Apparat zum Trocknen von Wäsche und dergleichen Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zum Trocknen von Wäsche und dergleichen durch Umwälzen der Wäsche in einer in einem Gehäuse drehbar gelagerten Trommel, durch die Luft im Kreislauf hindurchgeführt wird, die von einer in dem Gehäuse angeordneten elektrisch gesteuerten Heiz- vorrichtung erwärmt wird, welcher Apparat eine an der Vorderwand des Gehäuses und gegenüber der Trommel vorgesehene Tür, einen mit der Trommel zum Antrieb derselben in Verbindung stehenden Elektromotor, Mittel zur Führung von erhitzter Luft im Kreislauf durch die Trommel und eine Zeitschalt- vorrichtung mit zwei Zeitschaltern besitzt,
von denen einer im Stromkreis für die elektrisch gesteuerte Heizvorrichtung und ein anderer im Stromkreis des Elektromotors angeordnet ist.
Der Apparat nach der Erfindung ist dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden letztgenannten Schalter zu verschiedenen Zeitpunkten einschalten und in um gekehrter Reihenfolge ausschalten, derart, dass der Elektromotor und die Trommel noch eine Zeitlang in Betrieb gehalten werden, nachdem die Heizvorrich- tung ausgeschaltet ist.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der beigefügten Zeichnung veranschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Appa rates nach der Erfindung zum Trocknen von Wäsche und dergleichen, Fig. 2 einen Horizontalschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht des Apparates nach Fig. 1, wobei zur Darstellung der Konstruktion Teile weggebrochen sind, Fig. 4 einen Vertikalschnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 einen Vertikalschnitt entlang der Linie V-V der Fig. 4, Fig. 5a ein Detail von Fig. 5 in grösserem Mass stab, Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-V1 der Fig. 4, Fig. 7 einen Horizontalschnitt entlang der Linie VII-VII der Fig. 5, Fig. 8 einen Vertikalschnitt entlang der Linie VIII-VIII der Fig. 2,
Fig. 9 einen Vertikalschnitt entlang der Linie IX-IX der Fig. 2, wobei zur vollständigen Darstel lung der untere Teil um etwa 90 Grad aus seiner wirklichen Stellung herausgedreht ist, Fig. 10 eine Stirnansicht des in dem Apparat nach der Erfindung verwendeten Zündbrenners, Fig. 11 ein Schaltschema der Steuerung und Fig. 12 ein Schaltschema einer abgeänderten Steuerung.
Der in den verschiedenen Figuren dargestellte Apparat 10 zum Trocknen von Wäsche hat die für Haushaltverwendung übliche Grösse. Er besteht aus einem Gehäuse 11, in dessen Vorderwand eine Tür 12 (Fig. 1 und 5) vorgesehen ist. In der Rückwand des Gehäuses 11 sind mehrere Lufteinlassschlitze 13 (Fig. 3 und 5) vorhanden, durch die die durch den Apparat 10 im Kreislauf geführte Luft eintritt. Nach dem die Luft durch den Apparat 10 und über die Wäsche geströmt ist, kann sie durch einen an der Rückwand vorgesehenen Austrittskanal 14 (Fig. 5) austreten, wie weiter hinten näher erläutert wird.
Das Gehäuse 11 hat an der Vorderwand eine Schrägfläche 16, auf der ein Temperaturregelungs- knopf 17, ein Zeitsteuerungsknopf 17a sowie ein Druckknopf 19 zum Öffnen der Tür 12 vorgesehen sind. Die Tür 12 ist auf zwei im Abstand und verdeckt angeordneten Scharnieren 21 (Fig. 7) gelagert. Jedes Scharnier 21 besteht aus einer an der Innenseite der Tür 12 befestigten hakenförmigen Platte 23 und einer an der Innenseite der Vorderwand des Gehäuses <B>11</B> befestigten Platte 24. Die Platten 23 und 24 sind durch einen Bolzen 26 gelenkig miteinander verbun den.
