CH338266A - Fraktionierung von Gemischen höhermolekularer organischer Stoffe, z. B. Ölen und Fetten, durch selektive Extraktion - Google Patents

Fraktionierung von Gemischen höhermolekularer organischer Stoffe, z. B. Ölen und Fetten, durch selektive Extraktion

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CH338266A
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Description


  Fraktionierung von Gemischen     höhermolekularer    organischer Store, z. B. Ölen und     Fetten,     durch selektive Extraktion    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Fraktionierung von Gemischen     höhermolekularer     organischer Stoffe durch     Flüssig-flüssigextraktion    zur  Herstellung von Fraktionen, die als     Nahrungs-    oder  Futtermittel, dagegen nicht als Arzneimittel verwen  det werden sollen.

   Das Material, welches erfindungs  gemäss zum Zwecke der Veredlung, sei es durch       Raffination    oder durch Trennung in eine Mehrzahl  von nützlichen Bestandteilen fraktioniert werden  soll, kann aus Ölen oder andern organischen Sub  stanzen von verhältnismässig hohem     Molekularge-          wicht    bestehen, vorausgesetzt, dass dieselben in  einem der Lösungsmittel löslich sind, welche weiter  unten aufgezählt werden. Es können also viele Stoffe  fraktioniert werden, von denen einige im folgenden  aufgezählt werden.  



  Hauptsächlich kommen für das Verfahren natür  liche Öle und Fette in Frage, welche z. B. in mehr  oder weniger für die Ernährung erwünschte Bestand  teile getrennt werden sollen. Schädliche oder     ge-          schmackwidrige    Begleitstoffe können entfernt, nütz  liche angereichert oder isoliert werden.  



  Für die Anwendbarkeit des Verfahrens spielt es  natürlich keine Rolle, ob die betreffenden Produkte  aus natürlichen Ölen abgetrennt werden sollen oder  ob etwa synthetische Gemische in analoger Weise  fraktioniert werden. So können z. B. synthetische  Fette und Fettsäuren nach dem erfindungsgemässen  Verfahren fraktioniert werden. Die einzige Voraus  setzung dabei ist, dass die Gemische, welche frak  tioniert werden sollen, in den für das Verfahren  empfohlenen Lösungsmitteln ganz oder teilweise lös  lich sind.  



  Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren zur  Herstellung von Fraktionen, die als     Nahrungs-    oder  Futtermittel, dagegen nicht als Arzneimittel, verwen-         det    werden sollen, durch Extrahieren von natürlichen  oder synthetischen Gemischen     höhermolekularer     organischer Stoffe mit,     flüssigen        Lösungsmittelgemi-          schen,    die aus mindestens einer bei den während der  Extraktion angewandten Temperatur- und Druck  bedingungen     flüssigen    Komponente und einer bei  diesen Bedingungen gasförmigen, jedoch in der flüs  sigen Komponente gelösten Komponente bestehen,  das dadurch gekennzeichnet ist,

   dass das zu     frak-          tionierende    Material in wenigstens zwei Extraktions  stufen mit     Lösungsmittelgemischen    extrahiert wird,  die sich durch den Gehalt an vor der Einwirkung  auf das zu fraktionierende Material in der     flüssigen     Komponente aufgelöster gasförmiger Komponente  und durch das dadurch modifizierte Lösungsvermö  gen unterscheiden, und dass der in jeder Stufe erhal  tene Extrakt vom ungelösten Rückstand getrennt  wird, wobei aus den Extrakten durch Herabsetzung  des Lösungsvermögens des     Lösungsmittelgemisches     der gelöste Anteil des behandelten Materials ganz  oder teilweise ausgefällt und abgetrennt wird und die  Restflüssigkeit wieder einer der Extraktionsstufen  zugeführt wird.

   Das     Lösungsmittelgemisch,    welches  im folgenden auch als modifiziertes Lösungsmittel  bezeichnet wird, besitzt im allgemeinen ein geringeres  Lösungsvermögen für     höhermolekulare    Ölbestand  teile als das reine flüssige Lösungsmittel, welches  frei von aufgelöstem Gas ist.  



  Der Ausdruck Öl, der im folgenden Text ver  wendet wird, ist der Kürze halber gewählt worden  und soll keine Einschränkung auf     flüssiges        Frak-          tioniergut    bedeuten. Wesentlich ist nur, dass das       Fraktioniergut    in dem gewählten Lösungsmittel ge  nügend löslich ist.  



  Die Restflüssigkeit, die beim Ausfällen des ge  lösten Extraktes auf einer Extraktionsstufe gewonnen      wird, kann durch eine einfache nachgeschaltete Mo  difizierbehandlung als Lösungsmittel fertig zum Ge  brauch in einer     andern    Extraktionsstufe brauchbar  gemacht werden.

   Mit Vorteil führt man das oben  beschriebene Verfahren kontinuierlich in einer sol  chen Weise durch, dass das Lösungsmittel im wesent  lichen im Gegenstrom durch die Gesamtanlage ge  führt wird, das heisst also, dass es von Stufe zu Stufe  in der zur Fliessrichtung des Öls umgekehrten Rich  tung     fliesst.    Dadurch ergibt sich der sehr wesentliche  Vorteil, dass geringere Mengen von Ölanteilen, welche  bei der Wiedergewinnung eventuell nicht erfasst wer  den, vom Lösungsmittel in die Stufe weitergeschleppt  werden, in welcher sie infolge des herrschenden  Gegenstromes den erwünschten     Fraktioniereffekt     nicht oder kaum stören können.  



  Weiter kann man in einer gegebenen Anlage  mindestens eine der     Extraktions-    oder     Fraktionier-          stufen    des beschriebenen Verfahrens kontinuierlich  in einer     langgestreckten    Kolonne durchführen, in  welcher der     Modifizierungsgrad    des Lösungsmittels,  das heisst also sein Gehalt an gelöstem permanentem  Gas, so angepasst ist, dass zwei flüssige Phasen, näm  lich Extrakt und Rückstand,     gebildet    werden, wobei  die verschiedenen Bestandteile des Öls sich in zwei  Fraktionen aufteilen, von denen die eine im Extrakt  aufgelöst wird, während die andere im Rückstand  verbleibt.

   Die erwähnten Phasen strömen durch den  Einfluss der Gravitation in der Kolonne aneinander  vorbei nach den entgegengesetzten Kolonnenenden.  Dadurch wird ein Substanzaustausch erzielt, wie er  für den wirksamsten     Fraktioniereffekt    notwendig ist.  Die so fraktionierten Phasen sammeln sich an den  entgegengesetzten Kolonnenenden an, setzen sich       dort    ab und können abgezogen werden.  



  Ein wesentliches Kennzeichen des erfindungsge  mässen Verfahrens besteht darin, dass jedesmal zwi  schen einer Extraktionsstufe und der nächstfolgen  den die Ölfraktion aus dem Extrakt entfernt wird  und der     Modifizierungsgrad    des Lösungsmittels, das  heisst also dessen Gehalt an aufgelöstem Gas, ver  ändert wird. Diese beiden kennzeichnenden Arbeits  gänge können so durchgeführt werden, dass man die  Ölfraktion aus dem Extrakt nach seiner Abtrennung  vom Extraktionsrückstand entweder durch Einpres  sen von mehr Gas oder auch durch eine Erhöhung  der Temperatur     ausfällt.    Die Fällung erfolgt als Auf  treten einer zweiten flüssigen Phase. Die gefällte  Phase wird absitzen gelassen und von der anteil  mässig grösseren     Lösungsmittelphase    abgetrennt.

    Wenn die     Lösungsmittelphase    von dem darin auf  gelösten Öl durch Einpressen von mehr Gas befreit  worden ist, hat das auf diese Weise wiedergewonnene  Lösungsmittel schon durch diese Behandlung selbst  einen höheren     Modifikationsgrad    erhalten und kann  also direkt zur Extraktion von Öl in einer weiteren  Extraktionsstufe verwendet werden, welche diesen  höheren     Modifikationsgrad    erfordert.  



