CH338827A - Verfahren zur Herstellung von Polyhydroxysteroiden mittels hydroxylierender Enzyme verschiedener Arten von Mikroorganismen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyhydroxysteroiden mittels hydroxylierender Enzyme verschiedener Arten von Mikroorganismen

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CH338827A
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Polyhydroxysteroiden    mittels     hydroxylierender    Enzyme  verschiedener     Arten    von     Mikroorganismen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Einführen von     Hydroxylgruppen        (Hydroxylie-          rung)    in ein Steroidmolekül, indem     Desoxysteroide     der Einwirkung bestimmter Mikroorganismen bzw.  bestimmter     Enzyme    solcher Mikroorganismen aus  gesetzt werden.  



  Die Entdeckung der bemerkenswerten therapeu  tischen Eigenschaften von Kortison, Hydrokortison  und verwandter Verbindungen hat ein weites Inter  esse wachgerufen, um einfachere und     wirtschaft-          lichere    Verfahren zum Herstellen dieser Verbin  dungen zu finden. Bis jetzt wurden letztere haupt  sächlich erzeugt mittels sehr komplizierter Synthese,  die eine beträchtliche Anzahl von verschiedenen  Operationen benötigte, wobei diese Anzahl not  wendigerweise vom Ausgangsmaterial abhängt. So  erfordert z. B. eine typische Synthese von     Hydro-          kortison    aus relativ billiger     Desoxycholsäure    etwa 40  getrennte Reaktionen.

   Der schwierigste Schritt bei  der Synthese dieser Verbindungen ist die Ein  führung von Sauerstoff in verschiedene Stellungen  des Steroidmoleküls, insbesondere von     Hydroxy-          gruppen    in die 11-, 17- und     21-Stellung.    Wegen der  Schwierigkeit des     Einführens    dieser     Hydroxygruppen     sind die richtige Auswahl des Ausgangsmaterials, die  Reihenfolge und Anzahl von Operationen wichtige  Faktoren.

   Für die Auswahl des Ausgangsmaterials  müssen die Kosten und die Leichtigkeit der     Hy-          droxylierung    gegeneinander abgewogen werden, und  eine ausgedehnte Forschung ist erforderlich, um fest  zustellen, welche Ausgangsmaterialien am meisten  Aussicht haben.  



  Es ist vor kurzem vorgeschlagen worden, die       Hydroxylierung    von Steroiden mittels Gärverfahren  durch die Einwirkung von speziellen     hydroxylieren-          den    Stämmen von Mikroorganismen oder ihrer     hy-          droxylierenden        Enzyme    durchzuführen.

   Die in der    Literatur bekanntgewordenen Verfahren zum Erzeu  gen von     vielfach        hydroxylierten    Produkten, das  heisst von Produkten, die in mehreren Stellungen des  Steroidmoleküls     hydroxyliert    werden, ergaben je  doch     zahlreiche    andere, unerwünschte,     hydroxylierte     Produkte, auch Mischungen von Stereo- und     Stel-          lungsisomeren,    jedoch nur eine geringe Menge von  jedem einzelnen     Stoff.    Die Erträge an den ge  wünschten Einzelprodukten sind sehr niedrig, und  zufolge der verschiedenen erhaltenen Arten von Mi  schungen sind ausserordentlich komplizierte Extrak  tionsverfahren erforderlich,

   um sie voneinander zu  trennen. Es ergibt sich somit die praktische Un  möglichkeit, vielfach     hydroxylierte    Steroide in kom  merziell interessanten Mengen mittels dieser Ver  fahren herzustellen.  



  Es ist somit sehr erwünscht, mittels eines     Gär-          verfahrens    ein vielfach     hydroxyliertes        Steroid    mit  gutem Ertrag herstellen zu können, insbesondere ein       Steroid,    das in denjenigen speziellen Stellungen     hy-          droxyliert    ist, die für die Herstellung wertvoller  Hormone     Oxygruppen    aufweisen müssen. Ein sol  ches Verfahren würde die Ausmerzung vieler kom  plexer Schritte ermöglichen, die bis jetzt als nötig  erachtet wurden, um als Hormone wirkende     Steroide     hervorzubringen.

   Ferner würde ein solches Ver  fahren, was möglicherweise noch wichtiger ist, die  Notwendigkeit einer sorgfältigen Wahl des Aus  gangsmaterials ausschalten. In einem solchen Fall  würde die Benützung von billigen Substanzen er  möglicht, die bislang für die Erzeugung von Hor  monen nicht in Betracht kamen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist nicht den  Schwierigkeiten unterworfen wie die vorher zur Ver  fügung stehenden Verfahren. Ferner kann mit diesem  Verfahren die Herstellung von vielfach     hydroxylier-          ten    Steroiden mit wirtschaftlich interessanten Erträ-      gen und ohne Bildung von unerwünschten Neben  produkten erreicht werden. Es ist zudem möglich,  durch das vorliegende Verfahren die 11-, 17- und       21-Kohlenstoffatome    in Steroiden direkt zu     hydroxy-          lieren.     



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein Ver  fahren zur Herstellung von     Polyhydroxysteroiden,     welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass  ein     Steroid    der Einwirkung mindestens     zweier    ver  schiedener, nicht von der gleichen Mikroorganismen  art stammender     Hydroxygruppen    einführender En  zyme ausgesetzt wird, wobei jedes der Enzyme in  einer andern Stellung des     Steroids        Hydroxygruppen          einführt    und mindestens zeitweise die Enzyme von  mindestens zwei     Mikroorganismenarten    in dem Re  aktionsgemisch vorhanden sind.  



  Gemäss vorliegender Erfindung kann die     Viel-          fach-Hydroxylierung    von Steroiden in einer einzigen  Gäroperation     ausgeführt    werden, indem die Steroide  der Einwirkung von mehreren     hydroxylierenden     Stämmen von Mikroorganismen oder von diesen er  zeugten     hydroxylierenden    Enzymen gleichzeitig aus  gesetzt werden, von denen jeder einzelne selektiv in  erster Linie in einer bestimmten Stellung des     Steroid-          moleküls        hydroxyliert.    Es wird dadurch möglich,  zwei oder mehrere Stellungen eines     Steroidmoleküls     zu     hydroxylieren,

      ohne dass     gleichzeitig    auch eine  grosse Anzahl von unerwünschten,     hydroxylierten     Produkten, wie z. B. Stereo- und     Stellungsisomere,          gebildet    werden, die den Ertrag an den gewünsch  ten Produkten herabsetzen und mittels     komplizierter     Extraktionsverfahren von den gewünschten Pro  dukten abgetrennt werden müssen.

   Die Fähigkeit  des vorliegenden Verfahrens, erwünschte vielfach     hy-          droxylierte    Steroide mit gutem Ertrag     zu    erzeugen,  ist ein neues und unerwartetes Resultat, da man er  warten würde, dass die verschiedenen, im gleichen  Verfahren benützten     Mikroorganismenarten    einander  gegenseitig beeinträchtigen und damit den Ertrag an  gewünschten Produkten reduzieren würden, entweder  dadurch, dass ein oder mehrere dieser     Mikroorga-          nismenarten    die andern vergiften, oder dass sich eine  andere gegenseitige Einwirkung ergibt, die zur Zer  störung der Organismen führt.

