Bad zum Ätzen von Metallen Die Erfindung betrifft ein Bad zum Ätzen von Metallen, welches insbesondere zur Herstellung eines Reliefs in der Oberfläche eines in Säure leicht lös lichen Metallgegenstandes, wie es bei der Herstel lung einer Druckplatte durch Ätzen mit einer Säure lösung angewandt wird, verwendet werden kann.
Bei den üblichen Verfahren zur Herstellung einer mit einem Relief versehenen metallischen Druck platte, z. B. einer Photogravüre auf einem säure löslichen Metall, wie Magnesium, Zink oder deren Legierungen, wird auf die gewöhnlich flache oder zylindrische Oberfläche ein lichtempfindlicher Über zug (eine Emaille ) aufgebracht. Die überzogene Fläche wird dann durch ein mit dem Bild versehe- nes Negativ belichtet, um ein entsprechendes Bild in dem Überzug zu erzeugen. Die belichtete über zogene Oberfläche wird anschliessend entwickelt , wobei sich ein säurefester Überzug in Form des durch die Belichtung erzeugten Bildes ausbildet.
Der säurebeständige Überzug, der als Reservage bezeich net wird, wird gewöhnlich anschliessend weiter ge härtet, um seinen Widerstand gegenüber der ätzen den Säure zu erhöhen. Die Metalloberfläche mit der so hergestellten Reservage wird dann mit der Säure geätzt.
Man führt die Ätzung gewöhnlich mit in geeig neter Weise mit Wasser verdünnter Salpetersäure durch, die man gegen den Gegenstand spritzt oder schleudert. Die saure Lösung greift die blossliegen den Teile des Metalles an, die bei der Entwicklung von dem lichtempfindlichen Material befreit worden sind. Der Rest der Metalloberfläche ist durch die Reservage gegen den direkten Angriff der Säure ge schützt, die die Reservage nicht durchdringt. Mit fortschreitender Ätzung wird Metall von den bloss liegenden Teilen der Oberfläche weggelöst. wobei das Bild in Form eines Vertikalreliefs zurückbleibt.
Während der Reliefbildung wird das Metall des Re liefs von der Säure von der Seite her angegriffen, so dass die Reservage an den Kanten in unerwünsch ter Weise unterschnitten wird, wenn die Ätzung zu lange ausgedehnt wird, ohne dass die Seiten des Re liefs gegen den seitlichen Angriff der Säure geschützt werden. Ehe eine erhebliche Menge des Metalles, das das Relief bildet, von der Seite her durch die Säure aufgelöst wird, spült man in der Praxis die Ätzlösung ab, trocknet das abgespülte Stück und be handelt es, ehe man es weiterätzt, um das Metall im Relief vor dem seitlichen Angriff der Säure zu schüt zen.
Nach einem dieser Verfahren bewirkt man den Schutz dadurch, dass man den Gegenstand in allen vier Richtungen, das heisst von oben und unten, links und rechts, mit einem säurebeständigen Puder, dem sogenannten Ätzpuder einpudert, so dass alle Seiten des Metalles im Relief mit dem Puder bedeckt sind. Nun erhitzt man den Gegenstand so weit, dass der Puder schmilzt und einbrennt und sich ein säurefester Niederschlag auf den Kanten des Reliefs bildet. Der so geschützte Gegenstand wird dann zum zweiten Mal geätzt.
Diese zweite Ätzung, die wie die erste ausgeführt wird, vertieft die anfängliche Ätzung, ohne dass das bereits ausgebildete Relief von den Seiten her angegriffen wird, die durch das eingebrannte Ätzpuder abgedeckt sind.
Wie im Falle der ersten Ätzung, wird die zweite Ätzung unterbrochen, ehe eine wesentliche Unter schneidung der neuerlich gebildeten Reliefteile ein treten kann. Das weitergeätzte Stück wird wiederum gespült, getrocknet und anschliessend, wie oben be schrieben, mit dem Ätzpuder behandelt, um die Seiten des Reliefs gegen den Angriff der ätzenden Säure zu schützen. Es wird dann die dritte Ätzung durchgeführt, nach einer gewissen Zeit wieder ge spült, getrocknet, gepudert und eingebrannt, ehe weiter geätzt wird.
