CH332006A - Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen

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CH332006A
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sulfonic acid
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Heinrich Dr Ruschig
Walter Dr Aumueller
Gerhard Dr Korger
Hans Dr Wagner
Joseph Dr Scholz
Alfred Dr Baender
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   Benzolsulfonylharnstoffen   
Es ist aus der Literatur bekannt, dass ein  zelne    Verbindungen aus der   liörperklasse    der   Aminobenzolsulfonsäureamide    in der Lage sind, den   Blutzuckerwert    von Versuchstieren, z. B. von   IIunden,    zu senken. So führt z. B. p-Amino-benzol-sulfamido-isopropyl-thiodiazol eine mässige Senkung des Blutzuckerwertes bei Hunden f r 4 bis 6 Stunden herbei   [vgl.    Jean   ta    Barre u. Jean Reuse,   Ares      neerland.    physiol. 28   (1947),    Seite   475].   



   Weiterhin sind einzelne Vertreter von Benzolsulfonylharnstoffen bekannt, wie N-Benzol   sulfonyl-harnstoff, N-Benzol-sulfonyl-N'-phe-    nyl-harnstoff, N-Benzol-sulfonyl-N',N'-diÏthylharnstoff, N-p-Toluol-sulfonyl-harnstoff, N-p  Toluol-sulfonyl-N'-phenyl-harnstoff    (vgl. Chem.



  Rev., Bd. 50, Seite   28ss9).    Technische Bedeu  tung haben diese    Stoffe bisher nicht erlangt.



  Weitere Produkte aus der Reihe der   Sulfonyl-    harnstoffe sind aus der amerikanischen Pa  tentsehrift    Nr.   2390253    und der   französisehen    I'atentsehrift Nr. 993465 bekannt.



   (Tegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen   hlutzuekersenkend    wirksamen   Benzolsulfonyl-    harnstoffen ohne chemotherapeutische   Eigen-    sehaften der Formel
R-SO2-NH-CO-NH-R1, worin R einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und Ri einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder   cycloaliphati-      schen    Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten, das dadurch gekennzeiehnet ist, dass man Sulfonsäurehalogenide der Formel
R-SO2-Hal mit Isoharnstoffäthern der Formel
EMI1.1     
 umsetzt, wobei   R2    fiir einen niedrigmole  kularen    Kohlenwasserstoffrest steht,

   und die erhaltenen Kondensationsprodukte hydroly  siei-t.    Die erhaltenen Verbindungen können gegebenenfalls mit Hilfe von anorganischen oder organischen Basen in die entsprechenden   Sa'lze überführt    werden. Dabei ist es von Vorteil, die Isoharnstoffäther in Form ihrer Salze   einzu. setzen.   



   Im einzelnen können f r R beispielsweise folgende Reste stehen :   Phenyl-,      Methyl-phenyl,    insbesondere   p-Methyl-phenyl, Athyl-phenyl,      Propyl-phenyl,    Butyl-phenyl,   Pentyl-phenyl,      Hexyl-phenyl,      Methoxy-phenyl,    Äthoxy-phenyl, Chlor-phenyl und Brom-phenyl. Die Substituenten können sowohl gradkettig als aueh ver zweigt sein ; neben der   p-Stellung    kann der   Sub-    stituent aueh an andern Stellen, insbesondere in der m-Stellung, des   Phenylrestes    gebunden sein.



  Weiterhin kann der Phenylrest auch   disubsti-    tuiert sein, so dass auch Dialkyl-, Dialkoxy-,   Alkyl-alkoxy-,    Halogen-alkyl-,   Halogen-alkoxy-    und   Dihalogen-phenylreste    in Betraeht kommen. Die Substituenten können   sieh    dabei in beliebiger Stellung am Benzolkern befinden.



     Rl    kann beispielsweise folgende Bedeutung besitzen : Äthyl, Propyl, Allyl, Butyl, Butenyl, Pentyl, Hexyl, Cyclohexyl, Hexahydrobenzyl.



  Auch hier können die Reste, soweit sie aliphatiseher Natur sind, sowohl gradkettig als auch verzweigt sein.



