CH342180A - Verfahren und Einrichtung zum Betätigen einer Fadenklemme, insbesondere bei Webmaschinen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Betätigen einer Fadenklemme, insbesondere bei Webmaschinen

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CH342180A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zum Betätigen einer     Fadenklemme,    insbesondere bei     Webmaschinen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betäti  gen einer Fadenklemme, insbesondere bei     Web-          maschinen,    unter Verwendung einer von einem An  triebsorgan bewegten Steuervorrichtung und eine Ein  richtung zur Ausführung des Verfahrens.  



  Bei Webmaschinen mit     Greiferwebschützen,    bei  denen der     Schussfaden    von grossen Kreuzspulen ab  gezogen und mittels eines Fadenzubringers dem       Greiferwebschützen    übergeben wird, ist folgendes be  kannt. Sowohl die Fadenklemmen der Fadenzubrin  ger als auch die Fadenklemmen der     Greiferweb-          schützen    werden durch Vorrichtungen gesteuert, die  innerhalb eines     Schussspiels    an den vorgesehenen  Zeiten bzw. bei den in Frage kommenden Winkel  stellungen der Hauptwelle von einem mit der Haupt  welle verbundenen Antriebsorgan zum Öffnen und  Schliessen der Fadenklemmen betätigt werden.  



  Die Steuerorgane dieser bekannten Steuervorrich  tungen, wenn sie nicht an den Fadenzubringern bzw.  an den     Greiferwebschützen    selbst angebracht, son  dern im Gestell der Webmaschine gelagert sind, haben  meistens keil- bzw. dornförmige Enden. Sie werden  zwischen die Schenkel der Fadenklemmen hinein  geschoben und bewirken mit Hilfe dieser Keilform ein  Spreizen zum Öffnen der Klemmen. Dadurch ergibt  sich der Nachteil, dass sich sowohl an den Faden  klemmen als auch an diesen Steuerorganen eine Ab  nutzung der sich berührenden Flächen einstellt. Diese  bringt nicht nur ein     öfteres    Auswechseln mit sich,  sondern kann auch durch den Abrieb eine Ver  schmutzung des Fadens verursachen, insbesondre  bewirkt sie im Betrieb eine Verringerung der lichten  Öffnung der Klemmbacken der Klemme.  



  Ein weiterer     Nachteil,    wenn der     Öffnerdorn    quer  zur Ebene der Fadenklemme hineingeschoben wird,       igt    die Notwendigkeit einer seitlichen Stützung der  beweglichen Glieder der Fadenklemme, durch die    das Funktionieren derselben beeinträchtigt werden  kann.  



  Durch die Erfindung sollen diese Nachteile be  seitigt werden. Das Verfahren nach der Erfindung  besteht darin, dass bei der Bewegung des Antriebs  organs in einer Richtung zunächst die Steuervorrich  tung als Ganzes aus einer Ruhestellung in eine Ar  beitsstellung gebracht wird, dass danach ein Teil der  Vorrichtung angehalten und anschliessend durch die  fortgesetzte Bewegung des Antriebsorgans eine sol  che Verstellung von Organen der Steuervorrichtung  bewirkt wird, dass die Klemmorgane in einem die       Klemme        öffnenden    Sinn verstellt und in dieser Stel  lung gehalten werden.  



  Die Einrichtung nach der Erfindung besteht darin,  dass das Antriebsorgan derart mit der Steuervorrich  tung verbunden ist, dass bei der Bewegung des An  triebsorgans in einer Richtung zunächst die Steuer  vorrichtung als Ganzes aus einer Ruhestellung in eine  Arbeitsstellung gebracht wird, dass ferner ein An  schlag vorgesehen ist, der zum Anhalten eines Teils  der Vorrichtung dient, dass ausserdem die Verbindung  des Antriebsorgans mit den die Fadenklemme steu  ernden Organen in der Weise ausgestaltet ist, dass  durch die fortgesetzte Bewegung des Antriebsorgans  eine solche Verstellung von Steuerorganen bewirkt  wird, dass die Klemmorgane in einem die Klemme  öffnenden Sinn verstellt und in dieser Stellung ge  halten werden.  



  Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele  der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 und 2 die Steuervorrichtung für die Faden  klemme eines Fadenzubringers nach     Fig.3.        Fig.    3 den Fadenzubringer,       Fig.4    bis 6 verschiedene Stellungen der Steuer  organe der Vorrichtung nach     Fig.    1 und 2,           Fig.7    und 8 eine weitere Ausführungsart     einer     Steuervorrichtung,       Fig.    9 die Fadenklemme des Fadenzubringers aus  den     Fig.7    und 8,

         Fig.   <B>10</B> und 11 verschiedene Stellungen der Steuer  organe der Vorrichtung nach den     Fig.    7 und 8,       Fig.    12 eine Vorrichtung zum Steuern der Faden  klemme eines     Greiferwebschützens,          Fig.   <B>13</B> bis 16 schematisch verschiedene Betriebs  stellungen der Steuervorrichtung nach     Fig.    12.

    Fadenzubringer bei Webmaschinen mit     Greifer-          webschützen    dienen zur Übergabe des     Schussfadens     an den     Greiferwebschützen.    Übergabestellen und so  mit     Fadenzubringer    können je nach Art des     Greifer-          webschützens    entweder nur auf einer oder auf beiden  Seiten des Faches vorgesehen sein.  



  Bei Webmaschinen, bei denen die     Greiferweb-          schützen    im Umlauf     geführt,    somit nur in einer Rich  tung durch das Webfach geschossen werden, werden  meistens die     Schussfadenzubringer    nach dem Ab  schuss des     Webschützens    gegen das Fach vorgescho  ben.

   An dieser Stelle, der Übernahmestelle, erfassen  sie vor dem Abtrennen des eingetragenen     Schuss-          fadens    von der     Spule    das     spulenseitige    Ende des       Schussfadens,    um dieses zur Übergabestelle     zurück-          zubringen.    Bei solchen Anordnungen sind sowohl an  der     Fadenübergabestelle    als auch an der     übernahme-          stelle    Steuerorgane zum     Öffnen    und Schliessen der  Fadenklemme des Zubringers erforderlich.  



  In     Fig.    1 ist eine solche Anordnung dargestellt.  Der Schützen 40 wird in bekannter Weise mittels  eines Schützenhebers 41, der sich     jeweils    um die  Achse 42 dreht, welche in den Wandungen 43 gela  gert ist, die mit dem Gestell der Webmaschine ver  bunden sind,     in    die     Abschussstellung    gebracht. Der  Schützenheber 41 wird mittels des Lenkers 44 vom  Antriebshebel 45 in bekannter Weise betätigt. Da  neben ist der Öffner 46, der sich jeweils ebenfalls um  die Achse 42 dreht, für die Fadenklammer des     Schüt-          zens    40     mit    seinem Antriebsgestänge 47 vorgesehen.

    Der     Schussfadenzubringer    48 mit der     Fadenklemme    49  ist in der Übergabestellung I gezeichnet. Er wird von  dem Antriebshebel 50, der auf der Achse 51 befestigt  ist, mittels des Lenkers 52 von der Fadenübergabe  stellung I in die     Fadenübernahmestellung        II,    am Rand  des Webfaches 53, hin und her bewegt.  



  Zum Steuern der Fadenklemme 49 dienen die  Steuerorgane 58, 58a und 59, 59a, die mittels der  Drehzapfen 61 am verschiebbar gelagerten Trag  organ 62 gelagert sind. Der Antrieb dieser Steuer  vorrichtung umfasst die     Nutentrommel    54 auf der  Welle 55 und den Antriebshebel 56 auf der Dreh  achse 57. Die Welle 55 ist mit der Hauptwelle der       Webmaschine    verbunden. Der Hebel 56 hat am  untern Ende eine Rolle 63, welche in der Steuer  nut 64 der     Nutentrommel    54 läuft. Das obere Ende  des Hebels 56 ist mit auf den Zapfen 65 gelagerten  Rollen 66 für je ein Steuerorgan 58, 58a bzw. 59,  59a versehen, die in den Schlitzen 67, 68 dieser  Steuerorgane arbeiten.

