CH334144A - Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffe

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CH334144A
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Henry Dr Martin
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Cilag Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C275/00Derivatives of urea, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C275/28Derivatives of urea, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups having nitrogen atoms of urea groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C275/30Derivatives of urea, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups having nitrogen atoms of urea groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton being further substituted by halogen atoms, or by nitro or nitroso groups

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffe
Es wurde gefunden, dass Harnstoffe der allgemeinen Formel
EMI1.1     
   worinRWasserstoff,    niederes Alkyl, Alkenyl oder Aralkyl,   R2    niederes Alkylen und Am eine tertiäre Aminogruppe bedeuten, wertvolle   lokalanästhetisehe    Eigenschaften aufweisen.



   Es   s war    wohl bekannt, dass   N-Phenyl-    und N-Alkoxyphenyl-N'-dialkylamino-alkylharnstoffe auf der Zunge eine gewisse lokalanästhetisehe Wirkung aufweisen [Henry Wenker : J. Am.   Chem.    Soc. 60, S.   158-159      (1938)].    Nach eigenen Versuchen ist aber das Verhältnis der lokalanästhetischen   Wirkungs-    dauer zu der Toxizität und der Irritation, welche die dort beschriebenen Verbindungen ausüben, sehr ungünstig.



   Demgegenüber besitzen die hier neu besehriebenen Stoffe eine bedeutend stärkere    lokala, nästhetische Wirksamkeit (Lokal-und      Leitungsanästhesie) als die    von   H.    Wenker beschriebenen Stoffe bei etwa gleichbleibender Toxizität. Sie wirken in der Regel auch   be-    deutend stärker als das Diäthylaminoessig  säure-2, 6-xylidid. lhre therapeutische    Breite ist ebenfalls grösser als die von   Diäthylamino-      essigsäure-2, 6-xylidid.   



   In der amerikanischen Patentschrift   Nr.      2673878    sind Harnstoife der Formel
EMI1.2     
 beschrieben, worin A einen zweiwertigen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, Ar einen Arylrest, R Wasserstoff, Alkyl oder einen aromatiselien   Kohlenwasserstoffrest, B'einen    Cycloalkyl-oder einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest und
EMI1.3     
 einen Dialkylaminorest oder den Rest einer   heterocyelischen    Base darstellt. Diese Harn. stoffe sollen   diuretisch    und   antifibrillatorisch    wirken.

   Ans den in dieser Patentschrift ent  haltenen    Angaben war niclit zu ersehen, daR in ganz bestimmter Weise substituierte   Harn-    stoffe der Formel I lokalanästhetiseh wirken   kolmten.   



   In cler österreichischen Patentschrift Nr. 178906 sind   lokalanästhetisch wirksame       2, 6-Dimethylearbanilsä nre-dialkylaminoalkyl-    ester beschrieben, die als Isostere   zv-den, den    Gegenstand der vorliegenden Erfindung bil denden Harnstoffen aufzufassen sind. Eine vergleichende Prüfung der beiden Verbin  dungsklassen    hat ergeben, dass die Harnstoffe, bei überlegener anästhetischer Kraft, eine weitaus geringere gewebsreizende Wirkung als die entsprechenden Carbanilsäureester   aus-    üben.



   Das Patent bezieht sich deshalb auf ein Verfahren zur Herstellung der eingangs definierten Harnstoffe der Formel   I,    welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der Formel
EMI2.1     
 mit einem Amin der Formel
EMI2.2     
 umsetzt, wobei X einen, zusammen mit der Aminogruppe durch Kondensation oder Anlagerung die   Harnstoffgruppe    bildenden Rest bedeutet und   RI)    R2 und Am die eingangs erwähnte Bedeutung zukommt.



   Verfahrensgemäss kann man beispielsweise   2-Chlor-6-methyl-phenyl-isocyanat    III (X=   N=C=0)    mit einem Amin der Formel IV umsetzen. Man arbeitet dabei zweckmässig in inerten   Lösungs-bzw.    Verdünnungsmitteln wie Benzol, Toluol, Xylol usf.



   Man kann weiter auch ein   2-Chlor-6-      methyl-carbanilsäure-halogenid    III   (X =      NH-CO-Hal)    mit einem Amin der Formel IV zur Reaktion bringen, oder einen    2-Chlor-6-methyl-earbanilsäurealkyl-oder    -arylester III (X =-NH-COOAlkyl bzw.



     -NH-COOAryl) auf ein Amin    der Formel IV einwirken lassen.



   Die so erhaltenen Harnstoffe können in Form ihrer Salze isoliert und appliziert werden ; sie bilden in der Regel fast neutral reagierende Salze mit Chlorwasserstoff, Brom   wasserstoff, Schwefelsäure, Methan-imd      Äthansulfonsäure, Bernsteinsäure, Fumar-    saure,   Weinsäure u.    a.



