CH335895A - Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften des Bodens und Mittel zur Ausführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften des Bodens und Mittel zur Ausführung dieses Verfahrens

Info

Publication number
CH335895A
CH335895A CH335895DA CH335895A CH 335895 A CH335895 A CH 335895A CH 335895D A CH335895D A CH 335895DA CH 335895 A CH335895 A CH 335895A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
starch
sep
soil
water
swelling
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Andre Moller Fredrik
Jan Dr Lolkema
Original Assignee
Scholten Chemische Fab
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Scholten Chemische Fab filed Critical Scholten Chemische Fab
Publication of CH335895A publication Critical patent/CH335895A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/40Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing mixtures of inorganic and organic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B24/00Use of organic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. plasticisers
    • C04B24/24Macromolecular compounds
    • C04B24/38Polysaccharides or derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L3/00Compositions of starch, amylose or amylopectin or of their derivatives or degradation products
    • C08L3/02Starch; Degradation products thereof, e.g. dextrin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/14Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing organic compounds only
    • C09K17/18Prepolymers; Macromolecular compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/14Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing organic compounds only
    • C09K17/18Prepolymers; Macromolecular compounds
    • C09K17/32Prepolymers; Macromolecular compounds of natural origin, e.g. cellulosic materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Verbesserung der Eigenschaften des Bodens       und    Mittel zur     Ausführung    dieses Verfahrens    Es ist bekannt, dass das im Boden vorhandene  organische Material, insbesondere Humus, auf die  Struktur und dadurch auf die     Luft-Wasser-Wirtschaft     des Bodens einen wesentlichen Einfluss ausübt. Die  Struktur des Bodens wird für einen erheblichen Teil  durch den Prozentsatz der Teilchen bestimmt, die  zu Aggregaten der richtigen Grösse und genügender  Stabilität vereinigt sind. Durch diese Aggregate wird  die erwünschte     Krümelstruktur    erzielt, die für die  Eigenschaften landwirtschaftlichen Kulturbodens von  so grosser Bedeutung ist.

   Im allgemeinen ist die  Struktur des Bodens um so besser, je grösser der  Prozentsatz dieser Aggregate ist.  



  Aus landwirtschaftlichen Nachforschungen er  hellte, dass     Polysaccharide    des     Polyuronidtypus,    die  von den in dem Boden vorhandenen Mikroorganis  men gebildet werden, beim Entstehen dieser Aggre  gate in der Natur eine durchaus wichtige Rolle spie  len. Die     -Polyuronide    sind jedoch bakterieller Zer  setzung ausgesetzt, so dass die gebildeten Aggregate  nicht stabil sind und auf die Dauer zu Pulver aus  einanderfallen. Das hat zur Folge, dass die Krümel  struktur verlorengeht und der Boden seine gute Lüf  tung und Wasserregelung verliert, so dass die Ober  flächenschichten in Trockenperioden leicht zerstäu  ben und bei reichlichem Regen weggeschwemmt  werden.

   Ausserdem beeinträchtigt diese     mangelhafte     Lüftung und Wasserregelung die Ertragsfähigkeit des  Bodens in erheblichem Masse.  



  Zwecks Aufrechterhaltung der porösen Krümel  struktur war es daher im allgemeinen notwendig, re  gelmässig grosse Mengen organischen Materials in  den Boden einzubringen, aus dem durch bakterielle  Umsetzung fortwährend     Polyuronsäuren    gebildet  werden. Man hat jedoch auch vorgeschlagen, dem  Boden bestimmte Stoffe einzuverleiben, die dessen    Struktur dauernd verbessern, wie     hydrolysiertes        Poly-          akrylnitril,        Karboxymethylzellulose    u. a.  



  Es wurde nun gefunden, dass die Struktur des  Bodens sich rasch und in erheblichem Masse verbes  sern lässt, wenn man diesem in Wasser lösliche oder       quellbare    Stärke oder     Stärkeumwandlungsprodukta     einverleibt.  



  Insoweit bei der Ausführung des Verfahrens  dem Boden nicht in kaltem Wasser lösliche oder  quellende Stärkepräparate zugesetzt werden, ist dem  Boden Stärke in verkleisterter und somit gelöster  Form zuzusetzen, weil sonst die erwünschte Wirkung  nicht erzielt wird. Die in kaltem Wasser löslichen  oder quellenden Stärkepräparate dagegen können,  sowohl in gelöstem Zustande wie in trockener Form  in den Boden eingebracht werden.  



  Nach einer Ausführungsform der     -Erfindung    be  nutzt man das in kaltem Wasser     lösliche    oder quel  lende Stärkepräparat, das als     Quellstärke    bezeichnet       wird,    und die Erfindung wird daher besonders an  Hand der Anwendung dieses Produktes erläutert.  Unter einer     Quellstärke    wird hier das Produkt ver  standen, das dadurch erhalten wird, dass ein Gemisch  aus Stärke oder einem Stärkederivat und Wasser,  vorzugsweise einer beschränkten Menge Wasser,  z.

   B. 0,5-2 Gewichtsteilen Wasser auf 1 Gewichts  teil Stärke, kurze Zeit auf eine hohe, über dem     Ver-          kleisterungspunkt    liegende Temperatur erhitzt wird,  worauf das Produkt zu einer dünnen Schicht ausge  presst und gleichzeitig oder unmittelbar danach ge  trocknet wird.  



  Die zu benutzenden     Quellstärken    können von  verschiedenen nativen Stärkearten hergeleitet sein,  z. B. von Kartoffelstärke, Maisstärke,     Kassavestärke,          Sagostärke,    Weizenstärke und Klebestärken, von den  Komponenten, aus denen Stärke besteht, nämlich           Amylose    und     Amylopektin,    oder von Abbauproduk  ten von Stärke, wie löslicher Stärke und     Dextrin.    Sie  können aus stärkehaltigen Produkten gewonnen sein,  die neben Stärke andere Substanzen enthalten, ohne  dass diese andern Substanzen     entfernt    werden, z. B.

    aus     natürlichen    oder künstlichen Gemischen von  Stärke oder Stärkederivaten mit Eiweiss und gege  benenfalls Zellulose, wie Weizen-, Roggen- oder  Buchweizenmehl, gemahlenen     Kassaven-    oder Ma  niokwurzeln und dergleichen.  



  Mit den     obenbeschriebenen        Quellstärken    lässt  sich eine bedeutsame Verbesserung der Eigenschaf  ten des Bodens erzielen. Sie haben jedoch den Nach  teil, dass sie leicht von den Mikroorganismen im  Boden angegriffen werden, was zur Folge hat, dass  ihre Wirkung bald     nachlässt.    Diesem Nachteil kann  man entgegenkommen, indem man     Quellstärken    be  nutzt, die Konservierungsmittel enthalten. Zu diesem  Zwecke kommen die     zum    Konservieren von Stärke  produkten bekannten Mittel in Betracht, wie Kupfer  sulfat, Zinkchlorid, chlorierte     Phenole    oder     Kresole,     z.

   B.     Tri-        bzw.        Pentachlorphenol    oder     Parachlor-          metakresol,    Quecksilberzyanid, Quecksilberchlorid  organische Quecksilberverbindungen,     Orthophenyl-          phenolnatrium,        Paraoxydiphenyl    und dergleichen.

