Rechnende Büromaschine Die Erfindung betrifft eine rechnende Büromaschine, die z. B. als eine Addier maschine, BuchungsmaschineoderBuchungs- automat ausgebildet sein kann.
Zur Steuerung aller automatischen Steuer- vorgä.nge in Geschäftsmaschinen, Buchungs maschinen und dergleichen werden mecha nische Mittel eingesetzt, die derart ausgebildet sein müssen, dass sie der mechanischen Bean spruchung entsprechen. Diese z. B. bei Buchungsautomaten meist im Papierwagen auswechselbar angeordneten Programm steuerungen, auch Steuerbrücken genannt, steuern durch Betätigung von Hebeln die jeweiligen Funktionen. Steuerbrücken und Übertragungsmittel unterliegen einer mecha nischen Beanspruchung und damit einem Verschleiss und bestehen aus einer Vielzahl komplizierter zusammenwirkender Teile, zu deren Erstellung erhebliche Betriebsmittel erforderlich sind. Der Zusammenbau ist kostspielig, und die vielen Teile sind stör anfällig.
Ausserdem verursachen die Über tragungsmittel störendes Geräusch. Schliess lich ist die Umstellung von einer Buchungs arbeit auf eine andere mit einem umständ lichen Auswechseln der Steuerbrücken ver bunden, wobei bei Ausführung durch Laien die Gefahr einer Beschädigung oder Funk tionsstörung besteht.
Ein weiterer Mangel bekannter derartiger Maschinen besteht.darin, dass die Bewegung des Wagens mit der Schreibwalze durch mechanische Antriebe mit störend empfunde nem Geräusch geschieht. Der Umstand, dass die Steuerbrücke im Wagen eingebaut ist und mechanische Arbeit zu leisten hat, bedingt den Einsatz entsprechend kräftiger Antriebs mittel (Leitspindel oder Zugfeder), die wieder Anlass zu Wartung und Störung geben.
Störend wird bei bestehenden Maschinen dieser Art vom Bedienungspersonal auch der oft hohe Tastendruck empfunden. Er ist die Ursache vorzeitiger Ermüdung und von Er krankungen (Sehnenscheidenentzündung).
Bei diesen Maschinen, insbesondere bei Buchungsautomaten mit einer Schreibwalze, bei denen Buchungsvorgänge auf Formulare gedruckt werden und der Wagen von Spalte zu Spalte springt, veranlasst in der Regel eine im Wagen angeordnete Steuerbrücke mittels Funktionsreitern durch mechanische Be tätigung korrespondierend angeordnete Vor richtungen zur Ausführung oder Einleitung von Vorgängen, wie sie dem Buchungsvor gang der jeweiligen Formularspalte .ent sprechen.
So wird jeweils die Funktion des Querwerks eingestellt, ebenso der Anruf der Speicherwerke und sonstige Funktionen wie Datumdruck, Symboldruck, Kontenplannull, Zeichensperre für das Querwerk oder das Speicherwerk oder beide zusammen, Aus lösung eines automatischen Motorzuges, Wahl der Saldospalte, Druckwiederholung, automatische Registorsumme oder Zwischen summe, Nichtschreiben, Zeilenschaltung, ver schiedene Sperren, z.
B. der Motortasten, des Stellstückwagens bei 10 - Tastenmaschinen, Vertikalschaltung, evtl. begrenzter Rückzug des Wagens, Blockierung der Tastatur bei überzogenem Guthaben usw. Wenn beispiels weise ein Buchungsautomat vierzig von der Steuerbrücke automatisch ansteuerbare Funktionen enthält und jeweils in einer Buchungsspalte mehrere Funktionen an gesteuert werden, so hat die Steuerbrücke die Summe aller Widerstände zu überwinden, muss also derart konstruiert sein, dass sie diese mechanische Beanspruchung verträgt. Die so zu leistende Arbeit muss der Wagen bzw. das ihn schiebende oder ziehende Organ, z. B. eine entsprechend starke Wagenzug feder, leisten.
Diese Wagenfeder muss wieder beim Wagenrückzug durch eine entsprechend starke Rückzugeinrichtung aufgezogen wer den, alles Momente, die sich in der Praxis nachteilig auswirken, z. B. durch hohe Kosten der erforderlichen Einrichtungen, Verschleiss der Teile und Geräusch.
Ein weiterer Nachteil bestehender Bu chungsmaschinen ist die umständliche Um stellung von einer Buchungsarbeit auf eine andere. Das geschieht durch Auswechseln der Steuerbrücke. Es gibt Maschinen, die auf einem Vierkant vier Steuerbrücken angeord net haben, wobei jeweils eine wirksam ist, und der Wechsel durch Drehung des Vier kants geschieht. Diese Ausführung hat den Nachteil, dass nur vier verschiedene Arbeiten voreingestellt werden können. Bei mehr als vier Formularen, die häufig benötigt werden, muss auch der Vierkant ausgewechselt wer den.
Nun kann der Vierkant aus räumlichen Gründen nicht beliebig vergrössert werden, er erhöht auch das Gewicht der Apparatur entgegen der Notwendigkeit, den Wagen mög lichst leicht zu gestalten. Auf einer schma len Steuerbrücke lassen sich aber mit ein fachen Reitern nicht so viele Funktionen an steuern bzw. unterbringen wie in. einer breiten Steuerbrücke. Um dem Übelstand wieder abzuhelfen, ist man den Weg gegangen, dass verschieden hohe Reiter eingesetzt wurden, die auf eine entsprechend kompliziertere Me chanik wirken, so dass je nach Höhe des Rei ters bzw. Verschwenkung des Anrufhebels verschiedene Funktionen ausgelöst werden.
Der Erfindung gemäss werden die ge schilderten Nachteile dadurch vermieden, dass zum Anruf der Steuervorgänge, Funktio nen und Sperrungen ein fliessbares Medium dient. Zweckmässig kommt als fliessbares Medium Druck- oder Saugluft in Frage; gegebenenfalls können dem Anruf aber auch andere fliessende Medien, wie Flüssigkeiten, dienen. In allen Fällen kann man zur Er möglichung des Anrufes lediglich biegsame Leitmittel, wie z. B. Röhren, Schläuche vor sehen, die im Maschinenraum leicht unter bringbar sind und wenig Raum beanspruchen. Eine mechanische Anrufvorrichtung entfällt.
