Motorisch angetriebene, zum Spannen und Verschliessen einer um ein Packstück herumgelegten Schlinge dienende Maschine
Es ist bekannt, Packstücke mit Draht oder Band zu umschlingen und die beiden Schlingenenden nach Spannen der Schlinge miteinander zu verschliessen.
Zum Spannen und zum Verschliessen sind sowohl Maschinen mit Handbetätigung als auch motorisch angetriebene Maschinen bekannt. Die handbetätigten Maschinen sind leicht transportabel und besitzen Handhebel oder Handkurbeln zur Betätigung der Draht- oder Band-, Spann- und Verschliesseinrichtungen. Ihre Handhabung erfordert vom Bedienenden einen grossen Kraftaufwand und ist daher auf die Dauer schr anstrengend und ermüdend, insbesondere bei Packstücken, die einen verhältnismässig langen Spannweg zum Anspannen der Schlinge erfordern, z. B. Packstücke mit sehr nachgiebigem Inhalt. In diesen Fällen muss die Schlinge oft mehrfach nachgespannt werden.
Das erfordert viel Zeit. Uberdies lässt sich der Draht oder das Band mit diesen Maschinen nicht stets gleichmässig spannen, da die jeweilige Spannung von der jeweils aufgewendeten Kraft des Bedienenden abhängt. Eine hierbei eintretende zu grosse Anspannung des Drahtes oder Bandes ist jedoch unerwünscht; denn sie ist meistens die Ursache dafür, dass der Draht oder das Band beim Transport oder beim Stürzen des Packstückes platzt.
Unter den Maschinen mit motorischem Antrieb ist eine leicht transportable Drahtspannmaschine bekannt, die jedoch nur einen begrenzten Spannweg aufweist. Sie ist mit Hubscheiben und Spannarmen ausgerüstet und vollzieht den Übergang vom Spannvorgang zum Verdrillen der Drahtenden automatisch unmittelbar nach dem Spannvorgang. Diese Maschine hat den Nachteil, dass der begrenzte Spannweg, auf dem der um das Packstück herumgelegte Draht gespannt wird, bei grossen, insbesondere bei nachgiebigen Packstücken, nicht ausreicht, um dem Umschnürungsdraht die erforderliche Spannung zu geben, bevor seine Enden verdrillt werden.
Andere Maschinen zum motorischen Spannen und Verschliessen eines Verschlussbandes haben zwar Einrichtungen zum Einstellen der Bandspannung.
Die Bandschlinge lässt sich jedoch hierbei vor der Einleitung des Verschliessvorganges nicht mehr nachspannen; die Bandspannung kann während des Spannvorganges oder nach dessen Beendigung nicht mehr geregelt werden, weil der Verschliessvorgang unmittelbar an den Spannvorgang anschliesst. Infolgedessen hängt die jeweilige Spannung des Bandes davon ab, welche Spannungsgrenze in der Spanneinrichtung eingestellt ist, nach deren Überschreiten der Spannvorgang selbsttätig unterbrochen und anschlie ssend die Verschliesseinrichtung in Tätigkeit tritt.
Die erforderliche Einstellung der Spannung lässt sich jedoch vor dem Anspannen der Schlinge nicht immer richtig abschätzen. Infolgedessen fällt die Arbeit mit solchen Maschinen nicht immer zufriedenstellend aus.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, solche motorisch angetriebenen Maschinen so auszubilden, dass sich die Spannung der Schlinge auch nach beendetem Spannvorgang und vor dem Beginn des Verschliessvorganges noch einstellen lässt. Die Erfindung betrifft eine motorisch angetriebene, zum Spannen und Verschliessen einer um ein Packstück herumgelegten Schlinge dienende Maschine, welche eine zum Anziehen der Schlinge bestimmte, über eine Rutschkupplung angetriebene Spanneinrichtung und eine vom gleichen Motor angetriebene, zum gegenseitigen Verbinden der Schlingenenden bestimmte Verschliesseinrichtung aufweist, wobei die Spanneinrichtung nach Erreichen einer durch das Kraftübertragungsvermögen der Rutschkupplung bestimmten Schlingenspannung selbsttätig stillgesetzt wird, und ist dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl die Spanneinrichtung als auch die Verschliesseinrichtung über je eine Schaltkupplung angetrieben sind.
Die Rutschkupplung kann zugleich als Schaltkupplung für die Spanneinrichtung ausgebildet sein.
Sie kann zum Beispiel aus einer Elektromagnetkupplung mit durch Regulierwiderstand veränderbarem Kraftübertragungsvermögen bestehen, welcher ein Schaltorgan derart zugeordnet ist, dass es ursächlich des Rutschens der Kupplung die Stromzuführung zur Kupplung unterbricht.
Der Erfindungsgegenstand soll die Vorteile der bisherigen, motorisch angetriebenen Maschinen und der handbetätigten Maschinen, bei denen die Vorgänge zwischen Spannen und Verschliessen zeitlich voneinander getrennt sind, vereinigen, ohne die erwähnten Nachteile dieser beiden Maschinengattungen in Kauf nehmen zu müssen. Bei entsprechender Ausbildung der Maschine kann ein Nachspannen der um das Packstück herumgelegten Schlinge nach Beendi- gung des durch die Rutschkupplung bestimmten Spannvorganges motorisch erfolgen, bevor die Schliesseinrichtung eingeschaltet wird. Denn nach Beendigung des Spannvorganges soll die so ausgebildete Maschine zunächst im Leergang laufen, bevor die Schaltkupplung für die Verschliesseinrichtung betätigt wird.
Erst wenn durch ein oder mehrmaliges Nachspannen die jeweils optimale Schlingenspannung auf diese Weise gefunden worden ist, würde dann die Schaltkupplung der Verschliesseinrichtung betätigt.
Die Maschine kann ferner so ausgebildet sein, dass das Betätigen dieser Schaltkupplung wahlweise automatisch erfolgt, so dass beim Behandeln einer Reihe von gleichartigen Packstücken, nachdem die richtige Spannungsgrenze für das Stillsetzen des Spannvorganges gefunden und eingestellt ist, die Schaltkupplung der Verschliesseinrichtung für die ganze nachfolgende Serie automatisch gesteuert wird.
Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht einer Bandspannund Verschlussmaschine.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils 148 und
Fig. 3 eine Draufsicht hierzu.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt nach der Linie A-A in Fig. 1 mit von Hand ausgerückten Schaltkupplungen.
Fig. 5 zeigt in der gleichen Darstellung die Schaltkupplung der Spanneinrichtung im eingerückten Zustand.
Fig. 6 zeigt in gleicher Darstellung diese Schaltkupplung in durch die Rutschkupplung ausgerücktem Zustand.
Fig. 7 zeigt eine Rückansicht des Antriebsmechanismus, teilweise im Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 8.
Fig. 8 zeigt eine Draufsicht hierzu.
