CH335272A - Elektromechanischer Antrieb zur Betätigung von Absperrorganen und dergleichen - Google Patents

Elektromechanischer Antrieb zur Betätigung von Absperrorganen und dergleichen

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CH335272A
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Description


  Elektromechanischer Antrieb zur Betätigung von Absperrorganen und dergleichen    Die Erfindung bezieht sich auf einen     elek-          t.romeehanischen    Antrieb zur Betätigung von  Absperrorganen und dergleichen, mit einem  Umlaufgetriebe, einer selbsttätigen Ausschalt  vorrichtung und einer Rutschkupplung, wobei  die Ausschaltvorrichtung aus einer Nocken  seheibe zur Steuerung mindestens eines Aus  sehaltorgans des Elektromotors besteht.  



  Es sind bereits Antriebe der genannten  Art bekannt, die jedoch ihrer ungenauen Aus  schaltfunktion und ihres geräuschvollen Be  triebes wegen nicht befriedigen.  



  Die Erfindung bezweckt die Beseitigung  dieser Nachteile und besteht darin, dass die       Nockenscheibe    sowohl mit dem Aussenrad des  Umlaufgetriebes als auch mit dem beweg  lichen Teil der Rutschkupplung drehverbun  den ist, und dass mindestens die Rutschkupp  lung bezüglich des     Ansprechdrehmomentes    ein  stellbar ist. Es sind dabei zweckmässig zwei  mit der     Nockenscheibe    zusammenwirkende  Ausschaltorgane vorhanden, die auf entgegen  gesetzte Drehrichtungen der     Nockenscheibe     ansprechen, welche Drehrichtungen vorzugs  weise der     öffnungs-    bzw. Schliessbewegung       eines    betätigten     Absperrorgans    entsprechen.  



  Auf der Zeichnung sind beispielsweise Aus  führungsformen des Erfindungsgegenstandes  dargestellt.  



       Fig.1    zeigt den Antrieb zusammen mit  einer durch denselben betätigten Stauschütze  mit Bodendichtung, im Längsschnitt, während  die         Fig.    2 bis 5 Ausführungsbeispiele der Aus  sehaltvorrichtung in teilweisem Schnitt nach  der Linie<B>A -A</B> in     Fig.1    zeigen, und in       Fig.6    das elektrische     Schaltschema    des  Antriebes nach     Fig.1        dargestellt    ist.  



  Die in     Fig.l    in Schliessstellung darge  stellte, in einem Rahmen 1 geführte Abschluss  platte 2 kann in üblicher Weise durch die  Spindel 3 über ein Getriebe 4 gehoben oder       gesenkt    werden, welches Getriebe über die  Welle 5 mit dem elektromechanischen Antrieb  in Verbindung steht. In geschlossener Stel  lung stösst die Platte 2 auf die Bodendich  tung 6 auf, während die     öffnungsstellung     durch einen Anschlag 7 auf der Spindel 3  bestimmt wird.  



  Der auf einem besonderen Ständer 8 ge  lagerte elektromechanische Antrieb umfasst       zunächst    einen Elektromotor 9, der über  ein     Ritzel        10,    ein Umlaufgetriebe 11 und  über dieses ein Stirnrad<B>12</B> antreibt, welches  auf der Welle 5 sitzt. Das Aussenrad 13 des  Umlaufgetriebes ist mit einer     Nockenscheibe     14 sowie mit dem zu dieser koaxialen, be  weglichen Teil einer Rutschkupplung 15 dreh  verbunden.

   Der feste Teil dieser Rutschkupp  lung ist fest am .Gehäuse des Antriebes ge  lagert.     Mittels    einer auf der Welle der Rutsch  kupplung angeordneten Spannvorrichtung 16  kann die Reibungskraft der Kupplung einge  stellt werden, insbesondere so, dass das mit  Innenverzahnung versehene Aussenrad 13 des  Umlaufgetriebes zwecks Übertragung des      Drehantriebes durch die Umlaufräder 1'7 auf  die Spindel 3 festgehalten wird.  



  Die     Ausschaltvorrichtung    besteht aus der  erwähnten     Nockenscheibe    14, welche mit zwei  Ausschaltorganen zusammenwirkt. Gemäss       Fig.2    weist jedes der Ausschaltorgane eine  gleitend geführte     Kuge120    bzw. 21 auf, die  über einen axial verschiebbaren Stössel 22  bzw. 23 einen gefederten Ausschaltkontakt 24  bzw. 25 betätigt. Die Schaltung der Aus  schaltkontakte 24 bzw. 25 ist im weiter unten  beschriebenen Schaltschema     Fig.    6 dargestellt.

    Die beiden Stössel 22 bzw.     23    und damit die  Kugeln 20 bzw. 2:1 werden je durch eine  Schraubenfeder 28 bzw. '29 gegen die Um  fangsfläche der     Nockenscheibe    14     gepresst;     die Schraubenfedern sind durch je eine Stell  schraube 30 bzw. 31 einstellbar.  



