CH432542A - Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazide

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CH432542A
CH432542A CH1058161A CH1058161A CH432542A CH 432542 A CH432542 A CH 432542A CH 1058161 A CH1058161 A CH 1058161A CH 1058161 A CH1058161 A CH 1058161A CH 432542 A CH432542 A CH 432542A
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acid
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aliphatic
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salts
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Paul Dr Schmidt
Kurt Dr Eichenberger
Arnoldo Dr Rossi Albert Pietro
Max Dr Wilhelm
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Ciba Geigy
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazide
Gegenstand der   EEfindung ist ein Verfahren zur    Herstellung von   Benzoesäurehydraziden,    die in 2-Stellung   durch. einte substituierte oder unsubsatuierte Amino-      griuppe in 5-SteIlung durch    eine mit   einem Ms zu.    7 Kohlenstoffatomen enthaltenden aliphatischen Kohlenwas  setpstoffrest    substituierte Sulfonylgruppe kernsubstituiert sind, oder der Salze davon.



   Die neuen   Verbindun) gen können noch weitere Kem-    substituenten   auifweisen,    beispielsweise niedere Alkyloder Alkoxygruppen, speziell solche mit   1-4      Kohlen-    stoffatomen, wie Methyl, Äthyl, n- oder i-Propyl oder   -Butyl, Methoxy, Athoxy, Propoxy oder Butoxy, weiter    Halogen, wie Fluro, Chlor, Brom oder Jod oder das Pseudohalogen Trifluromethyl.



   Die Hydrazinogruppe ist vorzugsweise   unsubstitu-      iort, sie kann jedoch anch substituieit sein,    z. B. durch aliphatische, araliphatische, heterocyclisoh-aliphatische,   aromatische oder he. terocycliscbe Reste oder durch      Acylradikale deiseliben Art, wobei    sich diese Reste gegebenenfalls in einfacher oder doppelter Bindung an der Hydrazinogruppe befinden können. Reste dieser Art sind   beispielswssise      Nied'eralkyl,    z.

   B. das vorgenannte, Alkyliden, wie   Athyliden,      Pnopyliden-(l)    oder   - (2)    oder beliebig   gebundsnies Butyliden, Phenylalkyl    oder alkyliden, wie Benzyl, Phenyläthyl   oder Benzyl-    iden, Heterocyclylalkyl oder-alkyliden, wie Pyridylmethyl oder -äthyl, Pyridylmethyliden oder Furfuryliden, Phenyl, Pyridyl, Furyl, tetrahydrofuryl oder -pyranyl.



  Acylradikale sind beispielsweise Niederalkoxycarbonyl, wie   Methoxy-oder    Äthoxycarbonylo, Acetyl, Propionyl, Butyryl, Pivalylo, Valeroyl, Caproyl, Änanthoxyl, Lauroyl,   ss-Dimethylacryloyl, Succinyl, Phenylacetyl, Cinnameyl,    Benzoyl, Phthaloxyl, Pyridoyl, furoyl, Pyridylacetyl oder   Thienylacetyl.    In den angeführten Resten können Ringe aromatischen Charakterns noch durhc Niederkly oder   alkoxy, Methylendioxy, Halogen, Trifluormethyl,    Nitro oder Amino, z.B. dialkylamino, wie Dimethylamino oder Diäthylamino, substituert sein. Reste aliphatischen   Oharakters können.    auch hydroxyl-, Mercapto-oder Aminogruppen oder halogenatome aufweisen.



   Die im   Kern der neuem Benzoesäurehydrazide vor-    handene Aminogruppe ist   vorzugsweise unsubatituiert,    sie kann aber auch mono- oder disubstituiert, z. B. eine    Mono-Mer      Dialkylaminotgruppe    oder eine Acylamino    gruppe sein, wobei. als Acylreste baispielsiweise    die für die Hydrazinogruppe angegebenen in Frage kommen.



   Die aliphatischen Kohlenwasserstoffreste der Sulf onlylgruppe sind z. B.   Niederalkyl-oder-alkenyl,    wie
Methyl, Äthyl, n- oder i-Propyl, gerades oder verzweig tes, in beliebiger Stellung gebundenes Butyl, Pentyl,
Hexyl oder Heptyl, Allyl oder Methallyl.



