CH333521A - Verfahren zur Herstellung härtbarer, aluminiumhaltiger Phenolharze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung härtbarer, aluminiumhaltiger Phenolharze

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CH333521A
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aluminum
phenolic resins
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Felix Dr Schlenker
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Albert Ag Chem Werke
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren-zur    Herstellung      härtbarer,      aluminiumhaltiger      Phenolharze   Es sind zahlreiche Verfahren zur Herstellung von    Phenolharzen   durch Kondensation von Phenol oder seinen Homologen mit Aldehyden oder    Ketonen   bekannt. Ebenso    zahlreich   sind die bekannten Verfahren zur Herstellung    plastifizierter   sowie modifizierter    Phenolharze   als auch von    Alkyl-   und    Ter-      penphenolharzen.   



  Allen bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von    Phenolharzen   jeder Art liegen Komponenten rein organischer Natur    zugrunde.   



  Es    wurde   nun gefunden, dass man    härt-      bare,      aluminiumhaltige      Phenolharze   mit besonderen Eigenschaften herstellen kann, wenn statt. Phenol    Aluminiumphenolat   als eine der    Umsetzungskomponenten   verwendet wird. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird derart gearbeitet, dass man    Aluminiumpheno-      late,   die reaktive    Kern-H-Atome   aufweisen, mit Aldehyden oder    Ketonen   unter    Erhit-      zinig   unter    Riiekfluss   kondensiert. 



  Die erfindungsgemäss zu verwendenden    :\luminiumphenolate   lassen sich leicht aus    einem      Aluminiumalkoholat,   beispielsweise    Aluininitimtriisopropoxyd   oder Aluminiumtributoxyd durch     Umalkoholisieren    mit    einem   Phenol gewinnen. Die    Phenolatbildung      verläuft   infolge des sauren Charakters der    Phenole   unter sehr milden Bedingungen. Die    Aluminiuniphenolate      können   in    bekannter   Weise selbstverständlich auch aus Aluminium und Phenol direkt hergestellt werden. 



  Die    Aluminiumphenolate   stellen mehr oder weniger dunkel gefärbte Verbindungen dar, die gegenüber    Aluminiumalkoholaten,   die sehr leicht    Hydrolyseerscheinungen   zeigen, infolge der sauren Eigenschaften der    Phenole   relativ beständig sind und hohen Schmelzpunkt besitzen. 



  Als    Phenole   kommen sämtliche in der    Phenolharzchemie   üblichen    Phenole,   beispielsweise Phenol,    Kresole,      Xylenole,      Alkylphenole   wie    p-tert.      Butylphenol,      p-tert.      Amylphenol,      Terpenphenole   und dergleichen, ferner    Di-      phenole,   wie    Hydrochinön,      Resorcin,      p.p'-      Dihydroxydiphenylmethan   und seine Homologen sowie weitere    Abkömmlinge   dieser Art in Frage.

   Als Kondensationspartner mit dem    Aluminiumphenolat   können sämtliche in der    Phenolharzchemie   üblichen Aldehyde und    Ketone,   wie zum Beispiel Formaldehyd,    Acet-      aldehyd   und    Benzaldehyd,   ferner ungesättigte Aldehyde,    beispielsweise      Crotonaldehyd,   sowie Aceton,    Cyclohexanon   usw. Verwendung finden. 



  Nach dem erfindungsgemässen    Verfahren   wird das    Aluminiizmphenolat   zum Beispiel als solches oder in Gegenwart eines Lösungsmittels, vorzugsweise    Acetessigester,   mit dem Kondensationspartner, der gegebenenfalls ebenfalls in Lösung vorliegen kann, unter    Rüekfluss   zur Reaktion gebracht. Nach been- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    deter   Kondensation kann das gebildete Harz bei gelinden Temperaturen im Vakuum vom Lösungsmittel befreit werden. Die erhaltenen    Aluminiumphenolharze   können nach bekanntem Verfahren weiter verarbeitet oder zu    benzolkohlenwasserstofflöslichen,      plast.ifizier-      ten   oder modifizierten    Phenolliarzen   modifiziert werden. 



  Die    Aluminiumphenolharze   unterscheiden sich in ihren Eigenschaften wesentlich von den normalen    Phenolharzen.   Beachtenswert. ist vor allem ihre leichte    Här      tbar      keit,   die oft bei Temperaturen erfolgt, die etwa    40    C unterhalb der    Härtungstemperatur   des normalen Phenolharzes liegt und weniger Zeit in Anspruch nimmt,    als   es bei letzterem der Fall ist. Diese Eigenschaft ist besonders bei    Plienolpressharzen   und    Phenolliarz-Pressmas-      sen   sowie    Phenolharzen,   die für    Einbrenn-      laeke   verwendet werden, von Bedeutung.

