CH332967A - Mehrwellige Gasturbinenanlage - Google Patents

Mehrwellige Gasturbinenanlage

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CH332967A
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Sulzer Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C9/00Controlling gas-turbine plants; Controlling fuel supply in air- breathing jet-propulsion plants
    • F02C9/16Control of working fluid flow
    • F02C9/20Control of working fluid flow by throttling; by adjusting vanes

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Description


  Mehrwellige     Gasturbinenanlage       Die Erfindung bezieht sich auf eine mehr  wellige     Gasturbinenanlage    mit einer Einrich  tung zur Leistungsregulierung, wobei die       hasturbinena.nlage    aus mindestens einer Ar  beit liefernden, mit konstanter Drehzahl lau  fenden     Vorschaltturbine    und mindestens  einer einen Verdichter treibenden     Nachschalt-          turbine    besteht, und der     Ausla.ss    mindestens  einer     Nachschaltturbine    an die Primärseite  eines     Wärmeaustauschers    angeschlossen ist,

    während der     Auslass    eines Verdichters an die  Sekundärseite     dieses        Wä.rmeausta.uschers    an  geschlossen ist, zwischen welcher Sekundär  seite des     Wärmeaustauschers    und dem Einlass  der     'Vorseha.ltturbine    eine Brennkammer an  geordnet ist, in die eine mit einem Regelorgan  versehene     Brennstoffzuführung    mündet.  



  Mehrwellige     Gasturbinenanlagen    sind in  grosser Zahl bekannt, z. B. aus La.     Technique     Moderne, März 1950, Seite 81,     Fig.    3c und 3d,  auch aus     the    Institution of     Meehanical          Engineers,    159 (1948) 41, 202,     Fig.11    Fall       1/HP;    2     SC/HP    und 2     CC/HP.     



  Derartige     Gasturbinenanlagen    zeichnen  sich durch Anordnung in Gruppen aus,  welche jeweils aus mindestens einer Turbine  und mindestens einem auf der gleichen Welle  sitzenden Verdichter beziehungsweise Nutz  leistungsempfänger bestehen.  



  Solche Gruppen nehmen jede für sich in  jedem Belastungszustand der     Anlage    eine be  stimmte Drehzahl an, in der die Anlage       thermodynamisch    im     Gleichgewicht    ist.    Interessanterweise gibt es, wie man     aus     der Literatur sieht, verhältnismässig     wenige     Anlagen, bei denen die     Vorschaltturbine     Nutzleistung abgibt. Viel häufiger wird diese  Turbine zum Antrieb des Verdichters für die  Verbrennungsluft herangezogen.

   Der Grund  liegt hauptsächlich darin, dass die zuerst ge  nannten Anlagen ein weniger stabiles Regel  verhalten zeigen und der Verdichter dadurch  leicht unter die     Pumpgrenze    gerät, während  die an zweiter Stelle genannten Anlagen ein  wesentlich stabileres Regelverhalten zeigen  und nicht so leicht     zum    Pumpen neigen.  



       Überhaupt    ergeben sich aus der Hinter  einanderschaltung     zweier        Maschinensätze    für  den Fachmann schwierige Regelaufgaben  wegen. .der verschieden verlaufenden Charak  teristiken der Hochdruck-     und    Niederdruck  gruppen, indem z. B. ein Betrieb mit Teillast  eine starke Verschiebung des Leistungsver  hältnisses der einzelnen Gruppen der Gesamt  anlage zur Folge hat.  



  Es müssen     also    besondere     Massnahmen    er  griffen werden, um dieser     Verschiebung    der       Leistungsverhältnisse    entgegenzuwirken, wo  für bereits eine Anzahl von Vorschlägen ge  macht worden sind.

   In der Literatur finden  sich bisher folgende Vorschläge zur Lösung  des Regelproblems:  a)     Zwischen    Hochdruckturbine     und        Nie-          derdruckturbine    befindet sich     .eine    zusätz  liche     Brennkammer,    durch welche der Nieder-           druckturbine    zusätzliche Energie     zugefährt     wird.     (Zum    Beispiel     DP    Nr.     9l6482.)     b) Dem Verdichter wird     Luft    aus einer  Zwischenstufe entnommen und diese durch  eine zweite Brennkammer in die Niederdruck  turbine geführt.