   Die neuen   Vertbindunigen besitzen wertvolle chemo-    therapeutische Eigenschaften. Insbesondere sind sie gegen Staphylokokken und Pneumokokken, und gegen
Mykobakterien wirksam. Sie können dementsprechend als Heilmittel oder Prophylktika bei mensch und Tier    Vorwendung finden. Auch. aifs Zusatz zu Tierfuttennit-       tel,    und als Zwischenprodukte für die herstellung an derer wertovller Chemotherapeutika können sie dienen.



     Hervorra ; gend    wirksam    mel 1   
EMI1.1     
   und ifhre    Salze,   worin R. i und Rg für Wasserstoff oder    niedere aliphatsiche Reste stehen, wobei   Ri    +   R2    auch einen doppelt gebundenen aliphatischen Rest oder ein   Wasserstoff. atom und ein Acylradikial einer niederen ali-    phatischen Carbonsäure bedeuten kann,   Ro    für Wasserstoff oder den Acylrest einer niederen liphatischen Carbonsäure steht und R einen niederen Alkylrest darstellt. 



   Von den verbindungen der Formel I seine speizell    solthe    hervorgehoben,   worin Ri, R2 und R3 fiir    Wasser stoff stehen und R einen Niederalkylrest darstellt, vor allem dais 5-Isopropylsulfonyl-anthranilsäurehydrazid und seine Salze.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der genannten Benzoesäurehydrazide ist dadurch gekenn zeichnet, dass man eine entsprechende   5-R-SO2-2-X-   
Benzoesäure oder ein reaktionsfähiges funktionelles    Säurederiva. t davon,    worin R einen bis zu 7 Kohlen   wasseistoffatome enthaltenden aitiphatischen Kohten-       wasserstoft darstellt,    und X eine unsubstituierte oder substituierte Aminogruppe oder einen anderen, druch
Reduktion in die   AminjognuppeüberführbarenSubsü-       tuentem    bedeutet, mit einem Hydrazin oder Hydrazon umsetzt und den gegebenenfalls vorhandenen, durch
Reduktion in die Aminogruppe überführbaren Substi  tueniten X,    z.

   B. die Nitro- oder   eine Azo. gruppe,    in üb  'licher Weise zur Aminogruppe reduziert.



   Reaktionsfahige funktionelle Derivate von Sulfonyl-       benzoesäucen      sind beispielswease    deren Halogenide, wie das Chlorid oder Bromid, reine oder gemischte An hydride, z.   B.    gemisdhte Anhydride mit Kohlensäure monoalkylestern, wie Kohlensäure-monoäthyl- oder  -isobutylester, oder Ester, z.B. Alkyl-oder Aralkylester, wie methyl-, Äthyl-oder Benylester, aktivierte Ester, wie Cyanmethylester, Amide oder   Avide.   



   Die Umsetzung der genannten Verbindungen mit dem entsprechenden   Hydrazin kann in an sich bekann-    ter Weise, vornehmlich. in Anwesenheit eines Lösungs od, Verdümnnungsmittels, in An-oder Abwesenheit von
Reaktionsbeschleunigern, bei Rumtemperatur oder vor zugsweise bei erhöhter Temperatur, falls erforderlich in    gsschtossenem    Gefäss unter Druck   und/, oder unter    einem
Inertgas, z. B.   Stickstoff, erfolgen. Gesgebenenfalls    ver wendet man Kondensationsmittel, z. B. bei Verwendung der freien Säure   Cärbodiimjde,    wie   Dicycloalkyl-carbo-    dümide, oder bie Verwnedung von Säurehalogeniden    basische Kondensationsnmttel oder    einen Überschuss an    Hydrazinvembinddung.   



   In den erhaltenen Verbindungen können in üblicher
Weise weitere Substituenten eingeführt, oder vorhandenen abgewandelt oder abgespalten werden. So können bei spielsweise   erhaltene acylierbare Verbindungen    in an sich bekannter Weise acyliert oder erhaltene   Acylver-    bindungne hydrolysiert werden. Auch die übrigen, der genannten Stiokstoffsubstitueten lassen sich z. B. durch
Umsetzung mit reaktionsfähigen Estern der   entsprechen-    den   Alkohole oder mit entsprechenden Carbonylverbin-    dungen einführen. An der Hydrazinogruppe lassen sich z. B. gegebenenfalls vorhandene doppelt gebundene
Reste entweder durch Reduktion in einfach gebundene
Reste überführen oder durch Hydrolyse abspalten.



