CH338187A - Verfahren zur Herstellung neuer schwefelhaltiger Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer schwefelhaltiger Verbindungen

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CH338187A
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chloro
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Max Dr Schuler
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C323/00Thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides substituted by halogen, oxygen or nitrogen atoms, or by sulfur atoms not being part of thio groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer schwefelhaltiger Verbindungen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer schwefelhaltiger Verbindungen der Formel
EMI1.1     
 worin eines der Radikale X die Methylgruppe, das andere Wasserstoff bedeutet.



   Die Verbindungen der obengenannten Konstitution werden durch Umsetzung eines   4-Chlor-benzyl-    halogenids mit   o- bzw.    p-Thiokresol in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, wie z. B. Natriumund Kaliumhydroxyd oder -carbonat, Natriummethylat   oder -äthylat,    und gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels hergestellt. Als Lösungsmittel können beispielsweise Wasser, Alkohole, wie Methyl- und Äthylalkohol, aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol, sowie chlorierte, aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Monochlorbenzol, und Aceton verwendet werden. Eine vorteilhafte Arbeitsweise besteht darin, dass man ein 4-Chlor-benzylhalogenid, z.

   B. 4-Chlor-benzylchlorid, mit einem Alkalisalz der Thiokresole zur Reaktion bringt, wobei die Alkalisalze der Thiokresole die Rolle des säurebindenden Mittels übernehmen. Die Umsetzung wird vorteilhaft bei Temperaturen zwischen 50 und   1500    vorgenommen.



   Es wurde festgestellt, dass sich Verbindungen der obengenannten Konstitution hervorragend zur Schädlingsbekämpfung, insbesondere zur Bekämpfung von Eiern und aktiven Stadien von Spinnmilben (Tetranychidae sp.) eignen.



   Das 4-Chlor-benzyl-o-tolylsulfid ist niedrigschmelzend, und daher besonders zur Herstellung flüssiger Präparationen geeignet, während sich das höherschmelzende 4-Chlor-benzyl-p-tolylsulfid besonders zur Herstellung pulverförmiger Präparationen eignet.



   Das für die Herstellung obiger Verbindungen benötigte   bzw.    p-Thiokresol wird aus den entsprechenden Toluolsulfochloriden durch Reduktion hergestellt. Beide Produkte sind Derivate des Toluols, das ebenso einfach zu gewinnen ist wie das Benzol.



  Es stellt deshalb auch ein äusserst billiges Rohmaterial dar. Geht man von einem Gemisch von ound p-Thiokresol aus, so erhält man ein Gemisch der obengenannten Verbindungen, das sich ebenfalls gut für die genannten Zwecke eignet.



   Die Verbindungen sind in wässriger Suspension haltbar und in organischen Lösungsmitteln löslich.



  Das 4-Chlor-benzyl-o-tolylsulfid zeichnet sich ausserdem durch gute Öllöslichkeit, z. B. in Paraffinöl, Kerosen und pflanzlichen Ölen, aus.



   Die Bekämpfung der Schädlinge mit Hilfe der Verbindungen obiger Konstitution erfolgt zweckmässig in der Weise, dass man sie mit Emulgatoren, z. B. mit flüssigen Polyglykoläthern, die aus höhermolekularen Alkoholen, Mercaptanen oder Alkylphenolen durch Anlagerung von   Athylenoxyd    entstanden sind, gegebenenfalls in Mischung mit ionogenaktiven Emulgatoren, wie z. B. einem Ester einer Sulfocarbonsäure, sowie mit geeigneten organischen Lösungsmitteln, wie aromatischen Kohlenwasserstoffen, Mono- oder Polyalkoholen, Tetralin, Mineralöl als Lösungsvermittler mischt, sie dann in Wasser emulgiert und die Emulsion durch Zerstäuben auf die zu behandelnde Oberfläche aufbringt.



  Es können den aus den Wirkstoffen und Emulgatoren bestehenden Gemischen aber auch zwecks Herstellung von in Wasser suspendierbaren, pulverigen Produkten feste Trägerstoffe, wie Kaolin, Kieselgur,   Bentonit, Diatomeenerde, wie z. B.  Celite-209 , einverleibt werden. Die flüssigen bzw. pulverförmigen Produkte der genannten Art werden vor Gebrauch mit Wasser emulgiert bzw. dispergiert, wobei es zweckmässig ist, dass die entstandenen Emulsionen bzw. Brühen 0,005-1   O/o    der genannten Verbindungen enthalten.



   Die Verbindungen können aber auch ohne Zusatz von Emulgatoren, jedoch gegebenenfalls unter Zusatz von Haftmitteln, mit einem geeigneten Trägerstoff, wie Talkum, Kaolin, Kieselgur, Bentonit, oder mit einem Gemisch solcher Trägerstoffe zu einem Stäubemittel verarbeitet werden.



   Beispiel 1
Zur Lösung von 4,6 g Natrium in 250 cm Äthylalkohol werden 24,8 g Thio-p-Kresol eingetragen, wobei das Natriumsalz der letztgenannten Verbindung entsteht, und hierauf unter Rühren 32,2 g 4-Chlor-benzylchlorid innert 30 Minuten zugetropft.



  Hernach wird unter Rühren 2 Stunden lang am Rückfluss zum Sieden erhitzt, heiss vom entstandenen Kochsalz abgesaugt und der Rückstand mit siedendem Alkohol nachgewaschen. Aus dem Filtrat erhält man durch Kristallisation die Verbindung der Formel
EMI2.1     
 Sehr schwach gelblich gefärbte Kristalle vom Smp.