   (beispielsweise     DRP    Num  mer 736818.)  c) Die     Zusatzregelung    besteht aus     Bypal'a-          leitumgen    mit Regelorganen, durch welche ein  Teil des     Arbeitsmittels    vor der     Hochdruclc-          turbine        abgezweigt    und der Niederdruck  turbine zugeführt wird.

   (Beispielsweise     DRP          N        r.   <B>632316.)</B>  Bei all diesen     Vorschlägen    geht es im  Grunde     genommen    immer darum, die sich  verschiebende Leistungsrelation zwischen  erstem und zweitem Turbinensatz zu korrigie  ren.  



  Es wird jedoch nicht     berücksichtigt,    dass,  wenn ausschliesslich nur eine Korrektur der  Leistungsrelation der Turbine erfolgt, der  Verdichter bei Teillast wegen seiner bekann  ten     Druckvolumencha.rakteristik    sehr schnell  auf einen ausserordentlich     schlechten    Wir  kungsgrad     absinkt        und    bei     Unterschreiten     einer     gewissen        Durchsatzmenge    die Pump  grenze erreicht.

   Man kann daher mit den  bekannten     Regeleinrichtungen    - selbst wenn  die Regelaufgabe im grossen und ganzen ge  lingt - nicht. verhindern, dass die     Anlage    bei  Teillast sehr unwirtschaftlich arbeitet und  wegen der bekannten     Pumpgrenze    des Ver  dichters nicht unter eine bestimmte untere       Lastgrenze        heruntergeregelt    werden kann.  



  Den     Anla.ss        zui    der Erfindung gab daher  die Erkenntnis, dass die Schwierigkeiten der       Regelung    einer solchen Anlage mit Hilfe  einer besonderen Regelung, und zwar in Ver  bindung mit dem Verdichter, behoben werden       i    müssen, wobei es darauf ankommt, gerade im       Teillastbetrieb    einen möglichst     günstigen          Verdichterwirkungsgrad    beizubehalten.  



  Die     Erfindung    besteht demnach     darin,          da.ss    die     Anstellwinkel        wenigstens    .eines Teils  der Schaufeln des     Axialverdichters    verstell  bar sind, und die Schaufelwinkel des Axial  verdichters sowie das     Brennstoff-Regelorgan     der     Brennstoffzuführung    derart. gemeinsam    verstellt werden, dass die Regelstellungen  des     Brennstoffregelorgans    den Regelstellun  gen der     Verstellschauüeln    nach einer voraus  bestimmten Funktion     zugeordnet    sind.  



  Zum besseren Verständnis der     Erfindung     seien die Verhältnisse bei einer zweiwelligen  Anlage betrachtet, bei der voraussetzungs  gemäss die     Hochdruckturbine    einen Nutz  leistungsempfänger und die     Niederdruelz-          turbine    einen Verdichter antreibt. Es sei an  genommen, dass diese Anlage zunächst. in  ihrem Nennpunkt arbeitet. Eine geringe       Drosselung    der Brennstoffzufuhr bewirkt  eine     Absenkung    der     Eintrittstemperatur        der     Turbine, deren Leistung folglich abnimmt.  Der Verdichter läuft langsamer und fördert  eine geringere Luftmenge. Dabei sinkt der  Druck am Eintritt der Turbine.

   Dadurch  wird deren Leistung noch stärker herab  gesetzt, und weil das Druckverhältnis     Jer     Nieder     druckturbine    relativ stärker     absinkt,     erleidet sie einen grösseren Leistungsverlust.  Erst auf einer verhältnismässig kleinen Dreh  zahl findet die Anlage wieder einen Gleich  gewichtspunkt. Nun gerät aber ein     gewöhn-          licher        Verdichter        bereits        bei        70-80%        der     Nenndrehzahl sehr leicht ins Pumpen.

