CH330827A - Fraktionierung von Gemischen höhermolekularer organischer Stoffe, z. B. Ölen, Fetten und Harzen durch selektive Extraktion - Google Patents

Fraktionierung von Gemischen höhermolekularer organischer Stoffe, z. B. Ölen, Fetten und Harzen durch selektive Extraktion

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CH330827A
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Groll Herbert P A Ing Dr
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Groll Herbert P A Ing Dr
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D11/00—Solvent extraction
    • B01D11/04—Solvent extraction of solutions which are liquid
    • B01D11/0488—Flow sheets

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description


  



  Fraktionierung von Gemischen   hohermolekularer    organischer Stoffe, z. B.   solen,   
Fetten und Harzen durch selektive Extraktion
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fraktioniermethode durch Extraktion zur Herstellung von Fraktionen, die weder als Arzneimittel noch   als Nahrungs-oder Futter-    mittel   verwendet    werden sollen. Das Material, welches erfindungsgemäss zum Zwecke der Veredlung, sei es durch Raffination oder durch Trennung in eine Mehrzahl von nützlichen Bestandteilen fraktioniert werden soll, kann aus Olen oder andern   organischen Sub-    stanzen von verhältnismässig hohem Molekulargewicht bestehen, vorausgesetzt., dass dieselben in einem der Losungsmittel löslich sind, welche weiter unten aufgezählt werden.

   Es können also viele Stoffe fraktioniert werden, von denen einige im folgenden aufgezählt werden : Erd¯l, besonders aber dessen höhere Fraktionen und Destillationsrückstände, andere schwere   Mineralole,    wie   Teeröle,    Schieferole, und die hoher molekularen Bestandteile synthetischer Kohlenwasserstofföle, wie solche aus der   Fischer-Tropsch-. Synt. hese und    aus der   Kohlehydrierung      erhä. ltlich    sind, sowie   Produkte, welche durch Polymerisierung    von Kohlenwasserstoffen und mit gewissen substituierten Kohlenwasserstoffen hergestellt werden können.

   Eine weitere Gruppe von Stoffen, zu deren Fraktionierung das   erfindungsge-    mässe Verfahren besonders geeignet ist, umfasst natürliche Fette und Öle   animalischen    und   vegetabilischen Ursprungs,    das heisst Gly  ceride,    freie Fettsäuren und Gemische dieser Substanzen, auch Gemische mit natürlichen Harzen und Harzsäuren, zum Beispiel   Ta. llöl    oder Tallfettsäuren ; schliesslich auch rohe   Fettsäuregeluische,    wie sie zum Beispiel bei der Raffination von Fetten und   Olen,    bei der   Fettspaltung    oder bei der Oxydation von Paraffin anfallen.

   Ferner können erfindungsgemäss ätherische   Ole,    Terpene, Harze, Harz öle usw. sowie auch polymerisierte Öle und   versehiedene    Typen von löslichen Kunstharzen, zum Beispiel Standöle, geblasenes Leinöl, Alkylharze, modifizierte Alkyde, Polyesterharze und gewisse modifizierte   Epoxy-und    Phenolharze, Polyvinylester   und-äther,    Polyakrylate und Methakrylate sowie andere Polymere und Copolymere fraktioniert werden.



  Auch für die Gewinnung von wertvollen Begleitstoffen der natürlichen Fette, Öle und Harze, also beispielsweise von   Phosphatiden,    Stearinen und dergleichen, kann das erfin  dungsgemässe    Verfahren mit Erfolg angewendet werden.



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Fraktionen, die weder als Arzneimittel noch als Nahrungsoder Futtermittel verwendet werden sollen, durch Extrahieren von natürlichen oder   syn-    thetischen Gemischen höhermolekularer organischer Stoffe mit flüssigen   Losungsmittel-    gemischen, die aus mindestens einer bei den während der   Extra. ktion angewandten Tem-    peratur-und Druckbedingungen flüssigen Komponente und einer bei diesen Bedingungen   gasformigen,    jedoch in der flüssigen Komponente gelösten Komponente bestehen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material in wenigstens zwei Extraktionsstufen mit   Losimgsmittelgemischen    extrahiert wird, die sich durch den Gehalt an vor der Einwirkung auf das zu fraktionierende Material in der flüssigen Komponente aufgelöster gasförmiger Komponente und durch das   dadurch modifizierte Lösungsvermögen    unterscheiden, und dass der in jeder Stufe erhaltene Extrakt vom ungelösten Rückstand getrennt wird, wobei aus den Extrakten durch Herabsetzung des Lösungsvermögens des Lösungsmittelgemisches der gelöste Anteil des behandelten Materials ga. nz oder teilweise ausgefällt und abgetrennt wird und die Restflüssigkeit wieder einer der Extraktionsstufen zugeführt wird.



   Das Lösungsmittelgemisch, welches im folgenden auch als modifiziertes Lösungsmittel bezeichnet wird, besitzt im allgemeinen ein geringeres Lösungsvermögen für höhermoleku lare Ölbestandteile als das   reine flüssige Lö-    sungsmittel, welches frei von   aufgelöstem    Gas ist.



   Wo im folgenden Text der Patentbe  schreibung    von ¸Íl¯ die Rede ist, ist damit irgendeines der oben beschriebenen und aufgezählten Materialien oder Materialgemisehe gemeint. Der Ausdruck   6.    ist der Kürze halber gewählt worden und soll keine Ein  schränkung    auf flüssiges   Fraktioniergut    bedeuten. Wesentlich ist nur, dass das Frak  tioniergut    in dem gewählten Lösungsmittel genügend   löslieh    ist.



   Die Restflüssigkeit, die beim Ausfällen des gelösten Extraktes   aufeiner    Extraktionsstufe gewonnen wird, kann durch eine einfache   nachgeschaltete Modifizierbehandlung    als Lösungsmittel in einer andern Extraktionsstufe brauchbar gemacht werden. Mit Vorteil führt man das oben beschriebene Verfahren   konti-    nuierlich in einer solchen Weise durch, da¯ das Lösungsmittel im   wesentliehen    im Gegenstrom durch die Gesamtanlage geführt wird, das heisst also, dass es von Stufe zu Stufe in der zur Fliessrichtung des   61s    umgekehrten Richtung fliesst.

   Dadurch ergibt sich der sehr wesentliche Vorteil, dass geringe Mengen von Olanteilen, welche bei der Wiedergewinnung eventuell nicht erfasst werden, vom   Lösungs-    mittel in die Stufe   weitergeschleppt    werden, in welcher sie infolge des   herrsehenden    Gegenstroms den erwünschten   Fraktioniereffelit    nicht oder kaum stören können.



   Weiter kann man in einer gegebenen Anlage mindestens eine der Extraktions-oder   Fraktionierstufen    des besehriebenen Verfahrens kontinuierlich in einer langgestreckten Kolonne durchführen, in welcher der   Modifi-      zierungsgrad    des   Losungsmittels,    das heisst also sein Gehalt an gelöstem permanentem Gas so angepa¯t ist, da. zwei flüssige Phasen, nämlich Extrakt und R ckstand, gebildet werden, wobei die versehiedenen Bestandteile des   61s    sich in zwei Fraktionen aufteilen, von denen die eine im Extrakt aufgelöst wird, während die andere im Rüekstand verbleibt.



  Die erwähnten Phasen strömen durch den Einfluss der Gravitation in der Kolonne aneinander vorbei naeh den entgegengesetzten   Kolonnenenden. Dadureh    wird ein Substanzaustausch erzielt, wie er f r den wirksamsten . Fraktioniereffekt notwendig ist. Die so fraktionierten Phasen sammeln sich an den entgegengesetzten   Kolonnenenden    an, setzen sich dort ab und können abgezogen werden.



   Ein wesentliches Kennzeichen des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass jedesmal l zwischen einer Extraktionsstufe und der nächstfolgenden die   Ölfraktion    aus dem Extrakt entfernt wird und der   Modifizierungs-    grad des Lösungsmittels, das heisst also dessen Gehalt an aufgelöstem Gas, verändert wird.



  Diese beiden kennzeichnenden Arbeitsgänge können so   durehgeführt    werden, dass man die Ölfraktion aus dem Extrakt nach seiner Abtrennung vom Extraktionsrüekstand entweder durch Einpressen von mehr Gas oder aber durch eine Erhöhung der Temperatur ausfällt. Die FÏllung ist am Auftreten einer zweiten flüssigen Phase erkenntlich. Die ge  fällte    Phase wird   absit. zen gelassen und von    der anteilmässig   grosseren      Lösungsmittelphase    abgetrennt.

