CH333502A - Verfahren zur Herstellung organischer Säurechloride - Google Patents

Verfahren zur Herstellung organischer Säurechloride

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CH333502A
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thionyl chloride
dimethylformamide
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Rudolf Dr Mory
Ernst Dr Stoecklin
Max Dr Schmid
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Ciba Geigy
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/58Preparation of carboxylic acid halides
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung organischer Säurechloride
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur   Herstellmg    von Säureehloriden aus Thionylehlorid (SOCl2) und organisehen Sauren, insbesondere aus solchen orga  nisehen    Säuren, die schwer in ihre Chloride   ül) erfühlbar    sind. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man organische Säuren, insbesondere solehe, die in ihre Chloride schwer zu überführen sind, wie die   Sulfon-    säuren, mit Thionylehlorid in Gegenwart von   Ameisensäureamiden umsetzt,    deren Amid  stiekstoffatom    sich von einem sekundären. vorzugsweise aliphatischen oder   heteroeycli-    schen Amin ableitet.



   Es kommen hierbei vor allem sol. che organische Säuren in Betraeht, die bisher nur mit Phosphorchloriden in Säureehloride überge  führt    werden konnten, oder Säuren, die mit Thionylchlorid allein schwer, das   hei#t    erst bei erhöhter Temperatur oder bei längerer   Hinwirkung oder nur    in unbefriedigender    Ausbeute und/oder unter Bildung von Neben-    produkten reagieren. Als solche sind orga   nisehe Carbonsäuren und vorzugsweise Sul- fonsäuren der verschiedensten Klassen zu    erwähnen, wie gesättigte oder ungesättigte,   uHphatische Mono-oder Dicarbonsäuren,    z. B.   



  Stearinsäure, Ölsäure, Adipinsäure, aroma-    tische oder heterocyclische Carbonsäuren, wie Pyridinearbonsäure, 2, 3-Oxynaphthoesäure, Arylthioglykolsäuren, z. B. die   Naphthalin- -    thioglykolsäure, ferner Sulfonsäuren, wie Methan- oder Äthansulfonsäure, Anthrachinonsulfonsäuren, z. B. die   Anthrachinon-2-sul-      fonsäure,    die   4-Brom-anthrachinon-2-sulfon-    säure, Benzol-und Naphthalinsulfonsäuren, z. B.

   Naphthalin-2-sulfonsäure, 1-Methyl-ben  zol-4-sulfonsäure    und Benzolsulfonsäure, insbesondere aber Farbstoffmono-oder-dicarbonsäuren,   Farbstoffmono-oder-polysulfon-    säuren und   Farbstoffearbonsäuresulfonsäuren,    vor allem solche Monoazofarbstoffearbon-oder   -sulfonsäuren,    die durch Kupplung von Naphthalin-oder Benzoldiazoverbindungen mit Kupplungskomponenten der   versehiedensten    Klassen, wie Phenolen, Naphtholen, Pyrazolonen, Acylessigsäureamiden usw., erhältlich sind, zu erwähnen.

   Als solche   Monoazofarb-      stoffsäuren    seien diejenigen erwähnt, die zum Beispiel aus diazotierten Anilinderivaten, wie Toluidin, 2-Chlor-anilin, 4-Chlor-2-methyl-ani   lin, 2-Chlor-3-methyl-anilin, 2-Methoxy-4-ehlor-    5-methyl-anilin, 4-Chlor-3-amino-benzoesäure, 3-Nitro-4-amino-benzoesäure, m-oder p-Aminobenzoesäure und   Acetessigsäureanilid-carbon-    säuren,   Naphtholcarbonsäuren,    wie den 2, 3   Oxynaphthalinearbonsäuren, Pyrazolonear-      bon-oder-sulfonsäuren,    z. B. der 1-Phenyl-5  p-razolon-3-carbonsäure    oder   1-Phenyl-3-me-    thyl-5-pyrazolonsulfonsäuren, sowie Oxynaphthalinsulfonsäuren durch   Kupplung erhält-    lich sind.

