CH333904A - Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart - Google Patents
Druckelektrolyseur der FilterpressenbauartInfo
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Description
Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart Die Erfindung betrifft einen Druckelek-. trolyseur der Filterpressenbauart mit ring förmigen, druekfesten und durch dazwischen gelegte Dichtungsringe elektrisch voneinander getrennten Zellenrahmen.
Elektrolyseure der Filterpressenbauart sind bekanntlich aus einer Vielzahl von an einandergereihten und durch Zuganker zu sammengespannten Zellen zusammengesetzt. Uni die Filterpressenbauart für Druckelek- trolyseure verwendbar zu machen, kann man (las ganze Zellenpaket in einen Druckbehälter einschliessen; konstruktiv günstiger ist es ;jedoch, die einzelnen Rahmen selbst drueh- fest zu gestalten.
Man gibt ihnen dann die Gestalt von flachen Ringen, zwischen denen Dichtungsringe eingespannt liegen, welche die Rahmen gleichzeitig elektrisch voneinander isolieren. Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an Druekelektrolyseiiren der lützt;enannten Art.
Bei normalen, unter Atmosphärendruck arbeitenden Elektrolyseuren pflegt. man als (lichtende und isolierende Einlage zwischen deli Zellenrahmen entweder eine mit. bitumi nösen Stoffen getränkte Asbestschnur oder entsprechend zugeschnittene Plattensegmente aas (-li(inn)iAsbest ( Klingerit , eingetragene Marke) zu verwenden.
Für Druckelekt.roly- seure mit selbstständig druckfesten Zellen ist je(loeli keine dieser bekannten Dichtungen verwendbar, und zwar aus folgen den Gründen: Steht der heisse und mit gelösten Gasen gesättigte Elektrolyt unter einem Druck von über 5 atü, so dringt dieser in die Dichtun gen ein, was bei drucklosem Betrieb nicht der Fall ist. Sobald dabei Teile der Dichtung durchfeuchtet sind, tritt. unter dem Einfluss der Zellenspannung und in Gegenwart von Sauerstoff eine elektrolytische Zersetzung und ein Abbau des Diehtungsstoffes ein. Damit verliert das Dichtungsmaterial seine ursprüng lichen Eigenschaften und kann die Aufgabe als Abdichtung nicht mehr erfüllen.
Gleich zeitig werden die herausgelösten Komponenten teilweise vom Elektrolyten aufgenommen und auf der Oberfläche der Elektroden als feine Deckschicht niedergeschlagen; dort wirken sie als Inhibitoren auf den aktiven Grenz- fläehen. und behindern die molekulare Gas abscheidung, so dass sieh die Zellenspannung erhöht und der elektrische Wirkungsgrad des Apparates entsprechend verringert wird. Druckelektrolyseure, welche mit solchen Dich tungen ausgerüstet waren, mussten wegen LTndichtigkeit nach relativ kurzer Zeit voll ständig demontiert und mit neuen Dichtungen versehen werden.
Hierbei entstand die zusätz liche Schwierigkeit, dass unzerstörte Anteile der Dichtungen durch Kataphorese und un ter dein Einfluss des hohen Pressdruekes so fest auf den anliegenden 1VIetallfläehen der Zellenrahmen gebunden waren, dass ihre Ent fernung mühsame und zeitraubende Hand arbeit erforderte.
Alles dies führte dazu, dass man Druekelektrolyseure der Filterpressen- bauart mit druckfesten Zellenrahmen (soge nannte offene Bauart ) bisher nicht wir t- sehaftlich betreiben konnte, sondern die kon struktiv ungünstige geschlossene Bauart anwenden musste, bei der das ganze Zellen paket in ein zusätzliches, grosses Driickgefiiss eingebaut war.
Es wurde nun durch Versuche festge stellt, dass bei Verwendung eines Kunststoffes aus Fluoräthylen als Isolations- und Dich tungsstoff bei bipolaren Elektroly seuren mit druckfesten Rahmen und druckbelasteten Dichtungen der gemeinsame Angriff des Elek trolyten und des naszierenden Sauerstoffes auch unter Drucken von 5 bis 54 atü unwirk sam bleibt. Fluoräthylen-Kunststoff ist je doch allein unverwendbar, weil er unter der Einwirkung des Druckes zu fliessen beginnt.
Infolgedessen wurde versucht, einen Kern körper aus einem chemisch an sieh nicht beständigen Dichtungsstoff, wie zum Bei spiel durch Gummi, gebundenen Asbest, mit einer Folie aus Fluoräthylen zu um wickeln und diese Kombination als Dichtungs stoff zu verwenden. Zwar musste befürchtet werden, dass der unter Druck stehende Elek trolyt durch die Überlappungsstelle der Folie zu dem angreifbaren Kernkörper gelangt und diesen dann in der oben beschriebenen Weise zerstört. Überraschenderweise trat jedoch keine Zerstörung mehr ein, weil der Kern körper zwischen zwei hochisolierenden und beständigen Folien eingebettet liegt. Selbst wenn Elektrolyt in den Kernkörper eindringt, erfolgt deshalb keine Zerstörung des Stoffes durch Elektrolyse mehr.