   Wenn die Lösungsmittelphase von dem darin aufgelösten öl durch Einpressen von mehr Gas befreit worden ist, hat das auf diese Weise wiedergewonnene Lösungsmittel schon durch diese Behandlung selbst einen höheren   Modifikationsgrad    erhalten und kann also direkt zur Extraktion von   61    in einer weiteren Extraktionsstufe verwendet werden, welche diesen höheren   Modifikationsgrad    erfordert.



   Wird anderseits ein niedrigerer   Modifi-      kationsgrad    f r das Lösungsmittel in der näehsten Extraktionsstufe gefordert, so wird vorzugsweise die Fällung nicht durch Zugabe von Gas, das ja nur nachher wieder entfernt werden müsste, sondern   durch Tempera-    turerh¯hung des Extraktes   durchgefiihrt.   



  Wird dann die ausgefällte Phase in der ge  schilderten Weise abgezogen,    so ist das Lösungsmittel von den   darin gelösten Ölbesta. nd-    teilen ganz oder zum grössten Teil befreit.



  Kühlt man nun das auf diese Weise regene  rierte    Lösungsmittel wieder auf die Arbeitstemperatur der   Fraktionierstufe    ab, so wird es natürlich denselben   Modifikationsgrad    besitzen wie vorher. Um nun den Modifikationsgrad zu vermindern, wird ein Teil des modifizierenden   Gasbestandteils    aus der Flüssigkeit abgetrieben. Diese Abtreibung kann durch Entspannung oder durch Temperaturerhöhung gesehehen.

   Vorzugsweise wird die Abtreibung unter   Ausnutzung der vorher zweeks Fällung    vorgenommenen Temperaturerhöhung, even  tuell    unter weiterer Wärmezuführung so durchgeführt, dass das Gas unter dem Druck, unter welchem es entwickelt wird, von selbst in den Hochdruckbehälter einströmt, in dem das Gas zur   Wiederbenutzung aufbewahrt    wird. Sollte es aus irgendeinem Grunde nicht   möglieh sein,    das Lösungsmittel bei einem so hohen Druck bzw. einer so hohen Temperatur zu entgasen, kann man natürlich die Entgasung auch bei einer niedrigeren Temperatur mit entsprechend niedrigerem Druck vornehmen und das Gas mit Hilfe eines Kompressors in den Vorratsbehälter   zurück-    dr cken.

   Zur Erzielung des gewiinschten Mo  difizierungsgrades    des   Losungsmittels für die    nächste Fraktionierstufe wird nur so viel Gas aus der Flüssigkeit abgetrieben als nötig ist, um nach dem Abkühlen auf die   Fraktionier-    temperatur der nächsten Stufe den dort nötigen   Modifizierungsgrad    zu erreichen.



   Selbstverständlich muss die Extraktion bei einem Druck durchgeführt werden, welcher mindestens ebenso hoch, vorzugsweise aber höher ist als der   Sättigungsdruck    des Gases in der Flüssigkeit, weil ja sonst Gas aus der Flüssigkeit austreten und sich damit das Losungsvermögen ändern würde Der SÏtti  gungsdruck    selbst ist eine bequeme Kennzahl, welche den physikalisehen Zustand des Lösungsmittelpaares ausdrückt. Er ist nat rlich sowohl von der in der Flüssigkeit gelösten Gasmenge als auch von der Temperatur abhängig. Seine Messung gelingt   am einfach-    sten, indem man eine Probe der Flüssigkeit aus der Apparatur durch ein Ventil in ein kleines druckfestes Probegefäss einströmen lässt, welches mit einem Manometer und einem Ausblaseventil versehen ist.

   Man schliesst nun zuerst das letztere Ventil, so dass sich der Druck zwischen der Apparatur und dem Gefäss vollständig ausgleichen kann und das Probegefäss vollkommen mit Flüssigkeit gefüllt wird. Dann schliesst man das   Zuström-      ventil. Öffnet ma. n nun    das Ausblaseventil vorsichtig für einen kurzen Augenbliek, so dass nur eine ganz geringe Menge Flüssigkeit und Gas austreten und sich eine kleine Gasblase im Probegefäss bilden kann, so stellt sich nach dem Schliessen dieses Ventils der   Sättigungsdruck    ein, welcher am   m Manometer    abgelesen werden kann.

   Es mag an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Sattigungsdrucke, welche insbesondere in den Beispielen und in den Figuren vorkommen und dort mit   P1,    P2,   P3    usw. bezeichnet sind, nicht die Arbeitsdrucke sind. Was die Einstellung eines bestimmten   Modifizierungsgra-    des f r das   Losungsmittelgemisch    betrifft, so geschieht diese jeweils dadurch, dass die Menge des gasförmigen Modifiziermittels, welches aufgelöst werden soll, geregelt wird.



  Dazu kann entweder eine gemessene Menge
Gas in eine gemessene Menge Flüssigkeit eingepresst werden oder, insbesondere bei kon  tinuierlichem    Arbeiten, ein Gasstrom von konstanter, gemessener   Strömungsgeschwin-    digkeit mit einem ebenfalls gemessenen, kon  stanten    Flüssigkeitsstrom, welcher zum Gasstrom in einem vorbestimmten   Verhä. ltnis    steht, in einer Mischvorrichtung   zusammen-    gebracht werden. Da. mit die Auflösung des
Gases in der Flüssigkeit mit genügender Geschwindigkeit erfolgt, ist es in den meisten Fällen notwendig, dass auch das eintretende Gas einen hoheren Druck besitzt, als dem eigentlichen Sättigungsdruck entspricht.

   Nur in vereinzelten FÏllen, insbesondere wenn absatzweise gearbeitet wird, ka. nn es am ein  fachsten    und   zweckmässigsten    sein, die Modifizierung des Losungsmittels so durchzuführen, dass man die Flüssigkeit, das heisst also d. as unmodifizierte oder teilweise modifizierte Losungsmittel, oder aber den Extrakt mit dem Gas unter einem konstanten Druck, welcher mit dem gewünschten   Sättigungsdruck    identiseh ist, in innige Berührung bringt und diese Berührung so lange fortsetzt, bis das Gleichgewicht erreicht worden ist.



   Wichtig für den Erfolg des   erfindungs-    gemässen Verfahrens ist auch die Wahl des geeigneten Lösungsmittels bzw. eines geeigneten Paares von flüssigem unmodifiziertem Lösungsmittel und dem dazugehörigen permanenten modifizierenden Gas.



   Geeignete Paare von Flüssigkeiten und gasförmigen Modifizierungsmitteln, welche für die Erfindung verwendet werden können, sind zum Beispiel Propan und Methan, technische   Propan-propylenfraktionen    und Methan, Butan und Methan, Pentan oder Petrol äther und Methan, Hexan und Athan, Benzin und Methan usw. Wenn das erfindungsgemässe Verfahren bei einer   erhöhten Tempera-    tur durchgeführt wird, so können auch andere Modifizierungsgase, welche bei Zimmertemperatur nicht verwendbar sind, zur Anwendung kommen. Also kann man, wenn man bei einer über der kritischen Temperatur des
Propans   1'iegenden    Temperatur arbeitet, dieses als Modifiziergas, und beispielsweise Benzin als zugehöriges unmodifiziertes Lösungsmittel verwenden.

   Der zur Anwendung kommende    Sättigungsdruck    kann dabei weit niedriger, gleich hoch oder aber auch hoher als der kritische Druck des Propans sein und wird nur durch das gewünschte Lösungsvermögen des Lösungsmittelgemisehes bestimmt. In
FÏllen, in welehen die   Lösliehkeit    des zu   fraktionierenden Gemisehes    in aliphatischen Kohlenwasserstoffen nicht ausreichend ist, können diese mit aromatischen Kohlenwasserstoffen, chlorierten Kohlenwasserstoffen,   Al-    koholen, Estern usw. verschnitten werden.



  Durch diese Hilfslösungsmittel gelingt in fast allen Fällen eine ausreichende Erhöhung der Löslichkeit. Da die Lösungsgeschwindigkeit von hochmolekularen Stoffen, wie Kunstharzen oder polymerisierten Ölen, trotzdem oft zu langsa. m ist, werden diese vorzugsweise zuerst in dem reinen   Hilfslösungs-    mittel aufgelöst. Die reinen Hilfslösungsmittel sind   jed. och selbst entweder    nicht oder nur bei so hohen Sättigungsdriieken des modifizierenden Gases modifizierbar, dass sie sich zur Verwendung als modifiziertes Lösungsmittel nicht eignen. Es kann jedoch in den meisten Fällen die vorläufige Lösung im reinen Hilfslösungsmittel, eventuell'nach Entfernung von mechanischen Verunreinigungen, direkt mit einem modifizierten Lösungsmittel extrahiert werden, welches selbst ein zu geringes Lösungsvermögen besitzt.

