CH337832A - Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Alkoholen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Alkoholen

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CH337832A
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acetylene
unsaturated
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unsaturated alcohols
ketone
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Donald Surmatis Joseph
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Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B9/00Essential oils; Perfumes
    • C11B9/0007Aliphatic compounds
    • C11B9/0015Aliphatic compounds containing oxygen as the only heteroatom

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Description


  Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Alkoholen    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von ungesättigten Alkoholen, wel  ches dadurch gekennzeichnet ist, dass man an ein  ungesättigtes     Keton    der Formel  
EMI0001.0002     
    in welcher R die Gruppe  
EMI0001.0003     
    bedeutet, Acetylen über eine metallorganische Ver  bindung anlagert und das entstandene     Acetylen-          carbinol    an der     Dreifachbindung    partiell hydriert,  wobei ein ungesättigter Alkohol der Formel  
EMI0001.0007     
    gebildet wird.  



  Das als Ausgangsstoff für das vorliegende Ver  fahren in Frage kommende, bisher unbekannte     6,10-          Dimethyl-undecen-(5)-on-(2)    kann wie folgt gewon  nen werden:  Zu 280 g der bekannten Verbindung     3,7-Di-          methyl-octen-(1)-ol-(3)    werden bei Raumtemperatur  unter Rühren 1560     cm3    konzentrierter wässriger  Salzsäure (Konzentration etwa     371/o)    gegeben. Das  Gemisch wird während 1 Stunde gerührt, worauf die  gebildete Ölschicht abgetrennt und zweimal mit  Wasser gewaschen wird.

   Das auf diese Weise erhal  tene organische Produkt besteht zur Hauptsache aus    1 - Chlor - 3,7 -     dimethyl    -     octen-(2);    = 1,4500.  Dieses Produkt wird ohne weitere Reinigung
EMI0001.0016  
   für die  nächste Reaktionsstufe verwendet.  



  127 g     Natriummethylat    und 310 g     Acetessig-          säure-äthylester    werden in 1800     cm3    Benzol ver  rührt. Etwa 200     cm3    des Lösungsmittels     werden.     unter einem verminderten Druck von 100 mm     H-          abdestilliert,    worauf das Reaktionsgemisch auf 20  C  abgekühlt wird. Das     1-Chlor-3,7-dimethyl-octen-(2)     wird dem Reaktionsgemisch im Verlaufe einer  Stunde aus einem Tropftrichter zugesetzt. Hierauf  wird die Temperatur auf 60' C erhöht und während  12 Stunden unter Rühren aufrechterhalten. Das  Gemisch wird dann auf Raumtemperatur abge  kühlt und zweimal mit Wasser gewaschen.

   Das  Lösungsmittel wird im Vakuum abgedampft, wo  durch ein     sirupöser    Rückstand erhalten wird.  



  Dieser Rückstand wird in 1600     cm3        Athyl-          alkohol    gelöst. Der erhaltenen Lösung wird eine  Lösung von 260 g     Kaliumhydroxyd    in 500     cm3     Wasser zugesetzt. Das Gemisch wird während 4  Stunden bei     40-45     C gerührt. Das Reaktions  gemisch wird dann angesäuert, indem im Verlaufe  1     Stunde    400     cm3    wässriger 37     o/oiger    Salzsäure zu  getropft werden. Während des     Ansäuerns    erfolgt  eine heftige Kohlendioxydentwicklung.

   Nachdem  das Reaktionsgemisch während 2 Stunden bei 60  C       gerührt    worden ist, um die     Decarboxylierung        zu     Ende zu führen, wird es abgekühlt und mit 1,5 Li  tern Wasser verdünnt. Die abgeschiedene Ölschicht  wird abgetrennt, worauf die     wässrige    Schicht dreimal  mit je 200 cm?, Benzol extrahiert wird. Das Öl wird  mit den     Benzolextrakten    vereinigt, worauf das  Ganze mit Wasser neutral gewaschen wird. Durch  Fraktionieren des Produktes wird das bei 65 bis  66  C/0,3 mm überdestillierende     6,10-Dimethyl-          undecen-(5)-on-(2)    erhalten;
EMI0001.0044  
   = 1,446.

