CH340939A - Verfahren und Apparatur zur selbsttätigen kontinuierlichen Kontrolle von Verbrennungsvorgängen - Google Patents

Verfahren und Apparatur zur selbsttätigen kontinuierlichen Kontrolle von Verbrennungsvorgängen

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CH340939A
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CH
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gas
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combustion
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gases
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English (en)
Inventor
Georgij Prof Held
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Ckd Dukla Narodni Podnik
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N5/00—Systems for controlling combustion
    • F23N5/003—Systems for controlling combustion using detectors sensitive to combustion gas properties

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren und Apparatur zur selbsttätigen    kontinuierlichen   Kontrolle von    Verbrennungsvorgängen   Zur Erzielung einer möglichst wirtschaftlichen Wärmeausnutzung in Dampfkesseln, Industrieöfen,    Brennkraftmaschinen   usw. ist es unerlässlich, die Möglichkeit einer- schnellen und ununterbrochenen Kontrolle der Verbrennung zu schaffen.

   Zu diesem Zwecke genügt es nicht, den CO-,    Hz   und    CH4   Gehalt der Rauchgase zu messen, wie dies bei den bekannten automatischen    Gasanalysa-      toren   der Fall ist, da in den abgehenden Rauchgasen in der Regel noch eine beträchtliche Menge schwerer    Kohlenwasserstoffe   von hohem Heizwert enthalten sind, was einen bedeutenden Verlust in der Wärmebilanz bedeutet. Die angeführten    Rauchgasprüfer   sind    nämlich   nicht fähig, den Wärmeverlust nachzuweisen, der in diesen    Verbindungen   enthalten ist.

   Diese    Rauchgasanalysatoren   sind in allen Fällen auf eine bestimmte Gasart ausgerichtet, zum Beispiel auf    C02,   Co,    H.",      0z,   während die übrigen wichtigen Elemente oder Verbindungen vom Gerät nicht aufgezeichnet werden. Die Mehrzahl der angeführten Geräte arbeitet nicht kontinuierlich und oft mit einer Verzögerung der    Anzeigung   von mehreren Minuten, was    ihre   Verwendung für Regelzwecke ausschliesst. 



  Alle diese angeführten Mängel beseitigt das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung, das    darin   beruht, dass ein konstantes Volumen des zu prüfenden Abgases und der für die Verbrennung der unvollkommenen verbrannten Stoffe notwendigen Luft gleichzeitig und kontinuierlich angesaugt werden und die Volumenänderung des strömenden Gemisches während der Verbrennung der in den zu untersuchenden Gasen noch enthaltenen brennbaren Stoffe gemessen wird. 



  Die Messung gründet sich auf die Erkenntnis, dass beim Verbrennen von Gasen nach der Konden-    sation   des Wasserdampfes eine Verkleinerung des Volumens (auf    Konstanttemperatur   und Konstantdruck reduziert)    eintritt.   



  Zum Beispiel beim Verbrennen von Wasserstoff nach der Gleichung    Hz   +    1/2      OZ   =    H20   braucht eine Volumeneinheit von    H2   eine Hälfte der Volumeneinheit von 02 für das Verbrennen. Dabei entsteht eine Volumeneinheit Wasserdampf, der völlig kondensiert, so dass sein Volumen praktisch vernachlässigt werden kann. Die Verkleinerung des Volumens entspricht also dem    1,5fachen   des Volumens von    H2,   der ursprünglich vorhanden war. Beim Verbrennen von    CH4   + 2 02 =    C02   + 2    H20   bleibt ein Volumen von    C02   aus drei Volumen der ursprünglichen Mischung nach der Kondensation des Wasserdampfes.

   Das heisst, die Verkleinerung des Volumens ist gleich dem    zweifachen   Volumen von Methan. Auf Grund der Volumenverkleinerung lässt sich daher die Anwesenheit von brennbaren Verbindungen in den zu prüfenden Gasen feststellen. 



  Das Patent betrifft weiter eine Apparatur zur Ausführung des Verfahrens. Ein Ausführungsbeispiel der Apparatur gemäss der vorliegenden    Erfindung   ist in    Fig.   1 der Zeichnung veranschaulicht. Eine kleine Luftpumpe 1 (Zentrifugal-, Zahnrad-,    Exzen-      terpumpe   oder dergleichen) saugt kontinuierlich ein Gemisch von Auspuffgasen und Luft an. Das vom Verbrennungsort zugeführte Auspuffgas passiert das Rohr 2, den Kühler 3, das    Kondensatgefäss   4, das automatische Regelventil 5, die    Messblende   6 und die Abzweigung 7.

