Prismenfeldstecher Die vorliegende Erfindung betrifft einen Prismen feldstecher mit sammelnden Okularen und bezweckt die Verkürzung der Baulänge und gleichzeitig die Er höhung des subjektiven Sehfeldes auf mindestens 60 und mehr. Bei den bisher bekannten Feldstechern ist die Baulänge durch die Brennweiten der Objektive und der Okulare stets auf ein Mindestmass beschränkt gewesen, wenn auf höchste Bildgüte Wert gelegt würde. So sind z. B. für die Objektive bei einer Ob jektivöffnung von 50 mm Objektivbrennweiten von etwa 180 mm, und bei Objektivöffnungen von 30 mm Brennweiten von etwa 120 mm angewendet worden.
Eine Verkürzung der Brennweiten, um eine Verkür zung der Baulänge des Feldstechers zu erzielen, schei terte offensichtlich daran, dass bisher auch keine Oku lare bekannt waren, die die Anwendung kurzer Brenn weiten gestatteten; denn eine Verkürzung der Objek- tivbrennweite f 1 bedeutet bei gleicher Fernrohrver- grösserung auch eine Verkürzung der Okularbrenn- weite <B>f.,</B> und das bedeutet eine stärkere Vergrösse rung der vorhandenen Restabbildungsfehler, die bei Unterschreitung der oben angegebenen Brennweiten bei den bisher bekannten und üblichen Okularen eine bedeutende Bildverschlechterung ergeben würden.
Wie eine trigonometrische Durchrechnung und die angestellten Versuche gezeigt haben, sind es be sonders diejenigen ausseraxialen Bildfehler, deren Achskoordinate vom Quadrat der Öffnung abhängt, die die Bildverschlechterung hervorrufen. Es sind dies im wesentlichen Fehler fünfter Ordnung, die bei Weitwinkelokularen eine grosse Rolle spielen (vgl. H.
Köhler und G. Pradel Eine neue Interpolations- methode zur Ermittlung der gesamten Zerstreuungs figur zentrierter optischer Systeme mit unendlich fernem Bild in der Z. angew. Math. Mech. 31, S. 47, 195l).
Bezeichnet man die Längsabweichung in der Bildebene, die durch einen solchen Fehler bei der Objektivbrennweite 1 m und dem Öffnungsverhältnis 1 hervorgerufen wird, mit<I>As"</I> und diejenige Abwei chung in Dioptrien am Objekt, die sich bei der Ob jektivbrennweite f1 und der Objektivöffnung D dar aus ergibt, mit d, dann gilt die Beziehung
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Es war bisher nicht gelungen, ein Okular mit einem Objektiv in Fernrohren oder Feldstechern bei ausreichender Bildgüte zu kombinieren, wobei der Quotient
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kleiner als 1900 mm ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Prismenfeldstecher mit sammelnden Okularen, die aus vier durch Luftabstände voneinander getrennten Gliedern bestehen, von denen sowohl das bildseitige als auch das augenseitige aussenstehende Glied dicke Menisken sind, die ihre hohlen Seiten nach aussen kehren und je aus zwei miteinander verkitteten Lin sen entgegengesetzter Brechkraft bestehen, wobei die zerstreuenden Linsen die aussenstehenden sind, wobei ferner die Mittendicke jeder dieser Menisken grösser als das 0,25fache der Okularbrennweite ist.
Die Er findung besteht in den Merkmalen, dass der Aussen radius des bildseitig angeordneten Meniskus weniger als das 1,15fache und der Aussenradius des augen- seitig angeordneten Meniskus weniger als das 1,3- fache der Okularbrennweite beträgt, und dass ferner Objektive verwendet sind, bei denen der Quotient aus der dritten Potenz der Objektivbrennweite und der zweiten Potenz der freien Öffnung kleiner als 1500 mm ist.
Ferner kann noch eine weitere Verbesserung in bezug auf die ausseraxiale Bildgüte erzielt werden, wenn die Objektive derart ausgebildet sind, dass deren sphärischer Randstrahl gegenüber dem Paraxialstrahl eine sphärische überkorrektion von mehr als drei Tausensteln der Objektivbrennweite aufweist.