   Es hat sich jedoch  ganz im Gegenteil gezeigt, dass es durch Verwenden       bestimmter        Mikroorganismenarten    bzw. ihrer Enzyme  für die     Hydroxylierung    der verschiedenen     Kohlen-          -,toffatome    möglich wird, eine strenge Kontrolle der       Hydroxylierung    des     Steroids    auszuüben und dadurch  einen hohen Ertrag am gewünschten,     vielfach        hy-          droxylierten    Produkt zu erzielen.

   Diese Möglichkeit  einer Kontrolle der     Vielfach-Hydroxylierung    ist sehr  wichtig, da dies bisher     unmöglich    war.  



  Da gemäss vorliegender Erfindung die     Vielfach-          Hydroxylierung    nur mit einer einzigen Gäroperation  stattfinden kann, ist es nicht mehr nötig, die Kompo  nenten nach jeder     Hydroxylierungsperiode    voneinan  der zu trennen, wie dies nötig wäre, wenn jeder       Hydroxylierungsschritt        für    sich durchgeführt würde.

    Dies ist ein Vorteil, da dadurch der Ertrag stark er-    höht wird; denn bei Verfahren, die für jeden     Hy-          droxylierungsschritt    eine besondere Gäroperation er  fordern, geht immer ein bedeutsamer Teil des ge  wünschten     hydroxylierten        Steroids    durch das zu  seiner Abtrennung aus den Gärbrühen benützte Ver  fahren verloren. Beim Verfahren nach vorliegender  Erfindung hat es sich gezeigt, dass der infolge der       Isolierungsprozedur    erlittene Verlust beträchtlich  verringert wird. Werden z.

   B. zwei     Kohlenstoffatome          hydroxyliert,        so        wird        der        Verlust        um        etwa        50'%        ver-          ringert,

      und bei     Hydroxylierungen    von drei Kohlen  stoffatomen in einem einzigen Reaktionsgemisch um       etwa        67'%.        Wegen        der        hohen        Kosten        der        erzeugten     Verbindungen besitzt jede Verlustverringerung einen  beträchtlichen     wirtschaftlichen    Wert. Es ist aber  auch möglich,     Mikroorganismenstämme    zu verwen  den, die, obschon sie vom Standpunkt der     Hydroxy-          lierung    aus etwas weniger wirkungsvoll sind, aus an  dern Gründen, z.

   B. wegen der Nährerfordernisse,  der Stabilität und der     Erhältlichkeit,    wünschenswer  ter sind.  



  Zur Durchführung des Verfahrens nach vorlie  gender Erfindung kommen verschiedene Arbeits  weisen in Frage. Die verschiedenen Stämme der Mi  kroorganismen können alle auf einmal zugegeben  werden oder kontinuierlich oder in unregelmässigen  Intervallen während der Gärperiode. Ebenso kann  nur eine einzige     Mikroorganismenart    zu Beginn der  Gärperiode oder kontinuierlich oder in unregel  mässigen Intervallen während derselben beigegeben  werden, und am Ende der Gärperiode oder im Ver  laufe des Gärzyklus kann die nächste     Mikroorga-          nismenart    zugegeben werden. Es kann aber auch  irgendeine Kombination dieser beiden Vorgehen  benützt werden.  



  In welcher Reihenfolge die verschiedenen Mikro  organismen zur     Hydroxylierung    der verschiedenen  Stellungen des     Steroids    zugegeben werden, ist  gleichgültig. Es wäre zu erwarten, dass die Verwen  dung gewisser Mikroorganismen des adaptiven Typs,  das heisst solcher Mikroorganismen, die erst in Be  rührung mit einem geeigneten     Steroid    das betreffende  Enzym produzieren, wegen unerwünschter Anpas  sung zur Bildung von unerwünschten     hydroxy-          lierten    Steroiden führen oder die Gegenwart ge  wisser Gruppen der     Hydroxylierung    entgegenarbeiten  würde.  



  Welche Typen von Mikroorganismen benützt  werden, ist aber nicht von Belang, ausgenommen,  dass vorteilhaft ein Mikroorganismus verwendet  wird, der für die spezielle, zu     hydroxylierende    Stel  lung in hohem Grade selektiv ist, das heisst einen       solchen,        der        einen        Ertrag        von        wenigstens        30'%,        vor-          zugsweise    aber wenigstens     501/o,    vom gewünschten       hydroxylierten        Steroid    ergibt.  



  Dieser Ertrag variiert jedoch gemäss dem ver  wendeten Gärboden, und eine kleine Senkung der  angeführten Erträge kann in Kauf genommen wer  den, wenn dafür die Verwendung gewisser Nähr  böden erleichtert wird.      Die Tabelle 1 zeigt eine Liste von Mikroorga  nismen, die in der     11-Stellung        hydroxylieren,    und  die spezielle Konfiguration, in der diese     11-Hydroxy-          lierung    stattfindet:

    
EMI0003.0005     
  
   
EMI0003.0006     
  
     Für die     Hydroxylierung    der     11-Stellung    wird die  Verwendung eines     hydroxylierenden    Stammes von       Fungis    der Familie     Dematiaceae    oder von     hydroxy-          lierenden,    von diesen Mikroorganismen erzeugten  Enzymen vorgezogen, da diese Organismen selektiv       hydroxylieren.    Eine speziell wirkungsvolle Gruppe  gehört zur Gattung     Spondylocladium.    Für die Ein  führung der     Hydroxygruppe    in     11-Stellung    in der       ss-Konfiguration,

      wie sie beim Hydrokortison vor  liegt, ist der     Stamm        F4-1568    der bevorzugte Orga  nismus. Die Verwendung der     Species        Aspergillus          ochraceus    des Genus     Aspergillus    ist ebenfalls hoch  erwünscht für die     Hydroxylierung,    da diese     Species     in     lla-Stellung        hydroxylierte    Produkte mit hohem  Ertrag     ergibt.     



  Die Verwendung der andern in der Tabelle 1  angeführten Mikroorganismen zur Einführung einer       Hydroxygruppe    in die     11-Stellung    ist, obschon diese  für das Verfahren nach der Erfindung geeignet sind,  doch weniger wünschenswert, da sie nicht das. selek  tive Qualitätsmerkmal der Familie     Dematiaceae    und  der     Species    A.     ochraceus    aufweisen, und deshalb  bei     ihrer    Verwendung einige unerwünschte Produkte  entstehen. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass  viele von diesen andern     hydroxylierenden        Mikro-          organismen,    wie z.

   B. verschiedene     Species    der       Mucorales,    in ihren Nähranforderungen sehr spezi  fisch und daher die zum Züchten solcher Mikro  organismen geeigneten Nährböden beschränkt sind.  Ebenso werden die Sporen mancher     Phycomyceten,     einschliesslich der     Mucorales,    durch den Gefrier  trocknungsprozess zerstört, wodurch sich grosse  Schwierigkeiten für das Beibehalten ihrer wünschens  werten Eigenschaften ergeben, da die Kulturen dege  nerieren.

   Ferner wachsen die     Mucorales    sehr  schwer im untergetauchten Zustand und, wenn sich  auf der Oberfläche der     Gärflüssigkeit    Schaum an  sammeln kann, so     sammeln    sie sich im Schaum an  und     entwickeln    sich in der Form eines Häutchens  auf der Oberfläche der Kulturflüssigkeit.

   Diese Bil  dung eines Oberflächenhäutchens ist unerwünscht,  da dieses den Mikroorganismus an der engen Be  rührung mit dem im Hauptteil der Gärbrühe ent-           haltenen        Steroid        hindert.    Unter solchen Umständen  sind daher grosse Mengen von Schaumschutzmitteln  erforderlich, wodurch jedoch die Isolation der ge  wünschten     hydroxylierten    Steroide erschwert wird.  