   Die Resistenz der Filme aluminiumhaltiger    Harze   gegenüber Chemikalien und Treibstoffgemischen ist gleichfalls erhöht. 



  Beispiel 1 1    Mol      Aluminiumphenolat   (309 g) wird in 1    Mol      Acetessigester   (130 g) gelöst und unter Rückfloss die Lösung    portionsweise   mit 1    Mol      Paraformaldehyd.versetzt.   Daraufhin wird längere Zeit (2 bis 3 h) unter Rückfloss gekocht und anschliessend das Lösungsmittel im Vakuum bei    150    C    Ölbadtemperatur   abgetrieben. Es wird ein leicht    härtbares   Aluminiumphenolharz erhalten. 



  Beispiel    N   1    Mol   geschmolzenes    Aluminiumphenolat   wird nach und nach mit 1    Mol      Cyclohexanon   versetzt und darauf längere Zeit (etwa 2 h) unter Rückfloss gekocht. Nach Abtreiben der flüchtigen Bestandteile im Vakuum erhält man ein leicht    härtbar   es Harz. 



  Beispiel 3 1    Mol      Aluminiumkresolat   wird in 1,5 Molen    Acetessigester   gelöst und    portionsweise   mit 1    Mol      Paraformaldehyd   in zu 1) analoger Weise    umgesetzt   und aufgearbeitet. Man er- hält ein leicht    härtbares   Aluminiumphenolharz mit besonderen Eigenschaften. 



     Beispiel   f 1    Mol      Aluminiumbutylat   wird mit 2 Molen Phenol 2 Stunden unter    Rückfloss   gekocht und das erhaltene Produkt unmittelbar anschliessend mit. 1    Mol      Paraldehyd   ebenfalls unter    Rüekfluss   kondensiert. Nach Abtreiben der    fliiehtigen   Bestandteile im Vakuum bei ungefähr 120  C    Ölbadtemperatur   erhält man ein    härtbares   Aluminiumphenolharz. 



     Beispiel   5 1    Mol   geschmolzenes    Aluniiniumkresolat   wird nach und nach mit. 2 -.Hol    Cyclohexanon   versetzt und daraufhin längere Zeit, etwa 2 bis 3 Stunden, unter    Rüekrluss   gekocht.    Naei@   Abtreiben der flüchtigen Bestandteile im Vakuum erhält man ein leicht    härtbares   Harz. Beispiel 6 1    Mol   geschmolzenes    Aluminiumphenolat   wird mit 1    Mol      Acetessigester   gelöst. und die    Lösung   unter Rückfloss allmählich mit 2    Mol      Crotonaldehyd   versetzt.

   Das Gemisch wird 3 Stunden unter    Rüekfluss   gekocht, worauf anschliessend die flüchtigen Bestandteile durch Destillation im Vakuum entfernt werden.    (Ölbadtemperatur      170#'   C.) Es wird ein leicht    härtbares      Aluminitimplienolliarz   erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von härtbaren aluminiumhaltigen Phenolharzen, dadurch gekennzeichnet, dass man Aluminiumphenolate, die reaktive Kern-H-Atome aufweisen, mit Aldehyden oder Ketonen unter Erhitzen unter Rückfloss kondensiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminiumphenolate mit Formaldehyd umgesetzt werden. 2. Verfahren nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminiumplienolate mit Acetaldehyd, den man aus <Desc/Clms Page number 3> Paraldehyd entstehen lässt, umgesetzt werden. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Formaldehyd aus Paraformaldehyd entstehen lässt. Verfahren nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass die Aluminiumplienolate mit Crotonaldehyd umgesetzt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da- dureh gekennzeichnet, dass die Aluminiumphenolate mit Cyelohexanon umgesetzt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminiumphenolate in Gegenwart eines Lösungsmittels mit Aldehyden oder Ketonen umgesetzt werden. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Acetessigester als Lösungsmittel verwendet werden. B. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach beendeter Umsetzung das Lösungsmittel durch Destillation entfernt wird.
CH333521D 1952-11-10 1953-08-07 Verfahren zur Herstellung härtbarer, aluminiumhaltiger Phenolharze CH333521A (de)

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