   Beispiel 1   
56 g 2 ^ Chlor-6-methyl-phenvl-isocyanat    (hergestellt aus   2-Chlor-6-methylanilin    und Phosgen in siedendem Benzol, Kp. 13 mm :   101-102     C) in 55 cm3 Benzol werden unter Rühren in eine Lösung von 39 g   2-Diäthyl-      amino-äthylamin    in   135      cm3    Benzol getropft.



  Die Reaktion geht unter Aufkochen vor sich ; nach deren Beendigung wird abgekühlt, die   Psenzollöslmg    mit verdünnter Salzsäure ausgezogen und die wässerige saure Lösung alka  lisch gemacht.    Der sich abscheidende Harnstoff wird in Äther   aufgenommen, die äthe-    rische Lösung über   Kaliurncarbonat      getroek-    net und verdampft. Der Rückstand wird aus   Petroläther umkristallisiert. Man erhält    83 g  (d. s.   86 I/o    der Theorie) des bei   103-104  C       schmelzenden N- (2-Chlor-6-methylphenyl)-N'-      (2'-diäthylaminoäthyl)-harnstoffes.    Dieser bildet in Wasser leicht lösliche Salze, so z.

   B. ein leicht lösliches Citrat, Fumarat und Maleat.



   Das Hydrochlorid des Harnstoffes kann beispielsweise in Äther mit Hilfe von   ätheri-    scher Säure hergestellt werden ; es schmilzt bei 63  C. Das 8-Chlortheopliyllinat des gebi]deten Harnstoffes kann beispielsweise auf folgende Art erhalten werden : 10,5 g 8-Chlortheophyllin und 17,5   g    des Harnstoffes werden in einer Mischung von 135 em3 Methyl  äthylketon    und 15 cm3 Wasser suspendiert.



  Nach   kurzem Riihren    ist alles gelöst. Die erhaltene Lösung wird einige Tage im Eisschrank stehengelassen, die ausgefallenen Kristalle abgesaugt, mit Aceton gewaschen und getrocknet. Das erhaltene   Chlortheophyllinat    schmilzt bei 168-170  C.



   Beispiel 2
Zu 11 g   2-Dimethylaminoäthylamin    in 25 cm3 Benzol werden 21 g 2-Chlor-6-methyl  phenyl-isocyanat    in 30 cm3 Benzol zugetropft.



  Nach Beendigung der heftigen Reaktion wird die Benzollösung mit verdünnter Salzsäure ausgezogen und die wässerige saure Lösung mit Natronlauge alkalisch gemacht. Die   alka-     F. der Base :   113-144  C,    F. des   Hydrochlori-    des : 177 - 178 C.



      Beispiel f   
20 g   2-Diätliylaminoäthyl-methylamin nnd    27 g   2-Chlor-6-methyl-phenyl-isocyanat    werden in je 100   cm5    abs. Benzol in der üblichen Weise reagieren   geiassen.    AnschlieBend wird, wie in Beispiel   1    besclirieben, aufgearbeitet und der erhaltene Rückstand aus Pentan umkristallisiert. Man erhält so 35 g, d. s. 74 % der Theorie, N-   (2-Chlor-6-methylphenyl)-N'-    m ethyl-N'- (2'-diäthylaminoäthyl)-harnstoff in Form farbloser Kristalle, die bei   49-50,    5  C schmelzen.



      Beispiel S   
Wie in Beispiel 4 beschrieben, erhält man aus   21,    5 g   N-(2-Dimethylaminoäthyl)-isopro-      pylamin    und 27,5 g 2-Chlor-6-methyl-phenylisocyanat 35 g, d. h.   71 /o    der Theorie, N- (2   Chlor-6-methylphenyl)-N'-isopropyl-N'- (2'-di-      methylaminoäthyl)-harnstoff.    Das   Hydrochlo-    rid desselben kann   in Ather    mit ätherischer Salzsaure hergestellt werden und schmilzt bei 205-206    C.   



   Erhitzt man N-   (2-Pyrrolidinoäthyl)-n-    butylamin mit   2-Chlor-6-methylcarbanilsäure-    phenylester bis zur Beendigung der Phenol  abspal. tmg,    so erhält man den N- (2-Chlor-6methylphenyl)-N'-n-butyl-N'- (2'-pyrrolidino äthyl)-harnstoif. Durch Umsetzen von2-Chlor  6-methyl-phenyl-isocyanat    mit 2-Piperidino  äthyl-n-propylamin erhält    man den N- (2-Chlor6-methylphenyl)-N'-n-propyl-N'-(2'-piperidino   äthyl)-harnstofi'.



   Betslvtel 6   
Aus 3-Dimeth. ylaminopropyiamin (15 g) und 26 g   2-Chlor-6-methyl-phenyl-isocyanat    erhält man 31   g,    d. s.   75 I/o    der Theorie, N- (2   Chlor-6-methylphenyl)-N'- (3'-dimethylamino-      prop ; yl)-harnstoff, dessen Eydroehlorid    bei 100,5-102,5  C schmilzt.



   In gleicher Weise erhält man den N- (2 Chlor- 6-methylphenyl)-N'- (3 -diäthylaminopropyl)-harnstoff, der bei   99-1.      00     C schmilzt.