   Die gleichzeitig angesaugte Luft passiert das von Hand einstellbare Ventil 8, die    Mess-      blende   9 und tritt sodann gleichfalls in die Abzwei- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    gung   7 ein, um sich mit dem Auspuffgas zu vermischen. Durch das Druckrohr 10 der Luftpumpe 1 wird das Gemisch durch das automatische Regelventil 11, den    Dreiweghahn   12, die Verbrennungskammer 13, den Kühler 14, das    Kondensatgefäss   15, das Rohr 16 und die    Messblende   17 hindurchgedrückt und entweicht sodann in die Atmosphäre. Ein Druckmesser 18 misst den Widerstand der Blende 17 und somit die Menge des durch die Blende hindurchgehenden Gases.

   Die Verbrennungskammer 13 wird zum Beispiel elektrisch beheizt, und zwar auf eine Temperatur, welche hinreicht, um eine vollkommene Verbrennung der brennbaren    Stoffe   im Prüfgas zu gewährleisten. 



  Der Druckmesser 19    (Fig.   1) misst die Differenz der Menge der gleichzeitig über die    Messblenden   6 und 9    angesaugten   Gase und Luft. Falls die Blenden 6 und 9 gleichen Durchmesser haben, ist die Menge des durchströmenden Gases gleich der Menge der durchströmenden Luft. Wird ein anderer Durchmesser für eine der Blenden, zum Beispiel für die Blende 9, gewählt, so lässt sich dadurch ein beliebiges Verhältnis des    Gasluftgemisches   erzielen. Die Beimischung von Luft ist auch erforderlich im Falle von Verbrennungsgasen aus Feuerungen, in denen bereits Luft unmittelbar in die Feuerung    zugeführt   wurde.

   Bei einer unrichtigen Regelung von Brennstoff und Luft wird nämlich nicht immer ein Luft- überschuss bzw. eine hinreichende Menge von verfügbarem Sauerstoff für eine vollkommene Verbrennung der    unverbrannten   Stoffe in den Gasen gewährleistet. 



  Die automatischen Regelventile 5 und 11 haben den Zweck, mit hinreichender Genauigkeit in der Zeiteinheit ein konstantes Volumen bzw. eine konstante Menge des durchströmenden Gases einzuhalten und sind von gleicher Bauart. Ein Ausführungsbeispiel dieser Ventile ist in    Fig.   3 veranschaulicht. 



  Im vertikalen Rohr 21 ist ein leichter Schwimmer 22 mit kegelförmig auslaufender Stange 23 beweglich eingesetzt und sperrt mehr oder weniger die Öffnung 24. Der Schwimmer taucht in das eine Flüssigkeit (Wasser, Öl, Quecksilber usw.) enthaltende Gefäss 25 ein, das durch ein Rohr mit dem Gefäss 26 verbunden ist. Die Räume über dem Flüssigkeitsstand in den Gefässen 25 und 26 sind miteinander durch ein Rohr    mit   Blende 27 verbunden. Die Bewegungsrichtung der Gase durch das Ventil ist mit Pfeilen angedeutet. Unter dem Einfluss des Widerstandes der Blende 27 ist der Druck vor der Blende höher als hinter derselben und der Flüssigkeitsspiegel im Gefäss 25 höher als im Gefäss 26. Sinkt aus irgendeinem Grunde die Menge des durch das Ventil strömenden Gases, ändert sich die Differenz H der Flüssigkeitsspiegel.

   Der Schwimmer 22 sinkt ein wenig, wodurch der    Gasdurchfluss   in der Öffnung 24 vergrössert wird. Die Menge des durchströmenden Gases steigt wieder so lange an, bis neuerlich Gleichgewicht eintritt. Die    Niveaudifferenz   im neuen Gleichgewichtszustand beträgt H    +   d H. Werden die Abmessungen der automatischen Regel-    ventile   5 und 11 so gewählt, dass der Wert H bedeutend grösser ist als    .d   H, dann ändert sich die Gasmenge im Verhältnis 
 EMI2.19 
 um einen    vernachlässigbar   kleinen Wert. 



  Die Menge des durch das Ventil durchströmenden Gases kann daher mit hinreichender Genauigkeit als konstant vorausgesetzt werden. Das automatische Ventil 11    (Fig.   1) hält eine konstante Menge in der Zeiteinheit ein, das heisst ein konstantes Volumen des Gas-Luft-Gemisches, während das Ventil 5 ein konstantes Volumen nur des Gases einhält. Dies bedeutet, dass das Volumen der beigemischten Luft gleichfalls konstant bleibt. Dies bewirkt,    dass   bei zufälliger Änderung des Antriebes der Luftpumpe 1 oder des Druckes in der    Einlassleitung   2 sich die Menge des angesaugten Gases und der Luft nicht ändert und somit auch nicht ihr gegenseitiges Verhältnis. 



  Das Gemisch aus Gasen und Luft wird in der Verbrennungskammer 13 verbrannt, im Kühler 14 auf die Umgebungstemperatur abgekühlt und im    Kondensatgefäss   15 entwässert. Die übrigbleibenden Gase gehen durch die    Messblende   17 hindurch, und ihre Menge wird mittels des an die Blende angeschlossenen Manometers 18 gemessen. Nach hinlänglichem Einlauf und Stabilisierung der Temperaturen in der Apparatur wird die richtige Funktion der Apparatur kontrolliert und eingestellt, indem der    Dreiweghahn   in die in    Fig.2   gezeigte Stellung gebracht wird, wobei das Gas-Luft-Gemisch durch das Rohr 20 und die Blende 17 direkt in die Atmosphäre entweicht und nicht die    Verbrennungskammer   passiert.

