CH340062A - Prismenfeldstecher - Google Patents

Prismenfeldstecher

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CH340062A
CH340062A CH340062DA CH340062A CH 340062 A CH340062 A CH 340062A CH 340062D A CH340062D A CH 340062DA CH 340062 A CH340062 A CH 340062A
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Horst Dr Koehler
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Zeiss Carl Fa
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices

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Description


      Prismenfeldstecher       Die vorliegende Erfindung betrifft einen Prismen  feldstecher mit sammelnden Okularen und bezweckt  die Verkürzung der Baulänge und gleichzeitig die Er  höhung des subjektiven Sehfeldes auf mindestens 60   und mehr. Bei den bisher bekannten Feldstechern ist  die Baulänge durch die Brennweiten der Objektive  und der Okulare stets auf ein Mindestmass beschränkt  gewesen, wenn auf höchste Bildgüte     Wert    gelegt  würde. So sind z. B. für die Objektive bei einer Ob  jektivöffnung von 50 mm     Objektivbrennweiten    von  etwa 180 mm, und bei     Objektivöffnungen    von 30 mm  Brennweiten von etwa 120 mm angewendet worden.

    Eine Verkürzung der Brennweiten, um eine Verkür  zung der Baulänge des Feldstechers zu erzielen, schei  terte offensichtlich daran, dass bisher auch keine Oku  lare bekannt waren, die die Anwendung kurzer Brenn  weiten gestatteten; denn eine Verkürzung der     Objek-          tivbrennweite    f 1 bedeutet bei gleicher     Fernrohrver-          grösserung    auch eine Verkürzung der     Okularbrenn-          weite   <B>f.,</B> und das bedeutet eine stärkere Vergrösse  rung der vorhandenen     Restabbildungsfehler,    die bei  Unterschreitung der oben angegebenen Brennweiten  bei den bisher bekannten und üblichen Okularen eine  bedeutende Bildverschlechterung ergeben würden.

    



  Wie eine trigonometrische     Durchrechnung    und  die angestellten Versuche gezeigt haben, sind es be  sonders diejenigen     ausseraxialen    Bildfehler, deren  Achskoordinate vom Quadrat der Öffnung abhängt,  die die     Bildverschlechterung    hervorrufen. Es sind  dies im wesentlichen Fehler fünfter Ordnung, die bei       Weitwinkelokularen    eine grosse Rolle spielen (vgl.  H.

   Köhler und G.     Pradel     Eine neue     Interpolations-          methode    zur Ermittlung der gesamten Zerstreuungs  figur zentrierter optischer Systeme mit unendlich  fernem     Bild     in der Z.     angew.        Math.        Mech.    31, S. 47,  195l).

   Bezeichnet man die Längsabweichung in der  Bildebene, die durch einen solchen Fehler bei der         Objektivbrennweite    1 m und dem Öffnungsverhältnis  1 hervorgerufen wird, mit<I>As"</I> und diejenige Abwei  chung in Dioptrien am Objekt, die sich bei der Ob  jektivbrennweite     f1    und der     Objektivöffnung    D dar  aus ergibt,     mit    d, dann gilt die Beziehung  
EMI0001.0027     
    Es war bisher nicht gelungen, ein Okular mit  einem Objektiv in Fernrohren oder     Feldstechern    bei  ausreichender Bildgüte zu kombinieren, wobei der  Quotient
EMI0001.0029  
       kleiner    als 1900 mm ist.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen       Prismenfeldstecher    mit     sammelnden    Okularen, die  aus vier durch Luftabstände voneinander getrennten  Gliedern bestehen, von denen sowohl das bildseitige  als auch das augenseitige aussenstehende Glied dicke  Menisken sind, die ihre hohlen Seiten nach aussen  kehren und je aus zwei miteinander verkitteten Lin  sen entgegengesetzter Brechkraft bestehen, wobei die  zerstreuenden Linsen die aussenstehenden sind, wobei  ferner die     Mittendicke    jeder dieser Menisken grösser  als das     0,25fache    der     Okularbrennweite    ist.

   Die Er  findung besteht in den Merkmalen, dass der Aussen  radius des     bildseitig    angeordneten Meniskus weniger  als das     1,15fache    und der Aussenradius des     augen-          seitig    angeordneten Meniskus weniger als das     1,3-          fache    der     Okularbrennweite    beträgt, und dass ferner  Objektive verwendet sind, bei denen der Quotient  aus der dritten Potenz der     Objektivbrennweite    und  der zweiten Potenz der freien Öffnung     kleiner    als  1500 mm ist.  



