CH336080A - Verfahren zur Herstellung von Tropin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tropin-Derivaten

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CH336080A
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nortropinone
hydrogen
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iii
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Stoll Arthur Dr Prof
Ernst Dr Jucker
J Dr Lindenmann Adolf
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Sandoz Ag
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      Verfahren    zur     Herstellung    von     Tropin-Derivaten       Es wurde gefunden, dass man zu     Tropinen    der  Formel I  
EMI0001.0005     
    worin     Ri    Wasserstoff oder eine höchstens drei       Kohlenstoffatome    enthaltende     Alkoxygruppe,        R2     Wasserstoff oder einen höchstens drei Kohlenstoff  atome enthaltenden     Alkylrest    oder eine     Arylgruppe     bedeuten, gelangen kann,

   indem man einerseits die       Ketogruppe    von     Nortropinonen    der Formel     II     
EMI0001.0015     
    worin     R1    obige Bedeutung besitzt, zur     CHOH-          Gruppe    reduziert, und anderseits deren sekundäre       Aminogruppe    mit einem Aldehyd der Formel     III          R2CHO        III     reduktiv     alkyliert.     



  Gegenstand früherer Patente (Schweizer Patente       Nrn.304716    vom 31. 1. 1955, 315588 vom 3l.8.  1956 und 324191 vom 15.9. 1957) war die Her  stellung von     Tropinon-Derivaten,    darunter solchen  der Formel IV  
EMI0001.0026     
    durch Kondensation von     Succindialdehyd,        Äpfel-          säure-dialdehyd    oder     O-Alkyl-äpfelsäure-dialdehyden     mit     Acetondicarbonsäure    und     primären    Aminen.

    Auch die Reduktion dieser     Tropinon-Derivate    zu  den entsprechenden     Tropinen    ist schon bekannt  (Schweizer Patente     Nrn.325296    vom 31. 10. 1957  und 326779 vom 31. 12. 1957).  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird- beispiels  weise so ausgeführt, dass man ein     Nortropinon    der  Formel     1I    in Gegenwart eines Aldehyds der Formel       III    mit katalytisch erregtem Wasserstoff unter Nor  maldruck oder erhöhtem Druck bei Zimmertem  peratur oder erhöhter Temperatur behandelt und  das erhaltene     Tropin    der Formel I nach bekannten  Methoden isoliert.  



  Man kann auch in     einer    ersten Stufe das     Nor-          tropinon    der Formel     II    am Stickstoff auf die ge  nannte Art     alkylieren    und in einer zweiten Stufe  das erhaltene     N-Alkyl-nortropinon    zum     N-Alkyl-          nortropin    reduzieren.

   Oder man kann das     Nortro-          pinon    der Formel     II    mit katalytisch erregtem oder       naseierendem    Wasserstoff zum entsprechenden     Nor-          tropin    reduzieren und dieses     anschliessend    durch  reduktive     Alkylierung    der sekundären     Aminogruppe     mittels Wasserstoff und eines Monoaldehyds der  Formel     III    in das gewünschte Endprodukt über  führen.

   3e nachdem, ob man hierbei     in    der ersten  Verfahrensstufe katalytisch erregten oder     nascieren-          den    Wasserstoff     verwendet,    entstehen Verbindungen  der     Tropin-        resp.    der     Pseudotropin-Reihe.     



  Die verfahrensgemäss hergestellten     Tropine    sind  basische Substanzen, die mit Säuren beständige,  kristallisierte Salze und mit     Alkylhalogeniden        quar-          täre        Ammoniumverbindungen        bilden.    Sie dienen als  Zwischenprodukte zur Herstellung von therapeutisch  verwendbaren     Verbindungen,        indem    sie     zum    Bei-      spiel nach dem Verfahren der Schweizer Patente       Nrn.325296    vom 31. 10. 1957 und 326779 vom  31. 12. 1957 zu     Tropeinen        acyliert    werden können.

    Diese zeichnen sich durch starke     spasmolytische,          Scopolamin-Atropin-ähnliche    Wirkung aus.  