Die Wirkung einer solchen Massnahme beruht auf folgenden überlegungen. Wie neuere Untersuchun gen gezeigt haben, ist für die Beurteilung der ausser axialen Bildgüte visueller Instrumente in erster Linie die Ausdehnung der Zerstreuungsfigur des aus dem Okular austretenden quasiparallelen Strahlen bündels massgebend (vgl. H. Köhler Zur objektiven Beurteilung der ausseraxialen Bildgüte optischer Instrumente für visuelle Beobachtung im Jenaer Jahrbuch 1951, Seite 69 ff., Verlag Gustav Fischer, Jena).
Nach den dort gewonnenen Erkenntnissen soll sich die Korrektion der entstehenden Bildfehler nicht nur auf die Verringerung der Aberration der in der Meridianebene verlaufenden Strahlen beschränken, sondern vor allem auch auf diejenigen der ausser axial verlaufenden Strahlen.
Am besten genügt für die Beurteilung der zu stellenden Forderungen die Darstellung der vollständigen Zerstreuungsfigur des von einem ausseraxialen Bildpunkt ausgehenden und aus dem Okular austretenden Strahlenbündels, indem man die Aberrationen als Winkelabweichun gen gegen den Hauptstrahl in einem rechtwinkeligen, zum Hauptstrahl senkrechten Koordinatensystem auf trägt, dessen Abszisse die sagittale Achse, und dessen Ordinate die meridionale Achse darstellt.
Die Verhältnisse seien an Hand der weiter unten näher beschriebenen Abbildungen erläutert, die drei Ausführungsbeispiele von gemäss der Erfindung er rechneten Prismenfeldstechern enthalten. Von diesen Abbildungen zeigen die Fig. 1, 5 und 9 die optischen Systeme selbst, während in den Fig. 2, 6 und 10 die zugehörigen Zerstreuungsfiguren bei einer augen- seitigen Hauptstrahlneigung von 24 mittels trigono metrischer Durchrechnung windschiefer Strahlen, in den Fig. 3,
7 und 11 die sphärische Korrektion des Objektives allein und in den Fig. 4, 8 und 12 die des zugehörigen gesamten optischen Systems darge stellt ist.
Bevor auf diese Verhältnisse näher eingegangen wird, seien noch einige vorteilhafte Bedingungen für die verwendeten Okulare beschrieben. Bei diesen wird zweckmässig die Brennweite des bildseitigen Meniskus grösser als das 5fache der Okularbrenn- weite gewählt. Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Brennweite des bildseitigen Meniskus negatives Vor zeichen besitzt.
Weiterhin werden die Brechzahlen der sammelnden Linsen in den beiden verkitteten aussenstehenden Menisken der Okulare zweckmässig grösser gewählt als 1,6 und ihre Abbeschen Zahlen grösser als 55, und weiter zwischen diesen Menisken mindestens zwei Glieder angeordnet, die als sam melnde Einzellinsen mit Brechzahlen ebenfalls grö sser als 1,6 und mit Abbescher Zahl grösser als 58 ausgeführt. Es ist dabei ebenfalls auch vorteilhaft, wenn man den Radius der Kittfläche im augenseitigen verkitteten Meniskus in den Grenzen von -",5 bis +?@ der Okularbrennweite wählt.
Für die Prismen selbst ist es zur Verringerung der chromatischen Vergrösserungsdifferenz zweck mässig, diese aus einem Glase herzustellen, bei dem der Quotient
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grösser ist als 0,0055, wobei ni" nc und % die Brechzahlen der Fraunhoferschen Linien F, C und d sind. Zu den Figuren sei folgendes ausgeführt.
Fig. 1 zeigt das erste Ausführungsbeispiel. Die optischen Daten dieses Systems (Radien, Linsen dicken, Luftabstände) sind bezogen auf eine Objek- tivbrennweite von 100 Längeneinheiten, sowie die Glasarten sind in der nachstehenden Zahlentabelle 1 wiedergegeben.
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<I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb> Optische <SEP> Daten <SEP> für <SEP> das <SEP> System <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 1, <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> Objektivbrennweite <SEP> von <SEP> 100 <SEP> Längeneinheiten.
