CH340509A - Verfahren zur Herstellung synthetischer Tuberkulose-Bekämpfungsmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung synthetischer Tuberkulose-Bekämpfungsmittel

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CH340509A
CH340509A CH340509DA CH340509A CH 340509 A CH340509 A CH 340509A CH 340509D A CH340509D A CH 340509DA CH 340509 A CH340509 A CH 340509A
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thiazolidine
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tuberculosis
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Camerino Bruno
Patelli Bianca
Vercellone Alberto
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Farmaceutici Italia
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D211/00Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
    • C07D211/04Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D211/68Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D211/72Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms, with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D211/78Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen

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Description


  Verfahren zur Herstellung     synthetischer        Tuberkulose-Bekämpfungsmittel       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die  Herstellung von therapeutisch aktiven Substanzen,  insbesondere von solchen mit ausgesprochener Wirk  samkeit gegenüber     Tuberkulosebakterien.     



  Bekanntlich lässt sich z. B. in     Gärungsmitteln    ein  Mangel an Biotip, der die Entwicklung derselben  begünstigt, durch Zusatz von Eiweiss zum Nährboden  hervorrufen. R. J.     Wfliams    hat (1940-1942) nach  gewiesen, dass dies durch einen     proteinischen    Bestand  teil bewirkt wird, der von ihm als      Avidin     bezeich  net wurde, um damit die     Begierigkeit        (Avidität)    zu  kennzeichnen, mit welcher sich diese Substanz mit  dem Biotip unter Bildung eines inaktiven Komplexes  verbindet.  



  Weiterhin ist bekannt, dass die Biosynthese des  Biotips (z. B. durch     Aspergillus    Niger) durch Zusatz  von     Pimelinsäure    zum Nährboden ausserordentlich  begünstigt wird, unter weiterer Steigerung der Wir  kung durch Zusatz von     Cystein    oder     Cystin.     



  Es zeigte sich nun, dass     Hydrazide    von gewissen  Säuren mit einem     heterocyclischen    Kern mit 5 oder  6     Kohlenstoffatomen,    die N und     gegebenenfalls    S  enthalten, sich wie     Antimetabolite    des Biotips ver  halten (welch letzteres der wichtigste     Metabolit    des       Tuberkulosebazillus    ist), sich dem Wachstum des       Mykobakteriums    entgegensetzen und antagonistisch  zur     Pimelinsäure    sowie zum     Cystein    wirken.  



  Die genannten Verbindungen lassen sich durch  die Formel       R,-(CH,)"        CO-NH        NH2     kennzeichnen; darin bedeuten:  
EMI0001.0027     
  
EMI0001.0028     
    wobei R2 H,     -n-C3H7    oder     -C"HS    darstellt und  n - 0, 3, 4 oder 5.  



  Alle diese Verbindungen wirken in der enzymati  schen Synthese des     Biotips    als     Antimetabolite    der       Pimelinsäure    und des     Cysteins.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung  der genannten     antituberkular    wirkenden Produkte ist  dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung  der Formel       R3        OOC-(CH2)R        R1,     worin     R3   <B>-CH,</B> oder     -C2        H5    darstellt, mit     Hydrazin     umsetzt. Die     Reaktion    wird vorzugsweise in alkoho  lischer Lösung und unter Erwärmen durchgeführt.

    <I>Beispiele</I>  <I>1.</I>     3-Acetyl-4-carbonsäurehydrazid-thiazolidin     
EMI0001.0045     
    Zur Herstellung des Ausgangsmaterials     werden     13g     4-Carbonsäure-methylester-thiazolidin    mit 40      Kubikzentimeter Wasser auf 90      erwärmt,    und mit  gleichzeitigem Durchrühren werden im Laufe von  20 Minuten 40     cm3        Essigsäureanhydrid        zugesetzt.     Das Gemisch wird bei 90  gehalten und noch 40 Mi  nuten lang gerührt. Sodann wird das Lösungsmittel  unter     Vakuum    vertrieben und der Rückstand bei  Unterdruck destilliert.

   Es werden auf diese Weise  12,4 g des     3-Acetyl-4-carbonsäure-methylester-thia-          zolidins    erhalten. Schmelzpunkt     152 /0,5mm    Druck.  



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens werden 2 g dieser letzteren Verbindung im       Rückflusskühler        1@    Stunde lang mit 20     cm3        Athanol     und 1,2     cm3        Hydrazinhydrat    erhitzt. Nach Umkristal  lisation aus     Athanol    wird 1 g     3-Acetyl-4-carbonsäure-          hydrazid-thiazolidin,    Schmelzpunkt l35-136 , er  halten.  



