Flüssigkeits-Versprühvorriehtung
Die Erfindung bezieht sieh auf eine Flüs sigkeits-Versprühvorriehtung.
Bekanntlich versteht man darunter eine auf einem geeigneten Behälter dicht angebrachte Vorriditung, die durch Fingcrdruck oder eine andere Betätigung die Entnahme einer durch eine Sprühöffliung abzugebenden und unter i ; berdruek stehenden Flüssigkeit in Form eines Sprühstrahls, Schaumes oder dergleichen gestattet.
Derartige Vorrichtungen besitzen eine Sprühöffnung, die in einem besonderen Teil, dem sogenannten Sprühkopf, angeordnet ist.
Es hat sieh in der Praxis gezeigt, dass die Flüssigkeit im allgemeinen zu reichlich dieser Sprühöffnung zuströmt, so dass der austretende Strahl zu nass ist und sogar Tropfen enthält. Uni diesen Nachteil zu beseitigen, hat man daher Vorrichtungen konstruiert, die mit einer besonderen Dosierungsöffnung, das heisst einer Staublende versehen sind, die vor der Sprühöffnung angeordnet ist. Die durchströmende, unter Druck stehende Flüssigkeit erleidet dadurch unmittelbar hinter der Staublende einen Druckabfall verbunden mit teilweiser Verdampfung, wodurch die Flüssigkeit beim Austreten aus der Sprühöffnung in den gewünschten Zustand gelangt.
Diese Vorriehtungen haben erhebliche Naehteile. Bei kleinen Staublenden lassen sie eine Füllung nach dem Druckfüllverfahren überhaupt nicht oder nur unter Aufwendung hoher Drücke und langer Füllzeiten zu, oder sie zwingen zum Einbau eines besonderen Rückschlacventils oder einer andern geeigneten Einriehtung, die nur einmalig beim Füllen in Wirkung tritt und die Vorrichtung daher unnötig kompliziert und verteuert.
Ein grosser Nachteil dieser Vorrichtungen ist ferner, dass sie sehr leicht verstopfen.
Schon ein geringes Partikelchen, das sich im Behälter befindet, kann die Staublende verstopfen und dadurch den gesamten Behälter einschliesslich der Flüssigkeit unverwendbar machen. Auch gibt es Flüssigkeiten, die leicht zum Woagulieren neigen, wie z. B. Schellack ] ösungen, wodurch durch die Ausflockungen ebenfalls Verstopfungen vorkommen können.
Es gibt zwar Vorrichtungen, die im Sprühkopf eine fest eingebaute Staublende haben.
Diese Art erlaubt zwar die Reinigung der Staublende im Falle von Verstopfung. Sie erlaubt aber nicht die Reinigung des zwischen der Staublende und der Sprühöffnung befindlichen Raumes. Gerade dieser Raum wird aber leicht zum Beispiel durch koagu- lierende Stoffe wie Lacke und Farben verstopft, so dass die leichte Zugänglichkeit zu diesem Raum von grösster Wichtigkeit ist.
Ein weiterer Nachteil liegt in der Tatsache, dass die verschiedenen Flüssigkeiten auch verschiedene Staublenden erfordern. So ist es klar, dass eine zu versprühende dickflüssige Seifenlösung einen andern Durchfluss querschnitt erfordert als etwa ein leichtflüchtiges und dünnflüssiges Parfum. Der Fabrikat von solchen Versprühvorrichtungen ist daher gezwungen, stets eine grosse Anzahl von Ventilen mit verschiedenen Querschnitten der Staublenden auf Lager zu halten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die diese Nachteile vermeidet.
Die Versprühvorriehtung nadi der Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Ventil, durch einen Sprühkopf und durch ein von beiden Teilen unabhängiges und zwischen Ventil und Sprühkopf lösbar eingesetztes Dosierungselement, wobei sein Durchfluss quer- schnitt kleiner als der Durchflussquerschnitt des Ventils ist.
Vorteilhaft wird das Dosierungselement zweeks leichter Herausnahme mit einer quer zur Längsachse angebrachten Manipulationsbohrung versehen.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in Fig. 1 der Zeichnung vergrössert dargestellt.