   Durch das sich einstellende   Phasengleichgewicht    zwischen Extrakt und   Bückstand lost    sich sowohl ein gewisser Anteil des modifizierten Lösungsmittels im Rückstand als auch ein Teil des   Hilfslösungsmittels    im Extrakt und da. mit im modifizierten Losungsmittel.

   Das so   verschnit-    tene Lösungsmittelgemisch hat   versehiedene    Vorteile, unter andern den, da. ¯ es ein ausreichendes Lösungsvermögen für die zu extrahierenden Ölkomponenten besitzt, und den, dass bei der nachfolgenden FÏllung eine gewisse Anreicherung des   Hilfslösungsmittels    in der gefällten Phase eintritt, so dass man    n    nur das bei der Gewinnung der Fraktionen aus den   Fällungen    und aus den R ckstÏnden anfallende   Losungsmitteldestillat    gesondert aufzufangen braucht,

   um das   Hufslosungs-    mittel   wiederzugewinnen.    Ob dieses Lösungsmitteldestil'lat dann direkt als   Hilfslösungs-    mittel wiederverwendet werden kann oder noch einer Rektifikation zur Gewinnung ganz reinen   Hilfslosungsmittels    bedarf, mu¯ von Fall zu Fall entschieden werden.



   I) as Verfahren besehränkt sich nicht auf lie Verwendung von   Kohlenwasserstoff lösungs-      mitteln und-gasen. Es können    vielmehr andere Paare von organischen und auch an  organisellen    Stoffen verwendet werden. Ge  eignete    Paare von Lösungsmitteln und FÏllgasen sind zum Beispiel fliissige KohlensÏure und Stickstoff, Kohlensäure und   Stiek-      oxvclul, Dichlormethan und Stickoxydul,    Di   fiuordichlormetha. n und Methan, Difluordi-    chlormethan   und'Stickoxydul,'Schwefeldioyd      uncl Stiekoxydul    usw.

   In den nachfolgenden Beispielen ist angenommen, da.   das Lö-      sungsmittel spezifisch leichter    ist als das   61.   



     Manche    der oben aufgezählten Paare ergeben jedoch Lösungsmittel, welche schwerer sein k¯nnen als das zu fraktionierende   i) l.    In die  sem Falle kehren sich natürlich    die Phasen und. folglich die Strömungsrichtungen bzw. die Ein und Austrittsstellen in den   Abschei-      dern, den Fraktionierkolonnen usw.    entspre  chend um.   



   Wie sehon oben erwähnt, wird das erfin  dnngsgemässe    Verfahren besonders wirksam, wenn man dessen   Fraktionierungsstufen    in hohen Kolonnen vornimmt. Wie bei andern   bekannten extraktiven    Fraktionierverfahren erzielt man dabei die beste Trennwirkung, wenn das   il    etwa in der Mitte der Kolonnen  hohe eingeführt, wird und    es im Gegenstrom zu dem   von lmten heraufströmenden Lö-    sungsmittel durch die Kolonne   hinuntersinkt,    wobei also im untern Teil der Kolonne das   ()    mit dem   frisehen    Lösungsmittel im Gegenstrom extrahiert wird. Dieser Kolonnenteil kann also als Extrahierzone bezeichnet werden.

   Der Extrakt steigt im obern Teil der Kolonne aufwärts und trifft dort auf einen   ölrücklauf, welcher etwas unter    dem Kopf der Kolonne zuströmt. Dieser Rücklauf bewirkt eine Rektifikation des Extraktes, und man kann daher den obern Teil der Kolonne als   Rektifizierzone bezeichnen.    Um den Extrakt., welcher sich am Kopf der Kolonne ansammelt, in der eingangs beschriebenen Weise erfindungsgemäss fallen zu k¯nnen,   lasst    man ihn vom Kolonnenkopf in eine   Fällvorrich-    tung str¯men, welche entweder aus einem Mischer besteht, in welchen mehr Gas eingepresst wird, oder aus einem Wärmeaustauseher, in welchem der Extrakt erwärmt wird. Die FÏllung fliesst dann in einen Abscheider, in welchem die Phasen voneinander getrennt werden.

   Die Fällung kann dann teils als Fraktion abgezogen, teils als R cklauf in die Kolonne zurückfliessen gelassen werden.



   Prinzipiell ist es möglich, eine ganze Anlage, welche nach dem erfindungsgemässen Verfahren arbeitet, mit nur einer Zirkulationspumpe f r das Lösungsmittel zu betreiben.



  Diese Pumpe w rde also das Lösungsmittel im Kreislauf durch die gesamte Apparatur im Gegenstrom zum Öl pumpen. Die aus den Extrakten   gefällten Fraktionsphasen können    dann durch die Gravitation als Rücklauf fliessen und brauchen nur durch geeignete Ventile in R cklauf und abgezogene Fraktionen aufgeteilt zu werden. In vielen FÏllen ist es jedoch zweckmässig, am Kopf jeder Kolonne eine Pumpe vorzusehen, welche den dort abgeschiedenen Extrakt unter Druckerhöhung in die Fällvorrichtung drückt.



  Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass bei eventuell vorkommenden hohen Fälldrueken nicht die gesamte Apparatur f r einen so hohen Druck gebaut zu werden braucht. Auch steht dann f r die R ckf hrung des   Rücklau-    fes in die Kolonne ein entsprechender Druck  untersehied    zur Verfügung, welcher zweckmässig zu einer freien Verteilung des Rücklaufes im Extrakt, eventuell unter Verwen  dung    von   Verteilerdüsen    oder Siebbrausen, ausgenutzt werden kann. Zur Verbesserung des Kontaktes zwischen den beiden Phasen in den Kolonnen können dort Verteilerboden, F llk¯rper, Schikanen und dergleichen ange bracht werden, oder die Kolonne kann abwechslungsweise in übereinanderliegende Misch- und Trennzonen aufgeteilt werden.

   Die Mischzonen können sogar. in an sich bekannter Weise mit meehanischen Rührern versehen werden. Anderseits kann die Kolonne auch völlig ohne Einbauten und Füllkörper betrie  ben@werden.    Bei grossen   Kolonnendurchmes-    sern kann sich allerdings eine unerwünschte Turbulenz oder Konvektion bemerkbar maehen, welche den Gegenstromeffekt stören würde. Zur Behebung solcher Störungen k¯nnen auch Einbauten anderer Art als die oben genannten angebraeht werden, beispielsweise eine koaxiale Spirale aus Drahtgeflecht.



   Die bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens anfallenden Fraktionen enthalten in dem Zustand, in welchem sie aus der Anlage abgezogen werden, wie bereits erwähnt, eine gewisse Menge in der Ílfraktion aufgelöstes   Losungsmittelgemiseh.    Der Gehalt an flüssigem L¯sungsmittel und an   aufgelö-    stem Gas wird durch das   Phasengleichgewieht    bestimmt. Bei der erfindungsgemässen Fraktionierung von Glyceriden oder Fettsäuren mit Propan oder Pentan und Methan als Modifizierungsmittel beträgt der Gehalt an flüssigem Lösungsmittel erfahrungsgemäss zwischen etwa 25 und 60 Gewichtsprozent.

   Bei andern L¯sungsmittel-Gas-Paaren kommen abweichende Mengenverhältnisse vor, Die in den Fällungen enthaltenen Ölbestandteile können als reine Fraktionen durch Abtreiben des Gases und Abdestillieren des Losungsmittels unmittelbar gewonnen werden. In vielen FÏllen empfiehlt es sich jedoch, die einmal vorhandenen Lösungen vor der Abdestillation des Losungsmittels weiteren an sich bekannten Raf  finationsbehandlungen    zu unterziehen. Solche Behandlungen sind zum Beispiel bei Neural ölen Neutralisation mit Lauge oder Kalk, bei   sämt. liehen Ölen    und Fettsäuren Behandlung mit Bleicherde oder andern Adsorptionsmitteln oder schliesslich die Abkühlung auf so niedrige Temperaturen, dass gewisse Bestandteile, zum Beispiel Paraffin oder gesättigte Fettsäuren oder Harze, in fester Form ausgeschieden werden.

   Vorzugsweise wird dabei die   Abkühlung durch Expansionswärme    des gelösten Gases und, falls diese nicht ausreieht, durch eine   Teilabdunstung    des Lösungsmittels selbst bewerkstelligt. Die Feststoffe werden dann durch Filtrieren,   Absitzenlassen    oder Zentrifugieren in bekannter Weise entfernt, worauf die Reste des Lösungsmittels durch Destillation a. us dem Filtrat sowie auch aus den   abfiltrierten    Feststoffen entfernt werden können.