Der so behandelte Gegenstand, der abwechselnd geätzt, im Relief geschützt und wiederum geätzt wird, um das Relief zu vertiefen, dabei aber immer wieder die neu entstandenen Sei tenteile des Reliefs gegen die Säure zu schützen, wird in dieser Folge weiterbehandelt, bis auf der Plattenoberfläche, die nicht mit Reservage über zogen ist, die für das Druckvorhaben erforderliche Ätztiefe erreicht ist. Gewöhnlich werden diese Ätzun gen mit der Säure 3- bis 4- oder- 5mal durchge führt, je nach Art des Bildes und der erforderlichen Ätztiefe. Diese Verfahrensweise ist in der Technik bestens bekannt.
Obwohl das blossgelegte Metall durch die Säure schnell weggeätzt wird, ist die gesamte Herstellung eines solchen Reliefs, z. B. auf einer Druckplatte, mit Hilfe mehrerer Ätzungen doch ausserordentlich zeitraubend. Das liegt vor allem daran, dass der Gegenstand wiederholt gespült; getrocknet und im Relief geschützt werden muss, um ein Unterschnei den des Bildes zu verhindern, was mehr Zeit in An spruch nimmt als die Ätzung selbst.
In der amerikanischen Patentschrift Nr. 2640765 ist ein Ätzbad beschrieben, mit dem eine tiefe Atzung hergestellt werden kann und bei dem der seitliche Angriff der Säure entfällt, ohne dass ein Einpudern und Einbrennen notwendig wäre, wobei also auch die verschiedenen Spülungen, Trocknun- gen, Einpuderungen usw. wegfallen.
Diese Ätzbäder bestehen im wesentlichen aus verdünnter Salpeter säure, einem Netzmittel aus einem Ester der Sulfo- bernsteinsäure mit einem aliphatischen Alkohol und einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Stoff, der mit der wässrigen Salpetersäure nicht reagiert, z.
B. Gasolin, Benzin, Kerosen, Brennöl, Schmierölen, Terpentin, Perchloräthylen und den Diäthylenbenzolen. Diese Bestandteile des Ätzbades werden während der Ätzung, also beim Bespritzen oder Aufschleudern des Bades auf die Druckplatte, gut miteinander vermischt gehalten.
Beim Ätzen von Druckplatten aus einer Magne- siumlegierung, die wenigstens 80 % Magnesium ent- hält, und die eine Buchstabentypen aufweisende Reservage tragen, mit einem der in dem oben er wähnten Patent genannten Ätzbäder, die verdünnte Salpetersäure, ein Netzmittel in Form von Dioetyl- sulfosuccinat und eines der Diäthylbenzole enthalten,
ist eine ungewöhnliche Ätzwirkung beobachtet wor den. Es wurde nämlich beobachtet, dass die Ätzwir- kung auf kleine blossgelegte, von einer Reservage- linie umschlossene Gebiete der Platte, z. B. bei den Buchstaben a, A, B, b, d, D, e, g, o, p, P, Q, die als geschlossene Buchstaben bezeichnet werden kön nen, und in den engen Räumen zwischen dicht bei einanderliegenden Teilen der Reservage, nach Er zeugung einer nur mässigen Ätztiefe trotz fortgesetz ter Ätzung, bei der die grösseren Gebiete der frei gelegten Teile der Platte, z.
B. um die genannten Buchstaben herum, geätzt werden, ausbleibt. Die Tiefe der Ätzung der Gebiete, die von einer Reser- vagelinie völlig umschlossen sind (der Inseln ), scheint der Grösse der eingeschlossenen Gebiete mehr oder minder direkt proportional zu sein. Je kleiner also die blossgelegten, von der Reservage umschlos senen Gebiete sind, die dem Ätzbad ausgesetzt wer den, um so eher hört die Ätzwirkung auf.
In einigen Fällen werden dadurch in diesen Inselgebieten nur ungenügend tiefe Ätzungen erzeugt, obwohl diese Stellen ebenso lange mit dem Ätzmittel behandelt worden sind wie die grösseren Gebiete, deren Ätzung in der gewünschten Weise erfolgt.