  Ferner kann noch eine weitere Verbesserung in  bezug auf die     ausseraxiale    Bildgüte erzielt werden,  wenn die Objektive derart ausgebildet sind, dass deren  sphärischer Randstrahl gegenüber dem     Paraxialstrahl         eine sphärische     überkorrektion    von mehr als drei       Tausensteln    der     Objektivbrennweite    aufweist.  



  Die Wirkung einer solchen Massnahme beruht auf  folgenden     überlegungen.    Wie neuere Untersuchun  gen gezeigt haben, ist für die     Beurteilung    der ausser  axialen Bildgüte visueller     Instrumente    in erster  Linie die Ausdehnung der Zerstreuungsfigur des aus  dem Okular austretenden     quasiparallelen    Strahlen  bündels massgebend (vgl. H. Köhler  Zur objektiven       Beurteilung    der     ausseraxialen    Bildgüte optischer  Instrumente für visuelle Beobachtung  im Jenaer  Jahrbuch 1951, Seite 69 ff., Verlag Gustav Fischer,  Jena).

   Nach den dort gewonnenen Erkenntnissen soll  sich die     Korrektion    der entstehenden Bildfehler nicht  nur auf die Verringerung der Aberration der in der       Meridianebene    verlaufenden Strahlen beschränken,  sondern vor allem auch auf diejenigen der ausser  axial verlaufenden Strahlen.

   Am besten genügt für  die     Beurteilung    der zu stellenden Forderungen die  Darstellung der vollständigen Zerstreuungsfigur des  von einem     ausseraxialen    Bildpunkt ausgehenden  und aus dem Okular austretenden Strahlenbündels,  indem man die Aberrationen als Winkelabweichun  gen gegen den Hauptstrahl in einem rechtwinkeligen,  zum Hauptstrahl senkrechten Koordinatensystem auf  trägt, dessen Abszisse die     sagittale    Achse, und dessen  Ordinate die     meridionale    Achse darstellt.  



  Die Verhältnisse seien an Hand der weiter unten  näher beschriebenen Abbildungen erläutert, die drei  Ausführungsbeispiele von gemäss der     Erfindung    er  rechneten     Prismenfeldstechern    enthalten. Von diesen  Abbildungen zeigen die     Fig.    1, 5 und 9 die optischen  Systeme selbst,     während    in den     Fig.    2, 6 und 10 die  zugehörigen Zerstreuungsfiguren bei einer     augen-          seitigen        Hauptstrahlneigung    von 24  mittels trigono  metrischer     Durchrechnung    windschiefer Strahlen, in  den     Fig.    3,

   7 und 11 die sphärische     Korrektion    des    Objektives allein und in den     Fig.    4, 8 und 12 die  des zugehörigen gesamten optischen Systems darge  stellt ist.  



  Bevor auf diese Verhältnisse näher eingegangen  wird, seien noch einige     vorteilhafte    Bedingungen für  die verwendeten Okulare     beschrieben.    Bei diesen  wird zweckmässig die Brennweite des     bildseitigen     Meniskus grösser als das 5fache der     Okularbrenn-          weite    gewählt. Ferner ist es vorteilhaft, wenn die  Brennweite des bildseitigen Meniskus negatives Vor  zeichen besitzt.

   Weiterhin werden die Brechzahlen  der sammelnden Linsen in den beiden verkitteten  aussenstehenden Menisken der Okulare zweckmässig  grösser gewählt als 1,6 und ihre     Abbeschen    Zahlen  grösser als 55, und weiter zwischen diesen Menisken  mindestens zwei Glieder angeordnet, die als sam  melnde Einzellinsen mit Brechzahlen ebenfalls grö  sser als 1,6 und mit     Abbescher    Zahl grösser als 58       ausgeführt.    Es ist dabei ebenfalls auch     vorteilhaft,     wenn man den Radius der Kittfläche im augenseitigen  verkitteten     Meniskus    in den Grenzen von     -",5    bis       +?@    der     Okularbrennweite    wählt.