Der Wagen wird wesentlich entlastet, wenn statt der üblichen Steuerbrücke eine von Erhöhungen im wesentlichen freie, zur selbst tätigen Steuerung des fliessbaren Mediums dienende, an der Wagenbewegung teilneh mende, ebene oder gewölbte Platte verwendet wird. Bei pneumatischem oder hydraulischem Anruf kann dies eine Lochplatte sein. Eine derartige Platte ist auch, wenn von einem Buchungsformular zu einem andern über gangen werden soll, erheblich leichter aus wechselbar. Statt der Lochplatte, die z. B. aus Karton gefertigt sein kann, kann zur selbsttätigen Steuerung ein Lochband be nutzt werden, das mehrere Steuerschemata in sich vereinigt, die durch Transport des Bandes über zwei dasselbe aufnehmende Walzen wahlweise zur Wirkung gebracht werden können.
Neben der sonstigen Steue rung des fliessbaren Mediums kann auch eine Steuerung von Hand vorgesehen sein, z. B. mittels Tasten.
Die Fig. 1, ? und 3 zeigen schematisch eine der Erfindung entsprechende Vorrich tung für den Wagenrückzug, und zwar Fig. 1 in Vorderansicht, Fig. 2 einen Schnitt durch die Lochplatte und ihre Tragvorrichtung; Fig..3 einen Schnitt durch ein Lochband; Fig. 4 zeigt schaubildlich die Lochplatte mit ihrer Tragvorrichtung und einer der Lochkarte zugeordneten Steuervorrichtung; Fig. 5 zeigt eine zweite Ausführungsform der dem Wagenrückzug dienenden Vorrich tung teilweise im Querschnitt;
Fig. 6 zeigt im Querschnitt eine Steuer vorrichtung für einzelne Funktionen, z. B. zur Betätigung einer Klinke, eines Hebels zum Anrufen oder Steuern der Speicherwerke und dergleichen.
Fig. 7 zeigt eine andere Ausführungsform der dem Steuern dienenden Ventile; Fig.8 zeigt schematisch die Steuerung der Druckluft durch eine Motortaste; Fig. 9 zeigt schematisch eine Vorrichtung zum Anruf von Speicherwerken; Fig. 10 zeigt eine Vorrichtung zum Motor zug von Hand, wagengesteuert zur Hand habung des gesteuerten Motorzuges und eine Eintourenkupplung ; Fig. <B>11</B> eine Vorrichtung zum Tabulieren von Hand, motorisch und zum Übersprung;
Fig. 12 eine Vorrichtung zur Programm steuerung der Speicherwerke und zur Hand wahl derselben; Fig.13 eine Vorrichtung zur Zeilen schaltung; Fig. 14 eine zweite Ausführungsform der Zeilenschaltung ; Fig. 15 eine Vorrichtung zum Wagen rückzug und zum begrenzten Wagenrückzug; Fig. 16 eine Draufsicht auf die Loch platte; Fig. 17 eine Vorrichtung zur Betätigung des Wagenübersprunges.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Papier wagen 1 mit der Schreibwalze 2, der auf Rollen oder Kugeln 3 auf den geschliffenen Wagenlaufschienen 4 zwischen den gestrichelt gezeichneten Endlagen hin und her laufen kann. Der leichte, von den bisherigen Steuer- brückeneinrichtungon entlastete Wagen, der nur noch der Träger der zu bedruckenden Formulare und der Tabulierreiter ist, läuft spielend leicht auf den Wagenlaufschienen hin und her.
Bewegt wird er nach Fig. 1 beispielsweise durch eine pneumatische Ein richtung, bestehend aus einem schwingenden Arm 5, der über die Pleuelstange 6 mit dem Wagen 1 gelenkig verbunden ist und auf den Druckluftzylinder oder Bälge 7, 8 einwirken. Durch Gelenk 9 ist mit dem schwenkbaren Arm 5 die Stange 10 verbunden, die am andern Ende durch Gelenk 11 mit dem Rah men 12 verbunden ist und diesen auf Rollen 13 und Schienen 14 synchron mit dem Wagen 1 liin und her bewegt.
Ein Lochkarton (Lochplatte) 15 (Fig. 1, 2 und 3) sitzt mit Passlöchern auf Passstiften 16 des Rahmens 12 und ist damit fest mit dem Rahmen verbunden.
Bei ihrer Hin- und Herbewegung gleitet die Lochplatte 15 über die Gleitplatte 17, auf der sie durch die Druckwalze 18 in dichter Anlage gehalten wird.
Soll der Wagen 1 nach rechts bewegt werden (Wagenrückzug), so wird der linke Balg 8 mit Druckluft gefüllt. Da bei dieser Art des Wagenantriebs nicht die Kraft der Wagenzugfeder zu überwinden ist, ist die Antriebskraft entsprechend gering. Für die Bewegung des Wagens nach links steht der rechte Balg 7 unter Druck. Die Steuerung der Druckluft erfolgt durch entsprechende Löcher in der Lochplatte 15 bzw. die von da ge steuerten, pneumatischen Ventile.
Das Schema dieser Einrichtung ist in den Fig. 4 und 5 in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Bei der ersten Ausführungsform enthält die Gleitplatte 17 eine Reihe von Löchern 20. Jedes Loch entspricht einer bestimmten Funktion. Die Fig. 4 zeigt die Wirkungsweise der zwei ersten, für die Wagenbewegung bestimmten Löcher. Wenn der den Wagen bewegende Arm 5 in seine linke Lage 5' gelangt ist, hat sich der Loch karton 15 derart über die Gleitplatte 17 ver schoben, dass ein Loch die Öffnung 20' (die zweite von links) freigibt.
Von diesem Loch 20' führt ein Rohr 21 zum Ventil 22 im Kasten 23. Der Kasten 23 steht unter Druck. In ihm sind vier Ventile 22, 24, 25 und 26 angeordnet. Jedes dieser vier Ventile deckt mit seiner untern Dichtungsfläche ein Loch im Boden des Kastens 23 ab, so dass nirgends Luft ausströmen kann. Die beiden Ventile 22 und 24 dienen der Steuerung des Luftstroms abwechslungsweise in die Bälge 7 und 8 für die Wagenbewegung. Sie bestehen je aus einem Zylindermantel aus dünnem, elasti schem Werkstoff, der an den Enden mit Platten abgeschlossen ist.