  Die Tabelle 2 führt eine Reihe von Mikro  organismen an, die in der     17-Stellung        hydroxylieren.     Es sind aber auch andere     Species    der Gattung     Tri-          choderma    für die     Hydroxylierung    des     17-Kohlen-          stoffatoms    geeignet.

    
EMI0004.0013     
  
    <I>Tabelle <SEP> 2</I>
<tb>  <U>Mikroorganismus <SEP> Stellung</U>
<tb>  Glicoladium <SEP> 17a
<tb>  Trichoderma <SEP> 17a
<tb>  Trichoderma <SEP> lignorum <SEP> 17a
<tb>    <SEP> F5-1688 <SEP> 17a
<tb>    <SEP> album <SEP> 17a
<tb>    <SEP> glaucum <SEP> 17a
<tb>    <SEP> nigrovirena <SEP> 17a
<tb>    <SEP> königi <SEP> 17a
<tb>    <SEP> viride <SEP> 17a
<tb>    <SEP> nunbergii <SEP> 17a
<tb>    <SEP> narcissi <SEP> 17a       Die Tabelle 3 führt eine Reihe von Mikroorga  nismen an, die die     21-Stellung        hydroxylieren.    Ausser  den genannten sind aber auch noch andere     Species     der Familie     Sphaeroidaceae    und insbesondere die  jenigen des Genus     Wojnowicia    geeignet.

    
EMI0004.0019     
  
    <I>Tabelle <SEP> 3</I>
<tb>  <U>Mikroorganismus <SEP> Stellung</U>
<tb>  Sphaeroidaceae <SEP> 21
<tb>  Wojnowicia <SEP> 21
<tb>    <SEP> graminis <SEP> (MF-2419) <SEP> 21
<tb>  Hendersonia <SEP> 21
<tb>    <SEP> acicola <SEP> 21
<tb>    <SEP> herpotricha <SEP> 21
<tb>    <SEP> phragmitis <SEP> 21
<tb>  rubi <SEP> 21
<tb>    <SEP> aberrans <SEP> 21
<tb>    <SEP> abietus <SEP> 21
<tb>  Ceratopyonis <SEP> 21
<tb>  Eriosporina <SEP> 21
<tb>  Prosthemium <SEP> 21
<tb>  Cryptostictes <SEP> 21
<tb>  Dilophosphora <SEP> 21
<tb>  Uroconis <SEP> 21
<tb>  Phoma <SEP> 21
<tb>    <SEP> umicola <SEP> 21
<tb>    <SEP> hibernica <SEP> 21
<tb>  betae <SEP> 21
<tb>  Pyrenochaeta <SEP> 21
<tb>    <SEP> decipiens <SEP> 21
<tb>  Coniothyrium <SEP> fuchelü <SEP> 21
<tb>  Septoria <SEP> aesculi <SEP> 21
<tb>  Phopsis <SEP> citri <SEP> 21
<tb>  Septoria <SEP> apü <SEP> 

  21
<tb>  lycopersici <SEP> 21       Die     Hydroxylierung    der     6-Stellung    kann mittels  gewisser Stämme des Genus     Rhisopus,    z. B.     arrhisus     und     RH-176,        ausgeführt    werden. Verschiedene an  dere Stellungen des     Steroids,    z. B. die 7,8- und       14-Kohlenstoffatome,    können auch mittels anderer,  bekannter Mikroorganismen     hydroxyliert    werden.  



  Die oben angeführten Mikroorganismen können  von bekannten Quellen bezogen werden, z. B. von  den     Northern    Regional Research     Laboratories    in       Peoria,    Illinois, von der     American    Type     Culture          Collection    in Washington, D. C. oder vom     Centraal-          bureau        voor        Schimmelculture    in     Baarn,    Holland.  Sie können aber auch mittels bekannter Techniken  aus natürlichen Quellen gewonnen werden.    Die Züchtung der Mikroorganismen erfolgt z. B.

    unter     aeroben    Bedingungen in einem geeigneten  Nährmedium und in enger Berührung mit dem zu       hydroxylierenden        Steroid,    wobei das Züchten des  Mikroorganismus fortgesetzt wird, bis die ge  wünschte     Hydroxylierung    eingetreten ist.

   Das Ver  fahren kann aber auch ausgeführt werden mittels  von ihrem Nährboden getrennter, homogen verteil  ter Zellen, indem zuerst der Mikroorganismus unter       aeroben    Bedingungen in einem Gärmedium gezüch  tet, die Zellen vom Nährmedium getrennt und diesen   fastenden  Zellen das     Steroid    beigefügt wird,  worauf die     aeroben    Bedingungen genügend lang fort  gesetzt werden, bis die gewünschte     Hydroxylierung     eingetreten ist.  



  Das     Steroid    kann dem Nährmedium als eine  Suspension in einem Mittel, z. B. Wasser, zugefügt  werden, oder als eine Lösung in einem Lösungs  mittel, z. B. Aceton,     Propylglykol,        Dimethylform-          amid    oder     Dimethylacetamid,    oder in feinverteilter  Form, z. B. als festes, sehr feines Pulver.     Im    all  gemeinen ist es wünschenswert, dass das     Steroid    in  sehr feinverteilter Form vorliegt, damit ein maxi  maler Kontakt mit dem     hydroxylierenden    Kultur  medium ermöglicht und die Vollendung der Reak  tion gewährleistet wird.  



  Das vorliegende Verfahren kann sowohl in Ober  flächenkulturen wie in untergetauchten     Kulturen,     von unter     aeroben    Bedingungen wachsenden Mikro  organismen ausgeführt werden, obschon es für  praktische Zwecke am besten durch Züchten der  Mikroorganismen im untergetauchten Zustand in  einem wässerigen, das     Steroid    enthaltenden     Gär-          medium    ausgeführt wird.  



  Es ist von Wichtigkeit, dass ein Gärmedium aus  gesucht wird, welches für das Züchten aller verwen  deten     Mikroorganismenarten    geeignet ist, und die  Bedingungen, unter welchen jede Mikroorganismen  art wirkungsvoll     hydroxyliert,    müssen während  seiner     Hydroxylierungsperiode    aufrechterhalten wer  den. Da die Steroide sowohl nacheinander wie auch  miteinander mit Erfolg     hydroxyliert    werden können,  gestattet das erfindungsgemässe Verfahren eine gute       Kontrolle    der für jeden     hydroxylierenden    Organis  mus günstigsten Bedingungen.

        Die Verwendung einer Kombination von Mikro  organismen im vorliegenden Verfahren ermöglicht  einen wirkungsvollen Gebrauch des Nährmediums,  indem die Ausnützung desselben vollständig sein  kann. In andern Gärverfahren ist die Ausnützung  des Nährmediums unvollständig. Dieser Faktor wirkt  sich in einer Reduktion der Kosten der Ausführung  des Verfahrens aus und ermöglicht somit eine wei  tere Wirtschaftlichkeit.  



  Zum Züchten der     hydroxylierenden    Stämme des  Mikroorganismus geeignete     wässrige    Nährmedia  müssen Quellen von     assimilierbarem    Kohlen- und  Stickstoff enthalten sowie Spuren anorganischer  Salze. Irgendwelche der gewöhnlichen Quellen von       assimilierbarem    Kohlenstoff, z. B. Dextrose,     Cerelose,          Invertmelasse,    Glukose und dergleichen, die in     Gär-          medien    verwendet werden, können verwendet wer  den. Ebenso können komplexe Stickstoffquellen, wie  sie gewöhnlich in kommerziellen Gärprozessen ver  wendet werden, auch für die vorliegenden Zwecke  gebraucht werden, wie z.