      Für die Prismen selbst ist es zur Verringerung  der chromatischen Vergrösserungsdifferenz zweck  mässig, diese aus einem Glase herzustellen, bei dem  der Quotient
EMI0002.0041  
   grösser ist als 0,0055, wobei     ni"          nc    und     %    die Brechzahlen der     Fraunhoferschen     Linien F, C und d sind.    Zu den Figuren sei folgendes     ausgeführt.     



       Fig.    1 zeigt das erste Ausführungsbeispiel. Die  optischen Daten dieses Systems (Radien, Linsen  dicken, Luftabstände) sind bezogen auf eine     Objek-          tivbrennweite    von 100 Längeneinheiten, sowie die  Glasarten sind in der nachstehenden Zahlentabelle 1  wiedergegeben.

      
EMI0003.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Optische <SEP> Daten <SEP> für <SEP> das <SEP> System <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 1, <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> Objektivbrennweite <SEP> von <SEP> 100 <SEP> Längeneinheiten.
<tb>  Linsen <SEP> Radien <SEP> Dicken <SEP> und <SEP> Abstände <SEP> nd <SEP> vd <SEP> Glasarten
<tb>  r1 <SEP> = <SEP> + <SEP> 61,2
<tb>  <I>L1 <SEP> dl <SEP> =</I> <SEP> 6,88 <SEP> 1,5209 <SEP> 60,2 <SEP> ZK <SEP> 2
<tb>  <I>r2 <SEP> = <SEP> -</I> <SEP> 39,6
<tb>  <I>L.@ <SEP> d2 <SEP> =</I> <SEP> 3,68 <SEP> 1,6034 <SEP> 38,0 <SEP> F <SEP> 5
<tb>  r3 <SEP> - <SEP> - <SEP> 162,8 <SEP> Objektiv
<tb>  1i <SEP> = <SEP> 28,3
<tb>  Glasweg <SEP> <I>dg <SEP> =</I> <SEP> 71,6 <SEP> 1,5688 <SEP> 56,0 <SEP> <I>BaK <SEP> 4</I>
<tb>  12 <SEP> = <SEP> 24,8
<tb>  <B>13</B> <SEP> = <SEP> 4,88
<tb>  r4 <SEP> = <SEP> - <SEP> 10,

  6
<tb>  <I>L3 <SEP> d3 <SEP> =</I> <SEP> 1,51 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,3 <SEP> SF <SEP> 10
<tb>  r5 <SEP> = <SEP> + <SEP> 74,7
<tb>  <I>L4 <SEP> d4 <SEP> = <SEP> 7,74</I> <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb>  r6 <SEP> = <SEP> - <SEP> 15,1
<tb>  14 <SEP> = <SEP> 0,19
<tb>  r7 <SEP> = <SEP> + <SEP> 120,1
<tb>  L5 <SEP> d5 <SEP> = <SEP> 5,28 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb>  r$ <SEP> = <SEP> - <SEP> 31,0 <SEP> Okular
<tb>  <B>1 <SEP> 5</B> <SEP> = <SEP> 0,19
<tb>  r3 <SEP> = <SEP> + <SEP> 23,7
<tb>  <I>LG <SEP> dr <SEP> =</I> <SEP> 4,91 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb>  rio <SEP> = <SEP> + <SEP> 446
<tb>  1s <SEP> = <SEP> 0,19
<tb>  rii <SEP> = <SEP> + <SEP> 13,71
<tb>  <I>L7 <SEP> d7 <SEP> = <SEP> 6,90</I> <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb>  r12 <SEP> = <SEP> - <SEP> 44,7
<tb>  <I>L8 <SEP> d8 <SEP> =</I> <SEP> 1,41 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,

  3 <SEP> <I>SF</I> <SEP> 10
<tb>  r13 <SEP> = <SEP> + <SEP> 16,1
<tb>  <B>1 <SEP> 7</B> <SEP> = <SEP> 9,48
<tb>  f <SEP> i <SEP> (Objektiv) <SEP> = <SEP> 100 <SEP> Einheiten.
<tb>  f2 <SEP> (Okular) <SEP> = <SEP> 12,5 <SEP> Einheiten.
<tb>  Brennweite <SEP> des <SEP> bildseitigen <SEP> Meniskus <SEP> L3, <SEP> L4 <SEP> = <SEP> - <SEP> 70,7 <SEP> Einheiten.       Es handelt sich bei diesem System um ein sol  ches, bei dem die Randstrahlen des aus dem Okular  austretenden nahezu achsparallelen Bündels weitest  gehend geringe Winkelabweichungen gegenüber der  Achse haben.     Fig.    2 zeigt die Zerstreuungsfigur für  dieses System.