  <I>Beispiel 1</I>  Man versetzt eine Lösung von 36,5g     Aceton-          dicarbonsäure,    13,5g     Ammoniumchlorid    und 85 g       Natriumacetat    in 2500     cm3    Wasser mit der salzsauren  Lösung von     Succindialdehyd,    hergestellt durch halb  stündiges Erhitzen von 19,8 g     2,5-Diäthoxy-tetra-          hydrofuran    in 500     cm3        0,1-n.Salzsäure    auf 70 bis  75  und stellt den     pH    der Mischung mit konzentrierter       Salzsäure    auf 4,0 ein.

   Nach dreitägigem Stehen bei  20 bis 25  ist der     pH    der Mischung auf 4,8 ge  stiegen. Man macht mit     Kaliumcarbonat    gegen Lack  mus alkalisch und extrahiert mehrmals mit total  3000     cm3    Chloroform. Der Rückstand des im Va  kuum eingedampften, über Natriumsulfat getrock  neten     Chloroformextraktes    wird in 100     cm3    Äther  aufgenommen und die ätherische Lösung über     Ka-          liumhydroxyd    getrocknet. Man dekantiert ab und  leitet in die Lösung     einen    trockenen Kohlendioxyd  strom ein, worauf     Nortropinon-carbamat    auskristalli  siert.  



       Nortropinon-pikrat:        Zers.    P. 178 bis 180  nach       Umkristallisieren    aus     Aceton/Äther.     



  Man hydriert die Lösung von 1,1g     Nortropinon     und 10     cms        n-Butanol    in 25     cms        abs.    Methanol  mit     Raney-Nickel    (hergestellt aus 4 g     Nickel-Alu-          minium-Legierung)    im     Autoklaven    bei 45  und einem  Anfangsdruck von 60 atü.

   Nach 7 Stunden wird  neuer Katalysator zugesetzt und die Hydrierung  weitere 5 Stunden unter den gleichen Bedingungen       fortgesetzt.    Die vom Katalysator     abfiltrierte    Lösung  hinterlässt nach dem Eindampfen im Vakuum einen  Rückstand, der durch Destillation im Hochvakuum  gereinigt wird. Aus der unter 0,6 mm     Hg    bei 96  bis 99  übergehenden Fraktion wird das     N-Butyl-          nortropin-hydrocblorid    hergestellt, das nach dem       Umkristallisieren    aus     Methanol/Äther    bei 201 bis  203  schmilzt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Man hydriert die Lösung von 1,1g     Nortropinon     und 10 cm- frisch     destilliertem        Benzaldehyd    in  25     cm3        abs.    Methanol mit     Raney-Nickel    (herge  stellt aus 4 g     Nickel-Aluminium-Legierung)    im Auto  klaven während 7 Stunden bei 45  und einem An  fangsdruck von 60 atü. Die vom Katalysator ab  filtrierte Lösung hinterlässt nach dem Eindampfen       im    Vakuum einen Rückstand, der durch Destillation  im Hochvakuum gereinigt wird.

   Die Fraktion mit  dem Siedepunkt 140 bis 145  bei 0,02 mm     Hg    be  steht aus     N-Benzyl-nortropin,    verunreinigt     mit    wenig       N-Benzyl-nortropinon.     



  <I>Beispiel 3</I>  Die Lösung von 1,4 g     Nortropinon-earbamat          in    25     cms        abs.    Methanol wird 10 Minuten auf 40     erwärmt und im     Autoklaven    in Gegenwart von       Raney-Nickel    während 5 Stunden bei 40 bis 45   und einem Anfangsdruck von 60 atü hydriert. Man  dampft die vom Katalysator     abfiltrierte    Lösung im  Vakuum zur Trockne ein, versetzt die Lösung des  Rückstandes in wenig     abs.    Äthanol mit Äther und  fällt das     Nortropin-carbamat    durch Einleiten von  trockenem Kohlendioxyd aus.     Smp.    159 bis 161 .