   B.     Laktalbumin-Auszug          ( Edamin )    und     Maisaufbrühflüssigkeit,    oder anor  ganische Stickstoffquellen, z. B.     dibasisches        Ammo-          niumphosphat,        Ammoniumnitrat    und dergleichen,  Spuren von andern Substanzen, z. B.     Nikotinamid     oder anorganischen Salzen, z.

   B. von löslichen     Salzen     von Magnesium, Zink, Kalium, Natrium, Phosphor  und Eisen, stehen gewöhnlich in komplexen Quellen  von Kohlen- und Sauerstoff zur Verfügung oder  können dem Gärmedium beigefügt werden, um ein  maximales Wachstum des     hydroxylierenden    Mikro  organismus anzuregen.  



  Nachfolgend sind Beispiele von     wässrigen    Nähr  medien aufgeführt, die im vorliegenden Verfahren  benützt werden können.  
EMI0005.0020     
  
    <I>Medium <SEP> Nr. <SEP> 1</I>
<tb>  Handelsgängige <SEP> Dextrose <SEP> (Cerelose) <SEP> 50 <SEP> g
<tb>  Handelsgängiger <SEP> Laktalbuminauszug <SEP> (Edamin) <SEP> 20 <SEP> g
<tb>  Maisaufbrühflüssigkeit <SEP> 5 <SEP> g     
EMI0005.0021     
  
    <I>Medium <SEP> Nr.2</I>
<tb>   Black <SEP> Strap  <SEP> Invertmelasse <SEP> <B>100</B> <SEP> g
<tb>  Handelsgängiger <SEP> Laktalbuminauszug <SEP> (Edamin)

   <SEP> 20 <SEP> g
<tb>  Maisaufbrühflüssigkeit <SEP> 5 <SEP> g     
EMI0005.0022     
  
    <I>Medium <SEP> Nr.3</I>
<tb>   Black <SEP> Strap  <SEP> Invertmelasse <SEP> <B>100</B> <SEP> g
<tb>  Maisaufbrühflüssigkeit <SEP> 5 <SEP> g     
EMI0005.0023     
  
    <I>Medium <SEP> Nr.4</I>
<tb>   Black <SEP> Strap  <SEP> Invertmelasse <SEP> 100 <SEP> g
<tb>  Maisaufbrühflüssigkeit <SEP> 20 <SEP> g     
EMI0005.0024     
  
    <I>Medium <SEP> Nr. <SEP> 5</I>
<tb>   Black <SEP> Strap  <SEP> Invertmelasse <SEP> 50 <SEP> g
<tb>  Maisaufbrühflüssigkeit <SEP> <B>6,3-</B>
<tb>  <B>C</B>     
EMI0005.0025     
  
    <I>Medium <SEP> Nr.

   <SEP> 6</I>
<tb>  Dextrose <SEP> 50 <SEP> g
<tb>  (NH4)2HP0 <SEP> 7,5 <SEP> g
<tb>  <B>K2HPO4</B> <SEP> 1 <SEP> g
<tb>  MgS04 <SEP> ' <SEP> 7H20 <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb>  KCl <SEP> 0,5 <SEP> g
<tb>  FeS04 <SEP> ' <SEP> 7H20 <SEP> 0,01 <SEP> g
<tb>  ZnS04-7H <SEP> 20 <SEP> 0,01 <SEP> g       Alle Medien Nr. 1-6 werden mit     destilliertem     Wasser auf 1 Liter Nährflüssigkeit ergänzt und das       pH    mit     Natriumhydroxyd    auf 6,5 festgesetzt.

    
EMI0005.0029     
  
    <I>Medium <SEP> Nr.7</I>
<tb>  Kubanische <SEP>  Black <SEP> Strap  <SEP> Melasse <SEP> 50 <SEP> g
<tb>  Maisaufbrühflüssigkeit <SEP> 5 <SEP> g       Destilliertes Wasser wird zugegeben bis zu einem  Totalvolumen von 1 Liter Nährflüssigkeit und das  PH mit     Natriumhydroxyd    auf 5,9 festgesetzt.  
EMI0005.0031     
  
    <I>Medium <SEP> Nr. <SEP> 8</I>
<tb>  Kubanische <SEP>  Black <SEP> Strap  <SEP> Melasse <SEP> 100 <SEP> g
<tb>  Maisaufbrühflüssigkeit <SEP> 5 <SEP> g       Destilliertes Wasser wird zugegeben bis zu einem  Totalvolumen von 1 Liter Nährflüssigkeit und das       pH    mit     Natriumhydroxyd    auf 5,8 festgesetzt.  



  Die Zugabe von kleineren Mengen von Schaum  schutzmitteln ist, obschon nicht unbedingt erforder  lich; bei einigen Gärmedien angebracht. So hat sich  gezeigt, dass die Zugabe eines substituierten     Oxazalins     zu gewissen Gärmedien besonders geeignet ist zur  Verringerung der Schaummenge, obschon auch an  dere Schaumschutzmittel verwendet werden können.       Oxazalin    ist ein nichtflüchtiges,     kationisches,    ober  flächenaktives Mittel vom     Amintyp,    das unter dem  Namen      Alkaterg        C     im Handel erhältlich ist.  



  Durch das vorliegende Verfahren können die  Betriebskosten gesenkt werden. Insbesondere trifft  dies zu für den dabei beteiligten Zeitfaktor, die Re  duktion der benötigten Ausrüstung und den Kraft  verbrauch. Beim Ausüben des vorliegenden Ver  fahrens ist nur     ein    Gärbottich erforderlich, wo bis  jetzt zwei oder mehr benötigt wurden. Die Sterili  sation des Gärmediums kann in einem Schritt aus  geführt werden, wodurch sich eine weitere Wirt  schaftlichkeit ergibt.  



  Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich  besonders zur Umwandlung von     4-Pregnen-3,20-          dion,    einem relativ billigen Material, in     4-Pregnen-          11,ss,17a,21-triol-3,20-dion    durch die     Einführung     von     11f"-,    17a- und     21-Hydroxygruppen.    Es können  aber auch andere Steroide     hydroxyliert    werden, wo  durch Hormone bzw. Zwischenstufen für die Her  stellung solcher erzeugt werden.

   Das vorliegende  Verfahren ist daher allgemein anwendbar auf ge  sättigte und ungesättigte     Zyklopentanpolyhydrophen-          anthrene.    Diese können     Substituenten    enthalten,  z. B.     Keto,        Hydroxyl,        Acyloxy,    Halogen,     Alkyl    und      dergleichen, in verschiedenen Stellungen des     Zyklo-          pentanpolyhydrophenanthrenkerns.    Ausserdem kön  nen solche Verbindungen eine     Keto-,    eine gesättigte  oder ungesättigte Kohlenwasserstoff-, eine Karbon  säure-Seitenkette in     17-Stellung    aufweisen.

   Beispiele  von Klassen solcher     Zyklopentanpolyhydrophen-          anthrene    sind:     Pregnane,        Pregnene;        Allopregnene,          Allopregnane,        Androstane,    Gallensäuren und deren  Ester,     Sterine,        Sapogenine    und deren Derivate.

