CH339622A - Verfahren zur Stabilisierung von Lösungen reiner herzaktiver Glykoside - Google Patents

Verfahren zur Stabilisierung von Lösungen reiner herzaktiver Glykoside

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CH339622A
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glycerine
alcohol
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Stoll Arthur Dr Prof
Emil Dr Angliker
Barfuss Frank
Walter Dr Kussmaul
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Sandoz Ag
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Description


  



  Verfahren zur Stabilisierung von Lösungen reiner herzaktiver Glykoside
Früher wurde angenommen, dass die reinen herzaktiven   Glykoside-im    folgenden Herzglykoside   genannt-in    neutralen wässrigen Lösungen keine Veränderungen ihrer Struktur erleiden und somit ihre Wirkung nicht verlieren. Mit der in der letzten Zeit verfeinerten Technik konnte aber nachgewiesen werden, dass diese Annahme nicht richtig ist, sondern dass Spaltungen infolge von Hydrolyse eintreten.



   Es wurde festgestellt, dass die Geschwindigkeit, mit der sich diese Vorgänge vollziehen, von der   Wasserstoffionenkonzentration    abhängt ; insbesondere hat sich gezeigt, dass es einen pH-Bereich gibt, innerhalb dessen die hydrolytischen Spaltungen   (Abspal-    tung des Zuckerrestes, einer eventuell vorhandenen Acetylgruppe, sowie Offnung des Lactonringes) sich mit minimaler Geschwindigkeit abspielen. Dieser Bereich kann je nach Glykosid verschieden sein. Überraschend ist,   dal3    dieser Bereich nicht dem Neutralpunkt entspricht, sondern auf der schwach sauren Seite liegt.



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Stabilisierung von Lösungen reiner Herzglykoside, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine solche Lösung, am besten durch Zusatz eines Puffergemisches, auf die für die Haltbarkeit des Glykosids optimale   Wasserstoffionenkonzentration    einstellt. Es hat sich gezeigt, dass unter diesen Bedingungen die Haltbarkeit wasserhaltiger Lösungen von reinen Herz  glykosiden    wesentlich verlängert werden kann, und dass solche Lösungen durch Einwirkung erhöhter Temperatur sogar sterilisiert werden können. Damit ist ein wesentlicher technischer Fortschritt erreicht.



   Es ist zwar bekannt (Schweiz. Patent Nr. 297616), dass herzglykosidhaltige Extrakte, das heisst Lösungen, welche neben den Wirkstoffen manchmal recht grosse Mengen oft nicht indifferenter Begleitstoffe enthalten, durch Einstellung auf einen optimalen pH stabilisiert werden können. Dies ist aber doch wohl so zu erklären, dass die schädliche Einwirkung von Begleitstoffen zurückgedämmt wird und so eine Verbesserung erzielt wird. Dies geht schon daraus hervor,   dal3    der in Patent Nr. 297616 erwähnte optimale   pH-Bereich    von Extrakten ein anderer ist, als von reinen Herzglykosiden.



   Das neue Verfahren wird beispielsweise so ausgeführt, dass man eine Lösung von Lanatosid C durch Zusatz einer Dinatriumphosphat-Zitronensäure-Pufferlösung auf einen PH von 5,8 einstellt.



   Die nach dem vorliegenden Verfahren stabilisierten Lösungen reiner Herzglykoside sollen in der Herztherapie verwendet werden.



   Beispiel   1       Lanatosid-C-Tropflosung   
Die Lösung von 1000 mg Lanatosid C in 350 g 96proz. Alkohol und 100 g Glyzerin wird mit    1/lomolarer Dinatriumphosphat-Zitronensaure-Puffer-    lösung vom PH 5,0 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der PH dieser Tropflösung beträgt 5,8.



   Beispiel 2    Desacetyl-lanatosid-C-Ampullenlösung   
Die Lösung von 200 mg Desacetyl-lanatosid C in 80 g 96proz. Alkohol und 150 g Glyzerin wird mit   1/30molarer    Dinatriumphosphat-Zitronensäure Pufferlösung vom pH 6,0 auf 1000 cm3 aufgefüllt.