<tb> Linsen <SEP> Radien <SEP> Dicken <SEP> und <SEP> Abstände <SEP> nd <SEP> vd <SEP> Glasarten
<tb> r1 <SEP> = <SEP> + <SEP> 61,2
<tb> <I>L1 <SEP> dl <SEP> =</I> <SEP> 6,88 <SEP> 1,5209 <SEP> 60,2 <SEP> ZK <SEP> 2
<tb> <I>r2 <SEP> = <SEP> -</I> <SEP> 39,6
<tb> <I>L.@ <SEP> d2 <SEP> =</I> <SEP> 3,68 <SEP> 1,6034 <SEP> 38,0 <SEP> F <SEP> 5
<tb> r3 <SEP> - <SEP> - <SEP> 162,8 <SEP> Objektiv
<tb> 1i <SEP> = <SEP> 28,3
<tb> Glasweg <SEP> <I>dg <SEP> =</I> <SEP> 71,6 <SEP> 1,5688 <SEP> 56,0 <SEP> <I>BaK <SEP> 4</I>
<tb> 12 <SEP> = <SEP> 24,8
<tb> <B>13</B> <SEP> = <SEP> 4,88
<tb> r4 <SEP> = <SEP> - <SEP> 10,
6
<tb> <I>L3 <SEP> d3 <SEP> =</I> <SEP> 1,51 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,3 <SEP> SF <SEP> 10
<tb> r5 <SEP> = <SEP> + <SEP> 74,7
<tb> <I>L4 <SEP> d4 <SEP> = <SEP> 7,74</I> <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb> r6 <SEP> = <SEP> - <SEP> 15,1
<tb> 14 <SEP> = <SEP> 0,19
<tb> r7 <SEP> = <SEP> + <SEP> 120,1
<tb> L5 <SEP> d5 <SEP> = <SEP> 5,28 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb> r$ <SEP> = <SEP> - <SEP> 31,0 <SEP> Okular
<tb> <B>1 <SEP> 5</B> <SEP> = <SEP> 0,19
<tb> r3 <SEP> = <SEP> + <SEP> 23,7
<tb> <I>LG <SEP> dr <SEP> =</I> <SEP> 4,91 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb> rio <SEP> = <SEP> + <SEP> 446
<tb> 1s <SEP> = <SEP> 0,19
<tb> rii <SEP> = <SEP> + <SEP> 13,71
<tb> <I>L7 <SEP> d7 <SEP> = <SEP> 6,90</I> <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb> r12 <SEP> = <SEP> - <SEP> 44,7
<tb> <I>L8 <SEP> d8 <SEP> =</I> <SEP> 1,41 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,
3 <SEP> <I>SF</I> <SEP> 10
<tb> r13 <SEP> = <SEP> + <SEP> 16,1
<tb> <B>1 <SEP> 7</B> <SEP> = <SEP> 9,48
<tb> f <SEP> i <SEP> (Objektiv) <SEP> = <SEP> 100 <SEP> Einheiten.
<tb> f2 <SEP> (Okular) <SEP> = <SEP> 12,5 <SEP> Einheiten.
<tb> Brennweite <SEP> des <SEP> bildseitigen <SEP> Meniskus <SEP> L3, <SEP> L4 <SEP> = <SEP> - <SEP> 70,7 <SEP> Einheiten. Es handelt sich bei diesem System um ein sol ches, bei dem die Randstrahlen des aus dem Okular austretenden nahezu achsparallelen Bündels weitest gehend geringe Winkelabweichungen gegenüber der Achse haben. Fig. 2 zeigt die Zerstreuungsfigur für dieses System.
Man erkennt aus dieser Fig. 2, dass durch die beschriebenen Massnahmen die sagittale Ausdehnung bereits geringer als die meisten der in der zuletztgenannten Arbeit von H. Köhler 1. c. ent haltenen Zerstreuungsfiguren ist. Ein Objektiv, dessen sphärischer Randstrahl gegenüber dem Paraxialstrahl eine sphärische über- korrektion von mehr als drei Tausendsteln der Ob jektivbrennweite aufweist, zusammen mit dem ge nannten Okular zu verwenden, ist im Beispiel II nach Fig. 5 verwirklicht.
