CH336913A - Verfahren zur Beschränkung des magnetischen Streuflusses in magnetischen Systemen mit konstanter Polarität und magnetisches System zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Beschränkung des magnetischen Streuflusses in magnetischen Systemen mit konstanter Polarität und magnetisches System zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Beschränkung des magnetischen Streuflusses in magnetischen Systemen mit konstanter Polarität und magnetisches System zur Durchführung dieses Verfahrens Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beschränkung des magnetischen Streuflusses in magnetischen Systemen mit konstanter Polarität und ein magnetisches System zur Durchführung dieses Verfahrens. Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich sowohl für elektromagnetische als auch für permanente magnetische Kreise. Es ist oft notwendig, den magnetischen Streufluss soweit als möglich einzuschränken. Bei elektrischen Dynamos soll sich z. B. der weitgehend grösste Teil des magnetischen Flusses über den Rotor und bei magnetischen Systemen für Lautsprecher über den Luftspalt schliessen, um auf die Schwingspule zu wirken. Bisher wird jedoch bei solchen Systemen der aktive magnetische Fluss durch den Streufluss erheblich herabgesetzt. Gemäss der Erfindung wird nun eine erhebliche Beschränkung des Streuflusses dadurch erzielt, dass in den Raum, durch den der Streufluss fliessen könnte, ein Körper mit hoher Koerzitivkraft gelegt wird, der derart magnetisiert ist, dass sein magnetisches Kraftfeld gegen das genannte Streufeld wirkt. Die Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben. Das in der Zeichnung dargestellte Beispiel bezieht sich auf ein magnetisches System für Lautsprecher. Es ist aber für den Fachmann klar, dass der Bereich der Erfindung durch dieses Beispiel nicht erschöpft ist. Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch ein magnetisches System, welches in einem zylindrischen, magnetisch weichen, ferromagnetischen Gehäuse 1 gehalten wird. In diesem Gehäuse befindet sich ein zylindrischer aktiver magnetischer Körper 2 mit konstanter magnetischer Polarität, z. B. aus Aluminium-Nickel-Stahl oder aus Aluminium-Nickel- Kobalt-Stahl und deren Legierungen. Auf diesen Kör- per ist ein Zapfen 3 aus magnetisch weichem Material aufgesetzt, der im Gehäuse 1 durch eine Einlage 4, welche aus magnetisch hartem Material hergestellt ist und also eine hohe Koerzitivkraft besitzt, zentriert gehalten wird. Diese Einlage 4 zentriert gleichzeitig auch den Körper 2. Das Gehäuse ist im dargestellten Beispiel durch einen magnetisch weichen Deckel 5 abgeschlossen. Gemäss dem Stand der Technik wurde bisher ein nichtmagnetisches Material für die Einlage 4 verwendet, um einen Kurzschluss des magnetischen Flusses zu vermeiden. Der magnetische Kraftfluss läuft in einem solchen System vom Körper 2 durch das Gehäuse 1, den Deckel 5, über den Luftspalt 7, in dem sich z. B. eine Schwingspule befindet, und durch den Zapfen 3 in den Körper 2 zurück. Es sei angenommen, dass die Polarität des Körpers 2 wie in der Figur angedeutet ist, d. h. der Nordpol N ist unten und der Südpol S oben. Da das Gehäuse und der Deckel aus magnetisch weichem Material hergestellt sind, überträgt sich der Nordpol des Körpers 2 in den Deckel nach oben, während der Zapfen einen Südpol bildet, so dass zwischen dem Zapfen und dem Deckel ein starkes magnetisches Feld besteht. Infolgedessen wird ein beträchtlicher Teil des magnetischen Flusses von dem Luftspalt 7 abgelenkt und in die Einlage 4 verstreut. Dieser Teil des magnetischen Flusses stellt den grössten Teil des magnetischen Streuflusses dieses Systems dar, welcher gemäss der Erfindung erheblich beschränkt werden kann. Gemäss der Erfindung ist nämlich beim dargestellten Beispiel die ringförmige Einlage 4 aus magnetisch hartem Material derart polarisiert, dass ihr Kraftfeld gegen das Streufeld zwischen Deckel und Zapfen wirkt. Diese Einlage ist derart magnetisiert, <Desc/Clms Page number 2> dass einer ihrer Pole, und zwar der, welcher dieselbe Polarität wie der Zapfen 3 besitzt, an der Stelle liegt, an der die Einlage den Zapfen bzw. den Körper 2 berührt, d. h. an der Innenfläche der Einlage. Der zweite Pol der Einlage, und zwar der, welcher dieselbe Polarität wie der Deckel 5 besitzt, liegt an der Berührungsstelle der Einlage mit dem Deckel bzw. mit dem Gehäuse, d. h. an der Aussenfläche der Einlage. Bei einer derartigen Anordnung des magnetischen Systems kann sich also der Streufluss bloss über den kleinen Raum 6, unterhalb des Luftspaltes 7, der als Bewegungsraum für die Schwingspule dient, schlie- ssen, er