  Der pH dieser Lösung beträgt 6,2.



   Beispiel 3    Acetyl-digitoxin-Ampullenlösung   
Die Lösung von 100 mg Acetyl-digitoxin in 450 cm3 96proz. Alkohol und 100 g Glyzerin wird mit   l/l5molarer Natriumacetat-Essigsäure-Puffer-    lösung vom pH 4,7 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der pH dieser Lösung beträgt 5,5.



   Beispiel 4    Acetyl-dgtoxn-Tropflösung   
Die Lösung von   500    mg Acetyl-digitoxin in 550 g 96proz. Alkohol und   100    g Glyzerin wird mit   mo-    larer Natriumacetat-Essigsäure-Pufferlösung vom PH 4,2 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der PH dieser Tropflösung beträgt 5,5.



   Beispiel 5
Digiland-Ampullenlösung
Die Lösung von 200 mg   Digilanid    in 300 g 96proz. Alkohol und 150 g Glyzerin wird mit    1/lmolarer Dinatriumphosphat-Zitronensäure-Puffer-    lösung vom PH 5,2 auf   1000    cm3 aufgefüllt. Der PH dieser Lösung beträgt 5,8.



   Beispiel 6    Digilanid-Tropflösung   
Die Lösung von 500 mg   Digilanid    in 300 g 96proz. Alkohol und 80 g Glyzerin wird mit   1/lomola-    rer Dinatriumphosphat-Zitronensäure-Pufferlösung vom PH 5,2 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der pH dieser Tropflösung beträgt 5,8.



   Beispiel 7    k-Strophanthosd-Ampullenlösung   
Die Lösung von 500 mg k-Strophanthosid in 50 g 96proz. Alkohol und 100 g Glyzerin wird mit    l/30molarer Dinatriumphosphat-Zitronensäure-Puffer-    lösung vom   pif    6,0 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der pH dieser Lösung beträgt 6,2.



   Beispiel 8    Scillaren-AmpullenlOsung   
Die Lösung von 500 mg Scillaren in 60 g 96proz.



  Alkohol und 150 g Glyzerin wird mit   1/l4molarer    Di  natriumphosphat-Zitronensäure-Pufferlösung    vom   PE    5,8 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der PH dieser Lösung beträgt 6,0.



   Beispiel 9
Scillaren-Tropflosung
Die Lösung von 800 mg Scillaren in 100 g 96proz. Alkohol und 100 g Glyzerin wird mit /l4 molarer   Dinatriumphosphat-Zitronensäure-Puffer-    lösung vom   pl,    5,8 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der pH dieser Tropflösung beträgt 6,0.



   Beispiel 10    Digitoxin-Ampullenlosung   
Die Lösung von 100 mg Digitoxin in 450 cm3 96proz. Alkohol und 100 g Glyzerin wird mit    1/lSmolarer Natriumacetat-Essigsäure-Pufferlösung    vom pH 5,5 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der   pipi    dieser Lösung beträgt 6,2.



   Beispiel   I1   
Digitoxin-Tropflosung
Die Lösung von 1000 mg Digitoxin in 550 g 96proz. Alkohol und 100 g Glyzerin wird mit   Vgmolarer Natriumacetat-Essigsäure-Pufferlösung    vom PH 5,2 auf 1000 cm3 aufgefüllt. Der   pn    dieser Tropflösung beträgt 6,2.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Stabilisierung von Lösungen reiner herzaktiver Glykoside, dadurch gekennzeichnet, dass eine solche Lösung auf die für die Haltbarkeit des Glykosids optimale Wasserstoffionenkonzentration eingestellt wird.
    UNTERANSPROCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen pH-Wert im Bereich von 5,5 bis 6,5 eingestellt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Puffergemisch zugesetzt wird.
CH339622D 1955-02-04 1955-02-04 Verfahren zur Stabilisierung von Lösungen reiner herzaktiver Glykoside CH339622A (de)

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