   Die genannten Reaktionen können in üblicher    Weise, in An-oder Abwesenheit    von Verdünnungs-,
Kondesations- und/oder katalytischen Mitteln, bei er    niedrigter, gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur,    ge    gebenenàlls im geschlossenen Gefäss und/oder    unter einer inertgasatmosphäre durchgeführt werden.



   Die Ausgangsstoffe kpnnen unter den   Reaktions-       bedingungengebildetoderinForm    eines Hydrates oder
Salzes verwendet werden.



   Die neuen Verbindungen werden je nach den Reak    tionsbedingungen und Ausgamgastoffen    in freier Form oder in Form ihrer Salze erhalten. Die Salze der neuen   -Verbindungen können in,    an sich bekannter Weise in die freien Verbindungen übergeführt weiden, z. B. Säure-= additionssalze durch Reaktion mit einem basischen Mittel. Anderseits können gegebenenfalls enhaltene freie Basen mit anorganischen oder organischen Säuren Salze bilden. Zur Herstellung   von : Säureadditionssalzen    werden insbesondere therapeutisch verwendbare Säuren verwendet, z.

   B.   Halojgenwasserstoffsäuren, beispielsweise    Salzsäure oder Bromwasserstoffsäure, Perchlorsäure, Salpetersäure oder Thiocyansäure, Schwefel- oder Phosphorsäuren, oder organische Säuren, wie Ameisen-, Essig-,   Propion-,      Glykol-,    Milch-, brenztrauben-, Oxal-, Malon-, Bernstein-, Malein-, Fumar-, Apfel-, Wein-,   Zitronen-, Ascorbin-, Hydroxytmalein-oder Dihydroxy- mialeinsäure,Benzoe-,Phenylessig-,4-Amino-t)enzoe-,    4-Hydroxybenzoe-,   Anthranil-,    Zimt-, mandel-, Salicyl-, 4-Aminosalicyl-, 2-Phenoxybenzoe- oder 2-Acetoxybenzoesäure, Methansulfon-,   Athansulfon-,      Hydroxy-    äthansulfon-, Benzolsulfon-, p-Toluol-sulfon-, Naph  thaimsulfon-oder Sulfanilsäure,    oder Methionin,

   Tryptophan, Lysin oder Arginin. Dabei können Mono  ader Polysalze vorliegen.   



   Die neuen Verbmdungen konnen als Heilmittel m Florm von   pharmazeutischen P, räparaten    verwendet werden,   welche diese Verbindungen zusammen mit pharma-      zeujtischen, organischen ojder. anorganischen, festen oder    flüssigen Trägerstoffen, die für topicale, enter. ale, z. B. orale, oder parenterale   Gbe geeignet sind, enthalten.   



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in   Celsiusgcaden    angegeben.



   Beispiel 1
5 g 5-Isopropylsulfonyl-anthranislsäuremethylester werden zusammen mit   50    0 cm3 Hydrazinhydrat während vier Stunden am Rückfluss gekocht. Man dampft dann   in vacuum    zur Trockne ein, reibt den Rückstand mit   Wasser an. und nuitscht von dem dabei gebildeten krktal- linen Niederschlag aib. Durch Umkristallisation aus    Alkohol erhält man 5-Isopropylsulfonyl-anthranilsäurehydrazid der Formel
EMI2.1     
 in   weissen    Kristallen vom F.   178-179 .   



   Beispiel 2
5g 5-Methylsulfonyl-anthranilsäuremethylester werden   zusammen mit 50 cm ? Hydrazinhydnat während drei    Stunden am Rückfluss gekocht. Man dampft dann im Vakuum zur Trockenen ein, nimmt den Rückstand in 20 cm3 Wasser auf und stellt mit 2-n Essigsäure auf pH 7 ein. Beim Abkühlen scheidet sich ein kristalliner   Niedenschlag    aus. Durch Umkristallisation desselben aus Wasser erhält man das 5-Methylsulfonyl-anthranilsäure  hydrazjd der Formel   
EMI2.2     
 als   weisse    Kristalle vom F.   172-175 .   



   Beispiel 3
6 g 5-Äthylsulfonyl-anthranilsäuremethylester werden zusammen mit 60 cm3   Hydrazinihydrat      wahrend    zwei Stunden am Rückfluss gekocht. Man dampft dann im Vakuum zur   Trockene em, reibt den Rückstand mit    Wasser   a. n, stellt    mit   2-n      Satzsäure.    auf pH 7. und filtriert die ausgeschiedenen Kristalle ab. Durch   Umkristallisa-    ti aus Wasser erhält man   das 5-Athylsulfonyl-    anthranilsäurehydrazid der Fermel
EMI3.1     
 als weisse Kristalle vom   F.    171-175 .