Da der unzersetzte Kernkörper flüssigkeitsdichtend wirkt, kann auch der Elektrolyt in ihm nicht weiter vor dringen, und es tritt daher im ungünstigsten Falle nur eine ungefährliche Durchfeuchtung der unmittelbar mit dem Elektrolyt in Kon takt stehenden Oberfläehenschiehten ein.
Weiterhin fällt die kataphoretisehe Ver- klebeng der Dichtungen mit den Zellenrah men weg, weil Fluoräthylen eine inetallophobe Oberfläche besitzt.. Die Dichtungsringe lassen sich daher bei einer Demontage des Appa rates unverletzt \-on den Zellenrahmen ab lösen und ohne weiteres wieder verwenden.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, da.ss die genannten Dichtungsringe von Kernkörpern aus druckfest gebundener As bestfaser gebildet und mit einem Band aus Fluoräthylenfolie umwickelt sind.
Anhand der Fi;'uren wird im folgenden ein Ausführungsbeispiel der Erfindung er läutert: Von den Zeichnungen zeigt Fig.l einen Teilschnitt. durch zwei aneinanderliegende Zellenrahmen mit dem zwischenliegenden Dichtungsring eines Driiekelektroly seurs der Filterpressenbauart. Fig. ? zeigt die Aufsieht auf einen Teilabschnitt der gekennzeichneten Dichtung.
Gemäss Fig. 1 tragen die ringförmigen Zellenrahmen 1 und ? die bipolaren Elektro den 3 und 4-, welche die Zellen Z zwischen sich einschliessen; diese wird durch das von einer Asbestplatte gebildete Diapliragma unterteilt, das zwischen den aus Metallge weben bestehenden V or elektrodun 6 und 7 liegt.
Der Rand des Diaphragmas 5 ist. zwi schen den Rahmen 1 und ? eingespannt. Wei terhin liegt zwischen den Rahmen 1 und '? der Dichtungsring 8, 9. Dieser besteht aus einem Asbestkernkörper 8, dessen Fasern zum Beispiel mit Gummi driiekfest gebunden sind, und der mit einer Folie 9 aus Fluoräthylen umwickelt ist. Am besten haben sich hierbei Folien aus Trifluorehlorä.thylen- sowie vor allem aus Tetrafluor äthvlen - Polymerisaten bewährt.
Wie man aus Fig. 1. erkennt, drückt sich die Dichtung 8, 9 vollständig in die an den Zellenrahmen 1, 2 vorgesehenen Dichtungs rillen 10 hinein und verankert sich auf diese Weise mechanisch ausreichend, um dem aus der Zelle Z in Richtung des Pfeils P wir kenden Druck zu widerstehen. Um die vom CTasdruek der Zelle innerhalb der Dichtun- erzeugten. Schubkräfte möglichst klein zu halten, empfiehlt es sieh, die Dicke cl des Kern körpers 8 kleiner als 1,5 mm zu bemessen.
Die Folie 9 neigt um so weniger zum Aus gleiten, je dünner man sie wählt; es hat. sich deshalb als zweckmässig erwiesen, ihre Dicke auf weni-er als 0,1 mm zu bemessen.
Die Breite des zur Umwicklung verwen- (leten Folienbandes 9 wird nach Fia. \? zweck mässig klein gegenüber der Breite des Kern k < irpers 8 gewählt. Man wickelt, das Band 9 in überlappenden Lagen und zwar am besten so, dass jeder Punkt des Kernkörpers $ eine doppelte Auflage der Folie 9 trägt.
Claims (1)
- PATENTANSPRZ?CH Druekelektrolyseur der Filterpressenbau art mit ringförmigen, druckfesten und durel zwischengelegte Dichtungsringe elektrisch von einander getrennten Zellenrahmen, dadurel gekennzeichnet, dass die genannten Diehtungs ringe von Kernkörpern (8) aus druckfest gebundener Asbestfaser gebildet und mit einem Band (9) aus Fluoräthylenfolie um wickelt sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Druckelektrolyseur nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernkörper (8) der Dichtungsringe mit einem Band ('9) aus F'luoräthylenfolie derart über lappt umwickelt sind, dass jeder Punkt des Kernkörpers eine doppelte Folienauflage trägt. ?. Druckelektrolyseur nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke (d) des Kernkörpers (8) kleiner als 1,5 mm bemessen ist. 3. Druckelektrolyseur nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der auf den Kernkörper gewickelten Folie kleiner als 0,l mm bemessen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH333904T | 1955-04-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH333904A true CH333904A (de) | 1958-11-15 |
Family
ID=4502974
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH333904D CH333904A (de) | 1955-04-01 | 1955-04-01 | Druckelektrolyseur der Filterpressenbauart |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH333904A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2484464A1 (fr) * | 1980-02-04 | 1981-12-18 | Electricite De France | Electrolyseur sous pression du type filtre presse |
| EP0128308A3 (en) * | 1983-04-19 | 1985-07-10 | Energy Research Corporation | Method of sealing abutting fuel cell plates by means of a polytetrafluorethylene spiral |
-
1955
- 1955-04-01 CH CH333904D patent/CH333904A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2484464A1 (fr) * | 1980-02-04 | 1981-12-18 | Electricite De France | Electrolyseur sous pression du type filtre presse |
| EP0128308A3 (en) * | 1983-04-19 | 1985-07-10 | Energy Research Corporation | Method of sealing abutting fuel cell plates by means of a polytetrafluorethylene spiral |
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