CH335914A - Bad zum Ätzen von Metallen - Google Patents

Bad zum Ätzen von Metallen

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CH335914A
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etching
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Alexander Easley John
Edward Swayze Harry
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Dow Chemical Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F1/00Etching metallic material by chemical means
    • C23F1/10Etching compositions
    • C23F1/14Aqueous compositions
    • C23F1/42Aqueous compositions containing a dispersed water-immiscible liquid

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Description


  Bad     zum    Ätzen von Metallen    Die Erfindung betrifft ein Bad zum Ätzen von  Metallen, welches insbesondere zur Herstellung eines  Reliefs in der Oberfläche eines in Säure leicht lös  lichen Metallgegenstandes, wie es bei der Herstel  lung einer Druckplatte durch Ätzen mit einer Säure  lösung angewandt wird, verwendet werden kann.  



  Bei den üblichen Verfahren zur Herstellung einer  mit einem Relief versehenen metallischen Druck  platte, z. B. einer Photogravüre auf einem säure  löslichen Metall, wie Magnesium, Zink oder deren  Legierungen, wird auf die gewöhnlich flache oder  zylindrische Oberfläche ein lichtempfindlicher Über  zug (eine  Emaille ) aufgebracht. Die überzogene  Fläche wird dann durch ein mit dem Bild     versehe-          nes    Negativ belichtet, um ein entsprechendes Bild  in dem Überzug zu erzeugen. Die belichtete über  zogene Oberfläche wird anschliessend  entwickelt ,  wobei sich ein säurefester Überzug in Form des  durch die Belichtung erzeugten Bildes ausbildet.

   Der  säurebeständige Überzug, der als     Reservage    bezeich  net wird, wird gewöhnlich anschliessend weiter ge  härtet, um seinen Widerstand gegenüber der ätzen  den Säure zu erhöhen. Die Metalloberfläche mit der  so hergestellten     Reservage    wird dann mit der Säure  geätzt.  



  Man führt die Ätzung gewöhnlich mit in geeig  neter Weise mit Wasser verdünnter Salpetersäure  durch, die man gegen den Gegenstand spritzt oder  schleudert. Die saure Lösung greift die blossliegen  den Teile des     Metalles    an, die bei der     Entwicklung     von dem lichtempfindlichen Material befreit worden  sind. Der Rest der     Metalloberfläche    ist durch die       Reservage    gegen den direkten Angriff der Säure ge  schützt, die die     Reservage    nicht durchdringt. Mit  fortschreitender Ätzung wird Metall von den bloss  liegenden Teilen der Oberfläche weggelöst. wobei  das Bild in Form eines Vertikalreliefs zurückbleibt.

      Während der Reliefbildung wird das Metall des Re  liefs von der Säure von der Seite her     angegriffen,     so dass die     Reservage    an den Kanten in unerwünsch  ter Weise unterschnitten wird, wenn die Ätzung zu  lange ausgedehnt wird, ohne dass die Seiten des Re  liefs gegen den seitlichen Angriff der Säure geschützt  werden. Ehe eine erhebliche Menge des     Metalles,     das das Relief     bildet,    von der Seite her durch die  Säure aufgelöst wird, spült man in der     Praxis    die       Ätzlösung    ab, trocknet das abgespülte Stück und be  handelt es, ehe man es     weiterätzt,    um das Metall im  Relief vor dem seitlichen Angriff der Säure zu schüt  zen.

   Nach einem dieser Verfahren bewirkt man den  Schutz dadurch, dass man den Gegenstand in allen  vier Richtungen, das heisst von oben und unten, links  und rechts, mit einem säurebeständigen Puder, dem  sogenannten      Ätzpuder         einpudert,    so dass alle  Seiten des     Metalles    im Relief mit dem Puder bedeckt  sind. Nun erhitzt man den Gegenstand so weit, dass  der Puder schmilzt und  einbrennt  und sich ein  säurefester Niederschlag auf den Kanten des Reliefs  bildet. Der so geschützte Gegenstand wird dann zum  zweiten Mal geätzt.

   Diese zweite Ätzung, die wie  die erste ausgeführt wird, vertieft die     anfängliche     Ätzung, ohne dass das bereits     ausgebildete    Relief  von den Seiten her angegriffen wird, die durch das  eingebrannte     Ätzpuder    abgedeckt sind.  



