CH332325A - Verfahren zur Herstellung neuer Präparate des adrenocorticotropen Hormons - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Präparate des adrenocorticotropen Hormons

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CH332325A
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Herman Homan Jan Daniel
Josephus Neutelings Jac Petrus
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    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
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Description


      Verfahren        zur        Herstellung    neuer Präparate des     adrenocorticotropen    Hormons    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf die Herstellung neuer Präparate des       adrenocorticotropen    Hormons, das im nach  stehenden mit .der gewöhnlich benutzten Ab  kürzung     ACTH    bezeichnet- wird. Diese Prä  parate haben eine Aktivität, die -mehrfach  grösser ist als     die    der bisher bekannten der  artigen     Erzeugnisse,    und ihre Wirkung hält  länger an als bei den normalen     ACTH-Präpa-          raten.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet, dass man     andreno-          corticotropes    Hormon aus     Hypophysen    in  einem     wässrigen,    für Injektionszwecke ge  eigneten Lösungsmittel mit mindestens einer  Metallverbindung, die eine verzögernde Wir  kung auf die Resorption von Proteinen aus  übt und mit dem Hormon bei einem     pH-Wert,     der demjenigen der Gewebeflüssigkeit ent  spricht, eine- schwer     lösliche    Komplexverbin  dung bildet, zu einer Komplexverbindung  umsetzt.  



  In den letzten Jahren war man bestrebt,  lang wirkende     ACTH-Präparate        herzustellen.     Die     günstige    Wirkung des aus den vordern       Hypophysenlappen    der Säugetiere gewon  nenen     ACTH    in Fällen von rheumatischer       Arthritis,    Asthma, gewissen     Augenerkranr          kungen    und ausgedehnter     Verbrennung    war  bekannt.

      Zur Verlangsamung der Resorption     des          ACTH    im Körper ist schon     vorgeschlagen     worden, das     Hormon    mit     einem    oder mehreren  Trägerstoffen, wie     Aluminitunphosphat,        -.mit     oder ohne Beigabe von Vehikeln,     wie    Gelatine  und     Polyvinylpyrrolidon,    zu kombinieren  [vgl.     Univ.        Michigan        Med.        Bull.    16, 152  (1950) ]. In diesen Präparaten ist der Träger  meistens in kolloider Form oder als Suspen  sion vorhanden.

   Die Viskosität solcher Di  spersionen ist oft so gross, dass man das Prä  parat     erwärmen        muss,    bevor es     injiziert    wer  den kann. Manche dieser Präparate haben  den Nachteil, dass sie nach der Injektion An  lass zu einer     örtlichen    Reizung geben.  



  Dass bestimmte Metallverbindungen, wie  Salze,     Hydroxyde    und Oxyde von Zink,  Nickel,     Cobalt,    Kupfer und Eisen mit     ACTH     zu Komplexen     .hingesetzt    werden können, lässt  sich an Hand der an den     Reaktionsgemischen     aufgenommenen     Polarogramme    nachweisen.  In     "der        Fig.    1 sind die     Pölarogramme    unter       Verwendung    einer 1 M     KCl-Lösung    bei einem       pH    von 3,5 wiedergegeben.

   Auf der Abszissen  a.chse ist die Spannung in Volt und auf der       Ordinate    die Stromstärke aufgetragen. Mit I  ist     die        Kurve    bezeichnet, welche man bei  einer Lösung von 50     ,ug        Zn/ml    erhält.

   Die       Kurve        II    erhält man bei einer Lösung von  50     ,ug        Zn/ml        -I-    105     ,ug        ACTH/ml.        III    be  zeichnet die Kurve, welche man bei einer Lö-      sang von 50     ,,g        Zn/ml        +    305     ,ug-        ACTH/ml          erhält.     



  AUS der Figur geht hervor, dass die Zink  welle, welche bei I deutlich wahrnehmbar-Ist,  nach     Hinztüügllng    von 105     icg    bzw. 305     lcg          ACTH/ml    verschwunden ist. Die     Zinkionen-          konzentration    in der     Lösung    nimmt also bei  Anwesenheit von     ACTH    so stark ab, dass die  für     Zink    spezifische Welle verschwindet.  Daraus ergibt sich, dass die     Zinkionen    durch  das     ACTI3    auch in Lösung zu einem     Zink-          ACTH-Komplex    gebunden werden.  