Die obere Platte 27 mit einem Loch in der Mitte ist dicht und fest mit der Kastenoberwand verbunden, wäh rend die untere Platte 28 mit einer Dich tungsplatte 29 aus Leder oder einem andern geeigneten Dichtungsmaterial das Loch 30 in der Kastenwandung abdeckt. Damit es dies mit erforderlicher Sicherheit unter Druck tun kann, muss auch im Innern.des Zylinder raumes der gleiche Luftdruck herrschen wie im Kasten 23 selbst. Luft gelangt durch die kleine Düse 31 in das Innere des Zylinders und des zur Gleitplatte führenden Rohres 32.
Der auf der Gleitplatte 17 aufliegende Loch karton 15, der durch die gerillte Druckwalze 18 beschwert ist, deckt mit seinen undurch- brochenen Stellen die Löcher zu. Innen und aussen herrscht im Ventilzylinder gleicher Luftdruck, so dass die untere Platte 28 fest auf das untere Loch 30 gedrückt wird und keine Luft ausströmen kann. Gibt der sich verschiebende Lochkarton 15 durch ein Loch die Öffnung in der Gleitplatte 17 frei, so ent weicht die Druckluft z.B. aus dem Rohr 21 und damit aus dem Ventilzylinder 22. Die durch die enge Düse 31 nachströmende Luft bleibt, solange das verhältnismässig grosse Loch in der Gleitplatte offen bleibt, wirkungs los.
Es entsteht im Ventilzylinder ein Unter druck. Der Druck im Kasten 23 drückt von aussen die dünne, nachgiebige Zylinderwand ein und kürzt damit die Zylinderlänge, so dass die untere Platte 28 hochgerissen wird. An der Platte 28 hängt an einer Stange 33 die untere Dichtungsplatte 34, die nun an der Unterseite des Loches 30 zur abdichtenden Anlage kommt. Das Loch 30 ist nun oben offen, unten geschlossen. Die Druckluft aus dem Kasten 23 strömt in Pfeilrichtung durch den seitlichen Kanal 35 in die zwei kleinen Bälge 36 und 37. Diese schlagen hoch und halten das Ventil 22 bzw. das grosse Ventil 25 in der gestrichelten Lage gehoben.
Dadurch strömt über Ventil 25 die Druckluft durch den Kanal 38 in den Balg 8; der Wagen bewegt sich nach rechts. Vom Kanal 38 zweigt eine Rohr 39 zum Ventil 26 ab, so dass dieses der Luft aus Balg 7 über das unten offene Loch des Ventils 26 den Austritt frei gibt. Mit dem Wagen wird auch die Loch platte zurückgezogen. Das Loch 20' in der Gleitplatte ist während der Rückbewegung der Lochplatte 15 geschlossen, Luft strömt durch die Düse 31 ins Innere des Rohres 21 und des Ventilzylinders 22, vermag aber nichts zu ändern, denn der stärkere Balg 36 steht weiter unter Druck und lässt das Ventil nicht zufallen.
Erst wenn der Wagen so weit zurückgezogen ist, dass durch ein Loch im Lochkarton die erste Öffnung und damit das Rohr 32 entlüftet wird, hebt sich das Ventil 24, Luft strömt nun durch das Rohr 40 in den Balg 41. Dieser Balg lüftet entgegen der Wirkung der Feder 42 die Öffnung 43 durch Verschwenken der den Boden des Balgs 36 abdichtenden Klappe 44. Dadurch fallen die Ventile 22 und 25 zurück, sperren die Luft zufuhr nach Balg 8 und lassen aus diesem die Luft ins Freie gehen. Auch aus Rohr 39 verschwindet der Druck, Ventil 26 wird hochgerissen und gibt nun durch den Kanal 45 Luft in den Balg 7, so lange, bis der Gegen impuls durch ein Loch in der Lochplatte 15 in der beschriebenen Weise erfolgt.
Eine zweite Ausführungsform der Pneu matik ist in Fig. 5 dargestellt. Die zwei Lö cher 20 und 20' in der Gleitplatte 17 steuern die Hin- und Herbewegung des Wagens in folgender Weise In einem Ventilkasten 46 sind die zwei Ventile 4 7 und 48 der beschriebenen Art angeordnet. Mit'der Gleitplatte 17 wirken sie durch die Röhrchen 49 und 50 zusammen. Wird Röhrchen 49 durch ein Loch in der Lochplatte freigegeben, so spricht Ventil 4 7 an. Luft strömt durch Rohr 51 in den Balg 52. Dieser verschiebt den Schieber 53 in die gestrichelte Lage. Dieser Schieber steuert unter dem Druck der Feder 54 die Kanäle der Platte 55.
Er leitet die von Rohr 56 kom mende Druckluft von Kanal 57, wie cler gestrichelte Pfeil zeigt, über Kanal 58 in den Balg 8, so lange, bis Rohr 50 mit einem Loch der Lochplatte in Deckung kommt, so dass es entlüftet wird, Ventil 48 . anspricht, Luft durch den Kanal 59 in Balg 60 schickt und dieser den Schieber 53 zurückschiebt (voll gezeichnete Lage). Dann tritt aus Balg 8 die Luft ins Freie, während Druckluft von 57 in den Kanal 61 und somit in den Balg 7 strömt.
Diese Einrichtung ist einfacher, verlangt jedoch Wartung durch Schmieren der Schie- berfläche, während bei der Pneumatik nach Fig. 4, bei welcher keinerlei gleitende Rei bung auftritt, sondern lediglich dichtende Klappen geöffnet oder geschlossen werden, keinerlei Schmierung und Wartung erforder lich ist.
