Kupplungseinrichtung an Einseilbahnen Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Kupplungseinrichtung an Einseilbahnen, für lösbaren Verbindung eines Kupplungs teils des Fahrzeuges mit einem solchen eines dauernd am Seil befestigten Gehänges, von welchen Kopplungsteilen der eine einen schwenkbaren Kupplungshaken besitzt, der in der Kupplungsstellung zusammen mit Tei len des Kupplungsgestelles dieses Kupplungs teils den andern Kupplungsteil allseitig umfasst, welche Kupplung gekennzeichnet ist durch eine Schliessfeder für den Kupplungs- haken, welche durch die Betätigung einer Aus- lösevorriehtung wirksam wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des dargestellt, und zwar zeigt Fig.1 eine Ansicht der Einrichtung in Richtung des Pfeils I in Fig.2 mit Teilen im Schnitt und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Für. 1.
Das Kupplungsgestell. des mit dein Fahr zeug der Einseilbahn verbundenen Kupplungs teils besteht im wesentlichen aus den beiden Gestenplatten 1 und 2 und der Rückwand 3. Zwischen den beiden Platten sind um die Achsen 34 zwei Rollen 35 drehbar gelagert, welche dazu bestimmt sind, in den Stationen auf eine Schiene 36 aufzulaufen. Die Gestell platten 1 und 2 werden weiter durch eine Hülse 4 voneinander auf Abstand gehalten. In die Hülse 4 eingeschoben sind zwei Lager ringe 5, die der drehbaren Lagerung des beid seitig über die Lagerplatten 1 und 2 hinaus ragenden Bolzens 6 dienen, dessen eines Ende fest mit der Stange 7 verbunden ist, welche der Aufhängung des nicht dargestellten Fahrzeu ges dient.
Zwischen den Platten 1 und 2 ist die Welle 8 gehalten, um welche der Kupp lungshaken 9 drehbar ist. Beidseitig des Kupplungshakens ist je eine zur Welle 8 koaxiale Spiralfeder 10 um die Welle gelegt, welche einerseits in der betreffenden Gestell platte und anderseits im Kupplungshaken verankert ist und das Bestreben hat, den Kupplungshaken in der in Fig. 2 voll ausge zogenen, geschlossenen Stellung zu halten. Seitlich am Kupplungshaken befestigt ist ein Steuerarm 11, an dessen Ende die Steuerrolle 12 drehbar gelagert ist, welch letztere dazu bestimmt ist, in den Stationen mit einer in Fig. 1 nur schematisch angedeuteten Schiene 13 zusammen zu arbeiten.
Das Ende des Ha kens 9, welches auf seiner Unterseite eine La gerschale 9a. für die später beschriebene Trag spule 33 besitzt, ist mit einer schräg zum be treffenden Radius der Lagerschale laufenden Fläche 14 versehen, welche sieh in der in Fig.2 voll ausgezogenen Kupplungsstellung gegen eine entsprechende Fläche 15 eines Wi- derlagers 16 aus Gummi abstützt. Das Wider lager 16 ist in einer Fassung 17 gehalten, wel che auf dem umgebördelten Rand 18a eines im wesentlichen vertikalen Fortsatzes 18 der Rückwand 3 des Kupplungsgestelles befestigt. Ist.
Auf der Aussenseite des Kupplungshakens ist eine Raste 37 vorgesehen, deren besondere Lage und Bedeutung noch beschrieben werden wird.
Unterhalb der Welle 8 ist zwischen der. Gestenplatten 1 und 2 eine weitere Welle 19 gehalten, -um welche der Auslösehebel 20 dreh bar gelagert ist. Beidseitig des Auslösehebels ist je eine koaxial zur Achse 19 und um diese herum angeordnete Spiralfeder 21 vorgesehen, welche einerseits in der entsprechenden Ge stellplatte und anderseits im Auslösehebel 20 verankert ist und das Bestreben hat, den Aus lösehebel in der in Fig. 2 strichpunktiert an gedeuteten Ausgangsstellung zu halten.
Auf der Innenseite des winkligen Auslösehebels 20 ist in einem Lagerbock 38 eine Rolle 39 ge halten, wobei die gegenseitige Anordnung der Rolle 39 und der Raste 37 so gewählt. ist, dass, wenn der Kupplungshaken 9 in die in Fig. :? strichpunktiert angedeutete offene Stellung verschwenkt ist, die Rolle 39 unter Einwir kung der Auslösefedern 21 in die Raste 37 eintritt und so den Kupplungshaken 9 ent gegen der Wirkung der Schliessfedern 10 irr der offenen Stellung hält bzw. eine Rückver- schwenkung des Hakens in die Schliesslage ver hindert.
