Flugschulungsgerät Diese Erfindung bezieht sich auf ein Flugschulungs- gerät und betrifft eine weitere Ausbildung der im Patentanspruch des Schweizer Patentes Nr. 330365 definierten Einrichtung.
Gegenstand des Hauptpatentes bildet ein Flug schulungsgerät, welches dem Schüler ein Bild eines Objekts vermittelt, wie es sich von einem Flugzeug aus darbieten würde. Kennzeichnend für dieses Gerät ist eine Nachbildung des Objekts, eine zum Abtasten von mindestens einem Teil der Nachbildung eingerichteten Fernsehkamera mit beweglicher Lichtablenkungsvor- richtung, um eine Abtastung der Nachbildung in einem weiten Winkelbereich zu erzielen.
Ferner sind Mittel vorhanden für eine Relativbewegung zwischen der Kamera und der Nachbildung sowie ein zum Empfang von Signalen von der Kamera und zur Wie dergabe eines entsprechenden Bildes auf einem Schirm eingerichteter Fernsehempfänger mit beweglicher Licht ablenkvorrichtung zur Erzielung einer sich auf einen weiten Winkelbereich erstreckenden Wiedergabe auf dem Schirm.
Die vorliegende Erfindung bezweckt hauptsächlich die Schaffung eines Gerätes, welches das Üben der Abfangjagd am Boden ermöglicht.
Die Erfindung besteht darin, dass die Nachbildung des Objekts um mindestens eine Achse schwenkbar ist und dass Antriebsmittel zur Erzeugung dieser Schwenk bewegungen vorhanden sind.
Um die Erfindung besser verständlich zu machen, wird im nachstehenden ein Ausführungsbeispiel be schrieben und an Hand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In den Zeichnungen sind: Fig. 1 eine Gesamtansicht der Einrichtung zur Ver stellung eines Kamera-Aggregats in bezug auf ein Modell eines andern Flugzeuges, in Übereinstimmung mit der errechneten Relativbewegung zwischen den Flugzeugen, Fig. 2 eine Einrichtung zur Verstellung einer Ab tastvorrichtung innerhalb des Kamera-Aggregats in Flugrichtung, Steigungs- bzw. Fallrichtung und Nei gung; Fig. 3 zeigt das Modell des andern Flugzeuges und die Mittel, die demselben die Winkelbewegungen er teilen, in vergrössertem Massstab.
Wie im Hauptpatent, entspricht der Pilotensitz des Flugzeugschulungsgerätes mit seinen Steuerungsor ganen demjenigen eines richtigen Flugzeuges, in wel chem Steuereinrichtungen angeordnet sind, deren Be tätigung den Flug des Flugzeuges beeinflussen.
Wie im Hauptpatent eingehender beschrieben, ist das Kamera-Aggregat 8 auf einem Gerüst angeordnet, welches mit drei zueinander senkrecht gelegenen, durch elektrische Motoren 9, 17 und 22 angetriebene Füh- rungsschraubenspindeln 10, 14 und 23 versehen ist, so dass der Kamera Linearbewegungen nach jeder Richtung erteilt werden können. Überdies kann die Kamera durch einen Nachstellmotor 26 in Überein stimmung mit Änderungen der errechneten Flugrich tung um eine vertikale Achse gedreht werden, und der Abtastvorrichtung 33 im Kamera-Aggregat 8 (Fig. 2) können mit Hilfe der Nachstellmotoren 28 bzw.
31 Winkelbewegungen um Axen erteilt werden, die der Quer- und der Längsachse des Flugzeuges entsprechen, in dem der Schüler sitzt.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel repräsen tieren die die Motoren 9, 17 und 22 steuernden elek trischen Signale drei senkrecht zueinander liegende Komponenten der Relativgeschwindigkeit des vom Schüler gesteuerten Flugzeuges in bezug auf ein zweites, durch ein Modell 80 nachgebildetes Flugzeug, das keiner Ortsveränderung unterliegt.