    Man     kann    das Konservierungsmittel mit der     fertigen,          Quellstärke    innig mischen; vorzugsweise wird das  Konservierungsmittel jedoch der Stärke zugesetzt,  bevor diese in     Gegenwart    von Wasser in     Quellstärke          übergeführt        wird.    Dadurch wird nämlich erzielt, dass  das Konservierungsmittel in jedem     Quellstärketeil-          chen    homogen verteilt wird, was von Vorteil ist,  wenn die     Quellstärke    in trockener Form dem zu       behandelnden    Boden     zugesetzt    wird.  



  Die Stabilität der     Quellstärken    lässt sich auch da  durch verbessern, dass sie in Gegenwart eines Al  dehyds oder einer     aldehydabspaltenden    Substanz  hergestellt werden.  



  Diese sogenannten     Aldehydquellstärken    werden  in den britischen Patentschriften     Nrn.    494927,  632789 und 632785 beschrieben. Sie werden da  durch erhalten, dass ein Gemisch aus Stärke, Wasser  und einem Aldehyd oder einer     aldehydabspaltenden     Substanz dem     Quellstärkeprozess    ausgesetzt wird.  Vorzugsweise erfolgt das in einem nicht oder nur  sehr schwach sauren Medium und bei möglichst  niedriger Temperatur; man kann dann auch bei An  wendung grösserer Mengen Aldehyd lösliche Pro  dukte erhalten. In der Praxis     kommt    als Aldehyd  besonders Formaldehyd in Betracht.  



  Es hat sich gezeigt, dass auch diese     Aldehyd-          quellstärken    die     Eigenschaften    des Bodens     wesentlich.     verbessern können, dass sie jedoch den üblichen,  kein Konservierungsmittel enthaltenden     Quellstärken     gegenüber den wichtigen Vorteil haben, dass sie  schwieriger von den Mikroorganismen im Boden an  gegriffen werden und dass ihre Wirkung dementspre  chend länger erhalten bleibt.  



       Eine    weitere Verbesserung der Stabilität der       Quellstärken    lässt sich erzielen, indem diese in Ge-         genwart    sowohl eines Aldehyds wie einer Kunstharz  komponente     bzw.    eines     Vorkondensates    dieser Stoffe  hergestellt werden. Dabei ist so zu verfahren, dass  Produkte erhalten werden, die noch in kaltem  Wasser löslich sind.

   Das ist möglich, wenn gemäss  der     brit.    Patentschrift Nr. 632791 ein     Aminotriazin,     insbesondere     Melamin,    oder gemäss der     USA-Patent-          schrift    Nr. 2583268 ein Phenol als     Kunstharzkompo-          nente    benutzt wird und der     Quellstärkeprozess    in  neutralem oder alkalischem Medium ausgeführt wird.  Benutzt man     Harnstoff    als     Kunstharzkomponente,    so  entstehen beim     Erhitzungsprozess    auf der Walze im  allgemeinen unlösliche Produkte.

   Es lassen sich je  doch auch unter Anwendung von Harnstoff für den  Zweck der Erfindung geeignete lösliche     Quellstärken     erhalten, wenn von einer in genügendem Masse ab  gebauten Stärke ausgegangen wird, wie diese in der  britischen Patentschrift Nr. 772479 beschrieben  wird.  



  In allen diesen Fällen entstehen Produkte, in  denen eine gewisse Kondensation zwischen der  Stärke, dem Aldehyd und der     Kunstharzkomponente     aufgetreten ist. Diese Kondensation hat zur Folge,  dass die Beständigkeit gegen Mikroorganismen er  heblich gesteigert wird.  



  Eine Verbesserung der Stabilität lässt sich auch  mit     Aldehydquellstärken    erzielen, die nicht in der  oben beschriebenen Weise in Gegenwart einer       Kunstharzkomponente    während des     Quellstärke-          prozesses    hergestellt worden sind, sondern die in  einem späteren Stadium mit der     Kunstharzkompo-          nente    versetzt wird. Auch diese Gemische werden  in der britischen Patentschrift Nr. 494927 beschrie  ben.

   Weiter kann man     erwünschtenfalls    sowohl das  Aldehyd bzw. die     aldehydabspaltende    Substanz wie  die     Kunstharzkomponente,    gegebenenfalls in Form  eines     Vorkondensates    dieser Verbindungen, auf me  chanischem Wege innig mit der     Quellstärke    in     trok-          kenem    Zustande mischen. Solche Gemische werden  u. a. in den britischen Patentschriften     Nrn.    633342  und 634368 beschrieben.

   Zwar ist in diesen Fällen  die     Kunstharzkomponente    oder das Aldehyd und  die     Kunstharzkomponente    bzw. ein     Vorkondensat     dieser Substanzen noch in freiem Zustande vorhan  den, aber im Boden kann eine langsame Kondensa  tion mit der     Aldehydquellstärke    bzw.     Quellstärke     eintreten, wodurch die Stabilität des Produktes er  höht wird. Die Bedingungen dazu sind am günstig  sten in den obern Schichten des Bodens, in denen  durch Verdampfung des Wassers eine Konzentrie  rung der Lösung erfolgen kann, und im Falle des  Zusatzes landwirtschaftlicher Chemikalien, welche  dem Boden eine saure Reaktion mitteilen.  



       Erwünschtenfalls    kann die Kondensation des  Aldehyds oder des     Vorkondensates    mit einer     Quell-          stärke    dadurch erleichtert werden, dass das trockene       Quellstärkepräparat    oder die Lösung desselben mit  einem Katalysator, meistens einer sauerreagierenden  oder säureabspaltenden Verbindung, versetzt wird.      Zu dem vorliegenden Zweck geeignete Kunst  harzkomponenten sind solche Verbindungen, die mit  dem Aldehyd oder einer     aldehydabspaltenden    Sub  stanz     kunstharzartige    Kondensationsprodukte zu bil  den vermögen, z.

   B.     Melamin,    Harnstoff,     Thioharn-          stoff,    Phenol,     Kresol,        Resorzin,        Dizyandiamid,     Azeton und dergleichen.  



  Gemäss einer wichtigen Ausführungsform der  Erfindung verwendet man als wasserlösliche Um  setzungsprodukte der Stärke Stärkeäther und/oder       -ester,    mit denen sehr günstige Resultate erzielt  werden können.  



  Diese Stärkeäther und/oder     -ester    können ver  schiedene Äthergruppen,     Estergruppen    oder Kombi  nationen verschiedener dieser Gruppen enthalten.  Auch die Zahl dieser Gruppen pro     Glukoseeinheit     kann in erheblichem Masse variieren, wobei aber die  Stärkeäther und     -ester    stets wasserlöslich sein bzw.  in Wasser wenigstens aufquellen sollen.  



  Im allgemeinen werden bereits gute Ergebnisse  mit Präparaten erzielt, in denen der     Verätherungs-          bzw.        Veresterungsgrad    wesentlich niedriger ist, als  einer vollständigen Umsetzung der Stärke entspricht.  Bei beschleunigten Haltbarkeitsversuchen im Boden  wurde festgestellt, dass bereits in Gegenwart von  durchschnittlich etwa 0,7 Äther- oder     Estergruppen     pro     Glukoseeinheit    eine für viele Anwendungszwecke  ausreichende Stabilität im Boden erreicht wird. Vor  zugsweise benutzt man jedoch Präparate, die wenig  stens durchschnittlich eine Äther- und/oder Ester  gruppe pro     Glukoseeinheit    enthalten.

   Es hat sich  nämlich gezeigt, dass solche Äther und Ester von  den Mikroorganismen im Boden nicht oder praktisch  nicht angegriffen werden. Im allgemeinen verläuft  dieser Angriff um so langsamer, je grösser die Zahl  der Äther- bzw.     Estergruppen    pro     Glukoseeinheit    ist.  



