CH330129A - Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen

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CH330129A
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Hans Dr Ackermann
Guido Dr Schetty
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Geigy Ag J R
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    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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  • Organic Chemistry (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von     metallhaltigen        Azofarbstoffen       Die vorliegende Erfindung betrifft die       Herstellung    neuer schwermetallhaltiger     Azo-          farbstoffe.     



  Es ist, bekannt, dass das im Vergleich mit  dem metallfreien     Azofarbstoff    veränderte     fär-          berisehe    Verhalten seiner komplexen Chrom  verbindung,     ivelehe    ein Metallatom je     Farb-          stoffmolekül    gebunden enthält, beim Färben       von    Wolle auf der Bindung des Chromatoms       ani    Substrat beruht. (vgl. W.     Ender     &  A.

    Müller,     Melliands    Textilberichte 19,<B>181</B>  <B>[1938]).</B> Es hat darum nicht an Versuchen  gefehlt, in metallisierten Farbstoffen dieses       Types    durch Maskierung des komplex gebun  denen Chroms im     Parbstoffverband    die nach  teiligen Folgen einer frühzeitigen Bindung des       Metalles    an die Wolle zu verhindern.

   So wird  in der deutschen Patentschrift Nur.     741462    die  Herstellung von neuen Chromverbindungen  beschrieben, die aus einem Molekül eines       metallisierbaren    Farbstoffes, beispielsweise  eines     unsulfierten        o,o'-Dioxyazofarbstoffes,     einem Molekül einer aromatischen     o-Oxy        ea.r-          bonsäure,    beispielsweise der     Salieylsäure    oder  der     Sulfosalieylsäure,    und einem Chromatom  aufgebaut. sind.

   Sie werden durch Verdrän  gung eines Moleküls der     aromatischen        o-Oxy-          earbonsäure    aus den komplexen     SalicyIato-          ehromiaten    der Zusammensetzung         [Sa2Cr(H20)z]M,            (Sa    =     Salieylsäure,    M =     Alkalikation)       durch den     metallisierbaren        o,o'-Dioxyazofarb-          stoff    beim Erhitzen in wässriger Lösung oder  Suspension erhalten.

   Es hat sich jedoch ge  zeigt, dass sich diese aus einem Molekül. des       metallisierbaren    Farbstoffes, einem Chrom  atom und einem     -Holekül    einer aromatischen       o-Oxy        earbonsäure    bestehenden Komplexver  bindungen unter den Reaktionsbedingungen  des skizzierten Verfahrens leicht weiter ver  ändern. Besonders die Einwirkung des     un-          znetallisierten    Ausgangsfarbstoffes auf den  bereits gebildeten Chromkomplex der eben be  schriebenen Art bewirkt die Bildung von  komplexen Metallverbindungen, welche aus  zwei Molekülen Farbstoff und einem Atom  Chrom bestehen     und    verschiedene Eigen  schaften besitzen.

   Aus diesem Grunde erhält  man nach der beschriebenen Methode solche  unsymmetrisch gebauten, chromhaltigen Farb  stoffe mit maskiertem Chromatom nur in un  befriedigender Ausbeute und Reinheit. Ein  grosser Fortschritt bezüglich Ausbeute und  Reinheit wurde bei der Herstellung solcher  unsymmetrisch gebauten,     chromhaltigen    Farb  stoffe erreicht durch die Ausschaltung jeder  Einwirkungsmöglichkeit von     unmetallisiertem     auf metallisierten Farbstoff bei der Anlage  rung von     Salicylsäure    und ihrer Abkömmlinge  an solche komplexe Chromverbindungen von       unsulfierten        Monoazofarbstoffen,    welche je       Farbstoffmolekül    ein volles Metallatom gebun  den enthalten.

   Solche im Verhältnis von 1     Mol.         Farbstoff     zii    1     Mol    Chrom metallisierten  Chromkomplexe von     unsulfierten        Monoazo-          farbstoffen    sind jedoch in     wässrigem    Mittel  nur schwierig, wenn überhaupt in reiner  Form,     herstellbar.    Das stufenweise Arbeiten  in     -nichtwässrigen    Lösungsmitteln bedeutet.  einen grossen technischen Nachteil.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren zur Herstellung     unsym-          inetrischer    komplexer     Schwermetallverbindun-          gen    von solchen     metallisierbar    en     Azofarb-          stoffen,    welche zur Bildung von     trizyklischen          Chelaten    befähigt sind, dadurch gekennzeich  net, dass man den Farbstoff,

   .ein     koordinativ     6wertiges metallabgebendes Mittel und einen       koordinativ        2wertigen    Komplexbildner in un  gefähr     stöehiometrischen    Mengen in wässriger  oder organischer Lösung zum Komplexbildner  enthaltenden metallhaltigen Farbstoff umsetzt.  