  Die Wirkungsweise des beschriebenen An  triebes ist folgende: Bei eingeschaltetem Mo  tor 9 bewegt sich die     Abschlussplatte    2 bei  spielsweise in Schliessrichtung so lange, bis  sie in Schliessstellung an der Bodendichtung  6 anstösst, wodurch eine Blockierung des     Gre-          triebes    4 und damit des Umlaufgetriebes 11  erfolgt. Da der Motor weiterläuft, wird das  rückwärts auf das Aussenrad 13 wirkende  Drehmoment entsprechend der Motorkraft ge  steigert, so dass dieses Aussenrad unter Über  lastung der Rutschkupplung in Drehung ver  setzt wird.

   Mit dem Aussenrad 13 dreht sich  auch die     Nockenscheibe    14, wobei die entspre  chende Kugel 20     bzw.    21 unter Überwindung  der Kraft der zugehörigen Schraubenfeder  auf den erhöhten Umfangsteil der Nocken  scheibe aufläuft und den entsprechenden Aus  schaltkontakt des Motors betätigt.  



  Die Spannvorrichtung 1'6 der Rutschkupp  lung ist dabei so eingestellt, dass über das  Umlaufgetriebe ein genügend grosses Dreh  moment     zur    Ausführung der     Öffnungs-    bzw.  Schliessbewegung übertragen wird, während  die Druckfeder 29 so gespannt ist, dass eine  gewünschte     Anpresskraft,    die auf die Boden  ; dichteng     ss    wirkt, erzeugt wird. Die Druck  feder 28 ist für die Einleitung der     öffnungs-          bewegung    etwas stärker gespannt, um die beim  Öffnen auftretenden     zusätzlichen    Reibungs-         kräfte    zu überwinden.

   Während also durch  die Spannvorrichtung 16 die übertragene!  Drehkraft in beiden Drehrichtungen bestimmt  wird, kann durch Einstellung der Druck  federn 28 und 29 mittels der Stellschrauben  30 und 31 die     Öffnungs-    bzw.     Schliesskra:t     unabhängig voneinander abgestimmt werden.  



  Die Grösse der     Öffnungs-    bzw. Schliess  kraft ist ausserdem eine Funktion der Nocken  höhe<I>h</I> sowie des Auflaufwinkels<I>a</I>     (Fig.    2 ),  so dass diese Kräfte auch durch Auswechseln  der     Nockenscheibe    14 verändert werden     kön-,          nen.       Das elektrische Schaltschema, zur Steue  rung des Motors '9 ist in     Fig.    6 dargestellt.

   Der  Motor 9 kann entweder durch das Schalt  schütz 35a oder mit umgekehrter Phasenfolge  durch das Schaltschütz 35b an das Drehstrom  netz     R-S-T-0    angeschlossen werden.     Irn     ersten Fall dreht. er im Sinne einer     öffnen        n-,     im zweiten Fall im Sinne einer Schliessung  der Stauschütze.

   Die Schaltwicklung des     Öff-          nungsschützes        3'5a    kann durch die     Drucktaste     36 und die Schaltwicklung des     Schliessschützes          35b    durch die Drucktaste 38 erregt     werden,     worauf sich die betreffende Wicklung in einem  Haltekreis an Spannung hält, welcher über  die beiden von der     Nockenscheibe    14 gesteuer  ten Ausschaltkontakte 24 und 25 verläuft.  Solange sich die     Abschlussplatte    2 in einer       Zwischenstellung    befindet, sind beide Kon  takte geschlossen und der Haltekreis bleibt  geschlossen.

   Gelangt die Platte 2 in eine     End-          stellung,    so wird, wie beschrieben, der betref  fende Kontakt 24 bzw. 25 unterbrochen, das       eingeschaltete    Schaltschütz fällt ab und der  Motor 9 kommt zum Stillstand. Soll. der  Motor 9 in einer     Zwischenstellung    der Ab  schlussplatte 2 stillgesetzt werden, so ist die  Drucktaste 37 zu betätigen, welche den Halte  kreis der Schaltschütze ebenfalls unterbricht.    Bei einer andern     Atusführungsform    der  Ausschaltvorrichtung gemäss     Fig.3    steht.     mir     der Stössel 22 für die Öffnungsbewegung un  ter dem Einfluss einer Druckfeder 28.

   Die  Rutschkupplung 15 ist. dann so eingestellt,  dass sie auch die Kraft zur     Anpressung    der           Abschlussplatte    2 an die Bodendichtung 6  überträgt.  