Die bisher beschriebene Einrichtung dient zur Ausführung der Wagenbewegung und deren Steuerung durch eine Lochplatte, die selbstverständlich dem gewünschten Bu chungsformular entsprechen muss. Ein Aus wechseln der Lochplatte geschieht auf ein fachste Weise in der Art, dass nach Abheben der Druckwalze 18 die Lochplatte 15 von den Passstiften 16 am Rahmen 12 abgehoben und durch eine andere ersetzt wird. Nach Fig. 3 kann die Einrichtung so ge troffen werden, dass alle in Frage kommenden Lochplatten als Band hintereinander ge schaltet und auf Rolle 62 aufgewickelt sind, von der sie auf die Walze 63 abgewickelt werden.
Die jeweils gewünschte Platte wird durch Drehen der Walze 63 in Arbeitsstellung gebracht, nachdem eine mit dem Wagen synchron hin und her laufende Platten bewegungseinrichtung gelöst worden ist.
Die Gleitplatte enthält ausser den be schriebenen zwei Löchern für das Ein- und Ausschalten des Wagenrückzuges noch eine mehr oder minder grosse Anzahl von Öff nungen zur Steuerung aller automatischen Funktionen, die grundsätzlich in der in Fig. 6 schematisch dargestellten Weise wirken. Von der Gleitplatte 17 geht ein Rohr 64 zum Ventil 65 des unter Druck stehenden Kastens 66. Durch ein Loch in der Loch platte 15 spricht das Ventil 65 an und gibt Luft in Kanal 67, bläht damit einen Balg 68 auf (oder betätigt einen Kolben in einem Zylinder) und drückt die Druckstange 69 in die gestrichelt gezeichnete Lage. Die Druck stange 69 schaltet dann einen mechanischen Vorgang, z. B. eine Klinke, einen Hebel oder dergleichen, oder sperrt oder verschiebt etwas.
Auf diese Weise werden angerufen oder gesteuert die Speicherwerke, der auto matische Motorzug, der Abdruck von Datum und Symbol, die Zeilenschaltung, die Funk tionen der Querwerke und dergleichen. Es liegt im Wesen des Erfindungsgedankens, dass auch andere Ventilkonstruktionen als die bisher beschriebenen Anwendung finden kön nen. So kann beispeilsweise das Ventil oder ein Relais nach Fig. 7 statt mit zylinder- förmigen Ventilen mit flachen Membranen arbeiten.
In diesem Fall sind in einer bei spielsweise gegossenen oder aus Kunststoff gepressten Platte 70 nebeneinander beliebig viele Membranen 71 durch ein durchbroche nes Formstück 72 dicht aufgeklemmt. Der mittlere Teil der Membranen ist zwischen zwei kreisförmigen Platten 73 eingeschlossen, an denen die Dichtungsplatten 74 hängen. Durch die Platten 73 und die Membran gehen die Düsenöffnungen 75. Sie können auch an einer andern geeigneten Stelle angebracht sein. Auf diese Weise ergibt sich ein gedräng ter, übersichtlicher und leicht herzustellender Bau.
Wesentlich ist der Gedanke, durch ein faches Abdecken oder Freigeben eines Loches eine Funktion anzusteuern und als Pro grammsteuerung anstelle der bisherigen teuren Steuerbrücken eine Lochplatte aus Karton oder sonstigem geeignetem Material zu verwenden.
Das Prinzip der Ansteuerung durch Öff nen oder Schliessen einer Öffnung beschränkt sich aber nicht nur auf die von der Gleit- platte ausgehende Programmsteuerung, son dern auch auf die Handsteuerung in der Tastatur. Bei vielen Geschäftsmaschinen gehen die Tasten so schwer, auch der Tief gang ist so gross, dass bald Ermüdung des Bedienenden und Erkrankungen, wie Sehnen scheidenentzündungen, eintreten. Das be schriebene Prinzip des Öffnens und Schlie ssens einer Öffnung, auf die Tasten angewen det, ermöglicht einen ganz geringen Tasten druck. So kann beispielsweise eine Motortaste so ausgebildet sein, wie Fig.8 zeigt. Durch Druck auf die Motortaste 76 öffnet sich die Klappe 77.
Aus Rohr 78 und Ventil 79 strömt die Luft aus. Druckluft aus dem Kasten 80 geht in Pfeilrichtung in den Balg 81, ver- schwenkt die Anhalteklinke 126 und gibt damit die Kupplungsklinke 125 frei.
Es ist erforderlich, dass die Gleitplatte nur in der Zeit unter Luftdruck steht, während der der Wagen sich von rechts nach links bewegt, z. B. durch Tabulierung beim Sprin gen von Spalte zu Spalte, und die Steuerung der Funktionen ermöglicht, nicht jedoch beim Wagenrückzug, bei seiner Bewegung von links nach rechts. Während des Rückzuges sollen keine Steuerungen erfolgen. Es ist deshalb die Einrichtung derart getroffen, dass der für die Einzelsteuervorgänge dienende Ventilkasten 66, Fig. 6, seine Druckluft von Balg 7 bekommt. Bei begrenztem oder vol lem Wagenrückzug hat Balg 7 (oder der ent sprechende Druckzylinder) keinen Über druck, damit auch nicht der Ventilkasten 66 und also auch nicht die Gleitplatte 17 bzw.
die angeschlossenen Röhren 64.
Bei begrenztem Wagenrückzug ist der Ausnahmefall möglich, dass ein Loch in der Lochplatte in der Spalte, in der der Wagen stehen bleiben soll, gerade bei der Rück bewegung das Anhalten steuern muss, ebenso bei vollem Rückzug am Ende der Wagen rückzugbewegung. Damit dies möglich wird, obwohl sonst alle andern Funktionen durch Druckluftentzug unwirksam bleiben müssen, sind diese beiden Ventile in einem besonderen Druckluftkasten untergebracht, der stets unter Druck bleibt. Fig. 9 zeigt das Schaltschema der Pneu matik in einem Ausführungsbeispiel.
Der Buchungsautomat ist veranschau licht durch den Wagen 1 mit der Schreibwalze 2, davor die Typenstangen 82 mit den nach unten ragenden Zahnstangen 83. Davor sind die Speicherwerke 84, unten die Tastatur 85 angedeutet, Die bereits oben beschriebene Wagenbewegungseinrichtung besteht aus Arm 5, Pleuelstange 6 und den beiden Bälgen 7 und B. Bei der Pneumatik sind der besseren Übersicht wegen die Luftrohrleitungen durch einfache Striche angedeutet. Links oben ist die Gleitplatte 17, über ihr die Druckwalze 18.
