CH340827A - Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-4-amino-5-acetaminomethyl-pyrimidin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-4-amino-5-acetaminomethyl-pyrimidin

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CH340827A
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Takamizawa Akira
Ikawa Kenji
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Shionogi & Co
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  Verfahren zur Herstellung von     2-Methyl-4-amino-5-acetaminomethyl-pyrimidin       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von     2-Methyl-4-amino-5-acet-          aminomethyl-pyrimidin,    welches als Zwischenpro  dukt für die Herstellung von Arzneimitteln verwend  bar ist.  



  Wir haben bereits     früher    ein Verfahren zur indu  striellen Herstellung der genannten Verbindung ge  funden und einen vorteilhaften Weg für die Synthese  von Vitamin     B1    gezeigt. Gemäss jenem     Verfahren     wird     a-Alkoxymethylen-/3-alkoxy-propionitril    mit       Acetamidin    oder mit einem     Acetamidoäther    mit Am  moniak zur Reaktion gebracht, wobei     2-Methyl-4-          amino-5-acetaminomethyl-pyrimidin    entsteht.  



  Inzwischen im Zusammenhang mit diesem Ver  fahren angestellte Untersuchungen zeigten, dass     2-Me-          thyl-4-amino-5-acetaminomethyl-pyrimidin    in guter  Ausbeute auch bei Verwendung von     a-Dialkoxy-          methyl-/3-alkoxy-propionitril    als Ausgangsmaterial  entsteht.

   Dieses     a-Dialkoxymethyl-ss-alkoxy-propio-          nitril    ist eine neue Verbindung, welche durch Reak  tion von     a-Alkoxymethylen-ss-alkoxy-propionitril    mit  Alkoholen in Gegenwart eines alkalischen oder sau  ren Stoffes, oder von     a-Oxymethylen-ss-alkoxy-propio-          nitril    mit Alkoholen in Gegenwart einer Mineralsäure  hergestellt werden kann.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist somit ein  Verfahren zur Herstellung von     2-Methyl-4-amino-5-          acetamino-methyl-pyrimidin,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man ein     a,ss-disubstituiertes          Propionitril    der Formel  
EMI0001.0025     
    worin R, R' und R"     Alkyl-    oder     Aralkylgruppen    sind,  mit     Acetamidin    oder mit einem     Acetamidoäther    und  Ammoniak zur Reaktion bringt und das Reaktions  produkt     hydrolysiert.     



  Die erfindungsgemässe Reaktion kann unter ver  schiedenartigen Bedingungen, in Gegenwart oder Ab  wesenheit inaktiver Medien wie Alkoholen oder Ge  mischen von Alkoholen     mit    Benzol,     Toluol    oder     Pe-          troläther    usw.     ausgeführt    werden.  



  Zur Beschleunigung der Alkoholabspaltung kann  ein Kondensationsmittel verwendet werden, indessen  verläuft die Reaktion unabhängig davon, ob ein Kon  densationsmittel zur Anwendung gelangt oder nicht.  



  Vermutlich verläuft die erfindungsgemässe Reak  tion nach folgendem Schema:  
EMI0001.0036     
    
EMI0002.0001     
    Darin sind R, R' und R"     Alkyl-    oder     Aralkyl-          gruppen.     



  <I>Beispiel 1</I>  Aus 2,3 g metallischem Natrium und 25     cm3     Methanol wird eine     Natriummethylatlösung    bereitet,  zu welcher 11 g     Acetamidinhydrochlorid    gegeben  werden, worauf man während 1 Stunde rührt.

   Dann  werden 10 g     a-Diäthoxymethyl-ss-äthoxy-propionitril     (eine neue Verbindung, welche bei 104  C/5 mm     Hg     siedet, und durch Reaktion von     a-Athoxy-methylen-          ,-äthoxy-propionitril    mit Äthanol in Gegenwart einer  alkalischen oder sauren Substanz, oder durch Reak  tion von     a-Oxymethylen-ss-äthoxy-propionitril    mit  Äthanol in Gegenwart einer Mineralsäure hergestellt  wurde) zugegeben und die Lösung während 4 Stun  den bei     6011    C gerührt. Nach dem Abkühlen der Lö  sung     kristallisiert        Natriumchlorid    aus, welches weg  filtriert wird.

   Aus dem Filtrat wird das Lösungsmit  tel     abdestilliert.    Der Rückstand wird auf dem Was  serbad mit 20     em3    Wasser während 2 Stunden erhitzt.  Das noch heisse Gemisch wird filtriert. Beim spon  tanen Abkühlen des Filtrates     kristallisiert    das Halb  hydrat von     2-Methyl    - 4 -     amino    - 5 - acetaminomethyl-         pyrimidin        aus.        Die        Mutterlauge        wird        mit        50%iger          Natriumhydroxydlösung        ausgesalzen,

      wobei eine wei  tere kleine Menge des obigen Produktes anfällt. Aus  beute: 6,8 g. Das genannte Halbhydrat schmilzt bei       204-205     C.  



  <I>Beispiel 2</I>  Durch Behandeln von 16 g     a-Dibenzyloxymethyl-          ss-äthoxy-propionitril    (einer neuen Verbindung, wel  che bei 190  C/1 mm     Hg    oder darunter siedet, her  stellbar durch Reaktion von     a-Benzyloxymethylen-          ss-äthoxy-propionitril    mit     Benzylalkohol    in Gegen  wart einer alkalischen oder sauren Substanz) mit  11g     Acetamidinhydrochlorid    wie in Beispiel 1 er  hält man 7,0 g     2-Methyl-4-amino-5-acetaminomethyl-          pyrimidin.     



  <I>Beispiel 3</I>  Aus 2,3 g metallischem Natrium und 30     ein-          Methanol    wird eine     Natriumrnethylatlösung    bereitet,  zu welcher 13g     Acetimidomethylätherhydrochlorid     gegeben werden, worauf man während 1 Stunde rührt.  Dann werden 10 g     a-Diäthoxymethyl-ss-Äthoxypro-          pionitril    zugegeben. Nach Stehenlassen über Nacht  werden 2,5g Ammoniak in das Gemisch geleitet,  welches dann während 4 Stunden bei 60  C gerührt  wird. Das Reaktionsgemisch wird weiterhin behan  delt wie in Beispiel 1, wobei 6,0 g     2-Methyl-4-amino-          5-acetaminomethyl-pyrimidin    anfallen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-4-amino- 5-acetaminomethyl-pyrimidin, dadurch gekennzeich net, dass man ein a,ss-disubstituiertes Propionitril der Formel EMI0002.0052 worin R, R' und R" Alkyl- oder Aralkylgruppen sind, mit Acetamidin oder mit einem Acetamidoäther und Ammoniak zur Reaktion bringt und das Reaktions produkt hydrolysiert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens eines der Glieder R, R' und R" ein niedriger aliphatischer Alkylrest ist. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass R, R' und R" Äthylgruppen sind. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens eines der Glieder R, R' und R" eine Aralkylgruppe mit niedrigem Alky- len ist. 4. Verfahren nach Unteransprüchen 1 und 3. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass R eine Athylengruppe, R' und R" Benzylgruppen sind.
CH340827D 1954-09-01 1955-08-26 Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-4-amino-5-acetaminomethyl-pyrimidin CH340827A (de)

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