  Wie im Falle der ersten Ätzung, wird die zweite  Ätzung unterbrochen, ehe eine wesentliche Unter  schneidung der neuerlich gebildeten Reliefteile ein  treten kann. Das weitergeätzte Stück wird wiederum  gespült, getrocknet und anschliessend, wie oben be  schrieben, mit dem     Ätzpuder    behandelt, um die  Seiten des Reliefs gegen den Angriff der ätzenden  Säure zu schützen. Es wird dann die dritte Ätzung  durchgeführt, nach     einer    gewissen Zeit wieder ge  spült, getrocknet, gepudert und eingebrannt, ehe      weiter geätzt wird.

   Der so behandelte Gegenstand,  der abwechselnd geätzt, im Relief geschützt und  wiederum geätzt wird, um das Relief zu vertiefen,  dabei aber immer wieder die neu entstandenen Sei  tenteile des Reliefs gegen die Säure zu schützen,  wird in dieser Folge weiterbehandelt, bis auf der       Plattenoberfläche,    die nicht mit     Reservage    über  zogen ist, die für das Druckvorhaben erforderliche       Ätztiefe    erreicht ist. Gewöhnlich werden diese Ätzun  gen mit der Säure 3- bis 4- oder- 5mal durchge  führt, je nach Art des Bildes und der erforderlichen       Ätztiefe.    Diese Verfahrensweise ist in der Technik  bestens bekannt.  



  Obwohl das blossgelegte Metall durch die Säure  schnell weggeätzt wird, ist die gesamte Herstellung  eines solchen Reliefs, z. B. auf einer     Druckplatte,     mit Hilfe mehrerer Ätzungen doch ausserordentlich  zeitraubend. Das liegt vor allem daran, dass der  Gegenstand wiederholt gespült; getrocknet und im  Relief geschützt werden muss, um ein Unterschnei  den des Bildes zu verhindern, was mehr Zeit in An  spruch nimmt als die Ätzung selbst.  



  In der     amerikanischen        Patentschrift    Nr. 2640765  ist ein     Ätzbad    beschrieben, mit dem eine tiefe  Atzung hergestellt werden kann und bei dem der  seitliche     Angriff    der Säure entfällt, ohne dass ein  Einpudern und Einbrennen notwendig wäre, wobei  also auch die verschiedenen Spülungen,     Trocknun-          gen,        Einpuderungen    usw. wegfallen.

   Diese     Ätzbäder     bestehen im     wesentlichen    aus verdünnter Salpeter  säure, einem Netzmittel aus einem Ester der     Sulfo-          bernsteinsäure    mit einem     aliphatischen    Alkohol und  einem mit Wasser nicht mischbaren organischen  Stoff, der mit der     wässrigen    Salpetersäure nicht       reagiert,    z.

   B.     Gasolin,    Benzin,     Kerosen,    Brennöl,  Schmierölen, Terpentin,     Perchloräthylen    und den       Diäthylenbenzolen.    Diese Bestandteile des     Ätzbades     werden während der Ätzung, also beim Bespritzen  oder Aufschleudern des Bades auf die Druckplatte,  gut miteinander     vermischt    gehalten.  



  Beim Ätzen von Druckplatten aus einer     Magne-          siumlegierung,        die        wenigstens        80        %        Magnesium        ent-          hält,    und die eine Buchstabentypen aufweisende       Reservage    tragen, mit einem der in dem oben er  wähnten Patent genannten     Ätzbäder,    die verdünnte  Salpetersäure, ein Netzmittel in Form von     Dioetyl-          sulfosuccinat    und eines der     Diäthylbenzole    enthalten,

    ist eine ungewöhnliche     Ätzwirkung    beobachtet wor  den. Es wurde nämlich beobachtet, dass die     Ätzwir-          kung    auf kleine blossgelegte, von einer     Reservage-          linie    umschlossene Gebiete der Platte, z. B. bei den  Buchstaben a, A, B, b, d, D, e, g, o, p, P, Q, die  als geschlossene Buchstaben bezeichnet werden kön  nen, und in den engen Räumen zwischen dicht bei  einanderliegenden Teilen der     Reservage,    nach Er  zeugung     einer    nur mässigen     Ätztiefe    trotz fortgesetz  ter Ätzung, bei der die grösseren Gebiete der frei  gelegten     Teile    der Platte, z.

