CH341135A - Halterung von auswechselbaren Werkzeugen, insbesondere an im Schnelltakt arbeitenden Maschinen zur Kaltformung von Blechen und Profilen - Google Patents

Halterung von auswechselbaren Werkzeugen, insbesondere an im Schnelltakt arbeitenden Maschinen zur Kaltformung von Blechen und Profilen

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CH341135A
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Description


  Halterung von auswechselbaren Werkzeugen, insbesondere an im Schnelltakt  arbeitenden Maschinen zur Kaltformung von Blechen und Profilen    Die Erfindung bezieht sich auf eine Halterung von  auswechselbaren Werkzeugen, insbesondere an im  Schnelltakt arbeitenden Maschinen zur Kaltformung  von Blechen und Profilen.  



  Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der vor  genannten Maschinen bringen es mit sich, dass zur Be  wältigung der gestellten     Verformungsaufgaben    eine       Vielzahl    von Spezialwerkzeugen erforderlich ist, die  oftmals in rascher Folge nacheinander eingesetzt wer  den müssen. Die mit mehreren Arbeitsgeschwindig  keiten im Schnelltakt arbeitenden Maschinen können  jedoch nur dann zu ihrer vollen wirtschaftlichen Ent  faltung gebracht werden, wenn der zur Formung der  verschiedenen     Werkstückpartien    mehrfach hinterein  ander erforderliche Werkzeugwechsel schnell und  sicher durchgeführt werden kann.  



  Bisher erforderte das Ein- und Ausbauen der  Werkzeuge infolge der Kompliziertheit der Befesti  gungsmittel einen erheblichen Aufwand an Arbeits  zeit, wodurch der gute Wirkungsgrad und die     Wirt-          schaftlichkeit    der fraglichen Maschinen sehr stark be  einträchtigt wurden. Um diesem Mangel     abzuhelfen,     wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die Werkzeug  träger und die Werkzeuge bzw. deren Futter mit der  art gestalteten Kontaktflächen auszustatten, dass die  Werkzeuge bzw. ihre Futter quer zur Arbeitsrichtung  der Werkzeuge abgezogen werden können, wobei zu  mindest der einen der beiden Kontaktflächen magne  tische Eigenschaften verliehen sind.  



  Zweckmässig werden den Kontaktflächen der Werk  zeugträger     und!oder    der Werkzeuge bzw. der Werk  zeugfutter durch eingebaute Dauermagnete     magne-a     tische Eigenschaften verliehen, damit das Abziehen  der genannten Teile, insbesondere der Werkzeuge, nur  unter Überwindung der durch den magnetischen Fluss  hervorgerufenen Haftkräfte möglich ist.

      Die Erfindung ist anhand zweier Ausführungsbei  spiele erläutert, die in der Zeichnung wie folgt veran  schaulicht sind:       Fig.    1 zeigt die Seitenansicht einer Werkzeug  anordnung, teilweise im Schnitt an einer Maschine zur  Kaltformung von Blechen und Profilen,       Fig.    2 eine Einzelheit, und zwar das in     Fig.    1 er  sichtliche Zwischenfutter in Seitenansicht,       Fig.3    die zugehörige Stirnansicht in     Richtung     des Pfeils A in     Fig.    2,

         Fig.    4 zeigt einen Seitenschnitt durch eine zweite  Ausführungsform der Erfindung und       Fig.    5 eine Draufsicht auf den untern Werkzeug  teil von     Fig.    4.  



  Bei der gezeichneten Werkzeuganordnung gemäss       Fig.    1 werden die maschinenseitigen Werkzeugträger  von dem obern Maschinenstössel 1 und dem Maschi  nentisch 2 gebildet. Der Werkzeugstössel 1 weist eine       hinterschnittene        Führungsleiste    3 auf, in die im dar  gestellten Fall ein Zwischenfutter 4 mit einem     schwal-          benschwanzförmigen    Ansatz 5 von der Seite her ein  schiebbar ist.