  Die zu verwendenden Äther oder Ester können  unter Benutzung monofunktioneller oder bi- bzw.  polyfunktioneller Reagenzien hergestellt werden. Die  erste Gruppe hat für den vorliegenden Zweck die  grösste Bedeutung, weil sie besser in Wasser löslich  sind, aber man kann auch Präparate anwenden, die  mit Gemischen von mono- und bi- bzw. polyfunktio  nellen oder sogar     lediglich    mit bi- bzw.

   polyfunktio  nellen Reagenzien erhalten wurden, zumal wenn  diese letzteren neben den reaktiven Funktionen  (Halogenatomen,     Epoxysauerstoffatomen    oder der  gleichen) noch eine oder mehrere     hydrophile    Grup  pen, insbesondere     ionogene    Gruppen, wie     Karboxyl-          oder        Sulfonsäuregruppen,    enthalten. Im allgemeinen  muss bei den mit bi- bzw. polyfunktionellen Reagen  zien erhaltenen Präparaten der     Verätherungs-    oder       Veresterungsgrad    verhältnismässig niedrig sein, da  sie sonst nicht genügend wasserlöslich sind.  



  Beispiele von     Verätherungs-    und     Veresterungs-          mitteln,    mit denen sich zum Zweck der     Erfindung     geeignete Stärkeäther und     -ester    erhalten lassen, sind  Halogenfettsäuren, wie Chloressigsäure und     Brom-          propionsäure,        Halogenhydrine,    wie     Äthylenchlor-          hydrin,        Propylenehlorhydrin    und Glyzerinmono-         chlorhydrin,    reaktive     Epoxyalkane,    wie     Epoxyäthan,          Epoxy-1,

  2-propan    und     Epoxy-1,2-propanol-3,        Di-          alkylsulfate,    wie     Dimethylsulfat    und     Diäthylsulfat,          Halogenalkyle,    wie     Methylchlorid    und     Äthyljodid,          Chloräthansulfonsäure,        Chloroxypropansulfonsäure,          Epoxypropansulfonsäure,        Äthylensulfonsäure,        p-          Benzylchloridsulfonsäure,        Glyzidsäure,        Äthylenimin,

            Akrylnitril,        Essigsäureanhydrid,        @-Propiolakton,     mehrbasische     Säureanhydride,    wie     Phthalsäure-,    Bern  steinsäure- oder     Maleinsäureanhydrid,        Chlorsulfon-          säure    und dergleichen.

   Beispiele von     Verätherungs-          und        Veresterungsmitteln,    von denen im     allgemeinen     nur eine beschränkte Menge benutzt werden kann,  sind     Glyzerindichlorhydrin,        Epichlorhydrin,        Benzyl-          chlorid,        Chlorbenzylchlorid,        Chlormethylnaphthalin,     höhere     Fettsäurechloride    oder     -anhydride,        Zyclo-          hexenoxyd,        Styroloxyd,        Hexadecyläthylenoxyd,

          Ben-          zoylchlorid,        p-Toluolsulfochlorid,    höhere     aliphatische     und aromatische     Isocyanate    und dergleichen. Sowohl  mit Rücksicht auf die Wasserlöslichkeit, wie auf die  Beständigkeit gegen Bodenmikroorganismen werden  die Reagenzien der letzten Gruppe vorzugsweise in  Kombination mit den zunächst aufgeführten     Ver-          ätherungs-    oder     Veresterungsmitteln    angewendet.  



  Sehr günstige Resultate werden mit     Oxyalkyl-          äthern    von Stärke erhalten. Die Löslichkeit und die       aggregierenden    Eigenschaften dieser Äther werden  durch die in dem Boden enthaltenen mehrwertigen  Kationen, wie Aluminium-,     Calcium-,    Magnesium-,  Eisen-, Kupferionen und dergleichen nicht beein  trächtigt. Auch gemischte     Oxyalkylkarboxyalkyläther     von Stärke, insbesondere die Äther, die unter An  wendung reaktiver     Epoxyalkane    und Halogenfett  säuren erhalten werden, ergeben ausgezeichnete Re  sultate.  



  Die Stärkeäther und     -ester    können in mehr oder  weniger reinem Zustand benutzt werden. Es ist also  nicht erforderlich, das bei der V     erätherung    oder       Veresterung    erhaltene Reaktionsgemisch von den  bei der Reaktion gebildeten     Salzen    zu befreien, z. B.  durch Fällen mit Alkohol oder     Aussalzen    mit anor  ganischen     Salzen,    sondern das Reaktionsgemisch  lässt sich auch als solches benutzen.  



  Besonders geeignet für den     vorliegenden    Zweck  sind die     Quellstärkeäther    und     -ester,    die gemäss der  britischen Patentschrift Nr. 601374 erhalten wur  den. Diese sind nicht nur     billig    infolge ihres einfa  chen Herstellungsverfahrens, sondern sie haben  ausserdem den bedeutsamen Vorteil, dass sie aus  porösen, mehr oder weniger schwammartigen  Flocken bestehen, die sich dank dieser Struktur  völlig und leicht in kaltem Wasser lösen. Diese Me  thode eignet sich auch gut für die Herstellung der  oben     genannten        Oxyalkylkarboxyalkyläther.     



  Wenn Stärkeäther oder     -ester    benutzt werden,  die     ionogene    Gruppen, z. B.     Karboxylgruppen,    ent  halten, werden sie zweckmässig als     Alkalisalze    an  gewendet. Sie können jedoch auch in Form von       Erdalkalisalzen    oder     Salzen    anderer Metalle zur An  wendung gelangen;     in    letzterem Falle wird es mei-           stens        erforderlich    sein, dass die Äther oder Ester  auch noch     andere        hydrophile    Gruppen enthalten, da  mit die Wasserlöslichkeit nicht verlorengeht. Ein  solches Produkt lässt sich z.

   B. dadurch erhalten,  dass die Stärke in alkalischem Medium zunächst  mit     Chloressigsäurenatrium    behandelt und nach der       Verätherung    ein Teil der eingeführten     Karboxyl-          gruppen    durch Zusatz von Kupfersulfat in das Kup  fersalz     übergeführt    wird, jedoch in solcher Weise,  dass die Anzahl der an Kupfer gebundenen     Karboxyl-          gruppen    in bezug auf die Anzahl der an Natrium ge  bundenen     Karboxylgruppen    klein ist.  



  Auch die Stärkeäther und/oder     -ester    kann man  in der oben beschriebenen Weise in Kombination  mit einem Aldehyd oder mit einem Aldehyd und       einer        Kunstharzkomponente    anwenden, wodurch  eine weitere Stabilitätserhöhung erzielt wird.  



  Die Einführung der     Quellstärken    (womit hier so  wohl die gewöhnlichen und abgebauten     Quellstärken,     wie die nach den angegebenen Methoden, also durch  Zusatz eines Aldehyds und gegebenenfalls einer       Kunstharzkomponente    oder durch     Verätherung     und/oder     Veresterung,    modifizierten     Quellstärken     verstanden werden) in den Boden kann in verschie  dener Weise erfolgen. Man kann z. B. die Duell  stärken als solche oder in Wasser gelöst in den Bo  den einführen.

   In manchen Fällen hat es jedoch  Vorteile, Gemische der     Quellstärken    mit festen       Verschneidungsmitteln        bzw.    Trägern anzuwenden.  