In einem bogenförmigen Schlitz 28 der Platte 24 ist ein von der Platte 23 getragener Anschlagzapfen 27 bewegbar. Eine den Bolzen 26 umgebende Feder 29 liegt mit ihrem einen Schenkel an der Vorderwand des Gehäuses 11, mit dem andern an dem Anschlag zapfen 27 an und unterstützt das Öffnen der Tür 12 bei deren Freigabe durch Betätigung des Druck knopfes 19.
Die Tür 12 hat eine Vorderwand 30 (Fig. 5) und eine im Abstand davon stehende Rückwand 31. In ihrer Schliessstellung fluchtet die Vorderwand 30 mit der Vorderwand des Gehäuses 11, während die Rückwand 31 einen mit der Vorderwand 64 der dreh baren, Wäschestücke aufnehmenden Trommel 63 fluchtenden mittleren Teil besitzt.
Ferner ist die Rückwand 31 der Tür 12 mit einem Vorsprung 32 versehen (Fig. 5 und 5a), der zusam men mit einem horizontal verlaufenden Wandteil 33 der Rückwand 31 eine Nut 34 bildet, in der ein gummielastischer Dichtungsring 35 liegt. Bei ge schlossener Tür 12 liegt der Dichtungsring 35 an einem Vorsprung 36 an, der an einem Ringflansch 37 ausgebildet ist, der von der Vorderwand des Gehäuses 11 einwärts gebogen ist und eine kreisför mige Öffnung 38 begrenzt, durch die die Wäsche in die Trommel 63 eingeführt werden kann.
Die Tür 12 wird mit Hilfe des Hebels 40 geöff net, der schwenkbar auf einem Zapfen 41 gelagert ist. Der Zapfen 41 ist auf einem an der Innenseite der Vorderwand des Gehäuses 11 befestigten Halter 42 montiert. Der Hebel 40 wird durch Einwärts drücken des Druckknopfes 19 betätigt. Die den Zap fen 41 umgebende Feder 43 liegt mit einem Schenkel an der Innenseite der Vorderwand des Gehäuses 11, mit dem andern an einem Flansch des Hebels 40 an und trachtet durch Bewegung des Hebels 40 im Uhrzeigersinn den Druckknopf 19 in die der Schliess stellung der Türe 12 entsprechende Lage zu drücken.
Ein zweiter Hebel 45 (siehe insbesondere Fig. 5a) ist schwenkbar auf einem Zapfen 46 gelagert, der in einem an dem Gehäuse 11 montierten Winkel 47 befestigt ist. Bei Verschwenkung des Hebels 40 auf seinem Drehzapfen 41 mit Hilfe des Druckknopfes 19 im Gegenuhrzeigersinne wird der Hebel 45 um den Drehzapfen 46 im Uhrzeigersinn verschwenkt und schlägt an einem Anschlag 49 an, der auf einem Zapfen 50 schwenkbar gelagert ist; letzterer ist an dem Winkel 47 befestigt.
Wenn nun der Anschlag 49 im Gegenuhrzeigersinne um den Drehzapfen 50 verschwenkt wird, rückt sein unteres Ende von einem Anschlagarm 51 ab, der über den obern Rand der Tür 12 hinausragt. Eine Feder 53 liegt mit einem Schenkel an dem einen Flansch des Winkels 47 an und trachtet mit ihrem andern Schenkel den Anschlag 49 im Uhrzeigersinn zu drehen; sie widersetzt sich somit der Schwenkbewegung des Hebels 45. Bei ge schlossener Tür 12 bewegt die Feder 53 den Anschlag 49 in eine Verriegelungslage und unterstützt über das Hebelsystem 45, 40 die den Druckknopf 19 in die der Schliessstellung der Türe 12 entsprechende Lage drückende Feder 43.
Wie am besten in Fig. 7 gezeigt ist, trägt eines der beiden Scharniere 21 einen Zapfen 56, der von einer Feder 57 umgeben ist, die mit ihrem einen Schenkel an dem Anschlagzapfen 27, mit dem andern an einem Schwenkhebel 60 anliegt, der einen Steuer schalter 61 betätigt, dessen Funktion weiter hinten näher erläutert wird. Es ist gestrichelt angedeutet, dass bei sich öffnender Tür 12 der Schalter 61 durch eine in ihm vorgesehene (nicht gezeigte) Feder in seine Ausschaltstellung bewegt wird. Beim Schliessen der Tür 12 bewegt sich die hakenförmige Platte 23 aus der in Fig. 7 gestrichelt gezeichneten Stellung, die der offenen Stellung der Tür 12 entspricht, in die in -Fig. 7 ausgezogen gezeigte Stellung, die der geschlossenen Stellung der Tür 12 entspricht.