Von der Gleitplatte 17 führen die beiden bereits beschriebenen Röhrchen 21 und 22 zu dem Kasten 23 (in Fig. 1 nicht dargestellt), die übrigen Röhrchen 86 führen zum Ventil kasten 87, aus dem die Druckluftröhrchen 88 zu den einzelnen Funktionsstellen in Bälge führen.
Ein Motor 90 treibt eine Luftpumpe 91, an der ein Windkessel mit Druckregler 92 angeschlossen ist. Von hier strömt die Druck luft zunächst je nach Steuerung in den rech ten Balg 7 oder den linken Balg 8 (oder Zy linder) und jeweils von Balg 7 durch die Lei tung 93 in den Ventilkasten<B>87.</B> In Fig. 9 sind nur acht Speicherwerke 84 eingezeichnet. Es lassen sich, je nach Länge und Ausführung der Zahnstangen 83 und je nach Anordnung der Speicherwerke eine wesentlich höhere Zahl unterbringen. Ein Querwerk ist nach rechts herausgezogen durch 94 angedeutet. Es können auch mehrere angeordnet sein. Die Speicherwerke 84 können sowohl für Vertikalarbeit als auch für Horizontalarbeit eingesetzt werden.
Alle Zählwerke, Quer- und Speicherwerke können derart ausgebildet sein, dass sie entweder nur addieren oder addieren und subtrahieren oder auch sal dieren können. Im Schema nach Fig. 9 sind addierende Speicherwerke 84 und ein Saldier werk 94 als Querwerk angenommen.
Die Tastatur 85 enthält links die Tasten 95 für den Handanruf der Speicherwerke. Rechts von diesen sind zwanzig Symbol tasten 96, drei Einstellhebel 97, 98 und 99 für Datum (Tag und Monat). (Das Jahr wird innen in der Maschine als Anschlag für die Jahrestypenstange eingestellt).
100 ist die Taste zur Aufhebung des auto matischen Motorzuges, 101 die Löschtaste zu Korrekturzwecken, 102 ist der Stellenanzei ger, 103 die Zifferntasten 0,00,000 bis 9. Rechts von diesen sind noch folgende Tasten an geordnet: 104 motorisierte Übersprungtaste, 105 Motortaste für Horizontalarbeit, 106 motorisierte Vertikaltaste, 107 sind vier Funktionstasten für das Querwerk (Summe, Zwischensumme, Nichtaddition und Minus), 108 ist die Tabuliertaste, 109 Wagenrückzug taste, 110 Registerzwischensummenta,ste, <B>111</B> Registersummentaste,
112 ist bei Plus-minus- Maschinen die Gesamtumkehrtaste, bei Plus maschinen die Freigabetaste für Summenzug aus den Speicherwerken, 113 Taste für Re gister-Nichtaddition und 114 Wagenfestha.lte- taste.
Eine nicht eingezeichnete Hauptachse der bekannten Art, die vom Motor 90 über eine Kupplung angetrieben wird und jeweils eine Umdrehung ausführt, bewirkt den bei Ad diermaschinen mit Reihenzählwerken be kannten Arbeitsgang, wobei durch An steuerung von Kupplungsgliedern das oder die gewählten Zählwerke den gewählten Funktionen entsprechend mit Schaltelemen ten in Eingriff gebracht werden, die sich im zeitlichen Ablauf der Funktion entsprechend bewegen, z. B. Betragsaufnahme, Summe oder Zwischensumme usw.
Jedem Speicherwerk sind nach Fig.9 drei Bälge zugeordnet. (Gezeichnet sind diese je drei Bälge beim obersten und untersten Speicherwerk 84, und zwar für Posten (Be tragsaufnahme) Balg 115, für Summe Balg 116 und für Zwischensumme Balg 117. Diese drei Systeme von Bälgen 115, 116, 117 sind an die Membranplatte 118 angeschlossen, in die von der Gleitplatte 17 die Druckluftröhr- chen 88 aus dem Ventilkasten 87 für den Anruf der Speicherwerke münden. Ein Rohr 88 ruft ein Zählwerk an' und ein anderes, das unten an der Membranplatte 118 angeschlos sen ist, die Funktion (Posten, Summe oder Zwischensumme).
Am Querwerk sind vier Bälge angeschlossen: 119 für Plus, 120 für Minus, 121 für Zwischensumme und 122 für Summe. Aus dem Schema ist verständlich, dass beim Springen des Wagens 2 (die Ein richtung dazu, das Tabulieren, der Über sprung usw. wird zu Fig. 11 erklärt) von Spalte zu Spalte und korrespondierendem Sprung der Lochplatte 15 über die Gleitplatte 17 durch dem gewünschten Buchungsvorgang entsprechende Löcher in der Lochplatte programmgemäss alle erforderlichen Funktio nen angesteuert werden. Dies geschieht mit einem Mindestaufwand von Mechanik und Geräusch, erfindungsgemäss durch ein fliess bares Medium, wie Druckluft (oder Saugluft).
Motorzug <I>von</I> Hand, <I>Motorzug</I> wagengesteuert, Handaufhebung <I>des</I> programmgesteuerten <I>Mo-</I> <I>torzuges,</I> Eintourenkupplung Fig. 10 zeigt die ständig vom Motor ge drehte Kupplungsscheibe 123.