Fig. 9 zeigt in der Darstellung nach Fig. 1 die Stromschalter-, Exzenter- und Verschlussstempelpartie.
Fig. 10 zeigt eine Draufsicht hierzu.
Fig. 11 zeigt einen Schnitt nach der Linie C-C in Fig. 10.
Fig. 1 2a zeigt den Exzenter in Ansicht.
Fig. 1 2b zeigt eine Draufsicht hierzu.
Fig. 13 zeigt in der obern Hälfte einen Schnitt nach der Linie D-D und in der untern Hälfte einen Schnitt nach der Linie E-E in Fig. 14, welche in der Darstellung wie Fig. 4 eine weitere Ausführungsform der Rutschkupplungspartie zeigt.
Fig. 15 zeigt in der gleichen Darstellung wie Fig. 5 eine andere Ausführungsform der Schaltkupplung für die Spanneinrichtung.
Fig. 16 zeigt eine Vorderansicht einer Drahtspann- und Verdrillmaschine.
Fig. 17 zeigt eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils 149 hierzu.
Fig. 18 zeigt einen Schnitt nach der Linie F-F in Fig. 16.
Fig. 19 zeigt einen Teil eines Schnittes gemäss der Linie G-G in Fig. 18.
Fig. 20 zeigt in der gleichen Darstellung wie Fig. 16 eine Ausführungsform mit wahlweise automatischer oder handbetätigter Umschalteinrichtung.
Fig. 21 zeigt eine Draufsicht hierzu.
Die Bandverschliessmaschine gemäss den Fig. 1 bis 12 weist, wie insbesondere aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, eine Grundplatte 1 auf. Auf dieser ist ein Gehäuse 2 befestigt, das oben durch eine Deckplatte 3 abgeschlossen ist. Diese weist eine vertikale Durchbrechung auf, in welche eine in den Fig. 2 und 7 angedeutete Gewindebuchse 4 eingesetzt ist. Mit dieser steht eine vertikale Spindel 5 in Eingriff. Auf der Deckplatte 3 ist eine Getriebekapsel 6 befestigt welche ein Untersetzungsgetriebe enthält, das von einem Motor 7 angetrieben wird. Das Gehäuse dieses Motors weist, wie aus Fig. 7 hervorgeht, einen Zen trierzapfen 14 auf, der in eine entsprechende Bohrung der anliegenden Wand des Gehäuses 6 eingesetzt ist. Durch eine Lagerbohrung des Zapfens 14 ist zentral die Motorwelle 11 herausgeführt.
Diese ist gemäss Fig. 8 mit einer Schnecke 12 versehen und an der gegenüberliegenden Wand des Gehäuses 6 in einer Buchse 13 gelagert. Die Schnecke 12 steht mit einem Schneckenrad 10 in Eingriff, welches auf einer vertikalen Welle 8 aufgekeilt ist. Die Welle 8 ist gemäss Fig. 7 in einem im Boden des Gehäuses 6 eingesetzten Halslager und anderseits in einer in der Grundplatte 1 eingesetzten Buchse 9 drehbar gelagert. Auf der Welle 8 sitzt eine Schnecke 15, die mit zwei Schneckenrädern 16, 17 in Eingriff steht.
Das Schneckenrad 17 ist gemäss den Fig. 4 und 6 auf einer an einem zylindrischen Kupplungsgehäuse
18 sitzenden Nabe 1 8a verkeilt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist das Gehäuse 18 offen und mit Innengewinde versehen, in welches ein Deckel 19 festsitzend eingeschraubt ist. Dieser ist zugleich als die eine Hälfte einer Rutschkupplung ausgebildet und auf der Innenseite mit Schrägzähnen 20 versehen, welche mit entsprechenden Schrägzähnen 20 einer 7u ihr axial verschiebbar im Lager 18 angeordneten Kupplungshälfte 21 in Eingriff steht. Die Kupplungshälfte 21 steht unter dem Einfluss einer im Gehäuse 18 angeordneten und anderseits am Gehäuseboden anliegenden Kupplungsfeder 22. Diese ist eine Schraubendruckfeder mit vorbestimmter Vorspannung.
Die Kupplungshälfte 21 ist längsverschiebbar auf einer Hohlwelle 23 gelagert, auf welcher die Nabe 1 8a frei drehbar gelagert ist. Die Hohlwelle 23 ist ihrerseits in einem Lager 41 gelagert, welches in einem entsprechenden Teil des Gehäuses 2 in der weiter unten noch zu erwähnenden Art in Querrichtung verschiebbar angeordnet ist. Gegen Axialverschiebung in der einen Richtung ist die Hohlwelle 23 durch einen Stellring 24 gesichert, welcher am Gehäusedeckel 19 anliegt. In der Hohlwelle 23 ist eine Steuerstange 37 längsverschiebbar gelagert. Mit dieser ist die verschiebbare Kupplungshälfte 21 mittels eines einen nabenförmigen Ansatz der Kupplungshälfte 21 durchsetzenden Querstiftes 25 befestigt, welcher durch zwei einander diametral gegenüberliegende Langlöcher 26 der Hohlwelle 23 hindurchgeführt ist.
Die Hohlwelle 23 weist am gegenüberliegenden Endteil ein weiteres Langloch 39 auf. Die Achsen der Langlöcher 26 und 39 verlaufen in der axialen Richtung der Hohlwelle. Durch das Langloch 39 ist ein Querstift 38 hindurchgeführt, welcher in einer passenden Querbohrung der Steuerstange 37 sitzt und ausserhalb des Langloches 39 durch ein weiteres Langloch 40 hindurchgeführt ist, welches die Muffe 27 einer Schaltkupplung durchsetzt. Die Muffe ist mittels einer Gleitfeder 28 undrehbar, jedoch längsverschiebbar auf die Hohlwelle 23 aufgesetzt und weist an der innern Stirnseite Klauen 29 auf, welche mit Klauen 30 einer unverschiebbaren, als Spannrad 31 ausgebildeten Kupplungshälfte zusammenarbeitet.