Beim Schliessvorgang nimmt das gestrichelt hochragend ge zeigte Ende der Feder 57 den gestrichelt hochragend gezeigten Schwenkhebel 60 dadurch mit, dass es sich gegen den Schwenkhebel legt und diesen nieder drückt, wobei der Schalter 61 in die Einschaltstellung bewegt wird.
Die Wäschetrommel 63 (Fig. 5) ist zylindrisch ausgebildet. Sie besitzt eine Vorderwand 64 mit einer kreisförmigen Öffnung 65, durch die die Wäsche in die Trommel 63 eingebracht werden kann. Gemäss Fig. 5 ist die Kreisöffnung 38, die, wie weiter vorne schon erwähnt, durch den einwärts gebördelten Ring flansch 37 der Vorderwand des Gehäuses 11 be grenzt wird, kleiner als die Kreisöffnung 65 der Vorderwand 64 der Trommel 63.
Zum Umwälzen der Wäsche in dem Trocken apparat 10 sind mehrere in der Längsrichtung des Trockenapparates 10 angeordnete Wände 67 vorge sehen, die sich von dem Trommelmantel aus radial einwärts erstrecken. Diese Wände 67 können .auf jede zweckmässige Weise, z. B. durch Schweissen, an der Trommel 63 befestigt werden.
Die Trommel 63 wird durch einen Armstern ge dreht, der die Arme 68a, 68b und einen dritten nicht gezeigten Arm besitzt. Die Nabe 68 des Armsternes hat eine Mittelbohrung, die eine starr mit der- Nabe 68 verbundene und sie antreibende Welle 72 auf nimmt. Die Arme des Armsternes sind an der Trom mel 63 mit Hilfe von den Trommelmantel durch setzenden Schrauben 69 und die Rückwand der Trommel 63 durchsetzenden Nieten 70 befestigt. 68c ist ein zum Schutze der Wäsche die Nabe 68 und die Welle 72 überdeckendes Blech.
Die Antriebswelle 72 ist in einer Lagermuffe 73 gelagert, die in einem Führungsrohr 74 angeordnet ist; letzteres ist am obern Ende eines Tragwerkes 75 befestigt. Wie am besten in Fig. 4 gezeigt, umfasst das Tragwerk 75 stehende, im allgemeinen recht eckige, längliche Platten 77, die zusammen ein Kastenprofil bilden. Unten hat das Tragwerk 75 ein wärts gebördelte Schenkel 76, die z. B. durch Schwei ssen an dem Sockel des Gehäuses 11 befestigt sind.
Die Antriebswelle 72 wird mittels einer mit ihr verkeilten Riemenscheibe 78 (Fig. 4) gedreht; letztere wird über einen Keilriemen 79 von einer kleinen Riemenscheibe 80 angetrieben, die einstückig mit einer grossen Riemenscheibe 83 frei drehbar auf einer Achse 81 gelagert ist. Letztere ist an einem Halter 84 befestigt, der von dem Tragwerk 75 getragen wird. Die Riemenscheibe 83 wird über den Keil riemen 86 vom Elektromotor 85 angetrieben.
Die durch die Trommel 63 im Kreislauf geleitete Luft wird durch eine in der Rückwand der Trommel 63 vorgesehene mit einem Sieb 94 versehene Ring öffnung in die Trommel 63 hinein und aus ihr her aus geführt. Um diesen Kreislauf herbeizuführen, ist der Trommelmantel undurchbrochen, während die Vorderwand 64 der Trommel 63 dicht am Ring flansch 37 anliegt. Der Trommelmantel ist an sei nem hintern Ende abgedichtet, so dass der Kreislauf der Luft in die Trommel 63 hinein und aus ihr heraus an der Rückwand der Trommel 63 erfolgt und der Eintritt von kalter oder nicht erhitzter Luft am Trommelumfang verhindert wird.