   Beispiel 4
8 g 5-n-Butylsulfonyl-anthranilsäuremethylester werden zusammen mit 80   cm ? Hydrazinhydrat während    2¸ Stumden am Rückfluss gekocht. Man dampft dann im Vakmum zur Trockene ein, versetzt den Rückstand mit 30 cm3 Wasser und stellt mit 2-n   Salure.    auf pH 7. Beim Verreiben erstarrt die ölige Masse zu einem   lolistaBinen Niederschlag.    Durch   UmkrJstallisation    aus Äthanol-Wasser erhält man das 5-n-Butylsulfonylanthranilsäurehydraszid der Formel
EMI3.2     
   als weisse Kristalle vom F. 156-158 .   



   Die in den vorstehenden Beispielen verwendeten Ausgangsstoffe kpnnen z. B.   wie-folg berges-telit    werden : a)   2-Chlor-5-alkylsulfonyl-benzoesauren   
Zu einer Lösung von 378 g   Natriumsulàt      (Na2SO8-    7   H20)    in 500 cm3 Wasser trägt man unter Rühren in kleinen Portionen 127,5 g 2-Chlor-5-chlorsulfonyl  beo2joesäureem'.Gleichzeitiglässtman    145 cm3 10, n Natronlauge hinzufliessen, damit die Reaktionslösung immer ein. pH   vom 9 aufweist. Durch Eiskühluircg sorgt    man, dass die   Innentemper. atur 25  nicht überschreitet.   



  Nach dem Eintragen der letzten Mengen des Sulfochlorids rührt man bei Zimmertemperatur während vier Stunden. Die auf   0  abgekühlte Reaktionslösung    wird nun unter Eiskühlung mit 220   cm ? konz. Salzsäure    versetzt, wobei ein weisser niederschla ausfällt Nachdem man die abfiltrierte rohe Sulfinsäure in 100 cm3 Wasser und 200 cm3 Athanol gelöst hat, stellt man unter Rühren mit 10-n Natronlauge auf pH 9, versetzt mit 200 g Äthylbromid und kocht während 36 Stunden am Rückfluss. Während dieser Zeit wird die Reaktionslösung durch hizufügen von kleinen Portionen 10-n Natronlauge ständig schwach alkalisch gehalten. Die Hauptmenge Äthanol wird im Vakuum entfernt und die   wäss-      rige. alkalische Lösung unter Eiskühlung mit konz.    Salzsäure   angesäuert.

   Die tausgeschiedene feste Substanz    wird abfiltriert, aus Äthanol-Wasser umkristllsiert, und man erhält somit die 2-Chlor-5-äthylsulfonyl-benzoesäure als weisse Kristalle vom F. 151-153 .



   In analoger Weise kann man die 2-Chlor-5-iso  propylsulfonyl benzoesäure    vom F. 13'2-134 , die 2-Chlor-5-methylsulfonyl-benzoesäure vom F. 182-185  und die 2-Chlor-5-n-butylsulfonyl-benzoesäure vom F.



  137-139  erhalten. b) 5-Alkylsulfonyl-anthranilsäuren    62    g 2-cjhlor-5-methylsulfonyl-benzoesäure vom F.



  182-185 werden in einem Druckgefäss mit 700   crnS      boaz.    Ammoniaklösung und 1, 5   g      Kupferpulwer wäh-    rend 12 Stunden iauf   125-130  erhitzt. Die abgekühlte,      abfiltiierte. ammoniakalische Lösung wird. unter Rübren    und unter Eiskühlung in soviel konz. Salzsäure einge  tna) gen, dass am Schluss    die   Reaktdonsmischung gerade      schwach kongosauer    ist. Man filtriert den gebildeten   kristallinen Niederschlag. a) b. Durch Umikristallisation    aus Äthanol-Wasser erhält man die 5-Methylsulfonylanthranilsäure vom F. 234-235 .