Das Spannrad 31 ist mittels einer Buchse 33 auf der Hohlwelle 23 drehbar gelagert und gegen Längsverschieben einerseits durch einen Flansch 42 des Lagers 41 und anderseits durch einen Bund der Hohlwelle 23 gesichert. Es ist über seinen ganzen Umfang mit spitzen Greifzähnen 32 versehen, welche im mittleren Teil durch eine im Rad 31 ausgefräste Ringnut unterbrochen sind. Auf der dem Flansch 42 zugekehrten Seite ist das Rad 31 mit einer Nabe versehen, auf welcher ein Sperrad 34 sitzt, das mit ihr mittels Stiften 35 verbunden ist. Mit den Zähnen 36 steht eine Sperrklinke 70 in Eingriff, welche gemäss den Fig. 1 und 4 mittels eines durch einen Bolzen 69 gebildeten, im Gehäuse 2 festsitzend eingeschraubten Lagerzapfens schwenkbar gelagert und mittels einer Feder 71 kraftschlüssig in Eingriff mit den Zähnen 34 gehalten ist.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist auf der Grundplatte 1 unter dem Spannrad 31 ein plattenförmiges Widerlager 100 festsitzend angeordnet, welches auf der Oberseite mit spitzen Riffeln versehen ist, welche, wie die Greifzähne 32, parallel zur Spannradachse verlaufen. Das Lager 41, welches durch die beiderends vorgesehenen Flansche 42 gegen axiales Verschieben im Gehäuse 2 gesichert ist, ist in Richtung auf das Widerlager 100 zu, das heisst also in vertikaler Richtung, verschiebbar in einer aus Fig. 7 ersichtlichen Lagerführung 43 gelagert. Es weist auf der Oberseite eine zentrale zylindrische Vertiefung auf, in welcher eine Ringscheibe 44 drehbar gelagert ist.
Diese sitzt am untern Ende der Spindel 5 und ist gegen axiales Verschieben gegenüber dem Lager 41 durch eine Deckscheibe 45 gesichert, die durch nicht dargestellte Schrauben am Körper des Lagers 41 befestigt ist und mit einer Bohrung zum Durchlassen der Spindel 5 versehen ist. Die Spindel 5 ist durch ein an der Getriebekapsel 6 sitzendes Halslager 46 gelagert. Am obern Ende der Spindel 5 ist ein Handrad 47 befestigt. Durch Drehen des Handrades 47 lässt sich die Spindel und damit das Spannrad 31 in unterschiedliche Höhenlagen einstellen, in welchen es vermöge des Gewindes selbsthemmend gesichert ist.
Das Schneckenrad 16 sitzt gemäss Fig. 4 auf einer zur Hohlwelle 23 parallelen Welle 48, die mittels einer Lagerbuchse 56 im selben Teil des Gehäuses 2 gelagert ist. Die Buchse 56 ist festsitzend in diesem Gehäuseteil verankert. Das Rad 16 liegt einerseits an der Buchse 56 und anderseits an einem auf der Welle 48 sitzenden Stellring 49 an. Auf der gegen überliegenden Seite der Buchse 56 ist eine Exzenterscheibe 54 frei drehbar auf der Welle 48 gelagert und durch einen Bund dieser Welle gegen Länsgverschieben gesichert. Sie weist ein Zahnsegment 57 auf. das sich über einen aus Fig. 1 2a ersichtlichen Teil des Umfanges erstreckt. Auf der der Buchse 56 gegen überliegenden Stirnseite weist die Exzenterscheibe 54 Klauen 53 auf, mit denen entsprechende Klauen 52 zusammenarbeiten, welche an einer Kupplungsmuffe 50 sitzen.
Diese ist mittels einer Gleitfeder 51 längsverschiebbar, aber undrehbar auf der Welle 48 gelagert und gegen Abziehen durch eine Scheibe 55 gesichert, welche mittels einer Zentralschraube an der Welle 48 befestigt ist.
Gemäss Fig. 9 und 10 arbeitet das Zahnsegment 57 der Exzenterscheibe 54 mit einem Zahnrädchen 59 zusammen, welches auf dem einen Schalterknopf S zur Handbetätigung aufweisenden drehbaren Teil eines Schalters 58 für den Motorstrom sitzt. Dieser Schalter ist gemäss Fig. 11 am Lagergehäuse 2 befestigt und weist gemäss Fig. 11 ein Schaltorgan 5 8a auf, welches mit entsprechenden feststehenden Kontakten zum Ein- und Ausschalten des Motorstromes zusammenarbeitet.
Am Lagergehäuse 2 ist ferner ein kastenförmiges Gehäuse 60 befestigt, welches eine vertikale Führung für einen Verschlussstempel 62 bildet. Dieser ist mit beiderseits vorspringenden Zapfen 63 versehen, die durch je ein Langloch 64 des Gehäuses 60 hindurchragen. Am freien Ende der Zapfen 63 greift je eine Rückziehfeder 65 an, welche anderseits an einem Stift 66 verankert ist. Die Stifte 66 sind am Gehäuse 2 vorspringend befestigt. Auf der Unterseite ist das Gehäuse 60 gemäss Fig. 9 mit einer Ausnehmung 61 zum Führen einer in dieses einzusetzenden Verschlusshülse versehen. Darunter sitzt eine in die Grundplatte 1 eingelassene und in dieser befestigte Matrize 67, mit welcher ein am untern Ende des Stempels 62 sitzender Prägenocken 68 passend zusammenarbeitet.
Der Prägenocken 68 ist der jeweils vorgesehenen Verschlussart für das Verschlussband angepasst, je nachdem, ob die Maschine mit oder ohne Verschlusshülsen arbeiten soll.
Gemäss den Fig. 1 und 2 ist am Lagergehäuse 2 eine Lagergabel 72 befestigt, zwischen deren Schenkel 73 ein aufrecht stehender Handhebel 75 mittels eines Lagerzapfens 74 angelenkt ist. Das untere Ende des Handhebels 75 ist gemäss Fig. 1 mit halbkreisförmigen Gabelschenkeln versehen, welche die Muffe 27 zur Hälfte umfassen und an den Endteilen mit je einem konzentrischen Zapfen 76 versehen sind. Die Zapfen 76 greifen in eine im mittleren Teil der Muffe 27 eingefräste Ringnut 77 ein, so dass durch Schwenken des Handhebels 75 die Muffe 27 auf der Hohlwelle 23 axial verschoben und die Klauen 29 in Eingriff mit den Klauen 30 gebracht werden können.
Analog ist am Lagergehäuse 2 eine weitere Lagergabel 78 befestigt, zwischen deren Gabelschenkeln 79 mittels eines Lagerzapfens 80 ein weiterer Handhebel 81 schwenkbar gelagert ist, der ebenfalls mit halbkreisförmigen Gabelschenkeln versehen ist, in welchen einander zugekehrte koaxiale Mitnehmerzapfen 82 sitzen, die in eine in die Kupplungsmuffe 50 eingefräste Ringnut 95 eingreifen. Durch Schwenken des Handhebels 81 lässt sich daher die Kupplungsmuffe 50 auf der Welle 48 axial verschieben, so dass deren Klauen 52 in Eingriff mit den Klauen 53 der Exzenterscheibe 54 gebracht werden können.
Gemäss den Fig. 1 bis 3 ist am Lagergehäuse 2 auf jeder Seite eine Halter mit am Ende kugeligem Handgriff 97 befestigt. Durch Anfassen an diesen beiden Handgriffen kann der Bedienende die Maschine an die Gebrauchs stelle bringen, und zwar wird diese mit der Grundplatte 1 auf das zu behandelnde Paket aufgesetzt, wie dies in Fig. 1 für ein nur mit der Oberseite angedeutetes Packstück 99 der Fall ist.