    Das so erhaltene     Nortropinon-carbamat    zeigt in Mi  schung mit     Nortropin-carbamat,    das durch Oxydation  von     Tropin    mit     Kaliumferricyanid    oder Kaliumper  manganat     (Willstätter,        Ber.    29, 1575 [1896],     Perrine,     J.     Org.        Chem.    16, 1303 [1951]) gewonnen war,  keine Depression des Schmelzpunktes.  



  Man bläst in eine Lösung von 500 mg     Nortro-          pin    in 25     cms        abs.    Methanol in     Gegenwart    von       Raney-Nickel    (hergestellt aus 2 g     Nickel-Aluminium-          Legierung)    mit Hilfe eines trockenen Stickstoffstroms  Formaldehyd (aus 6 g     Paraformaldehyd)    unter Küh  lung mit     Trockeneis/Aceton    ein. Anschliessend wird  bei Zimmertemperatur unter Atmosphärendruck wäh  rend 19 Stunden mit Wasserstoff geschüttelt.

   Die  vom Katalysator     abfiltrierte    Lösung hinterlässt beim  Eindampfen im Vakuum     einen    Rückstand, der direkt  in das Hydrochlorid übergeführt wird.     Zers.P.    280   nach dem     Umkristallisieren    aus     Äthanol/Äther.    Es  handelt sich um     Tropinhydrochlorid,    das in Mischung  mit     Tropin-hydrochlorid,    hergestellt durch Reduk  tion des     Tropinon-Salzes,    keine Depression des  Schmelzpunktes zeigt.  



  <I>Beispiel 4</I>  Man versetzt eine Lösung von 73 g     Aceton-          dicarbonsäure,    27g     Ammoniumchlorid    und 170 g       krist.        Natriumacetat    in 5000 cm, Wasser mit der  salzsauren Lösung von     O-Methyl-äpfelsäure-dialde-          hyd,    hergestellt durch halbstündiges Erhitzen von  40,5 g     2,3,5-Trimethoxy-tetrahydrofuran    in 1000     em3          0,1-n.Salzsäure    auf 70 bis 75 , und stellt den     pH     der Mischung mit konzentrierter Salzsäure auf 4,0  ein.

   Nach dreitägigem Stehen bei 20 bis 25  ist der       p1,    auf 4,7 gestiegen, und die     Kohlendioxyd-Entwick-          lung    hat aufgehört. Man macht mit     Kaliumcarbonat     gegen Lackmus alkalisch, sättigt mit     Kochsalz    und  extrahiert mit total 3000     cm3    Chloroform. Der  Rückstand des im Vakuum eingedampften, über  Natriumsulfat getrockneten     Chloroformextraktes    wird  durch Destillation im Hochvakuum gereinigt.     6-          Methoxy-nortropinon    siedet unter 0,02 mm     Hg    bei  102 bis 104 .  



       Pikrat:        Zers.P.    200 bis 201  nach Umkristalli  sieren aus Methanol.  



  Man     hydriert    die Lösung von 3,1 g     6-Methoxy-          nortropinon    in 20     cm3        abs.    Methanol in Gegenwart  von     Raney-Nickel    während 5 Stunden bei 40 bis  45  unter einem Anfangsdruck von 60 atü. Die  vom Katalysator     abfiltrierte    Lösung wird im Vakuum  eingedampft und der Rückstand in wenig Methanol  und Äther aufgenommen. Man leitet in diese Lö  sung trockenes Kohlendioxyd ein, wobei sich 6-           Methoxy-nortropin-carbamat    abscheidet, das nach       zweimaliger    Wiederholung dieser Operation bei 119  bis 121      schmilzt.     



  Man bläst in eine Lösung von 500 mg     6-Meth-          oxy-nortropin    in 25     cm3        abs.    Methanol in Gegen  wart von     Raney-Nickel    (hergestellt aus 2 g     Nickel-          Aluminium-Legierung)    mit Hilfe eines trockenen  Stickstoffstroms Formaldehyd (aus 6 g     Paraformalde-          hyd)    unter Kühlung mit     Trockeneis/Aceton    ein.  Anschliessend wird bei Zimmertemperatur unter  Atmosphärendruck während 24 Stunden mit Wasser  stoff geschüttelt, wobei etwa 450     cm3    Wasserstoff  aufgenommen werden.

