CH332656A - Verfahren zur Herstellung von Aniliden von am N disubstituierten w-Amino-karbonsäuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aniliden von am N disubstituierten w-Amino-karbonsäuren

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CH332656A
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aniline
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Carl Reiter Rudolf
Johannes Lund Frantz
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Leo Pharm Prod Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C237/00Carboxylic acid amides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by amino groups

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Aniliden von am N disubstituierten   cs-Amino-karbonsäuren   
Cegensta. nd der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von in min  destens einer a-Stellung substituierten Aniliden    von am N disubstituierten ?-Amino-karbonsäuren der Formel
EMI1.1     
 in der   RiR4 Wasserstoff, Alliyl-oder Aryl-    gruppen,   R5    eine Alkyl-oder Arylgruppe,   R6    eine Alkylengruppe und   R7 und R8    Alkylgruppen oder Kohlenwasserstoffgruppen, deren Kohlenstoffatome mit dem   Stickstoff-    atom der Aminogruppe einen Ring bilden, bedeuten.



   Es ist bekannt, dass substituierte Anilide von am N disubstituierten Amino-karbonsÏuren, in denen. eine der   o-Stellungen    durch einen, vorzugsweise massigen,   Substitnenten    oder beide   o-Stellungen beispielsweise    den Methylgruppen besetzt sind, wertvolle e Lokal  anästhetika sind.   



   Diese Verbindungen wurden bisher hergestellt, indem man das substituierte Anilin mit der der am N disubstituierten AminokarbonsÏure entsprechenden ?-Chlor-karbonsäure umsetzt und das so   erhaltene co-Chlor-    anilid mit einem sekundaren Amin reagieren   lieR    Da. die substituierten Aniline   des ge-    nannten Typs ziemlich teuer   sin, d, und da    die gewünschten Derivate derselben aus diesen in zwei Verfahrensstufen hergestellt werden, sind die auf diese Aniline berechneten Aus  bel-lien    nicht befriedigend.



   Es wurde nun gefunden, dass man diese Anilide aus den betreffenden substituierten Anilinen in einem einstufigen   Verfahren her-    stellen kann, wenn man diese mit einem   ge-    mischten Anhydrid einer am N disubstituierter   Amino-karbonsäure    der Formel
EMI1.2     
 mit einer aromatischen SÏure umsetzt, und das so entstandene substituierte   Änilid    von der aromatischen Säure trennt, wobei, berechnet auf das Anilin, bessere Ausbeuten erzielt werden können.



   Die gemischten Anhydride erhält man in bekannter Weise durch Umsetzung eines Salzes einer am N disubstituierten Aminokarbonsäure mit der äquivalenten Menge eines Halogenids der betreffenden aromatischen SÏure in einem wasserfreien organischen Losungsmittel. Als Salz einer Aminokarbonsäure kann man ein Metallsalz, z. B. das   Natrium-oder Kaliumsalz,    oder ein Salz mit einem tertiären Amin, z.   B.    das   Triäthyl-    aminsalz, verwenden. Als Lösungsmittel verwendet man beispielsweise Äther, Benzol, Toluol, Aceton, Methylenchlorid, Tetrachlorkohlenstoff oder Trichloräthylen. In gewissen Fällen empfiehlt sich die Verwendung eines Katalysators, wie z. B. Pyridin. Die Reaktion kann bei 0-50  C erfolgen, vorzugsweise bei Zimmertemperatur.



   Als aromatische Säuren, deren Halogenide zur Bildung der gemischten Anhydride verwendet werden, haben sich Benzoesäure und   Benzolsulfosäurc    als besonders geeignet erwiesen.



   Wenn das gemischte Säureanhydrid das Anhydrid einer am N disubstituierten Aminokarbonsäure mit einer starken Saure, wie Benzolsulfonsäure, ist, kann es vorteilhaft sein, die Umsetzung des gemischten Anhydrids mit der aromatischen Base in Gegenwart eines tertiären Amins durchzufiihren, da, sonst die bei der Reaktion freiwerdende starke Säure mit den Reaktionsteilnehmern Salze bildet, die in der Regel in den verwendeten Lösungsmitteln sehwer   löslieh    sind.



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird mit Vorteil so durchgeführt, dass man das Anilin direkt der Reaktionsmischung zusetzt, in der das gemisehte Anhydrid hergestellt wurde, ohne dasselbe vorher zu isolieren.