Alsdann wird das vorgesehene Stahlband um das Packstück 99 herumgelegt unter Bildung der üblichen Schlinge, auf welcher gegebenenfalls ein Verschlussstück aufgeschoben worden ist, welches an den übereinandergreifenden Schlingenenden zu liegen kommt.
Alsdann wird das Stahlband mitsamt der Hülse so von vorn in die Maschine hineingeschoben, dass es mittig unter dem Spannrad 31 und dem Stempelgehäuse 60 zu liegen kommt. Zum Spannen des Bandes wird nun vorerst durch Drehen des Handrades 47 die Spindel 5 und damit die Hohlwelle 23 samt aller auf dieser angeordneten Teile nach unten bewegt, wobei das Lager 41 in der erwähnten vertikalen Führung 43 gleitet. Das Spannrad 31 kommt dann in Eingriff mit dem Stahlband und klemmt dieses gegenüber dem geriffelten Widerlager 100 fest. Bei dieser Abwärtsbewegung rollt das Schneckenrad 17 auf der Schnecke 15 ab (Fig. 7). Nun wird der Motor 7 durch Drehen des Schalterknopfes S in der in Fig. 9 dargestellten Pfeilrichtung eingeschaltet und damit der Motor angelassen, falls dieser nicht schon vorher in Gang gesetzt worden ist.
Der Motor versetzt über die Schnecke 12 das Schneckenrad 10, die Schnecke 15, die Schneckenräder 16 und 17 gegenläufig in Drehung gemäss den in Fig. 7 durch Pfeile veranschaulichten Drehrichtungen. An der Drehung des Schneckenrades 17 nimmt das Kupplungsgehäuse 1 8 mit der Kupplungshälfte 19 teil. Vermöge der mittels der Feder 22 an diese gepresste Kupplungshälfte 21 nimmt diese an der Bewegung teil und nimmt vermöge des Querstiftes 25 die Hohlwelle 23 samt der Steuerstange 37 mit. Die Drehbewegung wird mittels des Querstiftes 38 auf die Muffe 27 übertragen, welche sich in der in Fig. 1 für das Spannrad 31 eingetragenen Pfeilrichtung dreht.
Nun schwenkt der Bedienende unter Anfassen des Handgriffes den Hebel 75 in der in Fig.2 angegebenen Pfeilrichtung, was ein entsprechendes Verschieben der Muffe 27 und infolgedessen das Einrücken der Klauenkupplung zur Folge hat, so dass die Klauen 29 und 30 miteinander in Eingriff treten. Dadurch wird das Spannrad 31 starr mit der Muffe 27 verbunden (Fig. 5). Der Querstift 38 der Steuerstange 37, der vorher geimäss Fig. 4 an der das Langloch 40 begrenzenden Flanke a der Muffe 27 anlag, liegt nun gemäss Fig. 5 an der gegenüberliegenden Flanke b an.
Da das Stahlband mit dem untern Schlingenende E (Fig. 1) auf dem geriffelten Widerlager 100 aufliegt und anderseits das obere Schlingenende unter dem Zahndruck des Spannrades 31 gegen das untere Schlingenende E gepresst ist, hat das Drehen des Spannrades in der in Fig. 1 dargestellten Pfeilrichtung ein entsprechendes Hinwegschieben des vom Spannrad mitgenommenen obern Schlingenendes gegenüber dem vom Widerlager 100 festgehaltenen Schlingenende E zur Folge. Hierdurch wird die Schlinge um das Packstück 99 herum zugezogen, und zwar mit entsprechend dem Widerstand des Packstückes zunehmender Spannung. Der zunehmenden Bandspannung entsprechend wächst das auf das Spannrad zu übertragende Antriebsmoment, welches über die Rutschkupplung 19, 21 übertragen wird.
Diese hat jedoch nur ein beschränktes Kraftübertragungsvermögen, welches durch die Vorspannung der Feder 22 und die Höhe der Zähne 20 bestimmt ist.
Überschreitet das Drehmoment diesen Wert, dann rutschen die Zähne der Kupplungshälfte 19 über diejenigen der Kupplungshälfte 21. Infolge der schrägen Zahnflanken wird dadurch zwangläufig die Kupplungshälfte 21 nach unten geschoben, und zwar um einen der Zahnhöhe entsprechenden Betrag. Sie nimmt über den Querstift 25 die Steuerstange 37 mit.
Der Querstift 38 nimmt an der Flanke b der Muffe 27 anliegend diese Muffe mit und bringt daher die Klauen 29 wieder ausser Eingriff mit den Klauen 30 (Fig. 6). In diesem Zustand liegt der Querstift 38 an der untern Begrenzung des Langloches 39 an. Infolgedessen läuft die Kupplungsmuffe 27 samt der Hohlwelle und der Steuerstange leer, was zur Folge hat, dass die Kupplungsfeder 22 die Kupplungshälfte 21 wieJer in die in Fig. 4 dargestellte Lage mit eingerückten Zähnen 20 bringt. Das sich selbst überlassene Spannrad 31 behält seine Drehlage, da es durch die Sperrklinke 70, welche in die Zähne 36 des Sperrringes 34 eingreifen, arretiert ist. Infolgedessen bleibt das Band im vorgenommenen Ausmasse gespannt.
Die Maschine läuft nun leer, da auch die zweite Schaltkupplung mit den Klauen 52, 53 leer läuft und infolgedessen die Schnecke 15, das Schneckenrad 16 und dadurch die Welle 48 und die Muffe 50 im I,eergang antreibt. Infolgedessen kann der Bedienende nun die erzeugte Bandspannung prüfen und feststellen, ob diese den Anforderungen genügt. Sollte dies nicht der Fall sein und eine höhere Bandspannung nötig sein, dann kann der Bedienende die Rutschkupplung mit einer entsprechend höheren Federspannung versehen, sei es durch Auswechseln der Kupplungsfedern 22 oder durch Erhöhen der Vorspannung dieser Feder, wenn Mittel hierfür vorgesehen sind.
Solche sind bei der erläuterten Ausführungsform zwar nicht vorhanden, es wird jedoch weiter unten beispielsweise noch ein solches Mittel erläutert, welches auch im vorliegenden Falle anwendbar ist.
Sobald der Bedienende auf diese Weise durch ein- oder mehrmaliges Andern der Federspannung und nachfolgendem Wiedereinrücken der Muffe 27 mittels des Handhebels 75 die gewünschte Bandspannung hergestellt hat, fasst er während des erneuten I,eerlaufes der Maschine mit der Hand den Handgriff des Handhebels 81 und bewegt diesen ebenfalls in der in Fig. 2 für den Hebel 75 angegebenen Pfeilrichtung, was ein entsprechendes axiales Verschieben der Muffe 50 auf der Welle 48 und damit ein Einrücken dieser Schaltkupplung durch Ineingriffbringen der Klauen 52 mit den Klauen 53 zur Folge hat. Dadurch wird die Exzenterscheibe 54 mit der Muffe 50 und damit mit dem motorischen Antrieb gekuppelt.