   Durch Einstellung des Regelventils 11 wird die Menge des Gemisches so eingeregelt, dass das Manometer 18 auf den Nullstrich der Skala einspielt, nämlich einen bestimmten Druckunterschied    Ho   der Blende 17 anzeigt, dem -die Menge    V,   des strömenden Gasgemisches entspricht. Sodann wird durch gleichzeitige Einstellung des automatischen Regelventils 5 und des von Hand einstellbaren Ventils 8 das richtige Verhältnis der angesaugten Gase und der Luft eingeregelt, und zwar so, dass das Manometer 19 keinen Druckunterschied anzeigt. Sodann wird der    Dreiweghahn   12 in die Arbeitsstellung nach    Fig.   1 gebracht, damit das Gemisch auch die Verbrennungskammer 13 passiert. Nach Ausführung dieser Operation ist das Gerät betriebsfähig. 



  Unter dem    Einfluss   der Volumenverminderung bei der Verbrennung der allenfalls im Gemisch noch enthaltenen brennbaren Gase wird der Druckmesser 18 einen kleineren Druckunterschied    H1   anzeigen, welcher einer kleineren Menge    V1   der durchströmenden Gase entspricht. Das Volumenverhältnis ist 
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 und die relative Volumenverkleinerung 
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 Bei vollkommener Verbrennung ist a = 1, bei unvollkommener Verbrennung ist a < 1. Auf Grund des auf der Skala des Manometers aufgetragenen    a-Wertes   lässt sich die    Vollkommenheit   oder Unvollkommenheit der Verbrennung beurteilen.

   Die Konstruktion der Apparatur und insbesondere der Regelventile 5 und 11 verbürgt eine hinreichende Stabilität der    Nullstellung   auf dem Manometer 18. 



  Die oben angeführte Operation zur Kontrolle bzw. Einstellung der Nullage wird einmal in 24 Stunden vorgenommen und dauert nur einige Minuten. Die übrige Zeit arbeitet die Apparatur ununterbrochen und kontinuierlich in der Arbeitsstellung des Dreiweghahnes 12 nach    Fig.   1. 



  Die Trägheit der Apparatur übersteigt einige Sekunden nicht. Durch Anschluss eines geeigneten Fühlers an die    Messblende   17 lässt sich eine Erteilung von Impulsen zu Regelzwecken und für die    Übertragung   der Anzeigen auf beliebige Entfernung erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur selbsttätigen, kontinuierlichen Kontrolle von Verbrennungsvorgängen durch Prüfung der Abgase, dadurch gekennzeichnet, dass ein konstantes Volumen des Abgases und von Luft in gleichbleibendem Verhältnis gleichzeitig und konti- nuierlich angesaugt und die Veränderung des Volumens des strömenden Gemisches bei der Verbrennung der in den Gasen noch enthaltenen brennbaren Stoffe gemessen wird.
    II. Apparatur zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe mit zwei automatischen Regelventilen (5, 11) versehen ist, von denen das eine (5) eine konstante Menge des angesaugten, zu untersuchenden Abgases durchlässt, während das andere (11) ein Gemisch dieses Gases mit Luft in die Verbrennungskammer (13) einlässt, dass nach dieser eine Messblende (17) eingebaut ist, durch welche das von den konden- sierbaren Dämpfen befreite Gemisch in die Atmosphäre abgeht, und an die Messblende (17) ein die Änderung des Volumens des Gases anzeigendes Manometer (18) angeschlossen ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Apparatur nach Patentanspruch 1I, dadurch . gekennzeichnet, dass das automatische Regelventil (5, 11) als Differentialdruckmesser ausgeführt ist, dessen beide Zweige durch ein Rohr mit Blende (27) verbunden sind, wobei in dem einen Zweig (21) ein Schwimmerventil (22, 23) eingebaut ist, welches den Gasdurchgang durch die Öffnung (24) des Ventils regelt. 2. Apparatur nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Messblende (17) ein Fühler für Regel- bzw. Fernmesszwecke angeschlossen ist.
CH340939D 1956-02-03 1956-02-03 Verfahren und Apparatur zur selbsttätigen kontinuierlichen Kontrolle von Verbrennungsvorgängen CH340939A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0292706A1 (de) * 1987-05-23 1988-11-30 Hartmann &amp; Braun Aktiengesellschaft Verfahren zur Optimierung der Feuerung wasserstoffhaltiger Brennstoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0292706A1 (de) * 1987-05-23 1988-11-30 Hartmann &amp; Braun Aktiengesellschaft Verfahren zur Optimierung der Feuerung wasserstoffhaltiger Brennstoffe

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