CH335691A - Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten von a-Amino-B-hydroxy-carbonsäuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten von a-Amino-B-hydroxy-carbonsäuren

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CH335691A
CH335691A CH335691DA CH335691A CH 335691 A CH335691 A CH 335691A CH 335691D A CH335691D A CH 335691DA CH 335691 A CH335691 A CH 335691A
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Balthasar Dr Hegedues
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur     Herstellung    von neuen Derivaten von     u-Amino-ss-hydroxy-carbonsäuren       Die vorliegende Erfindung     betrifft        ein    Verfahren  zur Herstellung von neuen Derivaten von     a-Amino-          ss-hydroxy-carbonsäuren    der Formel  
EMI0001.0007     
    in welcher     R,    Wasserstoff, eine     Alkylgruppe    oder  eine allenfalls monosubstituierte     Phenylgruppe,

      R  Wasserstoff oder eine allenfalls monosubstituierte       Aralkylgruppe    und X eine     hydrogenolytisch    leicht       abspaltbare    Gruppe darstellen.  



  Die neuen Derivate sind kristallisierte Substan  zen, die sich in Wasser nicht, in organischen Lö  sungsmitteln mehr oder weniger leicht lösen. Sie stel  len wertvolle Zwischenprodukte für die Synthese von  antibiotisch wirksamen Stoffen dar: So kann man sie  z. B. durch     Veresterung    mit einer Säure, reduktive  Aufspaltung der erhaltenen Ester und     Cyclisierung     der gebildeten     Hydroxamsäuren    mittels basischer  Mittel in antibiotisch wirksame     Aminoisoxazolidon-          verbindungen    überführen.

   Besonders geeignet sind  dazu Verbindungen der Formel I, in welcher     R1     Wasserstoff, R eine     Benzylgruppe    und X eine       Carbobenzyloxy-    oder     Carballyloxygruppe    darstellt,  denn sie lassen sich auf dem angegebenen Synthese  weg in das sogenannte      Cycloserin ,    ein vor kurzem  bekanntgewordenes     Antibioticum,    überführen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung  der neuen Derivate von     a-Amino-ss-hydroxy-carbon-          säuren    der Formel 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass  man eine Verbindung der Formel  
EMI0001.0027     
    mit     Hydroxylamin    bzw. einem allenfalls monosubsti  tuierten     Aralkyläther    von     Hydroxylamin    der Formel       H2N-OR    in Gegenwart eines wasserabspaltenden  Mittels umsetzt.  



  Besonders geeignete Ausgangsverbindungen sind  solche der Formel     1I,    in welcher     Ri    Wasserstoff und  X das     Carbobenzyloxyradikal    darstellt. Wertvoll sind  auch Ausgangssäuren der Formel     II,    worin     R,        Me-          thyl    oder     Phenyl    und X das     Carbobenzyloxyradikal     bedeuten. Als     hydrogenolytisch    leicht     abspaltbare     Gruppe kann X neben der     Carbobenzyloxygruppe     mit Vorteil auch eine     Carballyloxygruppe    darstellen.  



  Die Umsetzung der Säure<B>11</B> mit dem     Hydroxyl-          amin    bzw. den     O-Äthern    des letzteren ist leicht     exo-          therm.    Es ist deshalb zweckmässig, das Reaktionsge  misch zu kühlen. Als wasserabspaltende Mittel ver  wendet man mit Vorteil     N,N'-disubstituierte        Carbo-          diimide    in ungefähr     molaren    Mengen. Besonders ge  eignet ist das     N,N'-Dicyclohexyl-carbodiimid.    Die  Reaktion wird am besten in einem     indifferenten    Lö  sungsmittel, wie z.

   B.     Tetrahydrofuran,        Dimethyl-          formamid    oder     Dioxan,    ausgeführt.  



  Eine besonders zweckmässige Ausführungsform  des     erfindungsgemässen    Verfahrens besteht darin, dass  man die Säure der Formel     1I    mit dem     Hydroxyl-          amin    bzw. dessen O-Äther in     Tetrahydrofuran    löst  und dieses Gemisch unter mässiger Kühlung mit       N,N'-Dicyclohexyl-carbodiimid    versetzt. Nach     Abfil-          trieren    des     gebildeten        N,N'-Dicyclohexyl-harnstoffes     kann aus dem Filtrat das Reaktionsprodukt nach      Abdampfen des Lösungsmittels sofort rein erhalten  werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  41 Gewichtsteile     DL-1-Carbobenzyloxyamino-2-          hydroxypropionsäure    werden mit 21 Gewichtsteilen       O-Benzyl-hydroxylamin    in 300 Raumteilen     Tetra-          hydrofuran    gelöst. Unter Eiskühlung und Rühren  lässt man eine Lösung von 36 Gewichtsteilen     N,N'-          Dicyclohexyl-carbodiimid    in 50 Raumteilen     Tetra-          hydrofuran    innert 10-15 Minuten     zutropfen.    Man  rührt 3 Stunden ohne Kühlung weiter, saugt vom  gebildeten     N,N'-Dicyclohexyl-harnstoff    ab und  dampft das Lösungsmittel im Vakuum ab.