   Man erkennt aus dieser     Fig.    2, dass  durch die beschriebenen Massnahmen die     sagittale     Ausdehnung bereits geringer als die meisten der in  der     zuletztgenannten    Arbeit von H. Köhler 1. c. ent  haltenen     Zerstreuungsfiguren    ist.    Ein Objektiv, dessen sphärischer Randstrahl  gegenüber dem     Paraxialstrahl    eine sphärische     über-          korrektion    von mehr     als    drei Tausendsteln der Ob  jektivbrennweite aufweist, zusammen mit dem ge  nannten Okular zu     verwenden,    ist im Beispiel     II    nach       Fig.    5 verwirklicht.

   Die Daten dieses Systems sind  in der folgenden Zahlentabelle     II    wiedergegeben.    
EMI0004.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb>  Optische <SEP> Daten. <SEP> für <SEP> das <SEP> sphärisch <SEP> überkorrigierte <SEP> System <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 5, <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> Objektivbrennweite
<tb>  von <SEP> 100 <SEP> Längeneinheiten.
<tb>  Linsen <SEP> Radien <SEP> Dicken <SEP> und <SEP> Abstände <SEP> nd <SEP> vd <SEP> Glasarten
<tb>  r1 <SEP> = <SEP> + <SEP> 59,6
<tb>  <I>L1 <SEP> dl <SEP> = <SEP> 6,90</I> <SEP> 1,5169 <SEP> 59,6 <SEP> ZK <SEP> 8
<tb>  r2 <SEP> = <SEP> - <SEP> 38,0
<tb>  <I>L2 <SEP> d2 <SEP> =</I> <SEP> 3,68 <SEP> 1,6034 <SEP> 38,0 <SEP> F <SEP> 5
<tb>  r3 <SEP> = <SEP> - <SEP> 162,0
<tb>  1i <SEP> = <SEP> 28,3 <SEP> Objektiv
<tb>  Glasweg <SEP> <I>dg <SEP> =</I> <SEP> 71,6 <SEP> 1,5688 <SEP> 56,

  0 <SEP> <I>BaK <SEP> 4</I>
<tb>  12 <SEP> = <SEP> 25,0
<tb>  <B>13</B> <SEP> = <SEP> 4,88 <SEP> _
<tb>  r4 <SEP> = <SEP> - <SEP> 10,6
<tb>  <I>L3 <SEP> d3 <SEP> =</I> <SEP> 1,51 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,3 <SEP> SF <SEP> 10
<tb>  <I>r5 <SEP> = <SEP> + <SEP> 74,7</I>
<tb>  <I>L4 <SEP> d4 <SEP> = <SEP> 7,74</I> <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb>  r6 <SEP> = <SEP> - <SEP> 15,1
<tb>  14 <SEP> = <SEP> 0,19
<tb>  r7 <SEP> = <SEP> + <SEP> 120,1
<tb>  <I>L5 <SEP> d5 <SEP> =</I> <SEP> 5,28 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb>  r$ <SEP> _ <SEP> - <SEP> 31,0 <SEP> Okular
<tb>  <B>15</B> <SEP> = <SEP> 0,19
<tb>  r3 <SEP> = <SEP> + <SEP> 23,7
<tb>  <I>L</I><B>6</B> <SEP> <I>d<B>6</B> <SEP> =</I> <SEP> 4,91 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb>  rio <SEP> = <SEP> + <SEP> 446
<tb>  1E <SEP> = <SEP> 0,19
<tb>  r11= <SEP> + <SEP> 13,

  71
<tb>  <I>L7 <SEP> d7 <SEP> =</I> <SEP> 6,90 <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb>  r12 <SEP> = <SEP> - <SEP> 44,7
<tb>  <I>L8 <SEP> de <SEP> =</I> <SEP> 1,41 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,3 <SEP> SF <SEP> 10
<tb>  r13 <SEP> = <SEP> + <SEP> 16,1
<tb>  <B>17</B> <SEP> = <SEP> 9,48
<tb>  f1 <SEP> (Objektiv) <SEP> = <SEP> 100 <SEP> Einheiten.
<tb>  f2 <SEP> (Okular) <SEP> = <SEP> 12,5 <SEP> Einheiten.
<tb>  Brennweite <SEP> des <SEP> bildseitigen <SEP> Meniskus <SEP> <I>L3, <SEP> L4</I> <SEP> = <SEP> - <SEP> 70,7 <SEP> Einheiten.       Die Wirkungsweise der beschriebenen Massnah  men ergibt sich aus folgender theoretischer Betrach  tung: Wie in der Arbeit von H.

