CH367836A - Verfahren zum Regeln der Speisemenge eines Zwangdurchlaufdampferzeugers und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Regeln der Speisemenge eines Zwangdurchlaufdampferzeugers und Einrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Regeln der Speisemenge eines Zwangdurchlaufdampferzeugers und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens Das Patent bezieht sich auf ein Verfahren zum Regeln der Speisemenge eines Zwangdurchlaufdampf- erzeugers, wobei die Speisemenge von mindestens einem im Bereich des verdampfenden Arbeitsmittels abgeleiteten Temperaturregelsignal beeinflusst wird.
Bei einem solchen Verfahren wird das Tempera turregelsignal am Ende eines Verdampferrohrstranges abgeleitet, der gegenüber den übrigen, parallel ge schalteten Rohrsträngen etwas überhitzt gefahren wird, so dass das Temperatursignal ein Mass für die Feuchtigkeit des Arbeitsmittels in den übrigen Strän gen bildet.
Da bei Laständerungen des Dampferzeu gers sich auch der Druck im Verdampferteil oder vor dem Flüssigkeitsabscheider ändert, muss die Tem peratur am Ende des leicht überhitzt gefahrenen Rohrstranges bei verschiedenen Lastzuständen unter schiedliche Werte annehmen, damit eine konstante, mittlere Feuchtigkeit beim Eintritt in den Abscheider erzielt wird. Es ist daher üblich, den Sollwert für das Temperaturregelsignal lastabhängig zu steuern.
Das Herstellen einer dafür geeigneten Steuervorrichtung erfordert genaue Vorausberechnungen der verschie denen Drucke vor dem Abscheider bei den jeweiligen Lastzuständen, wobei jedoch verschiedene, im prak tischen Betrieb auftretende und die Temperaturmes sung wesentlich beeinflussende Umstände nicht er fasst werden, z. B. die Verschmutzung der Wärme übertragungsflächen.
Demgegenüber besteht das erfindungsgemässe Ver fahren darin, dass der Sollwert des Temperaturregel signals durch ein die Dampffeuchtigkeit abbildendes Signal beeinflusst wird. Ein solches, die Dampffeuch tigkeit abbildendes Signal stellt z. B. das Verhältnis von Abschlämmenge zu eingespeister Arbeitsmittel menge dar.
Das erfindungsgemässe Verfahren hat ge genüber dem bekannten wesentliche Vorteile, die darin bestehen, dass eine Vorrichtung zum lastabhän gigen Steuern des Temperatursollwertes entfallen kann, oder - wenn eine solche Vorrichtung beibehal ten wird - bei der Vorausberechnung an den Grad der Genauigkeit nicht mehr so hohe Anforderungen wie bisher gestellt zu werden brauchen, und dass auch bei einer Verschmutzung der Wärmeübertragungs- flächen oder bei einer Verlagerung des Feuers der Sollwert des Temperaturregelsignals beeinflusst wird, so dass ein störungsfreierer und gleichmässigerer Be trieb als bisher möglich ist.
Wenn weiterhin eine Steuervorrichtung für den Temperatursollwert beibe halten wird, wobei dann wesentlich geringere Anfor derungen als bisher an die Genauigkeit der Steuer scheibe gestellt werden können, werden etwaige Un genauigkeiten bei der Sollwertverstellung durch die Beeinflussung des die Dampffeuchtigkeit abbildenden Signals ausgeglichen werden.
Das Patent bezieht sich ferner auf eine Einrich tung zum Durchführen des Verfahrens bei einem Zwangdurchlaufdampferzeuger mit einem Speisemen- genregelorgan, einem hinter dem Verdampferteil an geordneten Flüssigkeitsabscheider und einem Regel kreis, der ein Temperaturmessgerät, einen von diesem Messgerät beeinflussten Regler und ein durch diesen Regler einstellbares, auf das Speisemengenregelorgan wirkendes Stellorgan aufweist.
Die Einrichtung ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass ein Arbeitsmittehnengengeber, ein Abschlämmengengeber und ein von diesen beiden Gebern beeinflusstes Inte grationsorgan vorgesehen sind und dass der Aus gang des Integrationsorgans mit dem Sollwerteingang des Reglers verbunden ist.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung zur Ausübung des ebenfalls erfändungs- gemässen Verfahrens ist anhand der Zeichnung in der Beschreibung erläutert. Die Zeichnung zeigt in sche matischer Darstellung eine Einrichtung zum Regeln der Speisemenge eines Dampferzeugers, der nach dem Zwangdurchlaufprinzip betrieben wird.
Mit 1 ist eine Speisepumpe bezeichnet, mit 2 ein Druckdifferenz- regelventil, mit 3 ein Speiseventil, mit 4 ein Econo- miser, mit 5 ein Verdampferteil, mit 6 ein Flüssig- keitsabscheider, mit 7 eine Messblende, mit 8 ein Überhitzerteil und mit 40 eine die eben aufgezähl ten Teile miteinander verbindende Leitung, durch die das Arbeitsmittel in Pfeilrichtung strömt.
