CH340343A - Verfahren zur Polykondensation von Diolestern aromatischer Dicarbonsäuren, insbesondere von solchen der Terephthalsäure - Google Patents
Verfahren zur Polykondensation von Diolestern aromatischer Dicarbonsäuren, insbesondere von solchen der TerephthalsäureInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Polykondensation von Diolestern aromatischer Dicarbonsäuren, insbesondere von solchen der Terephthalsäure Im Hauptpatent wird ein Verfahren zur Polykondensation von Diolestern aromatischer Dicarbon- säuren, insbesondere der Terephthalsäure, in Lösung beschrieben. Nach diesem Verfahren löst man die Diolester oder das Diolester-Gemisch aromatischer Dicarbonsäuren in bestimmten organischen Lösungsmitteln auf und führt die Polykondensation in diesen Lösungsmitteln durch. Als geeignet haben sich Lösungsmittel erwiesen, die zwei cyclische Kerne besitzen, welche entweder direkt oder durch O-, CO-, (CH.)" -Gruppen (n = 1-4) verbunden sind und/ oder teilweise oder ganz hydriert sein können. Auch können die cyclischen Kerne Substituenten, wie CH. -1 CH30-, C.H5 , C2H50-, C.H7 , C.H70-, enthalten. Sie sollen jedoch anderseits im Molekül keine OH-, NH2 , NO-, CN- oder COOH-Gruppen als Substituenten enthalten. Weiterhin sollen diese Lösungsmittel Siedepunkte von über 180 C haben und mit dem bei der Kondensationsreaktion abgespaltenen Diol eine azeotrope Mischung, die fortlaufend aus dem Reaktionsbereich entfernt werden kann, bilden. Diese Lösungsmittel lösen sowohl die monomeren Diolester als auch die gebildeten Polykondensate. Als Beispiele hierfür seien genannt: Methylnaphthalin, Diphenyl, Diphenyloxyd, Di- phenylmethan und ähnliche Verbindungen sowie deren Gemische untereinander. Bei der bisher üblichen Polykondensation von Äthylenglykolestern der Terephthalsäure in der Schmelze werden Temperaturen bis zu 280 C benötigt. Bei diesen Temperaturen treten Schädigungen des Polykondensats ein, so z. B. durch Bildung von Ätherbrücken bzw. durch Verkrackungen. Als Folge zeigt sich eine Vergilbung des Polykondensats. Das Verfahren des Hauptpatentes bedeutet gegen- über diesen bekannten Verfahren eine erhebliche Verbesserung, da es eine Polykondensation bei niedrigeren Temperaturen gestattet, nämlich bei Temperaturen in der Nähe des Siedebereiches des jeweiligen Lösungsmittels. Verwendet man z. B. a-Methylnaphthalin als Lösungsmittel, so beträgt die Kondensationstemperatur, welche am Ende der Reaktion zur Entfernung der letzten Spuren des Glykols aus einer etwa 50 Gewichtsprozent Poly- äthylenterephthalat enthaltenden Lösung angewendet werden muss, etwa 260 C. Es wurde nun gefunden, dass man die Polykondensation von Diolestern aromatischer Dicarbon- säuren unter noch günstigeren Bedingungen durchführen kann, wenn man die Reaktion in einem Gemisch von wenigstens einem Lösungs- und einem Nichtlösungsmittel für den monomeren Diolester und das Polymerisat vornimmt, wobei das Nichtlösungsmittel einen Siedepunkt von unter 250 C hat und mit dem abgespaltenen Diol als unterhalb 250 C siedendes azeotropes Gemisch abdestilliert. Als Nichtlösungsmittel eignen sich Paraffinkohlenwasser- stoffe, die einen Siedebereich von 140 bis 240 C aufweisen, Benzinfraktionen mit einem Siedebereich von 140 bis 225 C, vorzugsweise 180 bis 220 C" sowie Xylol. Zweckmässig wählt man Nichtlösungsmittel, deren Siedepunkt möglichst weit unterhalb dem des Lösungsmittels liegt und stimmt die Mengenverhältnisse beider so ab, dass unter 250 C, vorzugsweise in einem Temperaturbereich von 200 bis 240 C, gearbeitet werden kann. Anderseits ist darauf zu achten, dass der Zusatz an Nichtlösungsmitteln nicht so gross ist, dass eine Ausfällung der Polyester bzw. ihrer Ausgangsprodukte bei der Reaktionstemperatur bewirkt wird. Die Mitverwendung eines Nichtlösungsmittels erlaubt ein Arbeiten bei niedrigeren Temperaturen, <Desc/Clms Page number 2> als ein reines Lösungsmittel sie ermöglicht. Wenn die Siedepunkte des Lösungsmittels