Diese Abdich tung wird mit Hilfe eines Schottes 90 (Fig. 4 und 5) erzielt, das sich im wesentlichen vom Sockel des Ge häuses 11 zum obern Teil der Trommel 63 erstreckt und eine halbkreisförmige Oberseite hat, die dem Umriss der obern Trommelrückwandhälfte entspricht, jedoch den Trommeldurchmesser etwas übertrifft. Am hintern Rand des Trommelmantels ist eine Leiste 91 befestigt, die mit einem Teil in der Längsrich tung der Trommel 63 von dieser nach hinten vorragt und dicht an dem Schott 90 anliegt, so dass am Trom melmantel eine gute Abdichtung erzielt wird.
Die Rückwand der Trommel 63 weist in der Mitte einen kreisscheibenförmigen Teil 92 auf, der einen eingebördelten Flansch 93 besitzt; letzterer ist um die Nabe 68 des Armsternes herum befestigt. Das ringförmige Sieb 94 ist über der Öffnung in der Rückstand der Trommel 63 zwischen dem Trommel mantel und dem Teil 92 angeordnet. Der Aussen rand dieses Siebes 94 ist zwischen der Leiste 91 und dem Trommelmantel angeordnet. Somit wird an der Rückwand der Trommel 63 durch das Sieb 94 hin durch der Eintritt erhitzter Luft zur Trommel 63 durch die vom Flansch 96 umgebene Öffnung im Schott 90 und aus der Trommel 63 durch einen Aus lass 121 im Schott 90 auf der Saugseite eines Gebläses 120 ermöglicht.
Erhitzte Luft wird oben an der Rückseite der Trommel 63 durch einen Kanal 95 eingeführt, der im wesentlichen vertikal verlaufend an der einen Seite des Gehäuses 11 in letzterem vorgesehen ist (Fig. 2, 3 und 4). An ihrem obern Ende besitzt die Wand des Kanals 95 einen Stutzen 95a, der eng anliegend in dem eine Öffnung 200 umschliessenden Ringflansch 96 des Schottes 90 sitzt. An seinem untern Ende steht der Kanal 95 mit der Verbrennungskammer 98 in Verbindung, deren Wände zur Öffnung am untern Ende des Kanals 95 konvergieren. Um die Verbrennungskammer 98 herum ist am untern Ende des Schottes 90 mit einem Winkeleisen 101 ein zylin drisches Führungsrohr 100 befestigt.
Das Führungs rohr 100 umgibt die Verbrennungskammer 98 und bildet einen vor dem Schott 90 gelegenen Lufteinlass, in dem die Luft in Richtung der in Fig. 3 angege benen Pfeile an der Aussenwand der Verbrennungs kammer 98 nach vorn deren vorderem Ende zuge führt wird. Durch geeignete Verbindungsorgane wird die Verbrennungskammer 98 in einer solchen Stel lung gehalten, dass ihr hinteres Ende in einem Flansch 95b der Wände des Kanals 95 sitzt.
Das Flammen- austrittsende 104 eines Hauptgasbrenners 105 ist in der Verbrennungskammer 98 angeordnet, während sein anderes Ende über einen Anschluss 109, ein Brennerventil 136, ein Gaszulaufventil 135 und ein Rohr 134 mit einer nicht dargestellten Gasquelle in Verbindung steht. Am untern Ende des Kanals 95 ist ein Flammenumlenkblech 95c eingesetzt.
Gemäss Fig. 3 und 4 ist in dem Schott 90 ganz in der Nähe der einen Wand des Kanals 95 eine im wesentlichen rechteckige Öffnung 107 vorgesehen. Die aussen an den Wänden des Kanals 95 unmittel bar befindliche Luft wird durch Abstrahlung von dem Kanal 95 erhitzt und strömt durch die Öffnung 107 im Schott 90 in den Raum bei der hintern Wand der Trommel 63. Diese durch Strahlung er wärmte Luft gelangt dann durch das Sieb 94 in die Trommel 63. Der Rückseite der Trommel 63 wird erhitzte Luft also nicht nur durch das von dem Flansch 96 begrenzte obere Ende des Kanals 95, sondern auch durch die Öffnung 107 zugeführt.
