Verfahren zum Überwachen des Betriebes eines Impulsgenerators Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überwachen des Betriebes eines Impulsgenera- tors und eine Schaltung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Im belgischen Patent Nr. 504604 ist eine Impuls- generatoreinrichtung beschrieben, in welcher sämt liche zur Impulserzeugung benötigten Stromkreise im Doppel vorhanden sind. Dies ist wichtig, wenn man keinen Unterbruch in der Verteilung der erzeug ten Impulse zulassen kann, da ein Fehler in einem Stromkreis nicht zu einem Unterbruch der Impuls lieferung führt, wenn beide identische Hälften des Generators die Belastung normalerweise mit der Hälfte der nötigen Leistung beliefern.
Nur im Falle eines Fehlers in einer Hälfte der Apparatur wird diese Hälfte von der gemeinsamen Belastung abge schaltet, während die andere Hälfte die volle Lei stung an die gemeinsame Belastung abgibt, und zwar während der Zeit, welche nötig ist, um die von einem Fehler befallene Hälfte zu reparieren oder durch eine Ersatzschaltung zu ersetzen.
Der wesentliche Teil jeder Hälfte der Generator ausrüstung ist ein Hauptoszillator, welcher Impulse mit der Periode T erzeugt, welche Impulse ihrerseits dazu verwendet werden, eine Anzahl verschiedener Hilfsimpulse zu erzeugen. Es ist daher wichtig, dass ein Fehler in der Schaltung eines Hauptoszillators unmittelbar festgestellt wird, so dass diese Schaltung von der gemeinsamen Belastung abgeschaltet werden kann, bevor der Fehler irgendeinen unerwünschten Einfluss auf die Form der Impulse ausüben kann, welche weiterhin durch den andern Hauptoszillator geliefert werden.
Eine Möglichkeit zur Feststellung eines Fehlers besteht darin, die von beiden Haupt oszillatoren gelieferten Impulse ständig miteinander zu vergleichen und einen Steuerstromkreis zu beein- flussen, wenn eine Ungleichheit zwischen den ver glichenen Impulsen auftritt.
Eine Steuerschaltung der vorerwähnten Art, wel che im wesentlichen eine Potential-Vergleichsvorrich- tung ist, bildet den Gegenstand des belgischen Paten tes Nr. 504605. Sie besteht aus einer Vorrichtung mit drei stabilen elektrischen Zuständen. Ein stabiler Zustand entspricht dem normalen Betriebszustand, in welchem von beiden Oszillatoren identische Impulse abgegeben werden. Der zweite stabile Zustand ent spricht dem Fall, wo ein Impuls vom ersten Oszilla- tor und gleichzeitig kein Impuls vom zweiten Oszil- lator geliefert wird, während der dritte stabile Zu stand dem umgekehrten Fall entspricht.
Dabei sind die Verhältnisse so, dass eine solche Vergleichsvor richtung, die sich bei gleichen Ausgangssignalen der beiden Oszillatoren im Normalzustand befindet, in diesem Zustand verbleibt, wenn beide Oszillatoren genau im gleichen Zeitpunkt ausfallen, da in letzte rem Falle ihre Ausgangssignale weiterhin überein stimmen. Eine derartige Möglichkeit liegt jedoch so fern, dass die Einrichtung in dieser Beziehung als absolut zufriedenstellend zu betrachten ist. Wenn beide Oszillatoren gleichzeitig ausfallen, so ist dies praktisch dem Ausfall der gemeinsamen Speisung zuzuschreiben, welcher sich durch andere über wachungsmittel feststellen lässt.
Die vorstehend kurz beschriebene Vergleichs vorrichtung hat jedoch den folgenden Nachteil: Wenn infolge eines Fehlers in einer Oszillator- schaltung die durch diesen Oszillator gelieferten Im pulse länger werden als die durch den zweiten Oszil- lator gelieferten Impulse, kann man veranlassen, dass die Vergleichsvorrichtung in einen ihrer Arbeitszu stände übergeht, wodurch angezeigt wird, dass der erste Oszillator von einem Fehler befallen ist, und einen Alarm auslösen und ferner die Abschaltung des defekten Oszillators von der gemeinsamen Bela stung bewirken.
Wenn jedoch ein Fehler in der zweiten Oszillatorschaltung auftritt, welcher sich der art auswirkt, dass die Länge der durch diesen Oszil- lator gelieferten Impulse kürzer wird, verhält sich die Vergleichsvorrichtung genau gleich wie im zuerst erwähnten Fall, da sie nicht unterscheiden kann zwischen der Tatsache, dass ein Impuls länger als der andere ist und der Tatsache, dass der andere Impuls kürzer als der erstgenannte Impuls ist. Da durch würde also der erste Oszillator ausser Betrieb genommen, obwohl es der zweite Oszillator ist, der von einem Fehler befallen worden ist.
Ein Zweck der Erfindung besteht darin, eine Impuls-Vergleichsvorrichtung mit zwei Eingängen und zwei Arbeitszuständen, von denen einer der An wesenheit eines Impulses am ersten Eingang und der Abwesenheit eines Impulses am zweiten Eingang und der zweite Arbeitszustand der Anwesenheit eines Impulses am zweiten Eingang und der Abwesenheit eines Impulses am ersten Eingang entspricht, als Röhrensteuermittel für zwei identische Impulsoszüla- toren derart zu verwenden,
dass Längenänderungen der durch einen Oszillator gelieferten Impulse in beiden Richtungen einschliesslich des vollständigen Verschwindens der genannten Impulse immer zur Folge haben, dass die Vergleichsvorrichtung in einen bestimmten Arbeitszustand übergeführt wird, die ausschliesslich einen Fehler in demjenigen Oszillator anzeigt, welcher Impulse von abnormaler Länge liefert.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum über wachen des Betriebes eines aus zwei identischen Hälften bestehenden Impulsgenerators, welche Hälf ten je einen Impulsoszillator aufweisen, welche Oszil- latoren identisch sind und normalerweise simultane und identische Impulse liefern, wobei die Vorder kanten der Impulse gegenseitig synchronisiert sind.