  Wird anderseits ein niedrigerer     Modifikations-          grad    für das Lösungsmittel in der nächsten Extrak-         tionsstufe    gefordert, so wird vorzugsweise die Fällung  nicht durch Zugabe von Gas, das ja nur nachher  wieder entfernt werden müsste, sondern durch Tem  peraturerhöhung des Extraktes     durchgeführt.    Wird  dann die ausgefällte Phase in der geschilderten Weise  abgezogen, so ist das Lösungsmittel von den darin  gelösten     Ölbestandteilen    ganz oder zum grössten Teil  befreit.

   Kühlt man nun das auf diese Weise regene  rierte Lösungsmittel wieder auf die Arbeitstempera  tur der     Fraktionierstufe    ab, so wird es natürlich den  selben     Modifikationsgrad    besitzen wie vorher. Um  nun den     Modifikationsgrad    zu vermindern, wird ein  Teil des modifizierenden Gasbestandteils aus der  Flüssigkeit abgetrieben. Diese Abtreibung kann durch  Entspannung oder durch Temperaturerhöhung ge  schehen. Vorzugsweise wird die Abtreibung unter  Ausnutzung von der vorher zwecks Fällung vorge  nommenen Temperaturerhöhung, eventuell unter  weiterer Wärmezuführung so durchgeführt, dass das  Gas unter dem Druck, unter welchem es entwickelt  wird, von selbst in den Hochdruckbehälter einströmt,  in dem das Gas zur Wiederbenutzung aufbewahrt  wird.

   Sollte es aus irgendeinem Grunde nicht mög  lich sein, das Lösungsmittel bei einem so hohen Druck  bzw. einer so hohen Temperatur zu entgasen, kann  man natürlich die     Abgasung    auch bei einer niedri  geren Temperatur mit entsprechend niedrigerem  Druck vornehmen und das Gas mit Hilfe eines     Kom-          pressors    in den Vorratsbehälter zurückdrücken.

   Zur  Erzielung des gewünschten     Modifizierungsgrades    des  Lösungsmittels für die nächste     Fraktionierstufe    wird  nur so viel Gas aus der Flüssigkeit abgetrieben als  nötig ist, um nach dem Abkühlen auf die     Fraktionier-          temperatur    der nächsten Stufe den     dort    nötigen Modi  fizierungsgrad zu erreichen.  



  Selbstverständlich muss die Extraktion bei einem  Druck durchgeführt werden, welcher mindestens  ebenso hoch, vorzugsweise aber höher ist als der  Sättigungsdruck des Gases in der Flüssigkeit, weil  ja sonst Gas aus der Flüssigkeit austreten und sich  damit das Lösungsvermögen ändern würde. Der  Sättigungsdruck selbst ist eine bequeme Kennzahl,  welche den physikalischen Zustand des     Lösungs-          mittelpaares    ausdrückt. Er ist natürlich sowohl von  der in der Flüssigkeit gelösten Gasmenge als auch  von der Temperatur abhängig. Seine Messung ge  lingt am einfachsten, indem man eine Probe der  Flüssigkeit aus der Apparatur durch ein Ventil in  ein kleines druckfestes Probegefäss einströmen lässt,  welches mit einem Manometer und einem Ausblase  ventil versehen ist.

   Man schliesst nun zuerst das  letztere Ventil, so dass sich der Druck zwischen der  Apparatur und dem Gefäss vollständig ausgleichen  kann und das Probegefäss vollkommen mit Flüssig  keit gefüllt wird. Dann schliesst man das     Zuström-          ventil.    Öffnet man nun das     Ausblaseventil    vorsichtig  für einen kurzen Augenblick, so dass nur eine ganz  geringe Menge Flüssigkeit und Gas austreten und  sich eine kleine Gasblase im Probegefäss bilden kann,  so stellt sich nach dem Schliessen dieses Ventils der      Sättigungsdruck ein, welcher am Manometer abge  lesen werden kann.

   Es mag an dieser Stelle darauf  hingewiesen werden, dass die Sättigungsdrucke, wel  che insbesondere in den Beispielen vorkommen und  dort mit PI,     P,"        P3    usw. bezeichnet sind, nicht die  Arbeitsdrucke sind. Was die Einstellung eines be  stimmten     Modifizierungsgrades    für das     Lösungsmit-          telgemisch    betrifft, so geschieht diese jeweils da  durch, dass die Menge des gasförmigen Modifizier  mittels, welches aufgelöst werden soll, geregelt wird.

    Dazu kann entweder eine gemessene Menge Gas in  eine gemessene Menge Flüssigkeit     eingepresst    werden  oder, insbesondere bei kontinuierlichem Arbeiten,  ein Gasstrom von konstanter, gemessener Strömungs  geschwindigkeit mit einem ebenfalls gemessenen,  konstanten Flüssigkeitsstrom, welcher zum Gasstrom  in einem vorbestimmten Verhältnis steht, in einer  Mischvorrichtung zusammengebracht werden.     Damit     die Auflösung des Gases in der     Flüssigkeit    mit ge  nügender Geschwindigkeit erfolgt, ist es in den  meisten Fällen notwendig, dass auch das eintretende  Gas einen höheren Druck besitzt, als dem eigentlichen  Sättigungsdruck entspricht.

   Nur in vereinzelten Fäl  len, insbesondere wenn absatzweise gearbeitet wird,  kann es am einfachsten und zweckmässigsten sein,  die     ?Modifizierung    des Lösungsmittels so durchzu  führen, dass man die Flüssigkeit, das heisst also das       unmodifizierte    oder teilweise modifizierte Lösungs  mittel oder aber den Extrakt mit dem Gas unter  einem konstanten Druck, welcher mit dem gewünsch  ten Sättigungsdruck identisch ist, in innige Berührung  bringt und diese Berührung so lange fortsetzt, bis  das Gleichgewicht erreicht worden ist.  



  Wichtig für den Erfolg des erfindungsgemässen  Verfahrens ist auch die     Wahl    des geeigneten Lö  sungsmittels bzw. eines geeigneten Paares von flüssi  gem     unmodifiziertem    Lösungsmittel und dem dazu  gehörigen permanenten modifizierenden Gas.  



  Geeignete Paare von Flüssigkeiten und     gasförmi-          -en        Modifizierungsmitteln,    welche für die Erfindung  verwendet werden können, sind z. B. Propan und  Methan, technische     Propan-Propylen-Fraktionen    und  Methan, Butan und Methan,     Pentan    oder     Petroläther     und Methan,     Hexan    und     Äthan,    Benzin und Methan  usw. Wenn das erfindungsgemässe Verfahren bei  einer erhöhten Temperatur. durchgeführt wird, so  können auch andere     Modifizierungsgase,    welche bei  Zimmertemperatur nicht verwendbar sind, zur An  wendung kommen.

   Also kann man, wenn man bei  einer über der kritischen Temperatur des Propans  liegenden Temperatur arbeitet, dieses als     Modifizier-          gas,    und beispielsweise Benzin als zugehöriges     un-          modifiziertes    Lösungsmittel verwenden. Der zur  Anwendung kommende Sättigungsdruck kann dabei  weit niedriger, gleich hoch oder aber auch höher als  der kritische Druck des Propans sein und wird nur  durch das gewünschte Lösungsvermögen des     Lö-          sungsmittelgemisches    bestimmt.

   In Fällen, in wel  chen die Löslichkeit des zu fraktionierenden Gemi  sches in     aliphatischen        Kohlenwasserstoffen    nicht aus-    reichend ist, können diese mit aromatischen Kohlen  wasserstoffen, chlorierten     Kohlenwasserstoffen,    Al  koholen, Estern usw. verschnitten werden. Durch  diese Hilfslösungsmittel gelingt in fast allen Fällen  eine ausreichende Erhöhung der Löslichkeit. Da die  Lösungsgeschwindigkeit von hochmolekularen Stof  fen trotzdem oft zu langsam ist, werden diese vor  zugsweise zuerst in dem reinen Hilfslösungsmittel  aufgelöst. Die reinen Hilfslösungsmittel sind jedoch  selbst entweder nicht oder nur bei so hohen Sätti  gungsdrucken des modifizierenden Gases modifizier  bar, dass sie sich zur Verwendung als modifiziertes  Lösungsmittel nicht eignen.