Für die Wände des Kanals 95 ist ein Tragwerk vorgesehen, das zwei Seitenplatten 111 und 112 (Fig. 4) und eine Rückplatte 113 aufweist, die so miteinander verbunden sind, dass sie ein vertikales dreiseitiges Tragwerk bilden. Die Rückplatte 113 be sitzt eine Öffnung, die von einer an der Platte 113 befestigten, im Querschnitt kreisbogenförmigen Wand 115 abgedeckt ist, deren oberes Ende von einem Deckel 115a (Fig. 3, 4 und 5) abgedeckt ist. Eine in dem vordern Wandteil des Kanals 95 vorgesehene Sieke 114 hält die Wände des Kanals 95 im Abstand von dem Schott 90.
An der Rückplatte 113 sind zwei Abstandelemente 116 befestigt, die mit bogenförmi gen Berührungsflächen an den Wänden des Kanals 95 anliegen und ihn gegen das Schott 90 drücken.
Ein bestimmter Teil der in der Trommel 63 be findlichen, zum Trocknen der Wäsche verwendeten Luft wird aus der Trommel abgesaugt und durch die mit dem Sieb 94 versehene öffnung in weiter unten beschriebener Weise wieder in die Trommel zurückgeführt. Da beim Trocknen der Wäsche die Luft viel Feuchtigkeit und Fasern aufnimmt, kann man nicht die gesamte aus der Trommel 63 austre tende Luft im Kreislauf führen. Es wurde festgestellt, dass ein äusserst wirkungsvoller Betrieb möglich ist, wenn nur etwa 113 der Luft im Kreislauf geführt wird. Zu diesem Zweck ist auf der Rückseite des Schottes 90 ein Gebläse 120 (Fig. 4) montiert.
Dieses Gebläse 120 saugt durch den weiter vorn erwähnten Auslass 121 des Schottes 90 Luft aus der Trommel 63 heraus. An der Rückseite des Schottes 90 ist eine das Gebläse 120 umgehende Wand des Kanals 122 befestigt, der halbkreisförmig entsprechend der Ausbildung des obern Teils des Schottes 90 verläuft, und die aus der Trommel gesaugte Luft in Richtung der in Fig. 4 links oben gezeigten Pfeile weiterleitet. Am obern Ende des Kanals 122 verläuft der Aus trittskanal 14 durch das Gehäuse 11 hinaus und erlaubt das Austreten eines Teils der umgewälzten Luft.
Wie am besten in Fig. 5 und 6 gezeigt ist, erstreckt sich quer durch den Kanal 122 ein schaufel artiges Organ 124, das einen Teil der Luft auffängt und durch den Kanal 14 hinausleitet.
Ein anderer Teil der Luft streicht um das Ende des Organs 124 herum und wird mittels eines Leit- bleches 125 durch die Öffnung 126 (Fig. 6) des Schottes 90 geführt, so dass sie zu dem Sieb 94 in der Rückwand der Trommel 63 gelangt. Die Luft tritt dann durch das Sieb 94 in die Trommel. Das Gebläse 120 besitzt eine Welle 128, die mit Hilfe einer Riemenscheibe 129 und des von dem Elektro motor 85 angetriebenen Keilriemens 86 gedreht wird.
Der Kanal 122 steht an dem dem Gebläse 120 entgegengesetzten Ende mit einer Kammer 130 in Verbindung, die den Kanal 95 umgibt. Die Kammer 130 wird von den sie umgebenden Wänden 111, 112, 113 begrenzt. Die durch den Kanal 95 durch Strahlung erhitzte Luft strömt in der Kammer 130 aufwärts und durch eine mit einem Sieb versehene Öffnung 130', die vor der mit dem Sieb 94 versehenen Öffnung in der Rückwand der Trommel 63 liegt, und durch diese Öffnung mit dem Sieb 94 in die Trommel 63 hinein. Diese Strömung wird durch Konvektion und die Saugwirkung der Druckluft des Gebläses 120 bewirkt.