Die Daten dieses Systems sind in der folgenden Zahlentabelle II wiedergegeben.
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<I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb> Optische <SEP> Daten. <SEP> für <SEP> das <SEP> sphärisch <SEP> überkorrigierte <SEP> System <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 5, <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> Objektivbrennweite
<tb> von <SEP> 100 <SEP> Längeneinheiten.
<tb> Linsen <SEP> Radien <SEP> Dicken <SEP> und <SEP> Abstände <SEP> nd <SEP> vd <SEP> Glasarten
<tb> r1 <SEP> = <SEP> + <SEP> 59,6
<tb> <I>L1 <SEP> dl <SEP> = <SEP> 6,90</I> <SEP> 1,5169 <SEP> 59,6 <SEP> ZK <SEP> 8
<tb> r2 <SEP> = <SEP> - <SEP> 38,0
<tb> <I>L2 <SEP> d2 <SEP> =</I> <SEP> 3,68 <SEP> 1,6034 <SEP> 38,0 <SEP> F <SEP> 5
<tb> r3 <SEP> = <SEP> - <SEP> 162,0
<tb> 1i <SEP> = <SEP> 28,3 <SEP> Objektiv
<tb> Glasweg <SEP> <I>dg <SEP> =</I> <SEP> 71,6 <SEP> 1,5688 <SEP> 56,
0 <SEP> <I>BaK <SEP> 4</I>
<tb> 12 <SEP> = <SEP> 25,0
<tb> <B>13</B> <SEP> = <SEP> 4,88 <SEP> _
<tb> r4 <SEP> = <SEP> - <SEP> 10,6
<tb> <I>L3 <SEP> d3 <SEP> =</I> <SEP> 1,51 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,3 <SEP> SF <SEP> 10
<tb> <I>r5 <SEP> = <SEP> + <SEP> 74,7</I>
<tb> <I>L4 <SEP> d4 <SEP> = <SEP> 7,74</I> <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb> r6 <SEP> = <SEP> - <SEP> 15,1
<tb> 14 <SEP> = <SEP> 0,19
<tb> r7 <SEP> = <SEP> + <SEP> 120,1
<tb> <I>L5 <SEP> d5 <SEP> =</I> <SEP> 5,28 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb> r$ <SEP> _ <SEP> - <SEP> 31,0 <SEP> Okular
<tb> <B>15</B> <SEP> = <SEP> 0,19
<tb> r3 <SEP> = <SEP> + <SEP> 23,7
<tb> <I>L</I><B>6</B> <SEP> <I>d<B>6</B> <SEP> =</I> <SEP> 4,91 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb> rio <SEP> = <SEP> + <SEP> 446
<tb> 1E <SEP> = <SEP> 0,19
<tb> r11= <SEP> + <SEP> 13,
71
<tb> <I>L7 <SEP> d7 <SEP> =</I> <SEP> 6,90 <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb> r12 <SEP> = <SEP> - <SEP> 44,7
<tb> <I>L8 <SEP> de <SEP> =</I> <SEP> 1,41 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,3 <SEP> SF <SEP> 10
<tb> r13 <SEP> = <SEP> + <SEP> 16,1
<tb> <B>17</B> <SEP> = <SEP> 9,48
<tb> f1 <SEP> (Objektiv) <SEP> = <SEP> 100 <SEP> Einheiten.
<tb> f2 <SEP> (Okular) <SEP> = <SEP> 12,5 <SEP> Einheiten.
<tb> Brennweite <SEP> des <SEP> bildseitigen <SEP> Meniskus <SEP> <I>L3, <SEP> L4</I> <SEP> = <SEP> - <SEP> 70,7 <SEP> Einheiten. Die Wirkungsweise der beschriebenen Massnah men ergibt sich aus folgender theoretischer Betrach tung: Wie in der Arbeit von H.