   In analoger Weise erhält man die 5-Iso   ulf-    onylanthranisläure vom F. 213-216 , die 5-Äthylsulfonyl-anthranilsäure vom F.   209-211  und die 5-n-      B'Ujtylsulfonyl-fattithr'anilsätHievom    F. 175-178 . c)   S-Alkylsulfonyl-anthranilsaure-methylester   
30 g 5-Methylsulfonyl-anthranilsäure werden in eine Lösung von 25 cm3 Schwefelsäure-monohydrat in 90 cm3 abs. methanol eingetragen und 16 Stunden am Rückfluss gekocht. Die abgekühlte Reaktionslpsung wird auf Eis gegossen. Man extrahiert mit Methylenchlorid, wäscht die organische Schicht mit natriumbicarbonatlösung und dampft nach dem   Ttlocknen    über Magnesiumsulfat im Vakuum ein.

   Durch umkristallisation des festen Rückstandes aus   Isoproptanol-Petroläther erhält    man der 5-Methylsulfonyl-anthranilsäuremethylester vom f. 139-145 .



   In analoger Weise erhält man der 5-Isopropylsulfonly-anthranilsäuremethylester vom F. 142-144 , den 5-Äthylsulfonyl-anthranilsäuremethylester vom F. 9094  und den 5-n-Butylsulfonyl-anthranisläuremethylester (Öl).



   Beispiel   5   
7 g 2-Äthylamino-5-methylsulfonyl-benzoesäuremethylester werden zusammen mit 70 cm3 Hydrazinhydrat während zwei Stunden am Rückfluss gekocht.



  Man dampft dann im Vakuum zur   Triockeme ein, reibt    den Rückstand mit Wasser an und filtriert den kristallinen   Niederschlag ab. Durch Umkristalilisation    aus Äthanol-Wasser erhält man das 2-Äthylamino-5-methylsulfonyl-benzoesäurehydrazid der Formel
EMI3.3     
 als weisse kristalle vom f. 168-171 .



   Der in diesem Beispiel. als Ausgangsmaterial verwendete 2-Äthylamino5--methylsulfonyl-benzoesäuremethylester wird folgendermassen hergestellt:
70 g 2-Chlor-5-methylsulfonyl-benzoesäure werden in einem Druckgefäss mit 700 cm3 25%iger wnsseriger Äthylaminlösung mit 1,5 g Kupferpulver während 14   Stunden auf 125-130  enhitzt.    Man kühlt auf   Zimmer-    temperatur ab, filtriert ab und giesst das Filtrat unter Rühren und   monter      Eiskiihlung    in soviel   konz.    Salzsäure, dass am Schluss die   Reaktionsmischfung    gerade schwach kongosauer ist.

   Man filtriert den gebildeten Niederschlag ab; durch Umrkistallisation aus Äthanol-Wasser erhält man die   2-Athylamino-5-methyl & ulfonyl-Ibenzoesäure    vom F. 185-190 . 



   35 g dieser Aminosäure werden in eine Lösung von 30 cm3 Schwefelsäure-monohydrat in 100   cm3    Methanol eingetragen und während 16 Stunden am Rückfluss gekocht. Man kühlt ab, geiesst auf Eis   md    extrahiert mit   Metihylenchlorid. Nach dem Waschen der organischen Schicht mit Natriumbioanbonaftösung, Trocknern über    Magnesiumsulfat   und Abdampfen des Losungsmittels    im Vakuum wird der Rückstand aus Isopropanol-Petrol äther umkristallisiert. Man erhält so den 2-Äthylamino5-methylsulfonyl-bezoesäuremethylester vom F. 120122 .



   Beispiel 6
Zu 2, 29 g 5-Methylsulfonyl-anthranisläurehydrazid in   70      cm5    abs. Alkohol gibt man unter Rühren eine   Losung    von 2 g N-Methyl-piperidon-(4) in 5 cm3 abs.



  Alkohol und kocht währned 16 Stunden am Rückfluss.



  Anschliessend dampft man zur Trockene ein und kristal  lisiert den Rückstand :    aus Alkohol um. Man erhält so das 5-methylsulfonyl-anthranisläure-N'-(N-methylpiperidyliden-[4])-hydroazil der Formel
EMI4.1     
 vom F. 202-203 .