   B. um die genannten  Buchstaben herum, geätzt werden, ausbleibt. Die  Tiefe der Ätzung der Gebiete, die von einer Reser-         vagelinie    völlig umschlossen sind (der  Inseln ),  scheint der Grösse der eingeschlossenen Gebiete mehr  oder minder direkt proportional zu sein. Je kleiner  also die blossgelegten, von der     Reservage    umschlos  senen Gebiete sind, die dem     Ätzbad    ausgesetzt wer  den, um so eher hört die     Ätzwirkung    auf.

   In einigen  Fällen werden dadurch in diesen Inselgebieten nur  ungenügend tiefe Ätzungen erzeugt, obwohl diese  Stellen ebenso lange     mit    dem Ätzmittel behandelt  worden sind wie die grösseren Gebiete, deren Ätzung  in der gewünschten Weise     erfolgt.     



  Es wurde nun gefunden, dass die Ätzung  durch das Bad sich auch in den genannten kleinen  Gebieten weiter auswirkt, wenn man dem     Ätzbad     ein geeignetes Verdickungsmittel, z. B. einen wasser  löslichen natürlichen Gummi, wie Gummi     arabicum,          Karayagummi    und dergleichen,     Methylcellulose,          Dextrin    oder Gelatine, zusetzt. Mit diesem     Ätzbad     kann ein weiterer Bereich von Buchstabengrössen  in einem Relief innerhalb und in der Nachbarschaft  der  Inseln  für Druckzwecke genügend tief geätzt  werden.  



  Das erfindungsgemässe     Ätzbad    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass es 2 bis 14 Gewichtsprozent       HNO3,        Sulfobemsteinsäuredioctylester    oder ein Salz  desselben in einer Menge, welche mindestens der       0,005fachen    und     höchstens    der     O,l0fachen    Menge  der     HNO3    entspricht, 2 bis 15 Gewichtsprozent       Diäthylbenzol    und ein in Wasser     dispergierbares     Verdickungsmittel enthält, und zwar letzteres in  einer Menge,

   welche einerseits eine tiefere Ätzung  bewirkt als sie mit dem gleichen Bad ohne Ver  dickungsmittel erreichbar ist und anderseits höch  stens eine geringe     Viskositätserhöhung    des Bades  hervorruft.  



  Das     Ätzbad    kann durch Vermischen der Be  standteile in den erforderlichen Gewichtsmengen her  gestellt werden.  



  Da     da"s    Bad eine grosse Menge Wasser enthält,  wird zweckmässig 100     o/oige    Salpetersäure in solcher  Menge zugegeben, dass die genannte Konzentration  der Salpetersäure erreicht wird. Vorzugsweise     ent-          hält        das        Bad    5     bis        11        %,        im        allgemeinen        etwa        10        0/0          HN   <B>03.</B>  



  Als Salz des     Sulfobemsteinsäuredioctylesters    kann  man z. B.     Natriumdioctylsulfosuccinat     
EMI0002.0089     
    benutzen. Die untere Grenze der wirksamen Konzen  tration an freier Säure wie an einem Salz derselben  in Gewichtsprozent des Bades hängt von der Kon  zentration der Salpetersäure ab und beträgt minde  stens das     0,005fache    der      /o        HNO3    in dem Bad.

   Bei  2     bis        14        %        HNO3        liegt        also        die        untere        Grenze        bei     0,005 X 2 bis 0,005 X 14. Die höchste wirksame  Konzentration in Gewichtsprozent liegt bei dem       0,10fachen    des Prozentgehaltes der     HNO3.    Im allge  meinen     liegt    die unterste Grenze beim     O,Olfachen         und die oberste Grenze beim     0,04fachen    der Pro  zente     HN03.     



       sollte        Das        3,5        Verhältnis        nicht        übersteigen.        von        o/a        Diäthylbenzol        Man        kann        zu        o-,        0/a        m-        oder        HNO3          p-Diäthylbenzol    oder auch ein beliebiges Gemisch  dieser anwenden. Bevorzugt werden 4 bis 9 Ge  wichtsprozent dem Bad zugegeben.  



  Das Verdickungsmittel wird nur in einer solchen  Menge hinzugegeben, dass höchstens eine geringe Er  höhung der Viskosität des     Ätzbades    bewirkt wird.  Das Verdickungsmittel wird also nicht benutzt, um  eine Verdickung hervorzurufen. Trotzdem haben die  hier geforderten geringen Konzentrationen einen auf  fallenden Effekt auf die Ätzungen. Die richtige Kon  zentration des Verdickungsmittels muss durch einen       Vorversuch    bestimmt werden. Wenn das     Verdik-          kungsmittel    in zu kleiner Menge angewandt wird,  werden die kleinen blossgelegten Gebiete, wie sie  z. B. in den geschlossenen Buchstaben vorkommen  oder wie sie zwischen den Buchstaben des gleichen  Wortes auftreten, nicht tief genug geätzt.