   Beispiel 1
15, 3 g (0, 1 Mol) getrocknetes,   feinpulve-      risiertes    diÏthylaminoessigsaures Natrium werden in 250 ml trockenem Trichloräthylen suspendiert und dieser Suspension unter R hren 11, 6 ml (0, 1 Mol) Benzoylchlorid   zu-    gesetzt. Man rührt   11/2    Stunden bei Zimmertemperatur. Dann gibt man   12,    4 ml (0, 1 Mol) vicinales m-Xylidin zu. Die Reaktion verlÏuft schwach exotherm. Man rührt über Nacht weiter, wonach man das   Trichloräthy-    len im Vakuum abdestilliert. Der Rückstand wird mit einem kleinen Überschuss   verdünn-    ter Natronlauge und Äther behandelt. Die Ätherphase wird abgetrennt und mit verdünnter Salzsäure extrahiert.

   Die erhaltene wässrige Phase wird durch Zusatz von festem   Natriumhydroxyd    alkalisch gemacht und mit ither extrahiert. Die so   erhaltene ither-    l¯sung wird mit wasserfreiem Kaliumkarbonat getrocknet   und der Äther abdestilliert. Naeh    Destillation des Rückstandes bei 0, 5-1 mm IIg erhÏlt man 18, 8-19, 1   g",-Diäthylamino-    2,   6-dimethyl-acetanilid,    entsprechend einer Ausbeute von 80-82%. Kp. l39-142¯C/0, 5 bis   1    mm Hg. 0,   4    ml vicinales m-Xylidin, Kp. 55¯ C/0,5-1 mm Hg, entsprechend   3  /o,    werden zurückgewonnen.



   Beispiel 2
Zu einer Losung von 0, 05 Mol des gemischten Anhydrids aus   Diäthylaminoessig-    säure und Benzoesäure in 12   ml    absolutem Äther gibt man   7,    0 ml   2,    4,   6-Trimethyl-anilin.    Man rührt drei Stunden bei 40  C und extrahiert dann mit einer verdünnten   Losung von      Natriumhydroxyd.    Die   Ätherlosung    wird über wasserfreiem   Kaliumkarbonat getrocknet.   



  Dann gibt man tropfenweise die äquivalente Menge wasserfrei, er ätherischer Salzsäure zu, wobei man rührt und in Eiswasser kühlt. Das erhaltene Chlorhydrat des   oo-Diäthylamino-      2, 4, 6-trimethyl-acetanilids fallut aus. Das Pro-    dukt wird abfiltriert. Smp.   136-137       C    nach Umkristallisieren aus Aceton.



   Beispiel 3    Zu einer Lösung von 0, 05 Mol des ge-    mischten Anhydrids der   Diäthylaminoessig-    sÏure und Benzoesäure in 125 ml wasserfreiem Toluol gibt man 8, 5 g   2-Amino-    diphenyl gelöst in 25 ml wasserfreiem Toluol und erhitzt die Mischung 3 Stunden auf dem   Dampfba, d.    Dann wird die Toluolphase mit verdünnter Natronlauge extrahiert und dann so lange destilliert, bis das gelöste Wasser entfernt ist. Dann fÏllt man aus der Lösung das   co-Diäthylamino-2-phenyl-aeetanilid als    Chlorhydrat, indem man in diese bei etwa   0  C    trockenes Chlorwasserstoffgas einleitet.



  Das rohe Chlorhydrat wird in siedendem absolutem Alkohol gelöst und umkristallisiert, indem man heisses Methyläthylketon zusetzt und erkalten lässt. Das   umkristallisierte    Produkt schmilzt bei 204-205¯C. Das ?-Di äthylamino-2-phenyl-acetanilid ist eine bisher unbekannte Verbindung, die   lokalanästhe-    liselle Wirkung besitzt.



   Beispiel 4
7,   7 g feinpulveriges diä. thylaminoessig-    saures Natrium werden in   125    ml wasserfreiem Toluol suspendiert, 6,   4    ml Benzol  sulfonylchlorid zugesetzt    und die Mischung 3 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt.



