CH335781A - Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe

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CH335781A
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nickel
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Karl Dr Menzi
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Ciba Geigy
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    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/02Disazo dyes
    • C09B33/12Disazo dyes in which the coupling component is a heterocyclic compound
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Disazofarbstoffe       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuer     Disazofarbstoffe    der  Formel  
EMI0001.0003     
    worin X eine     -0C-CH=CH-CO-Brücke    oder       -CO-Brücke    bedeutet. Die Erfindung bezieht sich  auch auf ein Verfahren zur Herstellung der kom-         plexen    Metallverbindungen dieser Farbstoffe von der       Zusammensetzung       
EMI0002.0001     
    worin X die     angegebene    Bedeutung hat und     Me    ein  Nickel- oder Kupferatom, also ein Metallatom, mit  einer der Ordnungszahlen 28     und    29 bedeutet.

      Zu diesen neuen Farbstoffen gelangt man, indem  man zwei Moleküle des     Monoazofarbstoffes    der  Formel  
EMI0002.0006     
    oder die komplexe Nickel- oder Kupferverbindung  dieses Farbstoffes an den     Aminogruppen    mittels       Phosgen    oder     Fumarsäuredihalogenid    miteinander  verknüpft und gegebenenfalls auf solche Farbstoffe       nickel-    oder kupferabgebende Mittel einwirken lässt.  



  Diese Verknüpfung     kann    in an sich bekannter  Weise durchgeführt werden.  



  Zur Umwandlung der     Disazofarbstoffe    der For  mel (1) in die komplexen Metallverbindungen der  Formel (2) kommen beispielsweise Salze des zwei  wertigen Nickels, wie     Nickel(II)sulfat,    Salze des     ein-          oder    zweiwertigen Kupfers, wie     Kupfer(I)chlorid    oder       Kupfer(II)sulfat,    in Betracht, ferner auch Verbin  dungen, die diese Metalle in komplexer Bindung  enthalten. Insbesondere sind für diesen Zweck     Nik-          kel-    oder     Kupferamminkomplexe    geeignet, z.

   B. die  aus Ammoniak,     Alkylaminen,    wie     Äthylamin,        Ätha-          nolaminen,        Morpholin,        Pyridin    oder     Picolinen    er  hältlichen komplexen Nickel- oder Kupferverbindun  gen. Zweckmässig wird bei der     Metallisierung    in       wässrigem    Medium gearbeitet, gegebenenfalls in Ge  genwart geeigneter Zusätze, z. B. einem     überschuss     derjenigen Base, die bereits im Molekül des gegebe  nenfalls verwendeten Nickel- oder     Kupferammin-          komplexes    enthalten ist.  



  Die neuen     Disazofarbstoffe    der Formel (1) eig  nen sich zum Färben der verschiedensten Werkstoffe,  z. B. tierischer Fasern, wie Wolle, Seide und Leder,  insbesondere aber zum Färben und Bedrucken cellu-         losehaltiger    Materialien, wie Baumwolle, Leinen,  Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter     Cellulose.     



  Auch die in Substanz hergestellten,     schwerlös-          lichen    Nickel- oder Kupferverbindungen der For  mel (2) lassen sich in wertvoller Weise zum Färben  und Bedrucken     cellulosehaltiger    Materialien verwen  den, wenn man hierzu neutrale bis alkalische Färbe  bäder benützt, welche den metallhaltigen Farbstoff,  ein vorzugsweise     aliphatisches    Amin, das mindestens  eine von einer HO-Gruppe durch zwei     Kohlenstoff-          atome    getrennte     Aminogruppe    aufweist und zweck  mässig phosphorhaltige Anionen enthält.  



  Die in dieser Weise mit den     nickel-    oder kupfer  haltigen Farbstoffen erhältlichen Färbungen zeichnen  sich durch gute Echtheitseigenschaften, insbesondere  durch gute Licht- und Waschechtheit, aus.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile,     sofern    nichts anderes bemerkt wird, Gewichts  teile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Tem  peraturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  43,4 Teile     4-Chlor-2-aminobenzol-l-carbonsäure     werden mit 27 Teilen     301/eiger        Natriumhydroxyd-          lösung    in 400 Teilen     warmem    Wasser gelöst und mit  einer Lösung von 13,6 Teilen     Natriumnitrit    in 45  Teilen Wasser versetzt. Zur     Diazotierung    lässt man  dieses Gemisch unter     kräftigem    Rühren     einfliessen    zu  30 Teilen     301/miger    Salzsäure und 100 Teilen Wasser,      wobei man durch Zusatz von Eis so kühlt, dass die  Temperatur von 5  nicht überschritten wird.

   Man  rührt etwa 5 Stunden, bis sich keine salpetrige Säure  mehr nachweisen lässt.    Zur Kupplung giesst man die so hergestellte  Suspension der     Diazoverbindung    bei 3 bis 6  in eine  Lösung, bestehend aus 90,2 Teilen der Verbindung  der Formel  
EMI0003.0002     
    40 Teilen wasserfreiem     Natriumcarbonat    und 400  Teilen Wasser.

