CH336009A - Verfahren zum Auswuchten von Uhren-Unruhen - Google Patents

Verfahren zum Auswuchten von Uhren-Unruhen

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CH336009A
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CH
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imbalance
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Inventor
Huber Siegfried
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Diehl Gmbh
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04DAPPARATUS OR TOOLS SPECIALLY DESIGNED FOR MAKING OR MAINTAINING CLOCKS OR WATCHES
    • G04D7/00Measuring, counting, calibrating, testing or regulating apparatus
    • G04D7/08Measuring, counting, calibrating, testing or regulating apparatus for balance wheels
    • G04D7/082Measuring, counting, calibrating, testing or regulating apparatus for balance wheels for balancing
    • G04D7/085Measuring, counting, calibrating, testing or regulating apparatus for balance wheels for balancing by removing material from the balance wheel itself

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren    zum      Auswuchten   von Uhren-Unruhen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf    ein   Verfahren zum Auswuchten von Uhren-Unruhen, bei dem man die Unruh in ihre    Schwerpunktlage   einpendeln lässt und ausserhalb der Schwerpunktlinie eine künstliche Unwucht herbeiführt, die Unruh wieder einpendeln lässt und alsdann in der resultierenden Schwerpunktlinie eine    Ausgleichun-      wucht   von gleich grossem Drehmoment wie dasjenige der erstgenannten Unwucht erzeugt. 



  Neben dem Auswuchten einer Unruh durch eine Reihe von Bohrungen im jeweils sich einstellenden Schwerpunkt der Unruh ist es bereits bekannt, zum Ausgleich einer natürlichen Unwucht ausserhalb der Schwerpunktlinie eine künstliche Unwucht herbeizuführen, die Unruh auf den neuen Schwerpunkt einpendeln zu lassen und in der resultierenden Schwerpunktlinie eine    Ausgleichunwucht   von einem der künstlichen Unwucht gleichen Drehmoment zu erzeugen. Um mit diesen zwei    Bohrungen   ein genaues Auswuchten zu erzielen, ist aber eine vorherige genaue Bestimmung des Punktes für die künstliche Unwucht erforderlich. Das Verfahren arbeitet ausserdem nur bis zu einer gewissen, eingeplanten    Unwuchtgrösse   einwandfrei.

   Ein bekannter Vorschlag sieht zwar vor, bei zu grosser Restunwucht das Verfahren zu wiederholen, das heisst, die Unruh auf den neuen Schwerpunkt einpendeln zu lassen und dann in beschriebener Weise die künstliche Unwucht und eine entsprechende    Ausgleichunwucht   herbeizuführen. Abgesehen davon, dass durch eine solche Wiederholung mehr Material weggenommen wird, wodurch das    Masseschwungmoment   dieser Unruh nicht mehr mit dem der einmal ausgewuchteten Unruhen übereinstimmt, ist auch die Feststellung des natürlichen Schwerpunktes nach vorausgehendem einmaligem Auswuchten sehr schwer möglich, das heisst durch die Lagerreibung und infolge des kleinen    Unwuchtfehlers   stellt sich die Unruh nicht genau ein, die Wiederholung lässt daher unter Umständen überhaupt keine Verkleinerung der Unwucht erzielen.

   Demgegenüber wird nach der    Erfindung   vorgeschlagen, die erste künstliche Unwucht etwa rechtwinklig zur Schwerpunktlinie der natürlichen Unwucht zu erzeugen und die    Ausgleichunwucht   als Bezugspunkt für die Erzeugung weiterer Unwuchten zu benutzen, indem man etwa    rechtwinklig   dazu wiederum eine künstliche Unwucht erzeugt und erst danach die Unruh erneut einpendeln lässt, um sie in der aus dem    Unwuchtrest   und der    künstlichen   Unwucht ergebenden Resultierenden mit einer Ausgleichunwucht zu versehen, die gleich gross ist wie die vorgenannte Unwucht. 