   Anstelle der Ausgangssulfonsäuren können auch deren Salze, insbesondere deren Alkalisalze, verwendet werden. Der Umstand, dass solche Säuren sowohl in freier Form wie auch als Salze gleicherweise für das vorliegende Verfahren verwendet werden können, ist für viele   Zweeke    sehr vorteilhaft.



   Als   Ameisensäureamide,.    deren   Amidstick-    stoffatom sich von einem sekundären, vorzugsweise aliphatischen oder heterocyclischen Amin ableitet, kommen beim vorliegenden Verfahren vor allem Ameisensäureamide, deren   Amidstickstoffatom    einerseits an die   ISCO-Grllppe    und anderseits an zwei   Alkyl-    gruppen gebunden sind, die gegebenenfalls zu einem Ring geschlossen sind, der ein weiteres Heteroatom, vorzugsweise ein Sauerstoffatom, enthalten kann, in Betracht. Als solehe Ameisensäureamide kommen zum Beispiel das Ameisensäuremorpholid oder das Ameisen  säurepiperidid,    insbesondere aber Ameisen  säuredialkylamide,      zwcckmä#ig    solche, die zwei niedrigmolekulare Alkylgruppen enthalten, wie z.

   B. Ameisensäure-dimethyl-oder -diäthylamid, in Betracht. Die Menge des zu verwendenden Formamids kann zwischen sehr weiten Grenzen variiert werden, wobei die Umsetzung gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungsmitteln vorgenommen wird. So kann man zum Beispiel die verwendete Säure in Di  methylformamid    lösen oder suspendieren und die theoretische Menge oder einen   Überschu#      an Thionylehlorid    zugeben.

   Es ist aber auch   moglich md    in gewissen Fällen vorteilhaft, die zu verwendende Säure in Thionylchlorid oder in einem gegen Säurechloride indifferenten Lösungsmittel, wie Benzol, Chlorbenzol, Dioxan, Toluol, Nitrobenzol, Xylol   usw.,    vor  zulegen,    der erhaltenen Lösung oder Mischung einen Überschuss oder ein Äquivalent (auf die Säure berechnet) oder sogar weniger, z. B. nur 0, 05 bis 0, 1 Äquivalent eines Ameisensäureamids der angegebenen Art, zuzugeben und in dieser Reaktionsmischung die Umsetzung mit Thionylehlorid vorzunehmen.



   Die Menge des zu verwendenden   Thionyl-    clilorids kann ebenfalls zwischen weiten Grenzen variiert werden. Mit Vorteil verwendet man aber ungefähr die für die Überführung der Ausgangssäure in das Chlorid   theoretiseh    erforderliche Menge Thionylehlorid oder einen   kleinen Übersehuss.   



   Die Umsetzung kann in der Wärme   durch-    geführt werden, z. B. bei Kochtemperatur des
Reaktionsgemisches, oder bei wesentlieh tie    feren    Temperaturen. Wird die Reaktion in    Dialkylformamid    allein durehgeführt, so tritt meistens sehon bei   gewöhnlieher    Temperatur sehr leicht ohne   äusserliehe Wärmezufuhr Re-    aktion unter Selbsterwärmung des Gemisches ein, so dass es gar nieht notwendig ist, das
Reaktionsgemisch zu erwärmen. Gewöhnlich ist die Umsetzung in sehr kurzer Zeit fertig, und die entstandenen Säurechloride können nach an sieh bekannten Methoden isoliert wer den. Sie können auch ohne Isolierung direkt in der   Reaktionsmisehung    zu weiteren Reak tionen verwendet, z.

