Zusammenlegbarer Bock Die vorliegende Erfindung betrifft einen zusammenlegbaren Bock mit einem in Ge brauchslage horizontalen Mittelbalken und quer zum Mittelbalken gespreizten Beinen. Solche Böcke werden zum Stützen von Tisch platten in Gastbetrieben, Ausstellungen und Werkstätten sowie ziem Stützen von Arbeits bühnen im Baugewerbe verwendet. Bei be kannten Böcken dieser Art sind die Beine starr mit dem Mittelbalken verbunden, so dass die Böcke zum Transport und zum Stapeln im Nichtgebrauchszustand verhältnismässig viel Platz beanspruchen.
Da die Beine beim Transport- stets frei vom Mittelbalken ab stehen, besteht auch eine erhöhte Gefahr, dass die Böcke beim Transport aus Unachtsamkeit beschädigt werden oder dass sie Unfälle ver ursachen.
Es ist das Ziel der Erfindung, diese Nach teile dadurch zu vermeiden, dass die Beine des Bockes schwenkbar am Mittelbalken ange ordnet sind und parallel zum Mittelbalken an denselben verschwenkt werden können, und dass Mittel vorgesehen sind, um die Beine in der gespreizten und in der an den Mittel balken geschwenkten Lage gegen Verschwen- kung bezüglich des Mittelbalkens zu sichern. Der Bock kann somit auf kleinsten Raum zu sammengefegt und leicht transportiert und äusserst platzsparend gestapelt werden.
Die zusammengelegten Böcke können bei Nicht gebrauch auch einzeln oder paarweise in Schutzhüllen aus Sacktuch oder Segeltuch ver- sorgt und so vor Beschmutzung oder Witte rungseinflüssen geschützt werden. Bei massen weisem Transport sind Beschädigungen des Materials und Unfälle prakt@ch ausgeschlos sen.
Die Erfindung betrifft auch eine Ver wendung des Bockes als Traggerüst für eine Zeltbahn. Er bildet dabei einen leicht trans portablen Bestandteil eines Zeltes, welches zu Sportzwecken oder auch bei Grab-, Bau- und Strassenarbeiten Verwendung finden kann. An den spreizbaren Beinen und am Mittelbalken des Bockes können dabei Befestigungsmittel, z. B. Druckknöpfe, angebracht sein, an wel chen. die Zeltbahn befestigt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführrmgsbei- spiel der Erfindung dargestellt.
Fig.1 ist eine Stirnansicht des Bockes in G ebrauchslage; Fig. 2 zeigt einen Teil des Bockes in Sei tenansicht; Fig. 3 ist eine perspektivische Darstellung eines Halters für die Beine des Bockes; Fig. 4 ist eine Seitenansicht dieses Halters, und Fig. 5 zeigt das am Mittelbalken des Bok- kes befestigte Ende eines Beines.
Der dargestellte zusammenlegbare Bock weist einen Mittelbalken 1 auf, an welchem in Gebrauchslage die Beine 2 gespreizt angeord net sind. Mittels je zwei diagonal gegen überliegenden Schlossschrauben 4 und je zwei weiteren Senkschrauben 5 sind beidseitig des Mittelbalkens 1 in der Nähe der Enden des selben Eisenplatten 6 befestigt.. Die Eisen- platten 6 sind mit gebogenen Schlitzen 7 der in Fig.2 ersichtlichen Form versehen. Die Beine 2 sind mittels Achsen 9 in U-förmig gebogenen Beinhaltern 8 schwenkbar gelagert.
Die Halter 8 sind ihrerseits mittels Achsen 10 an den Platten 6 schwenkbar gelagert und sind mit Führungsbolzen 11 versehen, die beim Verschwenken der Halter 8 um ihre Achsen 10 in den Führungsschlitzen 7 der Platten 6 laufen. Die Halter 8 sind mit Öffnungen 12 (Fig. 3) versehen, in welche mittels Schrauben 13 an den Beinen 2 befestigte Nocken 14 bei der in Fig.1 dargestellten Lage der Beine praktisch ohne Spiel eingreifen. In den Eisen platten 6 sind Bolzen 15 befestigt, welche bei dem in Fig.2 dargestellten eingeschwenkten Zustand der Beine 2 dem Nocken 14 als An schlag dienen.