  <I>2.</I>     1-Dioxo-3-acetyl-4-carbonsäurehydr-azid-thia-          zolidin     
EMI0002.0020     
    Der Ausgangsstoff wird wie folgt hergestellt:  12,2 g     3-Acetyl-4-carbonsäuremethylester-thiazolidin     werden in 300     em3    Eisessig gelöst und nach Zugabe  von 22,5     cm3        3011/oigem    Wasserstoffsuperoxyd 16  Tage bei Zimmertemperatur reagieren gelassen.

   2,5 g  des nach Verjagen des Lösungsmittels verbliebenen  Rückstandes werden bei     Unterdruck        destilliert.    Es  werden auf diese Weise 1,3 g     1-Dioxo-3-acetyl-4-          carbonsäure-methylester-thiazolidin,    Schmelzpunkt  170-172 /0,5 mm Druck, erhalten. Zur Durchfüh  rung des     erfindungsgemässen    Verfahrens werden 1,3 g  dieser letzteren Verbindung 1/2 Stunde im     Rückfluss-          kühler    mit 20     cm3    Äthanol und 1     cm3        Hydrazin-          hydrat    erhitzt.

   Man erhält so 1 g     1-Dioxo-3-acetyl-          4-carbonsäurehydrazid-thiazolidin,    Schmelzpunkt 183  bis 184 .  



  <I>3.</I>     L-2-n-Propyl-3-acetyl-4-carbonsäurehydrazid-          thiazolidirz     
EMI0002.0040     
    Zur Herstellung des Ausgangsmaterials werden  28,5 g     2-Propyl-4-carbonsäure-thiazolidin    11/2 Stun  den im     Rückflusskühler    mit 200     cm3    mit     HCl    gesät  tigtem Methanol erhitzt. Nach dem     Abkühlen    und  Zugabe von Äther scheiden sich 15,2 g des     Chlor-          hydrates    des     2-Propyl-4-carbonsäuremethylester-thia-          zolidins,    Schmelzpunkt 145-147 , ab.

      14 g dieses Chlorhydrates liefern, nach Neutrali  sation mit     Kaliumcarbonat    und     Extrahierung    mittels  Äther, durch Destillation 10,5 g     2-Propyl-4-carbon-          säuremethylester-thiazolidin,    Schmelzpunkt 113 bis  115 /1,5 mm Druck.  



  5 g der letztgenannten Verbindung werden mit  12 cm-"     H2S04    auf 90  gebracht. Unter Umrühren  werden innerhalb 20 Minuten 12     cm3    Essigsäure  anhydrid zugesetzt. Das Gemisch wird wieder auf  90  gebracht und weitere 40 Minuten durchgerührt,  worauf das Lösungsmittel unter Vakuum     abdestilliert     wird. Der Rückstand wird dann bei Unterdruck ab  destilliert und liefert 4,7 g     2-Propyl-3-acetyl-4-car-          bonsäuremethylester-thiazolidin,    Schmelzpunkt 139 /  0,4 mm Druck.  



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens werden 4,7 g dieser Verbindung im Rück  flusskühler 1 Stunde lang mit 10     cm3    Äthanol und  2,4     cm3        Hydrazinhydrat    erhitzt. Nach Umkristallisa  tion aus. Äthanol erhält man 2,55 g     2-Propyl-3-ace-          tyl-4-carbonsäurehydrazid-thiazolidin,    Schmelzpunkt  128-130 .  



  <I>4.</I>     L-2-Phenyl-3-acetyl-4-carbonsäurehydrazid-          thiazolidin     
EMI0002.0066     
    Zur Herstellung des Ausgangsstoffes werden 20 g       2-Phenyl-4-carbonsäure-thiazolidin    im     Rückflussküh-          ler    während einer Stunde mit 150     cm3    mit     HCl    ge  sättigtem     Methanol    erhitzt. Nach Vertreibung des  Lösungsmittels     neutralisiert    man mit     Kaliumcarbonat     und     extrahiert    mit Äther.

   Nach Vertreibung des  Äthers werden durch Destillation 7 g     2-Phenyl-4-car-          bonsäuremethylester-thiazolidin    erhalten. Schmelz  punkt l54 /1,5 mm Druck.  