   Köhler  Ein Verfah  ren zur     Ermittlung    der gesamten Zerstreuungsfigur  optischer Systeme aus der     meridionalen        Durchrech-          nung    auf Grund der     Bildfehlertheorie    dritter Ord  nung  (Zeitschrift für     angew.    Mathematik und Me  chanik, 30, S. 226, 1950) hervorgeht, kann man in  guter Näherung die     sagittale    Winkelabweichung eines  in die     Sagittalebene    einfallenden Strahles auf der       Okularseite    in Graden angeben zu  
EMI0004.0011     
    wobei als Abkürzung gesetzt ist:

         k1   <I>=</I>     k1   <I>+</I> 0,0573<I>p'</I>     Dtv.   <I>(2)</I>       k2   <I>=</I>     k2    - 0,0573<I>p'</I>     Dte   <I>(3)</I>    In diesen Gleichungen bedeuten:

         k1    die Winkelabweichung in Graden eines in der       Meridianebene    mit der Höhe + p in das Ob  jektiv eintretenden     ausseraxialen    Strahles, der  die Austrittspupille mit der Austrittshöhe p'  verlässt gegenüber dem Hauptstrahl auf der  Augenseite,       k2    die entsprechende Winkelabweichung eines       Strahles,    der in das Objektiv mit der Höhe -p  eintritt,       D59    Kehrwert der     sagittalen    Abweichung auf der  Augenseite in Dioptrien,       Dt,    Kehrwert der     tangentialen    Abweichung auf der  Augenseite in Dioptrien.

        Der Ausdruck
EMI0005.0001  
   in Gleichung (1) stellt  den     Bildfehleranteil    infolge     sphärischer    Abweichung  schiefer Bündel dar, während -0,0573     p'        D,9    den       sagittalen        Bildfehleranteil    aus der     astigmatischen     Rechnung darstellt. Der Erfindungsgedanke besteht  nun darin, dem Glied
EMI0005.0009  
   eine solche Grösse und  Vorzeichen zu geben, dass es bei einem bestimmten  Bildwinkel das Glied -0,0573<I>p'</I>     Dse    kompensiert..

    Dies wird bei einem Okular nach     Fig.    4 bzw. 5 da  durch erreicht, dass dieses Okular mit einem sphä  risch überkorrigierten Objektiv kombiniert wird.  



  Folgende Zahlenangaben sollen diese Verhält  nisse veranschaulichen:  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1, welches  nach     Fig.    4 sphärisch     auskorrigiert    ist, erhält man  bei einer augenseitigen     Hauptstrahlneigung    von 24 :       k1    - + 0,018        k2    = +     0,270-          D,9    = + 1,73     Dptr.          Dtg    = + 0,92     Dptr.     



  p' = 1,76 Einheiten  Daraus folgt:
EMI0005.0023  
   = -0,033   0,0573     #        p'-        D69    _ + 0,173  (d sag)     x-    o = -0,206 .  



  Die sphärische Abweichung schiefer Bündel kom  pensiert also in diesem Falle die     sagittale    Abweichung  nicht, im Gegenteil, die sphärische Abweichung  schiefer Bündel liefert sogar einen kleinen Beitrag  des gleichen Vorzeichens.    Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    5, welches  nach     Fig.    8 um 0,270 Einheiten sphärisch über- s  korrigiert ist, ergibt     die    trigonometrische     Durchrech-          nung    demgegenüber folgende Werte:

         k1    = + 0,242  <B><I>k2</I></B> = -     0,085-          D,1    = + 1,83     Dptr.          Dtg    = 1,08     Dptr.     



  p' = 1,73     Einheiten.     Daraus folgt:
EMI0005.0041  
   = + 0,272   0,0573 p'     D5g    = + 0,182   (d sag)     x-    o = + 0,090 .  