Dieses Verfahren zeichnet sich erfindungsgemäss da durch aus, dass man für jeden Impuls des einen Os- zillators einen Steuerimpuls erzeugt, dessen Vorder kante mit Hilfe der Hinterkante des entsprechenden Oszillatorimpulses erzeugt wird und dessen Hinter kante von der Vorderkante des nachfolgenden Im pulses des andern Oszillators erzeugt wird, dass man weiter für jeden Impuls des andern Oszillators in gleicher Weise einen Steuerimpuls erzeugt, dass man ferner die so erzeugten Steuerimpulse einer Impuls vergleichsvorrichtung zuführt,
die sich normalerweise im Ruhezustand befindet und in einen ersten oder zweiten Arbeitszustand übergeführt wird, wenn ein Impuls an ihrem ersten Eingang auftritt, ohne dass gleichzeitig ein Impuls an ihrem zweiten Eingang auftritt oder umgekehrt, das Ganze derart, dass eine Längenzunahme oder Längenabnahme oder das Aus bleiben eines der genannten normalerweise simulta nen und identischen Impulse zur Folge hat, dass der dem andern der normalerweise simultanen und iden tischen Impulse entsprechende Steuerimpuls bei Ab- wesenheit des andern Steuerimpulses an die Ver gleichsvorrichtung gelangt, wodurch letztere in den Arbeitszustand übergeführt wird, welcher die defekte Hälfte des Impulsgenerators kennzeichnet.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung, näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt: die Fig. 1 verschiedene Impulszüge zur Erläute rung eines ersten Beispiels des erfindungsgemässen Verfahrens, die Fig. 2 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Steuerschaltung in Block form, die Fig. 3 verschiedene Impulszüge zur Erläute rung der Arbeitsweise der Schaltung nach Fig. 2 und die Fig. 4 ein Blockschema zur Erläuterung der Art und Weise, wie die Einrichtung nach Fig. 2 in eine Impulsverteilerschaltung eingefügt werden kann.
In der Fig. 1 stellen PaU und Pa." die Impuls züge dar, die von zwei identischen Impulsoszillatoren geliefert werden. Die Impulse sind als positive Im pulse mit der Dauer t und einer Wiederholungs periode T dargestellt. Normalerweise fallen die Im pulse beider Impulszüge jederzeit zusammen. Die beiden Oszillatoren sind gegenseitig synchronisiert, wie dies schematisch durch die Verbindungslinie 1 zwischen den positiv gerichteten bzw. aufsteigenden Flanken der Impulse Pall und Pa21 schematisch zum Ausdruck kommt.
Die Verbindungslinien 2 und 3 zwischen der negativ gerichteten, das heisst abfallen den Flanke des Impulses Pa" und der aufsteigenden Flanke des Impulses Pbll einerseits und der abfallen den Flanke des Impulses Pa21 und der aufsteigenden Flanke des Impulses Pb" anderseits sollen anzeigen, dass das Ende des Impulses Pell das Auftreten eines Steuerimpulses Pb" zur Folge hat, welcher ebenfalls positiv ist, und dass weiter das Ende des Impulses Pa=1 das Auftreten eines positiven Steuerimpulses Pb,l zur Folge hat.
Die Verbindungslinien 4 und 5 sollen anzeigen, dass die aufsteigende Flanke eines Impulses Pal1 die Beendigung des Impulses Pb21 zur Folge hat, während die aufsteigende Flanke des Impulses Pa21 die Beendigung des Impulses Pbll zur Folge hat.
Auf diese Weise werden Steuerimpulse Pbll und Pb21 erzeugt, welche als Eingangssignale für eine Impulsvergleichsvorrichtung mit drei stabilen Zu ständen von der im belgischen Patent Nr. 504605 beschriebenen Art verwendet werden können.
Wenn beispielsweise die Länge des Impulses Pall zunimmt, ergibt sich eine Verminderung der Länge des Steuer impulses Pbll, und es tritt eine Zeitspanne auf, wäh rend welcher ein Impuls Pb."l nicht mit einem Im puls Pbll zusammenfällt, wodurch die Impulsver- gleichsvorrichtung eine Anzeige liefert, dass der Im puls Pall eine unrichtige Länge aufweist.
Wenn anderseits der Impuls Pall vollständig verschwindet, so verschwindet auch der entsprechende Impuls Pblv wobei die Impulsvergleichsvorrichtung in der glei chen Weise reagiert und damit das Verschwinden des Impulses Pall anzeigt.
Die die Steuerimpulse Pbll und Pbzl erzeugenden Vorrichtungen können bistabile Vorrichtungen oder monostabile Vorrichtungen mit einer natürlichen Periode sein, welche grösser als T ist. Wenn im letzt genannten Fall beispielsweise ein Impuls Pall ver schwindet, so verschwindet auch der entsprechende Steuerimpuls Pbll, aber das Fehlen des Impulses Pall hat auch zur Wirkung, dass der Steuerimpuls Pb21 während einer Zeitspanne andauert, welche grösser als<I>T -t</I> ist, wodurch die Impulsvergleichs vorrichtung auf die richtige Art reagieren kann.
Die Vorrichtungen zur Erzeugung der Steuer impulse Pb" und Pb" können auch monostabile Vorrichtungen mit einer natürlichen Periode kleiner als T sein, wenn die Verbindungen 4 und 5 nicht verwendet werden.
Man erkennt, dass den vorstehenden Ausführun gen die Annahme zu Grunde liegt, dass, wenn ein Impuls, wie z. B. Pal1 verschwindet, dieser Impuls rasch und vollständig abklingt, das heisst, dass zu nächst noch ein normaler Impuls Pall auftritt, dass aber kein nachfolgender Impuls vorhanden ist. Dies trifft nun in der Praxis nicht immer zu und gelegent lich zeigt es sich, dass, wenn ein durch einen Haupt oszillator erzeugter Impuls Pa" verschwindet, dieses Verschwinden mit einer allmählichen Abnahme der Impulslänge verbunden ist, die normalerweise gleich t ist.