   B. mit Amino-oder Oxy verbindungen zu Amiden oder Estern konden siert werden. Die nach vorliegendem Verfah ren erhältliehen Benzol-oder   Naphthalinthio-       glykolsäurechloride können    zum Beispiel mit    ringschliessenden    Mitteln, wie Aluminium oder Eisenhalogeniden,   naeh    an sich bekann ten Methoden, gegebenenfalls ohne Isolierung, aus dem Chlorierungsgemiseh in die entspre    chenden    Oxythionaphthene übergeführt wer den. Die Anwesenheit von   Formamiden der    angegebenen Art ist sogar für diese Reaktion günstig, indem man die gebildeten   Oxythio-    naphthene sehr rein und in sehr guten Aus beuten erhält.

   Diese Behandlung der gemäss vorliegendem Verfahren   erhaltenen Benzol-    oder   Naphthalinthioglykolsäurechloride    mit ringsehliessenden Mitteln wird zweckmässig in der Wärme, z. B. bei 40 bis   100 ,    vorzugsweise in indifferenten Lösungsmitteln,   vorgenom-    men.



   Mit sehr guten Ausbeuten werden gemäss vorliegendem Verfahren   organisehe Säuren,    selbst diejenigen, die schwer in ihre Chloride  überführbar sind, bei gewöhnlicher Tempera tur sehr leicht oder in der Wärme in kür zerer Zeit mittels des technisch leicht zu hand    habenden    Thionylehlorids in Säureehloride umgewandelt. Sogar organisehe Säuren, die neben der in die Säureehloridgruppe   überzu-    führenden Säuregruppe noeh andere mit  Thionylchlorid reaktionsfähige Substituenten,. wie Hydroxylgruppen, aufweisen, können naeh vorliegendem Verfahren selektiv in die   Säureehloride übergeführt    werden, ohne dass der reaktionsfähige Substituent angegriffen wird, wenn man die Thionylchloridmenge und die Reaktionsbedingungen entsprechend wählt.



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in   Celsius-    grades   augegeben.   



   Beispiel 1    37,    2 Teile der Farbsäure, die man durch Kuppeln von diazotiertem   1-Amino-4-methyl-    benzol mit   1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-4'-    sulfonsäure erhält, werden in 150   Volumtei-    len Dimethylformamid mit 35, 5 Volumteilen   Tliionylehlorid    versetzt. Die Reaktionsmischung wandelt sich unter sehr starker   Selbst-    erwärmung in eine Suspension von   rechteeki-      gen Plättehen    um. Man filtriert das Kristallisat nach dem Erkalten ab und wäscht es mit kaltem   Wasservollständigsäure-undlösungs-      mittelfrei.    Die Ausbeute des   Farbstoffsulfon-    säurechlorids beträgt gegen 90% der theoretischen.



   Beispiel 2    40,    45 Teile des Farbstoffes, den man durch Kupplung von diazotierter 1-Amino  2-nitro-benzol-4-earbonsänre    mit   1-Acetonace-      tylamino-2-chlor-benzol    erhält, werden in 250   Volumteilen    Chlorbenzol vorgelegt. Zur vollständigen Entwässerung des Gemisehes destilliert man 50 Volumteile der Flüssigkeit ab.



  Nach dem Erkalten gibt man 3, 9 Volumteile Dimethylformamid, dann 8, 5 Volumteile Thio  nylehlorid zu und erwärmt    die Mischung anschliessend während 15 Minuten im Bad auf 135 bis 140 . Naeh dem Erkalten wird das in sehr guter Ausbeute angefallene Farbstoffearbonsäurechlorid abfiltriert, mit Petrol äther gewaschen und getrocknet. Es stellt ein g gelbes Pulver dar.



   Beispiel 3    46,    1 Teile Farbsäure, die man durch Kuppeln von diazotierter 1-Amino-4-methylbenzol  5-stllfonsäure    mit 2, 3-Oxynaphthanilid erhält, werden wie in Beispiel   1    beschrieben in Dimethylformamid mit Thionylehlorid behandelt. Naeh der Aufarbeitung liegt das   Sulfon-    säureehlorid des   Ausgangsfarbstoffes    in guter Ausbeute als rotes Kristallpulver vor.