  Die sphärische Abweichung schiefer Bündel hat  in diesem Falle also die     sagittale    Abweichung be  reits überkompensiert, was die kleine Ausdehnung  der Zerstreuungsfigur der     Fig.    6 bewirkt. Bei einer  nicht so starken     überkorrektion,    die einem
EMI0005.0047  
    von + 0,182  entspricht, würde völlige Kompensa  tion eintreten (d sag)     x-    o = 0), eine merkliche     Ver-          kleinerung    der Zerstreuungsfigur ergibt sich jedoch  auch bei noch geringerer sphärischer     überkorrektion     des Objektivs.

   In der     Praxis    wird man nun     eine     solche     überkorrektion    anwenden, die zwar eine  merkliche Verbesserung der Zerstreuungsfigur, je  doch noch keine sichtbare Bildverschlechterung in  der Bildmitte ergibt.  



  Ein drittes Beispiel ist in der nachfolgenden  Zahlentabelle     III    angegeben, das ein Objektiv mit  zwei durch     Luftabstand    getrennten Linsen in Kom  bination     mit        demselben    Okular wie in den vorher  gehenden Beispielen darstellt, wobei die     Fig.    9 die  Zerstreuungsfigur und die     Fig.    10, 11 und 12 die  sphärische Korrektur zeigen.

      
EMI0006.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 111</I>
<tb>  Optische <SEP> Daten <SEP> für <SEP> das <SEP> System <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 9, <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> Objektivbrennweite <SEP> von <SEP> 100 <SEP> Längeneinheiten.
<tb>  Linsen <SEP> Radien <SEP> Dicken <SEP> und <SEP> Abstände <SEP> nd <SEP> vd <SEP> Glasarten
<tb>  45,3
<tb>  <I>L1 <SEP> d1 <SEP> =</I> <SEP> 5,66 <SEP> 1,61720 <SEP> 54,0 <SEP> SSK <SEP> 1
<tb>  <B>r2</B> <SEP> = <SEP> - <SEP> 73,9
<tb>  11 <SEP> = <SEP> 5,45
<tb>  Y3 <SEP> = <SEP> - <SEP> <B>51,6</B>
<tb>  <I>L2 <SEP> d2 <SEP> = <SEP> 2,34</I> <SEP> 1,7174 <SEP> 29,5 <SEP> <I>SF <SEP> 1</I> <SEP> Objektiv
<tb>  r4 <SEP> = <SEP> CC
<tb>  12 <SEP> = <SEP> 24,0
<tb>  dg <SEP> = <SEP> 74,6 <SEP> 1,6200 <SEP> 36,3 <SEP> F <SEP> 2
<tb>  13 <SEP> = <SEP> 12,4
<tb>  14 <SEP> = <SEP> 5,4108
<tb>  r5 <SEP> = <SEP> - <SEP> 12,

  4126
<tb>  <I>L3 <SEP> d3 <SEP> =</I> <SEP> 1,5109 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,3 <SEP> SF <SEP> 10
<tb>  r6 <SEP> = <SEP> + <SEP> 41,5770
<tb>  <I>L4 <SEP> d4 <SEP> =</I> <SEP> 7,4599 <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb>  r7 <SEP> = <SEP> - <SEP> 16,5524
<tb>  15 <SEP> = <SEP> 0,0944
<tb>  r8 <SEP> = <SEP> + <SEP> 294,3437
<tb>  <I>L5 <SEP> d5 <SEP> =</I> <SEP> 4,9103 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb>  r9 <SEP> = <SEP> - <SEP> 26,2332 <SEP> Okular
<tb>  15 <SEP> = <SEP> 0,0944
<tb>  rio <SEP> = <SEP> + <SEP> 29,0142
<tb>  <I>L6 <SEP> d</I><B>6</B> <SEP> <I>=</I> <SEP> 4,9103 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb>  <B>j#11</B> <SEP> = <SEP> - <SEP> 129,6034
<tb>  17 <SEP> = <SEP> 0,0944
<tb>  r12 <SEP> = <SEP> + <SEP> 12,5921
<tb>  <I>L7 <SEP> d7 <SEP> =</I> <SEP> 6,5156 <SEP> 1,5891 <SEP> 61,