  Eine besondere Ausführungsform zur Her  stellung der     ertindun-sgemäss        herstellbaren,     komplexen Verbindungen ist dadurch gekenn  zeichnet,     da.ss    man die     Metallisierung    mit       koordinativ    6wertiges Metall abgebenden Mit  teln in Gegenwart von     koordinativ    2wertigen  Komplexbildnern durchführt.

   Eine zweite  Ausführungsform besteht darin, dass man den       Azofarbstoff    zuerst mit     koordinativ        6wertiges     Metall abgebenden Mitteln behandelt und auf  die entstandene komplexe Metallverbindung  vom 4 Koordinationsstellen besetzenden     Azo-          farbstoff        2wertige    Komplexbildner     einwirken     lässt.

      Charakteristisch für das erfindungsge  mässe Verfahren ist die Verwendung von zu       trizyklischer        Chelatbildung    befähigten     Azo-          farbstoffen,    während in den bisher bekannt  gewordenen Verfahren ausschliesslich zu     di-          zyklischer        Chelatbildung    befähigte     Azofa.rb-          stoffe,    beispielsweise     o,o'-Dioxyazo-,        o-Ca.rb-          oxy-o'-oxyazo-    oder     o-Oxy-o'-aminoazofarb-          stoffe    verwendet worden sind.

   Erfindungs  gemäss     verwendete        Azofarbstoffe    sind zur     Be-          setziing    von 4 Koordinationsstellen am kom  plexbildenden     Schwermetallatom    befähigt  unter Bildung von drei 5- oder 6gliedrigen       Chelatringen,

      während bisher verwendete    Farbstoffe 3 Koordinationsstellen besetzen  unter Bildung von nur 2     Clielatringen.    Diese       trizyklisehen        Chelate    weisen gegenüber den       dizyklischen    einen höheren Sättigungsgrad des  komplexbildenden     Metalles    und- eine viel ge  ringere Neigung zu weiterer     Farbstoffanlage-          rung    auf.

   Sie lassen sich darum sehr leicht  in wässriger     Lösung    oder Suspension auch in  Gegenwart von     unmetallisiertem    Ausgangs  farbstoff gewinnen und sind trotzdem zur  Anlagerung von     koordinativ    zweiwertigen  Komplexbildnern befähigt, .so dass man ihnen  nach Wahl der Komponenten erwünschte       färberische        Eigenschaften        vermitteln    kann.

    Die Fähigkeit zur zusätzlichen     Anlagerung     von     koordinativ        zweiwertigen    Komplexbild  nern ist gross genug, so dass man die er  wünschten     unsymmetrisehen        Metallkomplexe     einfach durch     Metallisierung    der Farbstoffe  in     wässrigem    Mittel in Gegenwart     soleher    Kom  plexbildner herstellen     kaini,    und die erfin  dungsgemäss maskierten Metallkomplexe sind  stabil genug, um die Nachteile einer vorzei  tigen Bindung des     Metalles    an die Wolle zu  verhindern.

   Man ist darum im Gegensatz zu  früheren Verfahren weder dazu gezwungen,  zur     Metallisierung    der Farbstoffe aus     über-          sehüssigem    Komplexbildner und     Sehwermetall-          salz        vorprä.parierte    komplexe     1Ietallisierungs-          mittel        zii        verwenden,    noch dazu,

   in einer  ersten Stufe unter speziellen Bedingungen den  im Verhältnis von 1     Farbstoffmolekül    zu  1 Metallatom metallisierten Farbstoff herzu  stellen und ihn in zweiter Stufe mit einem  farblosen Komplexbildner reagieren zu     lassen,     obwohl man ebenfalls, und zwar oft mit. grosser  Leichtigkeit auch in     wässrigein    Mittel, zuerst  den     sogenannten    1     :1-Koniplex    herstellen und  dann im Bleiehen     1@Iediuni    den     koordinativ          2wertigen        Komplexbildner    anlagern kann.