   Die seitliche     Einschiebbarkeit    wird da  durch erreicht, dass die     Schwalbenschwanzführung,     wie sie in den     Fig.    2 und 3 für den untern Teil des  Zwischenfutters veranschaulicht ist, in Draufsicht  etwa U-förmig, das heisst nach der einen Seite hin  offen, gestaltet ist.  



  Das     Zwischenfutter    4 besitzt an seiner     untern     Stirnseite eine gleichgestaltete     schwalbenschwanz-          förmige    Führungsleiste 3', in die nunmehr unter       Formschluss    der     schwalbenschwanzförmige    Ansatz 5'  des Oberwerkzeuges 6 einschiebbar ist. Die     U-förmige     Gestaltung der     Führungsleiste    3' gestattet das seit  liche Herausziehen des     Oberwerkzeuges    6.  



  Ferner sind in den Werkzeugträgern 1 und 2  sowie einem gegebenenfalls vorgesehenen Zwischen-           futter    4 und gegebenenfalls auch in den Werkzeugen  6 und 7     Dauermagnetkörper    8 eingebettet, die zur       Wirkung    haben, dass für die Zusammenbauteile ein  ausreichender Haftsitz gesichert wird, der unter ge  wissem Kraftaufwand wohl ein seitliches Heraus  ziehen der Werkzeuge zulässt, jedoch beim Arbeiten  der Maschine die notwendige Betriebssicherheit ge  währleistet.  



  Für eine zusätzliche Zentrierung der Werkzeuge  sind     Passstifte    9 vorgesehen, die in entsprechende     Aus-          nehmungen    in den Gegenstücken einrasten. Diese       Passstifte    dienen gleichzeitig zur Sicherung gegen Ver  drehen der Teile gegeneinander.  



  Um auf     Werkzeugträgern    grösserer Abmessungen,  gegebenenfalls mehrere in Kombination zusammen  arbeitende Werkzeuge in gleicher Weise für einen  Schnellwechsel bei absolut betriebssicherer Haftung  am Werkzeugträger oder auch an einem Zwischen  futter anbringen zu können, weisen bei der Ausfüh  rungsform gemäss den     Fig.    4 und 5 die in dem     ma-          schinenseitigen    Werkzeugträger 10 eingelassenen  Dauermagnete 11     kalottenförmige        Ausnehmungen    12  auf.

   In die Grundfläche der Werkzeuge bzw. deren  Zwischenfutter werden zentrisch bzw. konzentrisch  eine oder mehrere     Stahlkugeln    13     eingesetzt,    die im  Durchmesser den     kalottenförmigen        Ausnehmungen    im  Werkzeugträger entsprechen. Die     Stahlkugeln    werden  so tief     in    die Werkzeuge eingesetzt, dass sie mit der       Werkzeuggrundfläche    eine Ebene bilden. Durch leich  tes     Verstemmen    des Bohrungsrandes werden die Ku  geln am Herausfallen     gehindert.     



  Beim seitlichen     Einschieben    der Werkzeuge 14 ver  schwinden die     Kugeln    in der     Bohrung.    Erst wenn  das Werkzeug so weit eingeschoben ist, dass es die vor  gesehene Stellung erreicht hat, zieht der oder die  Dauermagnete die Kugeln in die     kalottenförmigen          Vertiefungen    ein, wodurch das Werkzeug     in    dieser  Lage fixiert wird.  



  Auch mehrere in Kombination zueinander arbei  tende Werkzeuge können auf diese Weise genau zu  einander     fixiert    und festgehalten werden.  



  Die     kalottenförmige        Ausnehmung    12 der Dauer  magnete 11 muss so bemessen sein, dass unter Anwen  dung einer entsprechenden Kraft das Werkzeug quer  zur Arbeitsrichtung herauszuziehen ist, wobei die  Kugel in die Bohrung zurückgleitet. Hierfür tritt vor  teilhaft in Erscheinung, dass die Wirkfläche der Dauer  magnete durch die grössere Oberfläche der     Kalotten-          fläche    noch vergrössert wird.  