   Es kann jedoch in den  meisten     Fällen    die vorläufige Lösung im reinen  Hilfslösungsmittel, eventuell nach Entfernung von  mechanischen Verunreinigungen, direkt mit einem  modifizierten Lösungsmittel extrahiert werden, wel  ches selbst     ein    zu     geringes        Lösungsvermögen    besitzt.  Durch das sich einstellende Phasengleichgewicht zwi  schen Extrakt und Rückstand löst sich sowohl ein  gewisser Anteil des modifizierten Lösungsmittels im       Rückstand    als auch ein Teil des Hilfslösungsmittels  im Extrakt und damit im modifizierten Lösungs  mittel.

   Das so verschnittene     Lösungsmittelgemisch     hat verschiedene Vorteile, unter andern den, dass es  ein ausreichendes Lösungsvermögen für die zu extra  hierenden Ölkomponenten besitzt, und den, dass bei  der nachfolgenden Fällung eine gewisse Anreiche  rung des     Hilfslösungsmittels    in der gefällten Phase  eintritt, so dass man nur das bei der Gewinnung der  Fraktionen aus den     Fällungen    und aus den Rück  ständen anfallende     Lösungsmitteldestillat    gesondert  aufzufangen braucht, um das     Hilfslösungsmittel     wiederzugewinnen.

   Ob dieses     Lösungsmitteldestillat     dann direkt als Hilfslösungsmittel wiederverwendet  werden kann oder noch einer Rektifikation zur Ge  winnung ganz reinen     Hilfslösungsmittels    bedarf, muss  von Fall zu Fall entschieden werden.  



  Das vorliegende Verfahren beschränkt sich nicht  auf die Verwendung von     Kohlenwasserstofflösungs-          mitteln    und -gasen. Es können vielmehr andere Paare  von organischen und auch     anorganischen    Stoffen  verwendet werden. Geeignete' Paare von Lösungs  mitteln und     Fällgasen    sind z.

   B. flüssige Kohlen  säure und     Stickstoff,    Kohlensäure und     Stickoxydul,          Dichlormethan    und     Stickoxydul,        Difluordichlor-          methan    und Methan,     Difluordichlormethan    und     Stick-          oxydul    usw. In den nachfolgenden Beispielen ist an  genommen, dass das Lösungsmittel spezifisch leich  ter ist als das Öl. Manche der oben aufgezählten  Paare ergeben jedoch Lösungsmittel, welche schwe  rer sein können als das zu fraktionierende Öl.

   In  diesem Falle kehren sich natürlich die Phasen und  folglich die Strömungsrichtungen bzw. die Ein- und  Austrittsstellen in den     Abscheidern,    den     Fraktionier-          kolonnen    usw. entsprechend um.  



  Wie schon oben erwähnt, wird das erfindungs  gemässe Verfahren besonders wirksam, wenn man  dessen     Fraktionierungsstufen    in hohen Kolonnen vor  nimmt. Wie bei andern bekannten     extraktiven    Frak-           tionierverfahren    erzielt man dabei die beste Trenn  wirkung, wenn das Öl etwa in der Mitte der Kolon  nenhöhe eingeführt wird und es im Gegenstrom zu  dem von unten     heräufströmenden    Lösungsmittel  durch die     Kolonne        hinuntersinkt,    wobei also im  untern Teil der Kolonne das<B>Öl</B> mit dem frischen  Lösungsmittel im Gegenstrom     extrahiert    wird.

   Dieser  Kolonnenteil kann also als     Extrahierzone    bezeichnet  werden. Der Extrakt steigt im obern Teil der Ko  lonne aufwärts und trifft dort auf einen Ölrücklauf,  welcher etwas unter dem Kopf der Kolonne zuströmt.  Dieser Rücklauf bewirkt eine Rektifikation des Ex  traktes, und man kann daher den obern Teil der  Kolonne als     Rektifizierzone    bezeichnen.

   Um den Ex  trakt, welcher sich am Kopf der Kolonne ansammelt,  in der eingangs beschriebenen Weise erfindungsge  mäss fällen zu können, lässt man ihn vom Kolonnen  kopf in eine     Fällvorrichtung    strömen, welche ent  weder aus einem Mischer besteht, in welchen mehr  Gas     eingepresst    wird, oder aus einem     Wärmeaustau-          scher,    in welchem der Extrakt erwärmt wird. Die  Fällung fliesst dann in einen     Abscheider,    in welchem  die Phasen voneinander getrennt werden können.  Die Fällung kann damit teils als Fraktion abgezogen,  teils als Rücklauf in die Kolonne zurückfliessen ge  lassen werden.  



  Prinzipiell ist es möglich, eine ganze     Anlage,     welche nach dem erfindungsgemässen Verfahren ar  beitet, mit nur einer     Zirkulationspumpe    für das  Lösungsmittel zu betreiben. Diese Pumpe würde also  das Lösungsmittel im Kreislauf durch die gesamte  Apparatur im Gegenstrom zum Öl pumpen. Die  aus den     Extrakten    gefällten Fraktionsphasen kön  nen dann durch die Gravitation als Rücklauf flie  ssen und brauchen nur durch geeignete Ventile in  Rücklauf und abgezogene Fraktionen aufgeteilt zu  werden. In vielen Fällen ist es jedoch zweckmässiger,  am Kopf jeder Kolonne eine Pumpe vorzusehen,  welche den dort abgeschiedenen Extrakt unter  Druckerhöhung in die     Fällvorrichtung    drückt.

   Dieses  Verfahren hat den Vorteil, dass bei eventuell vorkom  menden hohen     Fälldrucken    nicht die gesamte Appa  ratur für einen so hohen Druck gebaut zu werden  braucht. Auch steht dann für die Rückführung des  Rücklaufes in die Kolonne     ein.    entsprechender  Druckunterschied zur Verfügung, welcher zweck  mässig zu einer freien Verteilung des Rücklaufes  im Extrakt, eventuell unter     Verwendung    von Ver  teilerdüsen oder Siebbrausen, ausgenutzt werden  kann.

   Zur Verbesserung des Kontaktes zwischen  den beiden Phasen in den Kolonnen können dort       Verteilerböden,    Füllkörper, Schikanen und derglei  chen angebracht werden, oder die Kolonne     kann     abwechslungsweise in     überemanderliegende        Misch-          und        Trennzonen    aufgeteilt werden. Die Mischzonen  können sogar in an sich     bekannter    Weise mit mecha  nischen     Rührern    versehen werden. Anderseits kann  die Kolonne auch völlig ohne Einbauten und Füll  körper betrieben werden.

   Bei grossen Kolonnen  durchmessern kann sich allerdings eine unerwünschte    Turbulenz oder Konvektion bemerkbar machen,  welche den Gegenstromeffekt stören würde. Zur Be  hebung solcher Störungen können auch Einbauten  anderer Art als die oben genannten angebracht wer  den, beispielsweise eine koaxiale Spirale aus Draht  geflecht.    Die bei der Durchführung des erfindungsgemässen  Verfahrens anfallenden Fraktionen enthalten in dem  Zustand, in welchem sie aus der Anlage abgezogen  werden, wie bereits erwähnt, eine gewisse Menge  in der Ölfraktion aufgelöstes     Lösungsmittelgemisch.     Der Gehalt an flüssigem Lösungsmittel und an auf  gelöstem Gas wird durch das Phasengleichgewicht  bestimmt.