  Als feste     Verschneidungsmittel    können viele Sub  stanzen benutzt werden, insbesondere     inerte    Träger,  wie Erde, Sand, Mergel, Ton, Kreide, China     Clay,     Talk,     Bentonit,    Gips, Stärke, Getreidemehl, lösliche  Stärke und     Dextrin,    während für landwirtschaftliche  Anwendungszwecke auch Kunstdünger als feste       Verschneidungsmittel        in    Betracht kommen.  



  Im allgemeinen hat die Anwendung fester     Ver-          schneidungsmittel    den Vorteil, dass das grössere  Volumen des auszustreuenden Produktes dessen  gleichmässige     Verteilung    über den Boden erleich  tert, während in vielen Fällen auch die Streu  fähigkeit des Produktes verbessert wird.  



  Wenn die     Quellstärke    in gelöster Form in den  Boden eingebracht wird, kann man die     obenbeschrie-          benen    Hilfsstoffe, wie das Aldehyd, die Kunstharz  komponente, das     Vorkondensat,    den Katalysator und  das Konservierungsmittel, auch der     Quellstärke-          lösung        zusetzen.    In dieser Lösung können die     Quell-          stärke,    das Aldehyd und die     Kunstharzkomponente     bereits reagiert haben, sofern die Kondensation  nicht so weit fortgeschritten ist, dass sich ein unlös  liches Kondensationsprodukt gebildet hat.  



  Für landwirtschaftliche Zwecke kann man diesen  Gemischen aus     Quellstärken    und festen Verschnei  dungsmitteln gegebenenfalls noch andere im Boden  gewünschte Substanzen zusetzen, insbesondere     land-          wirtschaftlich    wichtige Chemikalien, wie Unkraut  vertilgungsmittel, Insektizide, Fungizide, Spuren-         elemente    und dergleichen. Selbstverständlich kann  man diese Stoffe auch nicht mit einem festen     Ver-          schneidungsmittel    vermischten     Quellstärken    zusetzen.  



  Die Menge des     Verschneidungsmittels    bzw. Trä  gers kann     innerhalb    weiter Grenzen variieren. Man  kann z. B. Gemische verwenden, in denen die Men  gen     Quellstärke    und     Verschneidungsmittel    die glei  che Grössenordnung aufweisen.  



  Die     obenbeschriebenen        Bodenverbesserungsmit-          tel    werden im allgemeinen dadurch erhalten, dass die       Quellstärke    und das feste     Verschneidungsmittel    oder,  der Träger innig miteinander gemischt werden. Er  wünschtenfalls kann man das     Verschneidungsmittel     oder den Träger auch bereits zusetzen, bevor das  Gemisch aus Stärke, Wasser und eventuellen weite  ren Zusätzen in     Quellstärke    übergeführt wird.  



  Wenn als     Verschneidungsmittel    Stoffe benutzt  werden, die selbst noch eine Funktion in dem Boden  ausüben müssen und die sich in Wasser nicht oder  nur schlecht lösen, hat der Umstand, dass diese  Stoffe mit     Quellstärken    vermischt in den Boden ein  geführt werden, noch den Vorteil, dass     Quellstärken     im allgemeinen gute Stabilisatoren sind, so dass sie  die Lösung,     Emulgierung    oder     Dispergierung    der  betreffenden     Verschneidungsmittel    fördern.

   Dieser  Vorteil ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn  man gemäss einer Ausführungsform der Erfindung  die Gemische aus     Quellstärke    und     Verschneidungs-          mittel    vor ihrer Benutzung in Wasser     emulgiert     oder     dispergiert.    In dieser Weise werden Emulsionen  oder Dispersionen erhalten, die sich leicht ver  sprühen oder zerstäuben lassen.  



  Für die praktische Anwendung haben die     Quell-          stärken    den Vorteil, dass sie in trockenem Zustande  dem Boden einverleibt werden können, sich dann  aber rasch in der Bodenfeuchtigkeit lösen bzw.  darin aufquellen, so dass sie sofort wirksam sind und  ihren     aggregierenden    und stabilisierenden Einfluss  auf den Boden ausüben können.  



  Wenn man nicht in kaltem Wasser lösliche  oder quellende Stärkepräparate benutzt, müssen  diese zunächst in warmem Wasser unter     Verkleiste-          rung    gelöst werden, bevor sie in den Boden einge  bracht werden können. In diesen Lösungen kann das  Stärkepräparat in ähnlicher Weise, wie oben für die       Quellstärken    beschrieben wurde, modifiziert oder  stabilisiert werden. Man kann z. B. der gegebenen  falls gekühlten Lösung des Stärkepräparates ein  Konservierungsmittel, ein Aldehyd und eine Kunst  harzkomponente oder ein     Kunstharzvorkondensat     und gegebenenfalls einen Kondensationskatalysator  zusetzen.

   In dieser Lösung darf bereits eine gewisse  Kondensation eingetreten sein, sofern diese nicht so  weit fortgeschritten ist, dass sich bereits unlösliche  Produkte gebildet haben.  



  Die     Bodenverbesserungsmittel    können dem Bo  den zu verschiedenen Zwecken zugesetzt werden,  z. B. zur Verhinderung von Erosion durch Wind  und Regen, zur Erhöhung der Ertragsfähigkeit von  Acker- und     Gärtenflächen,    zur Urbarmachung oder      Wiederurbarmachung von Kulturboden, zur be  schleunigten Anlage von Rasen und dergleichen. Die  nach der Erfindung angewendeten     Bodenverbesse-          rungsmittel    können auch in Kombination miteinan  der oder mit bekannten     Bodenverbesserungsmitteln,     wie z. B.     hydrolysiertem        Polyakrylnitril    oder       Karboxymethylzellulose,    benutzt werden.  



  Ein anderes wichtiges Anwendungsgebiet der  erfindungsgemässen benutzten Präparate, insbeson  dere der     Kunstharzvorkondensate    enthaltenden       Quellstärken,    ist das Stabilisieren des Bodens beim  Bau von Strassen, Deichen, Flugplätzen und derglei  chen.     Erwünschtenfalls    können zu diesem Zweck  die Produkte nach der Erfindung in Kombination  mit andern     Bodenstabilisierungsmitteln,    wie     Abietin-          säure,    Asphalt- und Teeremulsionen und dergleichen  benutzt werden, so dass die Bodenfläche nicht nur  stabilisiert, sondern zu gleicher Zeit wasserabstossend  gemacht wird.  



  Die Menge des dem Boden     einzuverIeibenden     Stärkeproduktes kann variieren und ist von der Art  des Bodens sowie auch von dem gesetzten Ziel ab  hängig. Für landwirtschaftliche Zwecke, wie Ver  besserung der     Krümelstruktur    des Bodens,     Erosions-          bekämpfung    und dergleichen ist diese Menge in der  Praxis meistens von einer Grössenordnung von 0,05       bis        0,5%,

          auf        den        zu        behandelnden        Boden        berech-          net.    Für eine Stabilisierung des Bodens kann die er  forderliche Menge jedoch bedeutend grösser sein und       von    1     bis        10%        variieren,        während        in        besonderen     Fällen noch höhere Prozentsätze in Betracht kom  men.  



  Insbesondere die Stärkeäther und/oder     -ester     haben als     Bodenverbesserungsmittel    eine lange Le  bensdauer, was darauf zurückzuführen ist, dass sie  nicht oder wenig von Mikroorganismen angegriffen  werden. Eine unbeschränkte Lebensdauer des Prä  parates ist jedoch nicht immer erforderlich, und  manchmal genügt bereits eine Wirksamkeit während  einiger Monate. In solchen Fällen kann man sich in  der Regel mit einem     Substitutionsgrad    von durch  schnittlich weniger als eine Äther- oder     Estergruppe     pro     Glukoseeinheit    bzw. Struktureinheit begnügen.