  Eine derartige Fixierung durch Kugeln, die in       kalottenförmige        Ausnehmungen    der Dauermagnete  einrasten, hat auch noch den Vorzug, dass auch unter  einem Winkel, in verschiedenen Richtungen zur  Senkrechten,     einwirkender    Druckkraft die Werkzeuge  sich nicht aus     ihrer    Lage verrücken können.  



  Die     Anzahl    der     kalottenförmigen        Ausnehmun-          gen    und der Kugeln in den Kontaktflächen kann noch  durch weitere zwischen den Dauermagneten 11 auf  dem gleichen Durchmesser angeordnete erhöht wer-    den, um unter anderem jedwede Winkeleinstellungen  der Werkzeuge zu ermöglichen. Die Kugeln sind     in     diesem Fall zweckmässig durch eingesetzte Druck  federn zu belasten, um ihren haftenden Eingriff auch       in    die Kalotten zu gewährleisten, die selbst keine  magnetischen Eigenschaften aufweisen.  



  Wie man ohne weiteres erkennt, ergibt sich auf  Grund der dargelegten Ausbildung der Werkzeug  halterung eine aussergewöhnlich einfache und schnelle  Auswechselbarkeit der Werkzeuge und eventueller  Zwischenfutter, weil ja zum Auswechseln lediglich  ein seitliches Abziehen der angebrachten Teile und  ein Einschieben der gewünschten Teile erforderlich  ist. Wesentlich hierbei ist, dass man das Ober- oder  das Unterwerkzeug wahlweise ohne Behinderung und  ohne Höhenverstellung des Maschinenstössels     ein-          oder    ausbauen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Halterung von auswechselbaren Werkzeugen, ins besondere an im Schnelltakt arbeitenden Maschinen zur Kaltformung von Blechen und Profilen, bei denen die Verformungswerkzeuge an einem obern und einem untern Werkzeugträger zu befestigen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugträger und die Werkzeuge bzw. deren Futter derart gestaltete Kon taktflächen besitzen, dass letztere quer zur Arbeits richtung abgezogen werden können und zumindest der einen der beiden Kontaktflächen magnetische Eigen schaften verliehen sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Halterung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Kontaktflächen der Werk zeugträger und(oder der Werkzeuge bzw. der Werk zeugfutter durch eingebaute Dauermagnete magne tische Eigenschaften verliehen sind. 2. Halterung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werk zeugträger und die Werkzeuge bzw. deren Futter gegenseitige Führungsmittel aufweisen, die ein Ab ziehen quer zur Arbeitsrichtung zulassen. 3. Halterung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Führungsmittel aus einer in Abziehrichtung offenen Schwalbenschwanzführung bestehen.
    4. Halterung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Sicherung gegen ungewolltes Verdrehen der Werkzeuge bzw. ihrer Futter Zentrier mittel, beispielsweise Zentrierstifte, angeordnet sind. 5. Halterung nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Kontaktflächen der Werkzeugträger und der Werk zeuge bzw. der Werkzeugfutter Mittel eingelassen sind, die durch gegenseitigen Eingriff ein ungewolltes Verrücken der Teile aus ihrer Arbeitslage verhin dern. 6.
    Halterung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass diese Mittel aus in die eine Kon- taktfläche eingelassenen Kugeln bestehen, denen Ver tiefungen in den Gegenkontaktflächen entsprechen. 7. Halterung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass auf die Kugeln elastische Druck mittel, wie eingesetzte Druckfedern, einwirken. B. Halterung nach den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass Vertiefungen auch aus den Dauermagneten selbst ausgespart sind.
CH341135D 1955-06-13 1956-06-09 Halterung von auswechselbaren Werkzeugen, insbesondere an im Schnelltakt arbeitenden Maschinen zur Kaltformung von Blechen und Profilen CH341135A (de)

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