CH330066A - Verfahren zur Herstellung von gefärbten Gebilden aus Regeneratcellulose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gefärbten Gebilden aus Regeneratcellulose

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CH330066A
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CH
Switzerland
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water
regenerated cellulose
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dyeing
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Christoph Dr Kohl
August Dr Bansa
Hubert Dr Poppe
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Cassella Farbwerke Mainkur Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath
    • D01F2/16Addition of dyes to the spinning solution

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


      Verfahren        zur        Herstellung    von gefärbten     Gebilden        aus        Regenerateellulose       Zur Herstellung von gefärbten Gebilden  aus     Regenerateellulose    sind bisher zwei Ver  fahren technisch verwertet worden:  1. die Färbung der fertigen Gebilde mit  Farbstoffen der verschiedensten Art in der  Textilfärberei;  2. das Untermischen bzw. Einarbeiten von  anorganischen oder organischen     Farbpigmen-          ten    in die     Viskosemasse    vor der Formgebung,  das sogenannte Spinnfärben.  



  Es wurde nun gefunden, dass man gefärbte  Gebilde aus     Regeneratcellulose,    wie Fasern,  Borsten, Folien usw. auch auf einem neuen,  grundsätzlich andern Weg erhalten kann mit  Hilfe von Schwefelfarbstoffen, die im nicht  reduzierten     Zustand    wasserlöslich sind und  in Lösung keine     Substantivität    zur     Cellulose     besitzen. Beim Eintragen solcher Farbstoffe  in die     Viskosemasse    (zweckmässig durch Unter  mischen einer     wässrigen    Lösung) entsteht  sehr rasch eine völlig homogene     Lösung,    die  sich z.

   B. mit Spinndüsen einwandfrei ver  arbeiten lässt und sich in dieser Hinsicht ver  fahrenstechnisch günstiger verhält als eine  mit unlöslichen Farbpigmenten     versetzte    Vis  kose. Nach Passieren der     alkalischen        und     sauren Nachbehandlungsbäder, wie sie bei der  Herstellung von     Regenerateellulose    üblich  sind, und gegebenenfalls auch von Nachbe-         handlungsbädern,    die für     Textilfärbungen    mit  Schwefelfarbstoffen gebräuchlich sind, ent  steht unmittelbar ein gefärbtes Material,

   wel  ches gegenüber mit Schwefelfarbstoffen in  üblicher Weise gefärbten     Regeneratcellulose-          gebilden    erhebliche Vorteile besitzt. Der  Faden ist glatt und gut durchgefärbt. Die  Färbung entspricht in den     Echtheiten    einer  normalen Textilfärbung mit üblichen Schwe  felfarbstoffen. Die so erhaltene Färbung lässt  sich ausserdem noch durch die bekannten  Nachbehandlungsmethoden (z. B. gemäss DBP.       Nr.831540)    in ihren     Echtheiten    verbessern.  Ein Nachlassen der     Reissfestigkeit,    wie es bei       düsengefärbtem    Material zuweilen beobachtet  wird, tritt nicht ein.

   Durch das     Wegfallen     der stark alkalischen Färbeflotte, wie sie bei  der normalen Textilfärberei notwendig ist,  wird die     Regenerateellulose    geschont und  damit eine bessere Qualität des gefärbten Ma  terials erzielt.  



  Die Herstellung wasserlöslicher Schwefel  farbstoffe an sich ist bekannt und mehrfach in  der Literatur beschrieben. Beispielsweise be  steht diese Herstellung in einer Behandlung  von Schwefelfarbstoffen mit     Sulfit,    wobei  offenbar     Natriumsalze    von     Thiosulfosäuren          entstehen.    Die erhaltenen Produkte sind     in     Wasser leicht löslich, besitzen aber keine  Affinität zur     Cellulose.         Die handelsüblichen Schwefelfarbstoffe  sind dagegen     meistens    in Wasser nicht löslich.

    Sie gehen erst durch Zusatz von     Schwefel-          natriiun    oder andern     alkalischen    Reduktions  mitteln in     wasserlösliche    Substantive     Leukover-          bindungen    über, die in der     Textilfärberei    be  kanntlich in grösstem Ausmass zum Färben  von     Cellulose    verwandt werden.

   Die Löslich  keit dieser reduzierten Farbstoffe ist durchweg  geringer     als    die der nicht     reduzierten,    oben  genannten vermutlichen     Thiosulfosäuren.    Zum  Färben im Sinne des neuen Verfahrens wären  die     Leukoverbindungen    nicht geeignet, weil sie  wegen ihrer geringeren Löslichkeit den Spinn  vorgang     ungünstig    beeinflussen und der im       sauren        Fällbad    entstehende Schwefelwasser  stoff eine zusätzliche Belästigung darstellt.  



  Die Färbung von regenerierter     Cellulose     mit Schwefelfarbstoffen konnte seither nur  mit einem zusätzlichen und kostspieligen       Färbeprozess    in stark alkalischen Färbeflotten  erreicht werden. Das neue Verfahren ermög  licht die Verwendung von Schwefelfarbstoffen  schön während, das heisst kombiniert mit dem       Spinnprozess,    und stellt     insofern    einen wesent  lichen technischen Fortschritt dar.  