Zur leichteren Herausnahme der trockenen Wäsche aus dem Apparat 10 ist dieser innen beleuch tet. Zu diesem Zweck ist, wie Fig. 4 und 5 zeigen, bei der Öffnung 130' in der Wand des Schottes 90 eine Birne<B>131</B> angeordnet und in einer Fassung 133 montiert, die von der Rückplatte 113 getragen wird.
An Hand der Fig. 2 und 11 wird nun die Steue rung des Trockenapparates 10 und seine Wirkungs weise beschrieben.
Das an eine Gasquelle angeschlossene Rohr 134 führt das Gas dem Gaszufuhrventil 135 zu, das seinerseits das Gas dem Brennerventil 136 zuführt. Wenn das Gaszufuhrventil 135 geöffnet ist, führt es durch das Anzapfrohr 152 auch dem Zündbrenner 137 Gas zu. Das Anzapfrohr 152 ist mit dem Gas zufuhrventil 135 an dessen Eingangsseite angeschlos sen, so dass das Anzapfrohr 152 immer, auch bei geschlossenem Brennerventil 136, unter Gaszufuhr steht, wenn das Gaszufuhrventil 135 offen ist.
Die Zufuhr und Zündung des Gases wird durch eine besondere elektrische Schaltung gesteuert, die mit geeigneten Sicherheitsvorrichtungen versehen ist, so dass sie die sichere und wirkungsvolle Funktion des Trockenapparates 10 gewährleistet. Wie am be sten aus Fig. 11 hervorgeht, besitzt die Steuerung einen Sicherheitsschalter 170, der bimetallische Kon taktorgane 171 und 172 aufweist, und dessen Funk tion weiter hinten näher erläutert wird.
Die Steuerung umfasst einen Flammenanzeige schalter 160, der zugleich den Stromkreis für ein das Gaszufuhrventil 135 betätigendes Solenoid 140 steuert (Fig. 8), der in seiner Kaltanzeigestellung, das heisst, wenn er an dem Kontakt 161 anliegt, das Fehlen einer Zündflamme anzeigt, während er in seiner Heissanzeigestellung, das heisst, wenn er an dem Kontakt 162 anliegt, das Vorhandensein einer Zünd flamme anzeigt. Ein Thermostat 173 ist vorgesehen, der den Hauptgasbrenner 105 während des normalen Betriebes an- und abdreht und auf diese Weise die Temperatur im Innern der Wäschetrockentrommel 63 regelt.
Ferner ist ein thermostatgesteuerter Sicher heitsschalter 175 vorgesehen, der bei einer wesentlich höheren Temperatur geöffnet wird als der Thermostat 173. Dieser Sicherheitsschalter 175 ist im Bereich des Kanals 95 am Gehäuse 11 befestigt, wie am besten aus Fig. 4 zu sehen ist.
Nachstehend wird nun die elektrische Schaltung der einzelnen Elemente beschrieben. Die elektrische Energie wird über die Leiter 176 und 177 einer geeigneten Stromquelle entnommen. Am Leiter 177 liegt der Türschalter 61. Dieser besitzt ein beweg liches Kontaktorgan 178 und zwei ortsfeste Kontakte 179 und 180. Bei geschlossener Tür 12 liegt das bewegliche Kontaktorgan 178 an dem ortsfesten Kon takt 179 an. Wenn die Tür 12 offen ist, liegt das bewegliche Kontaktorgan 178 an dem festen Kontakt 180 an. Das bewegliche Kontaktorgan 178 wird durch die Schwenkbewegung des Hebels 60 (Fig. 7) betätigt.
Für die Zündflamme ist eine geeignete Zünd vorrichtung in Form der Glüh- oder Zündwendel 139 vorgesehen, die von der Sekundärwicklung eines Transformators 138 gespeist wird, dessen Primär wicklung über den Sicherheitsschalter 170, den Flammenanzeigeschalter <B>160</B> und die beiden Zeit schalter 181 und 182 gespeist wird. Die Schalter 181 und 182 werden beim Einstellen eines Zeitschalt- motors 183 auf seine Schaltzeit geschlossen und blei ben für eine bestimmte Zeitdauer geschlossen. Der Schalter 182 ist so ausgebildet, dass er länger ge schlossen bleibt, als der Schalter 181.