   Die Betriebstemperatur spielt bei dem er  findungsgemässen Fraktionierverfahren    keine entscheidende Rolle. Das Verfahren wird deshalb vorzugsweise bei Zimmertemperatur, oder bei der Temperatur durchgeführt, welehe mit dem f r die Anlage zur Verfügung stehenden Kühlwasser am   leiehtesten    eingehalten werden kann. In gewissen FÏllen mu¯ jedoch im Hinbliek auf die physikalischen Eigenschaften des zu fraktionierenden Íls bzw. der anfallenden Fraktionen eine andere Temperatur gewählt werden. So mu¯ zum Beispiel die Temperatur immer hoch genug gehalten werden, so dass die Leitungen und Ventile nicht eventuell durch ausgeschiedene feste Bestandteile verstopft werden können.



  Auch die Lage der kritischen Temperatur des Modifizierungsmittels und andere Eigenschaften des   gewählten Losungsmittel-Gas-Paares    können die Wahl anderer   Betriebstempera-    turen veranlassen.



   Was das   Mengenverhältnis zwisehen    dem   61    bzw. seiner   vorläufigen Losung    einerseits und dem Lösungsmittelgemisch anderseits in den einzelnen Extraktionsstufen betrifft, so kann dies innerhalb sehr weiter Grenzen gewählt werden, je nach der Natur des öls, des Lösungsmittels und des   moditizierenden    Gases, nach den Betriebsbedingungen und nach der Art. der verwendeten Apparatur. Vorzugsweise wird das Lösungsmittelgemisch im   Überschuss    gegenüber dem Öl benutzt. Praktisch brauchbare   Volumenverhältnisse zwischen Lösungs-      mittelgemisch    und   Ol    liegen zum Beispiel zwisehen 3 :   1    und ungefähr 50 : 1.

   Für absat. zweisen Betrieb werden   vorzugsweise Mengen-    verhÏltnisse zwischen 3 :   1    und 10 :   1    gewählt.



  Bei   absatzweisem    Betrieb führen   Mengenpro-    portionen, welche bedeutend hoher liegen als   10    : 1, im allgemeinen zu   unerwünseht grossen    Apparaturen, und der effektive Spielraum zwi  schen    der Ílkonzentration des Extraktes und dem nicht mehr fällbaren   Olgehalt    im modifizierten Lösungsmittel nach erfolgter FÏllung wird zu klein f r einen wirtschaftlichen Betrieb. Bei kontinuierlicher Arbeitsweise ohne Rücklauf kann man zwar ein höheres Ver  hältnis    wählen ; aber der oben erwähnte   Kon-    zentrationsspielraum im Extrakt setzt auch da eine Grenze.

   Ganz anders liegen die Verhältnisse jedoch bei kontinuierlichem Betrieb mit   Bücklauf.    In diesem Fall besteht eine Ab  hängigkeit    zwisehen dem R cklaufverhÏltnis und dem Speisungsverhältnis von Í1 und Lo  sungsmittelgemisch.    Das Rüeklaufverhältnis wird, ebenso wie es bei der fra. ktionierten Destillation üblich ist, im Hinblick auf den gewünschten Trenneffekt gewählt. Arbeitet man nun mit einem hohen R cklaufverhÏltnis, so   reichern    sich natiirlieh die Olkomponenten bald im. Inhalt der Kolonne an.   Znletzt    wird ein dynamisches Gleichgewicht zwischen den versehiedenen Komponenten und zwischen den in der Kolonne vorhandenen Phasen erreicht.

   Dieses Gleichgewicht hÏngt offenbar ebenso von dem   Zulaufverhältnis    der Speisung wie auch von dem gewählten   Rücklauf-    verhältnis ab. Daraus folgt, dass, wenn das Speisungsverhältnis zwisehen   Lösungsmittel-    gemisch und   Cil    im Vergleich zum Rücklaufverhältnis zu niedrig gewählt wird, die   öl-    konzentration in der Kolonne so hoch wird, dass die Zusammensetzung im   Losungsdia-    gramm in einen Bereich eintritt, in welchem keine Fällung mehr vorkommen kann, dies ganz einfach deswegen, weil der gesamte Inhalt der Kolonne eine Zusammensetzung erreieht, welche mit der des R ckstandes bzw. der Fällung identisch wird.

   Ber cksichtigt man alle diese Faktoren, so kann es leicht notwendig werden, mit einem   Speisungsver-      hältnis    von   50    :   1    ru arbeiten, wenn   gleich-    zeitig ein hohes Rüeklaufverhältnis herrscht, also beispielsweise 5 :   1    oder 10 : 1. Werden Íle mit sehr engen Grenzen zwischen den einzelnen Fraktionen fraktioniert, so können noeh höhere   Rücklaufverhättnisse als die eben er-      wähnten    notwendig werden, und man ka. nn sich dadurch gezwungen sehen, auch das   Speisungsverhältnis entsprechend    weiter zu erhohen.



   Trotz dem verhältnismässig einfachen Prinzip der vorliegenden Erfindung werden die Anlagen zur kontinuierlichen Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ziemlich kompliziert. Deshalb wird ihre Wirkungsweise im folgenden an Hand der Fliessschemen Fig. 1 bis 4 in den Beispielen   2    bis 5 näher beschrieben. Ausserdem wird im Beispiel 1 die einfachste Anwendungsform des extraktiven   Verfa. hrens beschrieben.   



   Beispiel 1
In einem Autoklaven, welcher mit einem Rührer mit horizontaler Achse versehen war, wurden 3200 cm3 Petroläther mit Methan unter einem Druck von 164   atü    gesÏttigt. In diese Lösung wurden 750   em3      geblasenes    Lein öl mit einer Säurezahl von 8 gepumpt. Der gesamte Inhalt wurde einige Minuten lang kräftig umgerührt, worauf der Autoklav schräggestellt wurde, damit die schwerere Phase, welche sich schnell   abschied,      quantita-      tiv    abgezogen werden konnte. Diese untere Schicht, welche nach Entweichen des darin   gelösten Methans 1250 em3    betrug, bestand a. us etwa   60''/o Öl    und   40  /o Petroläther.   



  Dieser Extraktionsrüekstand wurde für weitere Behandlung beiseitegestellt. Der Extrakt, welcher im Autoklaven zurückgeblieben war, wurde ebenfalls abgezogen und daraus durch Verdampfen des Petroläthers 60 cm3 einer   Ölfraktion    I gewonnen. Diese war sehr dunkel gefärbt und hatte eine Säurezahl von 20.



   Nun wurde der Autoklav mit frischem   Petroläther    gefüllt, welcher mit Methan unter einem Druck von   145    at  gesättigt wurde.



  Der oben erwähnte Extraktionsrüekstand von der ersten Behandlung wurde in den   Autokla-    ven gepumpt und darin in derselben Weise gerührt und abgetrennt wie in der ersten Extraktion. Wieder wurde die untere Schicht abgezapft und f r weitere Behandlung beiseite gestellt. Da die Verdampfung des gesa. mten Lösungsmittel's aus dem Extrakt, wie sie oben nach der ersten   Fraktionierungsstufe vor-    genommen wurde,   unpraktisch    und zeitraubend erschien, wurde diesmal der im Autoklav verbliebene Extrakt nicht abgezogen, sondern auf eine Temperatur von etwa 60  erhitzt, wodurch der Druck auf   230      atü    anstieg.

   Infolge dieser Erwärmung wurde der grösste Teil des im Extrakt vorhandenen Öls ausgefällt, und es konnten   230    em3 dieser   Fa. l¯    lung als untere Schicht abgezogen werden.



  Nachdem das Metha und der Petroläther aus der abgezogenen Fällung abgetrieben worden waren, blieben 1'25 cm3 als Fraktion II, welche sehr hell und niedrigviskos war und eine Säurezahl von 6 hatte. Der Autoklav mit dem darin verbliebenen Lösungsmittel wurde auf Zimmertemperatur abgekühlt und etwas Methan aufgepresst, so dass der   Sättigungs-      druck nun 1315 atü betrug,    Der aus der zweiten Extraktion stammende Extraktionsrüekstand wurde in den Autoklaven gepumpt und auf dieselbe Weise wie früher noehmals behandelt.