  Unter den für den vorliegenden Zweck  geeigneten Metallen, nämlich Zink, Nickel,       Cobalt,    Kupfer und Eisen, ist das- Zink zu  bevorzugen. Es hat sich ergeben, dass die Ge  genwart einer Metallmenge von 5-15 mg pro  100 Einheiten     ACTH    eine optimale Wirkung  auf     die    Aktivität des     ACTFI    ausübt, was  weiter unten noch erörtert wird.  



  Die nach dem     erfindungsgemässen    - Ver  fahren erhältlichen Präparate zeigen die  Eigenschaft, dass sie unter den in den Kör  perflüssigkeiten herrschenden     Bedingungen          im        Gegensatz    zu     gewöhnlichem        ACTH    schwer  löslich sind.

   Das normale     ACTH    ist bei dem       pH-Wert    der Körperflüssigkeit, der etwa 7  beträgt, leicht löslich und kann     infolgedessen     rasch verteilt     und        zersetzt    werden.     Aus    dem       Eosinophilentest    (vgl.

   die unten folgende Er  läuterung .und die     Fig.    2     und    3) geht bei  spielsweise hervor, dass das gewöhnliche       ACTH    etwa acht Stunden nach der Injektion  seine     Aktivität    praktisch verloren hat, wäh  rend Präparate, die nach der vorliegenden  Erfindung hergestellt     sind,    erst nach 24 Stun  den und sogar nach noch längerer Zeit, z. B.  nach 40 Stunden, zu wirken aufhörten.  



  Man benutzt     vorzugsweise    ein     wässriges     Lösungsmittel, das als     Konservierungsmittel     beispielsweise     ein    Phenol und, um das Prä  parat     isotonisch    zu machen, eine Verbindung  wie Glyzerin oder-     Natriumehlorid    enthält.

    Zur Einstellung des     pH    auf den Wert von       6-8    kann man einen Puffer     verwenden    oder  auch     ein        Alkalihydroxyd,        insbesondere        Na-          trittmhydroxyd.    Zweckmässig wird     als    Lö  sungsmittel Wasser angewendet, das     etwa            -0,50/G        Phenol,        2,

  5%        Glyzerin        und        eine        hin-          reichende    Menge von tertiärem - Natrium  phosphat enthält, um den     pH-Wert    des Prä  parats auf den vorzugsweise anzuwendenden  Wert von 6-8 einzustellen.  



  Der zumeist eingeschlagene Weg zur Her  stellung der     ACTH-Komplexe    besteht     dann,     dass man eine     wässrige    Lösung des     ACTH,     die     bereits    beispielsweise Phenol und Glyzerin  enthält, mit einer     Lösung    oder Suspension  eines oder mehrerer der genannten Metall  verbindungen, z. B.

   Salzen,     Metallhydroxyden     oder Metalloxyden, mischt und nachher mit  tels     eines    Puffers oder einer     Alkalihydroxyd-          lösung    den     p1,-Wert    der Mischung so ein  stellt, dass der     ACTH-enthaltende    Komplex  schwer löslich ist. Schliesslich verdünnt man  das erhaltene Präparat auf ein Volumen, in  welchem die     gewünschte    Konzentration des       ACTH,    z. B. 20 Einheiten pro ml, gegeben  ist.  



  Die gemäss der Erfindung hergestellten       Präparate\    wurden nach drei verschiedenen  Methoden auf ihre Aktivität geprüft, die  nachstehend kurz erläutert werden sollen.  



  I. Der     Leberglykogentest    wird mit hun  gernden     hypophysektomizierten    Ratten aus  geführt. Während der Versuchszeit von etwa  8 Stunden werden allen Tieren     Glukoseinjek-          tionen    verabreicht. Eine erste     Gruppe    erhält  dazu zur Kontrolle Injektionen mit dem Lö  sungsmittel für sich allein.