   Beispiel 4
40, 2 Teile der Farbsäure, die man durch Kuppeln von diazotierter   4-Amino-benzoe-    säure mit   1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-4'-    sulfonsäure erhält, werden wie in Beispiel   1    beschrieben in Dimethylformamid mit Thionylchlorid behandelt. Man erhält nach der Aufarbeitung in nahezu   quantita-    tiver Ausbeute das Dichl. orid der Ausgangsfarbsäure als gelbes Kristallpulver.



   Beispiel   5   
20 Teile des Farbstoffes, den man durch Kuppeln von diazotierter 1-Amino-benzol-4sulfonsäure mit   1-Aeetoacetylamino-2-chlor-    benzol erhält, werden in trockenem Zustand in 150 Volumteilen Dimethylformamid aufgenommen und mit 17, 8 Volumteilen Thionylchlorid versetzt. Dabei wandelt sich das Ge  misch unter    starker Selbsterwärmung in eine Suspension von geraden Nadeln um. Nach dem Erkalten, Abfiltrieren und Waschen mit Wasser liegt das Sulfonsäurechlorid als blass  grüngelbes    Pulver vor.



   Beispiel 6
Geht man von 40, 7 Teilen des Farbstoffes, den man durch Kupplung von diazotiertem   l-Amino-2-methyl-5-chlorbenzol    mit 1-Phenyl   3-methyl-5-pyrazolon-4'-sulfonsäure erhält, 150    Volumteilen Dimethylformamid und 35, 5 Volumteilen Thionylchlorid aus und verfährt sonst wie in Beispiel 5 angegeben, so erhält man ein aus krummen,   haarförmigen    Nadeln bestehendes Sulfonsäurechlorid (Ausbeute :   90 ouzo    der Theorie.



   Beispiel 7
37, 05 Teile, das heisst 1/10 Mol des Farbstoffes, den man durch Kupplung der 2, 3 Oxynaphthoesaure mit diazotierter 4-Chlor-3aminobenzoesäure erhält, werden in gut ge  trocknetem.    Zustand in 350 Volumteilen Chlor benzol vorgelegt und mit 0, 8 Volumteilen, das heisst 1/100 Mol Dimethylformamid (1/20 Äquivalent berechnet auf   Farbstoffdicarbonsäure)    und 15, 6 Volumteilen Thionylehlorid versetzt.



  Dann erwärmt man das Gemisch während 3 Stunden auf 60 bis 70 , erhöht dann die Temperatur im Verlauf von einer Stunde bis zum kräftigen Sieden des Chlorbenzols und hält noch 10 Minuten in diesem Zustand. Nach dieser Zeit ist die Bildung des Dichlorids des Ausgangsfarbstoffes praktisch quantitativ vollzogen.



   Beispiel   8   
Zu einer   Losung    von 20, 8 Teilen wasserfreier 2-Naphthalinsulfonsäure in 100 Volumteilen Dimethylformamid giesst man 35, 5 Volumteile Thionylchlorid. Dabei findet kräftige Selbsterwärmung statt. Nach dem Erkalten wird das Reaktionsgemisch auf Eis ausgetragen, das ausgefallene 2-Naphthalinsulfonsäurechlorid abfiltriert, mit Wasser säurefrei gewaschen und im Vakuum getrocknet.   Aus-      becte    :   9511/o.    der Theorie.