   Es  können also in den Stellungen 11, 17, 21, 6 und in  verschiedenen andern zwecks Gewinnung der ent  sprechenden     Polyhydroxy-Derivate    folgende wichtige  Steroide     hydroxyliert    werden:  
EMI0006.0016     
  
    4-Pregnen-3,20-dion;
<tb>  4-Pregnen-17a-ol-3,20-dion;
<tb>  4-Pregnen-17a-ol-3,20-dion-21-acetat;
<tb>  Desoxykortikosteron;
<tb>  4-Pregnen-17a-21-diol-3,20-dion;
<tb>  3-Keto-cholsäure;
<tb>  Lithocholsäure;
<tb>  Diosgenin;
<tb>  5,6-Dichlor-diosgenin;
<tb>  4-Pregnen-3f-ol-20-on;
<tb>  5,6-Dichlor-pregnan-3iss-ol-20-on;
<tb>  5,6-Dichlor-pregnan-21-ol-3,20-dion;
<tb>  4-Pregnen-6-a-3,20-dion <SEP> usw.

         Beispielsweise kann ein 11-, 17-,     21-Desoxy-          pregnen    gemäss folgendem Vorgehen     hydroxyliert     werden:  Drei Muster eines sterilen Kulturmediums, wie  sie oben angeführt sind, werden zuerst je mit einer  verschiedenen     Mikroorganismenart,    von denen die  erste selektiv in 21-, die zweite in 17- und die dritte  in     11-Stellung        hydroxyliert,    geimpft, indem eine  kleine Menge von     Sporensuspension    oder einer vege  tativen Züchtung des Organismus eingeführt wird.

    Das mit dem in     21-Stellung        hydroxylierenden    Mikro  organismus geimpfte Nährmedium wird dann bei  einer Temperatur von etwa     20-45 C    bebrütet,  während es in Gegenwart von     Sauerstoff    für eine  Periode von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen  umgerührt wird. Dann wird eine Lösung eines in  11-, 17- und     21-Stellung    keinen Sauerstoff aufwei  senden     Pregnens    in einem Lösungsmittel, z.

   B.     Pro-          pylglykol,    dem     Gärmedium    zugesetzt und das Um  rühren und Belüften für etwa 5-30 Stunden oder  bis die     Hydroxylierungsaktion    fertig ist, fortgesetzt.  Während dieser Gärperiode wird das zweite, den in  der     17-Stellung        hydroxylierenden    Mikroorganismus  enthaltende Medium bei einer Temperatur von etwa  20-45  C bebrütet, wobei es in Gegenwart von  Sauerstoff für eine Periode von einigen Stunden bis  zu mehreren Tagen umgerührt wird. Dieses Medium  wird dann dem vergärten     pregnenhaltigen    Medium  zugesetzt und das     Umrühren    und Belüften für etwa  5-30 Stunden fortgesetzt.

   Dann wird der in     11-Stel-          lung        hydroxylierende    Mikroorganismus zugesetzt, der  in gleicher Weise bebrütet worden ist, und die  Gärung für etwa 5-30 Stunden fortgesetzt. Ist diese         Hydroxylierung    vollständig, so kann das 11-, 17-,       21-Trihydroxy-pregnen    aus der Gärbrühe durch  Extraktion mit einem mit Wasser nicht mischbaren  organischen Lösungsmittel isoliert werden.

   Für die  sen Zweck geeignete Lösungsmittel sind: Chloroform,       Methylenchlorid,        2-Methyl-5-äthylpyridin,    organische  Säureester, aromatische     Kohlenwasserstoffe,        Ketone     und     Amide    usw. Die das     hydroxylierte        Steroid    ent  haltende Lösung kann dann verdampft werden, wo  bei das gewünschte Produkt zurückbleibt, das durch  Umkristallisation oder andere bekannte     Verfahren     weiter gereinigt werden kann.  



  Das Verfahren nach der Erfindung kann aber  auch so durchgeführt werden, dass nur die     hydroxy-          lierenden,    durch die Gärung der Mikroorganismen  erzeugten Enzyme mit dem zu     hydroxylierenden          Steroid    in Berührung gebracht werden. Dies kann  geschehen durch Abtrennung der     hydroxylierenden     Enzyme aus der Gärbrühe gemäss bekanntem Vor  gehen und indem diese Enzyme mit einem     Steroid    in  einem     wässrigen    Mittel in enge Berührung gebracht  werden, auf ähnliche Art und Weise wie beim oben  angeführten Vorgehen mit einem Gärmedium.  



  Auf ähnliche Weise wie oben angeführt kann das  11-, 17-,     21-Trihydroxy-pregnen,    bevor es vom Me  dium getrennt wird, mit andern Mikroorganismen  weiter vergärt werden zwecks     Hydroxylierung    an  derer Stellungen. Es kann z. B. das oben angeführte  Vorgehen fortgesetzt werden mit einem Mikroorga  nismus, der in     6-Stellung        hydroxyliert,    z. B. mit       Rhizopus        arrhizus,    und das     6,11,17,21-Tetrahy-          droxy-pregnen    wird dann von der Gärbrühe getrennt.

      <I>Beispiel 1</I>  Vier Muster von etwa 50 cm- eines Nähr  mediums, wie es oben unter Nr. 1 angegeben ist,  wurden während 20 Minuten bei 170  C in     250-cm'-          Flaschen    sterilisiert. Jedes dieser Muster wurde dann  mit etwa 5     cm3    einer vegetativen Züchtung der  Kultur MF-2419 geimpft. Die geimpften Mischun  gen wurden dann mittels eines mit 220 U. p. M. um  laufenden     Rührers    während etwa 72 Stunden bei  28  C umgerührt. Eine sterile Lösung von 20 mg       4-Pregnen-3,20-dion    in 5     cm3        Propylen    wurde jeder  Flasche zugesetzt und das Umrühren mit der glei  chen Tourenzahl für etwa 48 Stunden fortgesetzt.

    Dann wurden 50     cms    einer Kultur, die ursprünglich  das Nährmedium Nr. 1 und 5 cm?- einer vegetativen  Züchtung F4-1568 enthielt, jeder Flasche zuge  setzt. Diese Kultur wurde erhalten durch Entwickeln  des     Mikroorganismus    für drei Tage im genannten  Medium. Die etwa 100     cm--    enthaltenden Flaschen  wurden umgerührt und einzelne Flaschen entfernt  nach 12, 24, 48 und 72 Stunden Inkubation und  mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden auf  Papierstreifen getüpfelt und mit dem Lösungs  system     Benzol/Formamid    nach der von     Zaffaroni           Science     111, 6 (1950) angegebenen Technik ent  wickelt.

   Es wurde dabei ein Ultraviolett absorbie  rendes,     Tetrazolium    reduzierendes Produkt gebildet,      das den gleichen     Beweglichkeitsgrad    aufwies wie       4-Pregnen-11.,ss,21-diol-3,20-dion.    Ein Band des Oxy  dationsproduktes wurde vom Papier     eluiert    und das       Ultraviolettspektrum    seines     Schwefelsäure-Chromo-          gens    erhalten.

   Es stellte sich als identisch heraus     mit     demjenigen von     4-Pregnen-llss,21-diol-3,20-dion.       <I>Beispiel 2</I>  Sechs Muster von etwa 50     cms    eines Nährmit  tels gemäss Nährmedium Nr. 1 wurden für 20 Mi  nuten bei 120  C     in        250-cm3-Flaschen        sterilisiert.     Jedes Muster wurde dann mit etwa 5     cm3    einer  vegetativen Züchtung von MF-2419 geimpft. Die  geimpften Mischungen wurden dann mit einem       Rührer    mit einer Tourenzahl von 220 während etwa  48 Stunden bei 28  C umgerührt.