Zur Steuerung des Arbeitsspiels ist an der Scheibe 124 eine Kupplungsklinke 125 federnd schwenkbar angeordnet, die durch die Klinke<B>126</B> an gehalten und dadurch ausser Eingriff mit der Kupplungsscheibe gehalten wird. Soll pro grammgesteuert ein Arbeitsspiel ausgelöst werden, so geschieht dies durch ein Loch in der Lochplatte 15 über der Gleitplatte17. Das Ventil 127 im unter Druck stehenden Ventilkasten 87 spricht an und lässt Druck luft durch Rohr 128 in den Balg 129 strömen. Am beweglichen Teil 130 des Balgs 129. sitzt.
schwenkbar und gefedert die Klinke 131, die gehoben wird (gestrichelte Stellung), wobei nach Anschlag an Bolzen 132 die Klinke den an der Klappe 133 sitzenden Bolzen 134, den sie anfangs hochgehoben hat, zum Zurück fallen freigibt. Die Klappe sitzt dicht auf der Mündung des Rohres 135, das zum Ventil 137 führt. Während des kurzzeitigen Anhebens der Klappe 133 spricht das Ventil 137 an und schickt Druckluft durch das Rohr 138 in den Balg 139. Dieser schwenkt mittels der Stange 140 die Klinke 126 aus und gibt damit die Kupplungsklinke. 125 frei, -welche unter Wirkung der Feder 141 in die Kupplungs scheibe 123 einfällt.
Die beschriebene Steuer einrichtung ist gleichzeitig eine Eintouren- kupplung. Das Loch im Lochkarton bleibt während der ganzen Zeit auf der Gleitplatte, hat aber nur eine Momentwirkung, weil durch das Abschnappen der Klinke 131 die Klappe<B>133</B> nur für einen Moment gehoben wird. Der Balg 139 bekommt nur einen Luft stoss, verschwenkt nur kurz zur Freigabe die Klinke 126, die sofort wieder zum Abfangen der Kupplungsklinke 125 nach einer Um drehung bereit ist.
In Fig. 10 ist auch die Auslösung eines Arbeitsspieles von Hand durch Betätigen der Motortaste 105 dargestellt. Beim Drücken der Motortaste 105 wird von Hand genau so, als wäre es durch Lochplatte 15 programm gesteuert geschehen, das Ventil<B>1.27</B> zum An sprechen gebracht und die Freigabe der Kupplungsklinke bewirkt.
Um die Möglichkeit zu haben, einen pro grammgesteuerten Motorzug (Auslösung eines Arbeitsspieles) aufzuheben bzw. nicht wirksam werden zu lassen, ist die Taste 100 vorgesehen. Beim Niederdrücken der Taste 100 wird sie durch die federnde Klinke 142 in der gestrichelt gezeichneten Lage fest gehalten. Dabei wird über die Druckstange 143 der Haken 144 derart verschwenkt, dass er über den am beweglichen Balgteil 130 angeordneten Riegelbolzen 145 greift und ein Hochgehen auch bei Ansteuerung von der Lochplatte 15 verhindert. Soll diese Sperrung bzw. Aufhebung wieder freigegeben werden, wird durch Druck auf den Knopf 146 die federnde Klinke 142 heruntergedrückt.
Tabulierung <I>von Hand,</I> Tabulierung <I>motorisch</I> und Übersprung Fig. <I>11</I> Am Wagen sitzt die Vierkantstange 147 mit den Kolonnenreitern 148. Diese Reiter 148 sind in Abständen gesteckt, die dem jeweiligen Buchungsformular entsprechen.
Wenn von einer Buchungsarbeit auf eine andere gewechselt wird, muss die Lochplatte über der Gleitplatte gewechselt und der Vier- kant 147 (es kann auch ein Sechskant oder ein Zylinder mit vielen Kolonnenstopp anordnungen sein, je nach der Zahl der auf der Buchungsmaschine auszuführenden Ar beiten) entsprechend veidrelit werden, so dass die dem Foimular entsprechende Kolonnen reiterreihe zur Wirkung kommt. Festgehalten wird der Wagen durch den Anschlaghebe1149. Soll von Hand tabuliert werden, wird die Tabuliertaste 108 niedergedrückt.
Dadurch wird über die Druckstange 150 der dreiarmige Hebel<B>151</B> verschwenkt; durch den Zugdraht 152 verschwenkt er den Zwischenhebel 153, der mit seinem linken Arm das abgewickelte Stück l49' umfasst und so den Anschlaghebel 149 herunterzieht und somit den Wagen zur Bewegung nach links freigibt.
Die Maschinenhauptachse 154, die für ein Arbeitsspiel jeweils durch die in Fig. 10 gezeichnete Klinke 125 für eine volle Um drehung mitgenommen wird, trägt den Tabulierexzenter 155 und dreht ihn in Pfeil richtung. Kurz vor Erreichen der in Fig. 11 gezeichneten Ruhestellung wird durch den Nocken 156 der Hebel 157 niedergedrückt, der über die Zugstange 158 den dreiarmigen Hebel 151 so verschwenkt, dass, ähnlich wie bei Betätigung der Tabuliertaste 108, die Tabulierung erfolgt.
Wenn gewünscht wird, dass der Wagen nicht nur von einer Spalte in die nächste benachbarte Spalte springt, sondern eine oder mehrere Spalten übersprungen werden, wird die Übersprungtaste 104 gedrückt. Sie ver- schwenkt die Fangklinke 178 für die Klinke 159 im Sinne des Uhrzeigers, so dass die Klinke 159 unter Federwirkung in die ge strichelt gezeichnete Lage gelangt.
Dadurch wird bewirkt, dass der Anschlaghebel 149 nach erfolgter Tabulierung nicht sogleich in seine Anfangsstellung, dem Zug der Feder 136 folgend, zurückgeht, sondern durch die Klinke 159 am Lappen 160 in der ver- schwenkten, gestrichelt gezeichneten Lage so lange festgehalten wird, bis durch ein Loch in der Lochplatte 15 das Ventil 161 anspricht und Druckluft in den Balg 162 strömt, der über die Stossstange 163 die Klinke 159 ent- gegen dem Sinne des Uhrzeigers verschwenkt. Dadurch wird der dreiarmige Hebel 151 wieder freigegeben.
Die so verschwenkte Klinke 159 wird durch die Fangklinke 178 in der für 151 un wirksamen, voll gezeichneten Lage so lange festgehalten, wie kein Übersprung gewünscht wird.
Die Fangklinke 178 kann nicht nur von Hand mittels der Übersprungtaste ver- schwenkt werden, sondern auch programm gesteuert werden, z. B. bei automatischer Wahl der Saldospalte von der Lochplatte über den Balg 164 und Stange 165.