   Beispiel 9
18,   8    Teile scharf getrockneter Farbstoff, den man durch Kupplung von diazotiertem   1-Amino-2-methyl-5-chlorbenzol    mit 2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure erhält, werden in 80 Volumteilen Dimethylformamid vorgelegt, dann mit 4, 5 Volumteilen Thionylchlorid versetzt. Unter Selbsterwärmung des Gemisches   auf etwa 40     findet unter starker   Verdickung    eine rasche Umwälzung zu einem feinnadeligen Kristallisat statt. Nach 5 Minuten gibt man Eis zu, filtriert das Produkt und wäscht es mit verdünnter Natriumchloridlosung säurefrei. Im Vakuum bei 50 bis 60  getrocknet, stellt das   Farbstoffsulfochlorid    ein   gelbrotes    Pulver dar, welches aus Chlorbenzol in pris  matischen    Nadeln kristallisiert.



   Beispiel 10
17,2 Teile   p-toluolsulfonsaures    Natrium werden in 60 Volumteilen Dimethylformamid vorgelegt und mit 9 Volumteilen   Thionylchlo-    rid versetzt, wobei schwache Erwärmung eintritt. Nach 10 Minuten trägt man auf Eis aus,   nutseht    das kristallisierte Sulfochlorid und wäscht es mit Wasser säurefrei. Eine auf Ton getrocknete Probe schmilzt bei   64    bis 65    Durch viertelstündiges Erwärmen des    Chlorides mit einem Gemisch von 100 Volumteilen   'Tasser und    50 Volumteilen 25% iger Ammo  niaklosung auf    90 bis 100 erhält man das   p-Toluolsulfamid    in über   80"/oiger Ausbeute.   



   Beispiel 11
11, 5 Teile 2-naphthalinsulfonsaures Natrium werden in   20    Volumteilen   Dimethyl-    formamid vorgelegt und mit 4, 5 Volumteilen   Thionylehlorid    versetzt, wobei schwache Erwärmung und Lösung eintritt. Nach 5 Minuten trägt man auf Eis aus, filtriert das aus   gefallene Produkt ab, wäscht es mit Wasser    säurefrei und trocknet es im Vakuum bei 40 bis 50 . Die   Ausbeute an 2-Naphthalinsulfo-    chlorid ist praktisch   quantitativ. Sehmelz-    punkt 73 bis   74 .   



   In ähnlieher Weise wie in diesem Beispiel beschrieben kann man, ausgehend von 4-Brom benzoesäure, von Stearinsäure oder von Pyri  din-3-earbonsäure, zu    den Lösungen der   ent-      spreehenden      Säureehloride    in Dimethylformamid gelangen. Im Falle der   4-Brom-benzoe-    säure wird die Reaktionsmischung vorteilhaft kurze Zeit zusätzlich auf   60    bis 70  erwärmt.



      Beispie1 12   
Zu einem Gemisch   von 23 Teilen 2-naph-    thalinsulfonsaurem Natrium, 30 Volumteilen Chlorbenzol und 7, 8 Volumteilen   Dimethyl-    formamid gibt. man 7,   8      VolumteileThionyl-      ehlorid.    Dnreh fünfminutiges Erwärmen des Gemisches auf 60 bis 65  erhält man eine Losung, die nach Zutropfen von   18    Volumteilen Anilin und anschliessender Aufarbeitung das 2-Naphthalinsulfonsäureanilid in   nahezu quan-      titativer Ausbeute    mit einem Schmelzpunkt von   126    bis   128,      5     liefert.



   Nimmt man anstelle   von 23 Teilen 2-naph-    thalinsulfonsaurem Natrium im vorliegenden Beispiel 15, 65 Teile 4-Chlor-benzoesäure, erwärmt naeh dem Thionylehlorid-Zusatz eine halbe Stunde auf 55 bis 60 , kondensiert mit 27, 3 Volumteilen Anilin und verfährt sonst gleich wie angegeben, so erhält man in 85pro  zentiger Ausbeute    das 4-Chlor-benzoesäureanilid vom Schmelzpunkt 192 bis   193     als weisses Pulver.