Der Auslösehebel 20 bildet zusammen mit den Auslösefedern 21 und der Rolle 39 die Auslösevorrichtung.
Die Gestellplatte 1 ist mit einem Auge 22 versehen, in welches eine Schraube 23 mit steilem Gewinde eingeschraubt ist, welche Schraube an ihrem der Platte 2 zugewendeten Ende einen Sicherungsbolzen 24 trägt, der in der in Fig. 1 und in Fig. 2 mit vollem Strich dargestellten Schliesslage der Kupplung auf der Rückseite des Kupplungshakens 9 in des sen Öffnungsbahn hineinreicht. Auf der Aussenseite ist die Schraube 23 an einer Lasche 25 befestigt, welche über das Zwischenstück 26 gelenkig mit dem aus dem abgewinkelten Arm 27 und der Steuerrolle 28 bestehenden Verriegelungshebel verbunden ist.
Der Arm 27 bildet mit dem weiteren Arm 40 einen zwei- armigen, um das über die Gestellplatte 1 hin ausragende Ende 6a. der Achse 6 drehbaren Hebel, der durch eine einerseits in diesem Hebel und anderseits in der Platte 1 ver ankerte Feder 41 federnd in der in der Zeich nung dargestellten Lage gehalten wird. Am Ende des Armes 40 ist ein Gegengewicht 42 befestigt, welches den Hebel 27, 40 um seinen Drehpunkt im Gleichgewicht hält.
Die Steuerrolle 28 ist dazu bestimmt., in den Stationen mit in Fig. 1 schematisch an gedeuteten Schienen 29 zusammen zu arbeiten, welche Schienen, wie später noch beschrieben werden wird, den Hebel 27j40 zwischen zwei Extramalstellungen verschwenken, von denen die eine mit vollem Strich und die andere strichpunktiert, in Fig. 1 dargestellt sind.
Die Lage der Steuerrolle 28 wird beim Verlassen der Stationen auf an sich bekannte Weise durch eine Blende 30 kontrolliert, deren Verschwenkung bei unrichtiger Lage der Rolle 28 die Ausschaltung des Seilantriebes bewirkt.
Der untere Teil eines dauernd mit dem Zug- und Tragseil. der Bahn verbundenen Gehänges endet in zwei Armen 31, zwiseheri welchen eine Achse 32 gehalten ist, um welebe die Tragspule 33 umläuft.
Diese Tragspule ist. im beschriebenen Aus führungsbeispiel der Kupplungsteil des Ge hänges, während der Kupplungsteil des Fahr zeuges durch das Kupplungsgestell 112 und die mit ihm verbundenen Teile gebildet wird. Es wäre aber auch ohne weiteres denkbar, am CTehäng-e einen schwenkbaren Kupplungshaken, eine Auslösevorrichtungund Sicherungsmittel, und am Fahrzeug einen der Tragspule ent sprechenden Kupplungsteil vorzusehen.
Die beschriebene Kupplungseinrichtung ist besonders geeignet, um in Verbindung mit sol chen Einseilbahnen verwendet zu werden, bei denen zum Zwecke der selbsttätigen Kupp lung des Fahrzeuges mit dem Gehänge, dieses letztere sieh relativ zum Fahrzeug diesem von hinten nähert und nach erfolgter Kupplung das Fahrzeug mitnimmt.
Die Ausgangslage, aus welcher sich das Ge hänge mit dem einen Kupplungsteil vor der Einkupplung gegen den Kupplungsteil des Fahrzeuges zu bewegt, ist. in Fig.2 strich punktiert, dargestellt. Das Gehänge bewegt sieh in Fig. 2 von rechts nach links in Richtung des Pfeils A. Gleichzeitig, aber langsamer als das Gehänge, bewegt sich das Fahrzeug in gleicher Richtung wie das erstere. Sowohl der Kupplungshaken 9 als auch der Auslösehebel 20 befinden sich, wie strichpunk tiert angedeutet, in der offenen bzw. Ausgangs stellung, wo die Rolle 39 in der Raste 37 ruht. und der Kupplungshaken somit durch den Auslösehebel 20 in der offenen Stellung gehalten ist. Die Steuerrolle 28 befindet sich, entsprechend dem Verlauf der Schiene 29 in.
der in Fig. 1. strichpunktierten Stellung, und der Sicherungsbolzen 24 ist axial so weit in Fig. 1 nach rechts bewegt, dass er nicht in die Bahn des Kupplungshakens 9 ragt.