   Wenn zu  grosse Mengen Verdickungsmittel angewandt werden,  kann ein erhebliches Unterschneiden des Reliefbil  des eintreten. Zwischen diesen beiden Extremen  liegende Mengen werden hier bevorzugt.  



  Im Falle der wasserlöslichen Gummis, z. B. bei  Verwendung von Gummi     arabicum,    scheint die  brauchbare Menge Verdickungsmittel sowohl von  der Konzentration der     HN03    als auch von der des  Netzmittels abzuhängen. Auf diese Grundlage kön  nen, in Gewichtsprozent des Bades ausgedrückt, von       @1o    bis 1 des Prozentverhältnisses von Netzmittel  zu     HNO3    in dem Bad benutzt werden. Bevorzugt  werden 0,125 bis 0,5 des Prozentverhältnisses von  Netzmitteln zu     HNO3    benutzt. Wenn z.

   B. im Bad       10        %        HNO3        und        0,05        %        Netzmittel        vorliegen,        wer-          den    in dem Bad 1/l0 bis 1 von     0.05/l0    oder 0,0005       bis        0,005        %        Gummi        angewandt.     



  Im Falle der     Methyleellulose    scheint die benutz  bare Menge ebenfalls sowohl von der Konzentration  des Netzmittels und als auch der der     HNO3    abzu  hängen. Sie kann durch die Formel ausgedrückt     wer-          den:

          %        Methylcellulose        =        0,007        bis        0,01        des        Ver-          hältnisses        von        %        Netzmittel        /        1/o        HNO3.        Bevorzugt     wird     Methylcellulose    in einer Menge von 0,00125       bis        0,

  0025        des        Verhältnisses        von        %        Netzmittel        /        o/o          HNO3    angewandt. Die Beschaffenheit der     Methyl-          cellulose    scheint keine besondere Rolle zu spielen.  Es kann z. B. eine     Methylcellulose    angewandt wer  den, die in 2     o/oiger    wässriger Lösung oder Disper  sion     Viskositäten    von 25 bis 4000     cP    bei 20  ergibt.  



  Im Falle der Gelatine scheint die Menge, die  angewandt werden kann, ebenfalls sowohl von der  Konzentration des Netzmittels als auch von der der       HNO3    abzuhängen. Sie kann durch die Formel aus  gedrückt werden: % Gelatine = 0,0020 bis 0,015  des Verhältnisses von      /o        Netzmittel/o/o        HN03.    Be  vorzugt werden 0,0035 bis 0,007 dieses Verhältnis  ses angewandt.    Schliesslich scheint auch bei Verwendung von       Dextrin,    dessen Menge von dem genannten Verhält  nis     0/a        Netzmittel/'/o        HNO3    abzuhängen; sie liegt zwi  schen dem 3- bis 7fachen dieses Verhältnisses.

   Be  vorzugt wird das 4- bis 6fache dieses Verhältnisses  von 1/o     Netzmittel/o/o        HN03.    In jedem Fall muss die  Menge des zu benutzenden Verdickungsmittels durch  einen     Vorversuch        bestimmt    werden und in den ge  nannten Grenzen liegen.  



  <I>Beispiel 1</I>  Kontrolle:     Ätzbad   <I>Nr. 1 ohne Verdickungsmittel</I>  In einem     Ätztank,    der mit Vorrichtungen zum  Verrühren und Verspritzen des Bades ausgerüstet  ist, werden folgende Stoffe miteinander vermischt:    1. 40 Liter Wasser von 30 ,  2. 6,45 Liter Salpetersäure von     42         Beaume,     3. 744 g einer 25     0/eigen        wässrigen    Lösung von       Natriumdioctylsulfosuccinat,     4.

   4,96 Liter technischen     Diäthylbenzols    (das       aus        60        %        m-,        30        o/a        p-        und        10        0/0        o-Diäthyl-          benzol    bestand),  5. so viel Wasser von 30 bis 32 , dass das Bad  62 Liter ausmachte.