   Als Alkylreste, die ein-oder zweimal als Substituenten im Phenylrest, gegebenenfalls über eine   Sauerstoffbindung    auftreten können, kommen vorzugsweise Reste mit niedrigem   ifolekulargewieht    in Betracht. Mit besonderem Vorteil verwendet man Reste mit   1    bis 6   Kohlenstoffatomen. Man kann jedoeh aueh    Reste mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen heranziehen. Bei höheren Resten würde die Wirksamkeit der   Verfahrenserzeugnisse    im allgemeinen stark zurückgehen.



   Die Isoharnstoffäther, die für die Synthese herangezogen werden können, sollen, an das Stickstoffatom gebunden, vorzugsweise aliphatische bzw. cycloaliphatische Kohlenwasserstoffreste gesättigten oder ungesättigten Charakters mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen enthalten. Auch hier können jedoch Reste mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen verwendet werden.



  Bei Resten mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen würde die Wirksamkeit im allgemeinen eben   falls zurückgehen. Als Ätherkomponenten      (R2)    sind vorzugsweise niedrigmolekulare   Al-    kylreste geeignet.



   Die Reaktionsbedingungen können variiert und den jeweiligen Verhältnissen angepasst werden. Die Kondensation von Sulfochloriden mit den Isoharnstoffäthern wird zweckmässig in Gegenwart von Lösungsmitteln bei   erhöh-    ter Temperatur durchgeführt. Als Lösungsmittel wird vorzugsweise Wasser eingesetzt, wobei die Anwesenheit von Aceton als Lösungsvermittler angebracht sein kann. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens setzt man die Isoharnstoffäther in Form von Salzen in wässriger Lösung und unter Kühlung mit den   Benzolsulfonsäure-    halogeniden in Gegenwart von Alkalilaugen   um.    Das aus der L¯sung ausfallende Kondensationsprodukt wird abgesaugt und aus verdünnten Alkoholen umkristallisiert.



   Die   erhaltenen N-Benzolsulfonyl-N-alkyl-      bzw.-cycloalkyl-isoharnstoffäther    werden vorteilhaft mit konzentrierten Säuren,   vorzugs-    weise Salzsäure, auf etwa 60 bis   100     erwärmt, wobei Gasentwicklung zu beobaehten ist. Naeh deren Beendigung wird das Reak  tionsgemisch    noch einige Zeit bei der Reak  tionstemperatur    gehalten. Nach dem Abkühlen wird mit Wasser verdünnt und abgesaugt.



   Bei den naeh dem Verfahren gemäss der Erfindung verwendbaren Ausgangsstoffen handelt es sieh vielfach um literaturbekannte Verbindungen. Beispielsweise seien genannt : Benzolsulfoehlorid,   4-Methyl-benzolsulfoehlo-    rid,   4-Äthyl-benzolsulfoehlorid, 4-n-Propyl-       benzolsulfoehlorid, 4-Isopropyl-benzolsulfo-    chlorid,   4-n-Butyl-benzolsulfoehlorid,    4-Iso   butyl-benzolsulfoehlond, 4-Methoxy-benzol-    sulfoehlorid,   4-Athoxy-benzolsulfoeh'lorid.    An Stelle   soleher    Verbindungen, die im Benzolkern in   4-Stellung    substituiert sind, können auch die entsprechenden,

   in   2-oder    insbesondere in 3-Stellung substituierten   Verbindun-    gen eingesetzt werden. Weiterhin kommen in Betracht :   Halogenbenzolsiilfonsäurehalogenide,    wobei sich die Halogenatome in beliebiger Stellung am Benzolkern befinden können, sowie beispielsweise auch Methyl-ehlor-und   Methoxy-ehlor-benzolsulfochlorid.    Ebenso können beispielsweise DimethylbenzolsulfonsÏurehalogenide, DimethoxybenzolsulfonsÏurehalogenide, Methoxy-methylbenzol-sulfonsäurehalogenide und   Dihalogenbenzolsulfon-    säurehalogenide als Ausgangsstoffe verwendet werden.