   Die vom Katalysator     abfil-          trierte    Lösung hinterlässt beim Eindampfen im Va  kuum einen öligen Rückstand, der durch Behan  deln mit     methanolischer    Salzsäure in das     6-Meth-          oxy-tropin-hydrochlorid    übergeführt wird.

   Schmelz  punkt 204 bis 206      (Zers.)    nach zweimaligem Um  kristallisieren aus     Methanol/Äther.    Die Substanz ist  identisch mit     6-Methoxy-tropin-hydrochlorid,    herge  stellt durch Reduktion von 6 -     Methoxy    -     tropinon.-          hydrochlorid    und zeigt in Mischung damit keine  Depression des Schmelzpunktes.  



  <I>Beispiel 5</I>  Man     versetzt    eine Lösung von 73g     Acetondi-          carbonsäure,    27g     Ammoniumchlorid    und 170 g  kristallisiertem     Natriumacetat    in 5000     cm3    Wasser  mit der salzsauren Lösung von     O-Äthyl-äpfelsäure-          dialdehyd,    hergestellt durch halbstündiges     Erhitzen     von 51 g     2,3,5-Triäthoxy-tetrahydrofuran    in 1000     cm3          0,1-n.Salzsäure    auf 70 bis 75  und stellt den     pH     der Mischung mit konzentrierter Salzsäure auf 4,0  ein.

   Nach dreitägigem Stehen bei 20 bis 25  ist  der PH der Mischung auf 4,9 gestiegen. Man macht  mit     Kaliumcarbonat    gegen Lackmus alkalisch und       extrahiert    mit total 3000     cm3    Chloroform. Der  Rückstand des im Vakuum eingedampften, über  Natriumsulfat getrockneten     Chloroformextraktes     wird durch Destillation im Hochvakuum gereinigt.       6-Äthoxy-nortropinon    siedet unter 0,01 mm     Hg    zwi  schen 95 und 105 .  



       6-Äthoxy-nortropinon-pikrat:        Zers.P.    174-175   nach     Umkristallisieren    aus Methanol.  



  Man hydriert die Lösung von 9 g     6-Äthoxy-          nortropinon    in 50     cm3        abs.    Äthanol in Gegenwart  von     Raney-Nickel    während 5 Stunden bei 40 bis  45  unter einem Anfangsdruck von 60 atü. Die vom  Katalysator     abfiltrierte    Lösung wird im Vakuum  eingedampft und der Rückstand durch Destillation  im Hochvakuum gereinigt.  



       6-Äthoxy-nortropin    siedet bei 0,02 mm     Hg     zwischen 100 und 120 .  



  Man bläst in eine Lösung von 500 mg     6-          Äthoxy-nortropin    in 25     cm3        abs.    Äthanol in Gegen  wart von     Raney-Nickel    (hergestellt aus 2 g     Nickel-          Aluminium-Legierung)    mit Hilfe eines trockenen  Stickstoffstroms Formaldehyd (aus 6 g     Paraformalde-          hyd)    unter Kühlung mit     Trockeneis/Aceton    ein. An  schliessend wird bei Zimmertemperatur unter Atmo-         sphärendruck    während 24 Stunden mit Wasserstoff  geschüttelt, wobei etwa 350     cm3    Wasserstoff auf  genommen werden.

   Die vom Katalysator     abfiltrierte     Lösung hinterlässt beim Eindampfen im Vakuum  einen Rückstand, der in 20     cm3        abs.    Äthanol auf  genommen und durch Tierkohle filtriert wird. Aus  dem     Eindampfrückstand    der     Äthanollösung    wird  durch Behandeln mit     Methylbromid    direkt das       kristallisierte        6-Äthoxy-tropin-brommethylat    herge  stellt.