     6/1 650.      C1      ber.:    14,28   0/o;    gef.: 14,08   O/o.   



   Beispiel 2
Das in Beispiel 1 beschriebene 4-Chlor-benzyl-ptolylsulfid erhält man auch, indem man zur Lösung von 4,5 g Ätznatron in 70   cm3    Wasser unter gutem Rühren bei   50600    12,4 g Thio-p-kresol und 16 g 4-Chlor-benzylchlorid einträgt, 2 Stunden lang bei   75850    rührt, das Reaktionsprodukt nach Abkühlen in Äther aufnimmt, die ätherische Lösung mit Na2SO4 trocknet und das nach Abdestillieren des ethers zurückbleibende Rohprodukt aus   ithyl-    alkohol umkristallisiert.



   Beispiel 3
32,2 g 4-Chlor-benzylchlorid werden in eine Aufschlämmung von 29,2 g Thio-o-kresolnatrium in 200 cm3 Toluol eingetropft und das Gemisch 4 Stunden lang bei   100-110"    gerührt. Nach Absaugen vom entstandenen Kochsalz erhält man durch Destillation die Verbindung der Formel
EMI2.2     
 als fast farbloses Öl vom Sdp.   156"/1,2    mm,   n2D = 1,6188,    welches beim Stehenlassen erstarrt.



  Smp.   =      30O.    S   ber.:      12,87/o;    gef.:   12,950/o.   



   Beispiel 4
In eine Suspension von 4,6 g Natrium in 250   cm3    Xylol werden 24,5 g Thio-o-kresol eingetropft und so lange bei   80"    gerührt, bis eine klare Lösung entstanden ist. Alsdann werden 32 g   4-Chlorbenzyl-    chlorid innert 20 Minuten bei   80"    eingetropft. Man rührt anschliessend noch 4 Stunden lang bei 105 bis   110o    und arbeitet, wie es in Beispiel 3 beschrieben ist, auf. Das erhaltene 4-Chlor-benzyl-o-tolylsulfid besitzt die in Beispiel 3 beschriebenen Eigenschaften.



   Beispiel 5
In 200   cm3    Benzol werden nacheinander 11 g wasserfreie Soda, 25 g Thio-o-kresol und 32 g 4-Chlor-benzylchlorid eingetragen. Man rührt und hält 4 Stunden im Sieden unter Rückfluss. Nach Abfiltrieren und Ausschütteln mit Wasser erhält man aus der Benzollösung durch Destillation das 4-Chlorbenzyl-o-tolylsulfid vom Sdp.   149"/0,8    mm als fast   farbloses Ö1, n2r0, = 1, 1,6190.   



   Beispiel 6
In eine Lösung von 11 g wasserfreier Soda in
150   cm5    Wasser werden 25 g Thio-o-kresol und 32 g 4-Chlor-benzylchlorid eingetragen, worauf man 4 Stunden lang bei 800 rührt. Nach Abkühlen trennt man das entstandene Öl ab und erhält daraus durch Destillation das 4-Chlor-benzyl-o-tolylsulfid als fast farbloses Ö1 vom Sdp.   153 /1    mm,   n2D= 1,6192.   



   Beispiel 7
10 Teile des nach Beispiel 3 hergestellten Aktivstoffes werden mit 10 Teilen eines feinen Kieselgurs und 80 Teilen Talkum gemischt und gemahlen. Man erhält ein feines Stäubemittel mit guter Wirksamkeit gegen Spinnmilben.



   Beispiel 8
30 Teile des nach Beispiel 6 hergestellten Aktivstoffes werden gelöst in einer Mischung, enthaltend in 37 Teilen Xylol, 15 Teile Diisooctylphenylheptaglykoläther, 5 Teile   Dioctylsülfobernsteinsäureester    als Natriumsalz, 8 Teile Tetralin und 5 Teile Butyldiglykol. Man erhält ein klares, flüssiges Präparat, das sich in Wasser hervorragend emulgiert zu einer beständigen Emulsion mit hohem Netzvermögen.



   Eine so erhaltene   0,1 0/0 ige    Emulsion eignet sich sehr gut zur Bekämpfung von Spinnmilben.



   Beispiel 9
Ein flüssiges Präparat, enthaltend neben 20 Teilen Parathion, 10 Teile des nach Beispiel 1 erhaltenen Aktivstoffes, gelöst in einer Mischung, bestehend aus 42 Teilen einer raffinierten Petrolölfraktion vom Siedepunkt   215-347"    und einem spezifischen Gewicht von   0,870,    15 Teilen Diisooctylphenylheptaglykoläther, 5 Teilen   Dioctylsulfonbern-    steinsäureester als Natriumsalz und 8 Teilen Tetralin.



   Das Präparat bildet eine klare Flüssigkeit, die sich leicht in Wasser emulgiert und sich sehr gut eignet zur Bekämpfung von Spinnmilben.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung neuer schwefelhaltiger Verbindungen der Formel EMI3.1 worin eines der Radikale X den Methylrest und das andere Wasserstoff bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 4-Chlorbenzylhalogenid und ooder p-Thiokresol, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, aufeinander einwirken lässt.
    II. Verwendung der gemäss Patentanspruch I hergestellten schwefelhaltigen Verbindungen als Schädlingsbekämpfungsmittel.
CH338187D 1955-10-07 1955-10-07 Verfahren zur Herstellung neuer schwefelhaltiger Verbindungen CH338187A (de)

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