CH341510A - Verfahren zur Regelung eines Zwangdurchlaufdampferzeugers und Zwangdurchlaufdampferzeuger zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Regelung eines Zwangdurchlaufdampferzeugers und Zwangdurchlaufdampferzeuger zum Durchführen des VerfahrensInfo
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- F22B35/06—Control systems for steam boilers for steam boilers of forced-flow type
- F22B35/10—Control systems for steam boilers for steam boilers of forced-flow type of once-through type
- F22B35/102—Control systems for steam boilers for steam boilers of forced-flow type of once-through type operating with fixed point of final state of complete evaporation, e.g. in a steam-water separator
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Verfahren zur Regelung eines Zwangdurchlaufdampferzeugers und Zwangdurchlaufdampferzeuger zum Durchführen des Verfahrens Eine Erfindung des vorliegenden Patentes betrifft ein Verfahren zur Regelung eines Zwangdurchlauf- dampferzeugers mit mindestens einer Verdampfer heizfläche und mindestens einer überhitzerheizfläche sowie mit einem zwischen beiden Heizflächen an geordneten Flüssigkeitsabscheider. Eine andere Er findung betrifft einen Zwangsdurchlaufdampferzeuger zum Durchführen des Verfahrens.
Es ist bekannt, bei einem Zwangdurchlaufdampf- erzeuger mit mehreren parallelen Verdampferrohren am Austritt eines dieser Rohre einen Thermostaten vorzusehen, der die Temperatur des Arbeitsmittels misst und entsprechend dem Messergebnis die Speise menge einregelt. Das mit dem Thermostaten ver sehene Rohr wird dabei leicht überhitzt gefahren, im Gegensatz zu den übrigen parallelen Rohren, die am Austritt - also vor dem Flüssigkeitsabscheider - im allgemeinen Nassdampf führen.
Einer Temperatur änderung am Austritt des leicht überhitzt gefahrenen Rohres entspricht somit eine Feuchtigkeitsänderung des Arbeitsmittels in den übrigen parallelen Rohren. Durch diese Speiseregelung soll die Dampffeuchtig keit vor dem Flüssigkeitsabscheider konstant gehal ten werden.
Diese Regelung hat aber den Nachteil, dass für sie der Zustand des Arbeitsmittels in einem einzelnen, den Thermostaten aufweisenden Verdampferrohr massgebend ist und daher Änderungen in der Wärme aufnahme der übrigen parallelen Rohre unberück sichtigt bleiben. Zudem muss das leicht überhitzt ge fahrene Rohr von Zeit zu Zeit gespült werden, um die sich am Ende der Verdampfungszone ablagernden Salze zu entfernen.
Die Salze verändern ausserdem den Durchflusswiderstand und können auch dadurch die Regelung nachteilig beeinflussen. Eine weitere Schwierigkeit besteht schliesslich darin, dass die Ver- dampfungstemperatur lastabhängig ist, so dass bei Regelung auf konstante Temperatur eine Verschie bung der Verdampfungszone im Rohr eintreten würde. Man sieht deshalb eine lastabhängige Tempe- ratursollwertverstelleinrichtung vor, die aber wegen ihres beträchtlichen Aufwandes die Regelung ver teuert;
sie bedarf überdies der Kontrolle und bildet eine zusätzliche Quelle für Störungen.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren werden alle diese Nachteile beseitigt.
Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man die Menge des in den Dampferzeuger eingespeisten Arbeitsmittels in Ab hängigkeit vom Verhältnis der abgeschlämmten Flüs sigkeitsmenge zu der Menge des mindestens durch einen Teil des Dampferzeugers hindurchgeführten Ar beitsmittels einstellt.