Es wurde nun gefunden, dass die Ätzung durch das Bad sich auch in den genannten kleinen Gebieten weiter auswirkt, wenn man dem Ätzbad ein geeignetes Verdickungsmittel, z. B. einen wasser löslichen natürlichen Gummi, wie Gummi arabicum, Karayagummi und dergleichen, Methylcellulose, Dextrin oder Gelatine, zusetzt. Mit diesem Ätzbad kann ein weiterer Bereich von Buchstabengrössen in einem Relief innerhalb und in der Nachbarschaft der Inseln für Druckzwecke genügend tief geätzt werden.
Das erfindungsgemässe Ätzbad ist dadurch ge kennzeichnet, dass es 2 bis 14 Gewichtsprozent HNO3, Sulfobemsteinsäuredioctylester oder ein Salz desselben in einer Menge, welche mindestens der 0,005fachen und höchstens der O,l0fachen Menge der HNO3 entspricht, 2 bis 15 Gewichtsprozent Diäthylbenzol und ein in Wasser dispergierbares Verdickungsmittel enthält, und zwar letzteres in einer Menge,
welche einerseits eine tiefere Ätzung bewirkt als sie mit dem gleichen Bad ohne Ver dickungsmittel erreichbar ist und anderseits höch stens eine geringe Viskositätserhöhung des Bades hervorruft.
Das Ätzbad kann durch Vermischen der Be standteile in den erforderlichen Gewichtsmengen her gestellt werden.
Da da"s Bad eine grosse Menge Wasser enthält, wird zweckmässig 100 o/oige Salpetersäure in solcher Menge zugegeben, dass die genannte Konzentration der Salpetersäure erreicht wird. Vorzugsweise ent- hält das Bad 5 bis 11 %, im allgemeinen etwa 10 0/0 HN <B>03.</B>
Als Salz des Sulfobemsteinsäuredioctylesters kann man z. B. Natriumdioctylsulfosuccinat
EMI0002.0089
benutzen. Die untere Grenze der wirksamen Konzen tration an freier Säure wie an einem Salz derselben in Gewichtsprozent des Bades hängt von der Kon zentration der Salpetersäure ab und beträgt minde stens das 0,005fache der /o HNO3 in dem Bad.
Bei 2 bis 14 % HNO3 liegt also die untere Grenze bei 0,005 X 2 bis 0,005 X 14. Die höchste wirksame Konzentration in Gewichtsprozent liegt bei dem 0,10fachen des Prozentgehaltes der HNO3. Im allge meinen liegt die unterste Grenze beim O,Olfachen und die oberste Grenze beim 0,04fachen der Pro zente HN03.
sollte Das 3,5 Verhältnis nicht übersteigen. von o/a Diäthylbenzol Man kann zu o-, 0/a m- oder HNO3 p-Diäthylbenzol oder auch ein beliebiges Gemisch dieser anwenden. Bevorzugt werden 4 bis 9 Ge wichtsprozent dem Bad zugegeben.
Das Verdickungsmittel wird nur in einer solchen Menge hinzugegeben, dass höchstens eine geringe Er höhung der Viskosität des Ätzbades bewirkt wird. Das Verdickungsmittel wird also nicht benutzt, um eine Verdickung hervorzurufen. Trotzdem haben die hier geforderten geringen Konzentrationen einen auf fallenden Effekt auf die Ätzungen. Die richtige Kon zentration des Verdickungsmittels muss durch einen Vorversuch bestimmt werden. Wenn das Verdik- kungsmittel in zu kleiner Menge angewandt wird, werden die kleinen blossgelegten Gebiete, wie sie z. B. in den geschlossenen Buchstaben vorkommen oder wie sie zwischen den Buchstaben des gleichen Wortes auftreten, nicht tief genug geätzt.
Wenn zu grosse Mengen Verdickungsmittel angewandt werden, kann ein erhebliches Unterschneiden des Reliefbil des eintreten. Zwischen diesen beiden Extremen liegende Mengen werden hier bevorzugt.