Unter den Platten 6 ist der Mittelbalken 1 mit Ausnehmungen 16 ver sehen, welche ein reibungsloses Gleiten der Bolzen 11 in den Schlitzen 7 und ein freies Eingreifen der Nocken 14 in die Öffnungen 12 der Halter 8 ermöglichen. In der in Fig. 1 dargestellten Lage des Bockes sind benach barte bzw. gegenüberliegende Beine 2 durch eine ausklinkbare Schiene 3 verstrebt. Die Schiene 3 kann z.
B., wie in Fig. 1 angedeutet, auf der einen Seite einen Schlitz 3' aufweisen, mit welchem sie seitlich auf eine Halteschraube aufgeschoben werden kann, während das an dere Ende der Schiene am andern Bein mit tels einer ähnlichen Schraube drehbar ge- lagert ist. An den freien Enden der Beine 2 und an geeigneten Stellen des Mittelbalkens 1 sind kuppelbare Teile von Druckknöpfen 17 (Fig.5) befestigt.
Soll der in Fig.1 dargestellte Bock zu sammengelegt werden, so wird vorerst die Verklinkungsschiene 3 ausgehängt und seitlich an dasjenige Bein gelegt, an welchem sie schwenkbar befestigt ist.. Hierauf werden die Beine 2 gemäss dem in Fig.1 angedeuteten Pfeil 18 in eine Lage gebracht, welche in Fig.1 für das eine Bein mit 19 bezeichnet und mit strichpunktierten Linien dargestellt ist.
Die Beine werden dabei um die mindestens an- nähernd parallel zur Längsausdehnung des Mittelbalkens 1 liegende Achse 9 v erschwenkt. Hierauf werden die Beine 2 mitsamt ihren Haltern 8 um die Schwenkachsen 10 der Hal ter 8 verschwenkt, bis sie die in Fig. 2 dar gestellte, zur Längsausdehnung des Mittel balkens 1 praktisch parallele Lage erreicht haben. Die freien Enden 2 werden nun noch mittels der Druckknöpfe 17 am Mittelbalken 1 befestigt, womit der Bock vollständig zusam mengelegt ist und sehr leicht transportiert oder gelagert werden kann.
Zum Überführen des zusammengelegten Bockes in seine Gebraucbslage wird iungekehrt verfahren. Beim Verschwenken der Beine gleitet dabei der Bolzen 11 in der zugeord neten Führung 7, bis der Bolzen 11 am einen Ende der Führung 7 anschlägt. Damit ist auch die gespreizte Endstellung des Beines 2 bestimmt.
Wie Fig. 2 im rechten Teil erkennen lässt, gestattet die Führung 7 eine Ver- schwenkung des Halters 8 und des darin mon tierten Beines 2 um etwas mehr als 90 , so dass das Bein in seiner gespreizten Gebrauchslage gegenüber einer vertikalen Normalebene zum Mittelbalken geneigt ist und somit bei Be lastung des Bockes stets die Tendenz hat, sich in Richtung des Pfeils 20 in Fig. 2 weiterzu- v erschwenken, was jedoch durch den Anschlag des Bolzens 11 am Ende der Führung 7 ver hindert wird.
Sind alle Beine in dieser Weise gespreizt, so werden die Verklinkungsschierien 3 wieder in die in Fig.1 dargestellte Lage gebracht, womit der Bock zum Gebrauch her gerichtet ist.
Die Verstrebungen 3 könnten unter Um ständen auch eingespart werden, wenn die Beinhalter 8 nicht in ihrem obern Teil, son dern möglichst weit unten, beispielsweise in der Nähe der Zapfen 11, welch letztere auch entsprechend versetzt werden müssen, gelagert. werden. Damit würde eine Beinbefestigung genügender Steifigkeit erhalten, um die auf die Beine 2 wirkenden Spreizkräfte aufzu nehmen.
Dank der Tatsache, dass die Beine 2 sowohl um eine parallel zur Längsausdehnung als auch um eine quer zur Längsausdehnung des Mittelbalkens 1 liegende Achse (9 bzw. 10) schwenkbar sind, können sie ohne weiteres aus ihrer gespreizten Gebrauchslage seitlich an den Mittelbalken geschwenkt und dort be festigt werden.