       Schmelzpunkt    nach dreimaligem     Umkristalli-          sieren    aus Äthanol 226 bis 227      (Zers.).    Die Sub  stanz ist identisch mit     6-Äthoxy-tropin-brommethylat,     hergestellt aus     6-Äthoxy-tropinon    durch Reduktion  und anschliessende     Quartärisierung    und zeigt in Mi  schung damit keine Depression des Schmelzpunktes.

    <I>Beispiel 6</I>  Man schüttelt die Lösung von 500 mg     6-Meth-          oxy-nortropin    (hergestellt durch katalytische Hy  drierung von     6-Methoxy-nortropinon,    wie in Bei  spiel 4 beschrieben) und 5 g     n-Butanol    in 25     cm3          abs.    Methanol in Gegenwart von     Raney-Nickel     (hergestellt aus 2 g     Nickel-Aluminium-Legierung)     während 24 Stunden bei     Zimmertemperatur    und  Atmosphärendruck mit     Wasserstoff.    Die vom Kataly  sator     abfiltrierte    Lösung hinterlässt nach dem Ein  dampfen im Vakuum einen Rückstand,

   der durch  Destillation im Hochvakuum     gereinigt    wird.     N-Butyl-          6-methoxy-nortropin    siedet unter 0,25 mm     Hg    bei  110 bis 115 . Durch Behandeln mit     Methylbromid     wurde     N-Butyl    - 6 -     methoxy-nortropin-brommethylat     hergestellt.

       Schmelzpunkt    177 bis l78      (Zers.)    nach       Umkristallisieren    aus     Methanol/Äther.    Die Substanz  ist identisch mit     N-Butyl-6-methoxy-nortropin-brom-          methylat,    hergestellt aus     N-Butyl-6-methoxy-nortro-          pinon    durch Reduktion und anschliessende     Quartäri-          sierung,    und zeigt in Mischung damit keine Depres  sion des Schmelzpunktes.  



  <I>Beispiel 7</I>  Man schüttelt die Lösung von 500 mg     6-Meth-          oxy-nortropin    (hergestellt durch katalytische Hydrie  rung von     6-Methoxy-nortropinon,    wie in Beispiel 4  beschrieben) und 5     cms    frisch destilliertes Benz  aldehyd in 25     cm3        abs.    Methanol in Gegenwart  von     Raney-Nickel    (hergestellt aus 2 g     Nickel-Alu-          minium-Legierung)

          während    20 Stunden bei Zimmer  temperatur und     Atmosphärendruck    mit     Wasserstoff.     Die vom Katalysator     abfiltrierte    Lösung hinterlässt  nach dem Eindampfen im Vakuum einen Rück  stand, der durch Destillation im Hochvakuum ge  reinigt wird.     N-Benzyl-6-methoxy-nortropin    siedet  unter 0,02 mm     Hg    bei 118 bis 133 .  



  <I>Beispiel 8</I>  In die siedende Lösung von 4,1 g     6-Methoxy-          nortropinon    in 60     cms        abs.    Äthanol werden unter  Rühren     portionenweise    4 g Natrium eingetragen.  Man destilliert hierauf das Reaktionsgemisch mit      Wasserdampf und extrahiert den mit Kochsalz ge  sättigten Rückstand mit total 400     cm3        Chloroform.     Der     Eindampfrückstand    des über Natriumsulfat ge  trockneten     Chloroformextraktes    wird im Hoch  vakuum destilliert.

   Siedepunkt des 6 -     Methoxy-          pseudo-nortropins    110 bis 120  unter 0,4 mm     Hg.     



  Man bläst in die Lösung von 700 mg     6-Meth-          oxy-pseudo-nortropin    in 25     cm3        abs.    Methanol in       Gegenwart    von     Raney-Nickel    (bereitet aus 2 g     Nickel-          Aluminium-Legierung)    mit Hilfe eines trockenen  Stickstoffstroms Formaldehyd (aus 6 g     Paraform-          aldehyd)    unter Kühlung mit     Trockeneis/Aceton    ein  und schüttelt während 15 Stunden bei Zimmertem  peratur unter Atmosphärendruck mit     Wasserstoff,