Im Falle der wasserlöslichen Gummis, z. B. bei Verwendung von Gummi arabicum, scheint die brauchbare Menge Verdickungsmittel sowohl von der Konzentration der HN03 als auch von der des Netzmittels abzuhängen. Auf diese Grundlage kön nen, in Gewichtsprozent des Bades ausgedrückt, von @1o bis 1 des Prozentverhältnisses von Netzmittel zu HNO3 in dem Bad benutzt werden. Bevorzugt werden 0,125 bis 0,5 des Prozentverhältnisses von Netzmitteln zu HNO3 benutzt. Wenn z.
B. im Bad 10 % HNO3 und 0,05 % Netzmittel vorliegen, wer- den in dem Bad 1/l0 bis 1 von 0.05/l0 oder 0,0005 bis 0,005 % Gummi angewandt.
Im Falle der Methyleellulose scheint die benutz bare Menge ebenfalls sowohl von der Konzentration des Netzmittels und als auch der der HNO3 abzu hängen. Sie kann durch die Formel ausgedrückt wer- den:
% Methylcellulose = 0,007 bis 0,01 des Ver- hältnisses von % Netzmittel / 1/o HNO3. Bevorzugt wird Methylcellulose in einer Menge von 0,00125 bis 0,
0025 des Verhältnisses von % Netzmittel / o/o HNO3 angewandt. Die Beschaffenheit der Methyl- cellulose scheint keine besondere Rolle zu spielen. Es kann z. B. eine Methylcellulose angewandt wer den, die in 2 o/oiger wässriger Lösung oder Disper sion Viskositäten von 25 bis 4000 cP bei 20 ergibt.
Im Falle der Gelatine scheint die Menge, die angewandt werden kann, ebenfalls sowohl von der Konzentration des Netzmittels als auch von der der HNO3 abzuhängen. Sie kann durch die Formel aus gedrückt werden: % Gelatine = 0,0020 bis 0,015 des Verhältnisses von /o Netzmittel/o/o HN03. Be vorzugt werden 0,0035 bis 0,007 dieses Verhältnis ses angewandt. Schliesslich scheint auch bei Verwendung von Dextrin, dessen Menge von dem genannten Verhält nis 0/a Netzmittel/'/o HNO3 abzuhängen; sie liegt zwi schen dem 3- bis 7fachen dieses Verhältnisses.
Be vorzugt wird das 4- bis 6fache dieses Verhältnisses von 1/o Netzmittel/o/o HN03. In jedem Fall muss die Menge des zu benutzenden Verdickungsmittels durch einen Vorversuch bestimmt werden und in den ge nannten Grenzen liegen.
<I>Beispiel 1</I> Kontrolle: Ätzbad <I>Nr. 1 ohne Verdickungsmittel</I> In einem Ätztank, der mit Vorrichtungen zum Verrühren und Verspritzen des Bades ausgerüstet ist, werden folgende Stoffe miteinander vermischt: 1. 40 Liter Wasser von 30 , 2. 6,45 Liter Salpetersäure von 42 Beaume, 3. 744 g einer 25 0/eigen wässrigen Lösung von Natriumdioctylsulfosuccinat, 4.
4,96 Liter technischen Diäthylbenzols (das aus 60 % m-, 30 o/a p- und 10 0/0 o-Diäthyl- benzol bestand), 5. so viel Wasser von 30 bis 32 , dass das Bad 62 Liter ausmachte.
Dieses Bad ist gewichtsmässig wie folgt zusam mengesetzt:
EMI0003.0115
HN03 <SEP> <B>9,6,9/0</B>
<tb> Diäthylbenzol <SEP> 6,8%
<tb> Natriumdioctylsulfosuccinat <SEP> 0,291/o
<tb> Wasser <SEP> Rest Das Bad wird einige Minuten gerührt, ehe mit der Ätzung begonnen wird.
Zur Ätzung wird eine Photodruckplatte (0,15 X 12,5 X 22,5 cm) aus einer Magnesiumlegierung benutzt, die 3 o/a Aluminium, 1 % Zink, 0,15 % Mangan, Rest Magnesium enthält. Die Reservage besteht aus einem Polyvinylharz; sie ist einseitig auf der Platte aufgebracht und enthält Lettern verschiedener Grösse.