Die Lei tung 40 führt, in Strömungsrichtung gesehen, hinter dem überhitzerteil 8 zu nicht dargestellten Dampf verbrauchern, z. B. einer Turbine, die einen elektri schen Generator antreibt. Am Ende des Verdampfer teiles 5 ist ein Temperaturmessgerät 9 .vorgesehen, das z. B. als Multithermostat ausgebildet ist. Von dem Temperaturmessgerät 9 führt eine Signalleitung 41 zu einem Regler 10, der Proportional- und Integral- Charakter hat und der über eine Signalleitung 42 mit dem Stellorgan 19 des Speiseventils 3 verbunden ist.
In Strömungsrichtung des Arbeitsmittels gesehen vor und hinter dem Speiseventil 3 sind Messleitungen eines Druckdifferenzmessgerätes 20 angeschlossen, von dem eine Signalleitung 25 zu einem Regler 21 mit Proportional- und Integral-Charakter führt. Die ser Regler 21 ist über eine Leitung 26 mit dem Stellorgan des Druckdifferenzregelventils 2 verbun den, das somit über den Regler 21 stets so verstellt wird, dass der Druckabfall im Speiseventil 3 konstant bleibt.
Mit dem Druckdifferenzregelventil 2 ist ein dessen Ventilhub abgreifendes Organ 22 verbunden, von dem eine Signalleitung zu einem Regler 23 mit Proportional-Charakter führt. Dieser Regler 23 wie derum ist mit dem Motor 24 der Speisepumpe 1 verbunden. Die Anordnung des Organs 22 und des Reglers 23 hat den Zweck, dass bei geringen Speise mengen nicht mehr das Druckdifferenzregelventil 2 verändert wird, sondern die Fördermenge der Pumpe 1 verringert wird, um keine unnötigen Drosselverluste in dem Ventil 2 hervorzurufen.
An dem Abscheider 6 ist ein auf das Flüssigkeits niveau ansprechender Geber 11 angebracht, von dem eine Signalleitung zu einem Regler 12 mit Propor- tional-Charakter führt. Der Regler 12 ist über ein Stellorgan mit einem Ventil 13 verbunden, das in einer die im Abscheider 6 angesammelte Flüssigkeit abführenden Leitung 43 angeordnet ist.
Mit der Messblende 7 ist ein Druckdifferenzmess- gerät 14 verbunden, das Signale über eine Leitung 44 auf einen Funktionsumformer 15 gibt. Der Funk- tionsumformer 15 ist derart ausgebildet, dass er das Druckdifferenzsignal vom Messgerät 14 radiziert, so dass ein der Dampfmenge entsprechendes Mengen signal entsteht, das dann nach einer bestimmten Funktion so umgewandelt und einem Integrations organ 16 zugeführt wird, dass es als Sollwert für die durch das Ventil 13 abgeführte Flüssigkeitsmenge dient.
Das Integrationsorgan 16 ist zu diesem Zweck über eine Signalleitung 45 mit dem das Ventil 13 beeinflussenden Proportionalregler 12 verbunden. Das Verhältnis von abgeführter Flüssigkeitsmenge zu Dampfmenge kann eine beliebige Funktion der Last sein, es braucht also nicht über den ganzen Last bereich konstant zu sein.
Eine Signalleitung 46 führt von dem Integrationsorgan 16 zu dem Sollwertein- gang 47 des Reglers 10 in dem das ,Speiseventil 3 beeinflussenden Temperaturregelkreis. Von dem Druckdifferenzmessgerät 14 führt eine Leitung 48 über ein Radizierorgan 17 zu einem Proportional- regler 18, von dem eine Signalleitung 49 zu dem Stellorgan 19 des Speiseventils 3 führt.
Die beschriebene Anlage arbeitet wie folgt: Das Arbeitsmittel wird mittels der Speisepumpe 1 durch das Druckdifferenzregelventil 2, das Speiseventil 3 dem Economiser 4 und dem Verdampferteil 5 zu geführt, wo das Arbeitsmittel vorgewärmt bzw. zu seinem grössten Teil verdampft wird. Das so entstan dene Gemisch aus Dampf und flüssigem Arbeits mittel gelangt in den Abscheider 6, in dem sich die unverdampfte Flüssigkeit vom Dampf trennt, der dann über die Messblende 7 nach dem überhitzerteil 8 strömt und von dort nach den nichtgezeichneten Verbrauchsstellen.
Bei konstanter Last wird die An lage auf Grund der Temperaturmessungen des Mess- gerätes 9 über den Regler 10 und das Speiseventil 3 geregelt. Das durch die Leitung 47 in den Regler 10 eingegebene Temperatursollwertsignal wird dabei von dem in der Leitung 46 wirkenden, die Dampffeuch tigkeit abbildenden Signal beeinflusst, das aus dem Verhältnis zwischen aus dem Abscheider 6 abgeführ ter Flüssigkeitsmenge und der in den überhitzerteil 8 strömenden Dampfmenge gebildet wird und bei konstanter Last im wesentlichen konstant bleibt.