       Beispiel   <I>1</I>  Eine 100 g Trockenpaste entsprechende  Menge     Immedialcarbon        CBO    (Schultz     Farb-          stofftabellen,    7. Auflage, 1. Band,     Nr.1077,     Seite 466) in Form einer etwa 50%igen Paste  wird mit 200     cm3    Wasser und 75 g     Natriimi-          sulfit    bei     Raiuntemperatur    verrührt und die       Anschlämmung    im     Vakuiunschrank    bei 1/2 atü  Dampfdruck getrocknet. Der Farbstoff erhält  dadurch die nötige Wasserlöslichkeit.  



  1000 g Viskose, entsprechend 85 g     Cellu-          lose,    werden mit 102     cm-9    einer     10-vol.%igen          wässrigen    Lösung des gemäss Absatz 1 be  handelten Farbstoffes bei Raumtemperatur  1/2 Stunde verrührt. Die Viskose wird alsdann  auf einer     Spinnmaschine    in üblicher Weise  versponnen.  



       Im.    sauren     Fällbad    entsteht ein grünlich ge  färbter Faden, der bei der üblichen Nachbe  handlung (mit Wasser, verdünntem Alkali  und verdünnter Säure) und gegebenenfalls    einer     Avivage    tief schwarz wird. Die Trock  nung erfolgt im offenen Schrank bei 50 bis  60  C.  



       Beispiel   <I>2</I>  Eine 1000 g     Troekenpaste    entsprechende  Menge     Immedialdirektblau        RL    (Schultz     Farb-          stofftabellen,    7. Auflage, Band 1, Nr. 1078,  Seite 468) in Form einer etwa 50%igen Paste  wird mit 100     em3    Wasser und 57 g Natrium  sulfit bei Raumtemperatur verrührt und die       Anschlämmung    im offenen Schrank bei 80  C  getrocknet. Der Farbstoff erhält dadurch die  nötige Wasserlöslichkeit.  



  1000 g Viskose, entsprechend 85 g     Cellu-          lose,    werden mit 85     cm3    einer     3-vol.        %igen        wäss-          rigen    Lösung des gemäss Absatz 1 behandelten  Farbstoffes eine halbe Stunde bei Rammtem  peratur verrührt. Die Viskose wird alsdann  auf einer Spinnmaschine in üblicher Weise  versponnen.  



  Im sauren     Fällbad    entsteht ein schwach  gelboliv gefärbter Faden, der bei der übli  chen Nachbehandlung (mit Wasser; verdünn  tem Alkali -und verdünnter Säure) und ge  gebenenfalls einer     Avivage    eine blaue Farbe  annimmt. Die Trocknung erfolgt im offenen  Schrank bei 50-60  C.

      <I>Beispiel 3</I>  100 g des gemahlenen     Schwefelungspro-          duktes    aus     m-Toluylendiamin    und     p-Nitrani-          lin    werden in die kochende Lösung von 200 g  Schwefelnatrium     krist.    und 290     em3    Natron  lauge 35      Be    in 120     cm3    Wasser eingetragen.  Es wird so lange gekocht, bis der Farbstoff  gelöst ist. Die Lösung wird filtriert und an  schliessend bei 60-70  C mit Luft bis zur  negativen     I3eparprobe    ausgeblasen und mit  verdünnter Schwefelsäure bis     pH    7,8-8,0 ab  gestumpft.

   Die Fällung wird mit Wasser bis  zu einer     Filtratkonzentration    von 6-7      B6/     20  C verdünnt und der Farbstoff bei 60-70   abgesaugt.  



  Die 18%ige     Farbstoffpaste,    entsprechend  68 g Trockenfarbstoff, wird mit 300     cm3     Wasser und 48 g     Natriumsulfit        angeschlämmt,     auf 80  angewärmt und dabei 7 Stunden ge  rührt. Die     Anschlämmung    wird im offenen      Schrank bei 80  getrocknet, wodurch der Farb  stoff wasserlöslich     wird.     



  5 g des so erhaltenen Farbstoffes werden  in 230     cm3    Wasser bei 80-90  gelöst und die  Lösung von etwas ungelöstem Farbstoff ab  filtriert. Man stellt bei Raumtemperatur auf  250     cm3    ein.  



  1000 g Viskose, entsprechend 85 g     Cellulose,     werden mit 127     cm3    dieser     wässrigen        Farb-          stofflösung    bei Raumtemperatur     versetzt    und  1/2 Stunde verrührt. Die Viskose wird alsdann  in üblicher Weise auf einer Spinnmaschine  versponnen.  



  Im sauren Fallbad entsteht ein gelber Fa  den, der sich bei der üblichen Nachbehand-         lung    mit Wasser, verdünntem Alkali und ver  dünnter Säure und gegebenenfalls einer     Avi-          vage    gelboliv färbt. Die Trocknung erfolgt  im offenen Schrank bei 50-60  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von gefärbten künstlichen Gebilden -aus Regeneratcellulose, dadurch gekennzeichnet, dass man der Viskose masse wasserlösliche, nicht reduzierte Schwe felfarbstoffe zumischt und die Mischung zu geformten Gebilden verarbeitet.
CH330066D 1953-12-10 1954-12-08 Verfahren zur Herstellung von gefärbten Gebilden aus Regeneratcellulose CH330066A (de)

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