      Dieses Bad ist gewichtsmässig wie folgt zusam  mengesetzt:  
EMI0003.0115     
  
    HN03 <SEP> <B>9,6,9/0</B>
<tb>  Diäthylbenzol <SEP> 6,8%
<tb>  Natriumdioctylsulfosuccinat <SEP> 0,291/o
<tb>  Wasser <SEP> Rest       Das Bad     wird    einige Minuten gerührt, ehe mit  der Ätzung begonnen wird.

   Zur Ätzung wird eine       Photodruckplatte    (0,15 X 12,5 X 22,5 cm) aus einer       Magnesiumlegierung    benutzt, die 3 o/a Aluminium,  1     %        Zink,        0,15        %        Mangan,        Rest        Magnesium        enthält.     Die     Reservage    besteht aus einem     Polyvinylharz;    sie  ist einseitig auf der Platte aufgebracht und enthält  Lettern verschiedener Grösse.

   Vor der Atzung wird  die     Reservage    30 Sekunden lang mit einem Baum  wolltuch behandelt, das mit einer     wässrigen    Lösung  getränkt ist, die etwa 115g Kaliumpermanganat und  ebensoviel     Natriumhydroxyd    je 3,75 Liter enthält.  Die behandelte Platte wird abgespült und dann ge  ätzt. Mit nach unten gekehrter     Reservage    wird die  Platte horizontal über dem Bad hin und her bewegt,  während das Bad mit Hilfe der     Spritzvorrichtung     nach oben gegen die Platte gespritzt wird: Das Sprit  zen wird bei     32         51/;    Minuten lang durchgeführt. Die  Platte wird dann     abgespült    und in einem warmen  Luftstrom getrocknet.

   Wie dann festgestellt wird,       beträgt    die     Ätztiefe    in den grössten     offenen    Gebieten  um die Buchstaben herum 0,425 mm, während die  grösste     Ätztiefe    bei den kleinen Buchstaben 0,075 mm  und die     Ätztiefe    zwischen den Buchstaben eines  Wortes 0,075 bis 0,1 mm beträgt.  



       Ätzbad   <I>Nr. 1 mit</I>     Dextrin     Das als Kontrolle Nr. 1 hergestellte     Ätzbad    von       62        Litern        wird        mit        93g        Dextrin        in        einer    2     %        igen              wässrigen    Lösung versetzt, so dass die     Dextrinkon-          zentration        0,14511/a    beträgt.

   Das     Dextrin    wird zu  sammen mit dem     Diäthylbenzol    zugegeben. Eine       Photodruckplatte,    die der vorstehend benutzten  Platte völlig glich, wird wie oben mit der     Perman-          ganatlösung    behandelt. Danach wird die Platte in  der gleichen Weise wie bei der Kontrolle 5     Minuten     lang bei<B>32 </B>     geätzt.    Die Platte wird dann abgespült  und getrocknet. Die maximale     Ätztiefe    in den grossen  offenen Gebieten beträgt 0,475 mm, bei den kleinen  Buchstaben 0,1 bis 0,225 mm und in den Gebieten  zwischen benachbarten Buchstaben 0,125 bis  0,175 mm.

      <I>Beispiel 2</I>       Ätzbad   <I>Nr. 2 mit Gummi</I>     arabicum       Ein wie im Falle der Kontrolle Nr. 1 benutztes       Ätzbad    wird mit 186     cms    einer 2 0/ö     igen        wässrigen     Lösung von Gummi     arabicum    - zusammen mit dem       Diäthylbenzol    - versetzt. Mit dieser Menge werden  3,72 g Gummi     arabieum    zugesetzt, wodurch sich  die     Gummi-arabicum-Konzentration    des Bades zu  0,0058      /o    errechnet. Im übrigen hat das Bad die  gleiche Zusammensetzung wie die Kontrolle.

   Eine       Photodruckplatte    wie oben wird für die Ätzung vor  bereitet, indem die Oberfläche mit der     Reservage     mit einer 10     o/oigen        wässrigen        Salpetersäurelösung     behandelt wird, wodurch die blossgelegten Teile des       Metalles    blank und etwa 0,0125 mm des     Metalles     abgelöst werden. Die so behandelte Platte wird mit  Wasser abgespült und dann 5 Minuten lang mit  dem     Ätzbad,    das das Gummi     arabicum    enthält, bei  32  in derselben Weise wie die Kontrolle geätzt.