In einem solchen Falle wäre der Anfang des entsprechenden Steuerimpulses Pbl1 nach links ver schoben, während der Steuerimpuls Pb21 normal bleiben würde. Dadurch würde die Vergleichsvor richtung derart reagieren, dass sie eine unrichtige Länge des Impulses Pa21 anzeigt. Um dies zu verhin dern, kann man in der Vergleichsvorrichtung eine Verzögerungsvorrichtung vorsehen, dank welcher die Vergleichsvorrichtung auf eine Ungleichheit zwischen den an ihren beiden Eingängen vorhandenen Impul sen während einer Zeit t nicht ansprechen kann, wobei die Zeit t wie ersichtlich gleich der Dauer der Impulse Pall und Pa21 ist.
Bei der im belgischen Patent Nr. 504605 beschriebenen Vergleichsvorrich tung kann die vorerwähnte Verzögerung in zweck mässiger und bequemer Weise dadurch erzielt wer den, dass ein Kondensator über einen der zwei Widerstände geschaltet wird, welche als Potentio- tneter zur Erzeugung der Vorspannung für das Steuergitter einer Gasröhre bezüglich deren Kathode verwendet werden.
Wenn dann ein Impuls am Steuer gitter auftritt, ist er nicht sofort in der Lage, das Steuer- gitterpotential zu ändern,, wodurch die Röhre nicht un mittelbar ionisiert werden kann, wenn nicht ein ent sprechender Impuls gleicher Polarität an der Kathode der Röhre vorhanden ist. Das bedeutet, dass im Fall einer Verringerung der Impulslänge der Impuls Pall im Zeitpunkt, wo das Gitterpotential durch den Im puls Pb, geändert worden ist, welcher bezüglich dem Impuls Pb21 zeitlich voreilt, der letztgenannte Impuls an der Kathode angekommen ist und damit die Ioni- sierung der Röhre verhindert.
Sobald jedoch der Im puls Pa" vollständig verschwunden ist, wird der ent sprechende Steuerimpuls Pbll nicht mehr abgegeben, so dass die Vergleichsvorrichtung in richtiger Weise reagieren kann.
Eine solche Anordnung ist unter der Voraus setzung zufriedenstellend, dass, wenn ein Impuls wie Pal1 seine Länge zu verringern beginnt, diese Ver ringerung rasch zu einem vollständigen Verschwin den des Impulses führt. Falls die Impulslänge z. B. auf den halben Wert vermindert wird und auf dieser Länge bleibt, würde die Vergleichsvorrichtung in folge der Verzögerung t nicht in unrichtiger Art und Weise reagieren, aber sie würde anderseits auch nicht derart reagieren, dass sie die abnormale Län genverminderung des Impulses Pall anzeigt. Die zu sätzlichen Steuerimpulse Pbl2 und Pb" gestatten, dieser Möglichkeit Rechnung zu tragen.
Die Impulse Pb12 und Pb" werden durch mono stabile Vorrichtungen erzeugt, welche einen Impuls erzeugen, der zu gleicher Zeit beginnt, wie die ent sprechenden Impulse Pal1 und Pa21. Dies ist in Fig. 1 schematisch durch die Verbindungslinien 6 und 7 zum Ausdruck gebracht.
Die natürliche Periode dieser monostabilen Vorrichtungen ist so bemessen, dass sie gleich der normalen Dauer t der Impulse Pall und Pa21 ist, und durch die Hinter flanken der positiven Hilfssteuerimpulse Pbl2 und Pb", werden dann die Steuerimpulse Pb" bzw. Pb2l eingeleitet. Diese Steuerungen, welche Torsteuerun gen sind, sind in der Fig. 1 durch die Verbindungs linien 8 und 9 dargestellt, welche zu den Verbin dungslinien 2 und 3 führen.
Wenn mit einer solchen zusätzlichen Steuerung beispielsweise ein Impuls Pa" in seiner Länge verringert wird, versucht dessen Hin terflanke den Steuerimpuls Pbl1 zu erzeugen, was jedoch nicht gelingt, da keine koinzidierende Hinter flanke des Hilfssteuerimpulses Pbl, vorhanden ist, welcher zur Erzeugung eines Impulses Pb" nötig ist. Daher verschwindet der letztgenannte Impuls, und die Vergleichsvorrichtung reagiert richtig und zeigt an; dass der Impuls Pall fehlerhaft ist. Zudem ver hindert der Hilfssteuerimpuls, z.
B. Pbl2, die Erzeu gung des Steuerimpulses Pb", auch dann, wenn die Impulslänge von Pall über ihren normalen Wert er höht wird, da auch in diesem Fall die Hinterflanke des Impulses Pall nicht mit der Hinterflanke des Hilfssteuerimpulses Pbl, koindiziert. Dies ist im Falle einer Impulsvergleichsvorrichtung von Vorteil, welche wie oben erwähnt, nach Ablauf der Zeit t reagiert, da die Impulsvergleichsvorrichtung sofort reagiert, wenn der Impuls Pal1 die Dauer<I>t</I> über schreitet,
während ohne die Hilfssteuerimpulse Pb12 und Pb", die Vergleichsvorrichtung nur dann reagie ren kann, wenn die Impulse Pall und Pa21 eine Länge 2 t erreichen.
Wenn ein Fehler in den die Steuerimpulse Pbl1 und Pb" erzeugenden Vorrichtungen auftritt, hat die Abwesenheit eines dieser Impulse zur Folge, dass die Impulsvergleichsvorrichtung in richtiger Weise reagiert, um den Fehler anzuzeigen.
Wenn ein Fehler in den die Hilfssteuerimpulse Pb12 und Pb" erzeugenden monostabilen Vorrich tungen auftritt, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine Verminderung oder Erhöhung der nor malen Länge dieser Impulse handelt, sind die Hinter flanken dieser Impulse nicht in der Lage, ihre Durch lasswirkung im richtigen Zeitpunkt auszuüben, und die entsprechenden Steuerimpulse Pb" oder Pb" werden nicht erzeugt, so dass die Impulsvergleichs- vorrichtung derart reagiert,
dass sie einen Fehler in der richtigen Hälfte der in Frage kommenden Strom kreise anzeigt.
