regelung von F, einstellbar. Die von der Mischstufe gelieferte Spannung mit veränderlicher Frequenz F1-F2, die im Niederfrequenzbereich liegt, wird vom Filter 48 durchgelassen und ber den Verstärker 47 dem Bildschirm 40 zugeführt.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, welchen Ein fluez das Vorhandensein von Spannungen mit versehiedenen Frequenzen in der an die Elek- troden einer Reihenschaltung eines photoleitfähigen Teils und eines elektrolumineszierenden Teils angelegten Spannung haben kann. Log L2 ist gegenüber Log L1 abgetragen, wobei Li die Intensität einer auf den photo-l, eitfähigen Teil auffallenden Strahlung und L2 die Intensität des folglich erzeugten Elektrolumineszenzlichtes darstellen.
Wenn die Amplitude und die Frequenz der an die Elektroden gelegte Spannung konstant sind, so hat die den Zusammenhang zwischen Log Li und Log L2 darstellende Kurve mehr oder weniger eine S-Form. F r L2 ist die am elektrolumineszierenden Teil auftretende Spannung massgebend, und diese Spannung wird wieder durch die an die Elektroden gelegte Spannung und das Verhältnis zwischen den Impedanzen des elektrolumineszierenden Teils und des photo-leitfähigen Teils mit etwaigen andern zwischen den Elektroden liegenden Teilen, wie zum Beispiel einer undurchsichtigen Zwischenschicht, bedingt.
Ist die Leitfähigkeit des photo-leitfähigen Teils im Dunkeln (Ll = 0) sehr gering, so ist für ein kleines Li hauptsächlich das Verhältnis zwi schen den kapazitiven Reaktanzen der ver schiedenen Teile f r die Spannung am elek trolumineszierenden Teil massgebend. Erst wenn Li einen solchen Einfluss auf den photoleitfähigen Teil ausübt, dass dessen Widerstand von etwa gleicher Höhe wird wie die kapazitive Reaktanz dieses Teils, ist eine Zunahme der Spannung am elektrolumineszierenden Teil und somit von L2 erkennbar. Der darauffolgende Teil der Log-L1-Log-L2 Kurve weist eine ziemlieh grosse Steigung auf, da L2 einer grösseren Potenz als 1 der Spannung am elektrolumineszierenden Teil proportional ist.
Nach diesem steil ansteigenden Teil biegt sieh die Kurve wieder in die waagrechte Richtung, da eine Änderung in der durch einen hohen Ll bereits wesentlich herabgesetzten Impedanz des photo-leitfähigen Teils auf die Spannungsverteilung einen immer ge ringeren Einfluss ausübt.
Eine solche Kurve, die also erreicht wird, wenn an die Reihenschaltung eine konstante Spannung mit einer konstanten Frequenz, zum Beispiel f1, gelegt wird, ist in Fig. 4 mit 60 bezeichnet. Der senkrechte Abstand s zwischen den beiden etwa waagrechten Teilen dieser Kurve wird nur durch das Verhältnis zwi schen den Impedanzen des elektrolumineszierenden Teils und des photo-leitfähigen Teils in unbestrahltem Zustand zusammen mit etwaigen andern zwischen den Elektroden angebrachten Teilen, also durch die Geometrie der Anordnung, bedingt.
Wird die Spannung an den Elektroden erhöht oder herabgesetzt, so versehiebt sieh die Log-L2-Log-Ll-Kurve unter Beibehal- tung ihrer Form senkrecht naeh oben bzw. nach unten. Wird nur die Frequenz der angelegten Spannung geändert, so versehiebt sieh die Kurve in einer Richtung, die sowohl mit der Log-L1-Achse als auch mit der Log L2-Achse einen Winkel von 45 einschliesst.