    Die erhaltene Platte wird abgespült und getrock  net, die     Ätztiefe    innerhalb der Buchstaben und zwi  schen benachbarten Buchstaben beträgt 0,100 bis  0,225 mm.  



  <I>Beispiel 3</I>  Kontrolle:     A'tzbad   <I>Nr. 3 ohne Verdickungsmittel</I>  In der     in    Beispiel 1 benutzten Vorrichtung wer  den miteinander vermischt:    1. 40 Liter Wasser von 30 ,  2. 6,4 Liter Salpetersäure (d = 1,42),  3. 3,2 Liter     Diäthylbenzol,     4. 96g     Natriumdioetylsulfosuccinat    in 2 Litern  Wasser aufgelöst, und  5. so viel Wasser von 30 bis 32 , dass 64 Liter       Ätzbad    entstehen.    Das Bad wird einige Minuten gerührt und dann  zur     Ätzung    einer     Photodruckplatte    wie in Beispiel 1  benutzt.

   Vor der Ätzung wird die Platte durch Be  handeln der     Reservage    mit einer 10     o/oigen        wässrigen          Salpetersäurelösung    für die Ätzung vorbereitet, bis  0,0125 mm des     Metalles    entfernt sind und das Me  tall blank ist. Dann wird die Platte mit einem     Ätz-          bad    von etwa 30       211        51/12    Minuten lang wie bei  Kontrolle Nr. 1 geätzt.

   Nach Abspülen und Trock  nen der Platte beträgt die maximale     Ätztiefe    bei den    kleinen Buchstaben 0,075 mm; etwa die gleiche     Ätz-          tiefe    wird zwischen den Buchstaben des gleichen  Wortes festgestellt.  



       A'tzbad   <I>Nr. 3 mit Gummi</I>     arabicum     Zu einem wie bei Kontrolle Nr. 3 zusammenge  setzten     Ätzbad    von 64 Litern werden 96     cm3    einer  2     o/oigen        wässrigen    Lösung von Gummi     arabicum      zusammen mit dem     Diäthylbenzol    - gegeben. Da  durch werden 1,92 g Gummi     arabicum    zugesetzt,  woraus sich eine Konzentration im Bad von 0,003 0/0  errechnet.

   Eine     Photodruckplatte    wie in der Kon  trolle Nr. 2 wird nach Behandlung der     Reservage    mit  dem etwa 31       2     warmen Bad, wie im Falle der  Kontrolle Nr. 3,     5.1/i    Minuten lang geätzt und dann  abgespült und getrocknet. Die     Ätztiefe    innerhalb der  kleinen Buchstaben beträgt 0,100 bis 0,200 mm und  zwischen den benachbarten Buchstaben des gleichen  Wortes 0,100 mm.

      <I>Beispiel 4</I>       A'tzbad   <I>Nr. 4 mit</I>     Gummi        arabieum       Zu einem wie bei Kontrolle Nr. 3 zusammenge  setzten     Ätzbad    von 64 Litern werden 208 cm?, einer  2 0/ o     igen        wässrigen        Gummi-arabicum-Lösung    gesetzt.

    Es werden damit 4,16 g     Gummi        arabicum    zugegeben,       woraus        sich        eine        Konzentration        von        0,0052        %        im     Bad errechnet. Eine wie bei Kontrolle Nr. 2 beschaf  fene     Photodruckplatte    wird nach dem Behandeln der       Reservage    mit dem Bad bei etwa 32   2      51/.2    Minu  ten lang geätzt. Die erhaltene     Ätzplatte    wird gespült  und getrocknet.

   Die     Ätztiefe    innerhalb der kleinen  Buchstaben beträgt 0,100 bis 0,300 mm und zwi  schen den Buchstaben des gleichen Wortes 0,100 mm  oder mehr.  



  <I>Beispiel 5</I>  Kontrolle:     Ätzbad   <I>Nr. 5 ohne Verdickungsmittel</I>  In der Vorrichtung des Beispiels 1 werden nach  einander die folgenden Substanzen miteinander ver  mischt:    1. 40 Liter Wasser,  2. 6,48 Liter Salpetersäure von     42         B6,     3. 186g     Natriumdioctylsulfosuccinat    in 2     o/oiger     wässriger Lösung,  4. 4,96 Liter     Diäthylbenzol,     5. so viel Wasser, dass das Bad 62 Liter aus  macht.    Das Bad wird einige Minuten gerührt und dann  zur Ätzung einer     Photodruckplatte    wie in Beispiel 1  benutzt.