   Eine sterile Lö  sung von 10 mg von     4-Pregnen-3,20-dion    in 2,5     cm3          Propylglykol    wurde jeder Flasche zugesetzt und das  Umrühren mit der gleichen Tourenzahl für etwa 48  Stunden fortgesetzt. Dann wurden jeder Flasche  50     em3    einer Kulturzüchtung, die ursprünglich das  Medium Nr. 1 und 5     cm3    einer vegetativen Züch  tung F4-1568 enthielt, zugesetzt. Diese Kultur  züchtung wurde erhalten durch Entwickeln des Mi  kroorganismus in diesem Medium während drei  Tagen.

   Die je etwa 100     cm3    enthaltenden Flaschen  wurden umgerührt und     einzelne    Flaschen nach 6  bzw. 12, 24, 48, 72 und 98 Stunden Inkubation ent  fernt und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte  wurden in Form von Flecken auf Papierstreifen auf  getragen und mit dem Lösungssystem     Benzol-Form-          amid    entwickelt.

   Es wurde ein Ultraviolett absorbie  rendes,     Tetrazolium    reduzierendes Produkt gefun  den, das die gleiche Beweglichkeit aufwies wie       4-Pregnen-1        lss,21-diol-3,20-dion.       <I>Beispiel 3</I>    Sechs Muster von je etwa 50     cm3    eines Nähr  bodens ,mit der Zusammensetzung des Mediums Nr. 1  wurden für 20 Minuten bei 120  C in     250-cm3-Fla-          schen    sterilisiert. Jedes dieser Muster wurde dann mit  etwa 5     cm3        Vegetativzüchtung    von Kultur F4-1568  geimpft.

   Die geimpften Muster wurden dann mit  einem     Rührer    und einer Tourenzahl von 220 für  etwa 48 Stunden bei 28  C umgerührt. Eine sterile  Lösung von 10 mg     4-Pregnen-17a-ol-3,20-dion    in  2,5     cm3        Propylglycol    wurde jeder Flasche zugesetzt  und für weitere 24 Stunden mit der gleichen Touren  zahl umgerührt. Dann wurden jeder Flasche 50     cm3     einer Kulturzüchtung zugesetzt, die ursprünglich  das Medium Nr. 1 und 5     cm-'    einer     Vegetativzüch-          tung    MF-2419 enthielt. Diese Kulturzüchtung  wurde erhalten durch Entwickeln des Mikroorganis  mus in diesem Medium für drei Tage.

   Die etwa  100     em3    enthaltenden Flaschen wurden     umgerührt     und die     einzelnen    Flaschen nach 6 bzw. 12, 24, 48,  72 und 96 Stunden Inkubation entfernt und mit  Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden     in     Form von Flecken auf Papier aufgetragen und im  System     Chloroform/Formamid-Methanol    entwickelt.    Es wurde gegenüber     4-Pregnen-llss,17a,21-triol-          3,20-dion    ein Umsetzungsprodukt beobachtet, das       Ultraviolettstrahlen    absorbierte und     Tetrazollum    re  duzierte.

   Das     Ultraviolettspektrum    des Produktes  in konzentrierter Schwefelsäure stellte sich     als    iden  tisch heraus mit demjenigen von     4-Pregnen-          l        lss,17a,21-triol-3,20-dion.       <I>Beispiel 4</I>    Fünf Muster von je etwa 50     cms    einer Kultur  mit der Zusammensetzung von Medium Nr.

   1 wur  den für 20 Minuten bei 120  C     in        250-cm3-Flaschen          sterilisiert.    Jedes Muster wurde     dann        mit    etwa  5     cm3    einer     Vegetativzüchtung    der Kultur MF-2419  geimpft. Mit einem     Rührer    von der Tourenzahl 220  wurden dann die geimpften Mischungen für etwa  48 Stunden bei     28     C umgerührt.

   Jeder Flasche  wurde eine sterile Lösung von 10 mg von     4-Pregnen-          3,20-dion    in 2,5     cm3        Propylglykol    zugesetzt und für  weitere 48 Stunden mit der gleichen Drehzahl umge  rührt. Dann wurden jeder Flasche 50     cm3    einer  Kulturzüchtung zugesetzt, die     anfänglich    das Nähr  medium Nr. 1 und 5 cm?, einer     Vegetativzüchtung     F5-1688 enthielt. Diese Kulturzüchtung wurde  erhalten durch dreitägiges     Entwickeln    des Mikro  organismus in diesem Medium.

   Die je etwa<B>100</B>     cm3     enthaltenden Flaschen wurden wiederum mit der  selben Tourenzahl und derselben Temperatur wäh  rend 72 Stunden umgerührt. Dann wurden jeder  Flasche 50     cm3    einer Kulturzüchtung zugesetzt, die  ursprünglich das Nährmedium Nr. 1 und 5     cm3     einer     Vegetativzüchtung    F4-1568 enthielt. Diese  Züchtung wurde auf ähnliche Art und Weise wie die  andere erhalten. Die jetzt etwa 150     cm3    enthalten  den Flaschen wurden umgerührt und je nach 6, 12,  24, 48 und 72 Stunden Inkubation entfernt und mit       Chloroform    extrahiert.

   Die Extrakte wurden in Form  von Flecken auf Papier aufgetragen und     im    System       Chloroform/Formamid-Methanol    entwickelt. Ein  Ultraviolett absorbierendes,     Tetrazolium    reduzieren  des Produkt wurde beobachtet, dessen     Rf    und     Schwe-          felsäurespektrum    identisch waren mit     4-Pregnen-          11ss,17a,21-triol-3,20-dion.       <I>Beispiel 5</I>    Fünf Muster von je etwa 50     em3    eines Nähr  bodens von der Zusammensetzung des Mediums  Nr. 1 wurden für 20 Minuten bei 120  C in     250-cm3-          Flaschen    sterilisiert.

   Jedes Muster wurde dann mit  etwa 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung    von     Aspergillus          niger    geimpft. Die geimpften Mischungen wurden  dann mit einem     Rührer    von 220 U. p. M. während  etwa 48 Stunden bei 28  C umgerührt. Eine sterile  Lösung von 20 mg von     4-Pregnen-3,20-dion        in     0,5     cm3        Dimethylformamid    wurde dann jeder  Flasche zugesetzt und für weitere 48 Stunden um  gerührt.

   Dann wurde jeder Flasche eine Kultur  züchtung zugesetzt, die ursprünglich das Nähr  medium Nr. 1 und 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung              Trichoderma    albuni enthielt. Diese Kulturzüchtung  wurde erhalten durch     Entwickeln    des Mikroorganis  mus im Medium für 48 Stunden. Die etwa 100     cm3     enthaltenden Flaschen wurden     umgerührt    und nach  48 Stunden entfernt. Eine der Flaschen wurde mit  Chloroform extrahiert und als Flecken auf einen  Papierstreifen aufgebracht.