  Das Verfahren gemäss der Erfindung geht von der Überlegung aus, dass eine nach den ersten beiden    Auswuchtbohrungen   noch vorhandene Restunwucht immer in Richtung der    Ausgleichunwucht   verbleibt, falls die erste künstliche Unwucht etwa im rechten Winkel zur natürlichen Unwucht herbeigeführt wird. Ein    Einpendelnlassen   der Unruh vor der Erzeugung weiterer Unwuchten mit den oben beschriebenen Unsicherheitsfaktoren kann und soll daher wegfallen. Die Restunwucht wird bei der Erzeugung weiterer Unwuchten voll und sicher erfasst, wenn die Ausgleichunwucht als Bezugspunkt für die    Herbeifüh-      rung   der dritten künstlichen Unwucht verwendet wird. Bei diesem Verfahren ist auch die Materialwegnahme stets gleich gross.

   Selbstverständlich könnte das Verfahren in gleicher Weise mittels Materialzugabe durchgeführt werden. Die dritte künstliche Unwucht und die    drehmomentengleiche   zugehörige zweite    Ausgleichunwucht   können kleiner sein als die beiden ersten Unwuchten, sie sollen jedoch minde- 

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    stens   doppelt so gross sein wie die Restunwucht nach dem ersten    Teilvorgang.   



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in denen    Fig.   1 einen    Unruhring   mit vier    Auswuchtboh-      rungen,      Fig.2   ein Kräfteschaubild für die    Unruh   nach    Fig.   1 und    Fig.   3 die Restunwucht in Prozenten der mittleren natürlichen Unwucht in Kurvenform zeigt. Im Kräfteschaubild nach    Fig.   2 wurden alle herbeizuführenden    Unwuchten   gleich gross und viermal so gross wie die mittlere natürliche Unwucht, als Winkel zwischen der natürlichen und der ersten künstlichen sowie zwischen der Restkomponente und der dritten künstlichen Unwucht 90  gewählt.

   Winkelschwankungen wurden nicht berücksichtigt, da die Auswirkung auf das Endergebnis nicht unterscheidungskräftig hätte dargestellt werden können und die hierdurch auftretende Abweichung durch Aufstellen eines Kräftediagramms leicht    ermittelbar   ist. 



  Die in    Fig.   1 dargestellte Unruh weist eine natürliche Unwucht U auf, welche durch vier Bohrungen A, B, C, D ausgeglichen ist. 



  Der    Auswuchtvorgang   geschieht folgendermassen: Nach    Einpendelnlassen   der Unruh auf ihren natürlichen Schwerpunkt wird rechtwinklig dazu die Bohrung A angebracht. Dann lässt man die Unruh wieder einpendeln und bringt in der Resultierenden zu U und    a   die    Ausgleichsbohrung   B an. Ohne nochmals einpendeln zu lassen, wird rechtwinklig zu B die    Bohrung   C angebracht und dann erst die Unruh wieder zum Einpendeln freigegeben. In der sich    nunmehr   aus dem    Unwuchtrest   und der    künstlichen   Unwucht C ergebenden Resultierenden wird schliesslich die    Ausgleichsbohrung   D angebracht.

   Die Abweichung des Punktes B von einer Linie durch die    Bohrung   A und den    Unruhmittelpunkt   gibt ein Mass für die Restkomponente, der Ausweichwinkel des Punktes D von einer Linie durch C und den    Un-      ruhdrehpunkt   zeigt den eventuell noch vorhandenen Endfehler an. Hierdurch können grobe Unwucht fehlen sofort entdeckt und die fehlerhaften Teile    entfernt   werden. 



  Über die Kräfte und Restfehler, welche im Verlauf dieses    Auswuchtvorganges   auftreten, gibt das Schaubild    Fig.   2 Aufschluss. 



  Die natürliche Unwucht ist in der Darstellung absichtlich sehr gross, nämlich doppelt so gross wie die mittlere natürliche Unwucht gewählt worden. Diese natürliche Unwucht ist mit u bezeichnet. Die durch die Bohrung A künstlich erzeugte Unwucht a ergibt zusammen mit u eine Resultierende, die die Lage des Punktes B bestimmt, welcher bedingungsgemäss ein gleiches Drehmoment wie die Bohrung A    verursachen   soll. Der Resultierenden wirkt somit die    Kraft   b entgegen.    Als   Restunwucht verbleibt    uH,   welche sich zu 
 EMI2.35 
 der mittleren natürlichen oder zu    23,611/9   der tatsächlichen Unwucht u ergibt.