Aus der Fig. 11 ergibt sich also, dass bei Schlie ssen der Zeitschalter 181 und 182 der Strom vom Leiter 176 über die Zeitschalter 182, 181, den thermostatgesteuerten Sicherheitsschalter 175, den in der Kaltanzeigestellung sich befindenden Flammen anzeigeschalter 160 - das heisst, wenn dieser an dem Kontakt 161 aufliegt -, die Solenoidspule 140 für das Gaszufuhrventil 135 und durch die Kontakt- elemente 171 und 172 des Sicherheitsschalters 170 zum Leiter 177 fliesst.
Dadurch wird die Spule 140 erregt und bewirkt das Öffnen des Gaszufuhrventils <B>135.</B> Der Strom fliesst aber auch durch den kalten Kontakt 161 des Flammenanzeigeschalters 160 und durch die Heizvorrichtung 184 des Sicherheits schalters 170 zum Leiter 177. Dadurch wird der Bimetallschalter 170 aufgeheizt, so dass er seine Kon takte öffnet und die Solenoidspule 140 entregt, wenn die Zündvorrichtung versagen sollte. Strom fliesst auch durch den Kontakt 161 und die Primärspule des Transformators 138, um die Glühwendel 139 über die Sekundärwicklung des Transformators 138 zu speisen.
Die Heizvorrichtung 184 besitzt eine Metallabschirmung, die durch Wärmeabsorption eine Verzögerung der Funktion des Kontaktelementes 172 bewirkt.
Ferner geht aus Fig. 11 hervor, dass bei Bewe gung des Türschalters 61 in seine untere Stellung, das heisst bei geschlossener Türe 12, der Elektro motor 85 zum Antrieb der Trommel 63 über den Zeitschalter 182 eingeschaltet wird, während der Zeitschaltmotor 183 durch einen dem Elektromotor 85 parallel geschalteten Stromkreis ebenfalls über den Zeitschalter 182 eingeschaltet wird. Ferner ist ersicht lich, dass das Brennerventil 136 erst betätigt werden kann, wenn die Zündflamme einen birnenartigen Wärmefühler<B>157</B> aufgeheizt hat (Fig. 9 und 10), der den Schalter 160 in seine Heissanzeigestellung bringt, in der er an dem ortsfesten Kontakt 162 anliegt.
Dann wird das Solenoid 163 des Brennerventils 136 erregt und der Hauptgasbrenner 105 voll mit Gas beschickt. Der auf die Trommeltemperatur anspre chende Thermostat 173 ist mit dem Stromkreis zur Betätigung des Brennerventils <B>136</B> in Reihe geschal tet. Es zeigt sich, dass bei einem Anstieg der Tempe ratur in der Wäschetrommel 63 über ein bestimmtes Maximum das Solenoid 163 stromlos und das Bren- nerventil 136 geschlossen wird. Dabei brennt die Zündflamme natürlich weiter.
Bei Absinken der Tem peratur in der Trommel 63 unter ein bestimmtes Minimum wird der Thermostatschalter 173 wieder geschlossen und das Brennerventil 136 erneut ge öffnet. Wenn jedoch aus irgendeinem Grunde die Zündflamme erloschen ist, legt sich der Schalter 160 sofort wieder an den Kontakt 161 an und verhindert ein öffnen des Brennerventils 136 selbst bei Schlie ssen des Thermostatschalters 173.
Die Zeitschalter 181 und 182 sind so angeordnet, dass der Zeitschalter 181 um eine vorherbestimmte Zeitspanne vor dem öffnen des Schalters 182 geöffnet wird, so dass der Elektromotor 85 und somit auch die Trommel 63 nach Abschalten des Hauptgasbrenners 105 noch eine bestimmte Zeit weiterläuft. Nach Ablauf dieser Zeitspanne öffnet sich der Kontakt 182 und schaltet den Elektromotor 85 und den Zeitschalt- motor 183 ab.