   Das Reak  tionsprodukt bleibt als kristallisierter Rückstand zu  rück. Nach     Umlösen    aus Methanol     schmilzt    der er  haltene     1-Carbobenzyloxyamino-2-hydroxy-propion-          hydroxamsäure-O-benzyläther    bei 107-109 .

      <I>Beispiel 2</I>  46,1 Gewichtsteile ölige     DL-1-Carbobenzoxy-          amino-2-hydroxy-buttersäure    (hergestellt durch Car  bobenzoxylierung der     1-Amino-2-hydroxy-butter-          säure        [Threonin]    in     sodaalkalischer    Lösung;

   zähes,  hellgelbes Öl, das nicht kristallisiert) und 22,4 Ge  wichtsteile     O-Benzyl-hydroxylamin    werden in 150  Raumteilen     Tetrahydrofuran    gelöst und unter Eis  kühlung und Rühren 37,7 Gewichtsteile     N,N'-Di-          cyclohexyl-carbodiimid,    in wenig     Tetrahydrofuran     gelöst,     zugetropft.    Nach beendetem     Zutropfen    rührt  man noch 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur wei  ter,     nutscht    vom gebildeten     N,

  N'-Dicyclohexyl-harn-          stoff    ab und dampft das Filtrat im Vakuum     zur     Trockne     ein.    Das zurückbleibende Öl wird in 200  bis 300 Raumteilen Äther gelöst und in Eiswasser  gekühlt. Der gebildete     DL-1-Carbobenzoxyamino-2-          hydroxy    -     buttersäure    -     hydroxamsäure-    O     -benzyläther     beginnt sich bald als gallertige Masse abzuscheiden.

    Man lässt über Nacht im Eisschrank stehen,     nutscht     ab und reinigt durch     Umkristallisieren    aus 250 Raum  teilen     Toluol.        Schmelzpunkt    92-95 .    <I>Beispiel 3</I>  50 Gewichtsteile     1-Carbobenzyloxyamino-2-hy-          droxy-2-phenyl-propionsäure    (hergestellt durch     Car-          bobenzoxylierung    der     1-Amino-2-hydroxy-2-phenyl-          propionsäure        [ss-Phenyl-serin]    in     sodaalkalischer    Lö  sung;

       Schmelzpunkt    nach     Umkristallisieren    aus     Te-          trachlorkohlenstoff        94-96 )    und 19,5 Gewichtsteile       O-Benzyl-hydroxylamin    werden in 300 Raumteilen       Tetrahydrofuran    gelöst und unter Eiskühlung und  Rühren 32,7 Gewichtsteile     N,N'-Cyclohexyl-carbo-          diimid,    mit wenig     Tetrahydrofuran    vermischt,     zuge-          tropft.    Nach beendetem     Zutropfen    rührt man noch  2-3 Stunden bei Zimmertemperatur weiter,

       nutscht     vom gebildeten     N,N'-Dicyclohexyl-harnstoff    ab und  dampft das     Filtrat    im Vakuum zur Trockne ein. Der       zurückbleibende    kristallisierte Rückstand wird mit  Äther     angeteigt,        genutscht    und reichlich mit Äther  und     Petroläther    gewaschen. Nach     Umkristallisieren       aus     Toluol    schmilzt der     1-Carbobenzyloxyamino-2-          hydroxy-2-phenyl-propion-hydroxamsäure    -O     -benzyl-          äther    bei 160-163 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten von a-Amino-ss-hydroxy-carbonsäuren der Formel EMI0002.0079 in welcher R Wasserstoff oder eine gegebenenfalls monosubstituierte Aralkylgruppe, R, Wasserstoff, eine Alkyl- oder eine allenfalls monosubstituierte Phenylgruppe und X eine hydrogenolytisch leicht abspaltbare Gruppe darstellt, dadurch gekennzeich net, dass man eine Verbindung der Formel EMI0002.0086 mit Hydroxylamin bzw.
    einem allenfalls monosubsti tuierten Aralkyläther von Hydroxylamin der Formel H.=N-OR in Gegenwart eines wasserabspaltenden Mittels umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass X ein Carbobenzyloxyradikal dar stellt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von 1- Carbobenzyloxyamino-2-hydroxy-propionsäure aus gegangen wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von 1- Carbobenzyloxyamino-2-hydroxy-buttersäure ausge gangen wird. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man von 1- Carbobenzyloxyamino - 2 - hydroxy - 2 - phenyl -pro- pionsäure ausgeht. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserabspaltendes Mittel ein N,N'-disubsti- tuiertes Carbodiimid in annähernd molarer Menge verwendet. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserabspaltendes Mittel N,N'-Dicyelohe- xyl-carbodiimid verwendet und die Reaktion in Te- trahydrofuran unter Kühlung durchführt.
CH335691D 1955-06-28 1955-06-28 Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten von a-Amino-B-hydroxy-carbonsäuren CH335691A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3027407A (en) * 1960-05-26 1962-03-27 Cobb Chemical Lab Phenoxyacetamides
US4517379A (en) * 1981-06-26 1985-05-14 Pfizer Inc. Branched amides of L-aspartyl-D-amino acid dipeptides

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3027407A (en) * 1960-05-26 1962-03-27 Cobb Chemical Lab Phenoxyacetamides
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