Köhler Ein Verfah ren zur Ermittlung der gesamten Zerstreuungsfigur optischer Systeme aus der meridionalen Durchrech- nung auf Grund der Bildfehlertheorie dritter Ord nung (Zeitschrift für angew. Mathematik und Me chanik, 30, S. 226, 1950) hervorgeht, kann man in guter Näherung die sagittale Winkelabweichung eines in die Sagittalebene einfallenden Strahles auf der Okularseite in Graden angeben zu
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wobei als Abkürzung gesetzt ist:
k1 <I>=</I> k1 <I>+</I> 0,0573<I>p'</I> Dtv. <I>(2)</I> k2 <I>=</I> k2 - 0,0573<I>p'</I> Dte <I>(3)</I> In diesen Gleichungen bedeuten:
k1 die Winkelabweichung in Graden eines in der Meridianebene mit der Höhe + p in das Ob jektiv eintretenden ausseraxialen Strahles, der die Austrittspupille mit der Austrittshöhe p' verlässt gegenüber dem Hauptstrahl auf der Augenseite, k2 die entsprechende Winkelabweichung eines Strahles, der in das Objektiv mit der Höhe -p eintritt, D59 Kehrwert der sagittalen Abweichung auf der Augenseite in Dioptrien, Dt, Kehrwert der tangentialen Abweichung auf der Augenseite in Dioptrien.
Der Ausdruck
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in Gleichung (1) stellt den Bildfehleranteil infolge sphärischer Abweichung schiefer Bündel dar, während -0,0573 p' D,9 den sagittalen Bildfehleranteil aus der astigmatischen Rechnung darstellt. Der Erfindungsgedanke besteht nun darin, dem Glied
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eine solche Grösse und Vorzeichen zu geben, dass es bei einem bestimmten Bildwinkel das Glied -0,0573<I>p'</I> Dse kompensiert..
Dies wird bei einem Okular nach Fig. 4 bzw. 5 da durch erreicht, dass dieses Okular mit einem sphä risch überkorrigierten Objektiv kombiniert wird.
Folgende Zahlenangaben sollen diese Verhält nisse veranschaulichen: Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, welches nach Fig. 4 sphärisch auskorrigiert ist, erhält man bei einer augenseitigen Hauptstrahlneigung von 24 : k1 - + 0,018 k2 = + 0,270- D,9 = + 1,73 Dptr. Dtg = + 0,92 Dptr.
p' = 1,76 Einheiten Daraus folgt:
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= -0,033 0,0573 # p'- D69 _ + 0,173 (d sag) x- o = -0,206 .
Die sphärische Abweichung schiefer Bündel kom pensiert also in diesem Falle die sagittale Abweichung nicht, im Gegenteil, die sphärische Abweichung schiefer Bündel liefert sogar einen kleinen Beitrag des gleichen Vorzeichens. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5, welches nach Fig. 8 um 0,270 Einheiten sphärisch über- s korrigiert ist, ergibt die trigonometrische Durchrech- nung demgegenüber folgende Werte:
k1 = + 0,242 <B><I>k2</I></B> = - 0,085- D,1 = + 1,83 Dptr. Dtg = 1,08 Dptr.
p' = 1,73 Einheiten. Daraus folgt:
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= + 0,272 0,0573 p' D5g = + 0,182 (d sag) x- o = + 0,090 .
Die sphärische Abweichung schiefer Bündel hat in diesem Falle also die sagittale Abweichung be reits überkompensiert, was die kleine Ausdehnung der Zerstreuungsfigur der Fig. 6 bewirkt. Bei einer nicht so starken überkorrektion, die einem
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von + 0,182 entspricht, würde völlige Kompensa tion eintreten (d sag) x- o = 0), eine merkliche Ver- kleinerung der Zerstreuungsfigur ergibt sich jedoch auch bei noch geringerer sphärischer überkorrektion des Objektivs.
In der Praxis wird man nun eine solche überkorrektion anwenden, die zwar eine merkliche Verbesserung der Zerstreuungsfigur, je doch noch keine sichtbare Bildverschlechterung in der Bildmitte ergibt.
Ein drittes Beispiel ist in der nachfolgenden Zahlentabelle III angegeben, das ein Objektiv mit zwei durch Luftabstand getrennten Linsen in Kom bination mit demselben Okular wie in den vorher gehenden Beispielen darstellt, wobei die Fig. 9 die Zerstreuungsfigur und die Fig. 10, 11 und 12 die sphärische Korrektur zeigen.