   Die     Reservageseite    der Platte wird vor der  Ätzung 30 Sekunden lang mit einer     wässrigen    Lösung  behandelt, die etwa<B>115</B> g Kaliumpermanganat und  ebensoviel     Natriumhydroxyd    je 3,75 Liter enthält.  Die Platte wird bei 32  5 Minuten lang geätzt, dann  abgespült und getrocknet. Die     Ätztiefe    der grossen       offenen    Gebiete neben den Buchstaben beträgt etwa  0,425 mm und die maximale Tiefe innerhalb und  zwischen den Buchstaben 0,075 mm.

             Ätzbad   <I>Nr. 5</I>     mit   <I>Gelatine</I>  Zu dem wie in Kontrolle Nr. 5 zusammengesetz  ten     Atzbad    von 62 Litern werden 93     cm3    einer       0,1%igen        Gelatinelösung        in        Wasser        gegeben.        Aus     diesem     Gelatinezusatz    errechnet sich eine Konzen  tration von 1,45 X 10-4 0/a Gelatine im Bad. Eine  wie in Beispiel 1 benutzte Druckplatte wird nach  der     Reservagebehandlung    5 Minuten bei 32  wie  oben geätzt, dann abgespült und getrocknet.

   Die       Atztiefe    der offenen Gebiete beträgt 0,5125 mm, die  der Gebiete innerhalb und zwischen den kleinen  Buchstaben 0,100 bis 0,25 mm.    <I>Beispiel 6</I>       Ätzbad   <I>Nr. 6 mit Gelatine</I>    Zu einem wie in Kontrolle Nr.

   5 zusammenge  setzten Bad von 62 Litern werden 93 cm?, einer       0,05        %        igen        wässrigen        Gelatinelösung        gegeben,        wo-          durch    sich die     Gelatinekonzentration    im Bad zu       7,

  2    X     10-5        %        errechnet.        Eine        wie        in        Beispiel    1     be-          nutzte    Druckplatte wird auf der     Reservageseite    vor  behandelt, gespült und dann mit dem Bad bei 30 2   5 Minuten lang geätzt. Nach dem Abspülen und  Trocknen beträgt die     Mindestätztiefe    innerhalb der  Buchstaben 0,100 mm und zwischen benachbarten  Buchstaben 0,125 mm.  



  <I>Beispiel 7</I>  Kontrolle:     A'tzbad   <I>Nr. 7 ohne Verdickungsmittel</I>  Im     Ätzbad    werden miteinander vermischt:       Konzentrierte        HNO3    (d = 1,42) 6,4 Liter       Natriumdioctylsulfosuccinat    96 g  Technisches     Diäthylbenzol    (d = 0,87) 3,2 Liter  Wasser bis zu 64 Litern  Gewichtsmässig ist das Bad wie folgt zusammen  gesetzt:  
EMI0005.0042     
  
    HN03 <SEP> 9,5 <SEP> 0/0
<tb>  Natriumdioctylsulfosuccinat <SEP> 0,15 <SEP> 0/0
<tb>  Diäthylbenzol <SEP> 4,211/o
<tb>  Wasser <SEP> Rest       Vor Benutzung wird das Bad etwa 1 Stunde ge  rührt.

   Dann wird eine Druckplatte aus einer     Magne-          siumlegierung        mit    3     %        Aluminium,    1     %        Zink        und          0,

  15        %        Mangan        mit        einer        entwickelten        Reservage          über        der        gesamten        Druckfläche        mit        einer        10        %        igen          wässrigen        Salpetersäurelösung    behandelt,

       indem    die  Lösung auf die mit der     Reservage    bedeckte     Fläche     mit einer Bürste aufgetragen wird, bis etwa  0,0125 mm des blossgelegten     Metalles    weggeätzt sind  und eine blanke Fläche für die Reliefätzung ver  bleibt. Die so gereinigte Platte wird dann mit dem       Ätzbad    der Kontrolle Nr. 7 in der oben beschriebe  nen Weise 51/2 Minuten lang bei 21 bis 24  geätzt.  Die Platte wird anschliessend mit Wasser abgespült  und in einem warmen Luftstrom getrocknet.