    Wenn man jedoch an die Stabilität des Bodens  höhere Anforderungen stellt und wünscht, dass die  Produkte lange Zeit wirksam bleiben, so wendet     man     vorzugsweise Stärkeäther oder     -ester    an, die wenig  stens eine Äther- oder     Estergruppe    pro     Glukoseeinheit     bzw. Struktureinheit enthalten. Durch richtige Wahl  der Zahl und/oder der Art der eingeführten     Äther-          oder        Estergruppen    gestattet die Erfindung, in ein  facher Weise für jede Anwendungsmöglichkeit die  zweckmässigste Verbindung zu wählen.  



  Es hat sich gezeigt, dass die     Quellstärkeäther     und/oder     -ester,    insbesondere die     Quellstärkeoxy-          alkyläther,    bei Anwendung in gleicher Konzentra  tion auf bestimmte Bodenarten eine grössere, in  vielen Fällen sogar erheblich grössere Wirkung zei  gen als andere für die Verbesserung der Struktur    des Bodens empfohlene Stoffe, wie     Karboxymethyl-          zellulose    und     hydrolysiertes        Polyakrylnitril.     



  Die verschiedenen     Quellstärkearten    haben weiter  den bedeutenden Vorteil, dass sie sich sehr rasch in  kaltem Wasser lösen bzw. darin aufquellen, so dass  sie sofort in dem Boden wirksam sind und ihren       aggregierenden    und     stabilisierenden    Einfluss ausüben  können. Zumal in längeren Perioden von trockenem  und sonnigem Wetter ist diese grosse     Reversibilität     von durchaus grosser Bedeutung.  



  Schliesslich haben die     Bodenverbesserungsmittel     gemäss der Erfindung noch den Vorteil, dass sie bil  lig     fabriziert    werden können, so dass sie wegen ihres       verhältnismässig    niedrigen Preises für viele Anwen  dungszwecke in Betracht kommen.

      <I>Beispiel 1</I>  1000 Gewichtsteile feingemahlene lufttrockene  Erde, aus     lehmhaltigem    Sand bestehend, werden  innig mit 3 Gewichtsteilen einer aus Kartoffelstärke  hergestellten     Quellstärke    vermischt, worauf die       Masse        homogen        mit        18-20%        Wasser        angefeuchtet     wird. Die feuchte Masse wird dann durch ein Sieb  mit Maschenweite 4,2 mm gedrückt. Von den erhal  tenen Körnern wird die Fraktion mit einer Korn  grösse von     3,1-4,2    mm ausgesiebt. Der Rückstand  wird durch Kneten und Sieben gleichfalls zu Aggre  gaten dieser Grösse verarbeitet.

   Die     Hälfte    der so er  haltenen feuchten Körner vom Durchmesser 3,1 bis  4,2 mm wird etwa 24 Stunden an der Luft getrock  net, während die andere Hälfte während der gleichen  Zeit in geschlossenen Töpfen aufbewahrt wird. Von  den an der     Luft    getrockneten und in feuchtem Zu  stand aufbewahrten Aggregaten wird aufs neue die  Fraktion mit einer Korngrösse von 3,1-4,2 nun  durch Sieben abgetrennt.  



  Zum Vergleich wird in gleicher Weise der unbe  handelte     lehmhaltige    Sand     in    lufttrockene und feuchte  Aggregate mit einem Durchmesser von     3,1-4,2        mm     übergeführt.  



  Die so erhaltenen Fraktionen werden darauf der  sogenannten     Perkolationsprobe    unterzogen, die fol  genderweise ausgeführt wird:  40 g lufttrockene oder feuchte Aggregate werden  in eine Röhre vom Durchmesser 2,7 cm eingefüllt.  Von unten her wird vorsichtig Wasser zugeführt, bis  die ganze     Perkolationsröhre    gefüllt ist.

   Darauf wird  die     Perkolationsröhre    an ein     Überlaufgefäss    ange  schlossen, so dass eine konstante Druckhöhe des  Wassers erhalten wird, die bei diesen Versuchen  etwa 17 cm     betrug.    Die Menge Wasser, die während  der ersten 6 Minuten durch die Röhre mit Boden  aggregaten strömt, wird genau gemessen und stellt  ein Kriterium für die     Aggregierungsfähigkeit    des  untersuchten Produktes und für die Wasserbestän  digkeit der untersuchten Aggregate dar.  



  Für die unbehandelte und die mit     Quellstärke     behandelte Erde wurden die in der Tabelle I auf  geführten Werte gefunden:    
EMI0006.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Menge <SEP> Wasser <SEP> in <SEP> cms
<tb>  Produkt <SEP> bei <SEP> Perkolieren <SEP> während <SEP> 6 <SEP> Minuten
<tb>  lufttrockene <SEP> Körner <SEP> feuchte <SEP> Körner
<tb>  Unbehandelte <SEP> Erde <SEP> 63 <SEP> 9
<tb>  Erde <SEP> + <SEP> 0,3 <SEP> % <SEP> Quellstärke <SEP> 4500 <SEP> 950
<tb>  Erde <SEP> + <SEP> 0,3 <SEP> % <SEP> Maisstärke <SEP> in <SEP> gelöstem <SEP> Zustand <SEP> 3720 <SEP> 30       <I>Beispiel 11</I>  500     Gewichtsteile    lufttrockener,

   lehmhaltiger  Sand werden homogen mit 100 Gewichtsteilen einer       11/2        %igen        Maisstärkelösung        angefeuchtet,        worauf     die feuchte Erde in der im Beispiel I beschriebenen  Weise zu Aggregaten vom Durchmesser 3,1 bis  4,2 mm verarbeitet wird. Die Hälfte der erhaltenen  Aggregate wird an der Luft getrocknet, während die  andere     Hälfte    in feuchtem Zustand aufbewahrt wird.  Die lufttrockenen bzw. feuchten Körner werden  darauf der im Beispiel I beschriebenen     Perkolations-          probe        unterworfen.    Die dabei gefundenen Werte  sind in die vorstehende Tabelle I aufgenommen.  



  <I>Beispiel I11</I>  Lufttrockener, lehmhaltiger Sand wird innig mit       0,311/o    einer     Formaldehydquellstärke        vermischt,    die  dadurch erhalten wurde, dass Kartoffelstärke in Ge  genwart von 20 /o Formaldehyd nach Beispiel I der  britischen Patentschrift Nr. 632789 in     Quellstärke     übergeführt wurde.

   Die Erde wird darauf mit etwa       20%        Wasser        homogen        angefeuchtet,        und        die        eine          Hälfte    der feuchten Erde wird sofort zu lufttrocke  nen Aggregaten vom Durchmesser     3,1-4,2    mm  verarbeitet. Die andere     Hälfte    der feuchten Erde  wird 14 Tage in einem geschlossenen Topf bei 35  C  aufbewahrt und gleichfalls     zu    lufttrockenen Körnern  gleicher Grösse verarbeitet.  



  Zur     Vergleichung    wird der gleiche Versuch mit       lehmhaltigem        Sand        unter        Zusatz        von        0,3        %        aus          Kartoffelstärke    hergestellter, unbehandelter     Quell-          stärke    gemacht.

   Die lufttrockenen Körner vom  Durchmesser 3,1-4,2 mm in den beiden Versuchen  werden darauf der im Beispiel I beschriebenen     Per-          kolationsprobe        unterworfen,    wobei die in der Ta  belle     II    aufgeführten Werte gefunden werden.