   Der Flecken war in der  Region von     4-Pregnen-lla,17a-diol-3,20-dion.     50     cm3    einer Kulturzüchtung, enthaltend 5     cm3     einer     Vegetativzüchtung    von     Hendersonia        acicola    im  Nährmedium Nr. 1, wurden jeder der übrigen Fla  schen zugesetzt. Die jetzt etwa 150     cm3    enthaltenden  Flaschen wurden umgerührt und einzeln je nach 24  bzw. 48, 72 und 96 Stunden Inkubation entfernt und  mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden als  Flecken auf Papier aufgetragen und mit dem Lö  sungssystem Benzol /     Formamid    entwickelt.

   Die  Flecken befanden sich in der Region von     4-Pregnen-          11        a,17a,21-triol-3,20-dion.       <I>Beispiel 6</I>    Fünf Muster von je etwa 50     cm3    eines Nähr  bodens gemäss dem Nährmedium 1 wurden für 20  Minuten bei 120  C in     250-cm3-Flaschen    sterilisiert.  Jedes Muster wurde dann     mit    etwa 5 cm- einer       Vegetativzüchtung    einer Kultur von     Trichoderma          glaucum    geimpft. Die geimpften Mischungen wurden  dann mit einem     Drehrührer    mit der Tourenzahl 220  für etwa 48 Stunden bei 28  C umgerührt.

   Eine  sterile Lösung von 20 mg von     4-Pregnen-3,20-dion     in 0,5     cm3        Dimethylformamid    wurde jeder Flasche  zugesetzt und das Umrühren mit der gleichen  Tourenzahl für etwa 60 Stunden fortgesetzt. Dann  wurden jeder Flasche 50     cms    einer Kulturzüchtung  zugesetzt, die     ursprünglich    das     Nährmedium    Nr. 1  und 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung    von     Wojnowicia          gramines    enthielt. Diese Kulturzüchtung wurde er  halten durch dreitägige Entwicklung des Mikroorga  nismus im genannten Nährmedium.

   Die etwa  100     cm3    enthaltenden Flaschen wurden mit dersel  ben Geschwindigkeit für 48 Stunden umgerührt.  Eine dieser Flaschen wurde mit Chloroform extra  hiert und der Extrakt     als    Flecken auf einen Papier  streifen aufgetragen. Der Flecken befand sich in der  Region von     4-Pregnen-17a,21-diol-3,20-dion.    Jeder  der übrigen Flaschen wurden 50     cm3    einer Kultur  züchtung zugesetzt, die ursprünglich das Nähr  medium Nr. 1 und 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung     von     Cunninghamella        blackesleana    enthielt.

   Diese  Kulturzüchtung wurde durch eintägiges Entwickeln  des Mikroorganismus im genannten     Nährmedium    er  halten. Die jetzt etwa 150     cm3    enthaltenden Fla  schen wurden     umgerührt    und einzeln nach 12 bzw.  24, 48 und 72 Stunden Inkubation entfernt und mit  Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden als  Flecken auf Papier aufgetragen und im System       Chloroform/Formamid-Methanol    entwickelt.

   Die  Flecken befanden sich in der Region von     4-Pregnen-          11ss,17a,21-triol-3,20-dion.       <I>Beispiel 7</I>  Es wurde das Vorgehen nach Beispiel 6 einge  schlagen, ausgenommen, dass am Anfang die Kultur       Wojnowicia        graminis    und dann die Kultur     Tricho-          derma        glaucum    verwendet wurde, gefolgt von     Cun-          ninghamella        blackesleana.    Die Ergebnisse waren die  gleichen wie beim Beispiel 6.  



  <I>Beispiel 8</I>  Fünf Muster von je etwa 50     cm3    des Nähr  mediums Nr. 1 wurden für 20 Minuten bei 120  C  in     250-cm3-Flaschen    sterilisiert. Jedes Muster wurde  dann mit etwa 5     em3    einer     Vegetativzüchtung    einer  Kultur von     Penicillium        adametzi    geimpft. Die ge  impften Mischungen wurden dann mit einem     Dreh-          rührer    mit 220 U. p.

   M. für etwa 48 Stunden bei  28  C     umgerührt.    Jeder Flasche wurde eine sterile  Lösung von 20 mg von     4-Pregnen-3,20-dion    in  0,5     cm3        Dimethylformamid    zugesetzt und das Um  rühren mit derselben Drehzahl für 48 Stunden fort  gesetzt. Dann wurden jeder Flasche 50     cm3    einer  Kulturzüchtung zugesetzt, die ursprünglich das Nähr  medium Nr. 1 und 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung     von     Trichoderma        lignorum    enthielt. Diese Kultur  züchtung wurde erhalten durch dreitägiges Ent  wickeln des Mikroorganismus im genannten Nähr  medium.

   Die etwa 100     cm3    enthaltenden Flaschen  wurden wiederum mit derselben Drehzahl und  Temperatur während 60 Stunden umgerührt. Eine  dieser Flaschen wurde mit Chloroform extrahiert  und der Extrakt als Flecken auf einen Papierstreifen  aufgetragen. Der Flecken befand sich in der Region  von     4-Pregnen-lla,17a-diol-3,20-dion.    50     cm3    einer  Kulturzüchtung, die ursprünglich das Nährmedium  Nr. 1 und 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung    von       Wojnowicia        graminis    enthielt, wurden jeder der  übrigen Flaschen zugesetzt.

   Die jetzt etwa 150     cm3     enthaltenden Flaschen wurden wiederum umgerührt  und nach 24 bzw. 48, 72 und 96 Stunden Inkuba  tion entfernt und mit Chloroform     extrahiert.    Die  Extrakte wurden in Form von Flecken auf Papier  aufgetragen und im System     Chloroform/Formamid-          Methanol    entwickelt.

   Der Flecken befand sich in der  Region von     4-Pregnen-lla,17a,21-triol-3,20-dion.       <I>Beispiel 9</I>  Es wurde das Vorgehen nach Beispiel 8 einge  schlagen, ausgenommen, dass die Kultur von     Wojno-          wicia        graminis    anfänglich verwendet wurde, dann  die Kultur     Trichoderma        lignorum    und zum Schluss       Penicillium        adametzi.    Die Ergebnisse waren diesel  ben wie bei Beispiel B.  



  <I>Beispiel 10</I>  Es wurde das Vorgehen nach Beispiel 8 einge  schlagen, ausgenommen, dass anfänglich die Kultur       Trichoderma        lignorum,    dann die Kultur     Wojnowicia          graminis    und zum Schluss     Penicillium        adametzi    ver  wendet wurden. Das Ergebnis war dasselbe wie beim  Beispiel B.

        <I>Beispiel 11</I>  Es wurde das Vorgehen nach Beispiel 8 einge  schlagen, ausgenommen, dass die Kultur von     Penicil-          lium        adametzi    zuerst, dann die Kultur     Wojnowicia          graminis    und zum Schluss     Trichoderma        lignorum     verwendet wurde. Das Ergebnis deckte sich mit  demjenigen nach Beispiel B.    <I>Beispiel 12</I>  Fünf Muster von je etwa 50     cm3    eines Nähr  bodens Nr. 1 wurden für 20 Minuten bei 120  C  in     250-cm3-Flaschen    sterilisiert.

   Jedes Muster wurde  dann mit etwa 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung     F5-1688 geimpft. Die geimpften Mischungen  wurden dann mit einem     Rührer    mit der Tourenzahl  220 während etwa 72 Stunden bei 28  C umgerührt.  Jeder Flasche wurde eine sterile Lösung von 20 mg  von     4-Pregnen-3,20-dion    in 0,5     cm3        Dimethylform-          amid    zugesetzt und das Umrühren für etwa 48     Stun-          nen    fortgesetzt.