   Geht man von 50, 1 Teilen   4-Nitro-benzoe-    säure, 160 Volumteilen Chlorbenzol, 2,   4    Vo  lumteilen Dimethylformamid    und 22,   4      Volum-    teilen Thionylehlorid aus, erwärmt eine halbe Stunde im Bad auf 90 bis   95     und konden  sien t    mit überschüssigem Anilin, so erhält man in ebenfalls sehr guter Ausbeute das 4-Nitrobenzoesäure-anilid vom Schmelzpunkt 206 bis 209 .



   Zu einer Lösung von 1-Nitro-anthraehinon-2-carbonsäurechlorid gelangt man durch   einstündiges    Erwärmen des Gemisches von 37,   5    Teilen   1-Nitro-anthrachinon-2-carbon-    säure, 300 Volumteilen Nitrobenzol, 0, 65 Volumteilen Dimethylformamid und 12   Volum-      teilen Thionvlehlorid auf 1. 0    bis   115 .   



   Beispiel 13
Zu einem Gemisch von 18, 8 Teilen 2, 3 Oxynaphthoesäure, 30 Volumteilen   Chlorben-    zol und 7, 8 Volumteilen Dimethylformamid werden 7, 8 Volumteile Thionylehlorid gegeben. Dabei findet schwache Erwärmung statt.



  5 Minuten nach Zugabe kühlt man von   an#en    mit Eis und tropft nach weiteren 5 Minuten im Verlaufe von 10 Minuten 27, 3 Volumteile Anilin zu, wobei man durch   zeitweiliges    kühlen dafür sorgt, dass die Innentemperatur   nichtüber50 steigt.    10 Minuten nach der   Anilinzugabe    gibt man Eiswasser zu und stellt das Gemisch durch Zugabe von   konzentrier-      ter Salzsäure kongosauer.    Dann nutscht man, wäscht zur Entfernung von Chlorbenzol mit   Äther, schliesslich ausgiebig    mit heissem   Was-    ser und trocknet das Produkt im Vakuum bei 50 bis   60 .    Das fast farblose Pulver schmilzt   bei 236 bis 237  und zeigt    im Gemisch mit 2,

   3   OxynaphthaniUd keine Schmelzpunktsdepres-    sion.



   Beispiel   14   
115, 5 Teile Naphthalin-2-thioglykolsäure werden in einem Gemisch von   245      Volum-    teilen Chlorbenzol und 4, 1 Volumteilen Di  methylformamid vorgelegt und mit 39, 4    Volumteilen Thionylehlorid versetzt. Dann erwärmt man 15 Minuten auf 55 bis   60     und entfernt anschiessend aus der entstandenen Lösung durch Einblasen von trockener Luft bei gleicher Temperatur die Hauptmenge der Abgase. Die Lösung des Chlorids wird anschliessend in 30 Minuten zu einer auf 70 bis 72  erwärmten Suspension von 73 Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid in 450   Volum-    teilen Chlorbenzol getropft und noch eine Stunde bei 70 bis 72  gehalten.

   Dann trägt man das Reaktionsgemisch auf Eis aus, destilliert das Chlorbenzol mit Wasserdampf unter   ermindertem    Druck ab und isoliert den   R : iickstand durch    Filtration. Das auf diese Weise erhaltene 2, 1-Naphththioindoxyl ist sehr rein und fällt in praktisch quantitativer Ausbeute an.



   In ähnlicher Weise werden die 8-Chlor  naphthalin-1-thioglykolsäure,    die 2-Chlor-1  methyl-benzol-4-thioglykolsäure,    die 2, 4-Di  chlor-1-methyl-benzol-5-thioglykolsäure,    die 2 Chlor-1, 4-dimethyl-benzol-5-thioglykolsäure, die 4-Chlor-2-methyl-benzol-1-thioglykolsäure und die 3-Chlor-benzol-1-thioglykolsäure mit ebenso gutem Erfolg in die entsprechenden   Naphththioindoxyle    bzw. Oxythionaphthene übergeführt, wenn man entsprechende Mengen dieser Säuren anstelle der angegebenen 115, 5 Teile   Naphthalin-2-thioglykolsäure    verwendet.



