CH339171A - Séchoir à linge - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
<B>Verfahren zur Behandlung von flächigem</B> Textilmaterial <B>mit flüssigen</B> <B>oder gasförmigen Medien</B> Die Erfindung handelt von einem Verfahren zur Intensiv behandlung von flächigem Textilmaterial, inkl. nicht gewo benen, sogenannten Vliesstoffen, mit flüssigen oder gasförmi gen Medien, gekennzeichnet durch die Anwendung von Dü sen, die das Textilmaterial mit dem Medium beaufschlagen, wobei die austretenden Strahlen des Mediums dank beson derer Form der Düsen und Anordnung des Textilmaterials eine saugende Wirkung auf dieses ausüben.
Um die Austauschvorgänge an flächigem Textilmaterial, wie Waschen, Färben usw. zu intensivieren, werden und wur den schon andere Mittel eingesetzt, wie z.B. das Pulsieren und Vibrieren, wobei die Vibrationen und Pulsationen auf mechanischem, elektromagnetischem oder hydraulischem (franz. Patentschrift Nr.<B>1392</B> 816) Wege erzeugt werden. Erfahrungsgemäss führen sie aber zu Ermüdungsschäden am Konstruktionsmaterial der verwendeten Einrichtung, und bei einer Steigerung der Schwingungsfrequenz in den Ultraschall bereich treten sogar intermolekulare Schäden im Textilma terial auf.
Bekannt sind auch Wasch-, Färbe- und Heissluftbehand- lungsmaschinen mit eingebauten Düsen, deren austretende Strahlen durchlaufende Textilbahnen oder Faserbündel (nie- derl. Patentanmeldung Nr. 6 706 520) senkrecht oder schräg zum Lauf der Bahnen oder Bündel besprühen, bzw. anblasen. Bei deren Einbau in Nassbehandlungsmaschinen unter dem Flüssigkeitsspiegel wird vor allem eine starke Bewegung des Behandlungsmediums angestrebt. Die Strahlen prallen dabei auf das Textilmaterial auf und haben das Bestreben, dieses von den Düsen wegzudrücken.
Diese Erscheinung wird z.B. ausgenützt in den sogenannten Schwebetrocknern, wo Düsen beidseitig der Textilbahnen dafür sorgen, dass die Bahnen im Schwebezustand bleiben (schweiz. Patentschrift Nr. 476 270).
Ebenfalls bekannt ist eine Vorrichtung zum Trocknen von Oberflächen, bei der mit Düsen ein Gasschleier auf die zu trocknende Oberfläche geleitet wird, und wobei man die sen Gasschleier durch Anwendung von Saugdüsen auf der selben Seite des Trockengutes wieder absaugt mit dem Zwecke, Heissluft zu sparen (schweiz. Patentschrift Num mer 383 266).
Eine Einwirkung auf das Innere des Trocken gutes wird nicht angestrebt, insbesondere kein Durchsaugen. Im Gegensatz dazu wird bei dem erfindungsgemässen Ver fahren mit Düsen gearbeitet, die dank ihrer besonderen Form und Anordnung durch die Düsenstrahlen eine saugende Wir kung auf und durch das flächige Textilmaterial als Behand lungsgut ausüben, so dass das Behandlungsmedium durch das textile Gut gesogen wird, was eine besonders wirksame Be handlungsart ist. Auf die Anwendung von Vibrationen und Pulsationen mit ihren Nachteilen wird dabei verzichtet.
Die saugende Wirkung wird z.B. durch sogenannte Streu düsen erreicht, doch sind auch andere Düsenformen möglich. Unter einer Streudüse wird in diesem Zusammenhang eine Düse verstanden, die einen Flüssigkeits- oder Gasstrom auf zuteilen und aufzulösen und in Form der Mantelfläche eines geometrischen Körpers auszustossen vermag (Fig. 1).
Bei runden Düsen wird diese Mantelfläche ein Kegelmantel sein, bei eckigen Düsen ein Pyramidenmantel. Bei der Flachdüse ist der Öffnungswinkel der Pyramide bzw. des Kegels 180 , d.h. der Flüssigkeits- oder Gasstrom wird senkrecht zur Düsenachse, also in Richtung der Textilbahn ausgestossen (Fig. 5). Der Erfindungsgedanke kann, wie schon erwähnt, mit verschiedenen Düsenformen verwirklicht werden.
Lässt man aus einer Streudüse, die ganz in das Behand lungsmedium eingetaucht ist, den Strahl z. B. in der Form eines Kegelmantels ausstossen, und hält man in einiger Di stanz davon eine Membrane senkrecht zur Düsenachse in die Strömung, so wird die Membrane abgestossen, wobei die abstossende Kraft abhängig ist von der pro Sekunde ausge- stossenen Masse und von der Geschwindigkeitsänderung in Richtung der Kraft (Satz vom Antrieb).
Bringt man hingegen die Membrane ganz dicht an die Düse heran, so wird sie vom Strahl gegen die Düse gesogen, wie dies durch den Versuch leicht nachweisbar ist. Zwischen Düse und Membrane entsteht jetzt eine Spaltwirkung, d. h. der Strahlquerschnitt wird verengt und die Strahlgeschwin- digkeit gesteigert, was einen Unterdruck im Strahl zur Folge hat, und dieser zieht die Membrane gegen die Düse. Ist die Membrane durchlässig, z.B. ein Textilmaterial, so wird das Behandlungsmedium durch dieses hindurch gesogen, und dar auf beruht der Erfindungsgedanke. Der Saugwirkung über lagert bleibt immer noch eine abstossende Kraft auf das Textilmaterial infolge der Umlenkung des Strahles.