In jedem Fall bewirkt die Reaktion der Ver gleichsvorrichtung eine Potentialänderung an einer von zwei Stellen der Schaltung, welche Potential änderung in üblicher Weise dazu verwendet wird, sofort alle Impulserzeugungs-Stromkreise in der Hälfte der Einrichtung, welche als fehlerhaft befun den worden ist, zu sperren.
Diese Sperrung, die sich zweckmässigerweise durch Vorspannung der Gitter Kathodenkreise zweckmässig gewählter Röhren über den Sperrpunkt hinaus bewerkstelligen lässt, erfolgt elektronisch und daher praktisch trägheitslos, wo durch die defekte Hälfte der Schaltung innerhalb der Zeitspanne von weniger als T gesperrt wird.
Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Er findungsgegenstandes in schematischer Form. Dabei ist nur eine Hälfte eines Impulsgenerators dargestellt, welcher in erster Linie dazu bestimmt ist, Auslöse impulse mit der Periode T zu liefern, welche dazu verwendet werden, um Impulsverteiler der Ring zählerart zu treiben, welch letztere Reihen von Im pulsrastern abgeben, wobei jeder Raster in vorge gebener Phasenbeziehung zu den andern Rastern steht. Diese Impulsraster können verwendet wer den, um statische Schaltvorrichtungen (welche z. B. Gleichrichter verwenden) zu steuern, in welchen Verbindungen zwischen einem gemeinsamen Eingang und einem einer Anzahl von Ausgängen auf einer Multiplexbasis herzustellen sind.
In der Fig. 2 ist deshalb nur eine Hälfte des Impulsgenerators dargestellt, da die andere Hälfte genau gleich der dargestellten Hälfte ist. Die strich punktierte Linie am linken Ende der Fig. 2 deutet an, dass jenseits dieser Linie genau gleiche Strom kreise vorhanden- sind, wie auf der rechten Seite der Figur, wobei die Stromkreise beiderseitig der erwähnten Linie symmetrisch angeordnet sind.
Das wesentliche Element jeder Impulsgenerator hälfte ist der Impulsoszillator OSC, welcher positive Impulse abgibt, die in der Fig. 3 mit Pal, bezeich net sind. Um zu präzisieren, soll angenommen wer den, dass diese Impulse je eine Länge von 25 haben und in regelmässigen Abständen von 200 auftreten. Der erwähnte Generator sollte selbst an laufen und im Betrieb ausserordentlich stabil sein.
Ein derartiger an sich bekannter Generator kann bei spielsweise aus zwei Röhren mit gegenseitigen Ano- den-Gitterverbindungen und einem zwischen den Anodenkreisen der beiden Röhren liegenden Anti- resonanzkreis bestehen, welcher auf 5 kHz abge stimmt ist. Die Schaltung ist so ausgebildet, dass die Impulse an der Kathode einer der Röhren abgenom men werden können, das heisst an einer Stelle, die dem Punkt P1 in Fig. 2 entspricht.
Diese Impulse gelangen an den Eingang eines Verstärkers AMPI, welcher nicht weiter zu beschrei ben ist, da er von üblichem Aufbau sein kann und beispielsweise eine einzelne Triode besitzt, die mit dem Punkt P, verbunden ist. Die am Punkt PZ vor handenen Impulse sind daher identisch mit den am Punkt 1 vorhandenen Impulse mit der Ausnahme, dass ihre Polarität umgekehrt ist und sie somit negativ sind.
Diese Impulse gelangen an den Phasenteiler PHSl, welcher ebenfalls von bekanntem Aufbau ist und beispielsweise aus einer einzelnen Triode be stehen kann, deren Anoden- und Kathodenbelastun gen praktisch gleiche Werte haben. Unter der An nahme dass die Anode des Teilers PHSl mit dem Punkt P3 verbunden ist, erscheinen an diesem Punkt positive Impulse, die den am Punkt P1 vorhandenen Impulsen ähnlich sind.
Die Impulse am Punkt P3 gelangen zum Leiter L"1, der zur andern (nicht gezeigten) Hälfte des Im- pulsgenerators führt, und zwar zum Hauptoszillator OSC, der dem Oszillator OSC entspricht und genau wie dieser ausgebildet ist, so dass die Wirkung der Impulse am Punkt P3 erkenntlich wird, indem man annimmt, dass die entsprechenden Impulse von der andern Hälfte der Einrichtung, das heisst vom (nicht gezeigten) Punkt P'3, die auf dem Leiter Lll vor handen sind,
dem Oszillator OSC zugeführt werden. Wenn man insbesondere annimmt, dass der Oszillator OSC von der vorerwähnten Art ist, kann der Leiter Lll mit dem Gitter der Triode verbunden werden, an deren Kathode positive Impulse auftreten (Punkt P1). Diese Verbindung erfolgt selbstverständlich über einen geeigneten (nicht gezeigten) Kopplungs- kondenstor, da die Impulse am Punkt P3 oder P'3 von der Anode der Röhre abgenommen werden.
Die positiven Impulse am Punkt P3 gelangen zur Klemme Paz." an welcher der Impulszug Pa.,., der Fig. 3 auftritt, und zwar über den Ruhekontakt b22 des Relais Br,.
Der Kathodenausgang des Phasenteilers PHSl ist mit dem Punkt P4 gekoppelt, und die an diesem Punkt auftretenden Impulse haben bezüglich der am Punkt P3 auftretenden Impulse umgekehrte Pola rität. Die negativen, am Punkt P4 auftretenden Im pulse gelangen an den Generator MMVl, welcher ein monostabiler Multivibrator ist, welcher unter der Wirkung eines Eingangsimpulses am Punkt P4 einen Ausgangsimpuls an die Klemme P5 abgibt.