In Fig. 1 stellt 1 den Befestigungsflanseh dar, dessen mit einer Diehtungsmasse versehene Dichtungsrille 1' mittels einer Ein kremp elmaschine auf dem Behälter druckdicht befestigt wird. Natürlich kann dieser Flansch auch jede beliebige andere, zur dichten Verbindung mit dem Behälter geeignete Form aufweisen. 2 und 2' sind elastische Abdichtungsringe z. B. aus synthetischem Gummi. 3 ist der Ventilteller mit der Ausströmtülle 4 und der Durchflussöffnung 5.
6 ist die Schraubenfeder, die in dem Gehäuse 7 aufliegt, das in den Dom 7' des Flansches 1 eingepresst ist. Der obere Rand des Gehäuses presst dabei gegen die elastischen Abdichtungsringe 2 und 2'. Nach unten ist das Gehäuse 7 offen und besitzt dort die Tülle 8, über die ein elastisches Steigrohr 8' gezogen ist, das bis auf den Boden des Behälters reicht.
Die bisher geschilderten Teile würden noch keine einwandfreie Abgabe der Flüssigkeit ermöglichen, sie lassen hingegen eine rasche Füllung des Behälters mit Flüssigkeit zu, zu welchem Zweck die Ausströmtülle 4 in einen in der Zeichnung nicht dargestellten, an der Abfüllmaschine angebrachten Füllkopf eingeführt wird, der so eingerichtet sein kann, dass er die Ausströmtülle 4 und damit den Ventilteller 3 ein wenig nach unten drückt, so dass dieser nicht mehr an den elastischen Ahdiehtungsringen 2 und 2;' anliegt. Die einzufüllende Flüssigkeit kann nun bequem ihren A\=eg durch die Ausströmtülle 4 und das relativ grosse Loeh 5, vorbei am Ventilteller 3, in das Innere des Behälters nehmen.
Zur Entnahme der Flüssigkeit sind jedoeh noch weitere Teile erforderlich. In Fig. 2 ist noch einmal die Ausströmtülle 4 gezeigt, in die nach vollzogenem Füllvorgang das aus weehselbare und leicht herausnehmbare Dosie- rungselement 9 mit der Stanöffnung 10 und der quer zur Längsachse des Dosierungselementes angebrachten Manipulationsbohrung 11 gesteckt ist. Diese Manipulationsbohrung 11 ist zur besseren Handhabung des ziemlich kleinen Dosierungselementes vorgesehen, indem durch sie eine Nadel oder ein ähnlicher Gegenstand quer durchgesteckt wird, so dass das Dosierungselement bequem eingesetzt bzw. herausgezogen werden kann.
Die Öffnung 10 ist kleiner als die Öffgung 5, so dass in der gleichen Zeit weniger Flüssigkeit entnommen werden kann als vorher, das heisst ohne eingesetzte Staublende, eingefüllt werden konnte.
Auf die Ausströmtülle 4 ist der Sprühkopf 12 diehtend geschoben, der die Sprüh öffnung 13 besitzt.
In Fig. 3 ist eine andere Art eines Dosie rungselementes dargestellt. 3 ist wiederum der Ventilteller mit der Ausströmtülle 4, in welche als Dosierungselement ein unten zugespitztes Stäbchen 14 mit der Lnipulationsöffnung I' gesteckt ist. Der zwischen 14 und 4 gebildete Ringspalt bildet in diesem Fall eine ringförmige Stanöffnung. Das Stäbchen 14 kann glatt oder, zur Erzeugung besonderer Schaumhaltigkeit der Flüssigkeit, anders, z. B. wellig, gestaltet sein. Der auf die Ausströmtülle 4 aufzusetzende Sprühkopf (nach Art des Sprühkopfes 12) ist in der Fig. 3 nicht dargestellt.
Das Dosierungsel.ement kann aber auch gelnäss Fig. 4 die Form einer mit einer Stau öffnung 16 versehenen Scheibe 15 haben, die in den Sprühkopf 12 unmittelbar oberhalb der Ausströmtülle 4 einzusetzen ist. Der Aussendulehmesser der Scheibe 15 wird dabei so bemessen, dass sie relativ lose im Sprüh kopf 4 3 sitzt und daher zu jeder Zeit, z. B. für Reinigungs% weeke, leicht aus diesem herausgenommen werden kann.