  In gleicher Weise kann auch die Druck  feder     \?8    des     öffnungsausschaltkontaktes    weg  fallen     (Fig.    4), so dass die     öffnungs-    und  Schliesskräfte ausschliesslich durch die Rutsch  kupplung 15     übertragen    werden, während die       Noekenscheibe    14 die Ausschaltung des Motors  in beiden Endlagen der Stauschütze bewirkt.  Ebenso kann für gewisse Anwendungsfälle die  Anordnung umgekehrt wie in     Fig.        s    getrof  fen sein, indem nur die     Sehliess-Aussehalt-          organe    mit einer einstellbaren Druckfeder ver  sehen. sind.  



  Das Ausschaltorgan für die     Offenstelllung     kann, wie in     Fig.    1 und 5. dargestellt, ersetzt  sein durch einen mit der Stauschütze direkt  zusammenwirkenden Endschalter 33     (Fig.1)     zur Stillsetzung des Motors, mit einem ge  federten Stift 34, welcher durch die Ab  schlussplatte 2 bei Erreichen der     Offnungs-          endstellung        betätigt    wird. In diesem Fall ist  statt einer gefederten Ausschaltvorrichtung  für die     öffnungsendstellung    ein einstellbarer       Arretierbolzen    32 angeordnet. Der Arretier  bolzen 32 ist dabei als Brechbolzen ausgebil  det, um eine Überlastung des Antriebsmecha  nismus zu verhindern.

    



  Diese Ausführung stellt eine Anpassung  der Erfindung für solche Fälle dar, in wel  chen, nach erfolgtem Schliessen bzw. Anpres  sen des betätigten Gliedes in einer Endlage,  die     öffnungs-    bzw.     Rückholkraft    ein im  voraus unbestimmbares Vielfaches der Schliess  ;     bzw.        Anpresskraft    sein kann und wobei die  grösstmögliche     Rückholkraft    unter allen Um  ständen gewährleistet werden soll.

   Dies ist  insbesondere bei     Grundablassschützen    von  grossem Vorteil, welche während den im all  , gemeinen recht langen Schliessperioden sich  verklemmen oder unter Umständen einfrieren  können, wobei der zum Öffnen notwendige  Kraftaufwand sich im Vergleich zu den nor  malen Verhältnissen oft vervielfacht.  



  Die     Nockenscheibe    14 kann zur Verkür  zung bzw. Verlängerung des Auslaufweges  des Motorantriebes über ein besonderes, zu  sätzliches Getriebe angeschlossen sein. Zur Er-         zielung    eines besonders geräuschlosen Ganges  kann das Umlaufgetriebe als     Kegelradgetriebe     ausgebildet sein.  



  Mit Hilfe des     beschriebenen    Antriebes ist  es möglich, den     Abschlusskörper    des betätigten  Absperrorgans mit grösster Genauigkeit und  mit dem gewünschten, .einstellbaren     Anpress-          druck    zu schliessen sowie die zum Öffnen- not  wendige grössere Kraft durch erhöhte Dreh  momentübertragung zu erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektromechanischer Antrieb zur Betäti-, gung von Absperrorganen und dergleichen, mit einem Umlaufgetriebe, einer selbsttätigen Ausschaltvorrichtung und einer Rutschkupp- lung, wobei die Ausschaltvorrichtung aus einer Nockenscheibe zur Steuerung mindestens , eines Ausschaltorgans des Elektromotors be steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenscheibe sowohl mit dem Aussenrad des Umlaufgetriebes als auch mit dem beweg lichen Teil der Rutschkupplung drehverbun den ist, und dass mindestens die Rutschkupp lung bezüglich des Ansprechdrehmomentes einstellbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Antrieb nach Patentanspruch, dadurch" gekennzeichnet, dass zwei Ausschaltorgane vor gesehen sind, die auf entgegengesetzte Dreh richtungen der Nockenscheibe ansprechen. 2. Antrieb nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass , beide Ausschaltorgane mit je einer Spannvor richtung zur unabhängigen Einstellung der Ansprech-Drehmomente versehen sind. 3.
    Antrieb nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Arretierbolzen für die Nockenseheibe vor gesehen ist, während für die Stillsetzung des Motorantriebes aus der entsprechenden Dreh richtung ein besonderer, mit dem betätigten Absperrorgan direkt zusammenwirkender End. sehalter vorgesehen ist. 4. Antrieb nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierbolzen als Brechbolzen ausgebzl- det ist, um eine Überlastung des Antriebes zu verhindern. 5.
    Antrieb nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenscheibe zur Verkürzung bzw. Verlängerung des Auslaui- wegen des Motorantriebes über ein besonderes Getriebe angesehlossen ist.
CH335272D 1955-04-05 1955-04-05 Elektromechanischer Antrieb zur Betätigung von Absperrorganen und dergleichen CH335272A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2141395A4 (de) * 2008-02-01 2010-06-09 Shanghai Moons Elec Co Ltd Vorrichtung zur steuerung einer ventilkernposition

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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