   Des  halb war es bisher unmöglich, einen Teillast  betriebspunkt einzustellen, der weniger als       etwa        60%        der        Nennluftmenge        erfordert..        An-          derseits    sinkt. aber die Luftmenge im Ver  hältnis zur Brennstoffmenge so stark ab,     rlass     trotz Drosselung der Anlage am Eintritt in  die     Hoehdruekturbine    die Temperatur kon  stant bleibt. oder sogar ansteigt. Damit sind  aber die     thermodi-namisehen    Bedingungen  für einen     guten        Teillastwirkumgsg-ra.d    gege  ben.  



  Mit der Erfindung ist es nun möglich,  eine Anlage mit verbessertem     Wirkungsgrad     zu bauen, welche ohne     Regelschwierigkeiten     und ohne     Pumpgefahr,    auch bei Teillast. be  trieben werden kann.  



  An sich sind Verdichter mit     einstellbaren     Schaufeln und ihre Eigenschaften bereits hin  reichend bekannt, siehe z. B. die schweize  rische Patentschrift     Nr.    288252. Man kommt  aber, wenn man die im Oberbegriff besehrie-           bene    Turbinenanlage ausschliesslich mit. der  Einstellung der Schaufeln des Verdichters  regeln wollte, zu einer untragbaren Verschie  bung der Leistungsrelation zwischen     Hoch-          druekturbine    und     Niederdruckturbine.    Daher  ist die ausschliessliche Verwendung solcher  verstellbarer Schaufeln an dem oder den  Verdichtern) zur Lösung der vorliegenden  Regelaufgabe völlig ungenügend.

   Erst in der  erfindungsgemässen Koppelung der Schaufel  verstellung mit der Brennstoffzuführung an  der     Brennkammer        führt    die Kombination be  kannter Massnahmen in einem bisher noch  nicht. bekannten Zusammenhang zu dem ge  wünschten Erfolg einer hervorragend     elasti-          sehen,    im Gesamtwirkungsgrad günstigen  und genügend breiten Regelung, der Gesamt  anlage.  



  Die technisch einwandfreie Lösung einer       bisher    nur sehr unvollkommen beherrschten  Regelaufgabe mittels einer bisher noch nicht  bekannten Kombination mit dem Erfolg,     da.ss     der     Gesa.mtwirktmgsä    ad einer bisher bei  Teillast verhältnismässig ungünstig arbeiten  den     Gasturbinenanlage    verbessert wird, stellt  aber eine beachtliche     Bereicherung    der Tech  nik dar.  



  Nachfolgend wird die Erfindung anhand  eines in der Zeichnung dargestellten Aus  führungsbeispiels näher     erläutert.     



  In der Zeichnung ist eine     zweiwellige    Gas  turbinenanlage dargestellt. Die     Vorscha.lt-          turbine    1 treibt den     Nutzleistungempfänger    2  -- hier einen elektrischen Synchrongenera  tor - über die erste Welle 3 an. Die Nach  sehaltturbine. 4 treibt über die     zweite        _'@Telle    5  den Verdichter 6 für die Verbrennungsluft  an. Die Drehzahlen der beiden Wellen sind  völlig unabhängig voneinander, und die Dreh  zahl der Welle 5 stellt. sich selbsttätig derart  ein,     da.ss    die Anlage im Gleichgewicht ist.

   Im  Betrieb tritt die Verbrennungsluft mit     atmo-          sphä.risehen    Druck bei 7 in den     Verdichter    6  ein und gelangt nach der Verdichtung und  nach einer     Vorwä.rmung    im     Rekuperator    8 in  die Brennkammer 9, welcher ausserdem über  die mit einem Ventil 10 ausgerüstete Leitung  11 Brennstoff zugeführt wird. Der Brenn-         stoff    kann flüssig oder fest sein; er kann  auch gasförmig sein und mittels eines beson  deren     Brenngasverdichters    gefördert werden.