   Bei der erfindungsgemässen Fraktionierung  von     Glyceriden    oder Fettsäuren mit Propan oder       Pentan    und Methan als     Modifizierungsmittel    beträgt  der Gehalt an flüssigem Lösungsmittel erfahrungs  gemäss zwischen etwa 25 und 60 Gewichtsprozent.  Bei andern     Lösungsmittel-Gas-Paaren    kommen ab  weichende Mengenverhältnisse vor. Die in den  Fällungen enthaltenen Ölbestandteile können als  reine Fraktionen durch Abtreiben des Gases und       Abdestillieren    des Lösungsmittels unmittelbar gewon  nen werden.

   In vielen Fällen empfiehlt es sich je  doch, die einmal vorhandenen Lösungen vor der       Abdestillation    des Lösungsmittels weiteren an sich  bekannten     Raffinationsbehandlungen    zu unterziehen.  Solche     Behandlungen    sind z. B. bei     Neutralölen,     Neutralisation mit Lauge oder Kalk, bei sämtlichen  Ölen und Fettsäuren Behandlung mit Bleicherde  oder andern Absorptionsmitteln oder schliesslich die  Abkühlung auf so niedrige Temperaturen,     dass    ge  wisse Bestandteile, z. B. gesättigte Fettsäuren, in  fester Form ausgeschieden werden.

   Vorzugsweise  wird dabei die Abkühlung durch Expansionswärme  des gelösten Gases und, falls diese nicht ausreicht,  durch eine     Teilabdunstung    des Lösungsmittels selbst  bewerkstelligt. Die Feststoffe werden dann durch  Filtrieren,     Absitzenlassen    oder Zentrifugieren in be  kannter Weise entfernt, worauf die Reste des Lö  sungsmittels durch Destillation aus dem Filtrat so  wie auch aus den     abfiltrierten    Feststoffen entfernt  werden können.  



  Die Betriebstemperatur spielt bei dem erfin  dungsgemässen     Fraktionierverfahren    keine entschei  dende Rolle. Das Verfahren wird deshalb vorzugs  weise bei Zimmertemperatur oder bei der Tempera  tur durchgeführt, welche mit dem für die Anlage  zur Verfügung stehenden Kühlwasser am leichte  sten eingehalten werden kann. In gewissen Fällen  muss jedoch im Hinblick auf die physikalischen  Eigenschaften des zu fraktionierenden Öls bzw. der  anfallenden Fraktionen eine andere Temperatur ge  wählt werden. So muss z. B. die Temperatur     immer     hoch genug gehalten werden, so dass die Leitungen  und Ventile nicht eventuell durch ausgeschiedene  feste Bestandteile verstopft werden können.

   Auch  die Lage der kritischen Temperatur des     Modifizie-          rungsmittels    und andere Eigenschaften des gewählten           Lösungsmittel-Gas-Paares    können die Wahl anderer  Betriebstemperaturen veranlassen.  



  Was das Mengenverhältnis zwischen dem Öl bzw.  seiner vorläufigen Lösung einerseits und dem     Lö-          s.mgsmittelgemisch    anderseits in den einzelnen Ex  traktionsstufen betrifft, so kann dies innerhalb sehr  weiter Grenzen gewählt werden je nach der Natur  des Öls, des Lösungsmittels und des modifizierenden  Gases, nach den Betriebsbedingungen und nach der  Art der verwendeten Apparatur. Vorzugsweise wird  das     Lösungsmittelgemisch    im     überschuss    gegenüber  dem Öl benutzt. Praktisch brauchbare Volumenver  hältnisse zwischen     Lösungsmittelgemisch    und Öl  liegen z. B. zwischen 3 : 1 und ungefähr 50:1.  Für absatzweisen Betrieb werden vorzugsweise Men  genverhältnisse zwischen 3 : 1 und 10: 1 gewählt.

    Bei absatzweisem Betrieb führen Mengenpropor  tionen, welche bedeutend höher liegen als 10: 1,  im allgemeinen zu unerwünscht grossen Apparaturen  und der effektive Spielraum zwischen der     Ölkonzen-          tration    des Extraktes und dem nicht mehr     fällbaren     Ölgehalt im modifizierten Lösungsmittel nach erfolg  ter Fällung wird zu klein für einen wirtschaftlichen  Betrieb. Bei kontinuierlicher Arbeitsweise ohne  Rücklauf kann man zwar ein höheres Verhältnis  wählen; aber der oben erwähnte Konzentrations  spielraum im Extrakt setzt auch da eine Grenze.  Ganz anders liegen die Verhältnisse jedoch bei kon  tinuierlichem Betrieb mit Rücklauf.

   In diesem Fall  besteht eine Abhängigkeit zwischen dem Rücklauf  verhältnis und dem Speisungsverhältnis von Öl und       Lösungsmittelgemisch.    Das     Rücklaufverhältnis    wird,  ebenso wie es bei der fraktionierten Destillation  üblich ist, im Hinblick auf den gewünschten Trenn  effekt gewählt. Arbeitet man nun mit einem hohen       Rücklaufverhältnis,    so reichern sich natürlich die  Ölkomponenten bald im Inhalt der Kolonne an.  Zuletzt wird ein dynamisches Gleichgewicht zwischen  den verschiedenen Komponenten und zwischen den  in der Kolonne vorhandenen Phasen erreicht. Dieses  Gleichgewicht hängt offenbar ebenso von dem Zu  laufverhältnis der Speisung wie auch von dem ge  wählten     Rücklaufverhältnis    ab.

   Daraus folgt, dass,  wenn das Speisungsverhältnis zwischen     Lösungs-          mittelgemisch    und<B>Öl</B> im Vergleich zum Rücklauf  verhältnis zu niedrig gewählt wird, die .Ölkonzen  tration in der Kolonne so hoch wird, dass die Zu  sammensetzung im Lösungsdiagramm in einen Be  reich eintritt, in welchem keine Fällung mehr vor  kommen kann, dies ganz einfach deswegen, weil der  gesamte Inhalt der Kolonne eine Zusammensetzung  erreicht, welche mit der des Rückstandes bzw. der  Fällung identisch wird. Berücksichtigt man alle diese  Faktoren, so kann es leicht notwendig werden, mit  einem     Speisungsverhältnis    von 50: 1 zu arbeiten,  wenn gleichzeitig ein hohes     Rücklaufverhältnis     herrscht, also beispielsweise 5 : 1 oder 10 : 1.

   Werden  Öle mit sehr engen Grenzen zwischen den einzelnen  Fraktionen fraktioniert, wie dies z. B. bei der Tren  nung gewisser vitaminhaltiger Fraktionen von fetten    Ölen der Fall ist, so können noch höhere     Rücklauf-          verhältnisse    als die eben erwähnten notwendig wer  den, und man kann sich dadurch gezwungen sehen,  auch das Speisungsverhältnis entsprechend weiter  zu erhöhen.  



  Trotz dem verhältnismässig einfachen Prinzip der  vorliegenden Erfindung werden die     Anlagen    zur kon  tinuierlichen     Durchführung    des erfindungsgemässen  Verfahrens ziemlich kompliziert. Deshalb wird ihre  Wirkungsweise im folgenden an Hand der Fliess  schemen     Fig.    1-4 in den Beispielen 1-4 näher  beschrieben.    <I>Beispiel 1</I>  <I>Arbeitsweise mit fallendem Sättigungsdruck</I>  In der Anlage gemäss Fliessschema     Fig.    1 wird  das Öl aus dem Tank 1 und Propan aus Tank 2  in einen Mischer 3 gepumpt. Es braucht nur so viel  Propan an dieser Stelle zugegeben zu werden, dass die  Lösung genügend     leichtflüssig    ist.

   Vorzugsweise wird  jedoch so viel Propan hier zugegeben, dass alles Pro  pan, welches laufend mit den Fraktionen     F1    bis     F5     aus der Anlage entfernt wird, durch Frischpropan  ersetzt wird. Dies gilt gegebenenfalls auch für die  aus dem Verdampfer 43 abgedampften     Propanmen-          gen.    Die Lösung strömt in einen     Abscheider    4, in  welchem sich grobe     Verunreinigungen    abscheiden  können. Wenn das Öl feste Verunreinigungen ent  hält,     wird    das Gemisch durch eines der Filter 5 ge  pumpt, welche abwechselnd benutzt und gereinigt  werden. Ein Zwischentank 6 gleicht die Unregel  mässigkeiten des Flüssigkeitsstromes aus.