   Nach beendeter Kupplung setzt man,  zur vollständigen     Abscheidung    des Farbstoffes, Salz  säure zu bis zur sauren Reaktion auf     Kongorotpapier.     Der     Monoazofarbstoff    wird     abfiltriert    und in 500 Tei  len Wasser unter Zusatz von     Natriumhydroxydlösung     bis zur alkalischen Reaktion auf     Brillantgelbpapier     gelöst. In diese Lösung leitet man unter gutem Rüh  ren einen schwachen Strom von     Phosgen    und setzt  gleichzeitig     Natriumcarbonat    in der Weise zu, dass  die Reaktion immer schwach alkalisch bleibt.

   Wenn  sich kein freies primäres Amin mehr nachweisen lässt,  filtriert man den ausgeschiedenen Farbstoff ab.  



  Der neue Farbstoff bildet ein braungelbes Pulver,  das sich in Wasser und konzentrierter Schwefelsäure  mit gelber Farbe löst. Er färbt Baumwolle nach dem  ein- oder     zweibadigen        Nachkupferungsverfahren    in  gelben Tönen von guter Wasch- und Lichtechtheit.  



  Zur     Kupferung    suspendiert man den Farbstoff in  1500 Teilen heissem Wasser, setzt 200 Raumteile  einer     1-molaren        Kupfersulfatlösung    und 65 Raum  teile 25  /o     iges        wässriges    Ammoniak zu und hält die  Temperatur eine Stunde bei 70 bis 80 . Der wasser  unlösliche Metallkomplex wird     abfiltriert.    Er bildet  in getrocknetem Zustand ein rotbraunes Pulver, das  sich mit gelber Farbe in konzentrierter Schwefel  säure löst.

   Der Kupferkomplex färbt in Gegenwart  von     oxygruppenhaltigen    Aminen Baumwolle in gel  ben Tönen, die in Farbton und     Echtheiten    der     nach-          gekupferten    Färbung des metallfreien Farbstoffes  entsprechen.  



  Verwendet man zur     Metallkomplexbildung    an  stelle von Kupfersulfat eine entsprechende Menge  Nickelsulfat, so erhält man einen Farbstoff mit ähn  lichen Eigenschaften.  



  Zu den gleichen metallhaltigen     Farbstoffen    ge  langt man, wenn man den oben beschriebenen       Aminoazofarbstoff    nach der üblichen Methode in    1500 Teilen Wasser mit 200 Raumteilen einer     1-mo-          laren    Kupfersulfat- bzw.

       Nickelsulfatlösung    und 65  Raumteilen 25     o/oigem        wässrigem    Ammoniak     metalli-          siert,        abfiltriert    und die Paste in<B>1000</B> Teilen Wasser  gleichzeitig mit     Phosgen    und     Natriumcarbonatlösung     so behandelt, dass die Reaktion immer alkalisch gegen       Brillantgelbpapier    bleibt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Der im Beispiel 1 beschriebene     Aminomonoazo-          farbstoff    aus 43,3 Teilen     4-Chlor-2-aminobenzol-l-          carbonsäure    und 90,2 Teilen der     Verbindung    der  Formel (4) wird als Filterpaste in 500 Teilen Was  ser unter Zusatz von     Natriumhydroxydlösung    bis zur  alkalischen Reaktion auf     Brillantgelbpapier    gelöst.

    In diese Lösung tropft man bei Raumtemperatur  unter gutem Rühren eine     benzolische    Lösung von  15,3 Teilen     Fumarsäuredichlorid    und hält durch  gleichzeitigen Zusatz von     Natriumcarbonatlösung    die  Reaktionsmischung stets alkalisch. Wenn sich kein  freies Amin mehr nachweisen lässt, heizt man auf,  setzt zur vollständigen     Abscheidung    des Farbstoffes       Natriumchlorid    zu und filtriert.  



  Zur     Kupferung    verfährt man, wie in Beispiel 1  beschrieben. Der Kupferkomplex bildet in getrock  netem Zustand ein braunes Pulver, das sich in  konzentrierter Schwefelsäure mit gelber Farbe löst.  Er färbt in Gegenwart von     oxygruppenhaltigen    Ami  nen Baumwolle in gelben Tönen von guter Licht- und  Waschechtheit.  



  Verwendet man zur     Metallkomplexbildung    an  stelle von Kupfersulfat eine entsprechende Menge       Nickelsulfat,    so erhält man einen Farbstoff mit ähn  lichen Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarb- stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man zwei Mole küle des Monoazofarbstoffes der Formel EMI0003.0058 oder die komplexe Nickel- oder Kupferverbindung dieses Farbstoffes an den Aminogruppen mittels Phos- gen oder Fumarsäuredihalogenid miteinander ver knüpft.
    UNTERANSPRÜCHE .l. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von komplex gebundenem Metall freie Aminomonoazofarbstoffe als Ausgangs- stoffe verwendet und auf die erhaltenen Disazofarb- stoffe nickel- oder kupferabgebende Mittel einwirken lässt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Monoazofarbstoffe mit tels Phosgen in Hamstoffderivate überführt.
CH335781D 1955-03-25 1955-03-25 Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe CH335781A (de)

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DE842382C (de) * 1946-04-16 1952-06-26 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Dis- und Polyazofarbstoffen
DE889661C (de) * 1950-10-04 1953-11-05 Sandoz Ag Verfahren zur Herstellung gelber metallisierbarer substantiver Disazofarbstoffe

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DE1061928B (de) 1959-07-23
CH335782A (de) 1959-01-31

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