  Der aus dieser dritten Extraktion abgezogene Rückstand betrug diesmal nur   160    em3 und war sehr dunkel und trübe. Nach dem Abtreiben des   Petroläthers    blieben ungefähr   100    em3 Abdampfrüekstand, welche als Fraktion V bezeichnet wurde. Diese Fraktion hatte eine Säurezahl von 5, 6 und war hochviskos. Der im Autoklaven   verbliebene Ex-    trakt wurde durch Erwärmen auf   60       ausge-    fÏllt ; dabei stieg der Druck auf 200 at . Die abgezogene Fällung betrug 300 cm3. Naeh dem   Abda. mpfen    des Petroläthers verblieben   175    cm3 als Fraktion III. Diese Fraktion hatte eine Säurezahl von 4, 3. Der Extrakt wurde nunmehr aus dem Autoklaven entfernt und der Petroläther abdestilliert.

   Der R ckstand, welcher als Fraktion IV bezeichnet wurde, hatte eine Säurezahl von 5 und war sehr hell. Die Fraktionen III und IV machten den Hauptanteil des geblasenen   Leinöls    aus.



  Sie wurden einer praktischen Untersuchung unterzogen, und es zeigte sich, dass sie nach dem Sikkativieren äusserst stabil waren, das heisst das   Sikkativ    zeigte keinerlei Neigung zum Ausfallen, was sonst bei geblasenen Lein ölen häufig ist.



   Beispiel 2
Arbeitsweise mit fallendem SÏttigungsdruck
In der Anlage gemäss Fliessschema a (Fig. 1) wird das Öl aus dem Tank   1    und Propan aus Tank 2 in einen Mischer 3 gepumpt. Es braucht nur so viel Propan an dieser Stelle zugegeben zu werden, dass die   Losung    genügend   leichtflüssig    ist.

   Vorzugsweise wird jedoch so viel Propan hier zugegeben, da¯ alles Propan, welches laufend mit den Fraktionen F1 bis F5 aus der Anlage entfernt wird, durch Frischpropan   n ersetzt wird.    Dies   gilt gegebenen-    falls auch f r die aus dem Verdampfer 43 abgedampften   Propanmengen.    Die   Losung    str¯mt in einen Abscheider   4,    in welchem sich grobe Verunreinigungen   abscheiden kön-    nen. Wenn das Öl feste Verunreinigungen enthält, wird das Gemisch durch eines der Filter 5 gepumpt, welche abwechselnd benutzt und gereinigt werden. Ein   Zwischentank    6 gleicht die Unregelmässigkeiten des Fl ssigkeitsstroms aus.

   Ist   dagegen das Öl von vornherein ge-      nügend    rein, so ist keine Vorbehandlung   notig    und die Apparate 4 bis 6, eventuell auch 3, können fortfallen.



   Die Lösung bzw. das öl wird mit der Pumpe 7 in den Mischer 8 gepumpt, in welchen so viel Methan durch das Ventil 50 einströmt, da.   der höchste Sättigungsdruek P4    erreicht wird. Die   mit Methan gesättigte Flüs-    sigkeit trifft in der Extraktionszone der Kolonne 9 einen aufsteigenden Strom von Losungsmittel, dessen   Losungsvermögen    durch einen   Methanzusatz    bis zum.   Sättigungsdruek    P4 stark herabgesetzt ist. Diese   Lösungs-    mittel extrahiert. aus dem Öl dessen leichtest lösliche Bestandteile, zum Beispiel die Be  standteile    mit dem geringsten   Molekularge-    wicht oder mit der   ausgeprägtesten    aliphatischen.

   Struktur, und führt diese durch den obern Teil der Kolonne weiter. Vom Kolonnenkopf wird der Extrakt mit der Pumpe   10    auf einen noch höheren Druck gepumpt und im Wärmeaustauscher 11 erwä. rmt. Dureh diese Erwärmung steigt der   Sättigungsdruek,    und beinahe das ganze   öl,    welches sich aufgelöst hatte, wird wieder ausgefällt. Die FÏllung setzt sieh im Abscheider 2 als untere Schicht ab, wird nach Kühlung im Kühler 13 durch das Ventil   14    aus der Anlage entnommen, und man kann sie, falls erwünscht, durch Destillation vom Losungsmittel und Gas befreien, um Fraktion   Pi    zu gewinnen.



   Damit die Fraktionierung in der Kolonne 9 so effektiv als   möglieh    verläuft, wird nicht die ganze Fällung abgezogen, sondern ein Teil davon wird durch das Ventil 15 in den obern Teil der Kolonne 9 als Rüeklauf zur ckgeführt. Dieser Rücklauf fliesst im Gegenstrom. zu dem aufsteigenden Extrakt. Durch den   Gegenstromeffekt    werden die im Extrakt aufgelösten   Ölbestandteile    rektifiziert, und der genannte obere Teil der Kolonne kann deshalb als Rektifizierzone bezeichnet werden.



   Das Lösungsmittel, welches im Abscheider   12    die obere Schicht bildet, ist im allgemeinen genügend rein, so dass es in der letzten Kolonne   20b    des Systems ohne weiteres wieder verwendet werden kann, nachdem es im Abtreiber 17 durch Erwärmen von seinem Methanübersehuss befreit worden ist.



   Die Anteile des Íls, welche sich in der Kolonne 9 nicht   aufgelost haben, losen    ihrerseits natürlich eine gewisse Menge   Losungs-    mittel und bilden so einen   losungsmittelarmen    Rüekstand, welcher als untere Phase sich im Sumpf der Kolonne 9 abscheidet. Dieser   Rück-    stand strömt durch Leitung 18 und Ventil 19 in die Kolonne   20.    Die ganze Fraktionierung und   Ausfällungsausrüstung, welche    oben für Kolonne 9 beschrieben worden ist, wird im folgenden als Fraktioniereinheit A bezeichnet.



   In der Kolonne 20 wiederholt sich der Fraktioniervorgang, jedoch mit zwei Unter  schieden    : a)   Der Sättigungsdruck Pg    ist niedriger.



  Zu diesem Zweck enthält das Lösungsmittel in der Kolonne 20 eine geringere Menge Methan als in der Kolonne   9.    Dadurch erhÏlt das Lösungsmittel ein bedeutend höheres Losungsvermögen und löst deshalb eine Fraktion von weniger   lösliehen    Ílbestandteilen. b) Die Fällung der in der Kolonne aufgelösten Fraktion aus dem Extrakt geschieht nicht durch Erwärmung wie in der Faktioniereinheit A, sondern dadurch, da. mehr Methan als Fällgas im Lösungsmittel aufgelöst wird.



  Zu diesem Zweck wird der Extrakt vom Kopf der Kolonne mit Hilfe der Pumpe 21 zum Mischer   22    gepumpt, in welche so viel Methan eingelassen wird,   dag    der   Sättigungs-    druck steigt, vorzugsweise auf denselben Wert wie   P4.    Das Methan strömt aus dem Methantank 23 durch das Ventil   24    dem   Mischer. 22    zu.



   Im Tank 23 wird das Methan bei einem solchen   Gasdrucli    gehalten, dass das Methan n mit ausreichender Geschwindigkeit in die Gasmischer 8 und 2'2 einströmen kann. Auf den notwendigen Druck wird das Methan durch den Kompressor   26    gebracht. Die Hauptmenge des Methans wird jedoch zum Tank   23    aus dem oben erwähnten   Gasabtreiber      17    durch den Rückflusskühler 26 und die Leitung   27      zuriickgefiihrt.   



   Im Mischer 22 wird der grösste Teil der in der Kolonne 20 aufgelösten Olfraktion   wie-    der ausgefällt. Die auf diese Weise entstandene Emulsion strömt in den Abscheider 28, wo die Fällung sich als schwerere Phase abscheidet. Ein Teil davon wird durch das Ventil   29    abgezogen. Aus diesem Teil kann durch Abgasen und Abdestillieren des Lösungsmittels die   ölfraktion Pt2    gewonnen werden. Ein weiterer, eventuell grösserer Teil dieser Fällung, wird jedoch als Rüeklauf durch das Ventil 30 in die Rektifizierzone der Frak  tionierkolonne      20    zurückgeführt. Dort bewirkt der Rücklauf eine Rektifikation in genau derselben Weise, wie sie für Kolonne 9 beschrieben worden ist.

   Die Kolonne 20 und deren gesamtes Zubehör stellt einen Typ dar, welcher im folgenden als Fraktioniereinheit B bezeichnet wird.



   Der   Rüekstand    aus der Extraktionszone der Kolonne 20 wird aus dem Sumpf der Kolonne 20 abgezogen und strömt in die Kolonne   20a,    wo sich der für die   Fra. ktionier-      einheit B beschriebene    Vorgang noch einmal abspielt und so oft in weiteren   Fraktionier-    einheiten wiederholt werden kann, als es not  wendig    ist, um die gewünschte Anzahl von Fraktionen zu erzielen.