  -Dann gibt. man 6, 2 ml 2,   6-Dimethyl-anilin    und 7, 0 ml Triäthylamin zu und rührt weitere 2 Stunden bei Zimmertemperatur und anschlie¯end noch 2 Stunden bei   100     C. Die erhaltene Lösung wird mit Wasser extrahiert, filtriert und mit verdünnter Salzsäure extrahiert. Die erhaltene wässrige Lösung wird mit festem Natriumhydroxyd alkalisch gemacht und mit Äther extrahiert. Die   Ätherlösung    wird mit wasserfreiem   Kaliumkarbonat ge-    trocknet und der Äther durch Destillation entfernt. Naeh Destillation des R ckstandes im Vakuum erhÏlt man 8, 6 g   orDiäthylamino-      2,      6-dimethyl-aeetanilid,    was einer   Aiisbeute    von   74"/o entspricht.   



   Beispiel   5   
3,   5    g (0,025 Mol) trockenes,   feinpulveriges      4-dimethylamino-propionsaures Natrium    werden in 50 ml wasserfreiem Trichloräthylen suspendiert und 2, 9 ml (0, 025 Mol) Benzolchlorid unter R hren zugegeben und die Mi  sehung    eine Stunde bei Zimmertemperatur @ Dann gibt man 3, 1 ml (0, 025 Mol) vicinales   m-Xylidin zu und lässt über Nacht    stehen. Die Mischung wird dann mit überschüssiger verdünnter Natronlauge extrahiert und hernach die organische Phase mit  berschüssiger verdünnter Salzsäure ausgeschüttelt. Man gibt festes   Natriumhydroxyd    zur wässrigen Phase und extrahiert die sich   aus-      seheidende    ¯lige Substanz mit Äther.

   Die   orga-    nische Phase wird  ber   Kaliumkarbonat ge-      troeknet    und eingedampft. Nach Umkristallisieren   aus Petroläther erhält    man   p-Dimethyl-    amino-2, 6-dimethyl-propionanilid vom Smp.



  78, 5-79¯ C.



      Beispie1 6       4,    2   g    (0, 025 Mol) trockenes   feinpulveri-    siertes 1-piperidyl-essigsaures Natrium werden in 50 ml wasserfreiem   Triehlorä, thylen,    das 0, 2é wasserfreies Pyridin enthält, suspendiert. Nach Zugabe von 3, 05 ml  (0, 026 Mol)   Benzoylehlorid    wird die Mischung 2 Stunden bei   Zimmertemperatur ge-    rührt. Hernach werden 2, 85 ml (0, 026 Mol)   o-Toluidin    zugegeben und über Nacht stehengelassen. Dann wird die Mischung mit verdünnter Natronlauge extrahiert und hernach mit verdünnter Salzsäure. Zu der wässrigen Phase gibt man festes   Natriumhydroxyd    und extrahiert das sich ausseheidende Amin mit Äther.

   Die organische Phase wird über Kaliumkarbonat   getroclinet.    Nach Verdampfen des   Äthers erhält    man 4, 3 g Substanz vom Smp. 88, 5-91, 5¯ C (Rohausbeute   74"/o).   



  Durch Umkristallisieren aus Leichtpetroleum erhÏlt man reines a-1-Piperidyl-o-acettoluidid vom Smp 96-97¯C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von in mindestens einer o-Stellung substituierten Aniliden von am N disubstituierten co-Amino- karbonsäuren der Formel EMI3.1 in der R1-R4 Wasserstoff, Alkyl- oder Arylgruppen, Ru.
    veine Alkyl-oder Arylgruppe, R6 eine Alkylengruppe und R7 und R8 Alkyl- gruppen oder Kohlenwasserstoffreste, deren Kohlenstoffatome mit dem Stickstoffatom der Aminogruppe einen Ring bilden, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Anilin der Formel EMI3.2 mit einem gemischten Anhydrid aus einer am N disubstituierten Amino-karbonsä, ure der Formel EMI4.1 und einer aromatischen Säure umsetzt und das so entstandene substituierte Anilid von der aromatischen SÏure trennt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da dureh gekennzeichnet, daS3 man das Anilin direkt der Reaktionsmischung zusetzt, in wel- eher das gemischte Anhydrid gebildet wurde, ohne dieses zu isolieren.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als gemischtes Anhydrid das Anhydrid aus Diäthylaminoessigsäure und Benzoesäure verwendet.
    3. Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprüehen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Anilin vicinales m-Xylidin verwendet.
CH332656D 1953-11-10 1954-11-04 Verfahren zur Herstellung von Aniliden von am N disubstituierten w-Amino-karbonsäuren CH332656A (de)

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