   Ist dagegen  das Öl von vornherein genügend rein, so ist keine       Vorbehandlung    nötig und die Apparate 4-6, even  tuell auch 3, können fortfallen.    Die Lösung bzw. das Öl wird mit der Pumpe 7  in den Mischer 8 gepumpt, in welchen so viel  Methan durch das Ventil 50 einströmt, dass der höch  ste Sättigungsdruck     P4    erreicht wird. Die mit Methan  gesättigte Flüssigkeit trifft in der Extraktionszone  der Kolonne 9 einen aufsteigenden Strom von Lö  sungsmittel, dessen Lösungsvermögen durch einen       Methanzusatz    bis zum Sättigungsdruck     P4    stark her  abgesetzt ist. Dieses Lösungsmittel extrahiert aus  dem Öl dessen Teichtest lösliche Bestandteile, z. B.

    die Bestandteile mit dem geringsten     Molekularge-          wicht,    oder mit der ausgeprägtesten     aliphatischen     Struktur, und führt diese durch den obern Teil der  Kolonne weiter. Vom Kolonnenkopf wird der Ex  trakt mit der Pumpe 10 auf einen noch höheren       Druck    gepumpt und im     Wärmeaustauscher    11 er  wärmt. Durch diese Erwärmung steigt der Sättigungs  druck, und beinahe das ganze Öl, welches sich auf  gelöst hatte, wird wieder ausgefällt.

   Die     Fällung    setzt  sich im     Abscheider    12 als untere Schicht ab, wird  nach Kühlung im Kühler 13 durch das Ventil 14  aus der Anlage entnommen und man kann sie, falls  erwünscht, durch     Destillation    vom Lösungsmittel  und Gas befreien, um Fraktion     F1    zu ,gewinnen.      Damit die Fraktionierung in der Kolonne 9 so  effektiv als möglich verläuft, wird nicht die ganze  Fällung abgezogen, sondern ein Teil davon wird  durch das Ventil 15 in den     obern    Teil der Kolonne  9 als Rücklauf zurückgeführt. Dieser Rücklauf  fliesst im Gegenstrom zu dem aufsteigenden Extrakt.

    Durch den Gegenstromeffekt werden die im Extrakt  aufgelösten Ölbestandteile rektifiziert, und der ge  nannte obere Teil der Kolonne kann deshalb als       Rektifizierzone    bezeichnet werden.  



  Das Lösungsmittel, welches im     Abscheider    12  die obere Schicht bildet, ist im allgemeinen genügend  rein, so dass es in der letzten Kolonne 20b des  Systems ohne weiteres wieder verwendet werden  kann, nachdem es im     Abtreiber    17 durch Erwärmen  von seinem     Methanüberschuss    befreit worden ist.  Die Anteile des Öls, welche sich in der Kolonne 9  nicht aufgelöst haben, lösen ihrerseits natürlich eine  gewisse Menge Lösungsmittel und bilden so einen       lösungsmittelarmen    Rückstand, welcher als untere  Phase sich im Sumpf der Kolonne 9 abscheidet.  Dieser Rückstand strömt durch Leitung 18 und  Ventil 19 in die Kolonne 20.

   Die ganze     Fraktionie-          rung    und     Ausfällungsausrüstung,    welche oben für  Kolonne 9 beschrieben worden ist, wird im folgen  den als     Fraktioniereinheit    A bezeichnet.  



  In der Kolonne 20 wiederholt sich der     Frak-          tioniervorgang,    jedoch mit zwei Unterschieden:  a) Der Sättigungsdruck P3 ist niedriger. Zu  diesem Zweck     enthält    das Lösungsmittel in der  Kolonne 20 eine geringere Menge Methan als in  der Kolonne 9. Dadurch erhält das Lösungsmittel  ein bedeutend höheres Lösungsvermögen und löst  deshalb eine Fraktion von weniger löslichen     Ölbe-          standteilen.     



  b) Die Fällung der in der Kolonne aufgelösten  Fraktion aus dem Extrakt geschieht nicht durch  Erwärmung wie in der     Fraktioniereinheit    A, son  dern dadurch, dass mehr Methan als     Fällgas    im Lö  sungsmittel aufgelöst wird. Zu diesem Zweck wird  der Extrakt vom Kopf der Kolonne mit Hilfe der  Pumpe 21 zum Mischer 22 gepumpt, in welchen  so viel Methan eingelassen wird, dass der Sättigungs  druck steigt, vorzugsweise auf denselben Wert wie       P4.    Das Methan strömt aus dem     Methantank    23  durch das Ventil 24 dem Mischer 22 zu.  



  Im Tank 23 wird das Methan bei einem solchen  Gasdruck gehalten, dass das Methan mit ausreichen  der Geschwindigkeit in die Gasmischer 8 und 22  einströmen kann. Auf den notwendigen Druck wird  das Methan durch den Kompressor 25 gebracht. Die  Hauptmenge des Methans wird jedoch zum Tank  23 aus dem oben erwähnten     Gasabtreiber    17 durch  den     Rückflusskühler    26 und die Leitung 27 zurück  geführt.  



  Im Mischer 22 wird der grösste Teil der in der  Kolonne 20 aufgelösten Ölfraktion wieder ausgefällt.  Die auf diese Weise entstandene Emulsion strömt  in den     Abscheider    28, wo die Fällung sich als  schwerere Phase abscheidet. Ein Teil davon wird    durch das Ventil 29 abgezogen. Aus diesem Teil  kann durch Abgasen und     Abdestülieren    des Lö  sungsmittels die     Ölfraktion        F2    gewonnen werden.  Ein weiterer, eventuell grösserer Teil dieser Fällung  wird jedoch als Rücklauf durch das     Ventil    30 in die       Rektifizierzone    der     Fraktionierkolonne    20 zurück  geführt.

   Dort bewirkt der Rücklauf eine Rektifika  tion in genau derselben Weise, wie sie für Kolonne  9 beschrieben worden ist. Die Kolonne 20 und deren  gesamtes Zubehör stellt einen Typ dar, welcher im  folgenden als     Fraktioniereinheit    B bezeichnet wird.  



  Der Rückstand aus der Extraktionszone der  Kolonne 20 wird aus dem Sumpf der Kolonne 20  abgezogen und strömt in die Kolonne 20a, wo sich  der für die     Fraktioniereinheit    B beschriebene Vor  gang noch einmal abspielt und so oft in weiteren       Fraktioniereinheiten    wiederholt werden kann, als es  notwendig ist, um die gewünschte Anzahl von Frak  tionen zu erzielen. Die Länge der Kolonne und die       Rücklaufverhältnisse    sowie das Verhältnis zwischen  einströmender     Lösungsmittelmenge    und einströmen  der Ölmenge richten sich für die verschiedenen  Kolonnen nach dem gewünschten Trenneffekt.

   Sie  können nach in der Technik bekannten Prinzipen  für die Berechnung bzw. durch experimentelle Er  mittlung für jede Art von Gegenstromextraktion be  stimmt werden.  



  Wie schon oben erwähnt, kann das Lösungs  mittel, nachdem es teilweise von Methan befreit  worden ist, zur Verwendung in der letzten Kolonne  20b im Kreislauf     zurückgeführt    werden. Für diesen  Zweck wird das Lösungsmittel im Kühler 31 auf  die Extraktionstemperatur der Anlage abgekühlt  und mit dem Ventil 32 durch die Leitung 33c expan  diert. Es wird dann durch das Ventil 34c in den  untern Teil der Kolonne 20b eingelassen.  



  In gewissen Fällen kann das Öl so leichte Kom  ponenten enthalten, dass diese sich im Lösungsmittel  kreislauf anreichern und durch die Fällung im     Aus-          tauscher    11 und dem     Abscheider    12 nicht genügend  entfernt werden.