    
EMI0006.0043     
  
    <I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb>  Menge <SEP> Wasser <SEP> bei <SEP> Perkolieren
<tb>  Präparat <SEP> während <SEP> 6 <SEP> Minuten, <SEP> nach:
<tb>  0 <SEP> Tagen <SEP> 14 <SEP> Tagen
<tb>  Aldehydquellstärke <SEP> 4500 <SEP> 4200
<tb>  Quellstärke <SEP> 4300 <SEP> 520
<tb>  <I>Beispiel <SEP> IV</I>
<tb>  1000 <SEP> Gewichtsteile <SEP> lufttrockener, <SEP> lehmhaltiger
<tb>  Sand <SEP> werden <SEP> innig <SEP> vermischt <SEP> mit <SEP> 1,25 <SEP> Gewichtstei-            len        Ammoniumchlorid    und 25 Gewichtsteilen eines       Quellstärkepräparates,    aus einem Gemisch einer in  bekannter Weise hergestellten     Quellstärke    und     25;

  0/0          Dimethylolharnstoff    bestehend. Die Erde wird darauf  mit Wasser angefeuchtet bis zu einem     Feuchtigkeits-          gehalt        von        etwa        10%,        auf        Trockenstoff        berechnet.     Aus der in dieser Weise behandelten Erde werden  mit     Hilfe    eines Rammapparates Scheiben (0 5,5 cm)  hergestellt, wobei jeweils von 50 g feuchter Erde  ausgegangen wird. Zur     Vergleichung    werden gleich  falls Scheiben aus unbehandelter, feuchter Erde her  gestellt. Die Scheiben werden 48 Stunden an der  Luft getrocknet.  



  Die mit dem     Quellstärkepräparat    stabilisierten  Scheiben besitzen eine durchschnittliche Härte von  0,2 mm, gemessen mit dem Härtemesser Typus  GM-578 von Georg Fischer, und fallen beim Auf  bewahren unter Wasser während mehrerer Wochen  nicht auseinander. Die nichtstabilisierten Scheiben  fallen dagegen, wenn sie mit Wasser in Berührung  kommen, sofort auseinander, und ihre Härte     beträgt     nur 5 mm. Im Gegensatz zu der unbehandelten Erde  lässt mit der     Quellstärke    behandelte Erde sich also  ausgezeichnet stabilisieren.

      <I>Beispiel V</I>    1500 Gewichtsteile lufttrockener Sand werden  innig mit 105 Gewichtsteilen eines Stabilisierungs  mittels, aus einem Gemisch von 200 Gewichtsteilen  einer gewöhnlichen, nichtabgebauten     Quellstärke     und 500 Gewichtsteilen Gips bestehend, gemischt.       Der        Sand        wird        darauf        mit        etwa        10%        Wasser        an-          gefeuchtet,    wonach in der im Beispiel IV beschrie  benen Weise, ausgehend von 50 g der feuchten  Masse, Scheiben hergestellt werden.

   Zur     Verglei-          chung    werden Scheiben aus feuchtem Sand herge  stellt, der vorher in trockenem Zustande innig mit  5     Gew.%        Gips        vermischt        wurde.     



  Die Scheiben werden 48 Stunden an der Luft  getrocknet; worauf die Härte und die Wasserfestig  keit bestimmt werden. Die mit     Quellstärke    und Gips  stabilisierten Sandscheiben haben eine hohe Wasser  festigkeit und eine Härte von 0,9 mm, mit dem  Härtemesser Typus GM-578 von Georg Fischer be  stimmt, während die nur mit Gips stabilisierten  Sandscheiben innerhalb weniger Minuten in Wasser  auseinanderfallen und so weich sind, dass ihre Härte  sich nicht bestimmen lässt.

        <I>Beispiel</I>     V1     In einem     Alkalistärkekleister,    der durch Vermi  schen von 1000 Gewichtsteilen     Kassavestärke,    2000  Gewichtsteilen Wasser und 200 Gewichtsteilen       30        %iger        Natronlauge        erhalten        wurde,        werden        bei     einer Temperatur von 40-60  C unter Rühren 200  Gewichtsteile     Epoxyäthan    eingeführt.

   Nach einer  Reaktionsdauer von 1-2 Stunden wird die alkali  sche Masse mit Salzsäure neutralisiert, und darauf  werden 200 Teile eines     methylierten        Hexamethylol-          melamins    zugesetzt. Das ganze Reaktionsgemisch  wird dann in der in der britischen Patentschrift       Nr.    632791 beschriebenen Weise in trockene Form  gebracht. 20 Gewichtsteile des in dieser Weise her  gestellten     Quellstärkepräparates    werden in     feinver-          mahlenem    Zustande innig mit 1000 Gewichtsteilen  lufttrockenem, lehmhaltigem Sand vermischt.

   Die       Masse        wird        darauf        mit        100        Gewichtsteilen        1'%iger     Phosphorsäure angefeuchtet, worauf in der im Bei  spiel IV beschriebenen Weise Scheiben von 50 g her  gestellt werden. Nach dreitägigem Aufbewahren an  der Luft haben die Scheiben eine gute Wasserfestig  keit und eine Härte von 0,6 mm. An der Luft ge  trocknete Scheiben aus unbehandeltem lehmhaltigem  Sand fallen in Wasser sofort auseinander und sind  so weich, dass ihre Härte mit dem Härtemesser  Typus GM-578 nicht gemessen werden kann.

   Daraus  erhellt, dass die Eigenschaften des lehmhaltigen  Sandes durch einen geringen Zusatz des genannten       Quellstärkepräparates    wesentlich geändert werden.  <I>Beispiel</I>     VII     2000 Gewichtsteile Kartoffelstärke werden in  alkalischem Medium in bekannter Weise zunächst  mit 440 Gewichtsteilen     Epoxyäthan    und dann mit  950 Gewichtsteilen     Monochloressigsäure    behandelt,  worauf die Reaktionsmasse in der in der britischen  Patentschrift Nr. 601374 beschriebenen Weise ge  trocknet wird.  



  100     Gewichtsteile    des in dieser Weise hergestell  ten gemischten     Oxyäthylkarboxymethylquellstärke-          äthers    werden in äusserst fein vermahlenem Zustande  innig mit 60 Gewichtsteilen China     Clay    vermischt.  Das Gemisch stellt ein wertvolles     Bodenverbesse-          rungsmittel    dar, das bereits bei Anwendung     in          einem        Prozentsatz        von        0,1-0,3%        durch        Bildung     wasserbeständiger Aggregate die Struktur verschie  dener Bodenarten, wie z.

   B. von lehmhaltigem Sand  und Ton, rasch und in erheblichem Masse verbessert.  <I>Beispiel</I>     VIII     In einen durch Mischen von 1000 Gewichtsteilen       Kassavestärke,    2000 Gewichtsteilen Wasser und 200       Gewichtsteilen        30%iger        Natronlauge        erhaltenen          Alkalistärkekleister    werden bei einer Temperatur  von 40-60 C unter Rühren 400 Gewichtsteile       Epoxyäthan    eingeführt. Nach     3-4stündiger    Reak  tionsdauer wird die alkalische Masse mit Salpeter  säure neutralisiert, und anschliessend wird das ganze  Reaktionsgemisch unter verringertem Druck zur    Trockene verdampft.

   Eine Analyse ergibt, dass der  in dieser Weise hergestellte     Oxyäthyläther    von       Kassavestärke    durchschnittlich 1,4 Äthergruppen  pro     Glukoseeinheit    enthält. Beschleunigte Haltbar  keitsversuche, die bei 35 C durchgeführt wurden,  zeigten, dass das erhaltene Produkt nach     dreimonati-          gern    Aufbewahren in warmer feuchter Erde noch  nichts von seiner ursprünglichen Wirksamkeit ver  loren hatte.