Vor der Atzung wird die Reservage 30 Sekunden lang mit einem Baum wolltuch behandelt, das mit einer wässrigen Lösung getränkt ist, die etwa 115g Kaliumpermanganat und ebensoviel Natriumhydroxyd je 3,75 Liter enthält. Die behandelte Platte wird abgespült und dann ge ätzt. Mit nach unten gekehrter Reservage wird die Platte horizontal über dem Bad hin und her bewegt, während das Bad mit Hilfe der Spritzvorrichtung nach oben gegen die Platte gespritzt wird: Das Sprit zen wird bei 32 51/; Minuten lang durchgeführt. Die Platte wird dann abgespült und in einem warmen Luftstrom getrocknet.
Wie dann festgestellt wird, beträgt die Ätztiefe in den grössten offenen Gebieten um die Buchstaben herum 0,425 mm, während die grösste Ätztiefe bei den kleinen Buchstaben 0,075 mm und die Ätztiefe zwischen den Buchstaben eines Wortes 0,075 bis 0,1 mm beträgt.
Ätzbad <I>Nr. 1 mit</I> Dextrin Das als Kontrolle Nr. 1 hergestellte Ätzbad von 62 Litern wird mit 93g Dextrin in einer 2 % igen wässrigen Lösung versetzt, so dass die Dextrinkon- zentration 0,14511/a beträgt.
Das Dextrin wird zu sammen mit dem Diäthylbenzol zugegeben. Eine Photodruckplatte, die der vorstehend benutzten Platte völlig glich, wird wie oben mit der Perman- ganatlösung behandelt. Danach wird die Platte in der gleichen Weise wie bei der Kontrolle 5 Minuten lang bei<B>32 </B> geätzt. Die Platte wird dann abgespült und getrocknet. Die maximale Ätztiefe in den grossen offenen Gebieten beträgt 0,475 mm, bei den kleinen Buchstaben 0,1 bis 0,225 mm und in den Gebieten zwischen benachbarten Buchstaben 0,125 bis 0,175 mm.
<I>Beispiel 2</I> Ätzbad <I>Nr. 2 mit Gummi</I> arabicum Ein wie im Falle der Kontrolle Nr. 1 benutztes Ätzbad wird mit 186 cms einer 2 0/ö igen wässrigen Lösung von Gummi arabicum - zusammen mit dem Diäthylbenzol - versetzt. Mit dieser Menge werden 3,72 g Gummi arabieum zugesetzt, wodurch sich die Gummi-arabicum-Konzentration des Bades zu 0,0058 /o errechnet. Im übrigen hat das Bad die gleiche Zusammensetzung wie die Kontrolle.
Eine Photodruckplatte wie oben wird für die Ätzung vor bereitet, indem die Oberfläche mit der Reservage mit einer 10 o/oigen wässrigen Salpetersäurelösung behandelt wird, wodurch die blossgelegten Teile des Metalles blank und etwa 0,0125 mm des Metalles abgelöst werden. Die so behandelte Platte wird mit Wasser abgespült und dann 5 Minuten lang mit dem Ätzbad, das das Gummi arabicum enthält, bei 32 in derselben Weise wie die Kontrolle geätzt.
Die erhaltene Platte wird abgespült und getrock net, die Ätztiefe innerhalb der Buchstaben und zwi schen benachbarten Buchstaben beträgt 0,100 bis 0,225 mm.
<I>Beispiel 3</I> Kontrolle: A'tzbad <I>Nr. 3 ohne Verdickungsmittel</I> In der in Beispiel 1 benutzten Vorrichtung wer den miteinander vermischt: 1. 40 Liter Wasser von 30 , 2. 6,4 Liter Salpetersäure (d = 1,42), 3. 3,2 Liter Diäthylbenzol, 4. 96g Natriumdioetylsulfosuccinat in 2 Litern Wasser aufgelöst, und 5. so viel Wasser von 30 bis 32 , dass 64 Liter Ätzbad entstehen. Das Bad wird einige Minuten gerührt und dann zur Ätzung einer Photodruckplatte wie in Beispiel 1 benutzt.