      Die Steuerorgane 58, 58a betätigen die Faden  klemme 49 an der Übergabestelle I, die Steuer  organe 59, 59a hingegen an der     Schussfaden-Über-          nahmestelle    Il. Sie werden mittels der Führungen 69  und 71 in den Wandungen 43 geführt. Das Trag  organ 62 wird mittels der Zugfeder 72, die an der  Achse 42 befestigt ist, ständig nach rechts     (Fig.1     und 2) gezogen.  



       Fig.3    zeigt den Fadenzubringer 48, dessen Fa  denklemme 49 zwei starre Hebel 73, 74 aufweist, die  um die am Steg 75 befestigten Drehzapfen 76 dreh  bar gelagert sind und deren (in     Fig.    3) rechte Arme von  den Schenkeln 77 der Feder 78 mit einer bestimm  ten     Vorspannung    nach aussen gepresst werden, um  die Schliesskraft für die Klemmbacken 79, welche  jeweils den     Schussfaden    81 festklemmen, zu erzeugen.  Die Spitzen 82, 82a der Steuerorgane 58, 58a sind  in     Fig.    3 eingezeichnet.  



  In     Fig.4    sind die Steuerorgane 58, 58a in der  Ruhestellung, wie in     Fig.2    dargestellt, so dass die  Spitzen 82, 82a ausserhalb des Bewegungsraumes des       Schützens    40 wie auch des Fadenzubringers 48 nach  links zurückgezogen sind. Steht im Zeitpunkt der  Fadenübergabe die Fadenklemme 49 in der über  gabestellung I,     Fig.    1, und ist der Schützen 40 vom  Schützenheber 41 in die in     Fig.5    gezeichnete Stel  lung gehoben, so tritt bei der weiteren Drehung der  Welle 55 in der Richtung des Drehpfeils 83 die  Rolle 63 in den Kurventeil 84 der Nut 64 ein. In  folgedessen wird der Hebel 56 im Uhrzeigersinn ge  dreht.

   Die Zapfen 65 mit den Rollen 66 bewegen  sich nach rechts und da infolge der Zugkraft der  Feder 72 das linke Ende der Schlitze 67,<I>68</I> der  Steuerorgane 58, 58a bzw. 59, 59a an den Rollen 66  anliegt, erfolgt eine Verschiebung der genannten  Steuerorgane nach rechts in die Arbeitsstellung, die  aus     Fig.    5 zu ersehen ist.  



  In dieser Stellung liegt das Tragorgan 62 an den  Anschlagflächen 85 der     Gestellwangen    43 an, die so  angeordnet sind, dass in dieser Stellung die Spitzen 82,  82a sich oberhalb bzw. unterhalb der Hebel 73  und 74 der Fadenklemme 49 befinden. In dieser Stel  lung findet eine Berührung der Spitzen 82, 82a mit  den Hebeln 73, 74 noch nicht statt, so dass eine  Abnutzung beim Verschieben der Steuerorgane 58,  58a, 59, 59a in die Arbeitsstellung völlig vermieden  ist.  



  Bei der weiteren Drehung der Welle 55 bzw. der  Kurventrommel 54 dreht sich der Hebel 56 weiter  im Uhrzeigersinn. Da nun aber das Tragorgan 62 und  damit auch die Steuerorgane 58, 58a bzw. 59, 59a  sich infolge der Anschlagfläche 85 nicht weiter nach  rechts verschieben können, durchlaufen die Rol  len 66 die Schlitze 67, 68. Diese sind so in     bezug    auf  den von den Zapfen 65 um die Achse 57 beschriebe  nen Kreisbogen angeordnet, dass beim Durchlaufen  der Schlitze 67, 68 durch die Rollen 66 das linke  Ende des Steuerorgans 58 und ebenso des Steuer  organs 59 nach unten und das linke Ende der Steuer  organe 58a und 59a nach oben bewegt wird.

