CH335782A - Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe

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CH335782A
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Karl Dr Menzi
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Ciba Geigy
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    • C09B33/02Disazo dyes
    • C09B33/12Disazo dyes in which the coupling component is a heterocyclic compound
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Description


  Verfahren zur     Herstellung    neuer     Disazofarbstoffe       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuer     Disazofarbstoffe,     welche der Formel  
EMI0001.0004     
    entsprechen, worin R einen von     Sulfonsäuregruppen     und     Carbonsäuregruppen    freien     Benzolrest    und X  eine         -0C-CH=CH-CO-Brücke       oder -GO-Brücke bedeuten.

   Die     Erfindung    be  zieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung  der komplexen Metallverbindungen dieser Farbstoffe  von der Zusammensetzung    
EMI0002.0001     
    worin R und X die angegebene Bedeutung haben und       Me    ein Nickel- oder Kupferatom, also ein Metall  atom     mit    einer der Ordnungszahlen 28 und 29 be  deutet.

      Zu diesen neuen Farbstoffen gelangt man, indem  man zwei Moleküle eines     Monoazofarbstoffes    der  Formel  
EMI0002.0005     
    worin R die angegebene Bedeutung hat, oder die  komplexe Nickel- oder Kupferverbindung eines sol  chen     Monoazofarbstoffes    an den     Aminogruppen    mit  tels     Phosgen    oder     Fumarsäuredihalogenid    miteinan  der verknüpft und gegebenenfalls auf solche Farb  stoffe     nickel-    oder kupferabgebende Mittel einwir  ken lässt.  



  Der     Benzolrest    R der beim vorliegenden Ver  fahren als     Diazokomponenten    dienenden     Amino-          monoazofarbstoffe    der Formel (3) kann von weite  ren     Substituenten    frei sein oder, mit Ausnahme von       Sulfonsäure-    oder     Carbonsäuregruppen,        Substituen-          ten    enthalten.

   Als Beispiele derartiger     Substituenten     seien     Alkylgruppen,    wie Äthyl- und     Methylgruppen,          Alkoxygruppen,    wie     Äthoxy-    und     Methoxygruppen,          Oxyalkylgruppen,    wie     ss-Oxyäthylgruppen    oder     Sul-          fonsäureamidgruppen    genannt.  



  Die Verknüpfung der     Aminoazofarbstoffe    der  Formel (3) kann in an sich bekannter Weise durch  geführt werden.  



  Zur Umwandlung der     Disazofarbstoffe    der For  mel (1) in die komplexen Metallverbindungen der  Formel (2) kommen beispielsweise     Salze    des zwei  wertigen Nickels, wie     Nickel(II)sulfat,    Salze des     ein-          oder    zweiwertigen Kupfers, wie     Kupfer(I)chlorid    oder       Kupfer(II)sulfat,    in Betracht,     ferner    auch Verbin  dungen, die diese Metalle in komplexer Bindung  enthalten. Insbesondere     sind    für diesen Zweck Nik-         kel-    oder     Kupferamminkomplexe    geeignet, z.

   B. die  aus Ammoniak,     Alkylaminen,    wie     Äthylamin,        Ätha-          nolaminen,        Morpholin,        Pyridin    oder     Picolinen    er  hältlichen komplexen Nickel- oder Kupferverbin  dungen. Zweckmässig wird bei der     Metallisierung    in       wässrigem    Medium gearbeitet, gegebenenfalls in Ge  genwart geeigneter Zusätze, z. B. einem     überschuss     derjenigen Base, die bereits im Molekül des gegebe  nenfalls verwendeten Nickel- oder     Kupferammin-          komplexes    enthalten ist.  



  Die neuen     Disazofarbstoffe    der Formel (1) eig  nen sich zum Färben der verschiedensten Werkstoffe,  z. B. tierischer Fasern, wie Wolle, Seide und Leder,  insbesondere aber zum Färben und Bedrucken     cel-          lulosehaltiger    Materialien, wie Baumwolle, Leinen,  Kunstseide und Zellwolle, aus regenerierter     Cellu-          lose.       Die Farbstoffe der Formel (1) ergeben in Was  ser an sich     schwerlösliche    Nickel- und Kupferver  bindungen.  