Vor der Ätzung wird die Platte durch Be handeln der Reservage mit einer 10 o/oigen wässrigen Salpetersäurelösung für die Ätzung vorbereitet, bis 0,0125 mm des Metalles entfernt sind und das Me tall blank ist. Dann wird die Platte mit einem Ätz- bad von etwa 30 211 51/12 Minuten lang wie bei Kontrolle Nr. 1 geätzt.
Nach Abspülen und Trock nen der Platte beträgt die maximale Ätztiefe bei den kleinen Buchstaben 0,075 mm; etwa die gleiche Ätz- tiefe wird zwischen den Buchstaben des gleichen Wortes festgestellt.
A'tzbad <I>Nr. 3 mit Gummi</I> arabicum Zu einem wie bei Kontrolle Nr. 3 zusammenge setzten Ätzbad von 64 Litern werden 96 cm3 einer 2 o/oigen wässrigen Lösung von Gummi arabicum zusammen mit dem Diäthylbenzol - gegeben. Da durch werden 1,92 g Gummi arabicum zugesetzt, woraus sich eine Konzentration im Bad von 0,003 0/0 errechnet.
Eine Photodruckplatte wie in der Kon trolle Nr. 2 wird nach Behandlung der Reservage mit dem etwa 31 2 warmen Bad, wie im Falle der Kontrolle Nr. 3, 5.1/i Minuten lang geätzt und dann abgespült und getrocknet. Die Ätztiefe innerhalb der kleinen Buchstaben beträgt 0,100 bis 0,200 mm und zwischen den benachbarten Buchstaben des gleichen Wortes 0,100 mm.
<I>Beispiel 4</I> A'tzbad <I>Nr. 4 mit</I> Gummi arabieum Zu einem wie bei Kontrolle Nr. 3 zusammenge setzten Ätzbad von 64 Litern werden 208 cm?, einer 2 0/ o igen wässrigen Gummi-arabicum-Lösung gesetzt.
Es werden damit 4,16 g Gummi arabicum zugegeben, woraus sich eine Konzentration von 0,0052 % im Bad errechnet. Eine wie bei Kontrolle Nr. 2 beschaf fene Photodruckplatte wird nach dem Behandeln der Reservage mit dem Bad bei etwa 32 2 51/.2 Minu ten lang geätzt. Die erhaltene Ätzplatte wird gespült und getrocknet.
Die Ätztiefe innerhalb der kleinen Buchstaben beträgt 0,100 bis 0,300 mm und zwi schen den Buchstaben des gleichen Wortes 0,100 mm oder mehr.
<I>Beispiel 5</I> Kontrolle: Ätzbad <I>Nr. 5 ohne Verdickungsmittel</I> In der Vorrichtung des Beispiels 1 werden nach einander die folgenden Substanzen miteinander ver mischt: 1. 40 Liter Wasser, 2. 6,48 Liter Salpetersäure von 42 B6, 3. 186g Natriumdioctylsulfosuccinat in 2 o/oiger wässriger Lösung, 4. 4,96 Liter Diäthylbenzol, 5. so viel Wasser, dass das Bad 62 Liter aus macht. Das Bad wird einige Minuten gerührt und dann zur Ätzung einer Photodruckplatte wie in Beispiel 1 benutzt.
Die Reservageseite der Platte wird vor der Ätzung 30 Sekunden lang mit einer wässrigen Lösung behandelt, die etwa<B>115</B> g Kaliumpermanganat und ebensoviel Natriumhydroxyd je 3,75 Liter enthält. Die Platte wird bei 32 5 Minuten lang geätzt, dann abgespült und getrocknet. Die Ätztiefe der grossen offenen Gebiete neben den Buchstaben beträgt etwa 0,425 mm und die maximale Tiefe innerhalb und zwischen den Buchstaben 0,075 mm.
Ätzbad <I>Nr. 5</I> mit <I>Gelatine</I> Zu dem wie in Kontrolle Nr. 5 zusammengesetz ten Atzbad von 62 Litern werden 93 cm3 einer 0,1%igen Gelatinelösung in Wasser gegeben. Aus diesem Gelatinezusatz errechnet sich eine Konzen tration von 1,45 X 10-4 0/a Gelatine im Bad. Eine wie in Beispiel 1 benutzte Druckplatte wird nach der Reservagebehandlung 5 Minuten bei 32 wie oben geätzt, dann abgespült und getrocknet.