   Das  neue,     erfindungsgemässe    Verfahren ist. darum  technisch sehr vorteilhaft.  



  Die im erfindungsgemässen Verfahren ver  wendbaren     Azofarbstoffe,    welche zur Beset  zung von     .I        Kordinationsstellen    befähigt. sind,  und für deren Herstellung hier kein Schutz  begehrt wird, können     beispielsweise    folgende  Atomfolge aufweisen    
EMI0003.0001     
         worin    die freien     Valenzen    in der Regel     zii     aromatischen.

       iso-    oder     heterozyklisehen        R.in-          gcn        verbunden    sind, Y eine     Hydroxyl-,        Carb-          oxyl-    oder     Alkoxygruppe    und X beispielsweise  folgende     Atomgruppen    vorstellen kann:

   den  Rest. der     Aminoessigsäure            -Nil-CH.-        COOH,       den Rest der     f-_Aniinopropionsäure          -NII-CH.,-CH;        COOH,          deii        o-Carboxyplienylaniinrest,    den     o-Oxy-          plienylaminrest,    den     Chinolinyl-(8)-aminrest,          den        Sulfonsäuregly        ciiiidrest,    den     Sulfonsäure-          aniid-ss-propionsä.tirerest,

      den     Sulfonsäure-o-          carhoxyphenylamidrest,    den     Sitlfonsäure-o-          oxvphent-lamidrest        nsw.    Der Rest     Y    kann sieh       f1litweder    in der     Diazo-    oder auch in der       Kupplung:

  skoniponente    befinden.     Dia7okompo-          nenten    für die     Ilerstellung    von     erfindungs-          l"eilläss    verwendbaren Farbstoffen sind bei  spielsweise die     2-Aminobenzol-l-snlfonsäure-          amide,        welehe    am     Stiekstoffatom    der     Amid-          ;

  =nippe    einen Essigsäure-,     Propionsäure-,          o-Oxy-    oder     o-Carboxvplien        j-lrest    als     Substi-          tilenten    enthalten, und worin die     aroina.tisehen     Ringe noch     beliebig    weitersubstituiert sein  können.

   Ihre     Diazoverbindungen    werden bei  ,     spielsweise    mit     Acylessigsäureal-ylamiden,          #i-PZ-razolonen,    in     o-Stellung    zur     Hydroxyl-          Trnppe    kuppelnden     Phenolen    und     Naphtholen     zu     erfindungsgemäss    verwendbaren     Azofa.rb-          stoffen    vereinigt.

   Durch     Kupplung    von     diazo-          tierten        2-Amino-l-oxyverbindungen    und von       2-Aniino-l-earbonsä.uren    der     aroniatisehen     Reibe mit.

   in     Naehbarstelluns-    zur substituier  ten     Aminogruppe    kuppelnden     Azokomponen-          ten,    wobei der     Substituent    der     Aminogruppe          beispielsweise    der     Essigsäurerest,    der     Propion-          säurerest,    ein     o-Carboxc-    oder     o-Oxypheny        l-          rest    sein kann, werden ebenfalls erfindungs  gemäss verwendbare     Azofarbstoffe    erhalten.

    Beispiele solcher     Kupplungskomponenten    sind  die     2-Naphthylaniinoessigsäure,    die     2-Naph-          thyl-C3-aniino-propionsäure,    das     2-(o-Caiboxy-          pli(@nylainiilo)-naphthalin,    das 2-(o-Oxypbenyl-         amino)-naphtlialin,wobei    auch hier die aroma  tischen Ringe noch weiter substituiert sein  können.

   Gegebenenfalls können auch     o-Alkoxy-          aminoverbindungen    als     Diazokomponenten     verwendet und die     Alkoxygz#uppe    im     Farb-          stoffverband    in die     Hydroxylgruppe    verwan  delt werden,     beispielsweise    im Zuge der     Metal-          lisierung.     