Die Exzenterscheibe 54 dreht sich in dem in den Fig. 1, 9 und 11 für die Welle 48 angegebenen Drehsinne. Dabei wird unter dem Einfluss der Exzenterscheibe 54 der Stempel 62 nach unten verschoben, wobei der Prägenocken 68 den mittleren Teil der übereinanderliegenden Schlingenenden in der gewünschten Verschlussform verformt, und zwar mitsamt der über diese Enden geschobenen Verschlusshülse, falls eine solche in die Führung 61 eingesetzt worden ist. Nach Beendigung des Stempelvorganges gelangt das Zahnsegment 57 der Exzenterscheibe 54 in Eingriff mit dem Zahnrädchen 59 und bringt dadurch das Schaltorgan 58a in die in Fig. 11 dargestellte Querlage, in welcher es entgegen der vorherigen senkrechten Lage ausser Berührung mit den feststehenden Schalterkontakten ist. Dadurch wird der Motorstrom am Schalter S unterbrochen und daher der Motor stillgesetzt.
Die periphere Länge des Zahn segmentes 57 ist so bemessen, dass seine Zähne ausser
Eingriff mit dem Zahnrädchen 59 gelangt, sobald das Schaltorgan 58 die in Fig. 11 dargestellte Mit tellage zwischen den feststehenden Kontakten hat.
Diese Lage ist zweckmässig durch einen bei Schal tern üblichen Schnappverschluss kraftschlüssig ge sichert. Nun rückt der Bedienende durch erneutes
Anfassen des Handhebels 81 die Klauenkupplung 29,
30 wieder aus. Der Stempel 62 ist durch die Rück ziehfeder 65 selbsttätig nach Freigabe durch die Ex zenterscheibe 54 bzw. durch entsprechendes Weiter drehen derselben in die in Fig. 1 dargestellte Aus gangslage zurück und dadurch der Prägenocken 68 ausser Eingriff mit den Schlingenenden gebracht wor den.
Nun wird durch Zurückdrehen des Handrades 47 die Spindel 5 samt dem Lager 41 und der Hohl welle 23 samt allen an dieser sitzenden Teile in die
Ausgangslage angehoben, wodurch das Spannrad 31 die Bandschlinge freigibt. Der Bedienende erfasst nunmehr wieder die Handgriffe 97 und hebt die
Maschine vom Packstück ab, wobei sie durch leich tes Hin- und Herbewegen vorerst nach hinten von der Bandschlinge abgezogen und dann erst angehoben wird. Der überschüssige Teil des obern Schlingen endteils, der in der Regel an einem aufgerollten Stahl band sitzt, wird nun an der Verschlusshülse, welche die Schlingenenden umgibt, bzw. wenn keine Ver schlusshülse vorgesehen ist, an der entsprechenden
Stelle durch Abbrechen oder Abschneiden durch trennt. Das Abbrechen geschieht durch mehrmaliges scharfes Hin- und Herbiegen des Bandes.
Falls ein
Schneidmesser Verwendung findet, wird zweckmässig eine Maschine mit eingebautem Schneidapparat ver wendet, wobei ein Schneidmesser mechanisch nach unten bewegt wird, welche Bewegung zweckmässig durch den Stempel 62 gesteuert ist, so dass das
Durchschneiden des Bandes gleichzeitig mit der Her stellung des Bandverschlusses durch den Prägenok ken 68 erfolgt.
Die Ausführungsform nach den Fig. 13 und 14 unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform lediglich dadurch, dass anstelle der gemäss den Fig. 4 bis 6 vorgesehenen Rutschkupp lung, welche ursächlich des Rutschens selbsttätig die
Spanneinrichtung ausschaltet, nunmehr eine Rutsch kupplung in Form einer blossen Friktionskupplung vorgesehen ist und daher die Schaltkupplung für die
Spanneinrichtung unabhängig von der Rutschkupp lung von Hand ausgeschaltet werden muss, sobald das
Rutschen der Rutschkupplung das Erreichen der durch die Kupplungsfeder bestimmten Spannung der
Bandschlinge anzeigt.
Gemäss den Fig. 13 und 14 ist in einem wieder starr mit dem Schneckenrad 17 verbundenen zylindri schen Kupplungsgehäuse 83, welches frei auf einer unmittelbar im Lager 41 gelagerten Welle 85 drehbar ist, eine Kupplungsbuchse 86 angeordnet, die mittels eines Keils 89 auf der Welle 85 befestigt ist. Der
Mantel des Gehäuses 83 ist mit vier Längsschlitzen 84 und die Buchse 86 auf ihrer Aussenseite mit vier Längsnuten 88 versehen. Im Ringraum zwischen der Buchse 86 und dem Mantel des Gehäuses 83 liegt ein Lamellenpaket. Dieses besteht abwechselnd aus Aussenlamellen 90, welche vier Vorsprünge 91 aufweisen, welche in die Längsschlitze 84 eingreifen und aus Innenlamellen 92, welche nach innen vorspringende Vorsprünge 93 aufweisen, die in die Längsnuten 88 eingreifen, ferner aus je einem zwischen den Aussen- und Innenlamellen liegenden Reibungsring 94.
Letzterer ist beiderseits mit einem Friktionsbelag versehen. Die unterste Lamelle liegt auf dem Flansch der Kupplungsbuchse auf, wogegen die oberste Lamelle unter dem Einfluss einer als Schraubendruckfeder ausgebildeten Kupplungsfeder 96 steht, die anderseits an einer durch Kontermutter gesicherten Mutter 87 anliegt, die auf entsprechendes Gewinde der Kupplungsbuchse 86 aufgeschraubt ist.
Durch Lockern oder stärkeres Anziehen der Mutter und Wiedersichern durch die Kontermutter kann die Spannung der Feder 96 verändert werden.
Auf dem andern Endteil der Welle 85 ist unmittelbar die im Spannrad 31 sitzende Buchse 33 drehbar gelagert und gegen Längsverschieben einerseits wieder durch den Lagerflansch 42 und anderseits durch einen auf der Welle 85 vorgesehenen Bund gesichert. Die Kupplungsmuffe ist mittels der Gleitfeder 28 unmittelbar auf der Welle 85 undrehbar und längsverschiebbar gelagert und steht in nicht dargestellter Weise wieder in Eingriff mit den Mitnehmerzapfen 76 des Kupplungshebels 75.