   Als   Isoharnstoffather    der Formel
EMI2.1     
 kommen beispielsweise in Betracht :   Alkyliso-      harnstoffäther    :   Athyl-,    n-Propyl-,   Isopropyl-,    n-Butyl-,   Isobutyl-, sec@-Butyl-,    tert.-Butyl-, Pentyl-   (1)-,      Pentyl-    (2)-, Pentyl- (3)-, 3-Me   thyl-butyl- (1)-, 2-Methyl-butyl- (1)-, 2, 2-Di-      methyl-propyl-      (1)-,    3-Methyl-butyl-(2)-iso   harnstoffmethyläther, Hexylisoharnstoffäther,    wie   Hexyl- (l)-isoharnstoffmethyläther nnd 2-       Methyl-pentyl-(l)-isoharnstoffmethyläther,    HeptylisoharnstoffÏther, wie Heptyl-(l)

  -iso  harnstoffmethyläther,    Heptyl- (4)-isoharnstoff  methyläther,    OctylisoharnstoffÏther, wie Oetyl    (1)-isoharnstoffmethyläther    ;   Alkenylisoharn-    stoffÏther : AllylisoharnstoffmethylÏ und Crotylisoharnstoffmethyläther ; CycloalkylisoharnstoffÏther :   Cyelohexylisoharnstoffmethyl-    Ïther und   Cyclopentylisoharnstoffmethyläther    ;    C'vcloalkylalkylisoharnstoffather :

   Cyclohexyl-      methylisoharnstoffmethyläther    und Cyelo  liexylathylisoharnstoffmethyläther.    Derartige   Alkylisoharnstoffäther-Salze    können beispiels   weise durch Erwärmung entsprechender Al-      kylharnstofi'e    mit der äquivalenten Menge an Dimethylsulfat im   Olbad    auf 100 bis   130  C    gewonnen werden.



   Die   Verfahrenserzengnisse    bewirken, wie in Versuchen an Tieren und in klinischen Versuchen nachgewiesen worden ist, eine starke Senkung   des Blutzuekerspiegels.    Sie können als solche oder in Form ihrer Sa'ize bzw. in Gegenwart von Stoffen, welche zu einer Salzbildung führen, Verwendung finden. Zur Salzbildung können beispielsweise   herange-    zogen werden : Ammoniak,   alkalisehe Mittel,    wie   Alkali-oder      Erdalkalihydroxyde,    Alkalicarbonate   oder-bicarbonate,    ferner   physio-    logisch verträgliche organische Basen.

   Die Verbindungen sollen unter anderem zur Herstellung von oral verabreiehbaren Präparaten mit blutzuekersenkender Wirkung zur   Be-      11andiung    der Zuckerharnruhr Verwendung finden.



   Im Tierversuch lϯ t sich die Wirkung auf den   Blutzuckerspiegel,    beispielsweise von Mäu  sen.    Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen und Hunden, nachweisen. Verabreicht man beispielsweise normal gefütterten Raninehen Verbindungen der beanspruchten   Struk-    tur in einer einmaligen Dosis von durch  schnittlich 400 mglkg    in beispielsweise   bicarbo-      nat-alkaliseher    Losung oder in Form ihrer Alkalisalze, so sieht man eine raseh   einset-    zende Senkung des Blutzuckerspiegels, die innerhalb von etwa 3 bis 4 Stunden ein Maximum (etwa 30 bis   40%    des Ausgangswertes) erreicht.



   Die Blutzuckerwerte können durch   st nd@    liche Analyse nach Hagedorn-Jensen ermittelt werden. Die   Blutzuckersenkung    wird durch Vergleich mit den   Blutzuckerwerten    gleichartig gehaltener, nicht behandelter Kontrolltiere ermittelt.



   Nähere Angaben  ber pharmakologisehe und klinische Daten der Verfahrenserzeugnisse sind in der schweizer. Patentschrift
Nr. 331058 (Patentgesuch   Nr.      31475)    enthalten.