Die Atztiefe der offenen Gebiete beträgt 0,5125 mm, die der Gebiete innerhalb und zwischen den kleinen Buchstaben 0,100 bis 0,25 mm. <I>Beispiel 6</I> Ätzbad <I>Nr. 6 mit Gelatine</I> Zu einem wie in Kontrolle Nr.
5 zusammenge setzten Bad von 62 Litern werden 93 cm?, einer 0,05 % igen wässrigen Gelatinelösung gegeben, wo- durch sich die Gelatinekonzentration im Bad zu 7,
2 X 10-5 % errechnet. Eine wie in Beispiel 1 be- nutzte Druckplatte wird auf der Reservageseite vor behandelt, gespült und dann mit dem Bad bei 30 2 5 Minuten lang geätzt. Nach dem Abspülen und Trocknen beträgt die Mindestätztiefe innerhalb der Buchstaben 0,100 mm und zwischen benachbarten Buchstaben 0,125 mm.
<I>Beispiel 7</I> Kontrolle: A'tzbad <I>Nr. 7 ohne Verdickungsmittel</I> Im Ätzbad werden miteinander vermischt: Konzentrierte HNO3 (d = 1,42) 6,4 Liter Natriumdioctylsulfosuccinat 96 g Technisches Diäthylbenzol (d = 0,87) 3,2 Liter Wasser bis zu 64 Litern Gewichtsmässig ist das Bad wie folgt zusammen gesetzt:
EMI0005.0042
HN03 <SEP> 9,5 <SEP> 0/0
<tb> Natriumdioctylsulfosuccinat <SEP> 0,15 <SEP> 0/0
<tb> Diäthylbenzol <SEP> 4,211/o
<tb> Wasser <SEP> Rest Vor Benutzung wird das Bad etwa 1 Stunde ge rührt.
Dann wird eine Druckplatte aus einer Magne- siumlegierung mit 3 % Aluminium, 1 % Zink und 0,
15 % Mangan mit einer entwickelten Reservage über der gesamten Druckfläche mit einer 10 % igen wässrigen Salpetersäurelösung behandelt,
indem die Lösung auf die mit der Reservage bedeckte Fläche mit einer Bürste aufgetragen wird, bis etwa 0,0125 mm des blossgelegten Metalles weggeätzt sind und eine blanke Fläche für die Reliefätzung ver bleibt. Die so gereinigte Platte wird dann mit dem Ätzbad der Kontrolle Nr. 7 in der oben beschriebe nen Weise 51/2 Minuten lang bei 21 bis 24 geätzt. Die Platte wird anschliessend mit Wasser abgespült und in einem warmen Luftstrom getrocknet.
Die Ätz- tiefe der grossen offenen Gebiete neben den Buch staben beträgt 0,450 mm, während das Metall in den eingeschlossenen Gebieten und zwischen den dicht beieinander stehenden Buchstaben nur 0,050 mm (in den kleinsten Stellen) bis 0,150 mm (in den grössten Stellen) beträgt.
Ätzbad <I>mit</I> Methyleellulose Zu einem wie bei Kontrolle Nr. 7 zusammenge setzten Ätzbad werden 0,0128 g Methylcellulose einer Viskosität von 4000 cP gegeben, wodurch das Bad eine Methylcellulosekonzentration von 0,
00002 % aufweist. Eine Photodruckplatte wie bei Kontrolle Nr. 7 wird mit 10 %iger wässriger Salpe- tersäurelösung, wie dort beschrieben,
gereinigt und dann mit dem vorstehenden Ätzbad gleich lang bei gleicher Temperatur und gleicher Aufspritzgeschwin- digkeit geätzt. Die Platte wird dann abgespült und in warmer Luft getrocknet.
Die Ätztiefe des Reliefs um die Buchstaben herum beträgt 0,450 mm, während die Ätztiefe bei den geschlossenen Buchstaben wenig- stens 50 % stärker ist als im Fall der Kontrolle Nr. 7 und zwischen 0,075 mm (bei den kleinsten ge schlossenen Buchstaben) bis zu 0,350 mm (bei den grössten geschlossenen Buchstaben) beträgt.