   Weil der Stärkeäther hygroskopisch ist  und sich dementsprechend schwierig homogen durch  den zu     behandelnden    Boden verteilen lässt, wird     zur.     Herstellung eines pulverförmigen,     leichtstreubaren          Bodenverbesserungsmittels    ein Gemisch aus 100 Ge  wichtsteilen des Stärkeäthers und 150 Gewichtsteilen  Kreide einige Male durch eine     Kreuzschlagmühle    ge  führt und dabei derart fein vermahlen, dass das End  produkt vollständig durch ein Sieb mit Maschen  weite 0,15 mm passiert.

      <I>Beispiel IX</I>  In einen durch inniges Vermischen von 1000 Ge  wichtsteilen Stärke, 1200 Gewichtsteilen warmem  Wasser und 125     Volumteilen    10n Kalilauge erhalte  nen     Alkalistärkekleister    werden bei einer Tempera  tur von 50-60  C in einem Zeitverlauf von 5 Stun  den 1100 Gewichtsteile     Epoxyäthan        eingeführt.     Nach 6stündiger Reaktionsdauer wird die Masse mit  Phosphorsäure neutralisiert und mit Wasser     ver-          dünnt,        bis        die        Stärkeätherkonzentration        etwa        1%     beträgt.  



  Es wurde mit dieser Lösung ein Acker, der die  Neigung hatte, im Frühling stark zu stauben, be  sprüht. Es ergab sich, dass das Stäuben in wirksamer  Weise vermieden wurde. Der benutzte     Stärkeoxy-          äthyläther    weist bei Analyse des     Reinproduktes     einen     Substitutionsgrad    von 2,1 auf, das heisst er  enthält 2,1 Äthergruppen pro     Pyranosering.     



  <I>Beispiel X</I>  In der im Beispiel IX beschriebenen Weise wird  ein     alkalischer        Kartoffelstärkekleister    mit     291/a          Epoxy-1,2-propan,    berechnet auf die lufttrockene  Stärke, behandelt. Nach     1-2stündiger    Reaktions  dauer wird die alkalische Masse mit Schwefelsäure  neutralisiert, worauf die Reaktionsmasse in der in  der britischen     Patentschrift    Nr. 601374 beschriebe  nen Weise in Trockenform gebracht wird.  



  Es wurde festgestellt, dass der in dieser Weise  hergestellte     Quellstärkeoxyalkyläther    in reinem Zu  stande 0,6 Äthergruppen pro     Glukoseeinheit    enthält.  



  Das erhaltene Produkt wird mit der gleichen Ge  wichtsmenge des käuflichen Mischdüngers N. P. K.  (12-10-20) vermischt, worauf eine verdünnte Lösung  des Gemisches in Wasser hergestellt wird. In dieser  verdünnten Lösung wird die gewünschte Menge  Grassaat     dispergiert,    und es wird die Dispersion  dann auf den vorbehandelten Boden     zersprüht.    Nach  dieser Behandlung mit     Bodenverbesserungsmittel,     Saat und Kunstdünger, wird die Oberflächenschicht  des Bodens in üblicher Weise weiterbearbeitet.      <I>Beispiel XI</I>  2000 Gewichtsteile     Kassavestärke,    2500 Ge  wichtsteile Wasser und 2100     Volumteile    10n Na  tronlauge werden innig vermischt.

   Den alkalischen  Stärkekleister versetzt man dann mit einer     Mono-          chloressigsäurenatriumlösung,    die durch vorsichtige  Neutralisierung einer Lösung aus 2000     Gewichts-          teilen    technischer     Monochloressigsäure        in    800 Ge  wichtsteilen Wasser mit     30 /oiger        Natronlauge    erhal  ten wurde. Die Reaktionsmasse wird darauf unter  Rühren 2 Stunden auf eine Temperatur von 70 bis  80  C     erhitzt,    wonach die Masse innig mit 3500 Ge  wichtsteilen     Bentonit        gemischt    wird.

   Das ganze Ge  misch wird anschliessend auf einem erhitzten, rotie  renden Zylinder zu einer dünnen Schicht ausgepresst,  die gleichzeitig oder unmittelbar danach getrocknet  wird. Das Trockenprodukt wird so fein vermahlen,  dass es vollständig durch ein Sieb mit der Maschen  weite 0,15 mm läuft. Es zeigt sich, dass das in die  ser Weise hergestellte     Bodenverbesserungsmittel    bei  Anwendung in äusserst geringen Prozentsätzen den  Gehalt an wasserbeständigen Aggregaten in     lehm-          haltigem    Sand lange Zeit in sehr erheblichem Masse  erhöht.  



  Die Wirkung der in den Beispielen     VII-XI    be  schriebenen Stärke-     bzw.        Quellstärkeäther    wurde  nach der im Beispiel I beschriebenen Methode mit    derjenigen von     Quellstärke    und mit drei bekannten 6o       Bodenverbesserungsmitteln    verglichen. Es wurden  hierfür verwendet:  1.      Colloresin    M.     V.     (eingetragene Marke), ein       Karboxymethylzelluloseäther,     2.     Natriumalginat,    65  3.      Aerotil     (eingetragene Marke), hauptsächlich  ein     hydrolysiertes        Polyakrylnitril.     



  Alle Produkte wurden bis zum gleichen Fein  heitsgrad vermahlen und mit lehmhaltigem Sand ge  mischt in einem Prozentsatz von 0,3     Gew. /o.    Es<B>70</B>  wurde dann die     Aggregierfähigkeit    in der im Beispiel  I beschriebenen Weise bestimmt.  



  Auch wurde die Dauer der Wirkung dieser Pro  dukte im Boden geprüft. Dazu wurden die Muster  des feuchten, lehmhaltigen Sandes in Töpfen bei 75  35  C     aufbewahrt,    wobei dafür gesorgt wurde, die  Masse zeitweise zu lüften. In regelmässigen Zeit  abständen wurde ein Teil der bei     35a    C aufbewahr  ten Erde in der beschriebenen Weise zu Körnern  vom Durchmesser     3,1-4,2    mm granuliert und nach so  dem Trocknen an der Luft der     Perkolationsprobe     unterzogen.  



  Die Wirksamkeit der untersuchten Produkte auf  lehmhaltigen Sand und die Resultate der beschleu  nigten Haltbarkeitsversuche finden sich in nach-<B>85</B>  stehender Tabelle:  
EMI0008.0035     
  
    <I>Tabelle <SEP> 111</I>
<tb>  Menge <SEP> Wasser <SEP> in <SEP> cm3
<tb>  Produkt <SEP> bei <SEP> Perkolieren <SEP> während <SEP> 6 <SEP> Minuten, <SEP> nach:

  
<tb>  0 <SEP> Tagen <SEP> 15 <SEP> Tagen <SEP> 30 <SEP> Tagen <SEP> 60 <SEP> Tagen
<tb>  Unbehandelt <SEP> 310 <SEP> - <SEP> - <SEP>   Quellstärke <SEP> 3920 <SEP> 360 <SEP> - <SEP>   Quellstärkeäther <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> VII <SEP> 4480 <SEP> 5380 <SEP> 5220 <SEP> 5300
<tb>  Stärkeäther <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> VIII <SEP> 6240 <SEP> 5600 <SEP> 5260 <SEP> 5500
<tb>  Stärkeäther <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> IX <SEP> 5500 <SEP> 5480 <SEP> 5600 <SEP> 5370
<tb>  Quellstärkeäther <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> X <SEP> 5250 <SEP> 4300 <SEP> 3600 <SEP> 2000
<tb>  Quellstärkeäther <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> XI <SEP> 3720 <SEP> 4080 <SEP> 4340 <SEP> 4220
<tb>   Colloresin  <SEP> M <SEP> V <SEP> 2400 <SEP> 95 <SEP> - <SEP>   Natriumalginat <SEP> 580 <SEP> - <SEP> 142 <SEP>    Aerotil  <SEP> (wettable <SEP> flakes)

   <SEP> 4600 <SEP> 4560 <SEP> 4400 <SEP> 4270       Aus diesen Versuchen geht hervor, dass     unver-          ätherte        Quellstärke    ihre Wirksamkeit in feuchtem,  lehmhaltigem Sand bei 35  C bereits nach 15 Tagen  praktisch völlig verloren hat. Die Stärkeäther mit  einem     Substitutionsgrad    pro     Glukoseeinheit    von  mehr als 1 (Beispiele     VII,        VIII,    IX und XI) dage  gen haben unter den gleichen Bedingungen nach 60  Tagen ihre     Wirksamkeit    vollständig oder praktisch  vollständig behalten.

   Das Produkt nach Beispiel X  mit einem     Substitutionsgrad    von 0,6     Äthergruppen     pro     Glukoseeinheit    hat in der gleichen Zeit zwar  mehr als die     Hälfte    seiner     ursprünglichen    Wirksam-         keit    verloren, zeigt jedoch trotzdem noch eine  wesentliche Wirkung, wenn man die mit diesem  Präparat behandelte Erde mit unbehandelter Erde  vergleicht. Es zeigt sich, dass von den übrigen Pro  dukten     Natriumalginat    auf lehmhaltigen Sand nur  eine     geringe    Wirkung ausübt, während      Colloresin      M V anfangs eine ziemlich gute Wirkung zeigt, die  jedoch bald vollständig verschwindet.

   Das Boden  verbesserungsmittel      Aerotil    > dagegen erweist sich  als äusserst wirksam und weist auch eine gute Be  ständigkeit gegen Bodenmikroorganismen auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften des Bodens, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Boden in Wasser lösliche oder quellbare Stärke oder Stärkeumwandlungsprodukte einverleibt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man ein aus Kartoffel-, Weizen-, Mais-, Reis- und/oder Kassavestärke her gestelltes Produkt verwendet. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das in Wasser lösliche oder quellbare Stärkepräparat dem Boden in fester Form zugibt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das in Wasser lösliche oder quellbare Stärkepräparat vor der Anwendung in Wasser auflöst. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Boden eine Mischung einverleibt, die ausser dem in Wasser löslichen oder quellbaren Stärkepräparat einen Aldehyd enthält. 5. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Boden eine Mischung einverleibt, die ausser dem in Wasser löslichen oder quellbaren Stärkepräparat eine aldehydabspaltende Substanz enthält. 6.
    Verfahren nach Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung ausser dem noch eine Kunstharzkomponente enthält. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Boden eine Mischung einverleibt, die ausser dem in Wasser löslichen oder quellbaren Stärkepräparat ein Vorkondensat aus einer Kunstharzkomponente und einem Aldehyd enthält. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Quellstärke verwendet. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Quellstärke verwen det, die in Gegenwart eines Aldehyds hergestellt worden ist. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Quellstärke ver wendet, die in Gegenwart eines Aldehyds und einer Kunstharzkomponente hergestellt worden ist. 11. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Mischung, die ausser dem Stärkepräparat ein Konservierungsmittel ent hält, verwendet. 12. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als Stärkeumwandlungs- produkte Stärkeäther und/oder Stärkeester verwen det. 13.
    Verfahren nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der verwendete Stärkeäther oder Stärkeester pro Glucoseeinheit durchschnittlich mindestens 0,7 Äther- bzw. Estergruppen enthält. 14. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als Stärkeumwandlungs- produkte Quellstärkeäther bzw. -ester verwendet. 15. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als Stärkeumwandlungs- produkte Oxyalkylstärkeäther verwendet.
    PATENTANSPRUCH Il Mittel zur Ausführung des Verfahrens nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Gemisch, das in Wasser lösliche Stärke oder Stärkeumwandlungsprodukte und einen festen Zu satzstoff enthält, besteht.
CH335895D 1953-03-23 1954-03-23 Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften des Bodens und Mittel zur Ausführung dieses Verfahrens CH335895A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL335895X 1953-03-23
NL170653X 1953-06-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH335895A true CH335895A (de) 1959-01-31

Family

ID=26643480

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH335895D CH335895A (de) 1953-03-23 1954-03-23 Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften des Bodens und Mittel zur Ausführung dieses Verfahrens

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH335895A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE963690C (de) Mittel zum Stabilisieren des Bodens
DE2703812C3 (de) Vernetztes Lignin-Gel
DE3203737A1 (de) Auf alkali-lignin basierende, die pestizid-toxizitaet fuer pflanzen reduzierende zusammensetzung
DE2657433A1 (de) Pfropfpolymere auf der basis von lignosulfonat und verwendung derselben
CH665549A5 (de) Verfahren zur herstellung von saatgutpellets.
EP0090091B1 (de) Verfahren zur Beschleunigung der Verrottung von Stroh und anderen Erntetrückständen sowie deren Inkorperierung in die organische Bodensubstanz bei gleichzeitiger Förderung der Bodenaktivität
DE60223510T2 (de) Landwirtschaftliche und gartenbauliche zusammensetzung
DE60200834T2 (de) Fixiermittel in form einer suspension oder emulsion des öl/wasser-typs sowie dessen herstellung
CH335895A (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften des Bodens und Mittel zur Ausführung dieses Verfahrens
DE3150631A1 (de) &#34;verwendung von behandelten samen als saatgut&#34;
DE851070C (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten, humushaltigen Duenge-mitteln aus Klaerschlamm
DEN0008666MA (de)
DE3820594C1 (en) Strewing product (product for broadcasting) which acts as a soil conditioner, and process for its preparation
WO1996022011A1 (de) Unkrautunterdrückungsmittel, verfahren zu seiner herstellung sowie verwendung zur unkrautbekämpfung
DE2250303A1 (de) Verfahren zur herstellung von granulatteilchen mit biocider wirksamkeit
DE1963177C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines trockenen und rieselfähigen Düngemittels aus flüssig-breiigem Kot
DE897847C (de) Bodenverbesserungsmittel
DE930759C (de) Bodenverbesserungsmittel
DE60021672T2 (de) Isolierung und Verwendung von Pentosane aus Nebenprodukten der Stärke-Industrie
AT521229B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines torffreien Substrates für Zierpflanzen
EP0063622B1 (de) Aufbereitungsmittel für land- und forstwirtschaftliche Böden
EP2856874B1 (de) Wässrige Suspensionen, Verfahren zur Behandlung von pflanzlichen Abschlussgeweben gegen biotische Schaderreger und wässrige Suspensionen zur Verwendung zur Behandlung von Klauenerkrankungen, insbesondere Panaritium, Montellaro und Dermatitis bei Nutztieren.
WO2003067982A1 (de) Schneckenköder
CH264213A (de) Verfahren zur Herstellung von als Schädlingsbekämpfungsmittel zu verwendenden Präparaten.
DE19848337A1 (de) Düngemittel für Pflanzen, das in körniger Form vorliegt