In Fig. 11 ist die bekannte Einrichtung für eine Abbremsung der Schläge beim Wagensprung dargestellt, die darin besteht, dass beim Niederziehen des Anschlaghebels 149 dieser durch die Zugfeder 166 dem Wagen entgegenlaufend über den Winkelhebel 167 gezogen wird und beim Hochgehen und Er fassen des nächsten Kolonnenreiters 148, dem Wagendruck folgend, bis zum End- anschlag 168 mitgenommen wird,. wobei die Druckluftbremse 169 den sonst harten Schlag in bekannter Weise abfängt.
Programmsteuerung <I>der</I> Sheicheric,erke <B><I>und</I></B> Handwald derselben Fig. 12 zeigt schematisch die Einrichtung zum Anruf der Speicherwerke und deren Ausserwirkungsetzung bei Betätigung einer Wahltaste. Für den Anruf eines jeden Speicherwerkes ist in der Gleitplatte 17 je ein Loch und von diesem ein Rohr 64 zu einem Ventil 65 im Ventilkasten 66 vor gesehen. Durch ein Loch in dem in Fig. 12 nicht gezeichneten Lochkarton 15 spricht das betreffende Ventil 65 an und betätigt einen zugeordneten Balg 68 (Fig. 6).
Ist abweichend von der Programm steuerung ein anderes - Speicherwerk er wünscht, so wird eine Wahltaste 168 ge drückt. Dadurch wird der Schieber 169 in Pfeilrichtung verschoben und die Klappe170 angehoben, so dass das Ventil<B>171</B> Luft in die Kammer<B>172</B> leitet. Der Ventilkasten 66 erhält seine Druck luft aus dem Rohr 173 über den Umweg durch die Kammer 172 zum Rohr 174. Die Einmündung der Rohre 173 und 174 in der Kammer 172 liegen unter einer Membran 175, die, solange in der Kammer 172 kein Über druck herrscht, dem Luftdruck von 173 kommend leicht nachgibt und die gestrichelt gezeichnete Stellung einnimmt. Solange die ser Zustand besteht, können die Ventile 65 programmgemäss anrufen.
Wurde dagegen durch Drücken einer Wahltaste 168 die Klappe 170 geöffnet und das Ventil 171 ab gehoben, erhält die Kammer 172 Druckluft, die Membran 175 wird niedergedrückt und dichtet die Einmündungen der Rohre<B>173</B> und 174 ab. Der Druckluftzustrom nach Ven tilkasten 66 ist unterbrochen und damit die Programmsteuerung aufgehoben. Der Anruf des gewünschten Speicherwerkes von der Taste erfolgt dann sinngemäss durch eine der bekannten Einrichtungen, die in Fig. 12 nicht gezeichnet sind.
Zeilenschaltung Die Zeilenschaltung in einer Ausführungs form nach Fig. 13 wird mechanisch von der Maschinenhauptachse 154 ausgeführt und kann wahlweise entweder von Hand durch Taste 106 ausgelöst oder von Lochplatte 15 pneumatisch angesteuert werden. Auf der Achse der Schreibwalze 2 im Wagen 1, der auf Kugeln 3 auf den Laufschienen 4 läuft, sitzt das Zeilenschaltrad 179, welches durch den federnd angedrückten Rastenrollenhebel 180 gehalten wird.
In den Wagenseiteriwän- den ist eine Vierkantachse 181 drehbar ge lagert. Durch Drehen der Vierkantachse wird der an ihr festsitzende Hebel 182 mit der Zeilenschaltklinke 183 verschwenkt und durch deren Eingriff in das Zeilenschaltrad 179 die Schreibwalze 2 gedreht. Während der Wagenbewegung gleitet die Vierkantachse 181 in einer an der Wagenlaufschiene drehbar gelagerten Hülse, die durch Hebel 185 vor schwenkbar ist.
Dadurch ist es möglich, die Zeilenschaltung am verschiebbaren Wägen in jeder seiner Stellungen von einem 6rts- festen Gestänge vorzunehmen.
Auf der Maschinenhauptachse 154 sitzt der Zeilenschaltexzenter 186. Dieser wirkt auf die Rolle 187 des um Bolzen 188 schwenk bar gelagerten Hebels 189, an dessen oberem Ende bei 190 die Zeilenschaltschiene 191 an gelenkt ist.
Die Zugfeder 192 ist bestrebt, das Ge stänge 191, 189 mit Rolle 187 zur Anlage an den Zeilenschaltexzenter 186 zu bringen, so dass bei jedem Arbeitsgang eine Zeilen schaltung durchgeführt wird. Zunächst wird aber der Hebel 189 durch den Klinkenhebel 193 festgehalten.
Erst wenn eine Verschwen- kung des Klinkenhebels 193 entweder von Hand durch die Vertikaltaste 106 über die Druckstange 194 erfolgt (in die gestrichelt gezeichnete Lage) oder durch Programm steuerung von der Lochplatte 15 über Ventil 65, Balg 68 und Druckstange 69 kann die Zeilenschaltung stattfinden. Zeilenschaltung erfolgt auch bei Betätigung der Wagenfest haltetaste 114, die über Stange 195 den Klinkenhebel 193 verschwenkt. Die Wagen festhaltetaste wird in der gedrückten Stellung durch die Klinke 196 festgehalten und durch den Auslöser 197 wieder freigegeben.
Eine pneumatische Ausführungsform der Zeilenschaltung zeigt Fig.14. Wenn das Ventil 65 programmgesteuert durch ein Loch in der Lochplatte 15 oder handgesteuert durch die Vertikaltaste 106 anspricht, führt der Druckluftzylinder 197 die Zeilenschaltung aus. Der Augenblick dei Zeilenschaltung soll nach erfolgtem Abdruck, z. B. eingetasteter Ziffern, erfolgen. Die Ansteuerung der Zeilen schaltfunktion durch die Lochplatte 15 er folgt aber bereits im Augenblick des Wagen sprungs in die Spalte. Um sie aber erst in Abhängigkeit vom Maschinengang auszu führen, ist die in Fig. 14 links schematisch dargestellte Einrichtung vorgesehen.