  5 g     2-Phenyl-4-carbonsäuremethylester-thiazoli-          din    werden mittels     Essigsäureanhydrid    und     Pyridin          acetyliert,    indem das Gemisch über Nacht reagieren  gelassen wird. Nach     Vertreibung    des Lösungsmittels  durch Destillation wird Äther hinzugefügt, wodurch  ein Niederschlag des     2-Phenyl-3-acetyl-4-carbon-          säuremethylester-thiazolidins    mit Schmelzpunkt 110  bis 1l2  erhalten wird. Dieser Niederschlag beträgt  4,350 g.  



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens werden 2,7 g dieser Verbindung im Rück  flusskühler mit 2     cm3        Hydrazinhydrat    4 Stunden lang  erhitzt. Nach     Vertreibung    des     Hydrazinhydrat-über-          schusses    unter Vakuum wird der Rückstand mit       Athanol    aufgenommen, wodurch sich 0,45 g     2-Phe-          nyl-3-acetyl-4-carbonsäurehydrazid-thiazolidin,        Smp.     171-172 , abscheiden.

        <I>5.</I>     Hydrazid   <I>der</I>     2-Piperidon-6-carbonsäure     
EMI0003.0003     
    2,8 g     2-Piperidon-6-carbonsäureäthylester    werden  2 Stunden im     Rückflusskühler    mit 10     cm3    Äthanol  und 2,8     cm3        Hydrazinhydrat    erhitzt. Durch Umkri  stallisation aus Äthanol werden 1,8 g     2-Piperidon-6-          carbonsäurehydrazin,    Schmelzpunkt 133-134 , er  halten.  



  <I>6.</I>     Hydrazid   <I>der</I>     y-(2-Hydrazinocarbonyl-indolyl-          3)-buttersäure     
EMI0003.0014     
    2 g     Äthyl-;--(2-hydrazinocarbonyl-indolyl-3)-bu-          tyrat    werden im     Rückflusskühler    während 3 Stunden  mit 5     cm3    Äthanol und 2     cm3        Hydrazinhydrat    er  hitzt. Durch Umkristallisation aus Äthanol werden  0,5 g     y-(2-Hydrazinocarbonyl-indolyl-3)-buttersäure-          hydrazid,    Schmelzpunkt 196-198 , erhalten.  



  <I>7.</I>     4-Carbonsäurehydrazid-imidazolon-(2)     
EMI0003.0024     
    7 g     4-Carbonsäureäthylester-imidazolon-(2)    wer  den 4 Stunden lang im     Rückflusskühler    mit 10     cm3          Hydrazinhydrat    und 200     cm3    Äthanol erhitzt. Das  Lösungsmittel wird     abdestilliert.    Nach Umkristallisa  tion aus Wasser werden 3,3 g     4-Carbonsäurehydrazid-          imidazolon-(2),    Schmelzpunkt 268  (mit Sublimation),  erhalten.  



  <I>B.</I>     2-Oxo-4-capronsäurehydrazid-imidazolidin     
EMI0003.0034     
    4,5 g     2-Oxo-4-capronsäuremethylester-imidazoli-          din    werden während 1 Stunde bei 100  mit 1,15     cm3          Hydrazinhydrat    reagieren gelassen. Das Reaktions  gemisch wird unter Vakuum zur Trockne einge  dampft und mit absolutem     Alkohol    aufgenommen.  Es werden auf diese Weise 3 g des erwähnten     Hy-          drazids,    Schmelzpunkt 143-145 , erhalten.

      <I>9.</I>     Hydrazid   <I>der</I>     2,3-Dihydro-2-oxo-4-imidazol-          valeriansäure     
EMI0003.0045     
    Aus dem entsprechenden     Methylester    wird durch  Erhitzen mit     Hydrazinhydrat    das     2,3-Dihydro-2-oxo-          4-imidazol-valeriansäurehydrazid,        Schmelzpunkt    177  bis 179 , erhalten.  



  10.     2-Oxo-4-valeriansäurehydrazid-imidazolidin     
EMI0003.0052     
    Das Herstellungsverfahren ist das gleiche wie für  Beispiel 9. Schmelzpunkt l79-181 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von antituberkular wirkenden Hydraziden, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Ester der Formel R,- OOC-(CH2)ri R1 worin R1 EMI0003.0059 wobei R2 -H, -n-C"H- oder -C,H, darstellt, R3 -CH3 oder -C,H5 und n = 0, 3, 4 oder 5 be deuten, mit Hydrazin umsetzt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reaktion in alkoholischer Lösung und unter Erwärmen vornimmt.
CH340509D 1954-07-16 1955-07-01 Verfahren zur Herstellung synthetischer Tuberkulose-Bekämpfungsmittel CH340509A (de)

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