   Beispiel 15
27, 4 Teile des Farbstoffes, den man durch Kuppeln der 2-Oxy-naphthalin-3, 6-disulfonsäure mit diazotiertem 1-Amino-2-methyl-4  chlor-benzol    erhält, werden in 150 Volumtei  len    Chlorbenzol vorgelegt und durch Abdestillieren von 50 Volumteilen Flüssigkeit vollständig entwässert. Dann gibt man kalt 9,   4    Volumteile Dimethylformamid und 10, 2 Volumteile Thionylehlorid zu und erwärmt das Gemisch eine halbe Stunde auf 70 bis   80 .   



  Nach dem   Wiedererkalten    des Gemisches kann das Dichlorid des   Ausgangsfarbstoffes    in üblicher Weise und in guter Ausbeute als rotes, aus Benzol   umkristallisierbares    Kristallpulver isoliert werden. 



   Unter Einhaltung gleicher   molarer Ver-      hältnisse    können in analoger Weise die Dibzw.   Trisulfochloride    der aus diazotiertem 1-Amino-3-chlor-benzol bzw. diazotierter   1-    Aminobenzol-4-sulfonsäure bzw. diazotierter    2-Amino-1, 1'- diphenyl-sulfon-4-sulfonsäure    durch Kupplung mit   2-Oxy-naphthalin-    3, 6-disulfonsäure   erhältliehen    Farbstoffe dargestellt werden.



   Beispiel 16
50 Teile Isophthalsäure werden in 50 Volumteilen   o-Dichlorbenzol    mit 2, 4 Volumteilen Dimethylformamid, dann mit   43    Volumteilen   Thionylehlorid    versetzt. Man erwärmt das Gemisch eine Stunde auf 70 bis   80 ,    gibt dann wieder 7 Volumteile und nach einer weiteren Stunde nochmals 7 Volumteile Thionylehlorid zu. Nach insgesamt   2t/2stündigem    Erwärmen liegt eine Lösung vor, die das   Isophthalyl-    ehlorid in der Theorie   entspreehender    Menge enthält.



   In gleicher Weise wurde Terephthalsäure in   Terephthalylchlorid    übergeführt.



   Beispiel 17
Eine Lösung von Adipinsäuredichlorid erhält man durch   halbstündiges    Erwärmen eines Gemisches von 29, 2 Teilen Adipinsäure, 50 Volumteilen Chlorbenzol, 3, 1 Volumteilen Di  methylformamid und 31, 3    Volumteilen   Thio-      nylehlorid    auf 20 bis   40 .   



   Beispiel 18
Eine Lösung von Methansulfochlorid erhält man durch   halbstündiges    Erwärmen eines Gemisches von   40,      2    Teilen methansulfonsaurem Kalium, 100 Volumteilen Chlorbenzol, 2,   @    Volumteilen Dimethylformamid und   23,      4    Volumteilen Thionylchlorid auf 70   bis S00.   



   Beispiel 19
Eine Lösung von   Ölsäureehlorid erhält    man durch   Zusammengiessen von 28, 2 Teilen    Ölsäure, 30 Volumteilen Dimethylformamid und 8, 5 Volumteilen   Thionylehlorid.   



   Beispiel 20
Durch   fünfminutiges    Erwärmen eines Gemisches von 10,   4    Teilen der   Disazofarbstoff-    dicarbonsäure, die man durch   Kupplung von    diazotierter 6-Chlor-3-amino-benzol-1-carbonsäure mit   1-Amino-5-methyl-2-methoxy-benzol,    abermaliges Diazotieren des so erhaltenen Aminomonoazofarbstoffes und Kuppeln mit   2,    3-Oxynaphthoesäure herstellen kann, 300 Volumteilen Chlorbenzol, 3, 3 Volumteilen Di   methvlformamid und 14, 2 Volumteilen Thio-    nylchlorid auf 135  erhält man eine Suspension,

   die das entsprechende   Disazofarbstoff-      dicarbonsäuredichlorid    in praktiseh   quantita-      tiver Ausbeute    in Form von blauen Nadeln enthält.