             Vorteilhaft    erfolgt nach dem erfindungsgemässen  Verfahren die     Anlagerung    des     Ketons    an Acetylen  in flüssigem Ammoniak mittels Natrium, z. B. durch  Auflösen von metallischem Natrium in flüssigem  Ammoniak und Einleiten von Acetylen in die Lö  sung, bis das Natrium in das     Acetylid    übergegangen  ist, worauf das     Keton    in einem     inerten    Lösungsmittel  langsam zugesetzt wird. Das erhaltene     Acetylen-          carbinol    wird nun an der     Dreifachbindung    partiell  hydriert.

   Dies geschieht mit Vorteil katalytisch in Ge  genwart eines mit Blei     desaktivierten        Palladium-          katalysators,    z. B. desjenigen nach     Lindlar        (Helve-          tica        Chimica    Acta 35, 446 [1952]).  



  Die neuen erfindungsgemäss     herstellbaren    unge  sättigten Alkohole weisen bisher unbekannte, neue       Geruchsnüancen    auf und können zur Herstellung  von     Riechstoffgemischen    und     Parfüms    verwendet  werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  In einer     Wolffschen    Flasche wird 1 Liter Ammo  niak     kondensiert.    Dem flüssigen Ammoniak werden  27,6 g (1,2     Mol)    von in kleine Stücke geschnittenem       Natriummetall    zugesetzt. Die erhaltene Lösung       nimmt    eine intensiv blaue Farbe an. In das Reak  tionsgemisch wird mit einer Geschwindigkeit von  etwa 1     Mol    pro Stunde Acetylen, das durch Schwe  felsäure hindurchgeleitet wird, eingeleitet. Nach Ver  schwinden der vom     Natriummetall    herrührenden  blauen Farbe (etwa nach     1i/,1    Stunde) wird noch  während     1/2    Stunde Acetylen eingeleitet.  



  Hierauf wird der     ammoniakalischen        Natrium-          acetylidlösung    eine Lösung von 208 g (1,0     Mol)          6,9,10-Trimethyl-undecadien-(5,9)-on-(2)    in 250     cm3     trockenem Äther tropfenweise im Verlaufe einer  halben Stunde zugesetzt. Während der Zugabe dieser  Lösung und anschliessend noch 3 Stunden länger  wird im Reaktionsgefäss ein leichter Acetylen  überdruck aufrechterhalten. Das Gemisch wird an  schliessend während 15 Stunden     gerührt.     



  Dann wird das Ammoniak durch     Hindurchleiten     von trockenem Stickstoff durch das Reaktions  gemisch abgedampft. Das Gemisch wird durch Ein  tragen in 1500     cm3    verdünnter wässriger Schwefel  säure (hergestellt durch Verdünnen von 50     cm3     konzentrierter Schwefelsäure mit 1500 cm?, Wasser)  abgeschreckt. Die     wässrige    saure Schicht wird zwei  mal mit je 300     cm3    Äther extrahiert, worauf die mit  den Ätherextrakten vereinigte organische Schicht  dreimal mit je 300     cm3    Wasser gewaschen wird. Die  ätherische Lösung wird über     Calciumchlorid    getrock  net und vom Lösungsmittel befreit.

   Der Rückstand  wird durch eine     Vigreux-Kolonne    destilliert. Die bei  121-123  C/0,5-0,7 mm     überdestillierende    Frak  tion, die einen Brechungsindex von     nD    = 1,4787       aufweist,    besteht aus     3,7,10,11-Tetramethyl-dodeca-          dien-(6,10)-in-(1)-ol-(3).    Diese Verbindung besitzt  einen an     Bergamottöl    erinnernden Geruch.  



  181 g (0,77     Mol)        3,7,10,11-Tetramethyl-dodeca-          dien-(6,10)-in-(1)-ol-(3),    gelöst in     Petroläther,    wer  den bei einem Wasserstoffdruck von 1     Atm.    unter    Verwendung von 18 g von 5     o/oigem        Blei-Palladium-          Katalysator    auf     Calciumcarbonat        (Lindlar,        loc.        cit.)     hydriert. Nachdem 16,1 Liter Wasserstoff absorbiert  worden sind,     hört    die Wasserstoffaufnahme auf, wo  bei die Acetylenprobe negativ ausfällt.