Ein sol cher monostabiler Impulsgenerator (Flip-Flop-Kreis) lässt sich beispielsweise durch Verwendung von zwei Röhren aufbauen, wobei das Gitter der ersten Röhre vom Punkt P4 aus gespeist wird und wobei ferner die Anode der ersten Röhre mit dem Gitter der zweiten Röhre kapazitiv und die Anode der zweiten Röhre mit dem Gitter der ersten Röhre über einen Widerstand gekoppelt ist, während die Anode der ersten Röhre mit dem Punkt P5 gekoppelt ist.
Nor malerweise ist die erste Röhre, deren Gitter vom Punkt P4 aus gespeist wird, im gesperrten Zustand, da die zweite Röhre eine positivere Vorspannung aufweist, so dass die abfallenden Flanken der am Punkt P4 auftretenden Impulse offne Wirkung auf den Zustand dieser Röhre sind, während die auf steigenden Flanken der genannten negativen Impulse die Vorrichtung betätigen und die erste Röhre ent- sperren.
Die Zeitkonstante des Generators MMVi ist so gewählt, dass die von diesem abgegebenen Impulse eine Dauer t - 25 ,us aufweisen. Diese Impulse am Punkt P, folgen daher unmittelbar den Impulsen Pa.",.
- Die negativen Impulse am Punkt P, gelangen zum Eingang eines weiteren Phasenteilers PHS., wel cher genau gleich ausgebildet ist, wie der Phasen- teiler PI-IS" Wenn daher angenommen wird, dass der Punkt P" mit der Anode der den Hauptteil des Teilers PHS, bildenden Röhre gekoppelt ist, werden positive Impulse von der in der Fig. 3 gezeigten Art erhalten, das heisst Impulse Pa.3, und zwar an der Klemme Pa23,
die über den Ruhekontakt b.3 des Relais Br2 mit der Klemme P9 verbunden ist.
Die Impulse Pa.3 werden weiter von der Klemme P9 aus an einen Impulsformer PSH angelegt, der an seiner Ausgangsklemme P,, negative Auslöseimpulse erzeugt, welche an die Klemme Pa24 über den Ruhe kontakt b24 des Relais Br. gelangen. Der entspre chende Impulszug Pa24 ist in der Fig. 3 dargestellt.
Der Impulsformer PSH kann einen monostabilen Flip-Flop-Kreis aufweisen, der durch zwei Röhren gebildet ist, deren Kathoden miteinander gekoppelt sind, und wobei die Ausgangsröhre im Anodenkreis eine Induktivität aufweist, welche so bemessen ist, dass sie die Vorder- und Hinterflanken der Impulse Pa" differenziert.
Diese Röhrenanordnung ist so ausgebildet, dass sie nur die den positiven Flanken der Impulse Pa" entsprechenden Auslöseimpulse liefert, und weist ferner eine Verstärkerröhre auf, an deren Steuergitter diese positiven Auslöseimpulse angelegt werden, wodurch die negativen Auslöse impulse Pa24 (Fig. 3) an der Klemme P7 erhalten werden, die mit der Anode der genannten Verstärker röhre gekoppelt ist. Es soll angenommen werden, dass diese Impulse eine Dauer von 4 ps aufweisen.
Diese Impulse weisen eine geeignete Form auf, um als Auslöseimpulse für Impulsverteiler dienen zu können, wie dies im bereits erwähnten belgischen Patent Nr. 504604 beschrieben ist. Der Grund für die Erzeugung dieser Auslöseimpulse aus den posi tiven Rechteckimpulsen Pa22 und für die Erzeugung der positiven Rechteckimpulse Pa", die unmittelbar auf die Impulse Pa" folgen, hängt mit der besonde ren Verwendung des Impulsgenerators zusammen und besteht darin, dass diese letzten beiden Arten von Impulsen in bequemer Weise als Stopp- bzw.
als Startimpulse für die Impulse mit einer Dauer T = 200 ,r,Gs gebraucht werden können, welche von den (nicht gezeigten) Verteilern infolge der Anlegung der Auslöseimpulse Pa24 geliefert werden. Die von den Verteilern abgegebenen Impulse können verschieden artige Funktionen in fernmeldetechnischen Einrich tungen und Anlagen ausüben, wobei die Impulse verzerrt werden können, so dass es nötig wird, diese zu regenerieren, damit sie wieder formgetreu wer den. Eine solche Regeneration kann in bequemer Weise mit Hilfe eines kurzen Impulses, wie z. B. Pa23 erfolgen, welcher den Anfang eines Verteiler impulses definiert, und ausserdem mit Hilfe eines kurzen Impulses, wie z.
B. Pa.., welcher das Ende eines Verteilerimpulses definiert. Die Art und Weise der Herstellung der Auslöseimpulse Pa24, in Ver bindung mit den kurzen Start- und Stoppimpulsen Pa.3 und Paz. unterscheidet sich von der im belgi schen Patent Nr. 504604 beschriebenen Art.
Da im letzteren Fall Auslösehnpulse mit einer Periode t zuerst erzeugt und dann an einen Verteiler mit einer Anzahl von Ausgängen angelegt werden, welcher Impulsreihen erzeugt, die sich alle mit einer Periode T wiederholen, welche Reihen aber gegeneinander verschoben sind, so dass das Signal eines der Ver teilerausgänge dazu verwendet werden könnte, um einen Impulsformer zu erregen, von welchem man dann eine Reihe von Impulsen, wie Pa24 mit der Periode T erhalten könnte, während von den beiden andern Ausgängen die Impulse Pa" und Pa.. er halten werden könnten.
Ein solcher Verteiler benö tigt jedoch eine ordentlich grosse Anzahl von Röhren, da für jeden Ausgang mindestens zwei Röhren nötig sind und die Anzahl der Ausgänge und der Röhren vom Verhältnis Tit abhängig ist. Die Impulse Pa24 werden von der Klemme P7 auch an den Eingang eines Flip-Flop-Kreises oder monostabilen Multivibrators MMV, angelegt, wel cher identisch mit dem monostabilen Multivibrator MMVl sein kann, der bereits beschrieben wurde.