   Eine zweite       Gruppe    der Tiere bekommt eine einzige, sub  kutane Injektion einer bestimmten Menge von  gewöhnlichem     ACTH.    Eine dritte     Gruppe     der Tiere wird achtmal, jedesmal nach Ab  lauf einer Stunde, mit     1/s    derselben Menge  von gewöhnlichem     ACTH    injiziert.

   Eine  vierte     Gruppe        erhält    eine .einzige Injektion  mit dem Präparat, das auf seine langdauernde  Wirkung     -untersucht    werden soll und dieselbe  Anzahl von Einheiten     ACTH    enthält, wie sie  der     zweiten        und    dritten Gruppe verabreicht  worden sind. Nach Ablauf der Versuchszeit  wird eine Autopsie ausgeführt und der Ge  halt an     Leberglykogen    ermittelt. Die     BehA:ad-          lung    mit     ACTH    steigert diesen Gehalt..

   Wenn  beispielsweise anstelle einer .einzigen Injektion      acht Injektionen mit je einem Achtel der  normalen Menge gegeben werden, lässt     ;sich     feststellen,     da.ss    die Zunahme grösser ist. Der  Vergleich des Ergebnisses einer einzigen In  jektion mit einem vermutlich     langwirkenden     Präparat mit dem Ergebnis, das nach acht  Injektionen mit jeweils     1/s    der Menge an nor  malem     ACTH    erzielt wird, macht es möglich,  festzustellen, ob die     reuen    Präparate irgend  eine längere     Wirkung    aufweisen.  



  2. Der     Eosinophilentest    wird bei normal  genährten Tieren angewendet, beispielsweise  bei Hunden. Sie werden subkutan injiziert,  eine Gruppe mit normalem     ACTH,    eine an  dere mit dem .auf verlängerte Wirkungsdauer       zu,    untersuchenden Präparat: In regelmässigen  Zeitabständen, beispielsweise alle 3     .Sunden,     werden Zählungen der     cosinophilen    weissen  Blutkörperchen im Blut der Versuchstiere  ausgeführt.

   Es ist     bekannt,    dass     ACTH    eine  Abnahme dieser Körperchen     verursacht.    Acht  Stunden nach der Injektion von ungefähr 50  Einheiten     ACTH    ist das Blutbild wieder  normal. Manche     gemäss    der Erfindung her  gestellten Präparate zeigten eine Wirkungs  dauer von mindestens 40 Stunden.  



  3. Für den     Thymusentw        icklungstest    wer  den beispielsweise     junge    Ratten     verwendet.     Eine intramuskuläre Injektion von     ACTH     verursacht eine Abnahme des     Thyinus-          gewichtes.    Ausserdem werden die Schild  drüsen der Versuchstiere bei dieser Prüfung  gewogen, und die Zunahme ihres     Gewichtes     wird beobachtet.

   Während bei gewöhnlichem       ACTH    die Abnahme des     ThSnnusgewichtes     kaum bemerkbar und die Zunahme des Ge  wichtes der Schilddrüse nur gering ist, kann  nach Injektion einer entsprechenden Menge  des erfindungsgemäss hergestellten Präparats  eine extrem starke Abnahme des     Thymus-          gewichts    und eine sehr starke Zunahme des       Adrenalgewichts    festgestellt werden. Diese  Präparate zeigen eine Wirksamkeit, die  wenigstens     10-20mal    höher ist als die von  gewöhnlichem     ACTH.     



  Erschöpfende Versuche betreffend die  flüssige Phase der in Rede stehenden Suspen-         sionen    zeigten, dass in den Komplexen mit  Zinkphosphat und     Zinkhydroxyd    bei einem       p11-Wert    von     etwa    7     ungefähr        9917o,    der Ge  samtaktivität niedergeschlagen werden, d. h.

         dass        99        %        des        ACTH        in        schwer        löslicher        Form     vorhanden sind:  Die nach dem erfindungsgemässen Ver  fahren erhältlichen Präparate     wurden    biolo  gisch     und    klinisch geprüft     und    mit Präpara  ten aus gewöhnlichem     ACTH    verglichen, die  keine verlängerte     Wirkungsdauer    aufwiesen:

    Inder     Fig.    2 ist auf der y-Achse die Prozent  zahl der     Eosinophilen    aufgetragen und auf  der x-Achse die Zeit in Stunden. Für den  Zeitpunkt 0 ist die Zahl der     eosinophilen          Leukozyten        mit        100        %        eingesetzt.        Zu        diesem     Zeitpunkt wurde .eine     intramüskulare    Injek  tion von 20 Einheiten     ACTH    des Präparats  nach Beispiel 9      Cortrophin -Z    (eingetragene  Marke) verabreicht.