   Der Katalysa  tor wird     abfiltriert,    worauf das Lösungsmittel im  Vakuum abgedampft und der Rückstand fraktioniert  wird. Die bei 111-112  C/0,35 mm     überdestillie-          rende        und        einen        Brechungsindex        n25        D        =        1,4788        auf-          weisende    Fraktion besteht zur Hauptsache aus       3,7,10,11-Tetramethyl-dodecatrien-(1,6,10)-ol-(3).     Diese Verbindung besitzt einen an Äpfel und Rosen  erinnernden blumigen und fruchtigen Duft.  



  <I>Beispiel 2</I>  23g     Natriummetall    werden in 1 Liter flüssigem  Ammoniak gelöst. In die gerührte Lösung wird so  lange Acetylen eingeleitet, bis die Farbe der Lösung  von blau nach weiss umgeschlagen hat. In das ge  rührte Reaktionsgemisch wird im Verlaufe einer  Stunde eine Lösung von 163 g     6,10-Dimethyl-          undecen-(5)-on-(2)    in 200     cm3        Diäthyläther    einge  tragen. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch  noch während 3 Stunden gerührt, während ein  schwacher Acetylenstrom eingeleitet wird.

   Dann wird  die Acetylenzufuhr unterbrochen, hingegen das       Rühren    während 15 Stunden     fortgesetzt.    Das Ammo  niak wird     abdestilliert,    worauf der Rückstand im Re  aktionsgefäss mit 2 Litern 5     o/oiger    wässriger Schwefel  säure gewaschen wird. Das gewaschene Produkt wird  dann noch mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem       Calciumsulfat    getrocknet und fraktioniert, um das  bei 93-94  C/0,8 mm überdestillierende und einen  Brechungsindex     n#    von 1,4609 aufweisende     3,7,11-          Trimethyl-dodecen-(6)-in-(1)-ol-(3)    zu erhalten.

   Diese  Verbindung besitzt einen     rosen-    und     lavendelartigen     angenehmen Geruch und eignet sich als Riechstoff  zur Herstellung von Parfüms und parfümierten Ge  mischen.  



  108,2 g (etwa 0,49     Mol)        3,7,11-Trimethyl-dode-          cen-(6)-in-(1)-ol-(3)    werden zusammen mit 12 g  5     o/oigem        Blei-Palladium-Katalysator    auf     Calcium-          carbonat        (Lindlar,        loc.        cit.)    und 150     cm3        Petroläther     in einen mit einem Rührwerk ausgerüsteten Reak  tionskolben eingetragen und bei 25-30 C und  einem Wasserstoffdruck von 1     Atm.    hydriert, bis  0,49     Mol    Wasserstoff verbraucht worden sind.

   Durch  Fraktionieren des     Hydrierungsproduktes    wird das bei  98-100  C/1,0 mm     überdestillierende    und einen  Brechungsindex     n#    von 1,4608 aufweisende     3,7,11-          Trimethyl-dodecadien-(1,6)-ol-(3)    erhalten. Diese  Verbindung besitzt einen an Rosen erinnernden Duft  und eignet sich für die Herstellung von Parfüm-    Stoffen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Al koholen, dadurch gekennzeichnet, dass man an ein ungesättigtes Keton der Formel EMI0002.0114 in welcher R die Gruppe EMI0003.0001 bedeutet, Acetylen über eine metallorganische Ver bindung anlagert und das entstandene Acetylen- carbinol an der Dreifachbindung partiell hydriert, wobei ein ungesättigter Alkohol der Formel EMI0003.0005 gebildet wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Natriumacetylid in flüssi gem Ammoniak auf das Keton einwirken lässt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Partial hydrierung der Dreifachbindung des entstandenen Acetylencarbinols katalytisch in Gegenwart eines mit Blei desaktivierten Palladiumkatalysators erfolgt.
CH337832D 1954-09-15 1955-09-08 Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Alkoholen CH337832A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2015148743A1 (en) * 2014-03-26 2015-10-01 The Procter & Gamble Company Perfume systems

Cited By (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2015148743A1 (en) * 2014-03-26 2015-10-01 The Procter & Gamble Company Perfume systems
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