       wobei etwa 350     em3    Wasserstoff aufgenommen  werden. Die vom Katalysator     abfiltrierte    Lösung  wird im Vakuum eingedampft und aus dem Rück  stand, nach Reinigung durch Destillation im Hoch  vakuum, mit     Methylbromid    direkt das     6-Methoxy-          pseudo-tropin-brommethylat    hergestellt, das nach  dreimaligem     Umkristallisieren    aus     Methanol/Äther     bei 271 bis 274  unter Zersetzung     schmilzt    und in  Mischung mit     6-Methoxy-pseudo-tropin-brommethy-          lat,

      hergestellt aus     6-Methoxy-tropinon    durch Re  duktion mit Natrium und Äthanol und anschliessende       Quartärisierung,    keine Depression des Schmelzpunk  tes zeigt.  



  <I>Beispiel 9</I>  Man bläst in eine Lösung von 2,0 g     Nortropinon     in 100     cm3        abs.    Methanol mit Hilfe eines trockenen  Stickstoffstroms Formaldehyd (aus 24 g     Paraform-          aldehyd)    unter Kühlung mit     Trockeneis/Aceton    ein  und gibt     Raney-Nickel    zu (hergestellt aus 8 g Nickel  Aluminium-Legierung). Anschliessend wird bei Zim  mertemperatur unter Atmosphärendruck während  18 Stunden mit Wasserstoff geschüttelt.

   Die vom  Katalysator     abfiltrierte    Lösung hinterlässt beim Ein  dampfen im Vakuum einen öligen Rückstand, der  im Vakuum     destilliert    wird, wobei     zvrischen   <B>110</B> bis  l15  bei 13 mm     Hg        Tropinon    als hellgelbes, dünn  flüssiges Öl übergeht. Zur Identifizierung wird das  Hydrochlorid hergestellt. Schmelzpunkt 188 bis  190  aus Alkohol/Äther.  



  Die Substanz ist identisch mit     Tropinon-hydro-          chlorid,    hergestellt aus     Succindialdehyd,        Methyl-          amin    und     Aeetondicarbonsäure,    und     zeigt    in Mi  schung damit keine Depression des     Schmelzpunktes.     



  Das erhaltene     Tropinon-hydrochlorid    wird in  Methanol mit     Raney-Nickel    bei 45  und einem  Anfangsdruck von 60     at.    während 5 Stunden hy  driert.  



  Nach     Abfiltrieren    vom Katalysator wird das Lö  sungsmittel im Vakuum entfernt und das     Tropin-          hydrochlorid    aus     Äthanol/Äther    zur Kristallisation  gebracht.     Schmelzpunkt    278 bis 281      (Zers.).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Tropinen der Formel<B>1</B> EMI0004.0064 worin R1 Wasserstoff oder eine höchstens drei Kohlenstoffatome enthaltende Alkoxygruppe, R2 Wasserstoff oder einen höchstens drei Kohlenstoff atome enthaltenden Alkylrest oder eine Arylgruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man einer seits die Ketogruppe eines Nortropinons der Formel 1I EMI0004.0076 zur CHOH-Gruppe reduziert, und anderseits dessen sekundäre Aminogruppe mit einem Aldehyd der Formel III R,CHO III reduktiv alkyliert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Nortropinon der Formel 1I EMI0004.0085 in Gegenwart eines Aldehyds der Formel III R,CHO III mit katalytisch erregtem Wasserstoff behandelt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Nortropinon der Formel II EMI0004.0091 in Gegenwart eines Aldehyds der Formel III R2CH0 III mit katalytisch erregtem Wasserstoff behandelt und die Ketogruppe des erhaltenen N-Alkyl-nortro- pinons der Formel IV EMI0004.0098 anschliessend zur sekundären Alkoholgruppe redu ziert. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Nortropinon der Formel II EMI0005.0003 mit nascierendem oder katalytisch erregtem Wasser stoff zu einem Nortropin der Formel V EMI0005.0007 reduziert und dieses anschliessend in Gegenwart eines Aldehyds der Formel III R2CH0 III mit katalytisch erregtem Wasserstoff behandelt.
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