   Diese Gefahr ist besonders gross,  wenn die verbleibenden Verunreinigungen ein noch  niedrigeres     Molekulargewicht    haben als die Frak  tion     F1.    Für diesen Fall und überhaupt, wenn immer  es notwendig erscheint, eine grössere Menge reinen  Lösungsmittels     zurückzugewinnen,    als aus den Frak  tionen in der weiter unten beschriebenen Weise an  fällt, wird aus dem     Lösungsmittelkreislauf    eine ge  wisse     Teilmenge    durch die Leitung 35 und das Ven  til 36 nach dem     Wärmeaustauscher    37 und dem       Abgaser    38 abgezweigt.

   Letzterer unterscheidet sich  von     Abgaser    17 und dessen Zubehör nur dadurch,  dass er bei einem niedrigeren Druck arbeitet. Der  Arbeitsdruck soll jedoch genügend hoch sein, damit  man mit gewöhnlichem Kühlwasser einen     Rückfluss     von flüssigem Propan im     Rückflusskühler    39 erzielen  kann. Das Methan, welches den Kühler 39 verlässt,  wird mit Hilfe des Kompressors 25 auf den Druck  komprimiert, welcher im     Methantank    23 herrscht.  Das entgaste Propan strömt durch Leitung 40 und      das Ventil 41 zum     Wärmeaustauscher    42 und wird im  Verdampfer 43 vollkommen verdampft.

   Die warmen  Dämpfe werden im Kühler 44 niedergeschlagen und  das Kondensat geht im Kreislauf zum     Propantank     2 zurück. Der Rückstand, welcher im Verdampfer  43 verbleibt, das heisst also die vom Lösungsmittel  mitgeführten Ölreste, werden im Kühler 45 abge  kühlt und durch das Ventil 46 als Fraktion     Fla    ab  gezogen.  



  Die Fraktionen     Ft    bis F, enthalten in dem Zu  stand, in welchem sie von der Anlage abgezogen  werden, wie bereits erwähnt, gewisse Mengen Pro  pan und Methan, da sie ja als schwerere Phase im  Gleichgewicht mit dem Extrakt bzw. mit dem Lö  sungsmittel als obere Schicht entstanden sind. Alle  diese Fraktionen werden deshalb in geschlossenen  Vorlagen gesammelt. Solche Fraktionen, welche einer  besonderen Nachbehandlung bedürfen, werden, even  tuell nach Abtreiben des     Fällgases,    jedoch in Gegen  wart des Propans weiter raffiniert, wie im allge  meinen Teil beschrieben. Sowohl das Methan wie  auch das Lösungsmittel werden schliesslich in einer  besonderen     Wiedergewinnungsanlage    üblicher Kon  struktion wiedergewonnen, um zu dem Methan- bzw.

         Propantank    im Kreislauf zurückgeführt zu werden.  Weder die Apparate zur     Nachraffination    noch die       Wiedergewinnungsanlage    und deren Zubehör sind  in den Figuren gezeigt, um diese nicht allzu kom  pliziert zu machen. Die     Lösungsmittelmengen,    wel  che die Anlage mit den Fraktionen verlassen, müssen  durch Zugabe von frischem Lösungsmittel ersetzt  werden. Dazu dient in erster Linie das in der eben  besprochenen     Wiedergewinnungsanlage    gewonnene  Lösungsmittel, welches in den Tank 2 zurückgeführt  wurde.

   Der     Ersatz    des Lösungsmittels in der Anlage  geschieht, wie schon oben erwähnt, vorzugsweise  durch direkte Verdünnung des aus Tank 1 kom  menden Öls mit Propan in Mischer 3. Statt dessen  kann man das Lösungsmittel auch mit der Pumpe  47 in den Mischer 48 zugeben. Zu diesem Mischer  strömt Methan durch das Ventil 49, um das Lö  sungsmittel mit so viel Methan zu sättigen, als zur  Verwendung in der Kolonne 20b notwendig ist.

      <I>Beispiel 2</I>  <I>Arbeitsweise zur</I>     Feinfraktionierung     In vielen Fällen wird es notwendig, das in     Fig.    1  gezeigte System mit einem so kleinen     Sättigungs-          druckunterschied    zwischen zwei aufeinanderfolgen  den Kolonnen zu betreiben, dass die     Methanmenge,     welche in den Mischer 22 bzw.<I>22a</I> oder<I>22b</I> zuge  setzt werden müsste, um den Extrakt zu fällen, viel  zu hoch wäre, als dass das Lösungsmittel mit diesem  Methangehalt in der Kolonne 9 bzw. 20 oder 20a  verwendet werden könnte.

   Zwar kann man in sol  chen Fällen das     überflüssige    Methan wieder ent  weichen lassen, indem man ein einfaches Expan  sionsgefäss mit einem Expansionsventil in den Lei  tungen 33 bzw.     33c    oder 33b anbringt. Eine solche    Massnahme ist jedoch unwirtschaftlich und erschwert  die Regelung der Anlage.  



  Vorzugsweise wird deshalb, wenn man mit ge  ringen     Sättigungsdruckunterschieden    zwischen den  einzelnen Kolonnen arbeiten muss, das Öl aus dem  Extrakt durch eine Kombination von Erwärmen  und     Gaseinpressen    gefällt. Diese Arbeitsweise zeigt       Fig.    2 nur für eine Kolonne. Natürlich eignet sich  diese Arbeitsweise für alle derartigen Fälle, also  z. B. in     Fig.    1 für alle Kolonnen mit Ausnahme  von Kolonne 9.  



  Das Öl, welches aus der Leitung 118 durch das  Ventil 119 kommt, wird in der Kolonne 120 mit  Propan extrahiert, welches eine geeignete Menge  Methan enthält und in die Kolonne durch die Lei  tung     133a    und das Ventil 134a eintritt. Der Extrakt  wird vom Kopf der Kolonne mit der Pumpe 121  durch den     Vorwärmer   <B>111</B> zum Mischer 122 ge  pumpt. Im     Vorwärmer    wird der Extrakt so weit  erwärmt, dass die Fällung hinreichend ist. Durch das  Ventil 124 wird dann gerade so viel Methan zu  strömen gelassen, dass durch das spätere Herunter  kühlen auf die Arbeitstemperatur der Kolonne 109  der Sättigungsdruck auf den für die Kolonne 109  gewünschten Wert reduziert wird.

   Auf diese Weise  wird eine vollständige Ausfällung ohne     Methanüber-          schuss    erzielt. Der so behandelte Extrakt strömt  wieder in den     Abscheider    128, wo sich die Fällung  abscheidet. Die Fällung wird im Kühler<B>113</B> auf die  Arbeitstemperatur der Kolonne 120 abgekühlt, und  ein Teil davon wird als Rücklauf durch das Ventil  130 zurückgeführt. Der Rest der Fällung wird durch  das Ventil 129 zur Gewinnung der Fraktion     F2    ab  gezogen. Die obere Schicht aus dem     Abscheider    wird  im Kühler 131 auf die Arbeitstemperatur der Ko  lonne 109 abgekühlt und wird dieser Kolonne durch  die Leitung 133 und das     Ventil    134 zugeführt.

   Die  in diesem Beispiel 2 beschriebene Ausrüstung zur  Fraktionierung und zur Fällung wird im folgenden  als     Fraktioniereinheit    C bezeichnet.    <I>Beispiel 3</I>  <I>Arbeitsweise mit steigendem Druck</I>  Es ist beim Fraktionieren vieler Öle nicht er  wünscht, dass der schwere Rückstand mit dem Öl  durch die     ganze        Fraktionieranlage        mitfolgt,    um  schliesslich als Fraktion V aus dem Sumpf der Ko  lonne 20b abgezogen zu werden. Dies muss jedoch  der Fall sein, wenn man ein Fliessschema gemäss       Fig.    1 anwendet. Deshalb ist es in solchen Fällen  besser, ein anderes Fliessschema zu verwenden, wie  es in     Fig.    3 gezeigt wird.