   Durch      die Drehung der Steuerorgane um die Zapfen 61 wer  den die Spitzen 82, 82a aufeinander zu bewegt und  erteilen den rechten Armen der Hebel 73 und 74 eine  Schwenkbewegung entgegen der Spreizkraft der Fe  derschenkel 77. Infolgedessen entfernen sich die  Klemmbacken 79 voneinander. Der     Schussfaden    81  wird von der Fadenklemme 49 freigegeben, nachdem  er von der Fadenklemme des     Schützens    40 ergriffen  worden ist.  



  Wird nun durch entsprechende Ausbildung des  Kurventeils 84 der Hebel 56 in der beschriebenen  Endstellung gehalten, so kann der     Schussfaden    81  während des Abschusses und der Laufzeit des     Schüt-          zens    40 durch das Webfach 53 ungehindert die  Klemmstelle der Fadenklemme 49 durchlaufen.  



  Zum Schliessen der Fadenklemme 49 wird der  Antriebshebel 56 im     Gegenuhrzeigersinn    gedreht. Da  bei durchlaufen die Rollen 66 zunächst wieder die  Schlitze 67, 68, da das Tragorgan 62 durch die Zug  feder 72 fest gegen die Anschlagfläche 85 angezogen  wird. Infolgedessen werden die Steuerorgane 58, 58a  und 59, 59a im entgegengesetzten Sinn gedreht. Die  Spitzen 82, 82a entfernen sich voneinander, so dass  die Hebel 73, 74 sich unter dem Druck der Schen  kel 77 zum Schliessen der Fadenklemme 58 drehen.  



  Erst wenn die Rollen 66 am linken Ende der  Schlitze 67, 68 anstehen, werden die Steuerorgane       zwangläufig    aus der Arbeitsstellung nach     Fig.5    in  die Ruhestellung nach     Fig.    4 zurückgebracht, die bei  der weiteren Drehung des Hebels 56 entgegen dem  Uhrzeigersinn erreicht wird.  



  In dieser Ruhestellung, bevor der nächste Schüt  zen 40 in die     Abschussstellung    gebracht ist, erfolgt  die Drehung des Hebels 50 im Uhrzeigersinn und die  Verschiebung des Fadenzubringers 48 von der über  gabestellung I in die     Fadenübernahmestellung        1I    am  Webfach 53. Dazu ist der     Schussfaden    81 ausserhalb  des Bereiches der Fadenklemme 49 nach links in be  kannter Weise weggezogen worden.

   Dieses Wegziehen  kann auch gleich nach dem Abschuss des     Schützens     erfolgen, so dass der     Schussfadenzubringer    48 schon  während des Eintrages des     Schussfadens    in das     Web-          fach    53 aus der Stellung 1 in die Stellung     II    gebracht  werden kann.  



  In der Stellung     1I    muss nun zunächst zur Über  nahme des     Schussfadens    die Fadenklammer 49 wie  derum geöffnet werden. Dies erfolgt, wie bereits be  schrieben, durch Drehung des Hebels 56, Verschie  bung und Drehung der Steuerorgane 59, 59a. Ist die  Fadenklemme 49 geöffnet, so gelangt der Schuss  faden 81 zwischen die Klemmbacken 79 der Faden  klemme 49, worauf die Fadenklemme 49 in der be  reits beschriebenen Weise geschlossen wird.  



  Die Steuervorrichtung nach den     Fig.    7 und 8 hat  einen Träger 86, der in den mit der     Gestellwand    87  verbundenen Führungen 88     geführt    und von dem  Antriebshebel 89 betätigt wird. Die Führungen 88  greifen mit je zwei Nasen 90 in die Nuten 91 des  Trägers 86 ein. Auf dem Träger 86 ist     ein    Bügel 92  mit lösbarer Deckplatte 93 befestigt, der zur Füh-         rung    der auf der Drehachse 94 angeordneten Steuer  organe 95, 96 dient. Die Nabe der Steuerorgane  95, 96 wird durch die Druckfeder 97 gegen die An  schläge 98     angepresst,    die am rechten Ende des Bü  gels 92 auf der Innenseite vorgesehen sind.

