Umkleideeinrichtung für Badeanlagen und dergleichen In Badeanlagen steht oft nur eine ungenügende An zahl von Umkleidekabinen zur Verfügung, da dieselben meistens durch die in ihnen abgelegten Kleidungs stücke belegt bleiben, bis die betreffenden Badegäste sich wieder anziehen.
Die Erfindung bezweckt, diesen Mangel zu beheben. Sie betrifft eine Umkleideeinrichtung für Badeanlagen und dergleichen, mit einem zusammenlegbaren Rah men, an welchem ein Vorhang befestigt ist, und mit Mitteln, um diesen Rahmen im ausgespannten Zustand in horizontaler Lage zu halten, so dass der Vorhang von dem Rahmen herabhängt und die Umwandung einer Umkleidekabine bildet. Solche Einrichtungen sind bereits bekannt. Die Einrichtung nach der Er findung zeichnet sich aus durch Mittel, um im Innern dieser Kabine Kleidungsstücke zu versorgen, und durch Mittel, um den Rahmen im zusammengelegten Zustande mitsamt dem die Kleidungsstücke nunmehr eng umschliessenden Vorhang an einen Halter auf zuhängen.
Bei Badeanlagen wird man in einer Garderobe eine grosse Anzahl von zum Aufhängen der Rahmen be stimmten Haltern vorsehen, so dass der Badegast nach dem Umkleiden seine Kleidungsstücke mitsamt dem Rahmen und dem Vorhang in dieser Garderobe ab geben kann. Da der Rahmen dann zusammengelegt ist und der Vorhang infolgedessen die Kleidungsstücke eng umschliesst, beansprucht das Ganze in der Garde robe nur wenig Platz. Nach dem Baden kann der Bade gast seine Sachen wieder abholen und sich nach Aus spannen des Rahmens wieder ankleiden.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungs form der Erfindung beispielsweise dargestellt. Es ist: Fig. 1 ein Schaubild einer Umkleideeinrichtung, Fig. 2 ein Schnitt durch eine Einzelheit von Fig. 1 in grösserem Massstab, Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Detail variante.
Die Umkleideeinrichtung nach Fig. 1 weist einen Rahmen 1 auf, der aus zwei Rohrbügeln 2 besteht, die durch Scharniere 3 miteinander verbunden sind, so dass sie in Richtung der Pfeile 4 aufeinandergeklappt werden können. Ein Vorhang 5 aus wasserabweisen dem Stoff, z. B. Wachstuch oder ein Kunststoff, ist mittels Ringen 6 am Rahmen 1 befestigt, so dass er in der dargestellten Lage des Rahmens, der horizontal ausgespannt ist, vom Rahmen herabhängend, die Um wandung einer Umkleidekabine bildet.
In der Mitte des Steges des einen der Rahmen bügel 2 sitzt auf demselben eine Muffe 7 fest, an wel cher ein. Zapfen 8, ein äusserer Haken 9 und ein innerer Haken 10 angeschweisst sind (siehe auch Fig. 2). Die Seitenränder 11 und 12 des Vorhanges 5 überlappen sich auf der dem Haken 9 gegenüberliegenden Seite des Rahmens 1, wo somit der Eingang der Kabine ist. An den beiden sich überlappenden Vorhangteilen ist unten je eine Schlaufe 13 angebracht, deren Zweck noch erläutert werden wird.
Am innern Haken 10 ist ein Kleiderbügel 14 auf gehängt. An der Innenseite des Vorhanges sind drei Taschen 15 angebracht, von denen die mittlere grösser ist als die beiden andern. In ersterer können z. B. die Schuhe versorgt werden, in letzteren Wäschestücke oder dergleichen. Die Taschen können aus Stoff, z B. wasserabweisendem Stoff, oder auch aus einem Metall gewebe gebildet sein.