   Die Länge der Kolonne und die Rüeklaufverhältnisse sowie das Verhältnis zwischen einströmender Losungsmittelmenge und einströmender Ílmenge richten sich für die   versehiedenen    Kolonnen nach dem gew nschten   Trenneffekt.    Sie können nach den in der'Technik bekannten Prinzipien für die Berechnung bzw. durch   experi-    mentelle Ermittlung für jede Art von   Gegen-    stromextra. ktion bestimmt werden.



   Wie schon oben erwähnt, kann das Losungsmittel, nachdem es teilweise von Methan befreit worden ist, zur Verwendung in der letzten Kolonne 20b im Kreislauf zuruckgeführt werden. F r diesen Zweck wird das Losungsmittel im Kühler 31 auf die Extrak  tionstemperatur    der Anlage abgekühlt und mit dem Ventil   32    durch die Leitung 33c expandiert. Es wird dann durch das Ventil 34c in den   untern    Teil der Kolonne 20b eingelassen.



   Das Lösungsmittel strömt also durch die ganze Anlage in striktem Gegenstrom zum   61.    Nach der jeweiligen FÏllung der Extrakte in den   Sättigern    22b, 22a und 22 scheidet es sich in den zugehörigen Abscheidern   28b,    28a und 28 als obere Schicht ab. Diese obere Schicht wird jeweils als Lösungsmittel in den nächstfolgenden Turm durch die Leitungen   33b, 33a und    33 und die Ventile 34b, 34a und 34 eingeleitet.



   In gewissen FÏllen kann das Öl so leichte Komponenten enthalten, dass diese sich im Lösungsmittelkreislauf anreichern und durch die FÏllung im Austauscher 11 und dem Abscheider 12 nicht genügend entfernt werden.



  Diese Gefahr ist besonders gross, wenn die verbleibenden Verunreinigungen ein noch niedrigeres Molekulargewicht haben als die Fraktion F1. F r diesen Fall und überhaupt, wenn immer es notwendig erscheint, eine gr¯ ssere Menge reinen Lösungsmittels zurückzugewinnen, als aus den Fraktionen in der weiter unten beschriebenen Weise anfällt, wird aus dem Lösungsmittelkreislauf eine gewisse Teilmenge durch die   Leitung 35    und das Ventil 36 nach dem Wärmeaustauscher 37 und dem Entgaser 38 abgezweigt. Letzterer unterscheidet sich vom Entgaser 17 und dessen Zubehör nur dadurch, dass er bei einem niedrigeren Druck arbeitet. Der Arbeitsdruck soll jedoch genügend hoch sein, damit man mit   gewöhnliehem    Kühlwasser einen Rüekfluss von flüssigem Propan im   Rüekflusskühler    39 erzielen kann.

   Das Methan, welehes den Kühler 39 verlässt, wird mit Hilfe des Kompressors   25    auf den Druck komprimiert, welcher im   Methantank      23    herrscht. Das entgaste Propan strömt durch Leitung 40 und das   Ventil 41      zum Wärmeaustauseher 4 ? und    wird im Verdampfer 43 vollkommen verdampft. Die warmen Dämpfe werden im Kühler 44   niederge-    schlagen, und das Kondensat geht im Kreislauf zum Propantank 2 zur ck. Der Rüekstand, welcher im Verdampfer 43 verbleibt, das heisst also, die vom   Lösungsmittel mitgeführten öl-    reste, werden im Kühler 45 abgekühlt und durch das Ventil 46 als Fraktion Fla abge  zogen.   



   Die Fraktionen Fl bis   Fg    enthalten in dem Zustand, in welehem sie von der Anlage abgezogen werden, wie bereits erwÏhnt, gewisse Mengen Propan und Methan, da sie ja als schwerere Phase im Gleichgewicht mit dem Extrakt bzw. mit dem Lösungsmittel als obere Schicht entstanden sind. Alle diese Fraktionen werden deshalb in geschlossenen Vorlagen gesammelt. Solche Fraktionen, welche einer besonderen Nachbehandlung bedürfen, werden, eventuell naeh Abtreiben des   Fällgases,    jedoch in Gegenwart des Propans weiter ra. ffiniert, wie im allgemeinen Teil   besehrieben.    Sowohl das Methan wie auch das Lösungsmittel werden schliesslieh in einer besonderen Wiedergewinnungsanlage üblicher Konstruktion wiedergewonnen, um zu dem Methan- bzw. Propantank im Kreislauf   zurüekgefuhrt.    zu werden.

   Weder die Apparate zur   Nachraffina-    tion noch die   Wiedergewinnungsanlage    und deren Zubehör sind in den   Fig lren gezeigt,    um diese nicht allzu kompliziert zu machen. Die Lösungsmittelmengen, welche die Anlage mit den Fraktionen verlassen, müssen durch Zu   gal)    von   frisehem    Lösungsmittel ersetzt werden. Dazu dient in erster Linie das in der eben besprochenen   Wiedergewinnungsanlage    gewonnene Lösungsmittel, welches in den Tank   2      zurüekgeführt    wurde. Der Ersatz des   Losungsmittels    in der Anlage geschieht, wie schon oben erwähnt, vorzugsweise durch direkte Verdünnung des aus Tank 1 kommenden Öls mit Propan in Mischer 3.

   Statt dessen kann man das Lösungsmittel auch mit der Pumpe 47 in den   Mischer 48    zugeben. Zu diesem Mischer str¯mt Methan durch das Ventil 49, um das Lösungsmittel mit so viel Methan zu sättigen, als zur   Verwendung    in der Ko  lonne 20b notwendig ist.   



   Beispiel   3   
Arbeitsweise zur Feinfraktionierung
In vielen FÏllen wird es notwendig, das in Fig. 1 gezeigte System mit einem so kleinen   Sättigungsdruckunterschied    zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kolonnen zu betreiben, dass die   Methanmenge,    welche in den Mischer   22    bzw.   22a oder 22b zugesetzt    werden müsste, um den Extrakt zu fÏllen, viel zu hoeh wÏre, als dass das Losungsmittel mit diesem Methangehalt in der Kolonne 9 bzw. 20 oder 20a verwendet werden konnte. Zwar kann man in solchen Fällen das überflüssige Methan wieder entweichen lassen, indem man ein einfaches Expansionsgefäss mit einem Expansionsventil in den Leitungen 33 bzw. 33a oder   33b    anbringt.

   Eine solche Massnahme ist jedoch unwirtsehaftlieh und erschwert die Regelung der Anlage.



   Vorzugsweise wird deshalb, wenn man mit geringen   Sättigungsdruekunterschieden    zwischen den einzelnen Kolonnen arbeiten muss, das   ol    aus dem Extrakt durch eine Kombination von Erwärmen und   Gaseinpressen    gefällt. Diese Methode zeigt Fig. 2 nur für eine    Kolonne. Natürlich eignet sieh diese Methode    für alle derartigen Fälle, also zum Beispiel in   Fig. l. für    alle Kolonnen mit Ausnahme von Kolonne 9.



   Das   öl,    welches aus der Leitung 118 durch das Ventil 119 kommt, wird in der Kolonne   120    mit Propan extrahiert, welches eine geeignete Menge Methan enthÏlt und in die Kolonne durch die Leitung   133a    und das Ventil 134a eintritt. Der Extrakt wird vom Kopf der Kolonne mit der Pumpe   121    durch den Vorwärmer 111 zum Mischer 122 gepumpt. Im Vorwärmer wird der Extrakt so weit erwärmt, dass die Fällung hinreichend ist. Durch das Ventil 124 wird da. nn gerade so viel Methan zuströmen gelassen, dass durch das spätere Herunterk hlen auf die Arbeitstemperatur der Kolonne 109 der SÏttigungsdruck auf den f r die Kolonne   109    gewünschten Wert reduziert wird.

   Auf diese Weise wird eine vollständige Ausfällung   ohne Methanüber-    schuss erzielt. Der so behandelte Extrakt str¯mt weiter in den Abscheider 128, wo sich die Fällung abscheidet. Die Fällung wird im Kühler 113 auf die Arbeitstemperatur der Kolonne   120 abgekühlt    und ein Teil davon wird als Rücklauf durch das Ventil 130 zurückgeführt. Der Rest der Fällung wird durch das Ventil 129 zur Gewinnung der Fraktion   P2    abgezogen. Die obere Schicht aus dem Abseheider wird im Kühler 131 auf die Ar  beitstemperatur    der Kolonne 109 abgekühlt und wird dieser Kolonne durch die Leitung   133    und das Ventil   134    zugeführt.