   Die     Kurve    stellt das  Mittel aus 22 Versuchen an 18 Patienten dar.  Es ist daraus ersichtlich, dass sofort nach der  Injektion ein sehr starker Abfall -an     Eosino-          philen        erfolgt,    der ein Minimum von weniger       als        20        %        nach        8-14        Stunden        erreicht        -und     dass das Präparat sogar nach 48 Stunden  noch nicht aufgehört hat, zu wirken.  



  Die     Fig.    3 zeigt     das    Ergebnis verschie  dener Injektionen von normalem     ACTH     einerseits und des Präparats nach Beispiel 9  anderseits, wobei alle     verwendeten    Präparate  aus demselben.     ACTH        hergestellt    waren.  



  Die voll     ausgezogene,    Kurve stellt     das    Er  gebnis von 80     Einheiten    von normalem     ACTH          ( Cortrophin )    dar, die in einer einzigen  Injektion verabreicht wurden.  



  Die gestrichelte Kurve bezieht sich auf  eine einzige Injektion von 20 Einheiten des  normalen     ACTH.     



  Die     punktierte    Kurve gibt das Resultat  einer Injektion von 20 Einheiten     eines    erfin  dungsgemäss hergestellten     Präparats    (nach       Beispiel    9) wieder, und die quergestrichene  Kurve betrifft vier aufeinander im     Abstand          von    je 4 Stunden folgende Injektionen von  je '20     Einheiten    des normalen     ACTH.     



  Es ist     bemerkenswert,    dass die durch die  quergestrichene     Kurve        dargestellte.    Wirkung      nicht besser ist als diejenige, die mit einer  einzigen Injektion von bloss- 20 Einheiten des  nach     Beispiel    9 hergestellten Präparats er  zielt wird.  



  <I>Beispiel 2</I>  73,5 mg     ACTH    aus Schweinehypophysen,  mit einer     Aktivität    von 1,36     USP-Einhei-          ten/mg,    werden in 8 ml Wasser gelöst, das       0,51/o    Phenol     und        2,51/9    Glyzerin     enthält.     Man fügt nun 0,7 ml     Zinksulfatlösung    mit  einer Konzentration von 10 mg Zink pro ml  im gleichen     Lösungsmittel    und anschliessend       .0,54        ml        Na3P04-Lösung    (40     mg/ml)

      im     selben     Lösungsmittel hinzu. Der     -pH-Wert    hat dann  den Betrag von 7,02 erreicht. Nach Verdün  nung der     entstandenen        Suspension    mit dem  Lösungsmittel auf 10 ml wird ein Präparat  erhalten, das 10     USP-Einheiten/ml    aufweist:  Dieses Präparat ist hoch aktiv, sowohl hin  , sichtlich des     Thymusentwicklungs-    als auch  des     Leberglykogentests.     



       Beispiel   <I>2</I>  41,6 mg     ACTH    aus Schweinehypophysen  mit einer     Aktivität    von 2,4     USP-Einhei-          ten/mg    werden in 4 ml des in Beispiel 1 be  schriebenen     Lösungsmittels    gelöst. Zu dieser  Lösung     fügt    man 0,8     ml    einer     Cobaltsulfat-          lösung    mit     einer    Konzentration von 10 mg       Cobalt/ml    im gleichen Lösungsmittel.

   Die  Mischung wird auf 9 ml verdünnt und der       PH-Wert    mittels     Na"P04    Lösung mit 40     mg/ml     auf 6 eingestellt.     Schliesslich    wird das Volu  men auf<B>1.0</B> ml aufgefüllt, so dass das Prä  parat 10 Einheiten     ACTH/ml    enthält. Im       Eosinophilentest    ist     dieses    Präparat wenig  stens 40 Stunden     wirksam.     