Das Modell 80 ist in seinem Schwerpunkt auf einem am Ende einer Welle 81 befindlichen Drehpunkt gelagert, welcher durch eine in einer Lagerpfanne ge- lagerten Nadelspitze gebildet wird. Die Welle 81 ist um ihre Längsachse drehbar und wird über das Getriebe 83 durch ein Nachstellmotor-Aggregat 82 (Fig. 1) an getrieben, welches durch elektrische Signale gesteuert wird, die den Flugkurs des durch das Modell nach gebildeten Flugzeuges repräsentieren. Im Innern des Modells (Fig. 3) ist ein Kreuz angeordnet, dessen Mitte mit dem Drehpunkt 84 zusammenfällt und an dessen Enden Saiten 86 und 87 befestigt sind.
Die Saite 86, deren Enden an den mit der Querachse des Flugzeugmodells zusammenfallenden Armen des Kreu zes befestigt sind, läuft vom einen Arm des Kreuzes um die Rollen 88, 89 und 90 zum gegenüberliegenden Arm des Kreuzes. Die Rolle 89 wird durch den Motor 91 angetrieben, der durch elektrische Signale gesteuert wird, welche den Querneigungswinkel des durch das Modell dargestellten Flugzeuges repräsentieren. Die Saite 87, deren Enden an den in der Längsachse des Flugzeugmodells liegenden Armen des Kreuzes be festigt sind, laufen vom einen Arm über die Rollen 92, 93 und 94 zum gegenüberliegenden Arm des Kreuzes. Die Rolle 93 wird durch den Motor 95 angetrieben, der durch elektrische Signale beaufschlagt wird, die den Längsneigungswinkel des Flugzeugmodells reprä sentieren.
Auf diese Weise werden dem Flugzeugmodell Winkelbewegungen in Übereinstimmung mit der Flug richtung dem Querneigungswinkel und dem Längs neigungswinkel des Flugzeuges erteilt.
Die Flugzeugneigungs- und Flugrichtungssignale für das Flugzeugmodell mit den die Geschwindigkeit repräsentierenden Signalen zusammen können z. B. mittels Potentiometern direkt gesteuert oder aber einer Programmsteuereinrichtung (beispielsweise einem Magnetband, auf welchem der Verlauf eines Fluges registriert wurde) oder auch den Steuerbewegungen eines zweiten Flugzeugmodells entnommen werden.
Um Kollisionen der Kamera mit ihrem Traggestell oder dem Modell und dessen Traggestell zu vermeiden, können Begrenzungskontakte derart angebracht wer den, dass eine Betätigung derselben durch die den Führungsspindeln entlang laufenden, mit Mutterge winde versehenen Fussklötzen erfolgt, wenn sich die beiden Gestelle einander zu stark nähern sollten. Die Betätigung der Begrenzungskontakte unterbricht die Energiezufuhr zu den Motoren und verhindert weitere Verschiebung des Kamera-Aggregats.
Die Welle 81 und die Steuersaiten sind matt schwarz, um die Möglichkeit deren Wiedergabe auf dem Bildschirm möglichst zu vermeiden.
Mit dem auf die oben beschriebene Weise ange ordneten Modell ist dasselbe nicht vollständig kunst- flugfähig, d. h. es ist nicht um 360' drehbar. Das Modell kann aber dadurch vollständig kunstflugfähig gemacht werden, indem es in einem drehbaren und universell schwenkbaren Ring angeordnet wird, was aber zu komplizierten Einrichtungen führt, wenn die Wiedergabe der Tragvorrichtungen auf dem Bild schirm vermieden werden soll.
Die Bildsignale der Kamera dienen zur Steuerung einer Einrichtung zur Projektion eines Bildes auf einen für den Pilotenschüler sichtbaren Schirm. Diese Ein richtung ist im Hauptpatent eingehend beschrieben.