   Dann wurden jeder Flasche 50     cm3     einer Kulturzüchtung zugesetzt, die ursprünglich das  Nährmedium Nr. 1 und 5     cm3    einer     Vegetativzüch-          tung        Wojnowicia        graminis    enthielt. Diese Kultur  züchtung wurde erhalten durch dreitägiges Ent  wickeln des Mikroorganismus im genannten Medium.  Die jetzt etwa 100     cm3    enthaltenden Flaschen wur  den mit derselben Drehzahl für 48 Stunden umge  rührt. Eine dieser Flaschen wurde dann mit Chloro  form extrahiert und als Flecken auf einen Papier  streifen aufgetragen.

   Der Flecken befand sich in der  Region von     4-Pregnen-17a,21-diol-3,20-dion.    50     cm3     einer Kulturzüchtung, die ursprünglich das Nähr  medium Nr. 1 und 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung     von     Omphalistra        lucida        (MF-22101)    enthielt, wur  den jeder der übrigen Flaschen zugesetzt. Diese  Kulturzüchtung wurde erhalten durch siebentägiges  Entwickeln des Mikroorganismus im genannten  Nährmedium. Die jetzt etwa 150     cm3    enthaltenden  Flaschen, wurden wiederum umgerührt und nach 12  bzw. 24, 48 und 72 Stunden     Imkubation    weggenom  men und mit Chloroform extrahiert.

   Die Extrakte  wurden als Flecken auf Papier aufgetragen und     im     System     Chloroform/Formamid-Methanol    entwickelt.  Es wurde ein     Tetrazolium    reduzierender Flecken in  der Region von     4-Pregnen,-11P,        "17a,21-triol-3,20-          dion    beobachtet. Mit einem Teil des Rückstandes  wurde das     Ultraviolettspektrum    in konzentrierter       H.S04    erhalten, das sich als demjenigen von       4-Pregnen-11ss,17a,21-triol-3,20-dion    ähnlich erwies.

    Ein zweiter Teil des Extraktes wurde wiederum als  Flecken auf Papier aufgetragen und dann mit     Di-          chromat    in Eisessig oxydiert. Das Papier wurde ent  wickelt und zeigte einen Flecken von derselben Be  weglichkeit wie     4-Pregnen-17a,21-diol-3,11,20-trion.     Ein weiterer Teil wurde nach dem     Eosinophil-Test     als aktiv befunden.  



  <I>Beispiel 13</I>  Fünf Muster von je etwa 50     cms    des Nähr  mediums Nr. 1 wurden in     250-cm3-Flaschen    für 20  Minuten bei 120  C sterilisiert. Jedes Muster wurde    dann mit etwa 5 cm?, einer     Vegetativzüchtung    von       Hendersonia        rubi    geimpft. Diese geimpften Mischun  gen wurden dann mit einem     Drehrührer    mit einer  Drehzahl von 220 für etwa 72 Stunden bei 28  C  umgerührt. Jeder Flasche wurde eine sterile Lösung  von 20 mg von     4-Pregnen-3,20-dion    in 3     cm3    Pro  pylglyco, zugesetzt und für weitere 48 Stunden um  gerührt.

   Dann wurden jeder Flasche 50     cm3    einer  Kulturzüchtung zugesetzt, die ursprünglich das Nähr  medium Nr. 1 und 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung     von     Trichoderma        nigrovirens    enthielt. Diese Kultur  züchtung wurde erhalten durch dreitägiges Ent  wickeln des Mikroorganismus im genannten Nähr  medium. Die etwa 100     cm3    enthaltenden Flaschen  wurden mit der gleichen Drehzahl für 48 Stunden  umgerührt. Der Inhalt einer der Flaschen wurde  dann mit Chloroform extrahiert und der Extrakt in  Form eines Fleckens auf einen Papierstreifen auf  getragen.

   Dieser Flecken befand sich in der Region  von     4-Pregnen-17a,21-diol-3,20-dion.    Jeder der  übrigen Flaschen wurden 50     cm3    einer Kulturzüch  tung zugesetzt, die anfänglich die das Nährmedium  Nr. 1 und 5     cm3    einer     Vegetativzüchtung    von     Stig-          mina        platani        (MF-2395)    enthielt. Diese Kultur  züchtung wurde erhalten durch dreitägiges Ent  wickeln des Mikroorganismus im genannten Nähr  medium. Die jetzt etwa 150     cm3    enthaltenden  Flaschen wurden wieder für 24 Stunden     umgerührt     und mit Chloroform extrahiert.

   Die Lösungen wur  den zusammengeschüttet, bis fast zur Trockenheit  verdampft, als Flecken auf Papierstreifen aufgetra  gen und entwickelt. Es wurde eine     Tetrazolium    re  duzierende Komposition an der Stelle von     4-Pregnen-          11p,17a,21-triol-3,20-dion    gefunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Polyhydroxy- steroiden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steroid der Einwirkung mindestens verschiedener, nicht von der gleichen Mikroorganismenart stammender, Hy- droxygruppen einführender Enzyme ausgesetzt wird, wobei jedes der Enzyme in einer andern Stellung des Steroids Hydroxygruppen einführt und min destens zeitweise die Enzyme von mindestens zwei Mikroorganismenarten in dem Reaktionsgemisch vorhanden sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Enzyme zusammen mit den sie erzeugenden Mikroorganismen mit den Steroiden zusammenbringt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass mehr als zwei Mikroorganismen arten verwendet werden, und dass die hydroxy- lierende Tätigkeit von nicht mehr als einer der Mikroorganismenarten in Abwesenheit der andern stattfindet. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass mehr als zwei Mikroorganismen- arten verwendet werden und die hydroxylierende Tä tigkeit einer Mikroorganismenart anfänglich in Ab wesenheit der andern Mikroorganismenarten statt findet: 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass auf das Steroid zunächst nur eine Mikroorganismenart einwirken gelassen wird, wobei deren Enzym nur eine einzige Stellung des Steroid- moleküls hydroxyliert, und dass dann dieses Oxy- steroid ohne Abtrennung jener Mikroorganismenart der Einwirkung wenigstens eines andern, von wenig stens einer andern Mikroorganismenart erzeugten Enzyms ausgesetzt wird,
    das in einer andern Stellung des Steroidmoleküls eine Hydroxygruppe einführt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass durch wenigstens zwei verschie dene Enzyme verschiedener Mikroorganismenarten Hydroxygruppen in das Steroid in verschiedenen, Stellungen seines Moleküls weitgehend selektiv ein- geführt werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass in dem Reaktionsgemisch zeit weise nur ein Enzym vorhanden ist. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Hydroxylierung unter aeroben Bedingungen durchgeführt wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das Hydroxysteorid nach der Einwirkung des ersten Enzyms, ohne dass dieses von ihm getrennt wird, der Einwirkung von wenigstens einer andern Mikroorganismenart ausgesetzt wird, so dass in einer andern Stellung des Steroidmoleküls eine weitere Hydroxygruppe eingeführt wird.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reaktion unter aeroben Be dingungen verläuft. 10. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steroid unter aeroben Be dingungen und beim Fehlen eines Nährmediums der Einwirkung von hömogen verteilten Zellen von wenigstens zwei hydroxylierenden Mikroorganismen arten ausgesetzt wird. 11. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steroid der Einwirkung von drei Arten von Mikroorganismen erzeugten Enzymen ausgesetzt wird.
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