   Die in diesem Beispiel 3 beschriebene Ausrüstung zur Fraktionierung und zur FÏllung wird im folgenden als Fraktioniereinheit C bezeichnet.



   Beispiel 4
Arbeitsweise mit steigendem Druck
Es ist beim Fraktionieren vieler Öle nicht erwünscht, dass der schwere Rückstand mit dem   01    durch die ganze Fraktionieranlage mitfolgt, um schlie¯lich als Fraktion V aus dem Sumpf der Kolonne   2Ob    abgezogen zu werden. Dies mu¯ jedoch der Fall sein, wenn man ein Fliessschema gemäss Fig.   1    anwendet.



  Deshalb ist es in solehen FÏllen besser, ein anderes Fliessschema zu verwenden, wie es in Fig. 3 gezeigt wird. Die in diesem Schema gezeigte Fraktioniermethode unterscheidet sich von der in Fig.   1    angewandten Methode dadurch, da. die Rückstände, welche die Fraktionen   Fj    bis F4 enthalten, aus den. S mpfen der Kolonnen statt aus den Abscheidern abgezogen werden, und dadurch, dass die Fraktionierung mit von Kolonne zu Kolonne steigenden Sättigungsdrucken durchgeführt wird.



  Die eventuelle Vorbehandlung des Öls ist die gleiche wie im Beispiel 2 und braucht deshalb hier nicht von neuem   besehrieben    zu werden.



  Von dem   Sättiger      58,    in welehem das Öl bzw. die   losungsmittelarme Losung    mit Methan aus dem Tank 73 durch das Ventil 100 gesättigt wird, um den   Sättigungsdruck    dieser   Losung    auf   P1    zu bringen, fliesst das Öl zu der Mitte der Kolonne   59. In    dieser Kolonne, welche als Fraktioniereinheit B ausgerüstet ist., wird das Öl mit Propan extrahiert, welches eine verhältnismässig geringe Menge Methan   ('Sättigungsdruck    =   PI)    enthält und durch die Leitung 83 und das Ventil 84 in die Kolonne einströmt.

   Der grösste Teil des Öls lost sich im Lösungsmittel auf, und nur eine geringe Menge   Bückstand,    welche die Fraktion F1 enthÏlt, wird durch das Ventil 80 abgezogen. Der Extrakt wird vom Kopf der Kolonne mit Hilfe der Pumpe 71 zum Mischer 72 gepumpt, wo das geloste   Ö1    durch Methanzusatz, welcher durch das Ventil 74 aus dem Tank   73    zustr¯mt, ausgefällt wird. Der Methanzusatz bzw. der erreichte   Sättigungsdruck    wird so eingestellt, dass er einerseits reicht, um das s Íl aus dem Extrakt   auszufällen,    und anderseits der   Modifikationsgrad    des Propans so weit erhöht wird, dass dieses in der Kolonne   70b mit dem Sättigtmgsdruck P4    verwendbar wird.



   Die Fällung wird im   Abseheider    78 aus  gesehieden    und ein Teil der untern Phase durch das Ventil 79 zu der Kolonne 59 als Rüeklauf   zurückgeführt, während    der Rest weiter zur Kolonne 70 strömt. Die obere Phase wird durch die   Leitung 83c und das    Ventil 84c als Lösungsmittel im Kreislauf zur Kolonne 70b zur ckgef hrt. Wie im Beispiel 2 kann ein Teil des   Losungsmittels    durch das Ventil   8.    6 einer Vorrichtung zum Abgasen und zur Wiedergewinnung des Propans durch   Destilllation    zugeführt werden. Diese Vorrichtung ist genau dieselbe wie in Fig.   1    und wird deshalb in der Fig. 3 nicht wieder gezeigt.

   Die Fällung, welehe dureh die Leitung 68 str¯mt, wird der Kolonne durch das Ventil 69 zugef hrt. In dieser Kolonne, welche als   Fraktioniereinheit tl ausgerüstet ist,    trifft das gefällte Öl auf einen Propanstrom mit einem höheren   Methansättigungsdruck      P2.   



  Dieses Propan besitzt daher ein geringeres Lö  sungsvermögen,    so dass es nicht das ganze   öll    wieder auflösen kann. Der ungelöste Rüekstand, welcher die Fraktion F2 enthält, verlässt die Kolonne 70 durch das Ventil 80a. Der Extrakt, nachdem er im Gegenstrom gegen einen Rüeklauf rektifiziert worden ist, wird vom Kopf der Kolonne 70 mit der Pumpe 60 abgepumpt und im Wärmeaustauscher 61 erwÏrmt. Durch die Erwärmung steigt der SÏttigungsdruek, so dass das   Ö1    aus dem Extrakt ausgefÏllt wird. Die Fällung scheidet sich im Abscheider 62 aus und wird im K hler 63 auf die Betriebstemperatur der Anlage heruntergekühlt. Ein Teil davon wird durch Ventil 65 zur Kolonne 70 als Rüeklauf zurückgeführt.



  Der Rest des gefällten Öls fliesst durch die Leitung   68a    und das Ventil 69a zur Kolonne 70a weiter, wo die eben beschriebene Prozedur wiederholt wird. Das Lösungsmittel, wel   ches im Abscheider 62 von der Fällung be-    frei worden ist, str¯mt durch das Ventil 66 weiter zum Abtreiber 67, wo ein Teil des   Me-    thans durch den   Dephlegmator    76 und die Leitung 77 zum Tank 73 abgetrieben wird.



  Das Propan wird im Kühler 81 gekühlt und durch das Ventil   84    und die Leitung 83 der Kolonne 59 zugeführt. Es hat nunmehr den bereits oben erwähnten verhältnismässig niedrigen   Sättigungsdruck      Pi.    Die Arbeitsweise in den weiteren Kolonnen 70a und 70b ist völlig analog der für die Kolonne 70 beschriebenen, mit dem einzigen Untersehied, dass der SÏtti  gungsdruck Pg höher    ist als P2 und P4 höher   als Pg.    Es können naeh der Kolonne   70b    noch weitere Kolonnen vorgesehen werden, falls man eine grössere Anzahl von Fraktionen zu erhalten wünscht. Die leichteste Fraktion, im vorliegenden Fall   P.,    wird aus dem Rücklauf der Kolonne 70b durch das Ventil 69c entnommen. 



   Beispiel 5 Arbeitsweise mit nochmaliger Fraktionierung sourohl des Sumpf- als auch des Kopfproduktes
In gewissen Fällen wird es notwendig, das   Öt zuerst    in zwei   Hauptfraktionen zu scheiden,    welche dann beide nochmals fraktioniert werden. Ein System, welches f r eine   solehe    Ar  beitsweise    geeignet ist, wird in der Fig.   4    gezeigt. Das Öl oder eine lösungsmittelarme   ÖIlosung    wird in derselben Weise vorbehandelt und auf den richtigen   Methansättigungs-    druck   gebraeht,    wie dies im Beispiel   2    be  schrieben ist. Die    zu diesem Zweck n¯tigen Vorrichtungen werden in Fig. 4 nicht noch einmal gezeigt.

   Das   Ol    str¯mt durch die Leitung   201    zuerst in eine Fraktioniereinheit C, welche   jedoelmach    Belieben auch als Fraktioniereinheit 1   oder B ausgerüstet    sein kann. Die   Wah]    richtet sich nur danach, in welchem Teil der Anlage der grössere Teil des Lösungsmittels, welches aus dem Extrakt am Kopf der Fraktioniereinheit abgetrennt wird, wieder verwendet werden soll. Im vorliegenden   Fajll    wurde eine Fraktioniereinheit   CX gewählt,    weil diese die grösste Flexibilität besitzt.

   Das aus   dem Extrakt abgeschiedene, gefällte Öl,    welches also die   Kopffraktion    enthält, strömt vom Abscheider 222 durch den K hler   213,    Leitung 229 und   Ventil 230    zur Kolonne einer Fraktioniereinheit   A.    Tn dieser Einheit wird die Fraktion in weitere zwei Fraktionen aufgeteilt, welche entweder als Rückstand aus dem Sumpf bzw. als Fällung aus dem Kopf abgezogen werden, oder selbst noeh einmal einer weiteren Fraktionierung unterworfen werden können. In der Anlage gemäss Fig. 4 wird der Extraktionsrüekstand aus dem Sumpf der Einheit A abgezogen, um daraus eine R ckstandsfraktion zu gewinnen.