ist aber von dem Raum, in dem die Einlage 4 liegt, ausgeschlossen. Der magnetische Fluss läuft nun also grösstenteils über den Luftspalt 7, und das Streufeld ist auf diese Weise erheblich herabgesetzt. Die Einlage 4 wird vorteilhafterweise aus zwei oder mehreren Teilen hergestellt, um ihr Einsetzen in das System zu erleichtern, wie im weiteren erklärt wird. Das System wird folgendermassen magnetisiert: Vor allem wird der Körper 2, der Zapfen 3 und eventuell eine Ersatzeinlage an Stelle der Einlage 4 in das Gehäuse gesetzt und der Deckel 5 aufgesetzt. Nun wird dieses System in üblicher Weise zwischen den Backen eines Magnetisierungsapparates voll magnetisiert. Der Körper 2 erhält eine permanente Magnetisierung, welche sich in das magnetisch weiche Gehäuse 1, in den magnetisch weichen Deckel 5 und in den magnetisch weichen Zapfen 3 überträgt. Nun soll die gemäss der Erfindung entgegengesetzt polarisierte Einlage 4 aus magnetisch hartem Material eingesetzt und die eventuell vorher eingesetzte Ersatzeinlage entfernt werden. Zu diesem Zweck ist es notwendig, den Deckel 5 abzuheben. Dies würde aber den magnetischen Kreis unterbrechen, wodurch die Remanenz des aktiven Körpers 2 herabgesetzt würde. Um dies zu vermeiden, wird ein nicht dargestellter magnetischer Ersatzkreis angeordnet, z. B. dadurch, dass in den Luftspalt 7 eine nichtmagnetische Zentrierhülse eingesetzt wird, in die ein magnetisch weicher Körper hineingelegt wird, der den magnetischen Kreis zwischen den Magnetisierungs- backen und dem Gehäuse schliessen kann. Dadurch wird nach Abheben des Deckels 5 ein Ersatzkreis für den magnetischen Fluss gebildet, so dass die Remanenz des Körpers 2 nicht herabgesetzt wird. Nun wird die Ersatzeinlage entfernt, und an ihrer Stelle wird die richtig polarisierte Einlage 4 hineingelegt. Der Deckel 5 wird dann wieder aufgesetzt und der Ersatzkreis entfernt. Die Magnetisierung ist nun beendet und das System besitzt einen minimalen Streufluss. Dasselbe Verfahren kann auch bei andern Geräten, z. B. bei Relais, Dynamos usw., angewendet werden, wenn der magnetische Fluss im höchsten Masse ausgenutzt oder ein unerwünschtes Streufeld unterdrückt werden soll.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Beschränkung des magnetischen Streuflusses bei einem magnetischen System mit konstanter Polarität, dadurch gekennzeichnet, dass in den Raum, durch den der Streufluss fliessen könnte, ein Körper mit hoher Koerzitivkraft gelegt wird, des derart magnetisiert ist, dass sein magnetisches Kraftfeld gegen das genannte Streufeld wirkt. II. Magnetisches System, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, z.B. für elektroakustische Wandler, dadurch gekennzeichnet, dass es einen permanent magnetisierten Körper (2) aus magnetisch hartem Material enthält, der in einem Gehäuse (1) aus magnetisch weichem Material gelagert ist und einen Zapfen (3) aus magnetisch weichem Material trägt, wobei der Körper (2) und der Zapfen (3) durch eine Einlage (4) aus magnetisch hartem Material im Gehäuse (1) zentriert sind und das System durch einen Deckel (5) aus magnetisch weichem Material abgeschlossen ist, der zwischen dem Zapfen (3) einen Luftspalt (7) lässt und die Einlage (4) derart magnetisiert ist, dass ihr Kraftfeld gegen das genannte Streufeld zwischen dem Deckel (5) und dem Zapfen (3) bzw. Gehäuse (1) und Körper (2) wirkt.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetische System zuerst ohne den entgegengesetzt polarisierten Körper (4) mit hoher Koerzitivkraft magnetisiert wird, worauf dann unter Anwendung eines magnetischen Hilfskreises beim unterbrochenen Hauptkreis der entgegengesetzt polarisierte Körper in seine Lage gebracht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS336913X | 1954-08-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH336913A true CH336913A (de) | 1959-03-15 |
Family
ID=5452256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH336913D CH336913A (de) | 1954-08-18 | 1955-08-05 | Verfahren zur Beschränkung des magnetischen Streuflusses in magnetischen Systemen mit konstanter Polarität und magnetisches System zur Durchführung dieses Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH336913A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1130517B (de) * | 1959-12-22 | 1962-05-30 | Baermann Max | Magnetanordnung fuer Grosswinkel-Drehspulmessinstrumente |
-
1955
- 1955-08-05 CH CH336913D patent/CH336913A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1130517B (de) * | 1959-12-22 | 1962-05-30 | Baermann Max | Magnetanordnung fuer Grosswinkel-Drehspulmessinstrumente |
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