Der Zwangdurchlaufdampferzeuger zum Durch- führen des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Messvorrichtung für die Menge des mindestens einen Teil des Dampferzeugers durchströmenden Arbeits mittels, eine Messvorrichtung für die Menge der aus dem Abscheider abgeschlämmten Flüssigkeit sowie durch einen von den Messwerten beider Mengenmess- vorrichtungen beeinflussten Verhältnisregler,
der in Wirkungsverbindung mit einem Regelorgan steht und bei zunehmendem Verhältnis von Arbeitsmittelmenge zu abgeschlämmter Flüssigkeitsmenge die Speise menge vergrössert und umgekehrt bei abnehmendem Verhältnis von Arbeitsmittelmenge zu abgeschlämm ter Flüssigkeitsmenge die Speisemenge verringert, bis ein bestimmtes vorgegebenes Sollwertverhältnis der beiden Mengenanteile erreicht ist.
Im folgenden wird das Verfahren nach der Er findung anhand der Zeichnung beispielsweise er läutert. Die Zeichnung zeigt schematisch einen Zwang durchlaufdampferzeuger 1 mit einer ersten und einer zweiten Verdampferheizfläche 15 bzw. 2, einem Flüssigkeitsabscheider 3, einer überhitzerheizfläche 4 und einer Speisepumpe 5. Zwischen der Speise pumpe 5 und der ersten Verdampferheizfläche 15 des Dampferzeugers 1 sind drei dampfbeheizte Speise flüssigkeitsvorwärmer 16 vorgesehen.
Wie ersichtlich, ist der Flüssigkeitsabscheider 3 zwischen der zweiten Verdampferheizfläche 2 und der überhitzerheizflä- che 4 angeordnet. Das Arbeitsmittel strömt durch einen Eintrittsstutzen 6 in den Flüssigkeitsabschei- der 3, in dem der Sattdampf von noch flüssigem Arbeitsmittel getrennt wird. Der Sattdampf verlässt den Abscheider 3 durch einen Austrittsstutzen 7, um anschliessend in die Überhitzerheizfläche 4 zu gelan gen.
Die abzuschlämmende Flüssigkeit wird durch eine Leitung 8 abgeführt. Zwischen dem Austritts stutzen 7 und der Überhitzerheizfläche 4 ist eine Mengenmessvorrichtung 9 für das die überhitzer- heizfläche 4 des Dampferzeugers 1 durchströmende Arbeitsmittel angeordnet und in der Leitung 8 eine Mengenmessvorrichtung 10 für die Abschlämmenge.
Statt der vorbeschriebenen Mengenmessvorrich- tung 9 für das Arbeitsmittel kann eine solche 9' zwischen dem - in Umlaufrichtung gesehen - letz ten Speiseflüssigkeitsvorwärmer 16 und der ersten Verdampferheizfläche 15 angeordnet sein. In diesem Fall misst sie die Menge des eingespeisten Arbeits mittels, wogegen im ersten Fall die aus dem Flüssig keitsabscheider 3 abströmende Sattdampfmenge ge messen wird.
Um die erforderliche Regelgenauigkeit einzuhal ten, ist es notwendig, das Flüssigkeitsniveau im Ab- scheider 3 innerhalb enger Grenzen konstant zu hal ten, und die hierfür vorgesehene Niveauregelung muss ein stabiles, aperiodisches Verhalten aufweisen, um die Mengenmessung nicht zu beunruhigen. Diese Vor aussetzung wird mit einem an sich bekannten Niveau regler 11 erreicht.
Jede der Mengenmessvorrichtungen 9 bzw. 9' und 10 misst bei dem dargestellten Beispiel mittels an den betreffenden Stellen eingebauten Blenden eine Druckdifferenz, die von einem Empfänger jeweils in einen Regelöldruck umgewandelt wird. Die Regel- öldrücke beider Mengenmessvorrichtungen 9, 10 bzw.