Beim Gebrauch wird gleich vorgegangen wie bei der ersterläuterten Ausführungsform, indem vorerst durch Betätigen des Handhebels 75 die Muffe 27 eingerückt und dadurch die Klauen 29 mit den Klauen 30 in Eingriff gelangen. Infolge des Friktionsvermögens unter dem Druck der Feder 96 ist das Gehäuse 83 mit der Kupplungsmuffe 86 reibungsschlüssig verbunden, so dass der motorische Antrieb des Schneckenrades 17 sich auf die Welle 85 überträgt, bis das auf das Spannrad 31 zu übertragende Drehmoment so stark angewachsen ist, dass die La melken in der Rutschkupplung gegenseitig zum Schleifen kommen. Der Bedienende stellt diesen Vorgang durch Beobachten des Stillstandes des Spannrades 31 visuell fest und rückt dann durch Betätigen des Handhebels 75 die Muffe 27 in die Ausgangslage zurück, wodurch die Klauen 29 ausser Eingriff mit den Klauen 30 gelangen.
Soll wegen ungenügender Spannung der Bandschlinge ein Nachspannen erfolgen, dann wird nach entsprechendem Stärkerspannen der Kupplungsfeder 96 der Handhebel 75 erneut eingerückt, was entsprechend dem er Anzuges der Flanken d und der Fläche e wird dadurch die Stange 37 noch um ein geringes Mass weiter in der Pfeilrichtung axial verschoben, was zur Folge hat, dass die Zähne der Kupplungshälfte 21 völlig ausser Eingriff mit den Zähnen der Kupplungshälfte 19 gelangen. Infolgedessen ist die Rutschkupplung völlig ausgeschaltet, so dass die Rutschkupplungshälfte 21 samt der Hohlwelle 23 und der Steuerstange 37 sowie dem Spannrad 31 stillgesetzt sind, wobei letzteres wieder durch die Sperrklinge 70 gegen Zurückdrehen gesichert ist. Es kann nun wieder die Kontrolle des Spannungszustandes des Stahlbandes erfolgen.
Sollte dieses ungenügend gespannt sein, dann wird wieder die Spannkraft der Kupplungsfeder 22 in der früher erwähnten Weise erhöht. Alsdann wird die Rutschkupplung wieder eingeschaltet, indem der Bedienende in der in Fig. 15 dargestellten Pfeilrichtung auf die Gewindekapsel 155 einen Druck aus übt, welcher unter Überwindung der Kraft der Stellfeder 156 den Bolzen wieder in die in Fig. 15 dargestellte Ausgangslage zurückbringt. Der hierzu nötige Kraftaufwand wird durch den erwähnten Anzug der Flanke d bzw. Fläche e verringert, da die Kupplungsfeder 22 im Sinne der Verschiebung des Bolzens in dieser Richtung durch Keilwirkung einwirkt. Sobald der Bolzen 152 wieder die Ausgangslage nach Fig. 15 erreicht, gibt die Nase 157 die Steuerstange 37 frei, was zur Folge hat, dass die Kupplungsfeder 22 die Rutschkupplung wieder einschaltet.
Die Kupplung ist nun wieder zur tJbertra- gung des angewachsenen Drehmomentes befähigt, so dass das Nachspannen des Bandes in entsprechendem Ausmasse erfolgen kann, wonach wieder selbsttätig das Ausschalten der Rutschkupplung erfolgt.
Statt des Bolzens 152 kann auch irgendein anderes Schaltorgan, eventuell auch an anderer Stelle der Rutschkupplung, derart zugeordnet sein, dass es ursächlich des Rutschens der Kupplung letztere selbsttätig so lange ausschaltet, bis sie durch Betätigung des Schaltorgans in umgekehrter Richtung wieder eingeschaltet wird. Hierbei kann die Rutschkupplung auch eine andere Ausbildung erhalten, als in der Zeichnung dargestellt worden ist. Zum Beispiel kann eine mit federnden Schnapporganen arbeitende Kupplung bzw. eine andere der bekannten Rutschkupplungen Verwendung finden.
Bei der Drahtspannmaschine gemäss den Fig. 16 bis 19 ist im Gegensatz zu den vorangehenden Bandspannmaschinen die Hohlwelle 23 in einer Lagerbuchse 101 drehbar, aber unverschiebbar im Gehäuse 2 gelagert (Fig. 18). Ferner ist anstelle des Bandspannrades auf der Hohlwelle 23 ein Drahtspannrad 102 wieder mittels einer Buchse 33 gelagert, welches die Klauen 30 trägt. Das Spannrad 102 ist mit radialen Löchern 103 zum Einführen des Drahtendes versehen.
Die Rutschkupplung unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäss den Fig. 4 bis 6 lediglich dadurch, dass sie ein Mittel zur willkürlichen Ver änderung der Vorspannung der Kupplungsfeder 22 aufweist. Zu diesem Zwecke liegt die Kupplungsfeder 22 gemäss Fig. 18 auf der der Kupplungshälfte 21 gegenüberliegenden Seite an einem axial verschiebbar im Gehäuse 18 angeordneten Federteller 137 an, der aussen mit radialen Stützarmen 138 versehen ist. Diese ragen durch je einen Längsschlitz 139 im Mantel des Gehäuses 18 hindurch und sind ausserhalb des Gehäuses auf einer Stellmutter 140 abgestützt. Diese ist auf dem mit Aussengewinde versehenen Gehäusemantel verstellbar aufgeschraubt.
Durch Drehen der Mutter 140 in der einen oder andern Richtung kann der Federteller 137 entsprechend axial verstellt und dadurch die Vorspannung der Feder 22 geändert werden.
Im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäss Fig. 4 ist bei der Ausführungsform nach den Fig. 16 bis 19 für die Verschliesseinrichtung anstelle der Exzenterscheibe 54 auf der Welle 48 wieder frei drehbar ein Kegelrad 104 gelagert, welches eine Lagerbuchse 135 aufweist. Das Kegelrad 104 steht mit einem Kegelrad 105 in Eingriff, welches mittels eines Keils 106 auf eine Zwischenwelle 107 aufgekeilt ist.
Die Welle 107 ist mittels einer Lagerbuchse 108 in einem Lager 109 drehbar, aber axial unverschiebbar gelagert. Das Lager 109 ist mit der Grundplatte 1 starr verschraubt. Auf der Nabe des Kegelrades 105 ist ein Zahnrad 110 mittels eines Keils 111 befestigt.
Das Zahnrad 110 weist auf der dem Lager 109 zugekehrten Seite eine Pfanne 134 auf, in welche ein Arretierstift 136 hineinragt, welcher längsverschiebbar in einer axialen Bohrung des Lagers 109 gelagert ist und unter dem Einfluss einer in dieser Bohrung befindlichen, als Schraubendruckfeder ausgebildeten Stellfeder 133 steht, die ihn kraftschlüssig in die Pfanne 134 presst.
Das Zahnrad 110 steht gemäss Fig. 16 in Eingriff mit einem Verdrillritzel 112, das mit einem nach vorn offenen Schlitz 128 versehen ist. Das Ritzel 112 ist beiderseits in je einem Lager 113 bzw.