Das von der Gleitplatte 17 kommende Rohr 64 mündet im Membrankasten 207. Vor der Einmündung zweigt ein Rohr 208 zur Vertikaltaste 106 ab. Der Membrankasten 207 wird durch die Düse 209 aus dem Kasten 66 mit Druckluft ver sorgt. Vom Membrankasten 207 geht das Entlüftungsrohr 210 zu den angefederten Klappenhebel 211 und das Rohr 64 zum Ventil 65.
Die 1Ueinbran 212 dichtet die Mün dungen der Rohre 64 und 64' ab, so dass das Ventil 65 vorerst keine Druckluft in den Druckluftzylinder 197 strömen lässt, auch wenn die Lochplatte 15 oder die Vertikal taste 106 Zeile anrufen. Die gedrückte Verti kaltaste 106 wird durch Klinke 213 fest gehalten.
Erst wenn bei einem Maschinengang die Maschinenhauptachse 154 eine Um drehung macht, hebt im geeigneten Zeit punkt der Zeilenschaltexzenter 214 den Klappenhebel 211 ab, dadurch wird der Membrankasten 207 entlüftet; die Verbin dung zwischen Rohr 64 und 64' wird her gestellt, das Ventil 65 spricht an und die Zeilenschaltung erfolgt.
Kurz vor der End- lage der Maschinenhauptachse zieht der Löschexzenter 215 durch Verschwenken des gefederten Hebels 216 über die Zugstange 217 die Klinke 213; die Vertikaltaste 106 fällt zurück, und auch der Klappenhebel 211 schliesst wieder das Entlüftungsrohr 210. Begrenzter Wageii.2,ü.ckzicg Zu Fig.4 ist die programmgesteuerte Hin- und Herbewegung des Wagens beschrie ben.
Den handgesteuerten Rückzug bis an den Formularanfang und den begrenzten Wagen rückzug bis zu einer durch die Lochplatte 15 vorbestimmten Spalte zeigt Fig. 15. Von den Rohren 21 und<B>32,</B> die der Ansteuerung der Rechts- bzw. Linksbewegung des Wagens durch die Lochplatte dienen, gehen Rohr abzweigungen seitlich ab, von Rohr 21 das Entlüftungsrohr 198 unter die Klappe 199 und von Rohr 32 das Rohr 200, das im Mem- brankasten 201 mündet. In der Gleitplatte 17 ist für den begrenzten Rückzug ein Loch 202 vorgesehen, von dem das Entlüftungsrohr 203 zum Membrankasten 201 führt.
Der Mem- brankasten wird durch Druckluft, die durch die Düse 204 einströmt. unter Druckgehalten; die Membran 205 dichtet die beiden Rohr einmündungen der Rohre 203 und 200 ab,so dass keine Verbindung zwischen ihnen be steht. Aus dem Membrankasten geht das Rohr 206 unter die Rückzugtaste 109. Wird kurz auf die Rücktaste gedrückt, so werden die Rohre 21 und 206 einen Augenblick ent lüftet, was die gleiche Wirkung hat, als steuerte der Lochkarton über Rohr 21 den Rückzug an.
Der Wagen kann auf diese Weise von jeder beliebigen Spalte zum Lauf nach rechts veranlasst werden, und zwar bei kurzem Tastendruck bis an den Formular anfang, wodurch Rohr 32 und ein Loch in der Lochplatte 15 die Gegenschaltung in der Weise erfolgt, dass der Wagenrückzug be endet und auf Wagenvorlauf eingesteuert wird. Wird dagegen die Wagenrückzugtaste 109 anhaltend gedrückt, so erfolgt zwar für die Einleitung der Wagenrückzugbewegung durch das Abschnappen der Klappe 199 ein kurzer, aber ausreichender Stoss, die Klappe 199 deckt aber sofort das Entlüftungsrohr wieder zu.
Durch das Offenhalten des Rohres 206 dichtet im Membrankasten 201 die Membran 205 nicht mehr ab, die Verbindung zwischen 203, 200 und 32 ist hergestellt, und sobald der Wagen die Spalte erreicht hat, in der ein Loch in der Lochplatte über dem Loch 202 steht, hört die Rückzugbewegung auf; der Gegenimpuls erfolgt gleich wie bei Erreichen des Formularendes durch den Wagen. Beim Loslassen der Wagenrückzug taste drückt die Druckluft die Membran 205 zu, die Verbindung zwischen 203 und 200 ist unterbrochen, und das Loch 202 hat keine Steuerwirkung mehr.
Programmgesteuerte Wagenbewegung Es gibt Buchungsarbeiten, bei denen der Wagen nicht nur von Spalte zu Spalte springt, bei Bedienen der Übersprungtaste Spalten überspringt oder bei Betätigung der Rück zugtaste zurückläuft, sondern die Wagen bewegung programmgesteuert beliebig nach rechts oder links über eine oder mehrere Spalten zu erfolgen hat, z. B. um in Druck wiederholung eine Zweitschrift in Original- druck herzustellen oder Beträge aus- gewissen Spalten auf eine Separatliste herauszutragen.
Die Einrichtung, die diese beliebigen Wagensprünge nach rechts oder links auto matisch durchzuführen ermöglicht, ist in Fig. 17 schematisch dargestellt. An die Gleit- platte 17 ist das Rohr 21 zur Ansteuerung der Wagenbewegung von links nach rechts angeschlossen und das Rohr 32 fürdie Wagen bewegung von rechts nach links. 218 ist das Entlüftungsrohr für programmgesteuerten Übersprung. Zu jedem dieser Rohre ist an die Gleitplatte 17 je ein zweites Rohr an geschlossen für die gleiche Funktion, jedoch abhängig vom Maschinengang.
So ist Rohr 219 mit Rohr 21 verbunden, aber das Ventil 220 sperrt unter der Wirkung der Feder 222 den Durchgang zur Gleitplatte 17. Erst wenn beim Maschinengang der Exzenter 221 das Ventil 220 öffnet, entsteht Verbindung zur Gleitplatte. Wenn die Mündung des Rohres 219 in der Gleitplatte durch ein Loch in der Lochplatte freigegeben ist, steuert 219 den Wagenrückzug in seiner Spalte genau so wie Rohr 21 dies am Ende der Wagenbahn immer tut. Analog erfolgt die Wagenbewegung nach links mittels Rohr 32, verbunden mit dem Rohr 225.