   Die Fe  der 97 stützt sich gegen das auf dem Träger 86 an  geordnete Leitelement 99. Das Element 99 und der  Träger 86 sind mit Nuten 100, 101 versehen, in die  die Zapfen 102, 103 am linken Ende der Steuer  organe 95, 96 eingreifen.  



  In     Fig.    8 ist der Fadenzubringer im     Querschnitt          dargestellt.    An dessen Steg 104 ist die Fadenklam  mer 105 mittels der Nieten 106 befestigt,     Fig.    9. Die       Fadenklammer    105 hat zwei Federschenkel 107, mit  den Klemmbacken 108, welche jeweils den Schuss  faden 81 festhalten. Die Spitzen 109, 110 der  Steuerorgane 95, 96 greifen zwischen den Schen  keln 107 der Klemme 105 ein.  



       Fig.    8 zeigt die Steuervorrichtung in der Ruhe  lage, d. h. in der linken Endstellung. Die Spitzen 109,  <B>110</B> der Steuerorgane 95, 96     sind    aus dem Bewe  gungsraum des     Fadenzubringers    104 bis 108 und des       Schützens    40 herausgezogen. Wird nun mittels des  Antriebshebels 89 der Träger 86 nach rechts ver  schoben, so gelangt er in die Lage nach     Fig.    10, in  welcher die Spitzen 109, 110 der Steuerorgane 95, 96  zwischen den Federschenkeln 107 eingetreten sind,  diese aber noch nicht berühren, indem zwischen den  Spitzen 109, 110 und den Innenflächen der Feder  schenkel 107 ein geringes Spiel vorhanden ist. Die  Steuerorgane 95, 96 liegen an dem an der Gestell  wand 87 angebrachten Anschlag 111 an.  



  Bewegt sich nun das obere Ende des Hebels 89  weiter nach rechts, so verschiebt sich der Träger 86  ebenfalls nach rechts. Während die Steuerorgane  95, 96 durch den Anschlag<B>111</B> aufgehalten werden,       nähert    sich ihnen das Leitelement 99, so dass die  Feder 97 zusammengedrückt wird. Durch die Ver  schiebung des Trägers 86 in bezug auf die Steuer  organe 95, 96 gleiten die Zapfen 102, 103 in den  Nuten 100, 101     und    bewegen sich nach aussen. Dabei  drehen sich die Steuerorgane 95, 96 um die Achse 94.

    Infolgedessen entfernen sich die Spitzen 109, 110  unter Mitnahme der Federschenkel 107 voneinander,  so dass die Klemmbacken 108 geöffnet werden und  den     Schussfaden    81 freigeben, der zuvor in bekannter  Weise von der     Fadenklemme    des     Schützens    40 er  griffen worden ist.  



  Diese Stellung der Steuerorgane 95, 96 und der  Federschenkel<B>107</B> ist     in        Fig.    11 dargestellt. Der An  triebshebel 89 steht in der rechten Endlage, und beim  Verharren in dieser Lage bleiben die Klemm  backen 108 in geöffneter Stellung.  



  Bewegt sich nun das obere Ende des Antriebs  hebels 89 nach links, so wird zunächst nur der Trä  ger 86 mitgenommen, bis die Anschläge 98 an der  Nabe der Steuerorgane 95, 96     anliegen,    da diese bis  zu dem Augenblick durch die Druckfeder 97 gegen  den festen Anschlag 111     angepresst    werden. Die Nu-           ten    100, 101 verschieben sich gegenüber den Zap  fen 102, 103, so dass diese sich aufeinander zu be  wegen. Dadurch werden die Steuerorgane 95, 96 um  die Achse 94 gedreht. Ihre Spitzen 109, 110     nähern     sich einander, die Federschenkel 107 folgen nach und  die     Klemmbacken   <B>108</B> werden geschlossen.  



  Erst nach dem Auftreffen der Anschläge 98 auf  der Nabe der Steuerorgane 95, 96 werden letztere  vom Träger 86 bei der weiteren Bewegung nach  links mitgenommen, und die Steuervorrichtung wird  aus der Arbeitsstellung nach     Fig.10    in die Ruhe  stellung nach     Fig.    8     zurückgebracht.     