  Als     koordinativ        2wertige    Komplexbildner  kommen im erfindungsgemässen Verfahren bei  spielsweise     aliphatische        a-Oxy        earbonsäuren.          a        Aminocarbonsäuren,    aromatische     o-Oxycar-          bonsäuren,        vicinale        Dioxyar    y     1v        erbindungen,          o-Amino-oxyarylverbindungen,        8-Oxychinoline     oder     -benzoehinoline,

      aromatische     o-Oxyalde-          hyde,    aromatische     o-Oxyketone,        o-Oxyazo-    und  o -     Oxybenzolazomethinv        erbindungen,    1,2 -     Di-          a.minoalkane,        Pyridin-    und     Benzopyridin-2-          earbonsäuren    und     o-Nitrosonaphthole    in Be  tracht, welche durch weitere Substitution, bei  spielsweise mit Halogen,     Sulfonsäure-,        Snlfon-          säureamidgruppen,

          vorzugsweise    in     aromati-          sehen    Ringen, einem erwünschten Zweck noch  näher angepasst werden können.  



  Durch geeignete Auswahl eines     koordinativ     2wertigen Komplexbildners gelingt es, für  einen gegebenen,     trizyklisch        metallisierten          Azofa.rbstoff    oft beispielsweise das Ziehver  mögen auf     \'rolle,    das     Egalisiervermögen    und  das     unselektive    Färben ungleicher     Wollquali-          täten    günstig zu beeinflussen.  



  Als komplexbildendes     koordinativ        6wer-          ti.ges    Schwermetall kommt im erfindungsge  mässen Verfahren in erster Linie das Chrom  und gegebenenfalls noch das Kobalt. in Frage.  Als metallabgebende Mittel kommen die  üblichen Salze dieser Metalle in Betracht, in  der     Chromierung        unsulfierter        AzofarbstoffP     in wässriger Lösung oder Suspension oft mit  Vorteil die komplexen     Salieylatoehromiate.     Besonders wertvoll ist das neue Verfahren  in der Herstellung     unsulfierter        trizykliscli-          nietallisierter    Farbstoffe.

   Es gelingt mit seiner  Hilfe oft, besonders reine, gut in neutralem  bis schwachsaurem Bad auf Wolle ziehende  komplexe Chromverbindungen herzustellen.  



  In den folgenden Beispielen sind, soweit  nichts anderes vermerkt ist, die Teile als Ge-           wiehtsteile    verstanden und die Temperaturen  in Celsiusgraden angegeben. Gewichtsteile  stehen zu     Vohunteilen    im gleichen Verhältnis  wie Kilogramm zu Liter.  



  <I>Beispiel 1</I>  29,2 Teile     2-Aminobenzol-l-sitlfonsäure-(2'-          carboxyphenylamid)    werden mit 8 Teilen       Natriumhydrox\    d in 120 Teilen heissem Was  ser gelöst und 6,9 Teile     Natriumnitrit    zuge  fügt. Die erkaltete Lösung wird bei 0-5  lang  sam auf eine Mischung von 46 Teilen     konz.     Salzsäure und 100 Teilen Wasser getropft.

    Danach neutralisiert man mit     Natriumbikar-          bonat    und giesst bei 0-3  in eine Lösung von  22 Teilen 1-     (3'-Chlorphenyl)        -3-methyl-5-          pyrazolon    und 4 Teilen     Natriumhydroxyd    in  400 Teilen Wasser. Nach beendeter     Farbstof        f-          bildung    fällt man den Farbstoff durch Zu  gabe von Kochsalz aus, filtriert ihn ab und  trocknet ihn.

   Danach wird er in 250 Teilen       Formamid    mit Chromacetat (entsprechend  5,2 Teilen Chrom und 15 Teilen     8-0xy        chinolin     während 21/2 Stunden auf 135  erhitzt und die  gebildete gelbe Lösung in eine Mischung von  150 Teilen     konz.    Salzsäure und 2000 Teilen       TVasser    gegossen. Der     chromhaltige    Farbstoff  fällt aus. Er wird     abfiltriert,    mit Wasser aus  gewaschen, in 250     Vol.-Teilen        0,5n-Natronlauge     während 15 Minuten bei 80-90  verrührt,  durch Zugabe von Kochsalz ausgefällt, fil  triert und getrocknet.