An der Ausgangsklemme P8 des Multivibrators MMVz treten die von diesem gelieferten Impulse Pb" auf, wie sie in der Fig. 3 dargestellt sind. Diese Impulse sind daher identisch mit den Impulsen Pa.3, wobei jedoch die Dauer der Impulse Pb" durch die Zeitkonstante des Multivibrators MMVZ bestimmt ist, während diejenige der Impulse Pa" durch die Zeitkonstante des Multivibrators MMVi bestimmt ist.
Die an der Klemme P8 auftretenden Impulse Pb <B>2,3</B> werden dem Integrationskreis INT zugeführt, der aus einem Reihenwiderstand und einem darauffol- genden Shuntkondensator bestehen kann. Der zweite, mit der Klemme P9 gekoppelte Aus gang des Phasenteilers PHS, liefert Impulse, welche gleich wie die Impulse Pa23 sind, aber umgekehrte Polarität aufweisen, da die Klemme P9 der Kathode einer Röhre entspricht, während die Klemme P9 der Anode der gleichen Röhre entspricht.
Die negativen Impulse an der Klemme P9 werden an einen Diffe- rentiationskreis DIF angelegt, welcher aus einem Reihenkondensator und einem darauffolgenden Shuntwiderstand bestehen kann. Die Ausgänge des Integrationskreises INT und des Differentiationskrei- ses DIF sind. auf eine gemeinsame Klemme Plo ge führt, welche die Eingangsklemme eines Verstärkers AMPz ist, welcher gleich dem Verstärker AMPI sein kann.
Die Mischung der beiden Ausgangssignale erfolgt über kapazitive Koppelglieder, welche einen Kondensator in Reihe mit einem Widerstand auf weisen, das heisst es kann angenommen werden, dass die Serieschaltung eines Widerstandes und eines Kon- densators auf den Shuntkondensator im Kreis INT folgt, und dass eine gleiche Serieschaltung auf den Shuntwiderstand im Kreis DIF folgt, welche Serie schaltungen in den genannten Kreisen INT bzw. DIF einbezogen sind.
Beide Seriewiderstände sollten so bemessen sein, dass sie in Verbindung mit dem Ein gangswiderstand des Verstärkers AMP2 geeignete Potentiometer bilden, um die von den Kreisen INT und DIF abgegebenen Impulszüge in richtiger Weise addieren zu können. Der vom Kreis INT abgegebene Wellenzug ist in der Fig. 3 mit Pb 24 und der vom Kreis DIF abgegebene Wellenzug mit Pb25 bezeich net.
Im letztgenannten Wellenzug sind die negativen Spitzen, die den positiven Flanken der Impulse Pb", entsprechen, nicht dargestellt, da sie keine nützliche Funktion ausüben. Der Verstärker AMP2 ist norma lerweise stark über den Nullpunkt hinaus vorge spannt, so dass die positiven Impulse Pbz4 und Pb", allein die den Verstärker AMP2 bildende Röhre. nicht entsperren können.
Nur dann, wenn ein posi tiver Impuls Pb <B>25</B> mit der Spitze eines Impulses Pb 24 zusammenfällt, ist die Summe dieser Impulse genügend gross, um das Potential an der Klemme Plo genügend anzuheben, damit die den Verstärker AMP2 bildende Röhre leitend wird, wodurch an der Anode dieser Röhre ein negativer Impuls auftritt, der dem umgekehrten Oberteil des Impulses Pb <B>25</B> entspricht. Die Anode der Röhre des Verstärkers AMP2 ist mit der Klemme Pll gekoppelt.
Die an dieser Klemme bei Koinzidenz eines zeitlich richtig liegenden Impulses Pb24 mit einem zeitlich richtig liegenden Impuls Pb" auftretenden negativen Aus löseimpuls werden dem Eingang des monostabilen Multivibrators MMV3 zugeführt, der genau gleich ausgebildet und aufgebaut sein kann, wie die bereits erwähnten Multivibratoren MMVl und MMV2, wo bei jedoch die Zeitkonstante grösser als T = 200 ,us, z. B. 350,us, ist.
Ein negativer Auslöseimpuls an der Klemme Pll bewirkt daher das Auftreten eines positiven Impulses an der Ausgangsklemme P12 des Multivibrators MMV3. Diese Impulse sind in der Fig. 3 mit Pb" bezeichnet.
Die Klemme P1. stellt einen zweiten Eingang für den Multivibrator MMV3 dar, welcher dazu verwen det wird, diesen Multivibrator in seinen stabilen Zu stand zurückzuführen, ohne dass die von der Zeitkon- stante abhängige natürliche Rückführung abgewar tet werden muss. Mit der Klemme P1. ist der Leiter Llz verbunden, welcher von der andern Hälfte des Impulsgenerators her kommt und dem der Leiter L:,., entspricht.
Der Leiter L12 ist daher mit einer (nicht gezeigten) Klemme P'4 in der andern Generatorhälfte verbunden, welche der in der Fig. 2 dargestellten Klemme P4 entspricht. Diese Klemme ist der zweite Ausgang des Phasenteilers PHS1 und ist mit der Kathode der den Teiler PHS1 bildenden Röhrenstufe verbunden.
Da die Klemme P3 mit der Anode der gleichen Röhre verbunden ist, entsprechen daher die Impulse an der Klemme P4 den Impulsen Pa" mit der Ausnahme, dass ihre Polarität umgekehrt ist und dass sie daher negativ sind.
Da die Klemme Pll mit dem Steuergitter des Röhrenteils von MMV3 gekop pelt ist, welcher leitend ist, ist die Klemme P1. mit dem andern Röhrenteil_ der Schaltung von MMV3 verbunden, das heisst mit dem normalerweise nicht leitenden Röhrenteil, welcher jedoch nach dem Auf treten eines negativen Auslöseimpulses an der Klemme P11, wie beschrieben, leitend geworden ist.
Die Klemme P" ist mit dem Gitter der genannten andern Röhre über einen Kondensator in Reihe mit einem Gleichrichter verbunden, welch letzterer so gepolt ist, dass nur die negativen Flanken der negati ven Impulse an der Klemme P'4 wirksam sind. Daher wirken differenzierte negative Auslöseimpulse, wel che zeitlich der positiven Flanke der Impulse Pa...., entsprechen, derart, dass sie den Multivibrator MM,;- in seinen stabilen Zustand zurückführen, wenn er sich im unstabilen Zustand befindet.