  In     Fig.    12 ist der Schützenheber 112, der sich  jeweils um die Achse 113 dreht, in Ansicht dar  gestellt. Rechts davon, ebenfalls auf der Achse 113  gelagert, ist die Steuervorrichtung 114 zum Öffnen  der Fadenklemme 115 des     Schützens    116,     Fig.    13,  angeordnet. Zwischen den Tragplatten 117 der Vor  richtung 114, an denen Lagerbüchsen vorgesehen  sind, welche die Drehachse 113 umfassen, sind die  Steuerorgane<B>118,</B> 119 verschiebbar angeordnet, die  am untern und am obern Ende je einen Aus  schnitt 121 aufweisen. Die Ausschnitte 121 umfassen  die Rollen 122 auf den Zapfen 123 und dienen zur  Führung der Steuerorgane 118, 119 beim Verschie  ben zwischen den Tragplatten 117.

   Das obere Ende  des Antriebsorgans 124 ist gabelförmig ausgestaltet  und schliesst die Steuerorgane 118, 119 und die Trag  platten 117 zwischen sich ein. Der in der Gabel 125  eingesetzte Bolzen 126 trägt die Rollen 127, 128, die  sich jeweils in Schlitzen der Tragplatten 117 und der  Steuerorgane 118, 119 bewegen. Die     Torsions-          feder    129 dient dazu, die Tragplatten 117 der Steuer  vorrichtung 114 jeweils an den Anschlag 130 des  Schützenhebers 112 anzupressen.  



  Um die Wirkungsweise der Steuervorrichtung 114  darzustellen, ist diese in den     Fig.    1-3 bis 16 verein  facht dargestellt.  



       Fig.    13 zeigt die verschiedenen Teile in der Ruhe  lage. Die Steuervorrichtung 114 ist gegenüber dem  Schützenheber 112 um den Winkel a verdreht, so  dass die Spitzen 131 der Steuerorgane 118, 119  ausserhalb des     Einlaufquerschnittes    für den Schüt  zen 115 stehen. Der Schützenheber 112 liegt am An  schlag 132 an. Im Aufnahmeraum 133 ist kein  Schützen vorhanden.

   Bei Webmaschinen, bei denen  die     Greiferwebschützen    im Umlauf ausserhalb des  Webfaches zur     Schussvorrichtung        zurücktransportiert     werden, liegt der Aufnahmeraum 133 bei der Stel  lung des Schützenhebers 112 in     Fig.    12     in    der Ver  längerung der     Rücktransportbahn,    so dass die Rück  transportvorrichtung jeweils einen Schützen in den  Raum 133 hineinschiebt.  



  Sobald dies der Fall ist, bewegt sich das Antriebs  organ, die Stange 124, nach rechts und die Steuer  vorrichtung 114 wird entgegen dem Uhrzeigersinn  gedreht, bis die Tragplatten 117 der Vorrichtung 114  am Anschlag 130 anliegen. Die Tragplatten werden  nun durch die Feder 129 an den Anschlag 130 ge-    drückt. Beim Anstehen am Anschlag 130 sind die  Spitzen 131 der Steuerorgane 118,<B>119</B> zwischen die  Schenkel der Fadenklemme 115 des     Schützens    116 in  eine Arbeitsstellung eingetreten. Diese Stellung ist in       Fig.    14 dargestellt.  



  Zur Drehung des Schützenhebers 112 um die  Achse<B>113</B> dient als Antriebsorgan die Stange 134,  deren rechtes Ende mittels des Zapfens 135 mit dem  Schützenheber 112 verbunden ist. Die Stange 134  und die Stange 124 sind am linken Ende zum Beispiel  mit Rollenhebeln verbunden, die sich um eine feste  Achse drehen und, wie der Hebel 56 in     Fig.2,    mit  Rollen versehen sind, die in Steuernuten einer Trom  mel laufen.  