   Er stellt ein gelbbraunes  Pulver dar, das Wolle aus essigsaurem Bade  in     grünstichig    gelben Tönen sehr gleichmässig  färbt. Die Färbungen zeichnen sich durch gute  Echtheitseigenschaften aus.    <I>Beispiel 2</I>  '23,2 Teile     5-Nitro-\?-amino-l-oxybenzol--1-          methyIsulfon    werden in 150 Teilen Eisessig  und 18 Teilen     konz.        Salzsäure        angeschlämmt     und bei 20--25  6,9 Teile     Natriumnitrit    als       konz.        wä.ssrige    Lösung eingetragen. Man fügt  27,6 Teile     2-(2'-Carboxyphenyl)-naphthylamin     hinzu und erwärmt auf 50-60 .

   Nach beendig  ter     Farbstoffbildung    wird der kristallinisch  ausgefallene Farbstoff     abfiltriert,    mit Essig  säure, dann mit heissem Wasser gewaschen und    getrocknet. Danach wird er in 200 Teilen       Formamid    mit 13,3 Teilen     30ohiger    Natron  lauge gelöst, mit. Chromacetat (entsprechend  5,2 Teilen Chrom) und 16 Teilen     8-Oxychino-          lin    während 1     ?./2    Stunden auf 125-130  er  hitzt. Man giesst das Reaktionsgemisch auf  2000 Teile 15     o/oiger    Kochsalzlösung von 80 .  neutralisiert mit.     Natronlauo-e    und filtriert  den ausgeschiedenen Farbstoff ab.

   Er stellt  ein grünes Pulver dar, das Wolle aus schwach  saurem Bad in reinen,     gelbstichig    grünen  Tönen vor sehr guten     Echtheiten    färbt.    <I>Beispiel 3</I>    Der nach den Angaben des Beispiels<B>'-</B>  erhaltene metallfreie Farbstoff wird in 750  Teilen Wasser mit. 4 Teilen     Natriumhydroxyd     gelöst. Bei 70  gibt man     Kobaltacetat    (ent  sprechend 5,9 Teilen Kobalt) hinzu, versetzt  mit Soda bis zur     phenolphthaleinalkalisehen     Reaktion und rührt. bei 70-80 , bis aller Aus  gangsfarbstoff verschwunden ist. Dann fügt  man 17,4 Teile     8-Oxychinolin    hinzu und rührt  während 2 Stunden bei 70 bis 80 .

   Der voll  ständig ausgefallene Farbstoff wird     abfiltriert     und getrocknet. Er stellt ein dunkelgrünes  Pulver dar, das Wolle aus sehwach saurem  Bad in grünen Tönen von sehr guten     Eeht-          heiten    färbt.

           Beispiel       Der nach den Angaben des Beispiels 2  erhaltene metallfreie Farbstoff wird in 200  Teilen     Formamid    mit 13,3 Teilen 30     o/oiger     Natronlauge gelöst und mit Chromacetat (ent  sprechend 5,2 Teilen Chrom) während 11/2 Stun  den auf 120-125  erhitzt, das Gemisch in  1000 Teile     gesättigte.    Kochsalzlösung gegossen,  der ausgeschiedene Farbstoff     abfiltriert    und       ,getrocknet.    Er wird dann in     500    Teilen Alko  hol angerührt.

   Man fügt 28 Teile Natrium  acetat und eine Lösung von 12,3 Teilen     Saliey        1-          aldehyd    und 9,3 Teilen Anilin in 100 Teilen  Alkohol hinzu und erhitzt während 3 Stunden  unter     Rückfluss.    Man giesst dann auf 2000 Teile  15     o/oige    Kochsalzlösung, filtriert den Farb  stoff ab und     trocknet.    ihn. Er stellt ein grünes  Pulver dar, das Wolle aus schwach saurem      Bad in reinen, grünen Tönen von sehr guten       Eclitlieiten    färbt.  



  <I>Beispiel 5</I>  1.8,9 Teile     5-Nitro-4-chlor-2-ainino-l-oxy--          benzol    werden entsprechend den Angaben des  Beispiels 2 dianotiert und mit 27,6 Teilen       2-(2'-Cai-boxyphenyl)-naphthylamin    gekuppelt.  Der getrocknete Farbstoff wird in 450 Teilen       :@thylenglykolmonomethyläther    mit Chrom  acetat (entsprechend 5,2 Teilen Chrom in  300 Teilen Wasser kochend gelöst), so lange  unter     Rüeki-'luss    erhitzt, bis der Ausgangs  farbstoff verschwunden ist.