   Die in diesem Schema  gezeigte     Fraktioniermethode    unterscheidet sich von  der in     Fig.    1 angewandten Methode dadurch, dass die  Rückstände, welche die Fraktionen     Ft    bis F4 ent  halten, aus den Sümpfen der Kolonnen statt aus  den     Abscheidern    abgezogen werden, und dadurch,  dass die Fraktionierung mit von Kolonne zu Kolonne  steigenden     Sättigungsdrucken    durchgeführt wird. Die      eventuelle     Vorbehandlung    des Öls ist die gleiche  wie im Beispiel 1 und braucht deshalb hier nicht  von neuem beschrieben zu werden.

   Von dem     Sättiger     58, in welchem das Öl bzw. die     lösungsmittelarme     Lösung mit Methan aus dem Tank 73 durch das  Ventil 100 gesättigt wird, um den Sättigungsdruck  dieser Lösung auf     P1    zu bringen,     fliesst    das Öl zu  der Mitte der Kolonne 59. In dieser Kolonne, welche  als     Fraktioniereinheit    B ausgerüstet ist, wird das Öl  mit Propan     extrahiert,    welches eine verhältnismässig  geringe Menge Methan (Sättigungsdruck =     P1)    ent  hält und durch die Leitung 83 und das Ventil 84  in die Kolonne einströmt.

   Der grösste Teil des Öls  löst sich im Lösungsmittel auf, und nur eine ge  ringe Menge Rückstand, welche die Fraktion     F1    ent  hält, wird durch das Ventil 80 abgezogen. Der Ex  trakt wird vom Kopf der Kolonne mit Hilfe der  Pumpe 71 zum Mischer 72 gepumpt, wo das gelöste  Öl durch     Methanzusatz,    welcher durch das     Ventil    74  aus dem Tank 73 zuströmt,     ausgefällt    wird.

   Der       Methanzusatz    bzw. der erreichte Sättigungsdruck  wird so eingestellt, dass er einerseits reicht, um das  Öl aus dem Extrakt auszufällen, und anderseits der       Modifikationsgrad    des Propans so weit erhöht wird,  dass dieses in der Kolonne 70b mit dem Sättigungs  druck     P4    verwendbar wird.  



  Die Fällung wird im     Abscheider    78 ausgeschie  den und ein     Teil    der untern Phase durch das Ventil  79 zu der Kolonne 59 als Rücklauf zurückgeführt,  während der Rest weiter zur Kolonne 70 strömt.  Die obere Phase wird durch die Leitung 83c und  das Ventil 84c als Lösungsmittel im Kreislauf zur  Kolonne 70b zurückgeführt. Wie     im    Beispiel 1 kann  ein Teil des Lösungsmittels durch das Ventil 86  einer Vorrichtung     zum    Abgasen und zur Wiederge  winnung des Propans durch Destillation zugeführt  werden. Diese Vorrichtung ist genau dieselbe wie  in     Fig.    1 und wird deshalb in der     Fig.    3 nicht  wieder gezeigt.

   Die Fällung, welche durch die Lei  tung 68 strömt, wird der Kolonne durch das Ventil  69     zugeführt.    In dieser Kolonne, welche. als     Frak-          tioniereinheit    A ausgerüstet ist, trifft das gefällte Öl  auf einen     Propanstrom    mit einem höheren Methan  sättigungsdruck     P2.    Dieses Propan besitzt daher ein  geringeres Lösungsvermögen, so dass es nicht das  ganze Öl wieder     auflösen    kann. Der ungelöste Rück  stand, welcher die Fraktion     F2    enthält, verlässt die  Kolonne 70 durch das Ventil 80a.

   Der Extrakt,  nachdem er im Gegenstrom gegen einen Rücklauf  rektifiziert worden ist, wird vom Kopf der Kolonne  70 mit der Pumpe 60 abgepumpt und im Wärme  austauscher 61 erwärmt. Durch die Erwärmung  steigt der Sättigungsdruck, so dass das Öl aus dem  Extrakt     ausgefällt    wird. Die     Fällung    scheidet sich  im     Abscheider    62 aus und wird im Kühler 63 auf  die Betriebstemperatur der Anlage     heruntergekühlt.     Ein Teil davon wird durch Ventil 65 zur Kolonne  70 als Rücklauf zurückgeführt. Der Rest des gefäll  ten Öls fliesst durch die Leitung 68a und das Ventil  69a zur Kolonne 70a weiter, wo die eben beschrie-         bene    Prozedur wiederholt wird.

   Das Lösungsmittel,  welches im     Abscheider    62 von der Fällung befreit  worden ist, strömt durch das Ventil 66 weiter zum       Abscheider    67, wo ein Teil des Methans durch den       Dephlegmator    76 und die Leitung 77 zum Tank 73  abgetrieben wird. Das Propan wird im Kühler 81  gekühlt und durch das Ventil 84 und die Leitung 83  der Kolonne 59 zugeführt.

   Es hat nunmehr den be  reits oben erwähnten verhältnismässig niedrigen  Sättigungsdruck P     l.    Die Arbeitsweise in den weiteren  Kolonnen 70a und 70b ist völlig analog der für die  Kolonne 70 beschriebenen, mit dem einzigen Unter  schied, dass der Sättigungsdruck     P;3    höher ist als     Py     und P4 höher als     P2.    Es können nach der Kolonne  70b noch weitere Kolonnen vorgesehen werden, falls  man eine grössere Anzahl von Fraktionen zu erhal  ten wünscht. Die leichteste Fraktion, im vorliegenden  Fall     F#-,    wird aus dem Rücklauf der Kolonne 70b  durch das Ventil<B>69e</B> entnommen.

      <I>Beispiel 4</I>    <I>Arbeitsweise mit nochmaliger</I>     Fraktionierung   <I>sowohl</I>  <I>des Sumpf- als</I>     acich   <I>des Kopfproduktes</I>  In gewissen Fällen wird es notwendig, das Öl  zuerst in zwei Hauptfraktionen zu scheiden, welche  dann beide nochmals fraktioniert werden. Ein  System, welches für eine solche Arbeitsweise geeig  net ist, wird in der     Fig.    4 gezeigt. Das Öl oder eine       lösungsmittelarme    Öllösung wird in derselben Weise  vorbehandelt und auf den richtigen     Methansätti-          gungsdruck    gebracht, wie dies im Beispiel 1 be  schrieben ist.

   Die zu diesem Zweck nötigen Vor  richtungen werden in     Fig.    4 nicht noch einmal ge  zeigt. Das Öl strömt durch die Leitung 201 zuerst  in eine     Fraktioniereinheit    C, welche jedoch nach  Belieben auch als     Fraktioniereinheit   <I>A</I> oder<I>B</I> aus  gerüstet sein kann. Die Wahl richtet sich nur danach,  in welchem Teil der Anlage der grössere Teil des  Lösungsmittels, welches aus dem Extrakt am Kopf  der     Fraktioniereinheit    abgetrennt wird, wieder ver  wendet werden soll. Im vorliegenden Fall wurde eine       Fraktioniereinheit    C gewählt, weil diese die grösste       Flexibilität    besitzt.

   Das aus dem Extrakt abgeschie  dene gefällte Öl, welches also die Kopffraktion ent  hält, strömt vom     Abscheider    222 durch den Kühler  213, Leitung 229 und Ventil 230 zur Kolonne einer       Fraktioniereinheit    A. In dieser Einheit wird die  Fraktion in weitere zwei Fraktionen aufgeteilt, wel  che entweder als Rückstand aus dem Sumpf bzw.  als     Fällung    aus dem Kopf abgezogen werden oder  selbst noch einmal einer weiteren     Fraktionierung     unterworfen werden können. In der Anlage gemäss       Fig.    4 wird der Extraktionsrückstand aus dem Sumpf  der Einheit A abgezogen, um daraus eine Rück  standsfraktion zu gewinnen.