  Das Hydrochlorid des Harnstoffes ist in Wasser mit pII 6, 9 löslich.   lische    Lösung wird mit   Äther    ausgeschüttelt, die ätherische Lösung über   Ealiumcarbonat    getrocknet und dann verdampft. Der Rückstand wird aus Petroläther umkristallisiert, dann in Äther gelöst und mit Hilfe von ätherischer Salzsäure das Hydrochlorid des gebildeten Harnstoffes gefällt. Man erhält 15 g (d. s.   4-1 O/o    der Theorie) N- (2-Chlor-6-methyl   pllenyl)-N'- (2'-dimethylaminoäthyl)-harnstoff-      hydroehlorid    ; dieses schmilzt bei 167-168  C.



     Beispiet    3    20, 5    g   2-Diäthylaminoäthyl-bemzylamin    in 50   cm3    abs. Benzol werden unter Ruhren und äusserer Wasserkühlung mit 17 g 2-Chlor-6  methyl-phenyl-isocyanat    in 30 em3 Benzol ver  setzt. Naeh    Beendigung der Reaktion wird das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand in verdünnter Salzsäure gelöst. Die saure Lösung wird alkalisch gemacht und der gebildete Harnstoff in Äther aufgenommen.



  Nach dem   Troclinen des llthers    wird derselbe verdampft und der   Riickstand Enoch äther-    feucht in   200    cm3 Aceton gelöst. Diese Lösung wird mit konzentrierter Salzsäure versetzt und das Ganze zur   r Kristallisation    in den Kühlschrank gestellt. Nach einigen Tagen wird das gebildete Hydrochlorid aus Aceton/Petrol äther umkristallisiert, Man erhält so 26 g   (d.    s. 64 % der Theorie)   N-    (2-Chlor-6-methyl   phenyl)-N'-benzyl-N'- (2'-diäthylaminoäthyl)-    harnstoff-hydrochlorid, das bei   12 ?-123, 5  C    schmilzt.



   In der   gieichen    Weise, wie im obigen Beispiel. beschrieben, erhält man aus 2-Chlor-6methyl-phenyl-isocyanat und N- (2-Pyrrolidino  äthyD-benzylamin den    N- (2-Chlor-6-methylphenyl)-N'-benzyl-N'-   (2'-pyrrolidinoäthyl)-    harnstoff ; F. der Base : 99 - 102  C, F. des   Hydrochlorides    : 217-219  C ; und N- (2  Piperidinoäthyl)-benzylamin    den N- (2-Chlor  6-methylphenyl)-N'-benzyl-N'-    (2'-piperidino  äthyl)-harristoff    ;

   F. der Base :   101-102  C,      F.    des Hydrochlorides : 128 - 132 C ; und 2 (2',5'-Dimethylpyrrolidino)-äthyl-benzylamin den N- (2-Chlor-6-methylphenyl)-N'-benzyl-N'   - (2", 5"-dimethylpyrrolidino)-äthyl-harnstoff ;       Bevsl) iel Y-
23 g 3-Di-n-butylaminopropylamin werden    in   50      cm3    wasserfreiem Benzol   gelost md mit    einer Lösung von   21,    5   g 2-Chlor-6-methyl-      phenyl-isocyanat    in 50   cm3    absolutem Benzol tropfenweise versetzt. Nach Beendigung der Reaktion wird der gebildete Harnstoff durch Ausziehen mit verdünnter Salzsäure aus der Benzollösung entfernt.

   Die saure Lösung wird alkalisch gemacht und mit   ather    ausgeschüttelt. Die ätherische Lösung wird nach dem   Troelmen    verdampft und der Rückstand aus Petroläther   umklistallisiert.    Man erhält 41   g,    d. s.   soo/O    der Theorie,   N- (2-Chlor-6-methyl-       phenyl)-N'- (3'-di-n-butylaminopropyl)-harn-    stoff, der bei   78     C schmilzt. Das Hydroclilorid des Harnstoffes kann aus Chloroform/ Aceton   umliristallisiert    werden und schmilzt bei 160,5-161  C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Harn- stoffe der allgemeinen Formel EMI4.1 worin Rj Wasserstoff, niederes Alkyl, Alkenyl oder Aralkyl, R2 niederes Alkylen und Am eine tertiäreAminogruppebedeuten,dadureh gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI4.2 mit einem Amin der Formel EMI4.3 umsetzt, wobei X einen, zusammen mit der Aminogruppe durch Kondensation oder Anlagerung die Harnstoffgruppe bildenden Rest bedeutet, und Rt, R2 und Am die oben er wähnte Bedeutung zukommt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verbindung der Formel III 2-Chlor-6-methyl-phenyl- isocyanat verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verbindung der Formel III ein 2-Chlor-6-methyl carbanilsäurehalogenid verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verbindung der Formel III einen 2-Chlor-6-methyl carbanilsäurealkyl-oder-arylester verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Harnstoffe in Form ihrer Säureadditionssalze isoliert.
CH334144D 1955-02-24 1955-02-24 Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffe CH334144A (de)

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