  <I>Beispiel 3</I>  83,2 mg     ACTH,    enthaltend 2,4     USP-        a'in-          heiten/mg,    werden in 8 ml des oben     -erwähn-          3        ten    Lösungsmittels gelöst. Man setzt 0,32 ml  einer     Zinkchloridlösung    mit - 37,5 mg Zink  pro ml zu.

   Zu     dieser    Mischung werden  0,5 ml einer     Na3P04-Lösung    von 40 mg     des          Salzes/ml    gegeben,. und     schliesslich    kommen  noch 0,5 ml einer 0,23     n-Natriumhydro:.yd-          lösung    dazu. Der     p1,-Wert        beträgt    dann 7.

    Nach Auffüllung des     Volumens        auf    10 ml    enthält das Präparat 20 Einheiten     ACTH/ml.     Im     Thymustest        erweist    sich dieses Präparat  etwa 16mal wirksamer     als    das normale     ACTH.     <I>Beispiel 4</I>  83,2 mg     ACTH    mit einer Aktivität von  2,4     USP-Einheiten/mg    werden in 12 ml     des     in Beispiel 1 beschriebenen Lösungsmittels  gelöst. Zu der Lösung setzt man 1,8 ml einer       Kupfersulfatlösung;.    die 10 mg     Kupfer/ml     enthält.

   Nachher     wird    die Lösung mit dem  Lösungsmittel auf 17,5 ml aufgefüllt. Mittels  des Zusatzes von     Na3P04-Lösung    (40 mg       Salz/ml)    wird der     pH-Wert    auf 6 eingestellt.  Das erhaltene Präparat wird auf 20 ml ver  dünnt, so dass es 10 Einheiten     ACTH/ml    ent  hält.     Im        Leberglykogentest    ist dieses Prä  parat hochaktiv.  



  Auf ähnliche Weise wie vorstehend be  schrieben kann man die nachstehend an  gegebenen Präparate     herstellen:       <I>Beispiel 5</I>       ACTH    7,35     mg/mü    (= 10     USP-Ein-          heiten/ml)          NiS04    3,00 mg     Nickel/ml          Na3P04    bis zum     PH-Wert    7       Lösungsmittel        Wasser        enthaltend        0,5%          Phenol        Und        0,

  5%        NÜCl.     



  <I>Beispiel 6</I>       ACTH    7,35 mg (= 10     USP-Einhei-          ten)    /ml .  



  C     OS04    1,50 mg     Cobalt/ml          HCl        bis    zum p$ = 3  Lösungsmittel wie im Beispiel 1  <I>Beispiel ?</I>       ACTH    7,35 mg (= 10     USP-Einhei-          ten)    /ml       ZnS04    1,00 mg     Zink/ml          Acetatpuffer    bis zum     p$    = 5,3       Lösungsmittel    wie im Beispiel 1  <I>Beispiel 8</I>       ACTH    2,77 mg (= 10     USP-Einhei-          ten)

          /ml          ZuC12    1,30 mg     Zink/ml          NaOH    bis     zum        pg    = 7,7  Lösungsmittel wie im Beispiel 1      Dieses Präparat ist hochaktiv im Leber  glykogentest.  



  <I>' Beispiel 9</I>       ACTH    7,70 mg (= 20     USP-Einhei-          ten)/ml          ZnC12    1,50 mg     Zink/ml     Na     3p04    2,50     mg/ml          NaOH    bis zum     pH    = 6,0  Lösungsmittel Wasser enthaltend     0,2611/o          Phenol        und        2%        Glyzerin.       <I>Beispiel 10</I>  77,1 mg     ACTH    mit .einer Aktivität von  2,

  59     USP-Einheiten/mg    werden in 6     ml    Lö  sungsmittel (wie Beispiel 1) gelöst. Dazu  setzt man 1,5 ml einer     ZnC12-Lösung,    welche  10 mg     Zink/ml    im gleichen Lösungsmittel ent  hält. Schliesslich werden 1,0 ml 0,5     n-Na:          triiunhydroxydlösung    hinzugesetzt, so dass     ;las          pH    einen Wert von 7,5 erreicht. Das Volumen  wird dann auf 10 ml mit dem gleichen Lö  sungsmittel aufgefüllt.