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<I>Tabelle <SEP> 111</I>
<tb> Optische <SEP> Daten <SEP> für <SEP> das <SEP> System <SEP> nach <SEP> Fig. <SEP> 9, <SEP> bezogen <SEP> auf <SEP> Objektivbrennweite <SEP> von <SEP> 100 <SEP> Längeneinheiten.
<tb> Linsen <SEP> Radien <SEP> Dicken <SEP> und <SEP> Abstände <SEP> nd <SEP> vd <SEP> Glasarten
<tb> 45,3
<tb> <I>L1 <SEP> d1 <SEP> =</I> <SEP> 5,66 <SEP> 1,61720 <SEP> 54,0 <SEP> SSK <SEP> 1
<tb> <B>r2</B> <SEP> = <SEP> - <SEP> 73,9
<tb> 11 <SEP> = <SEP> 5,45
<tb> Y3 <SEP> = <SEP> - <SEP> <B>51,6</B>
<tb> <I>L2 <SEP> d2 <SEP> = <SEP> 2,34</I> <SEP> 1,7174 <SEP> 29,5 <SEP> <I>SF <SEP> 1</I> <SEP> Objektiv
<tb> r4 <SEP> = <SEP> CC
<tb> 12 <SEP> = <SEP> 24,0
<tb> dg <SEP> = <SEP> 74,6 <SEP> 1,6200 <SEP> 36,3 <SEP> F <SEP> 2
<tb> 13 <SEP> = <SEP> 12,4
<tb> 14 <SEP> = <SEP> 5,4108
<tb> r5 <SEP> = <SEP> - <SEP> 12,
4126
<tb> <I>L3 <SEP> d3 <SEP> =</I> <SEP> 1,5109 <SEP> 1,7283 <SEP> 28,3 <SEP> SF <SEP> 10
<tb> r6 <SEP> = <SEP> + <SEP> 41,5770
<tb> <I>L4 <SEP> d4 <SEP> =</I> <SEP> 7,4599 <SEP> 1,6074 <SEP> 56,7 <SEP> SK <SEP> 2
<tb> r7 <SEP> = <SEP> - <SEP> 16,5524
<tb> 15 <SEP> = <SEP> 0,0944
<tb> r8 <SEP> = <SEP> + <SEP> 294,3437
<tb> <I>L5 <SEP> d5 <SEP> =</I> <SEP> 4,9103 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb> r9 <SEP> = <SEP> - <SEP> 26,2332 <SEP> Okular
<tb> 15 <SEP> = <SEP> 0,0944
<tb> rio <SEP> = <SEP> + <SEP> 29,0142
<tb> <I>L6 <SEP> d</I><B>6</B> <SEP> <I>=</I> <SEP> 4,9103 <SEP> 1,6204 <SEP> 60,3 <SEP> SK <SEP> 16
<tb> <B>j#11</B> <SEP> = <SEP> - <SEP> 129,6034
<tb> 17 <SEP> = <SEP> 0,0944
<tb> r12 <SEP> = <SEP> + <SEP> 12,5921
<tb> <I>L7 <SEP> d7 <SEP> =</I> <SEP> 6,5156 <SEP> 1,5891 <SEP> 61,
2 <SEP> SK <SEP> 5
<tb> r13 <SEP> = <SEP> o0
<tb> L<B><I>8</I></B> <SEP> d8 <SEP> = <SEP> 1,4164 <SEP> 1,7552 <SEP> 27,5 <SEP> SF <SEP> 4
<tb> r14 <SEP> = <SEP> + <SEP> 14,1284
<tb> 1a <SEP> = <SEP> 8,7819
<tb> f1 <SEP> (Objektiv) <SEP> = <SEP> 100 <SEP> Einheiten.
<tb> f2 <SEP> (Okular) <SEP> = <SEP> 12,5 <SEP> Einheiten.
<tb> Brennweite <SEP> des <SEP> bildseitigen <SEP> Meniskus <SEP> L3, <SEP> <I>L4</I> <SEP> = <SEP> 79,1 <SEP> Einheiten.