  Die     Nutentrommel    wird direkt oder indirekt von  der Hauptwelle angetrieben. Diese Nuten sind nun so  aufeinander abgestimmt, dass, vom     übergang    der  Stellung der Teile in     Fig.    13 zur Stellung in     Fig.    14,  die Stange 134 zunächst festgehalten wird, während  die Stange 124 sich nach rechts bewegt. Das rechte  Ende der Stange 124 ist am Hebel 136     angelenkt,     welcher die Rollen 128 trägt, die in den Schlitzen  137, 138 der Steuerorgane 118,<B>119</B> arbeiten. Da  durch,     d'ass    die Feder 129 die Steuervorrichtung 114  belastet, liegen die Schlitze 137,<B>138</B> mit ihrem linken  Ende an den Rollen 128 an.  



  Nun wird die Stange 124 weiter nach rechts be  wegt, während die Stange 134 noch stillsteht und der  Schützenheber 112 am Anschlag 132 anliegt. Die  Steuervorrichtung 114 kann sich infolge des An  liegens an dem Anschlag 130 nicht weiter verdrehen.  Somit verschieben sich die Rollen 128 in den Schlit  zen 137, 138 nach rechts. Dadurch wird das Steuer  organ 118 angehoben und das Steuerorgan<B>119</B> ge  senkt, und zwar parallel zueinander. Die Spitzen 131  entfernen sich voneinander, und die Fadenklemme  115 wird geöffnet.  



  Sobald sich nun auch die Stange 134 nach rechts  zu bewegen beginnt und die Stange 124 ihre Be  wegung fortsetzt, drehen sich der Schützenheber 112  und die Steuervorrichtung 114 gemeinsam um die  Drehachse 113, bis der Schützenheber 112 die hori  zontale Lage gemäss     Fig.    16 am Anschlag<B>139</B> ein  nimmt. Während dieser Zeit bleibt die Faden  klemme 115 geöffnet, bis der Schützen 116 in die       Abschussstellung,        Fig.    16, gelangt ist.  



  Nunmehr wird der     Schussfaden    von einem Faden  zubringer herangeführt oder ist schon an der Über  gabestelle vorhanden. Um den     Schussfaden    zu er  greifen, muss die Klemme 115 geschlossen werden.  Dies erfolgt nun dadurch, dass während die Stange 134  stillsteht, die Stange 124 nach links zurückgezogen  wird. Der Hebel 136 dreht sich im Uhrzeigersinn  und die Rollen 128 durchlaufen die Schlitze 137, 138  nach links. Dadurch senkt sich das Steuerorgan 118  und das Steuerorgan 119 hebt sich. Die Spitzen 131  nähern sich, und die Fadenklemme 115 schliesst sich.  



  Bei der fortgesetzten Bewegung der Stange 124  dreht sich die Vorrichtung 114 um die Achse 113.      Die Spitzen 131 der Steuerorgane 118, 119 werden  aus dem Schützen 116 herausgezogen, damit letzte  rer abgeschossen werden kann. Da die Stange 134  noch in der rechten Endlage verharrt, bleibt der  Schützenheber 112 in     seiner    horizontalen Stellung,  aus welcher der Abschuss des     Schützens    116 erfolgt.  Erst dann wird die Stange 134 nach links gezogen,  wobei auch die Stange 124     ihre    Bewegung nach links  fortsetzt, bis der Schützenheber in die Stellung nach       Fig.    13     zurückgekehrt    ist.  