   Die erhaltene Suspen  sion hat eine verlängerte und verstärkte Wir  kung im     Leberglykogentest    und im     Thymus-          test.    Im     Eosinophilentest    fällt die Anzahl der       eosinophilen    Leukozyten während mindestens  20 Stunden stark ab.    <I>Beispiel 11</I>  55;5 mg     ACTH    mit einer     Aktivität    von  36     U,'SP-Einheiten/mg    werden in 60     ml    des  Lösungsmittels gemäss Beispiel 1 gelöst. Man  setzt 10     ml    einer     ZnC12    Lösung bei, die 10 mg       Zink/ml    enthält.

   Dann wird 0,5     n-Natriu    m  hydroxydlösung zugesetzt, bis das     pH    einen       Wert    von 7,5 erreicht hat. Das Volumen wird  dann auf 100 ml aufgefüllt, wobei man das  gleiche Lösungsmittel benutzt.

   Die erhaltene  Suspension hat eine verlängerte Wirkung  beim     Leberglykogentest.       <I>Beispiel 12</I>  77,1 mg     ACTH    aus Schweinehypophysen  mit einer Aktivität von 2,59     USP-Einhei-          ten/mg    werden in 6 ml Wasser, das     0,511/o          Phenol        und        2%        Glyzerin        enthält,        gelöst.     Dann werden 2,46 ml einer Suspension von         'Z-        inkhydroxyd    zugesetzt, welche     durch    'Um  setzung von 1,

  5 ml     Zinkchloridlösung,    ent  haltend 10 mg     Zink/ml,    und 0,96 ml einer  0,47 n -     Natriiunhydroxydlösung        hergestellt     wurde. Das     pg    der schliesslich     erhaltenen        1Ii-          schung        wird    auf 7,5 mittels     Natriumhydro-@-d     eingestellt. Darauf wird das Volumen auf  10 ml .mit dem gleichen Lösungsmittel auf  gefüllt, so dass die Konzentration an ACTA  20     USP-Einheiten/ml    beträgt.

   Im     Eosinophi-          lentest    ist das Präparat mehr     als    24     Stunden     lang wirksam und auch im     Leberglykogentest     zeigt     es    hohe Aktivität. Im     Thymusentwick-          lungstest    ist es mehr als     16mal    wirksamer als  das gewöhnliche     ACTH.       <I>Beispiel 13</I>  55,4 mg     ACTH    mit einer Aktivität von  3,61     USP-Einheiten/mg    werden in 6 ml des  im Beispiel 12     erwähnten        Lösungsmittels    ge  löst.

   Zu dieser Lösung fügt man eine     Suspen,          sion    von     .Zinkhydroxyd,    die durch Mischung  von 2 ml     Zinkchloridlösung,    enthaltend 10 mg       Zink/ml,    mit 1,5 ml 0,48     n-Natriumhydroxyd-          lösung    erhalten wurde. Das     pl,    wird mit     Na,          triumhydroxyd    auf 7,5 eingestellt.

   Schliess  lich     verdünnt    man     bis        zu,    10     ml.    Dieses Prä  parat ist im     Leberglykogentest        hochwirksam.       <I>Beispiel 14</I>  73,5 mg     ACTH    mit einer Aktivität von  1,36     USP-Einheiten/mg    werden in 7,5 m1 des  in Beispiel 12     genannten-        Lösungsmittels        auü-          gelöst.    Dann setzt     mann    eine     Zinkhydroxyd-          suspension    zu, die durch Mischen von     1,

  06..m1          Zinksülfatlösung,    enthaltend 10 mg     Zink/ml,     mit 0,5 ml     1-n-Natriumhydroxydlösung    er  halten wurde. Das Volumen der Misch     ang     wird auf 10 ml eingestellt. Der     pH-Wert    be  trägt     dann    7,4.

   Die Suspension enthält 10       USP-Einheiten/ml.    Im     Leberglykogentest        raft     eine einzige Injektion dieses     Präparats    eine  Wirkung hervor,     die    gleich derjenigen ist,  welche durch eine     entsprechende    Menge von  gewöhnlichem     ACTH,    verteilt über acht  gleiche Injektionen, die jede Stunde ange  bracht werden.