   Man fügt dann  52 Teile     Natriumaeetat    und 14,8 Teile     Picolin-          säure    hinzu und erhitzt weiter während 2 Stun  den unter     Rüekfluss.    Man verdünnt mit Was  ser und filtriert den ausgeschiedenen Farb  stoff ab. Er stellt nach dem     Trocknen    ein  grünes Pulver dar, das Wolle aus essigsaurem  Bad in sehr echten, grünen Tönen färbt.    <I>Beispiel 6</I>  32,8 Teile     3-Amirio-4-oxy-3'-sulfamido-di-          phenyisulfon    werden entsprechend den Anga  ben des Beispiels 2 dianotiert und auf 27,6  Teile     2-(2'-Carboxyphenyl        )-naphtliylamin    ge  kuppelt.

   Der getrocknete     Farbstoff    wird in  250 Teilen     Aceta.mid    mit Chromacetat (ent  sprechend 5,2 Teilen Chrom) während  1 Stunde auf 120-130  erhitzt. Man giesst       das        (leiniseh    auf 1000 Teile 15      /oige    Kochsalz-         lösung,    filtriert den Farbstoff ab und schlämmt  ihn in 750 Teilen Wasser an. Man neutralisiert  mit Soda bis zur     phenolphthaleinalkalischen     Reaktion, gibt 19,8 Teile     5-Chlor-8-oxychinolin     hinzu und erhitzt während 1 Stunde auf 80  bis 90 . Der Farbstoff wird durch Zugabe von       Natriumchlorid    vollständig abgeschieden und  filtriert.

   Er stellt ein grünes Pulver dar, das       S@,    olle aus neutralem bis schwach saurem Bad  in reinen, grünen Tönen von sehr guten     Echt-          heuen    färbt.  



  <I>Beispiel ? - -</I>  1.8,7 Teile     2-Amino-l-oxybenzol-4-methyl-          sulfon    werden entsprechend den Angaben des,  Beispiels 2 dianotiert und auf 27,6 Teile     2-(2'-          Carboxy-phenyl)    -     naphthylamin    gekuppelt.  Der gut ausgewaschene Farbstoff wird in  600 Teilen Wasser mit 8 Teilen Natrium  hydroxyd gelöst und mit 225 Teilen einer  Lösung von     chromsalicy        lsaurem    -- Ammonium  (entsprechend     5.,2    Teilen Chrom) unter Rück  flusskühlung bis zur Beendigung der     Metalli-          sierung    erhitzt.

   Der Farbstoff wird durch  Zugabe von Kochsalz abgeschieden und     abfil-          triert.    Er stellt ein grünes Pulver dar, das  Wolle aus saurem Bad in echten, blaustichig  grünen Tönen färbt. Dieser chromhaltige  Farbstoff enthält koordinierte     Salicylsäure.     



  Nach den Angaben der obigen. Beispiele  werden auch die folgenden Farbstoffe herge  stellt  
EMI0005.0041     
  
    Nr. <SEP> Diazokomponente <SEP> Azokomponente <SEP> Koordinativ <SEP> 2wertige <SEP> Metall <SEP> Farbton <SEP> auf
<tb>  Komplexbildner <SEP> .
<tb>  ..
<tb>  . <SEP> _- <SEP> Wolle <SEP> _
<tb>  1 <SEP> 5-Nitro-2-amino- <SEP> 2- <SEP> (2'-Carboxyphenyl)- <SEP> 8-Oxychinolin <SEP> Cr <SEP> gelbstichig
<tb>  1-oxybenzol <SEP> naphthylamin <SEP> grün
<tb>  2 <SEP> 5-Nitro-4-clilor-2-amino- <SEP> do. <SEP> do.__ <SEP> Co. <SEP> grün
<tb>  1-oxy <SEP> Benzol
<tb>  3 <SEP> 4-Nitro-2-amino- <SEP> do. <SEP> do. <SEP> - <SEP> Cr <SEP> gelbstichig
<tb>  1-oxybenzol <SEP> grün
<tb>  4 <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol- <SEP> do. <SEP> dö. <SEP> Cr <SEP> do.
<tb>  4-äthylsulfon. <SEP> _
<tb>  5 <SEP> 5-Nitro-2-amino- <SEP> do. <SEP> do.