In dieser Stellung der einzelnen Teile be wegt sieh das Gehänge mit der Tragspule 33 in der Zeichnung Fig.2 nach links, bis die Tragspule 33 gegen den Auslösehebel 20 an stösst und diesen entgegen der Wirkung der Federn 21 in Fig. 2 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt. Durch diese Verschwenkbewe gung wird die Rolle 39 aus der Raste 37 her ausgehoben und damit der Kupplungshaken 9 befreit, der nun ausschliesslich unter dem Einfluss der Schliessfedern 10 steht, welche ihn unverzüglich im Gegenuhrzeigersinn ver drehen und in die in Fig. 2 mit vollem Strich gezeichnete Schliess- oder Kupplungsstellung überführen.
In dieser Schliessstellung ist durch den Kupplungshaken 9 und die beiden Platten 1, 2 und die Rückwand 3 des Kopplungs gestelles ein allseitig abgeschlossener Raum abgegrenzt, in welchem die Tragspule 33 ge fangen ist.. Auf an sich bekannte Weise sen ken sieh hinter der Kuppelstelle in der Fahr richtung die Schienen 36 gegenüber dem Seil, so dass die Spule in das für sie vorgesehene Lager 9a, zu liegen kommt und bei weiterer Absenkung der Schienen 36 das Fahrzeug von diesen abhebt. Der Auslösehebel 20 ver- schwenkt sich dabei unter Wirkung der Aus lösefeder 21 so weit, bis die Rolle 39 gegen die Aussenseite des Kupplungshakens ansteht.
Nach erfolgter Kupplung senkt sich auch die Schiene 29, mit welcher der Verriegelungs arm 27 über die Steuerrolle 28 unter Einfluss der Sicherungsfeder 41 in Berührung gehalten wird, wodurch der Hebel 27140 sich in Fig. 2 im Uhrzeigersinn verdreht. Diese Drehbewe gung wird über das Gestänge 26 auf die Lasche 25 und von dort auf die Schraube 23 über tragen, welche sich dabei so verdreht, dass sie sieh axial in Fig. 1 nach links bewegt, wodurch der Sicherungsbolzen 24 hinter dem Kupp lungshaken 9 in dessen Bahn hineingeschoben wird und so eine Rückbewegung des Kupp lungshakens in die offene Stellung verhindert. Damit ist sichergestellt, dass sich auch bei einem Bruch der Schliessfedern die Kupplung nicht mehr öffnen kann.
In der Ankunfts station fahren die Rollen 35 auf eine entspre- ehende Schiene 36 auf. Des weiteren trifft die Steuerrolle 28 auf die entsprechende Schiene 29, durch deren Ansteigen gegenüber der Schiene 36 der Hebel 27140 in Fig. 2 im Gegenuhrzeigersinn verdreht wird, wodurch sieh der Sicherungsbolzen 24 aus der Sperr stellung verschiebt. Anschliessend legt sieh die Rolle 12 gegen eine entsprechende Schiene 13, welche sieh relativ zur Schiene 36 senkt, so dass die Rolle 13 und mit ihr der Hebel 11 nach unten gedrückt werden und den Kupp lungshaken 9 entgegen der Wirkung der Schliessfedern in Fig. 2 im Uhrzeigersinn ver dreht..
Die Einwirkung der Schiene 13 ist auf alle Fälle so lang, bis die Raste 37 in den Bereich der Rolle 39 gelangt ist und die Rolle 39 unter Wirkung der Auslösefedern 21 in diese Raste einschnappt, so dass der Kupplungshaken in der offenen Stellung fest gehalten bleibt. Auf an sich bekannte Weise wird anschliessend das Fahrzeug gegenüber dem Seil und dem Gehänge beschleunigt und gleichzeitig abgesenkt, so dass die Tragspule aus dem Bereich des Kupplungsgestelles 1-3 und des Kupplungshakens 9 austritt, worauf das Fahrzeug angehalten wird.
Der Vorteil der beschriebenen Kupplungs einrichtung ist der, dass der Kupplungsvor gang durch entsprechende Dimensionierung der Schliessfedern sehr rasch und relativ hef- tig vor sich geht, so dass keine Gefahr besteht, dass während des Kupplungsvorganges die relative Stellung der Tragspule zum Kupp- hnmgsgestell und zum Kupplungshaken sich durch äussere Einflüsse wesentlich verändern kann. Dadurch wird vermieden, dass eine un vollständige Kupplung entstehen kann, indem insbesondere durch die Wucht des sich schlie ssenden Kupplungshakens die Kupplung ent weder eine vollständige ist oder aber bei un richtiger gegenseitiger Stellung der Kupp lungsteile eine Kupplung überhaupt nicht. zu stande kommt.