Diese abstossende Kraft wird umso kleiner, je grösser der Öff nungswinkel T. der verwendeten Düse ist (Fig. 1). Bei der Doppeljet-Flachdüse wird der Öffnungswinkel y, = 180 und die abstossende Kraft gleich null (Fig. 5).
Wenn Streudüsen mit einem Öffnungswinkel unter 180 in einer Behandlungsmaschine für flächiges Textilmaterial, die zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dient, verwendet werden, so sind sie in grösserer Zahl in Düsenkästen zu vereinigen. Diese können zur Erzielung einer gleichmässigen Wirkung über die ganze Breite des Textil materials eine oszillierende oder kreisende Bewegung aus führen (Fig. 3 und 4). Die Doppeljet-Flachdüse kann eine beliebige Länge, senkrecht zur Laufrichtung der Textilbahn, haben, so dass sich hier der Einbau einer Mehrzahl von Dü sen in denselben Düsenkasten erübrigt, und somit wird auch die oszillierende Bewegung desselben hinfällig.
Die Kombination von Düsen mit saugender Wirkung auf durchlaufendes, flächiges Textilmaterial ermöglicht die Ver wendung einer kontinuierlich arbeitenden Behandlungsma schine von hoher Wirksamkeit und gedrungener Bauart.
Fig. 1 des Figurenblattes zeigt eine erfindungsgemäss verwendbare Streudüse 1 mit eingebautem Drallkörper 2, der den eintretenden Flüssigkeits- bzw. Gasstrom 3 auflöst und in Form eines Kegelmantels 4 mit dem Öffnungswinkel q@ aus treten lässt.
Fig. 2 zeigt dieselbe Streudüse 1, z.B. für Nassbehand lung eingetaucht unter den Flüssigkeitsspiegel 5, an die eine Textilbahn 6 sehr nahe heran gebracht wurde. Der<B>Flüssig-</B> keitsstrahl wird jetzt in Richtung 7 umgelenkt und übt eine saugende Wirkung in Richtung der Pfeile 8 aus. Da die Textil bahn durchlässig ist, wird das Behandlungsmedium durch sie hindurch gesogen.
Fig. 3 zeigt einen schematischen Längsschnitt durch eine kontinuierlich arbeitende Nassbehandlungsmaschine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens. Das darin behandelte Textilmaterial 9 wird unter dem Flüssig keitsspiegel 10 ganz nahe an den Düsen 1, die in den Düsen kasten 11 eingesetzt sind, vorbei geführt. Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt aus dem Grundriss der Vor richtung gemäss Fig. 3.
Fig. 5 zeigt die Doppeljet-Flachdüse mit 180 Öffnungs winkel, an der das Textilmaterial 9 vorbei gezogen wird. Fig. 6 zeigt die Doppeljet-Flachdüse 16 im Einbau in einer erfindungsgemäss verwendbaren Behandlungsmaschine. Die Düse ist mit dem Verteilrohr 17 verbunden. Wird dieses um seine Längsachse drehbar gemacht, dann lässt sich die Düse zur Revision leicht hoch drehen. Das Textilmaterial ist auch hier mit 9 bezeichnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kontinuierliches Verfahren zur Intensivierung von Aus tauschvorgängen zwischen bahnförmigen, flächigen Textilge bilden und einem Behandlungsmedium, ohne Erzeugung von Vibrationen und Pulsationen, bei dem eine ins Behandlungs medium eingetauchte, laufende Textilbahn mittels mindestens einer, im Behandlungsmedium mündender, auf die Textil bahn gerichteten Düse mit einem unter Druck stehenden Medium beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass man eine oder mehrere Düse(n) verwendet,welche eine pyrami- den- oder kegelförmige Auflösung oder Auffächerung des zur Beaufschlagung verwendeten flüssigen oder gasförmigen Me- diumstrahles bis zu einem Öffnungswinkel von 180 ermög licht bzw. ermöglichen, und dass man das bahnförmige textile Flächengebilde so nahe an der bzw.den Düsenmündung(en) vorbei führt, dass eine einen Sog bewirkende Spaltwirkung infolge Verengung des Strahlquerschnittes und Steigerung der Strahlgeschwindigkeit entsteht, durch welche das Behand lungsmedium durch das bahnförmige textile Flächenge bilde hindurchgesogen wird. l1NTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass das Behandlungsmedium flüssig ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass das Behandlungsmedium gasförmig ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH339171T | 1957-10-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH339171A true CH339171A (fr) | 1959-06-30 |
Family
ID=4504921
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH339171D CH339171A (fr) | 1957-10-26 | 1957-10-26 | Séchoir à linge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH339171A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4300454A1 (de) * | 1993-01-11 | 1994-07-14 | Wet Tex Maschinenbau Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer diskontinuierlich arbeitenden Einrichtung zum Behandeln einer Warenbahn |
-
1957
- 1957-10-26 CH CH339171D patent/CH339171A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4300454A1 (de) * | 1993-01-11 | 1994-07-14 | Wet Tex Maschinenbau Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer diskontinuierlich arbeitenden Einrichtung zum Behandeln einer Warenbahn |
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