   <SEP> Cr <SEP> blaustichig
<tb>  benzoesäure <SEP> _ <SEP> grün
<tb>  * <SEP> des <SEP> koordinativ <SEP> 6wertiges <SEP> Metall <SEP> abgebenden <SEP> Mittels <SEP> -       
EMI0006.0001     
  
    Nr. <SEP> Diazokomponente <SEP> <U>A</U>zokomponente <SEP> KoordinatiKomplexv <SEP> Komplexbildner <SEP> 2wertige <SEP> Metall <SEP> Farbton <SEP> auf
<tb>  'k <SEP> Wolle <SEP>   <B>6</B> <SEP> 5-Nitro-2-amino-l-oxy- <SEP> 2-(2'-Carboxyphenyl)- <SEP> 8-Oxyehinolin <SEP> er <SEP> -elbstiehig
<tb>  benzol-4-äthylsulfon <SEP> naphthylamin <SEP> grün
<tb>  7 <SEP> 5-Nitro-2-amino-l-oxy- <SEP> 2-(5'-Chlor <SEP> -2'-carboxy- <SEP> do. <SEP> er <SEP> do.
<tb>  benzol-4-methylsulfon <SEP> phenyl)-naphthylamin
<tb>  8 <SEP> do. <SEP> 2-(@-Carboxyäthyl)- <SEP> do. <SEP> er <SEP> blaustichig
<tb>  naphthylamin <SEP> grün
<tb>  g <SEP> do.

   <SEP> 2- <SEP> (2'-Carboxyphenyl)- <SEP> Salicylaldehyd <SEP> er <SEP> ,Hin
<tb>  naphthylamin
<tb>  10 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> o-Oxyacetophenon <SEP> er <SEP> do.
<tb>  11 <SEP> 5-Nitro-4-ehlor-2-amino- <SEP> do. <SEP> OH <SEP> er <SEP> gelbstiehig
<tb>  1-oxybenzol <SEP> grün
<tb>  -CH=N- <SEP> CH3
<tb>  12 <SEP> 5-Nitro-2-amino-l-oxy- <SEP> do. <SEP> OH <SEP> er <SEP> grün
<tb>  benzol-4-methylsulfon
<tb>  13 <SEP> do. <SEP> 2-(5'-Chlor-2'-carboxy- <SEP> OH <SEP> er <SEP> grün
<tb>  phenyl) <SEP> -naphthylamin <SEP> -CH=N-C4Ha
<tb>  14 <SEP> do. <SEP> 2- <SEP> (2'-Carboxyphenyl)- <SEP> Chinaldinsäure <SEP> er <SEP> gelbstiehig
<tb>  naphthylamin <SEP> grün
<tb>  15 <SEP> do. <SEP> do. <SEP> 5-Oxy-aza-(4)- <SEP> er <SEP> do.
<tb>  phenanthren
<tb>  16 <SEP> 4,6-Dinitro-2-amino- <SEP> d <SEP> o.

   <SEP> Salieylsäure <SEP> er <SEP> grün
<tb>  1-oxybenzol
<tb>  des <SEP> koordinativ <SEP> 6wertiges <SEP> Metall <SEP> abgebenden <SEP> Mittels

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung komplexer Sehwermetallverbindungen von solchen metal- lisierbaren Azofarbstoffen, welche zur Bildung von trizyklischen Chelaten befähigt sind, da durch gekennzeichnet, dass man den Farb stoff, ein koordinativ 6wertiges metallabge bendes Mittel und einen koordinativ 2wertigen Komplexbildner in ungefähr stöchiometrisehen Mengen in wä.ssriger oder organischer Lösung zum Komplexbildner enthaltenden metallhal tigen Farbstoff umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentansprtteh, da durch gekennzeichnet, dass man die Metallisie- rung mit koordinativ 6wertiges Metall abge benden Mitteln in Gegenwart. von koordinativ 2wertigen Komplexbildnern durchführt. 2.
    Verfahren gemäss Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass man den Azofarb- Stoff mit koordinativ 6wertiges Metall abge benden Mitteln behandelt und auf die ent standene komplexe Metallverbindung vom -1 Koordinationsstellen besetzenden Azofarb- stoff zweiwertige Komplexbildner einwirken lässt. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durell die Verwendung von unsulfierten Mono- azofarbstoffen, welche zur Bildung von tri- zyklisehen Chelaten befähigt sind. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung von chromabgebenden Mitteln. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von 8-Oxychinolinen als koordinativ 2wertige Komplexbildner.
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