  2 <SEP> SK <SEP> 5
<tb>  r13 <SEP> = <SEP> o0
<tb>  L<B><I>8</I></B> <SEP> d8 <SEP> = <SEP> 1,4164 <SEP> 1,7552 <SEP> 27,5 <SEP> SF <SEP> 4
<tb>  r14 <SEP> = <SEP> + <SEP> 14,1284
<tb>  1a <SEP> = <SEP> 8,7819
<tb>  f1 <SEP> (Objektiv) <SEP> = <SEP> 100 <SEP> Einheiten.
<tb>  f2 <SEP> (Okular) <SEP> = <SEP> 12,5 <SEP> Einheiten.
<tb>  Brennweite <SEP> des <SEP> bildseitigen <SEP> Meniskus <SEP> L3, <SEP> <I>L4</I> <SEP> = <SEP> 79,1 <SEP> Einheiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Prismenfeldstecher mit sammelnden Okularen, die aus vier durch Luftabstände voneinander getrenn ten Gliedern bestehen, von denen sowohl das bild- seitige als auch das augenseitige aussenstehende Glied dicke Menisken sind, die ihren hohlen Seiten nach aussen kehren und je aus zwei miteinander verkitte ten Linsen entgegengesetzter Brechkraft bestehen, wobei die zerstreuenden Linsen die aussenstehenden sind, wobei ferner die Mittendicke jedes dieser Me nisken grösser als das 0,25fache der Okularbrenn- weite ist, dadurch gekennzeichnet,
    dass zwecks Er zielung einer besonders kurzen Baulänge und eines Gesichtsfeldes von mindestens 60 der Aussenradius des bildseitig angeordneten Meniskus weniger als das 1,15fache und der Aussenradius des augenseitig angeordneten Meniskus weniger als das 1,3fache der Okularbrennweite beträgt, und dass weiterhin Objek tive verwendet sind, bei denen der Quotient aus der dritten Potenz der Objektivbrennweite und der zwei ten Potenz der freien Öffnung kleiner als 1500 mm ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Prismenfeldstecher nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der sphärische Rand strahl des Objektivs gegenüber dem Paraxialstrahl eine sphärische LUberkorrektion von mehr als drei Tausendsteln der Objektivbrennweite aufweist. 2. Prismenfeldstecher nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Objektive aus einem sammelnden Vorderglied und einem zerstreuenden Hintergliede bestehen, die durch einen Luftabstand voneinander getrennt sind, der mindestens 3 /o der Brennweite des Objektivs beträgt.
    3. Prismenfeldstecher nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zerstreuende Hin terglied des Objektivs eine Linse mit einer Brechzahl grösser als 1,7 enthält. 4. Prismenfeldstecher nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei den Okularen die Einzelbrennweite des bildseitigen Meniskus grösser als das 5fache der Okularbrennweite ist. 5. Prismenfeldstecher nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennweite des bildseitigen Meniskus negatives Vorzeichen besitzt.
    6. Prismenfeldstecher nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechzahlen der sammelnden Linsen in den beiden verkitteten aussen stehenden Menisken der Okulare grösser als 1,6 und deren Abbesche Zahlen grösser als 55 sind, und dass zwischen den Menisken mindestens zwei Glieder stehen, die als sammelnde Einzellinsen mit Brech- zahlen ebenfalls grösser als 1,6 und Abbeseher Zahl grösser als 58 ausgeführt sind.
    7. Prismenfeldstecher nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius der Kitt- fläche im augenseitigen verkitteten Meniskus in den Grenzen von -1/15 bis +I/" der Okularbrennweite liegt.
    B. Prismenfeldstecher nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verringerung der chromatischen Vergrösserungsdifferenz die Prismen aus einem Glase bestehen, bei dem der Quotient EMI0007.0028 grösser als 0,0055 ist, wobei n', no und nd die Brechzahlen für die Fraunhoferschen Linien F, C und d bedeuten.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113504640A (zh) * 2021-06-02 2021-10-15 云南汉瑞光学仪器有限公司 一种低畸变双筒望远镜光学系统

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113504640A (zh) * 2021-06-02 2021-10-15 云南汉瑞光学仪器有限公司 一种低畸变双筒望远镜光学系统
CN113504640B (zh) * 2021-06-02 2022-08-05 云南汉瑞光学仪器有限公司 一种低畸变双筒望远镜光学系统

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