Dadurch neh men während des normalen Betriebes die positiven Impulse an der Klemme P12 die im Diagramm Pb2, der Fig. 3 dargestellte Form an. Die Impulse an der Klemme P1., gelangen ausserdem an die Kathodenver- stärkerstufe CFL, welche eine Röhre enthält, deren Kathode mit der Ausgangsklemme P14 gekoppelt ist. An der Klemme P14 erscheinen daher Impulse, die gleich den Impulsen Pb2E sind.
Die positiven Impulse an der Klemme P12, wel che den in der Fig. 1 dargestellten Steuerimpulsen Pb" entsprechen, werden an den Leiter L,"3 ange legt, welcher zur andern Hälfte des Impulsgenerators führt.
Dieser Leiter L23 hat ein entsprechendes Ge genstück, nämlich den Leiter L13, welcher mit einer (nicht gezeigten) Klemme P'12 in der andern Hälfte der Schaltung verbunden ist, und welcher als Ein gangsleiter für das Tor G.., wirkt, welches als Kreis dargestellt ist, zu welchem zwei Leiter führen, die mit einer gegen den Kreismittelpunkt gerichteten Pfeilspitze versehen sind. Einer dieser Leiter ist L1.; und der andere ist der Leiter, welcher die Impulse von der Klemme P14 zuführt.
Weiter ist ein dritter Leiter ohne Pfeilspitze dargestellt, der ebenfalls zum Tor G2 führt und den Ausgangsleiter von diesem Tor bildet, welcher zu der bistabilen elektrischen Vorrichtung A2 führt. Das Tor G2 ist so ausgebildet, dass ein Impuls auf dem Leiter L" in seiner ur sprünglichen oder in abgeänderter Form an die Vor- richteng AZ durchgelassen wird, falls nicht ein koin zidierender Impuls auf dem von der Klemme P14 ankommenden Leiter vorhanden ist. Ein Impuls auf diesem letztgenannten Leiter hat demnach eine hem mende Wirkung, welche schematisch durch den kleinen Querstrich zum Leiter in der Nähe der Pfeil spitze dargestellt ist.
Die bistabile Vorrichtung Az befindet sich nor malerweise in einer solchen Lage, dass das Potential an ihrem Ausgangsleiter L2, welcher zu den Vor richtungen OSC, MMVl, PSH und MMV3 vielfach geschaltet ist, keine Sperrwirkung auf diese Vor richtungen ausübt, welche diese Vorrichtungen an der Durchführung ihrer normalen Aufgabe verhin dern würde.
Solange positive Impulse an der Klemme P1,1 auftreten, welche zeitlich mit den Impulsen an der (nicht gezeigten) Klemme P'12 übereinstimmen und an den Leiter L" angelegt werden, gibt das Tor G, keinen Ausgangsimpuls an die Vorrichtung A2 ab.
Wenn ein Impuls an der Klemme P14 ausfällt, ist das Tor G2 nicht mehr gesperrt, und ein auf dem Leiter L13 vorhandener Impuls kommt in die Lage, die Vorrichtung A2 in ihren zweiten stabilen Zustand überzuführen, in welchem das Potential auf dem Leiter L2 genügend verändert ist, um die Vorrich tungen OSC, MMVI, PSH und MMV" zu sperren.
Diese Wirkung ist nötig, da die Abwesenheit eines Impulses an der Klemme P,4 einen fehlerhaften Zu stand an einem der in der Fig. 2 dargestellten Strom kreise anzeigt, wodurch diese Hälfte des Impuls- generators augenblicklich unwirksam wird, und die andere Hälfte nun die ganze Leistung an die gemeinsame Belastung bzw. den gemeinsamen Ver braucher abgeben sollte.
Auf die unmittelbare Sper rung folgt auch eine Abschaltung der Klemmen Paz", Pa" und Pa24 von den Klemmen P2, P6 bzw. P.., da die bistabile Vorrichtung A 2, welche in ihren zweiten stabilen Zustand, das heisst den Arbeitszustand über geführt wird, auch die Erregung des Relais Br2 be wirkt, indem dasjenige Ende seiner Wicklung geerdet wird, welches nicht mit der negativen Batterieklemme verbunden ist.
Bei seiner Betätigung unterbricht das Relais Br. die vorerwähnten Stromkreise an den Kontakten b", b23 und b.,4 und hält sich über den Kontakt 621 und den Schalter k, welch letzterer dazu dient, das Relais Br2 in seinen nicht erregten Zu stand zu bringen, nachdem der aufgetretene Fehler behoben worden ist.
Man erkennt, dass die aus G., <I>A,,</I> und Brz bestehende Anordnung eine Hälfte der Impulsvergleichsvorrichtung bildet, deren andere Hälfte nicht gezeigt ist, da sie mit der in der Fig. 2 dargestellten Hälfte identisch ist. In der Praxis lässt sich die beschriebene Torfunktion durch den Gitter- Kathodenkreis einer Gasröhre realisieren, und die bistabile Vorrichtung Az kann durch die Hauptent- ladungsstrecke der genannten Gasröhre, in Verbin dung mit einem Relais, gebildet werden.
Anhand der Fig. 3 lassen sich die verschieden artigen Fehler, welche auftreten und die richtige Reaktion der Impulsvergleichsvorrichtung bewirken können, leicht verfolgen. Der wesentliche Unter schied gegenüber dem grundlegenden Diagramm der Fig. 1 besteht darin, dass nun zwei benachbarte Im pulse Pa, und Pa" vorhanden sind, welche anstelle des einzelnen Impulses Pall der Fig. 1 erzeugt wer den.
Der Steuerimpuls P616 der Fig. 3 entspricht dem Steuerimpuls Pbll der Fig. 1, während der Hilfs- steuerimpuls Pbl, der Fig. 3 dem Hilfssteuerimpuls Pb12 der Fig. 1 entspricht.