9', 10 werden einem Verhältnisregler 12 zugeleitet, der die Drücke miteinander derart vergleicht, dass kein Impuls an einen die Drehzahl der Speisepumpe 5 beeinflussenden Regler 13 weitergeht, solange Ab- schlämmenge und Sattdampfmenge bzw. eingespeiste Arbeitsmittehnenge in einem ganz bestimmten, vor gegebenen Verhältnis zueinander stehen. Der Ver hältnisregler 12 kann beispielsweise nach dem Prinzip der hydraulischen Waage oder nach dem Prinzip der Wheatstoneschen Brücke arbeiten.
Sobald Abweichungen vom vorbestimmten Men genverhältnis auftreten, gibt der Verhältnisregler 12 einen entsprechenden Impuls an den Regler 13 wei ter, der die Drehzahl der Speisepumpe 5 so verändert, dass bei zunehmendem Verhältnis von Arbeitsmittel menge zu abgeschlämmter Flüssigkeitsmenge die Speisemenge vergrössert und umgekehrt bei abneh mendem Verhältnis von Arbeitsmittelmenge zu ab geschlämmter Flüssigkeitsmenge die Speisemenge verringert wird, bis ein bestimmtes vorgegebenes Soll wertverhältnis der beiden Mengenanteile erreicht ist.
In weichem Verhältnis die abgeschlämmte Flüssig keitsmenge zur Arbeitsmittelmenge steht, richtet sich nach der Ausbildung des Dampferzeugers und ge gebenenfalls nach der Last. Für das lastabhängige Verändern des Verhältnissollwertes von abge schlämmter Flüssigkeitsmenge zu Arbeitsmittelmenge kann der Dampferzeuger mit einer nach Massgabe der Last gesteuerten Sollwertverstelleinrichtung versehen sein, die mit Grösserwerden der Last den Sollwert des Verhältnisses von Arbeitsmittelmenge zu ab- geschlämmter Flüssigkeitsmenge vergrössert.
Auf diese Weise wird nach dem erfindungsgemä ssen Verfahren die effektive, mittlere Dampffeuchtig keit am Verdampferaustritt geregelt, und zwar un abhängig von etwaigen Unterschieden in der Behei- zung der parallelen Verdampferrohre; solche Unter schiede können zum Beispiel durch Verstellen der Feuerung eintreten.
Denn einem bestimmten Ver hältnis von Abschlämmenge zur Sattdampfmenge bzw. zur Menge des eingespeisten Arbeitsmittels ent spricht eindeutig eine bestimmte relative mittlere Dampffeuchtigkeit des Arbeitsmittels am Austritt aller parallelen Verdampferrohre vor dem Wasser- abscheider.
Im Gegensatz zu bekannten Regelverfahren er möglicht das Verfahren nach der Erfindung daher beispielsweise, sämtliche Verdampferrohre nass zu fahren, was den Vorteil hat, dass Salzablagerungen innerhalb dieser Rohrgruppe mit Sicherheit vermie den werden.
Man könnte zwar anstelle der Abschlämmengen- messung mittels der Messvorrichtung 10 beispielsweise den Regelöldruck des Niveaureglers 11 als Ver gleichswert mit der Arbeitsmittelmengenmessung her anziehen oder auch die Spindelstellung des Ab- schlämmventils 14. Als Nachteil solcher Massnahmen ergibt sich aber in der Praxis, dass wegen unvermeid licher Abnützung des Abschlämmventils 14 ein häu figes Abweichen des Vergleichswertes und damit der Regelung vom Sollwert eintreten würde; eine laufende Korrektur der Regelung zum Ausgleich der Ab weichungen wäre die Folge.
Diese Nachteile treten bei der Mengenmessung mittels Messblende nicht auf.