Die Versehiebung ist dann also in senkrechter und in waagrechter Richtung gleich, und zwar gleich der Differenz der Logarithmen der neuen und der alten Frequenz. So ist in Fig. 4 mit 61 die Kurve bezeichnet, die f r die gleiehe Anordnung, für welche die Kurve 60 gilt, gefunden wird, wenn die Frequenz der an die Elektroden angelegten Spannung von f1 auf f2 (wobei Log F2/f1 = 1, 2) gebracht wird. Wird daher f r eine bestimmte Reihenschaltung bei 200 Hz die Kurve 60 gefunden, so wird bei einer Frequenz von 3200 Hz die Kurve 61 gefunden.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass sich die Knrven 60 und 61 in zwei Punkten schneiden, so dass f r einen niedrigen und hohen Li die Kurve 61 oberhalb der Kurve 60 liegt, während es in einem Zwisehenbereieh gerade umgekehrt ist. Wird an die Reihenschaltung, f r welche die f r die Frequenzen f1 und f2 geltenden Kurven 60 und 61 den Zusammen- hang zwisehen Log L2 und Log lI darstellen, eine Spannung angelegt, welche die beiden Frequenzen f1 und f2 einhÏlt, zum Beispiel durch Summierungen oder abweehselnde Zuführung von Weehselspannungen mit diesen Frequenzen, so wird der Zusammenhang zwisehen Log L1 und Log L2 durch die Kurve 63 von Fig. 4 dargestellt.
Diese Kurve folgt im wesentlichen der obern der Kurven 60 und 61 und weist in der Nähe der Schnittpunkte dieser Kurven eine Abrundung auf. Ein sol cher Verlauf ist leieht verständlich, wenn man erwägt, dass der Logarithmus der Intensität abgetragen ist und der Logarithmus des Mittelwertes der verschiedenen, je einer be stimmten Frequenz der Elektrodenspannung entsprechenden Intensitäten im wesentlichen durch die grösste von ihnen bedingt wird, wenn die Differenz gegenüber den andern nicht zu klein ist.
Der ansteigende Teil der Kurve 60 kann dureh die gerade Linie I und derjenige der Kurve 63 durch die gerade Linie II angenähert werden. Es ist deutlich ersichtlich, dass die Steigung der Linie II geringer als die der Linie I ist, was bedeutet, dass für die Kurve 63 der Zusammenhang zwischen Log L2 und Log Li linearer als für die Kurve 60 ist. Ein völlig linearer Zusammenhang müsste in einem Steigungswinkel von 45 , und bei einem Bildsehirm wie bei der Vorriehtung nach den Fig. 2 und 3 dargestellt, in einem gleichen Kontrast im einfallenden Lieht und im elektrolumineszierenden Bild zum Ausdruck kommen.
Es ergibt sich also, dass infolge des Vorhandenseins versehiedener Frequenzen in der Elektrodenspannung eine bessere AnnÏhe rung eines linearen Zusammenhangs erzielt werden kann. Dazu ist erforderlich, dass die für die einzelnen Frequenzen geltenden Kurven sich sehneiden. Wie oben bemerkt wurde, ist jede Kurve durch eine Xnderung der Span nung und der Frequenz oder einer von beiden verschiebbar. Es ist daher immer möglich, diireli eine richtige Wahl der Frequenz und der Amplitude der Komponenten in der an die Elektroden gelegten Spannung den gew nschten weniger steilen Verlauf von Log L2 mit Log L1 zu erzielen.
Der mit der Erfindung beabsichtigte Effekt ist vorstehend mit einer Elektrodenspannung mit zwei in der Frequenz verschiedenen Komponenten zum Ausdruck gebracht.
Es ist einleuchtend, dass mehr als zwei Komponenten zu einem gleichen Ergebnis führen können, wobei dann noch der aussteigende Teil ; der resultierenden Kurve einen etwas fliessenderen Verlauf als bei der Kurve 63 erhalten kann. Ein solcher Effekt ist auch erreiehbar, wenn die Frequenz der angelegten Spannung zwischen zwei bestimmten Grenzen ständig geÏndert wird, also die angelegte Spannung eine in der Frequenz modulierte Wechselspannung ist.
PATENTANSPUCIH
Vorrichtung mit einem photo-leitfähigen Teil und einem mit diesem elektrisch in Reihe gesehalteten elektrolumineszierenden Teil und Mitteln zum Anlegen einer elektrischen Spannung an die beiden Teile in Reihe, dadurch gekennzeiehnet, dass die angelegte Spannung wenigstens zwei Komponenten mit verschie- denen Frequenzen enthält, die derart gewählt sind, dass die Kurven, die f r jede Komponente den Zusammenhang zwischen dem Logarithmus der Intensität einer auf dem photoleitfähigen Teil auftreffenden Strahlung und dem Logarithmus der Intensität des folglich erzeugten Elektrolumineszenzlichtes darstellen, sich schneiden.