   In ähnlieher Weise werden aus den Disazofarbstoffen der Formeln
EMI6.1     
 
EMI7.1     
 die entsprechenden Carbonsäuredichloride er  haltes.   



   Beispiel 21
Zu einer trockenen Suspension von   138      Teilen 2-naphthalinsulfonsaurem Natrium    in 200 Volumteilen Chlorbenzol gibt man bei 70  4,8 Volumteile Dimethylformamid, tropft   dann.    im Verlauf von 5 Minuten 44, 8 Volumteile Thionylchlorid zu und hält das Gemisch   ansehliessend    noch   25 Minuten    bei 70 bis   75 .   



     Nach dieser    Zeit enthält die durch Natrium  chlorid getrübte Losung    das   2-Naphthalinsul-    fonsäurechlorid in praktisch quantitativer Ausbeute.



   Anstelle von Chlorbenzol wird mit praktisch gleich gutem Erfolg auch Benzol, Toluol, Xylol, Dioxan und Nitrobenzol verwendet.



   Behandelt man in gleicher Weise eine äqui  valente 3Tenge von benzolsulfonsaurem    Natrium, so gelangt man mit ebenfalls   vorzüg-       licher Ausbeute zum Benzolsulfonsäurechlorid.   



   Ähnliche Resultate werden erhalten, wenn das Dimethylformamid durch eine äquivalente Menge   Diäthylformamid, N-Formyl-piperidin    oder   N-Formyl-morpholin ersetzt    wird.



   Beispiel 22
Zu einer troekenen Suspension von 52, 9 Teilen 8-chlornaphthalin-l-sulfonsaurem Natrium in 80 Volumteilen Chlorbenzol gibt man bei 70  1, 6 Volumteile Dimethylformamid und 14,   2 Volumteile Thionylehlorid. Man hält    das Gemisch bei   70    bis 80  und gibt in einstündigen Abständen noch zweimal je 0, 7 Volumteile Thionylehlorid zu. Eine Stunde nach der letzten Zugabe enthält die durch Salze   getrübte    Lösung das   8-Chlornaphthalin-7¯-sul-      fonsäurechlorid    in fast theoretischer   Aus-    beute.



   Zu ebenfalls guten Resultaten   hinsichtlieh      Sulfochloridbildung    gelangt man, wenn man anstelle von 8-chlornaphthalin-1-sulfonsaurem Natrium 47 Teile   4-methoxy--1-cyan-benzol-2-    sulfonsaures Natrium oder 49, 8 Teile 4-äthoxy1-eyan-benzol-2-sulfonsaures Natrium oder 50, 7 Teile 4-chlor-6-methyl-l-eyan-benzol-2-sulfonsaures Natrium. verwendet und im übrigen wie oben angegeben verfährt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Säurechlo- riden, dadurch gekennzeichnet, dass man eine organische Säure mit Thionylehlorid in Gegenwart eines von einem sekundären Amin abgeleiteten Ameisensäureamids umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da# man die Umset ? ung in Gegenwart eines Ameisensäureamids vornimmt, dessen Stickstoffatom an zwei Al kylgruppen gebunden oder Glied eines gesät- tigten, heterocyclischen Ringes ist.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da# man höchstens eine äquivalente Menge an Dimethylformamid verwendet.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine organisehe Farbstoffsäure als Ausgangsstoff wählt.
    4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine organische Sulfonsäure oder ein Alkalisalz einer solchen als Ausgangsstoff wählt.
    5. Verfahren gemäss Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Arylthio- glykolsäure als Ausgangsstoff wählt.
    6. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart eines organischen, gegen Säureehloride indifferenten Lösungsmittels vornimmt.
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