  Die in Substanz hergestellten,     schwerlöslichen     Nickel- oder Kupferverbindungen der Formel (2)  lassen sich in wertvoller Weise zum Färben und  Bedrucken     cellulosehaltiger    Materialien verwenden,  wenn man hierzu neutrale bis alkalische Färbebäder  benützt, welche den metallhaltigen Farbstoff, ein vor  zugsweise     aliphatisches    Amin, das mindestens ein      von einer HO-Gruppe durch zwei     Kohlenstoffatome     getrennte     Aminogruppe    aufweist und     zweckmässig     phosphorhaltige Anionen enthält.  



  Die in dieser Weise mit den     nickel-    oder kupfer  haltigen Farbstoffen erhältlichen Färbungen zeich  nen sich durch gute Echtheitseigenschaften, insbeson  dere durch gute Licht- und Waschechtheit, aus.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes bemerkt wird, Gewichts  teile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Tem  peraturen sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  45,6 Teile     2-Amino-l-oxybenzol-4-carbonsäure-          phenylamid    werden in 150 Teilen Wasser und 50  Raumteilen     30o/oiger    Salzsäure suspendiert und  durch Zusatz einer Lösung von 13,8 Teilen Natrium  nitrit     in    45 Teilen Wasser bei 5 bis 10      diazotiert.     Die     unlösliche        Diazoverbindung    wird     abfiltriert    und  mit wenig kaltem Wasser nachgewaschen.  



  Die noch feuchte     Diazoverbindung    streut man  bei 3 bis 6  in eine Lösung bestehend aus 90,2 Tei  len der Verbindung der Formel  
EMI0003.0014     
    40 Teilen wasserfreiem     Natriumcarbonat    und 400  Teilen Wasser. Nach beendeter Kupplung setzt man,  zur vollständigen     Abscheidung    des Farbstoffes, Salz  säure zu bis zur sauren Reaktion auf Kongorot  papier. Der     Monoazofarbstoff    wird     abfiltriert    und  in 500 Teilen Wasser unter Zusatz von Natrium  hydroxydlösung bis zur alkalischen Reaktion auf       Brillantgelbpapier    gelöst.

   In diese Lösung leitet man  unter gutem Rühren einen schwachen Strom von       Phosgen    und setzt gleichzeitig     Natriumcarbonat    in  der Weise zu, dass die Reaktion immer schwach alka  lisch bleibt. Wenn sich kein primäres Amin mehr  nachweisen lässt, filtriert man den ausgeschiedenen  Farbstoff ab.  



  Der Farbstoff bildet ein rotbraunes Pulver, das  sich in Wasser mit orangeroter und in     konzentrierter     Schwefelsäure mit gelber Farbe löst. Er färbt Baum  wolle nach dem ein- oder     zweibadigen        Nachkupfe-          rungsverfahren    in     rotstichig    gelben Tönen von guter  Wasch- und Lichtechtheit.  



  Zur     Kupferung    suspendiert man den Farbstoff in  1500 Teilen heissem Wasser, setzt 200 Raumteile  einer     1-molaren        Kupfersulfatlösung    und 65 Raum  teile 25     1/a        iges        wässriges    Ammoniak zu und hält die  Temperatur eine Stunde bei 70 bis 80 . Der wasser  unlösliche Metallkomplex wird     abfiltriert.    Er bildet  ein rotbraunes Pulver, das sich mit gelber Farbe in  konzentrierter Schwefelsäure löst.

   Der Kupferkom  plex färbt in Gegenwart von     oxygruppenhaltigen     Aminen Baumwolle in     rotstichig    gelben Tönen, die  in Farbton und     Echtheiten    der     nachgekupferten     Färbung des metallfreien Farbstoffes entsprechen.  