   Beispiel 1
N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl harnstoff
12, 1 g   n-Butyl-isoharnstoff-methyläther       -CH30S03H. (dargestellt durch Erwärmen    von 5, 8 g n-Butylharnstoff mit 6, 3 g Dimethylsulfat) werden in 30 ml Wasser gelost, mit einer Lösung von 9, 5 g   Toluolsulfochlorid    in 30 ml Aceton versetzt und unter Rühren und Kühlung (Temperatur    <       30 )    durch portionsweise Zugabe einer Lösung von 4, 5 g Natriumhydroxyd in 30 ml Wasser alkalisch gehalten. Nach Beendigung der Natronlaugezugabe wird noch einige Stunden gerührt, die feste Substanz abgesaugt und aus wässrigem Äthanol umkristallisiert.

   Man erhält 4, 8 g    (=      34%    der Theorie) an   N- (4-Methyl-benzol-       sulfonyl-N'-n-butyl-isoharnstoff-methyläther    vom Sehmelzpunkt 78 bis   79 .   



   3 g des erhaltenen N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-isoharnstoff-methyläthers werden mit 8 ml konzentrierter Salzsäure auf 60  erwärmt. Naeh etwa 15 Minuten ist die auftretende Gasentwicklung beendet. Man lässt das Reaktionsgemisch noch etwa 15 Minuten im Heizbad, kühlt ab, verdünnt mit Wasser, saugt ab, trocknet und kristallisiert den N- (4-Methyl-benzol-sulfonyl)-N'-n-butylharnstoff aus Essigester um, Ausbeute   2,    6 g (= 90% der Theorie) ; Schmelzpunkt   126    bis   127     ;   Mischschmelzpunkt    mit N- (4-Methylbenzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff ohne Depression. Das IR-Spektrum ist identisch mit dem von N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-nbutyl-harnstoff, hergestellt nach andern Verfahren.



   In analoger Weise werden nachstehende Verbindungen mit den angegebenen   Sehmelz-    punkten über die aufgeführten   Benzolsulfonyl-      isoharnstoffäther    mit den angegebenen Schmelzpunkten erhalten.



      Schmelz- dargestellt aus Schmelz punkt punkt    N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)- 126-127¯ N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)- 78-79¯
N'-n-butylharnstoff   N'-butyl-isoharnstoff-       methyläther N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-173  N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-114115        N'-cyclohexyl-harnstoff    N'-cyclohexyl-isoharnstoff methyläther    N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-171  N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)

  -76770   
N'-isobutyl-harnstoff N'-isobutyl-harnstoff methyläther    N-Benzolsulfonyl-N'-butyl-133-134  N-Benzolsulfonyl-N'-butyl-76-77     harnstoff isoharnstoff-methyläther N-Benzolsulfonyl-N'-cyclo- 187-188¯ N-Benzolsulfonyl-N'-cyclo- 116-117¯ hexyl-harnstoff hexyl-isoharnstoff-methyl  äther N-Benzolsulfonyl-N'-iso-135-136    N-Benzolsulfonyl-N'-isobutyl-75-76     butyl-harnstoff isoharnstoff-methyläther
Beispiel 2    N-(4-Chlor-benzolsulf onyl)-N'-n-butyl- harnstof f    a)   N-      (4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-      isoharnstoffmethyläther.   



   11, 6 g n-Butylharnstoff werden mit 12, 6 g   (=      0, 5    ml) Dimethylsulfat im Ílbad langsam    m    auf etwa   80     erwärmt. Während sich das Gemisch verflüssigt, steigt die Temperatur des Ansatzes auf etwa   100 .    Man lässt noch einige Minuten im Bad und kühlt dann auf Zimmertemperatur ab. Man versetzt mit 60 ml Wasser und der Lösung von 21 g   4-Chlor-    benzolsulfochlorid in 60 ml Aceton. Dazu wird unter Rühren und Kühlung eine Lösung von 9 g Natriumhydroxyd in 60 ml Wasser getropft, so das die Lösung immer schwach alkalisch ist und die Temperatur   30     nicht übersteigt. Es scheidet sieh ein öl ab, das nach längerem Rühren und Kühlung des Ansatzes auf 0  kristallisiert.