   Es besitzt daher     eine    wesent  lich verlängerte     Wirkungsdauer.         <I>Beispiel</I>     15     73,5 mg     ACTH    mit einer Aktivität von  1,36     USP-Einheiten/mg    werden in -4 'ml des  in     Beispiel    12 genannten Lösungsmittels ge  löst..

   Das PH der Lösung -wird auf 7,5 mit  einer     Natriiunhydroxydlösung        ,eingestellt.     Man setzt dann 4     ml    einer Suspension von       Nickelhydroxyd    mit     einem        p11-Wert    von 7,5       und    einem     Gesamtgehalt    von 30 mg Nickel zu.  Nach     Auffüllung    .des Volumens auf 10 ml  enthält die Suspension 10     USP-Einheiten          ACTH/ml.    Das Präparat ist im     Leberglyko-          gentest    bemerkenswert aktiv.

      <I>Beispiel 16</I>  5,55 mg eines hochgereinigten     ACTI-i-          Präparats    mit einer Aktivität von 36     USP-          Einheiten/mg    werden in 8 ml eines Lösungs  mittels gelöst, das     0,51/ü    Phenol und     0,91/a          Natriumchlorid    enthält.

   Man fügt 18,7 mg  Zinkoxyd hinzu und dann     wird        das        pH    auf  7,5     eingestellt.    Das     Volumen    wird auf 10 ml  aufgefüllt, so dass das Präparat 20     USP-Eiu-          heiten        ACTH/ml    enthält. Beim     Thymus-          entwicklungstest    zeigt dieses Präparat eine  hohe Aktivität.

      <I>Beispiel 17</I>  83,2 mg     ACTH    mit einer     Aktivität    von  2,4     USP-Einheiten/mg    werden in 5,5 ml des  im Beispiel 16 genannten Lösungsmittels     ger     löst.

   Dann     setzt    man eine' Suspension -von       Cobalthydroxyd    zu, die durch Mischung von  2,5     ml        Cobaltsulfatlösung    mit 10 mg     Co-          balt/ml    und einer solchen Menge von 0,5     n-Na-          triumhydroxydlösung        entstanden    ist, welche  hinreicht, um     das        pg    der gesamten Mischung  auf 7,5 einzustellen. Das Volumen wird dann  auf 10 ml     aufgefüllt,    so dass das Präparat  20     USP-Einheiten        ACTH/ml    enthält.

   Die ver  längerte Aktivität im     Leberglykogentest    ist  sehr gut.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung negier Präpa rate des adrenocorticotropen Hormons mit .starker und langer Wirkung, dadurch gekenn zeichnet, dass .man adrenocorticotropes Hor mon aus Hypophysen in einem wässrigen, für Injektionszwecke geeigneten Lösungsmittel mit mindestens ,einer Metallverbindung, die eine verzögernde Wirkung auf die Resörption von Proteinen ausübt und mit dem Hormon bei einem pH-Wert, der demjenigen der Gewebeflüssigkeit entspricht,
    eine schwer :lösliche Komplexverbindung bildet, zu einer Komplexverbindung umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Metall salz benutzt. 2, Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Metall hydroxyd benutzt. , 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Metall oxyd benutzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Zink verbindung benutzt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Nickel verbindung benutzt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Cobalt- verbindung benutzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, däss man eine Kupfer verbindung benutzt. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Eisen verbindung benutzt. . 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf je 100 USP-Einheiten adrenocorticotropes Hormon Metallmengen von 5-15 mg angewendet. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Lösungs mittel Wasser mit 0,5.0/a Phenol und 2,51/0 Glyzerin benutzt. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Reak- tionsgemisch auf einen pH-Wert von 6-8 einstellt. . 12.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch -gekennzeichnet; dass man der Lösung zur Einstellung eines pH-Wertes von 6-8 tertiäres Natriumphos- phat zusetzt. 13. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Zinkphosphat benutzt. 14. Verfahren nach Patentanspruch, da: durch gekennzeichnet, dass man Zink hydroxyd benutzt. 15. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Zinkoxyd benutzt.
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