  Verwendet man zur     Metallkomplexbildung    an  stelle von Kupfersulfat eine entsprechende Menge  Nickelsulfat, so erhält man einen Farbstoff mit ähn  lichen Eigenschaften, dessen gelbe Färbung aber  weniger     rotstichig    ist.  



  Zu den gleichen metallhaltigen Farbstoffen ge  langt man, wenn man den oben beschriebenen     Amino-          azofarbstoff    nach der üblichen Methode in 1500    Teilen Wasser mit 200 Raumteilen einer     1-molaren     Kupfersulfat- bzw.     Nickelsulfatlösung    und 65 Raum  teilen 25      /oigem        wässrigem    Ammoniak metallisiert,       abfiltriert    und die Paste in 1000 Teilen Wasser  gleichzeitig mit     Phosgen    und     Natriumcarbonatlösung     so behandelt, dass die Reaktion immer alkalisch  gegen     Brillantgelbpapier    bleibt.  



  Verwendet man anstelle von     2-Amino-l-oxy-          benzol-4-carbonsäurephenylamid    die entsprechende  Menge der in     3'-Stellung    des     Phenylamidkernes    mit  einer     Methoxy-    oder     Äthoxygruppe    substituierten       Verbindung,    so erhält man Farbstoffe mit ähnlichen  Eigenschaften.  



  <I>Beispiel 2</I>  Der im Beispiel 1 beschriebene     Aminoazofarb-          stoff    aus 45,6 Teilen     2-Amino-l-oxybenzol-4-car-          bonsäurephenylamid    und 90,2 Teilen der Verbin  dung der Formel (4) wird als     Filterpaste    in 500 Tei  len Wasser unter Zusatz von     Natriumhydroxyd-          lösung    bis zur alkalischen Reaktion auf Brillant  gelbpapier gelöst.

   In diese Lösung tropft man bei  Raumtemperatur unter gutem Rühren eine     benzo-          lische    Lösung von 15,3 Teilen     Fumarsäuredichlorid     und hält durch gleichzeitigen Zusatz von Natrium  carbonatlösung die Reaktionsmischung stets alkalisch.  Wenn sich kein freies Amin mehr nachweisen lässt,  heizt man auf, setzt zur vollständigen     Abscheidung     des Farbstoffes     Natriumchlorid    zu und filtriert.  



  Zur     Kupferung    verfährt man wie in Beispiel 1  beschrieben. Der Kupferkomplex bildet in getrock  netem Zustand ein braunes Pulver, das sich     in    kon  zentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe löst. Er  färbt in Gegenwart von     oxygruppenhaltigen    Aminen  Baumwolle in gelben Tönen von guter Licht- und  Waschechtheit.  



  Verwendet man zur     Metallkomplexbildung    an  stelle von     Kupfersulfat    eine entsprechende Menge       Nickelsulfat,    so erhält man einen Farbstoff mit ähn  lichen Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man zwei Mole küle eines Monoazofarbstoffes der Formel EMI0004.0007 worin R einen von Sulfonsäuregruppen und Carbon- säuregruppen freien Benzolrest bedeutet,
    oder die komplexen Nickel- oder Kupferverbindung eines solchen Monoazofarbstoffes an den Aminogruppen mittels Phosgen oder Fumarsäuredihalogenid mitein ander verknüpft. UNTERANSPRi7CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von komplexgebundenem Metall freie Aminomonoazofarbstoffe verwendet und auf die erhaltenen Disazofarbstoffe nickel- oder kupferabgebende Mittel einwirken lässt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Monoazofarbstoffe mit tels Phosgen in Harnstoffderivate überführt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE842382C (de) * 1946-04-16 1952-06-26 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Dis- und Polyazofarbstoffen
DE889661C (de) * 1950-10-04 1953-11-05 Sandoz Ag Verfahren zur Herstellung gelber metallisierbarer substantiver Disazofarbstoffe

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CH335781A (de) 1959-01-31

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