Wenn in einer der Vorrichtungen PSH, MMV oder INT ein Fehler auftritt, wird der integrierte Tor impuls Pbz, nicht erzeugt, wodurch die Erzeugung des Steuerimpulses Pbz6 an den Klemmen PI" und P14 verhindert wird mit der Wirkung, dass die bi- stabile Vorrichtung A2 aus ihrer Ruhelage in die Arbeitslage übergeführt wird, welche den Fehler anzeigt.
Wenn ein Fehler in einer der Vorrichtungen MMVl oder PHS2 auftritt, wodurch der Impuls Pa2" verschwindet, oder dessen Länge verändert wird, ist es klar, dass die Impulsvergleichsvorrichtung wie derum in der gleichen Weise reagiert.
Wenn der Impuls Pa"2 in der Länge zunimmt, führt dies unmittelbar zu einer Nacheilung der posi tiven Kante des Impulses Pb", bezüglich derjenigen des Impulses Pbl6, so dass die Impulsvergleichsvor- richtung in der gewünschten Weise reagiert. Wenn der Impuls Patz in der Länge abnimmt, kann eine entgegengesetzte und unerwünschte Reaktion der Impulsvergleichsvorrichtung eintreten. Der den Im puls Paz2 erzeugende Oszillator lässt sich jedoch in bekannter Weise (siehe z.
B. belgisches Patent Nr.526611) so ausbilden, dass der Impuls Paz" nicht wesentlich kürzer werden kann. Praktisch wirkt sich das so aus, dass im Falle eines Fehlers oder einer Störung der Impuls Pa22 plötzlich ausfällt. Dann kann der Steuerimpuls Pb" nicht erzeugt wer den, und die Impulsvergleichsvorrichtung reagiert in der richtigen Weise.
Wenn eine der Vorrichtungen MMV3 oder CFL keinen Steuerimpuls mehr liefert, wird die Vorrich tung A2 wiederum betätigt.
Was den Hilfssteuer-Impulsgenerator MMV2 be trifft, erkennt man, dass wegen der Integration des Impulses P623, welche zur Erzeugung des Torimpul ses Pb24 dient, nur eine Längenänderung des Impul ses Pb" den Impuls Pb" daran hindert, den Steuer impuls Pb" zu erzeugen bzw. dessen Erzeugung zu veranlassen.
Wenn eine Verlängerung des Impulses Pb" eintritt, ist der Impuls Pb25 nach wie vor in der Lage, den Multivibrator MMV3 auszulösen, wo durch der Steuerimpuls Pb26 erzeugt wird, wie wenn kein Fehler festgestellt worden wäre. Dies hat jedoch keine weitere Folge, da die Impulse Pb"" welche zu lange geworden sind, in keinem äussern Stromkreis verwendet werden.
Die einzige Bedeutung besteht darin, dass, wenn dieser Fehler im Hilfssteuerimpuls andauert, bis auch ein Fehler bei der Erzeugung eines Impulses Pa23 auftritt, was zur Folge haben könnte, dass der letztgenannte Impuls in unzulässiger Weise verlängert wird, dies nicht festgestellt wird, bis die Länge des Impulses Pa23 zweimal seine nor male Länge erreicht, welche der Verzögerung des Ansprechens der Impulsvergleichsvorrichtung ent spricht, wie dies mit Bezug auf die Fig. 1 erwähnt worden ist.
Die in der Fig. 2 dargestellte Einrichtung, welche einen Pilotgenerator zur Erzeugung von Auslöse impulsen mit genau bestimmter Frequenz und abso luter Betriebssicherheit darstellt, kann in einer An lage verwendet werden, wie sie im belgischen Patent Nr. 504604 beschrieben ist. Vorzugsweise sollte dieser Generator jedoch in der Weise verwendet werden, wie dies im Blockschema der Fig. 4 gezeigt ist.
Die Fig. 4 stellt zwei Pilotgeneratoren PILl und PIL2 dar, von denen jeder der in der Fig. 2 darge stellten Einrichtung entspricht. Diese Generatoren sind gegenseitig synchronisiert und mit der vorgän- gig beschriebenen Steuerschaltung versehen. Norma lerweise sind beide Ausgänge der Pilotgeneratoren PIL <I>1</I> und<I>PILZ</I> mit allen Eingängen der Verteiler verbunden, welche durch die Auslöseimpulse Pal4 und Pa,4 angetrieben werden.
In der Fig. 4 sind zwei Verteiler DISI und DIS2 dargestellt, die zwei Eingänge haben, die mit den Ausgängen der Genera toren PILl und<I>PILZ</I> verbunden sind. Die beiden Vorrichtungen PILI und<I>DIS,</I> bzw. PIL, und<I>DIS,</I> sind so ausgebildet, dass sie Impulse richtiger Form liefern. Es sind jedoch Leistungsstufen nötig, um die durch den Verbraucher benötigten Leistungen zu erzeugen.
Zwei Ausgänge von entsprechenden Stufen der Impulsverteiler<I>DIS,</I> und DIS2 sind gemeinsam finit den Eingängen von drei Leistungsverstärkern POWI, POW, und<I>POW"</I> verbunden, welche die nötige Leistung abgeben.
Die normale Verbindung aller Ausgänge einer Stufe mit allen Eingängen der nächsten Stufe für Impulse der gleichen Art erweist sich als vorteilhafter gegenüber der möglichen Lö sung von zwei unabhängigen Ketten mit verschie denen Verbindungen, wodurch eine der Ketten un brauchbar wird, wenn eine der Verbindungen unter brochen wird, wodurch sich wiederum ein vollstän diger Ausfall einstellen würde, wenn in der verblei benden Kette ein Unterbruch entsteht, solange die erste unterbrochene Verbindung nicht wieder herge stellt worden ist.
Demgegenüber hat die hier vorge schlagene Lösung den Vorteil, dass eine gemeinsame Kette vorliegt, in welcher jede Verbindung minde stens doppelt vorgesehen ist, wodurch dem Ausfall einer Verbindung nachgegangen werden kann, bevor er durch den Ausfall anderer einander nicht entspre chender Verbindungen korrigiert werden kann.