Wenn der Flammenanzeigeschalter 160 des Gasbrennerventils 136 infolge von Strom- losigkeit oder Schadhaftigkeit der Glühwendel 139 oder Ausbleiben der Zündung des Zündbrenners<B>137</B> nicht von seiner Kalt- in seine Heissanzeigestellung umgelegt wird, öffnet sich der Sicherheitsschalter 170 und schaltet die Gasventile 135 und 136 und den Transformator 138 vom Strom ab.
Der Sicherheits schalter 170 kann jede übliche Bauart aufweisen und ist schematisch als ein Bimetallschalter dargestellt, der unter dem Einfluss des ihm zugeordneten Heiz- elementes 184 den Stromkreis öffnet, wenn seine Bi metallteile eine zu hohe Temperatur erreichen.
Zur Erläuterung, nicht in einschränkender Weise, sei bemerkt, dass der Sicherheitsschalter 170 innerhalb einer Zeitspanne von 4-10 Minuten öffnen kann. Der Elektromotor 85 läuft weiter und das strom durchflossene Heizelement 184 hält die Bimetallkon- takte des Sicherheitsschalters 170 offen. Der Zeit schaltmotor 183 läuft seine Schaltzeit ab und schaltet dann den Elekromotor 85 völlig vom Strom ab. Nach Abkühlung des Sicherheitsschalters 170 stellt sich dieser selbst zurück und ist dann für eine erneute Funktion betriebsbereit, nachdem der Schaden be hoben wurde.
Wie bereits erwähnt, ist der thermostatgesteuerte Sicherheitsschalter 175 bei einer höheren Temperatur wirksam als der Thermostat 173. Er beseitigt daher die Gefährdung der Wäsche, die sonst bei Versagen des Thermostaten<B>173</B> eintreten würde, da bei Öff nen des Sicherheitsschalters 175 das Brennerventil 136 und das Gaszufuhrventil 135 geschlossen und der Transformator 138 und der Sicherheitsschalter <B>170</B> stromlos werden.
Die Birne 131 zur Beleuchtung des Trommel innern zwecks leichterer Einbringung und Heraus nahme der Wäsche wird durch den Türschalter 61 betätigt, wenn dessen bewegliches Kontaktorgan 178 in seiner obern Stellung an dem festen Kontakt 180 beim Öffnen der Tür 12 anliegt.
Der Thermostat 173 ist einstellbar, damit die Heiztemperatur im Innern der Trommel 63 leichter geregelt werden kann. Zur Einstellung der öffnungs- und Schliesstemperatur des Thermostaten 173 ist an der Aussenseite des Gehäuses 11 der Regelknopf 17 vorgesehen.
In Fig. 12 ist ein Schaltschema einer abgeänder ten Steuerung gezeigt. Darin sind die gleichen Ele mente wie in Fig. 11 vorgesehen und mit denselben Bezugsziffern, jedoch unter Zusatz des Buchstabens a bezeichnet.
In dieser Schaltung ist das Solenoid 140a bei geschlossenem Schalter Y immer erregt, so dass das Gaszufuhrventil 135a ständig in Betrieb ist, auch nachdem der Trockenvorgang beendet ist. Nach Beendigung eines Trockenprozesses kann dann der nächste sogleich begonnen werden, ohne dass man darauf zu warten braucht, dass der Transformator 138a die Glühwendel 139a aufheizt, die dann den Zündbrenner in Betrieb setzt, der danach den Flam- menanzeigeschalter 160a betätigen würde.
Der Schal ter y, der ein Druckknopfschalter sein kann, ermög licht auch das Ausschalten der Birne 131a, wenn die Tür 12 offen steht, und das Einschalten der Heiz- vorrichtung 184, nachdem die Tür 12 geschlossen ist.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, dass die vorliegende Erfindung einen äusserst kompakten und wirkungsvollen Wäschetrockner für Haushalt zwecke schafft. Dabei ist die wirkungsvolle und wirt schaftliche Arbeitsweise der Maschine mit einem sehr hohen Sicherheitsgrad verbunden.