Der Regler 13 ist vorteilhaft als Proportional- Integral-Regler ausgebildet. Es kann auch ein anderer Regler, insbesondere ein Proportional-Integral-Diffe- rentialregler verwendet werden, welcher beispiels weise zweckmässig sein kann, um ein eventuelles Integralverhalten des Flüssigkeitsabscheiders zu kom pensieren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Regelung eines Zwangdurchlauf- dampferzeugers mit mindestens einer Verdampfer- heizfläche und mindestens einer überhitzerheizfläche sowie mit einem zwischen beiden Heizflächen an geordneten Flüssigkeitsabscheider, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Menge des in den Dampf erzeuger eingespeisten Arbeitsmittels in Abhängig keit vom Verhältnis der abgeschlämmten Flüssigkeits menge zu der Menge des mindestens durch einen Teil des Dampferzeugers hindurchgeführten Arbeitsmittels einstellt. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Menge des in den Dampf erzeuger eingespeisten Arbeitsmittels in Abhängigkeit vom Verhältnis der abgeschlämmten Flüssigkeits menge zur Sattdampfmenge einstellt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Menge des in den Dampf erzeuger eingespeisten Arbeitsmittels in Abhängigkeit vom Verhältnis der abgeschlämmten Flüssigkeits menge zur eingespeisten Arbeitsmittelmenge einstellt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Verhältnissollwert von abgeschlämmter Flüssigkeitsmenge zu Arbeitsmittel menge lastabhängig verändert.PATENTANSPRUCH Il Zwangdurchlaufdampferzeuger zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch eine Messvorrichtung für die Menge des mindestens einen Teil des Dampferzeugers durch strömenden Arbeitsmittels, eine Messvorrichtung für die Menge der aus dem Abscheider abgeschlämmten Flüssigkeit sowie durch einen von den Messwerten beider Mengenmessvorrichtungen beeinflussten Ver hältnisregler,der in Wirkungsverbindung mit einem Regelorgan steht und bei zunehmendem Verhältnis von Arbeitsmittelmenge zu abgeschlämmter Flüssig keitsmenge die Speisemenge vergrössert und um gekehrt bei abnehmendem Verhältnis von Arbeits- mittelmenge zu abgeschlämmter Flüssigkeitsmenge die Speisemenge verringert, bis ein bestimmtes vor gegebenes Sollwertverhältnis der beiden Mengen anteile erreicht ist.UNTERANSPRÜCHE 4. Zwangdurchlaufdampferzeuger nach Patent anspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mess- vorrichtung für die Menge des mindestens einen Teil des Dampferzeugers durchströmenden Arbeitsmittels zwischen dem - in Umlaufrichtung des Arbeits mittels gesehen - letzten dampfbeheizten Speise vorwärmer und der ersten Verdampferheizfläche des mehrere solche aufweisenden Dampferzeugers an geordnet ist.5. Zwangdurchlaufdampferzeuger nach Patent anspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mess- vorrichtung für die Menge des mindestens einen Teil des Dampferzeugers durchströmenden Arbeitsmittels zwischen dem Flüssigkeitsabscheider und der über- hitzerheizfläche des Dampferzeugers angeordnet ist.6. Zwangdurchlaufdampferzeuger nach Patent anspruch II, gekennzeichnet durch eine nach Mass gabe der Last gesteuerte Sollwertverstelleinrichtung für das Verhältnis von abgeschlämmter Flüssigkeits menge zu Arbeitsmittelmenge.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH341510T | 1956-07-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH341510A true CH341510A (de) | 1959-10-15 |
Family
ID=4505822
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH341510D CH341510A (de) | 1956-07-27 | 1956-07-27 | Verfahren zur Regelung eines Zwangdurchlaufdampferzeugers und Zwangdurchlaufdampferzeuger zum Durchführen des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH341510A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1347235A1 (de) * | 2002-03-20 | 2003-09-24 | Babcock Borsig Power Systems GmbH | Verfahren und Anordnung zur Ermittlung einer Dampfmenge |
-
1956
- 1956-07-27 CH CH341510D patent/CH341510A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1347235A1 (de) * | 2002-03-20 | 2003-09-24 | Babcock Borsig Power Systems GmbH | Verfahren und Anordnung zur Ermittlung einer Dampfmenge |
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