   Nur die Fällung aus  dem Extrakt, also die Kopffraktion der Einheit A,  wird in einer Einheit<B>Al.</B> nochmals fraktioniert. Die  Sumpffraktion aus der Einheit C strömt durch die  Leitung 218 und das     Ventil    219 in die Kolonne einer       Fraktioniereinheit    B, wo sie in zwei weitere Frak-           tionen    aufgeteilt wird. Ob eine dieser neuerlichen  Fraktionen und eventuell welche nochmals weiter  fraktioniert werden soll, hängt zum ersten von der  Natur des zu     fraktionierenden    Öls ab und zum zwei  ten davon, welche Anforderungen an die Zusammen  setzung und Qualität der Fraktionen gestellt werden.

    Im allgemeinen ist eine     Fraktioniereinheit    vom Typ       t3    oder C am besten geeignet, um eine Sumpffrak  tion     weiterzufraktionieren.    Dagegen eignet sich Typ  A besser zur Weiterfraktionierung einer Kopffrak  tion.  



  Werden bei der Fraktionierung von Heringsöl  beispielsweise     Petroläther    als     flüssige    und Methan als  gasförmige Komponente des Lösungsmittels verwen  det, so sind die dazugehörigen     Methansättigungs-          drucke    in den verschiedenen Extraktionsstufen die  folgenden:  P,     --_    152,     P=    = 160,     P3    = 170,     P4    =<B>185</B>     (Atm).     Verwendet man Propan als Lösungsmittel, so er  geben sich die zugehörigen     Methansättigungsdrucke     bei 20  für die Fraktionierung von verschiedenen  Ölen aus folgender Tabelle:

    
EMI0009.0016     
  
    öl <SEP> Sättigungtdrucke, <SEP> atü
<tb>  P, <SEP> P. <SEP> P3
<tb>  Leinöl <SEP> 34 <SEP> 37 <SEP> 42
<tb>  Sojaöl <SEP> 35 <SEP> 38 <SEP> 42
<tb>  Maisöl <SEP> 35 <SEP> 39 <SEP> 41       Die Fraktionierung in den Kolonnen erfolgt vor  zugsweise bei Zimmertemperatur. In gewissen Fällen  muss jedoch die Arbeitstemperatur erhöht werden,  um ein Auskristallisieren     höherschmelzender    Kom  ponenten zu verhindern oder um die Viskosität  herabzusetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Fraktionen, die als Nahrungs- oder Futtermittel, dagegen nicht als Arzneimittel verwendet werden sollen, durch Ex trahieren von natürlichen oder synthetischen Gemi schen höhermolekularer organischer Stoffe mit flüs sigen Lösungsmittelgemischen, die aus mindestens einer bei den während der Extraktion angewandten Temperatur- und Druckbedingungen flüssigen Kom ponente und einer bei diesen Bedingungen gasförmi gen, jedoch in der flüssigen Komponente gelösten Komponente bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material in wenigstens zwei Extraktionsstufen mit Lösungsmittelgemischen extra hiert wird,
    die sich durch den Gehalt an vor der Ein wirkung auf das zu fraktionierende Material in der flüssigen Komponente aufgelöster gasförmiger Kom ponente und durch das dadurch modifizierte Lö sungsvermögen unterscheiden, und dass der in jeder Stufe erhaltene Extrakt vom ungelösten Rückstand getrennt wird, wobei aus den Extrakten durch Herab setzung des Lösungsvermögens des Lösungsmittelge- misches der gelöste Anteil des behandelten Materials Qanz oder teilweise ausgefällt und abgetrennt wird und die Restflüssigkeit wieder einer der Extraktions stufen zugeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Wiederzuführung der Rest flüssigkeiten aus einer Extraktionsstufe in eine andere im Gegenstrom zu dem zu fraktionierenden Material erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Herabsetzung des Lösungs vermögens des Lösungsmittelgemisches zum Zweck der Fällung eines Extraktes durch Erhöhung des Gehaltes des Lösungsmittelgemisches an gelöster aasförmiger Komponente vorgenommen wird. y 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei oder nach der Fällung eines Extraktes durch Erhöhung des Gehaltes des Lösungsmittelgemisches an gelöster gasförmiger Komponente dieser Gehalt so eingestellt wird, dass die erhaltene Restflüssigkeit zum Zwecke der Verwendung als Lösungsmittelgemisch in einer andern Extraktionsstufe ein gegenüber dem ursprüng lichen Lösungsmittelgemisch modifiziertes Lösungs vermögen erhält. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Herabsetzung des Lösungsver mögens des Lösungsmittelgemisches zum Zwecke der Fällung eines Extraktes durch Erhöhung der Temperatur vorgenommen wird. 5, Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Fällung eines Extraktes der Gehalt der Restflüssig keit an gelöster gasförmiger Komponente durch Druckentlastung und entsprechende Abgasung so eingestellt wird,
    dass die erhaltene Restflüssigkeit zum Zwecke der Verwendung als Lösungsmittelgemisch in einer andern Extraktionsstufe.ein gegenüber dem ursprünglichen Lösungsmittelgemisch modifiziertes Lösungsvermögen erhält. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material in der jeweiligen Ex traktionsstufe durch das Lösungsmittelgemisch oder das Lösungsmittelgemisch durch das Material hin durchgeführt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material, ehe es zur Extrak tion in der ersten Extraktionsstufe in Berührung mit dem Lösungsmittelgemisch gebracht wird, mit der flüssigen Komponente des Lösungsmittelgemisches gemischt wird und dass die Mischung gereinigt wird, z. B. durch Filtration. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zu fraktionierenden Material, ehe es in einer Extraktionsstufe in Berührung mit dem Lösungsmit- telgemisch gebracht wird, eine Menge der gasförmi- gen Komponente des Lösungsmittelgemisches unter solchem Druck gelöst wird, dass bei der Vermischung mit dem Lösungsmittelgemisch keine Gasentwicklung eintritt. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material in einen Extraktions raum eingeführt wird, in dem es in der ersten Ex traktionsstufe mit Lösungsmittelgemisch mit einem so hohen Gehalt an gelöster gasförmiger Kompo nente zusammentrifft, dass nur die am leichtesten lösliche Fraktion des Materials extrahiert wird und dass der Rückstand in der folgenden Extraktionsstufe bzw. der jeweilige Rückstand in eventuellen weiteren Extraktionsstufen mit Lösungsmittelgemisch mit ge ringerem bzw.
    immer geringerem Gehalt an gelöster gasförmiger Komponente zur Extrahierung einer schwerer löslichen Fraktion bzw. zunehmend schwe rer löslichen Fraktionen behandelt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material in einen Extraktions raum eingeführt wird, in dem es in der ersten Ex traktionsstufe mit Lösungsmittelgemisch mit einem solchen Gehalt an gelöster gasförmiger Komponente zusammentrifft, dass mindestens zwei durch Extrak tion weiter trennbare Fraktionen zusammen extra hiert werden, welche in einer bzw.
    mehreren Extrak tionsstufen weiter fraktioniert werden, z. B. dadurch, dass sie mit Lösungsmittelgemisch mit höherem bzw. zunehmend höherem Gehalt an gelöster gasförmiger Komponente behandelt werden. 11. Verfahren nach Unteransprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der in einer Extrak tionsstufe erhaltene Extrakt zur Ausfällung des ge lösten Materialanteils aus dem Extraktionsraum ab geführt wird. 12. Verfahren nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Teilmenge des ausgefällten Materialanteils wieder in den gleichen Extraktions raum zurückgeführt wird, in dem die betreffende Extraktionsstufe durchgeführt wird. 13.
    Verfahren nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zurückgeführte Teilmenge in den Extraktionsraum nahe der Stelle eingeführt wird, wo der erhaltene Extrakt abgeführt wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass wenigstens eine der Extraktions stufen in einer Kolonne im Gegenstrom durchgeführt wird. 15. Verfahren nach Unteransprüchen 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der aus dem Extrak tionsraum abgeführte Extrakt in einen Fällungsraum überführt wird, in dem ein höherer Druck herrscht als in dem Extraktionsraum.
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