114 drehbar gelagert. Diese Lager sind ebenfalls mit einem nach vorn offenen Schlitz versehen und auf der Grundplatte 1 befestigt. In einem Abstand vom Lager 114 ist koaxial ein Drahtführungsstück 115 und ebenso auf der andern Seite im Abstand vom Lager 113 ein Führungsstück 116 auf der Grundplatte 1 befestigt. Auf der dem Ritzel 112 abgekehrten Seite der Führungsstücke 115 bzw. 116 ist je ein mit letzteren zusammenarbeitender Messerhebel 117 bzw. 118 schwenkbar gelagert, und zwar mittels eines in Fig. 17 für den Messerhebel 117 dargestellten Lagerzapfens 119.
Der Messerhebel 117 weist eine Messerschneide 158 auf, welche so angeordnet ist, dass sie von zweien, gemäss Fig. 17 im Schlitz des Führungsstückes 115 dicht nebeneinanderliegenden Stahldrähten 159 bzw. 160 nur den weiter entfernt vom Lagerzapfen 119 befindlichen Draht beim Schwenken des Hebels 117 im Gegenuhrzeigersinne erfassen kann, so dass nur dieser durchgeschnitten wird, der andere dagegen unversehrt bleibt.
Analog-ist der Messerhebel 118 in bezug auf das Führungsstück 116 ausgebildet und angeordnet.
Auf der Grundplatte 1 ist in einem Abstand neben dem Messer 117 noch eine Drahtklemme 120 angeordnet, welche einen Klemmschlitz aufweist, durch welchen der Draht 160 hindurchgeführt und festgeklemmt ist. Dieser Draht kann von einer Drahtrolle herkommen und wird über die Drahtklemme durch die Ritzellager 114, 113, das Ritzel 112 und das Drahtführungsstück 116 hindurch, alsdann um das zu verschnürende Packstück, auf welches die Maschine mit der Grundplatte 1 wieder abgestellt wird, herumgeführt, wobei der freie Drahtendteil 159 nunmehr zuerst in das Drahtführungsstück 116 hineingeführt und alsdann der von der Rolle kommende Drahtteil 160 nachgeschoben wird. Der Drahtendteil 159 wird dann ebenfalls durch die Lagerführung 114, 113, das Verdrillritzel 112 hineingeführt und im Führungsstück 116 an den Drahtteil 160 herangeschoben.
In der Bahn der Messerschneide 158 des Messerhebels 118 liegt also im Gegensatz zum Messerhebel 117 lediglich der freie Drahtendteil 159, wogegen derjenige 160 ausserhalb des Schneidbereiches des Messerhebels 118 liegt. Das freie Drahtende 159 wird, wie in Fig. 16 veranschaulicht ist, in eines der Löcher 103 des Spannrades 102 nach scharfem Umknicken um 90O eingeschoben, so dass beim Drehen des Spannrades 102 in der in Fig. 16 angedeuteten Richtung das Drahtende 159 mitgenommen wird.
Zum Antrieb des die Messerhebel 117 und 118 aufweisenden Schneidwerkes dient ein Steuerarm 127, welcher gemäss Fig. 17 auf der Zwischenwelle 107 sitzt und mit einem auf einer Steuerwelle 121 sitzenden Antriebshebel 123 zusammenarbeitet, dessen Endteil mit dem Messerhebel 117 zusammenarbeitet.
Die Steuerwelle 121 weist am andern Endteil einen analogen Antriebshebel 124 auf, in dessen Bahn der Messerhebel 118 liegt. Auf der Welle 121 sitzt ferner ein nach oben gerichteter Steuerarm 122, welcher mit einem Schalterknopf 130 für den Motorstrom zusammenarbeitet. Die Steuerwelle 121 ist parallel zur Zwischenwelle 107 mittels Lagern 125 und 126 drehbar, aber gegen Längsverschiebung gesichert am Gehäuse 2 gelagert. Neben dem Schalterknopf 130 ist am Motorgehäuse ein von Hand bedienbarer Motorschalterknopf 129 angeordnet.
An der Steuerwelle 121 sitzt ferner ein dem Handhebel 81 zugekehrter und mit diesem zusammenarbeitender Steuerarm 131.
Beim Gebrauch dieser erläuterten Drahtschliessmaschine wird nach dem bereits erläuterten Aufsetzen der Maschine auf das Packstück und Umschlingen desselben mit dem Stahldraht vorerst durch Eindrücken des Schalterknopfes 129 der Motor in Gang gesetzt und alsdann durch Anfassen des Handhebels 75 wieder wie beim ersten Ausführungbeispiel die Klauenkuppiung 29, 30 eingerückt, wodurch das Spannrad 102 in der in Fig. 16 angegebenen Pfeilrichtung gedreht wird. Hierbei wickelt sich das Drahtende 159 auf das Spannrad 102 auf, wogegen das andere Schlingenende durch Einspannen des Drahtes 160 in der Spanneinrichtung 120 festgehalten ist, so dass die Schlinge zusammengezogen wird.
Analog wie beim Bandspannen ist die Schlingenspannung begrenzt durch das eingestellte Kraftübertragungsvermögen der Rutschkupplung 19, 21, worauf wieder ursächlich des Rutschens dieser Kupplung die Klauenkupplung 29, 30 selbsttätig ausgeschaltet wird und die Maschine im Leergang läuft. Es kann dann wieder, wenn gewünscht, ein Nachspannen des Drahtes erfolgen usw. Sobald die richtige Drahtspannung erzielt ist, wird wieder durch Anfassen des andern Handhebels 81 die Klauenkupplung 52, 53 eingeschaltet, wodurch die Welle 48 die Zahnräder 104, 105, das Zahnrad 110 und Verdriliritzel 112 sowie die Zwischenwelle 107 antreibt. Letztere hat die in Fig. 17 durch einen Pfeil veranschaulichte Drehrichtung. Das Ritzel 112 verdrillt die in den Schlitz 128 eingeschobenen Drähte 159 und 160 miteinander.
Nach Beendigung des Verdrillvorganges gelangt der Steuerarm 127 der Welle 107 in den Bereich des Antriebshebels 123 (Fig. 17). Dadurch wird der Hebel 123 unter Mitnahme des Messerhebels 117 geschwenkt unter gleichzeitiger entsprechender Drehung der Steuerwelle 121, welche den Antriebshebel 124 synchron mit dem Hebel 123 und dadurch auch den Messerhebel 118 betätigt, wodurch die Schlingenenden an den Drähten 160 bzw. 159 abgeschnitten werden. Alsdann gelangt der an der Drehung der Steuerwelle 121 beteiligte Steuerarm 131 mit dem Hebelarm 81 a des Handhebels 81 in Berührung und schwenkt den Handhebel 81, bezogen auf Fig. 17 im Uhrzeigersinne um seinen Lagerzapfen 80, was eine entsprechende Axialverschiebung der Kupplungsmuffe 50 und damit das Ausschalten der Klauenkupplung 52, 53 zur Folge hat.