und des Nichtlösungsmittels genügend verschieden gelöscht werden und das Nichtlösungsmittel mit dem Lösungsmittel selbst nicht azeotrop übergeht, so ist eine leichte Abtrennung des Nichtlösungsmittels nach beendigter Polykondensation möglich. Beim Arbeiten nach den Angaben in der Hauptpatentschrift müssen grosse Mengen der relativ kostspieligen Lösungsmittel eingesetzt werden, um das Glykol als Azeotrop laufend zu entfernen. Die Lösungsmittel müssen für eine Wiederverwendung sorgfältig gereinigt werden. Bei Mitverwendung der Nichtlösungsmittel fallen diese bei Beendigung der Kondensation mit einem so hohen Reinheitsgrad an, dass sie direkt wiederverwendet werden können. Die zwischengeschaltete Reinigung entfällt hierbei. Die Begrenzung des Siedepunktes der Lösungs- mittel/Nichtlösungsmittel-Gemische nach unten ist durch die bei fallender Temperatur abnehmende Reaktionsgeschwindigkeit der Polykondensation vorgeschrieben. Die Reaktionstemperatur sollte deshalb immer noch so hoch liegen, dass die Polykondensation mit einer für betriebliche Verhältnisse tragbaren Geschwindigkeit abläuft. Im allgemeinen dürfte es sich deshalb empfehlen, dafür Sorge zu tragen, dass die Reaktionstemperatur nicht unter 180 C liegt. Das Verfahren ist nicht auf die Herstellung von Diolestern der Terephthalsäure beschränkt, sondern kann generell auf die Polykondensation von Diol- estern anderer aromatischer Carbonsäuren angewendet werden. Beispiel Eine Mischung aus 124 g Terephthalsäureglykol- ester, 90 g Methylnaphthalin und 70 g Xylol sowie 0,1 g Bleiacetat als Katalysator werden in einem Gefäss, welches mit einem einfachen Destillieraufsatz versehen ist, zum Sieden erhitzt. Die Kondensationstemperatur beträgt 208 bis 210 C. Das abdestillierende, azeotrope Gemisch aus Xylol und Glykol wird vom Glykol befreit, so dass das Xylol direkt in die heisse Lösung zurückgeleitet werden kann. Nach Beendigung der Reaktion wird das erkaltete Reaktionsprodukt nach dem Zerkleinern mit einem niedrigsiedenden Lösungsmittel, z. B. Aceton, extrahiert. Das erhaltene, farblose Poly- äthylenterephthalat zeigt einen Schmelzpunkt von 247,5 bis 2491> C.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Polykondensation von Diolestern aromatischer Dicarbonsäuren, insbesondere von solchen der Terephthalsäure, dadurch gekennzeichnet, dass in Gemischen von wenigstens einem Lö- sungs- und einem Nichtlösungsmittel für den monomeren Diolester und das Polymerisat, wobei das Nichtlösungsmittel einen Siedepunkt von unter 250 C hat und mit dem abgespaltenen Diol als unterhalb 250 C siedendes azeotropes Gemisch übergeht, polykondensiert wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als azeotropbildende Nichtlösungsmittel Paraffinkohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich von 140 bis 240 C, Benzinfraktionen mit einem Siedebereich von 140 bis 225 C oder Xylol verwendet werden. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Benzinfraktion mit einem Siedebereich von 180 bis 220 C verwendet wird.
Applications Claiming Priority (2)
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| DE340343X | 1952-12-24 | ||
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2429200A1 (de) * | 1973-06-18 | 1975-01-16 | Ici Ltd | Verfahren zur herstellung von polymerdispersionen |
| WO1995024435A1 (en) * | 1994-03-11 | 1995-09-14 | E.I. Du Pont De Nemours And Company | Process for producing polyesters |
-
1953
- 1953-12-05 CH CH340343D patent/CH340343A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2429200A1 (de) * | 1973-06-18 | 1975-01-16 | Ici Ltd | Verfahren zur herstellung von polymerdispersionen |
| WO1995024435A1 (en) * | 1994-03-11 | 1995-09-14 | E.I. Du Pont De Nemours And Company | Process for producing polyesters |
| US5602199A (en) * | 1994-03-11 | 1997-02-11 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Process for producing polyesters |
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