Um den Rahmen in der dargestellten Lage zu halten, ist ein Gestell 16 vorgesehen, das eine Säule 17 auf weist, die an einem U-förmig gebogenen, die Gestell basis bildenden Rohr 18 befestigt ist. Die ebenfalls aus einem Rohr bestehende Säule 17 ist oben etwas er weitert und ihr erweitertes Ende 19 nimmt den am Rahmen 1 vorgesehenen Zapfen 8 auf, wodurch der Rahmen am Gestell 16 festgehalten wird. Das Gestell ist ferner noch mit einem Sitz 20 versehen, der an dem Basisrohr 18 befestigt ist. Wenn der Badegast seine Kleidungsstücke am Kleiderbügel 14 und in den Ta schen 15 versorgt hat, kann er den Rahmen 1 vom Gestell 16 abnehmen und ihn in Richtung der Pfeile 4 zusammenklappen. Infolgedessen kommen die Vor hangteile teils aufeinander, teils auf die Kleidungs stücke zu liegen.
Der Vorhang umschliesst diese Klei dungsstücke nunmehr eng als schützende Hülle. Der Badegast kann Rahmen, Vorhang und Kleidungsstücke in einer Garderobe abgeben, wo der Rahmen mittels des Hakens 9 an einem festen Haken, einer Stange oder dergleichen aufgehängt wird.
Zuvor wird der Badegast noch die unten am Vor hang vorgesehenen Schlaufen 13 am Haken 9 ein hängen. Dadurch wird der Vorhang rückwärts nach oben gefaltet, so dass einerseits ein Herausfallen von Kleidungsstücken mit Sicherheit vermieden wird und anderseits das Ganze bequem transportiert und auf gehängt werden kann.
Das Gestell 16 ist nun frei und kann von einem andern Badegast benützt werden, der in der Garderobe einen freien Rahmen mit Vorhang und Innenzubehör gemietet hat. Das Innenzubehör kann auch mehrere Kleiderbügel, einen Drahtkorb für die Schuhe, einen Spiegel oder dergleichen umfassen, wobei die einzelnen Teile desselben an verschiedenen Stellen des Rahmens und/oder des Vorhanges befestigt sein können.
Der Rahmen 1 muss nicht unbedingt zusammen klappbar sein. Die vier Rahmenseiten könnten z. B. aus ineinandergesteckten Rohren bestehen. Selbstver ständlich könnte der Rahmen auch eine nicht quadra tische Form haben, z. B. kreisförmig sein. Die Zu- sammenlegbarkeit des Rahmens ist hingegen stets er forderlich, weil sonst die raumsparende Umschliessung der Kleidungsstücke durch den Vorhang nicht erzielt würde.
Fig. 3 zeigt in ganz schematischer Weise eine Va riante des Gestelles, und zwar ein Gestell 21 mit kreuz förmiger Basis 22, an welcher vier Säulen 23 angebracht sind, mit denen je ein Rahmen 1 verbunden werden kann, z. B. auf die anhand von Fig. 2 beschriebene Weise. An jeder der Säulen 23 ist ein Sitz 24 fest an gebracht.
Die Gestelle 16 und 21 werden vorzugsweise im Freien, z. B. auf einer Rasenfläche, aufgestellt. Wenn die Gestelle frei sind, stören sie die Sicht nicht merklich und beanspruchen so wenig nützlichen Raum, dass man die von ihnen belegte Rasenfläche zum Sonnen baden benützen kann, ganz im Gegensatz zu den bisher üblichen, festen und kostspieligen Umkleidekabinen.
An Stelle eines Rohrgestelles 16 oder 21 kann man auch beliebige andere Mittel vorsehen, um den Rah- men 1 in seiner horizontalen Lage zu halten. Beispiels weise kann man an einer Wand eine Reihe von Haltern anbringen, in welche die Zapfen 8 gesteckt werden können. Gegebenenfalls kann an dieser Wand auch ein Vordach vorgesehen sein, um den Badegast beim Um kleiden vor Regen zu schützen.
Um den Rahmen 1 im zusammengeklappten Zu stand an einen Halter anzuhängen, können selbstver ständlich auch andere Mittel als der Halter 9 vorgese hen werden, z. B. Ösen oder dergleichen.
Die beschriebene Umkleideeinrichtung kann natür lich auch ausserhalb von Badeanlagen verwendet wer den, sei es in Privathäusern, sei es in Bekleidungs geschäften oder dergleichen, z. B. bei Modeschauen.