   Wie bereits erwähnt wurde und aus dem Diagramm klar ersichtlich ist, verbleibt der    Unwuchtrest   UR immer in Richtung zur    Bohrung   B. Erfindungsgemäss dient diese daher als Bezugspunkt für den weiteren Fortgang des Verfahrens. Etwa rechtwinklig zu ihr wird durch die Bohrung C eine Kraft c    hervorgerufen,   welche zusammen mit der Restkomponente    uss   eine Resultierende gibt, die die Lage der    Ausgleichsbohrung   D bestimmt. Der Endfehler, der in Richtung zum Punkt D verbleibt, ist mit    ui,'   bezeichnet. Der Kurvenverlauf des    Restunwuchtfehlers      uR   ist am Kräftekreis aussen angetragen.

   Der Abstand dieser Kurve vom Kräftekreis zeigt den Fehler im Bereich einer natürlichen Unwucht vom Wert null und dem Fünffachen der mittleren natürlichen Unwucht. Die Kurve wurde bis zu diesem übertrieben grossen    Unwuchtfehler   angedeutet, um den Fehler überhaupt erkennbar machen zu können. 



  Rechnerisch lässt sich dieser Fehler bestimmen durch 
 EMI2.46 
 d soll dabei die durch die Bohrung D erzeugte Kraft sein. Da bedingungsgemäss a = b und c = d, ergibt sich 
 EMI2.47 
    Nimmt   man, wie im Diagramm gezeigt, an, dass a = b = c = d, so erhält man 
 EMI2.49 
 Setzt man zur Ermittlung des Fehlers in % u = 100, so ergibt sich dieser, jeweils bezogen auf die natürliche vorhandene Unwucht bei einem Verhältnis von u : a = 1: 4 zu: 
 EMI2.50 
 und bei der doppelten mittleren Unwucht, bezogen auf die mittlere Unwucht    .@   2,8    11/n.   



  Der Wahl des Verhältnisses von u: a sind einerseits durch den Endfehler nach unten, anderseits durch eventuelle Reibungsfehler nach oben Grenzen gesetzt. Wie bereits bei dem eingangs erwähnten gekannten Verfahren hat sich auch hier ein Verhältnis u : a = 1 : 4 als Optimum erwiesen. Die resultierende Restunwucht    "R   in Prozenten von der mittleren natürlichen Unwucht ist in    Fig.   3 als Kurve eingetragen. Aus dieser ist zu ersehen, dass die verfahrensabhängigen Fehler    derart   klein sind, dass sie gegenüber den andern Fehlern, wie sie durch Reibung, nachträgliches    Spiralaufsetzen   und dergleichen gegeben sind, ohne weiteres vernachlässigt werden können. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Auswuchten von Uhren-Un- ruhen, bei dem man die Unruh in ihre Schwerpunktlage einpendeln lässt und ausserhalb der Schwerpunktlinie eine künstliche Unwucht herbeiführt, die Unruh wieder einpendeln lässt und alsdann in der resultierenden Schwerpunktlinie eine Ausgleichun- wucht von gleich grossem Drehmoment wie dasjenige der erstgenannten Unwucht erzeugt, dadurch gekennzeichnet, dass die erste künstliche Unwucht (A) etwa rechtwinklig zur Schwerpunktlinie (u) der natürlichen Unwucht erzeugt wird und die Ausgleichunwucht (B) als Bezugspunkt für die Erzeugung weiterer Unwuchten benutzt wird,
    indem man etwa rechtwinklig dazu wiederum eine künstliche Unwucht (C) erzeugt und erst danach die Unruh erneut ein- pendeln lässt, um sie in der aus dem Unwuchtrest und der künstlichen Unwucht (C) ergebenden Resultierenden mit einer Ausgleichunwucht (D) zu versehen, die gleich gross ist wie die vorgenannte Unwucht (C). UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehmoment der dritten künstlichen Unwucht (C) und der Ausgleichunwucht (D) kleiner als das der zuerst erzeugten Unwuchten (A, B), jedoch mindestens doppelt so gross wie das der zuerst erhaltenen Restunwucht (UR) gewählt wird.
CH336009D 1955-02-19 1956-02-17 Verfahren zum Auswuchten von Uhren-Unruhen CH336009A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3695032A (en) * 1971-06-07 1972-10-03 Bunker Ramo Isochronal correction system

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