   Nur die Fällung aus dem Extrakt, also die Kopffraktion der Einheit A, wird in einer Einheit Al nochmals fraktioniert.   Die'Sumpffraktion    aus der Einheit C strömt durch die Leitung 218 und das Ventil 219 in die Kolonne einer Fraktioniereinheit B, wo sie in zwei weitere Fraktionen aufgeteilt wird. Ob eine dieser neuerlichen Fraktionen und, eventuell welche nochmals   weiterfraktioniert    werden soll, hÏngt zum ersten von der Natur des zu fraktionierenden Öls ab, und zum zweiten davon, welche Anforderungen an die Zusammensetzung und Qualität der Fraktionen gestellt werden. Im allgemeinen ist eine Fraktioniereinheit vom Typ B oder C am besten geeignet, um eine Sumpffraktion weiterzufraktionieren. Dagegen eignet sich Typ   d    besser zur   Weiterfrak-    tionierung einer Kopffraktion.



   Folgende Tabelle zeigt die bei der Fraktionierung von verschiedenen Ölen, Fettsäuren und Kunstharzen verwendeten Lösungsmittel und die dazugehörigen   Methansättigungs-    drucke in den einzelnen Fraktionierstufen.



   SÏttigungsdrucke in den. verschiedenen Extraktionsstufen bei der Fraktionierung von Fett- und Harzsubstanzen   
Fl ssige Kompo
Material nente des MethansÏttigungsdruck(Atm)   
L¯sungsmittles P1 P2 P3 P4 P5 P6   Warmgepresstes Leinöl Petroläther 1'55    160   1715     " " Propan-Propylen 40 45 56 75 Minderwertiges Leinöl   Petroläther 13.

   8 140 148    160
138 150 155   157,    5 180   ('eblasenes      Leinöl"140    155 160 170 Stand'61 mit 5000   CS 50 60 70 75    Alkyd ¸A¯ Lackbenzin +    Petrolätlier 22 25 30 35       Fl ssige Kompo
Material nente des MethansÏttgungsdruck (Atm)   
L¯sungsmittels P1 P2 P3 P4 P5 P6 Alkyd ¸B¯ Lackbenzin +
Petroläther 56 60 65 75 s Heringsöl   Petroläther 152 160    170 185 SojafettsÏuren " 174 176 178 181 190 200    Kokosfettsäuren"210 212 216 2"0 Rohes Tallöl"125 150 170 17a 185  ""Propan-Propylen 30 60 70 94    Leinolspaltfettsäuren   Petroläther170172 174    185
Die Fraktionierung in den Kolonnen erfolgt vorzugsweise bei Zimmertemperatur.

   In gewissen Fällen muss jedoch die Arbeitstemperatur erhöht werden, um ein   Auskristalli-    sieren   höherschmelzender    Komponenten zu verhindern oder um die Viskosität herabzusetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Fraktionen, die weder als Arzneimittel noch als Nahrungsoder Futtermittel verwendet werden sollen, durch Extrahieren von natiirlichen oder synthetisehen Gemischen höhermolekularer organischer Stoffe mit flüssigen Lösungsmittel gemischen, die aus mindestens einer bei den während der Extraktion angewandten Tem peratur-und Dmckbedingungen flüssigen Komponente und einer bei diesen Bedingun- gen gasformigen, jedoch in der flüssigen Komponente gelosten Komponente bestehen, dadurch gekennzeichnet, da¯ das zu fraktionierende Material in wenigstens zwei Extraktionsstufen mit Lösungsmittelgemischen extrahiert wird,
    die sich durch den Gehalt an vor der Einwirkung auf das zu fraktionierende Ma- terial in der flüssigen Komponente aufgelöster gasförmiger Komponente und durch das dadurch modifizierte Lösungsvermögen unterscheiden, und dass der in jeder Stufe erhal- tene Extrakt vom ungelösten R ckstand getrennt wird, wobei aus den Extrakten durch Herabsetzung des Lösungsvermögens des Lösungsmittelgemisches der gel¯ste Anteil des behandelten Materials ganz oder teilweise ausgefÏllt und abgetrennt wird und die Restfliissigkeit wieder einer der Extraktionsstufen zugeführt wird.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiederzufüh- rung der Restflüssigkeiten aus einer Extrak tionsstufe in eine andere im Gegenstrom zu dem zu fraktionierenden Material erfolgt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Herabsetzung des Lösungsvermögens des Losungsmittelge- misches zum Zweck der Fällung eines Extraktes durch Erhöhung des Gehaltes des Losungsmittelgemisches an gelöster gasformiger Komponente vorgenommen wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei oder nach der FÏllung eines Extraktes durch Erhöhung des Gehaltes des Lösungsmittelgemisehes an gelöster gasformiger Komponente dieser Gehalt so eingestellt wird, dass die erhaltene Restflüssigkeit. zum Zweeke der Verwendung als Losungsmittelgemiseh in einer andern Extraktionsstufe ein gegenüber dem ursprünglichen Losungsmittelgemisch modifiziertes Losungsvermogen erhÏlt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Herabsetzung des L¯sungsverm¯gens des Losungsmittelge misches zum Zweeke der Fällung eines Ex- traktes durch Erhöhung der Temperatur vorgenommen wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeiehnet, dass nach der Fällung eines Extraktes der Gehalt der Restflüssigkeit an gelöster gasför- miger Komponente durch Druekentlastung und entsprechende Abgasung so eingestellt wird, dass die erhaltene Restflüssigkeit zum Zweeke der Verwendung als Losungsmittel- gemisch in einer andern Extraktionsstufe ein gegenüber dem ursprünglichen Lösungsmittel gemisch modifiziertes Lösungsvermögen erhÏlt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet,dassdaszufraktionierendeMaterial in der jeweiligen Extraktionsstufe durch das Losungsmittelgemisch oder das Lösungsmittel- gemiseh durch das Material hindurehgeführt wird.
    7. Verfahren naeh Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material, ehe es zur Extraktion in der ersten Extraktionsstufe in Berührung mit dem Lösungs mittelgemiseh gebracht wird, mit der flüssigen Komponente des Lösungsmittelgemisehes gemischt wird und dass die Mischung gereinigt wird, zum Beispiel durch Filtration.
    8. Verfahren naeh Patentanspruch und Unteransprüehen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zu fraktionierenden Material, ehe es in einer Extraktionsstufe in Berührung mit dem Lösungsmittelgemiseh gebraeht wird, eine Menge der gasförmigen Komponente des Lösungsmittelgemisehes unter solchem Druck gelöst wird, dass bei der Vermischung mit dem Lösungsmittelgemisch keine Gasentwicklung eintritt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material in einen Extraktionsraum eingeführt wird, in dem es in der ersten Extrak tionsstufe mit Lösungsmittelgemisch mit einem so hohen Gehalt an gelöster gasförmiger Kom ponente zusammentrifft, dass nur die am leichtesten l¯sliche Fraktion des Materials extrahiert wird und dass der Rüekstand in der folgenden Extraktionsstufe bzw. der jeweilige Rüekstand in eventuellen weiteren Extrak tionsstufen mit Lösungsmittelgemisch mit geringerem bzw. immer geringerem Gehalt an gelöster gasformiger Komponente zur Extrahierung einer schwerer loslichen Fraktion bzw. zunehmend schwerer lösliehen Fraktionen behandelt wird.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zu fraktionierende Material in einen Extraktionsraum eingeführt wird, in dem es in der ersten Extrak tionsstufe mit Lösungsmittelgemiseh mit einem solchen Gehalt an gelöster gasförmiger Komponente zusammentrifft, da. mindestens zwei durch Extraktion weiter trennbare Fraktionen zusammen extrahiert werden, welche in einer bzw. mehreren Extraktionsstufen weiter fraktioniert werden, zum Beispiel dadurch, dass sie mit Lösungsmittelgemiseh mit höherem bzw. zunehmend höherem Gehalt an gelöster gasförmiger Komponente behandelt werden.
    11. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der in einer Extraktionsstufe erhaltene Extrakt zur Ausfällung des gelösten Materialanteils aus dem Extraktionsraum abgeführt wird.
    12. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Teilmenge des ausgefällten Materialanteils wieder in den gleichen Ex traktionsraum zurückgeführt wird, in dem die betreffende Extraktionsstufe durchgef hrt wird.
    13. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspr chen 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, da¯ die zurückgeführte Teilmenge in den Extraktionsraum nahe der Stelle eingeführt wird, wo der erhaltene Extrakt abgeführt wird.
    14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Extraktionsstufen in einer Kolonne im Gegenst-rom durchgeführt wird.
    15. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der aus dem Extraktionsraum abgeführte Extrakt in einen FÏllungsraum berf hrt wird, in dem ein höherer Druck herrscht als in dem Extraktionsraum.
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