   Die     Ätz-          tiefe    der grossen offenen Gebiete neben den Buch  staben beträgt 0,450 mm, während das Metall in den       eingeschlossenen    Gebieten und zwischen den dicht    beieinander stehenden Buchstaben nur 0,050 mm (in  den kleinsten Stellen) bis 0,150 mm (in den grössten       Stellen)    beträgt.  



       Ätzbad   <I>mit</I>     Methyleellulose     Zu einem wie bei Kontrolle Nr. 7 zusammenge  setzten     Ätzbad    werden 0,0128 g     Methylcellulose          einer    Viskosität von 4000     cP    gegeben, wodurch  das Bad eine     Methylcellulosekonzentration    von       0,

  00002        %        aufweist.        Eine        Photodruckplatte        wie        bei          Kontrolle        Nr.    7     wird        mit        10        %iger        wässriger        Salpe-          tersäurelösung,    wie dort beschrieben,

   gereinigt und  dann mit dem vorstehenden     Ätzbad    gleich lang bei  gleicher Temperatur und gleicher     Aufspritzgeschwin-          digkeit    geätzt. Die Platte     wird    dann abgespült und in  warmer Luft getrocknet.

   Die     Ätztiefe    des Reliefs um  die Buchstaben herum beträgt 0,450 mm, während  die     Ätztiefe    bei den geschlossenen Buchstaben     wenig-          stens        50        %        stärker        ist        als        im        Fall        der        Kontrolle     Nr. 7 und zwischen 0,075 mm (bei den kleinsten ge  schlossenen Buchstaben) bis zu 0,350     mm    (bei den  grössten geschlossenen Buchstaben) beträgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Ätzbad, dadurch gekennzeichnet, dass es 2 bis 14 Gewichtsprozent HNO3, Sulfobernsteinsäuredioctyl- ester oder ein Salz desselben in einer Menge, welche mindestens der 0,005fachen und höchstens der O,l0fachen Menge der HNO3 entspricht, 2 bis 15 Gewichtsprozent Diäthylbenzol und ein in Wasser dispergierbares Verdickungsmittel enthält, und zwar letzteres in einer Menge, welche einerseits eine tiefere Ätzung bewirkt,
    als sie mit dem gleichen Bad ohne Verdickungsmittel erreichbar ist und anderseits höchstens eine geringe Viskositätserhöhung des Bades hervorruft. UNTERANSPRÜCHE 1. Ätzbad nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verdickungsmittel Gummi arabicum ist und im Bad in einer Menge, welche dem 0,1- bis 1fachen des Verhältnisses von Ge wichtsprozenten Sulfobernsteinsäuredioctylester oder Salz desselben zu Gewichtsprozenten HNO3 ent spricht, enthalten ist.
    2. Ätzbad nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verdickungsmittel Gelatine ist und im Bad in einer Menge, welche dem 0,0020- bis 0,015fachen des Verhältnisses von Gewichtsprozenten Sulfobemsteinsäuredioctylester oder Salz desselben zu Gewichtsprozenten HNO3 entspricht, enthalten ist.
    3. Ätzbad nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verdickungsmittel Methyl- cellulose ist und im Bad in einer Menge, welche dem 0,0007- bis O,Olfachen des Verhältnisses von Ge wichtsprozenten Sulfobemsteinsäuredioctylester oder Salz desselben zu Gewichtsprozenten HNO3 ent spricht, enthalten ist.
    4. Atzbad nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verdickungsmittel Dextrin ist und im Bad in der 3- bis 7fachen Menge des Ver hältnisses von Gewichtsprozenten Sulfobernstein- säuredioctylester oder Salz desselben zu Gewichts prozenten der HNO3 enthalten ist. 5. Ätzbad nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass es Natriumdioctylsulfosuccinat enthält.
    6. Ätzbad nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass es Natriumdioctylsulfosuccinat enthält. 7. Ätzbad nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass es Natriumdioctylsulfosuccinat enthält.
    B. Ätzbad nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass es Natriumdioctylsulfosuccinat enthält. PATENTANSPRUCH 1I Verwendung eines Ätzbades gemäss Patentan spruch I, zum Ätzen eines aus einer Magnesiumlegie- rung bestehenden Gegenstandes, bei dem Teile seiner Oberfläche mit einem säurebeständigen Überzug ver sehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Ätzbad gegen die Oberfläche des Gegenstandes, und zwar sowohl gegen die säurebeständigen als auch die nicht säurebeständigen Teile geschleudert wird.
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