Bei grösser werdender Last des Dampferzeugers wird auch der Druck vor dem Abscheider 6 grösser, wo mit sich im Verdampferteil eine höhere Sattdampf- temperatur einstellt. Die Folge davon ist, dass mehr unverdampfte Flüssigkeit als vorher aus dem Ver- dampferteil 5 austritt und in den Abscheider 6 ge langt.
Dementsprechend wird durch die Niveaurege lung eine grössere Flüssigkeitsmenge über die Leitung 43 aus dem Abscheider 6 herausgeführt, und das Verhältnis aus dieser Menge zu der Dampfmenge wird kleiner. Entsprechend diesem veränderten Verhältnis wird von dem Integrationsorgan 16 über die Leitung 46 und den Sollwerteingang 47 der Temperatursoll wert im Regler 10 so lange erhöht, bis der neuen Last die richtige Temperatur am Ende des Verdamp- ferteiles 5 entspricht.
Da infolge des Integral-Charak- ters des Organs 16 die Anpassung der Solltempera tur in Abhängigkeit von der Dampffeuchtigkeit all mählich vor sich geht, und diese Schaltung bei plötz lichen Laständerungen nicht schnell genug nachkom men würde, wird an dem Druckdifferenzmessgerät 14 über die Leitung 48 ein Vorsignal abgenommen, das über den Proportionalregler 18 und die Leitung 49 durch Summierung mit dem Ausgangssignal des Reglers 10 sofort auf das Speiseventil 3 einwirkt.
Bei einer anderen Ausführungsform der Einrich tung nach der Erfindung ist dem Regler 10 ausser der Sollwertverstellung durch ein die Dampffeuchtig keit abbildendes Signal eine lastabhängige Sollwert- verstellung aufgeschaltet, die in der Zeichnung durch das Bezugszeichen 30 angedeutet ist und die ähnlich wie das zuvor beschriebene Vorsignal sofort wirkt.
Für die Abnahme des Temperaturregelsignals ist eine Stelle massgebend, an der die Temperatur ein Mass für die pro Mengeneinheit Wasser aufgenom mene Wärme ist. Das Temperaturmessgerät braucht dementsprechend also nicht am Ende des Verdamp- ferteiles vorgesehen zu sein, sondern an einer Neben heizfläche oder einem überhitzer, die bzw. der in einem gleichartigen Temperaturbereich des Dampf erzeugers liegt wie der Verdampferteil und somit in der gleichen Weise wie dieser auf eine Feuerän derung anspricht.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Regeln der Speisemenge eines Zwangdurchlaufdampferzeugers, wobei die Speise menge von mindestens einem im Bereich des ver dampfenden Arbeitsmittels abgeleiteten Temperatur regelsignal beeinflusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert des Temperaturregelsignals durch ein die Dampffeuchtigkeit abbildendes Signal beein flusst wird.1I. Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Patentanspruch I, bei einem Zwangdurchlauf- dampferzeuger mit einem Speisemengenregelorgan, einem hinter dem Verdampferteil angeordneten Flüs- sigkeitsabscheider und einem Regelkreis, der ein Temperaturmessgerät, einen von diesem Messgerät beeinflussten Regler und ein durch diesen Regler ein stellbares, auf das Speäsemengenregelorgan wirkendes Stellorgan aufweist,dadurch gekennzeichnet, dass ein Arbeitsmittelmengengeber, ein Abschlämmengengeber und ein von diesen beiden Gebern beeinflusstes Inte grationsorgan vorgesehen sind und dass der Ausgang des Integrationsorgans mit dem Sollwertenngang des Reglers verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Sollwert des Temperaturregel signals ausser von dem die Dampffeuchtigkeit abbil denden Signal von einem diesem Signal überlagerten lastabhängigen Korrektursignal beeinflusst wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Speisemenge ausser von dem hinsichtlich seines Sollwertes durch das die Dampf feuchtigkeit abbildende Signal beeinflussten Tempera- turregelsägnal von einem von der Dampfmenge abge leiteten Vorsignal beeinflusst wird. 3. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsmittelmengengeber aus einem Druckdifferenzmessgerät und einem Funk tionsumformer besteht.
Priority Applications (3)
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| CH7364959A CH367836A (de) | 1959-05-27 | 1959-05-27 | Verfahren zum Regeln der Speisemenge eines Zwangdurchlaufdampferzeugers und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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Publications (1)
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| CH367836A true CH367836A (de) | 1963-03-15 |
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| ES (1) | ES258371A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1241461B (de) * | 1963-07-04 | 1967-06-01 | Sulzer Ag | Verfahren zum Beeinflussen der Speisewassermenge von Zwanglaufdampferzeugern mit Fluessigkeitsabscheidern |
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1959
- 1959-05-27 CH CH7364959A patent/CH367836A/de unknown
-
1960
- 1960-05-25 ES ES0258371A patent/ES258371A1/es not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
| DE1241461B (de) * | 1963-07-04 | 1967-06-01 | Sulzer Ag | Verfahren zum Beeinflussen der Speisewassermenge von Zwanglaufdampferzeugern mit Fluessigkeitsabscheidern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES258371A1 (es) | 1960-09-01 |
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