   Man saugt ab b und kristallisiert aus verdünntem Äthanol um, wobei der   N- (4-Chlor-benzolsulfonvl)-N'-n-butyl-    isoharnstoffmethylÏther vom Schmelzpunkt   82    bis 83  erhalten wird.    b)    N-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-butylharnstoff.



   Man erhitzt den erhaltenen N- (4-Chlor   benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-isoharnstoffmethyl-    äther mit der   2-bis      3faehen    Menge konzentrierter Salzsäure im Bad   1/2    Stunde auf 60 bis   70 .    Nach dem Erkalten wird mit Wasser verdünnt, das feste Produkt abgesaugt und aus verdünntem Äthanol umkristallisiert. Man erhält in guter Ausbeute den N- (4-Chlorben zolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff vom Sehmelzpunkt 115 bis   116 .   



   Beispiel 3
N- (2-Methyl-6-chlor-benzolsulfonyl)-N' n-butyl-harnstoff
70   g    n-Butylharnstoff werden mit 76 g Dimethylsulfat auf dem Dampfbad erhitzt. Naehdem die Temperatur in dem Gemiseh durch die Reaktionswärme auf   120     gestiegen ist, lässt man erkalten, löst in   200    ml Wasser und    trägt unter Rühren und Kühlen 260 g Ka-      liumearbonat    ein.

   Sodann werden   149    g   3-      Chlor-toluol-2-sulfonsäureehlorid    zugetropft und 15 Minuten   naehgerührt.    Man saugt ab, nimmt in Wasser auf, l¯st das abgeschiedene   @1    in Essigester, trocknet mit Natriumsulfat, destilliert den Essigester ab und erhält den N-   (2-Methy1-6-chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-bntyl-    isoharnstoffäther in ¯liger Form.



   17 g des Isoharnstoffäthers werden mit 45 ml konzentrierter Salzsäure übergossen und auf dem Dampfbad 15 Minuten bei 60  gehalten. Es tritt eine Gasentwicklung auf, und bald seheiden sich Kristalle ab. Man lässt erkalten, verdünnt mit Wasser, saugt ab, nimmt in l %igem Ammoniak auf, klärt die   Ijösung    mit etwas Kohle und säuert das Filtrat mit verdünnter Salzsäure an. Der   N- (2-Methyl-6-    chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff wird abgesaugt,   getroeknet    und aus Isopropanol umkristallisiert. Schmelzpunkt 153 bis 154¯.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen blutzuekersenkend wirksamen Sulfonylharnstof- fen ohne chemotherapeutische Eigenschaften der Formel R-SO2-NH-CO-NH-R1, worin R einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und R1 einen gesättigten oder un- gesättigten aliphatisehen oder eveloaliphati- sehen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 8 Koh lenstoffatomen bedeuten, dadurch gekenn- zeiehnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der Formel R-SO2-Hal mit Isoharnstoffäthern der Formel EMI5.1 umsetzt, wobei R2 f r einen niedrigmole kularen Kohlenwasserstoffrest steht,
    und die erhaltenen Kondensationsprodukte hydroly siert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen unsubstituierten Phenylrest bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkylrest mit h¯chstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Methyl-phenyl-Rest bedeutet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Alkylreste mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkoxyrest mit höehstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäure- halogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Methoxy-phenyl-Rest bedeutet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Alkoxyreste mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfon- säurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkylrest und einen Alkoxyrest mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom sub stituierten Phenylrest bedeutet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Chlor-phenylrest bedeutet.
    11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Halogenatome sub stituierten Phenylrest bedeutet.
    12. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom und einen Alkylrest mit höehstens 8 Kohlenstoff- atomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    13. Verfahren naeh Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom und einen Alkoxyrest mit höchstens 8 Kohlenstoff- atomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Verbindungen mit Hilfe von Basen in die entsprechenden Salze überführt.
    15. Verfahren nach Unteransprueh 14, dadurch gekennzeielmet, dass man zur Salzbil.dung anorganische Basen verwendet.
    16. Verfahren nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Salzbil- dung organische Basen verwendet.
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