   Das   Hydrechlorid    dieser Base wird   folgendermas-    sen hergestellt: eine Suspension von 1, 62 g Base in 25 cm3 abs. Alkohol wird warm mit   derberechnieten    Menge Chlorwasserstoff in Alkohol versetzt, wobeialles in   Lösun, g, geht.    Nach kurzer Zeit fällt das Hydrochlorid in weissen Kristallen aus, die bei 224-227  schmelzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Benzoesäurehydr- aziden, die in 2-Stellung durch eine unsubstituierte oder substituierte Aminogruppe und in 5-Stellung durch eine mit einem bis zu 7 Kohlenstoffatome enthaltenden aliphatischen Kohlenwasserstoffrest substituierte Sulfonylgruppe kernsubstituier, smd, oder ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine entsprechende 5-R-SO2-2-X Benzoesäure oder ein reaktionsfähiges funktionelles Säurederivat davon, worin R einen bis zu 7 Kohlen- stoffatome enthaltenden, aliphatischen Kohlenwasser stoffrest darstellt, und X eine unaubstituierte oder sub stituiente Aminogruppe oder ainen anderen,
    durch Re duktion in die Aminogruppe überfüihrbaren Substituen- ten bedeutet, mit einem Hydrazin bzw. Hydrazon umsetzt, und den gagebenenfalls vorhandenen, durch Re duktion in die Aminogruppe überführbaren Substituenten X zur Aminagrupp e reduziert UNTBRANSPRÜCHB 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man als reaktionsfähiges funktionel- les Derivat der genannten 5-R-SO2-2-X-Benzoesäure, worin R und X die im Pabentanspruch I gegebene Bedeutung besitzen, ein Halogenid, ein reines oder gemischtes Anhydrid einen Ester, ein Amid oder das Azid verwendet.
    2. Verfahren nach Unteranapruch l, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Umsetzung mit einem Hydrazin in Anwesenheit von Realetionsbeschleunigern und/oder Kondensationsmitteln durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Verwendung der freien 5-R-Sulf onyl-2-X-tbenzoesäure,.wonn X und R die im Patent- anspruch I gegebene Bedeutung beisitzen, die Umset zung mit einem Hydrazin in Anwesenheit eines Carbo- diimids durchführt.
    4. Verfahren nach unternaspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Dicycloalkyl-carbodiimid als Kondensationsmittel verwendet.
    5. Verfahren nach Patetnasprcuh I oder einem der vorangehenden Unteranspru2che, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung von Verebidnungen der Formel I EMI4.2 oder ihrer Salze, worin R1 und R2 für Wasserstoff oder einwerite niedere aliphatische Reste stehen oder R, und R2 einen doppelt gebundene aliphatischen Rest oder ein Wasserstoffatom und das Acylradikal einer niederen aliphtischen Carbonsäure bedeuten, R3 für Wasserstoff oder den acylrest einer niederen aliphatischen Carbonsäure steht und R einen niederen Alkylrest darstellt, die entsprechenden Ausgangsstoffe einsetzt.
    6. Verfahren. mach unteranspruch 5, dadurch ghe kennzeichnet, dass man zur Herstellung von Verbindun- gen der in UnteEanspruch 5 gezeigten Fomnel, worin Ri- R3 für Wasseistoff stehen und R einen Niederalkylrest darstelit, die entsprechenden Ausgangsstoffe einsetzt 7. Verfahren nach Patentanspruch I odter einem der Unteransprüche 1-4, dandruch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung von 5-Isoporpoylsulfonyl-anthranilsäure hydnazid die entsprechenden Ausgangsstoffe einsetzt.
    8. Verfahren nach Patentanspmich 1 oder einem der unteransprüche 1-4, dadurchrh gekenzneichet, dass man erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze umwandelt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Salze in die freien Verbindungen umwandelt.
    10. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man erhaltene Hydnazide mit einer unsubstituierten Hydrazinogruppe durch umsetzung mit einem Keton substituiert.
    PATENTANSPRUCH II Verw. end. ung von nach dem Verfahren gemäss Pa- tentanspruch I erhlaltenen Verbindumgen mit unsubstituierter Hydrazinogruppe zur Herstellung von an der Hydrazinogruppe substituierten Derivaten, dadurch gekennzeichnet, dass man in die Hydrazinogruppe alipha- tische, araliphatische, heterocyclisch-aliphatische, aromatische oder heterocyclishce Reste einführt, indem man die erhaltenen Verbindungen mit paaktionsifähigen Estern der entsprechenden Hydnoxyverbindungen umsetzt oder die erhaltenen Verbindungen mit entsprechenden Carbonylverbindungne umsetzt und reuziert.
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