Dadurch wird der Antrieb des Kegelrades 104 unterbrochen. Alsdann gelangt der Steuerarm 122 in Eingriff mit dem Schaltknopf 130 und schaltet den Motorstrom aus, wodurch die ganze Maschine stillgelegt wird. Zur Zurückführung der bewegten Teile des Schneidwerkes ist am Messerhebel 117 gemäss Fig. 17 eine Rückziehfeder 132 angelenkt, die anderseits am Lager 109 angreift. In analoger Weise steht auch der Messerhebel 11 8 unter dem Einfluss einer Rückziehfeder. Wie aus Fig. 17 hervorgeht, ist der Antriebshebel 123 auf der dem Steuerarm
127 zugekehrten Seite mit einer Knickstelle c versehen.
Der Steuerarm 127 ist so angeordnet, dass er bei seiner Drehung in der Pfeilrichtung die Knickstelle c beim Ausschalten des Motors überschritten hat, so dass die Rückziehfedern 132 die Messerhebel und zugleich die Antriebshebel 123, 124 sowie die Steuerwelle 121 nebst sämtlichen an dieser sitzenden Steuerarmen wieder in die Ausgangslage zurückbringt.
Der im Lager 109 angeordnete Arretierstift 136 ist so angeordnet und die Pfanne 134 im Zahnrad
110 peripher so versetzt, dass der Stift 136 nach Entkuppeln der Verdrilleinrichtung durch die Klauen kupplung 52, 53 selbsttätig das Verdrillrad 110 genau so zentriert, dass der Schlitz 128 des Verdrillritzels 112 eine nach vorn gerichtete Lage aufweist, wie sie zum Einführen der zu verdrillenden und zum Herausführen der verdrillten Stahldrähte erforderlich ist.
Statt dieser Zentriereinrichtung kann natürlich auch eine andere, an sich bekannte Zentriereinrichtung Verwendung finden, z. B. mittels Federklinken bekannter Art. Die Maschine kann nun durch Anfassen von Hand nach rückwärts abgezogen werden, wobei die Drahtschlinge aus dem Verdrillritzel 112, den Lagerführungen 113, 114 sowie den Führungsstücken 115, 116 herausgezogen wird.
Die Ausführungsform nach den Fig. 20 und 21 unterscheidet sich von der vorhergehenden Ausführungsform lediglich dadurch, dass an der Getriebekapsel 6 ein Lagerarm 141 befestigt ist, der am freien Ende eine Gabel aufweist. In dieser ist mittels eines Lagerzapfens 142 ein zweiarmiger Steuerhebel 143 gelagert. Dieser ist beiderends, und zwar an mindestens einem Ende lösbar, mit je einem der beiden Handhebel 75, 81 gelenkig verbunden. Zu diesem Zwecke ist sowohl im Steuerhebel 75 als auch im Steuerhebel 81 eine Bohrung vorgesehen, durch welche ein Bolzen 144 bzw. 145 hindurchgesteckt ist, der anderseits in einer passenden Bohrung des Hebels 143 eingesetzt ist. Zweckmässig sind beide Bolzen herausziehbar eingesetzt. Durch diesen Steuerhebel sind die Schaltkupplungshälften 29, 52 miteinander gegenläufig gekuppelt.
Wenn also zum Ingangsetzen der Maschine mittels Betätigung des Handhebels 75 von Hand die Klauenkupplung 29, 30 eingeschaltet wird, dann wird zwangläufig vermittels des Steuerhebels 143 der Handhebel 81 im Sinne des Ausrükkens der Klauenkupplung 52, 53 betätigt. Sobald umgekehrt nach Beendigung des Spannvorganges die Klauenkupplung 29, 30 selbsttätig ausgeschaltet wird und daher die Kupplungsmuffe 27 im Sinne des Pfeils 146 (Fig. 21) ausgerückt wird, dann wird zwangläufig die Steuermuffe 50 der andern Klauenkupplung im Sinne des Pfeils 147 eingerückt und dadurch der Verschliessvorgang eingeleitet.
In diesem Zustande arbeitet die Maschine im Serienverpackungsbetrieb, wenn für eine ganze Serie von Packstücken die erforderliche Spannung der Drahtschlinge ein für alle Male festgestellt ist.
Soll jedoch zu einer andern Serie übergegangen werden, bei welcher die erforderliche Spannkraft vorerst ausprobiert werden muss, dann wird einer der Bolzen 144, 145, oder gegebenenfalls werden beide Bolzen aus dem Steuerhebel 143 und dem betreffenden Loch des Handhebels herausgezogen. Dadurch ist die automatische gegenläufige Schaltung der Klauenkupplungen aufgehoben. Es kann nun nach Bedarf durch ein- oder mehrmaliges Ändern der Spannung der Rutschkupplungsfeder nachgespannt werden, bis eine konvenierende Drahtspannung ermittelt worden ist. Hierauf kann durch Wiedereinsetzen des oder der Bolzen 144 bzw. 145 das automatische gegenläufige Ein- und Ausrücken der Klauenkupplungen wieder hergestellt werden.
Natürlich kann diese oder eine ähnlich arbeitende Automatik auch bei der analogen Ausführungsform der Bandspannmaschine Verwendung finden, wie sie zum Beispiel anhand der Fig. 1 bis 12 eingangs beschrieben worden ist.
Dasselbe gilt sinngemäss vom Schneidwerk, welches anhand der Ausführungsform gemäss den Fig. 16 bis 19 erläutert worden ist.
Es ist zweckmässig, mit der anhand der Fig. 18 erläuterten Einrichtung zum Andern der Vorspannungen der Kupplungsfeder 22 eine Anzeigeeinrichtung zu verbinden, welche gestattet, die jeweilige Vorspannungskraft der Kupplungsfeder jederzeit feststellen zu können. Zu diesem Zwecke kann einer der radialen Stützarme 138 des Federtellers 137 mit einer Zeigermarke versehen sein, welche mit einer am Mantel des Kupplungsgehäuses 18 vorgesehenen Skala zusammenarbeitet. Die Skala kann die jeweilige Vorspannung der Kupplungsfeder unmittelbar, z. B. in Kilogramm, angeben, oder aber auch mft- telbar, nämlich bezogen auf die entsprechende, bei der betreffenden Vorspannung der Kupplungsfeder durch das Spannrad auf den Verpackungsdraht übertragbare maximale Zugkraft.
In diesem Falle zeigt dann also die Einrichtung bei jeder Lage des Federtellers an, welche Spannkraft die Maschine in diesem Zustand auf den das Packstück umschlingenden Draht zu übertragen vermag. Auch diese Einrichtung kann ohne weiteres sinngemäss für die Benützung eines Bandes statt eines Drahtes als Zugorgan Verwendung finden.