    Wenn der     Brenngasverdichter    in ähnlicher  Weise wie der     Verbrennungsluftverdichter    6  angetrieben     wird,    beispielsweise ebenfalls  durch die     Nachschaltturbine    4,     wird    man  auch ihn mit verstellbaren Schaufeln aus  rüsten, weil     die    gleichen Überlegungen wie  für den parallel arbeitenden Verdichter 6  gelten.

   Das durch die Verbrennung des  Brennstoffes in der Luft entsprechende heisse  Arbeitsmittel durchströmt unter     teilweiser     Entspannung die     Vorschaltturbine    1 unter  weiterer Entspannung die     Nachschaltturbine     4, um schliesslich unter Wärmeabgabe im Re  kuperator 8 die Anlage zu verlassen.  



       Mittels    einer     Verstellvorrichtung    12 kön  nen über einen Mechanismus 13 die     Leit-          schaufeln    wenigstens der ersten Stufe des  Verdichters 6 verstellt und dem jeweiligen  Betriebszustand angepasst werden. Gleichzei  tig mit der Verstellung der Leitschaufeln er  folgt über die Impulsleitung 14 eine Beein  flussung des Ventils 10 in der Brennstoff  zufuhrleitung 11. Auf diese Weise kann eine  genaue Zuordnung zwischen der jeweiligen  Brennstoffzufuhr und der Stellung der     Leit-          schaufeln    des Verdichters erreicht werden.  



  Die in der Zeichnung dargestellte Zwei  wellenanlage ist lediglich als Beispiel anzu  sehen. Bei einer     grösseren        Anzahl        hinterein-          andergeschalteter    Turbinen können     diese    ent  weder zu mehreren auf einer Welle sitzen und  den     Nutzleistungsempfänger    beziehungsweise  den Verdichter antreiben. Jede Turbine kann  aber auch auf einer eigenen Welle angeordnet  sein, so dass der     Verdiehter    in mehreren  Gruppen     unterteilt    und jede Gruppe von  einer eigenen Turbine angetrieben oder Nutz  leistung über verschiedene Wellen abgegeben  werden kann.

   Alle diese Anlagen fallen in  den Rahmen der Erfindung, sofern die Tur  bine höchstens Drucks Nutzleistung     abgibt     und sofern der oder die     Verdiehter    Einrich  tungen zur     Verstellung    der     Schaufehvinkel     bei Teillast aufweisen und bestimmten Regel  stellungen des     Brennstoffregelorgans    be-      stimmte Regelstellungen der     Verstellschäu-          feln    zugeordnet sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Mehrwellige Gasturbinenanlage mit einer Einrichtung zur Leistungsrebggulierung, wo bei die Gasturbinenanlage aus mindestens einer Arbeit liefernden, mit konstanter Dreh zahl laufenden Vorsehaltturbine und min destens einer einen Verdichter treibenden Nachschaltturbine besteht, und der Ausla.ss mindestens einer Nachschaltturbine an die Primärseite eines Wärmeaustauschers ange schlossen ist,
    während der Auslass eines Ver dichters an die Sekundärseite dieses Wärme- austauschers angeschlossen ist, zwischen wel cher Sekundärseite des Wärmeaustauschers und dem Einlass der Vorschaltturbine eine Brennkammer angeordnet ist., in die eine mit einem Regelorgan versehene Brennstoff- zuführung mündet, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Anstellwinkel wenigstens eines Teils der Schaufeln des Ahialverdichters verstell bar sind,
    und die Schaufelwinkel des Axial verdichters sowie das Brennstoff-Regelorgan der Brennstoffzuführung derart. gemeinsam verstellt werden, dass die Regelstellungen des Brennstoffregelorgans den Regelstellungen der Verstellschaufeln nach einer voraus bestimmten Funktion zugeordnet sind.
CH332967D 1955-04-05 1955-04-05 Mehrwellige Gasturbinenanlage CH332967A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1258193B (de) * 1962-12-11 1968-01-04 Bbc Brown Boveri & Cie Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinenanlage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1258193B (de) * 1962-12-11 1968-01-04 Bbc Brown Boveri & Cie Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinenanlage

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