  Da bei den beschriebenen Ausführungsformen  die Spitzen der Steuerorgane sich beim Öffnen und  Schliessen der Fadenklemme entweder parallel zu  einander verschieben oder,     weil    die Steuerorgane sich  um     eine    gemeinsame Achse drehen, gegeneinander       verschwenkt    werden, ist es zweckmässig, die     Berüh-          rungs-    oder Arbeitsflächen dieser Spitzen bzw. die       Berührungs-    oder     Arbeitsflächen    der betreffenden  Teile der Fadenklemme so     auszubliden,        d'ass    die mit  einander zusammenarbeitenden Flächen sich beim  Öffnen und Schliessen der Fadenklemme aufeinander  abwälzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Betätigen einer Fadenklemme, insbesondere bei Webmaschinen, unter Verwendung einer von einem Antriebsorgan bewegten Steuervor- richtung, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Be wegung des Antriebsorgans (56; 89; 124) in einer Richtung zunächst die Steuervorrichtung als Ganzes aus einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung ge bracht wird, dass danach ein Teil der Vorrichtung angehalten und anschliessend durch die fortgesetzte Bewegung des Antriebsorgans eine solche Verstellung von Organen (58, 58a; 59, 59a, 95, 96;
    118, 119) der Steuervorrichtung bewirkt wird, dass die Klemm- organe in einem die Klemme öffnenden Sinn ver stellt und in dieser Stellung gehalten werden. 1I. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan (56; 89; 124) derart mit der Steuervorrichtung verbunden ist, dass bei der Be wegung des Antriebsorgans in einer Richtung zu nächst die Steuervorrichtung als Ganzes aus einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung gebracht wird, dass ferner ein Anschlag (85;<B>111;
    130)</B> vorgesehen ist, der zum Anhalten eines Teils der Vorrichtung dient, dass ausserdem die Verbindung des Antriebs organs mit den die Fadenklemme steuernden Organen in der Weise ausgestaltet ist, dass durch die fort gesetzte Bewegung des Antriebsorgans eine solche Verstellung von Steuerorganen (58, 58a; 59, 59a; 95, 96; 118,<B>119)</B> bewirkt wird, dass die Klemm- organe in einem die Klemme öffnenden Sinn verstellt und in dieser Stellung gehalten werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, d'ass bei der nachfolgenden Bewegung des Antriebsorgans in der entgegengesetzten Richtung zuerst eine solche Verstellung der Steuerorgane be wirkt wird, dass die Klemmorgane in einem die Klemme schliessenden Sinn verstellt und danach die Steuervorrichtung als Ganzes aus der Arbeitsstellung in die Ruhestellung zurückgebracht wird. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die die Fadenklemme steuernden Organe auf einer gemeinsamen Achse (61; 94) an geordnet sind. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass für die die Fadenklemme steu ernden Organe Führungselemente (117) vorgesehen sind, die derart ausgebildet sind, dass die Spitzen der Steuerorgane sich beim Öffnen bzw. Schliessen par allel zueinander verschieben. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einbringen der Steuer organe in die Arbeitsstellung zwischen den Spitzen derselben und den Innen- bzw. Aussenflächen der Fadenklemme ein Spiel vorhanden ist.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Berührungsflächen der Spit zen der Steuerorgane bzw. die Berührungsflächen der betreffenden Teile der Fadenklemme derart ausgebil det sind, dass beim Öffnen bzw. Schliessen der Faden klemme ein Abwälzen aufeinander erfolgt. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsorgan (56) direkt mit den Steuerorganen (58, 58a; 59, 59a) verbunden ist, die auf einem verschiebbaren Tragorgan (62) an gebracht sind, welches mit einem feststehenden An schlag (85) zusammenarbeitet. 7. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, d'ass das Antriebsorgan (89) mit einem Tragorgan (86) verbunden ist, auf dem die Steuerorgane (95, 96) verschiebbar gelagert sind, die mit einem feststehenden Anschlag (111) zusam menarbeiten. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, an einer Webmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass für die Steuerorgane (118, 119) mindestens eine Tragplatte (l17) vorgesehen ist, die um die Drehachse (113) des Schützenhebers drehbar gelagert ist. 9. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das An triebsorgan (124) die Tragplatte (117) und die Steuerorgane (118, 119) in der Form einer Gabel einschliesst, in welcher ein Bolzen (126) eingesetzt ist, der in Führungsschlitzen der Tragplatte und in Füh rungsschlitzen der Steuerorgane arbeitet.
CH342180D 1956-02-18 1956-02-18 Verfahren und Einrichtung zum Betätigen einer Fadenklemme, insbesondere bei Webmaschinen CH342180A (de)

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