CH342231A - Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CyanurchloridInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid Im Hauptpatent Nr. 337539 ist die Herstellung von Cyanurchlorid durch Trimerisation von Chlor- cyan in flüssiger Phase im azeotropen Gemisch Di- methyläther / Chlorwasserstoff (Gewichtsverhältnis 61 : 39) beschrieben.
Es wurde nun gefunden, dass die Trimerisation von Chlorcyan in flüssiger Phase auch in einer Lö sung von Chlorwasserstoff in Dimethyläther, deren Zusammensetzung von derjenigen des azeotropen Gemisches abweicht, aber deren Chlorwasserstoff gehalt zwischen 35 und 43 Gew.O/o liegt, erfolgen kann.
Die Verwendung solcher Lösungen von Chlor wasserstoff in Dimethyläther erlaubt, ungeachtet der grossen bei der Polymerisation des Chlorcyans ent stehenden Wärme, die in bezug auf Reaktions geschwindigkeit günstigen Temperaturen über 13 C zu wählen, ohne dass nennenswerte Mengen an Chlorcyan aus der flüssigen Phase verdampfen, wenn bei entsprechenden kleinen Überdrucken gearbeitet wird.
Praktisch wird der Druck unterhalb 10 Atm. gehalten, und die Reaktionstemperatur kann zwi schen -15 und 100 C, vorzugsweise zwischen -4 und 50 C, liegen.
Das bei der Trimerisation verwendete Chlor- cyan kann entweder auf einmal oder nach und nach in das Reaktionsmedium eingeleitet werden. Hierbei ist es günstig, ein Gewichtsverhältnis Chlorcyan : Re aktionsmedium zwischen 1 : 0,2 und 1 : 10, vorzugs weise im Bereich von 1 : 0,8 bis 1 : 2,5, zu wählen.
Von wesentlicher Bedeutung für die erfolgreiche Durchführung des Verfahrens ist es, dass für die Ableitung der entstehenden grossen Reaktionswärme gut gesorgt wird, wenn man unerwünschte Neben reaktionen vermeiden will. Wird die Wärme auf indirekte Weise z. B. mit tels einer im Reaktionsmedium angeordneten Kühl schlange abgeleitet, so wird auch hier die Verflüch tigung des Chlorcyans aus der flüssigen Phase im wesentlichen verhindert.
Das anfallende Cyanurchlorid kann vom Reak tionsmedium kontinuierlich oder diskontinuierlich auf übliche Weise durch Filtration oder Destillation getrennt werden. Das Reaktionsmedium kann auf verschiedene Weise hergestellt werden, z. B. durch Einleiten von Chlorwasserstoff in flüssigen Dimethyl- äther. Eine andere günstige Weise besteht darin, gasförmigen Chlorwasserstoff und Dimethyläther- dampf in ungefähr dem gewünschten Verhältnis durch einen derart gekühlten Kühler zu leiten, dass das Reaktionsmedium in kondensierter Form an fällt.
<I>Beispiel</I> In ein gekühltes und gegen die Atmosphäre ver schlossenes, druckfestes Emailrührwerk mit Rück flusskühler wurden 2200 g eines Gemisches, be- stehend aus 63 Gew.% Dimethyläther und 37 Gew.% Chlorwasserstoff, eingefüllt. Dann wird Inertgas, z. B.
Stickstoff, bis zu einem Druck von 1,2 Atm. aufgepresst. Anschliessend werden 2040 g Chlorcyan in das Reaktionsmedium innerhalb 4 Stunden ein geleitet, wobei die Temperatur auf 25 C ansteigt und der Druck 2,5 Atm. beträgt. Durch Verdampfen eines Teils des Gemisches und Kondensation im Rückflusskühler, der mit Kühlwasser von etwa 12 C betrieben wurde, sowie durch die Zugabe geschwindigkeit des Chlorcyans wurde die Tempe ratur im Rührwerk konstant auf 25 C gehalten.
Nach weiteren 3 Stunden wurde auf -4 C gekühlt und nach Druckablass das Reaktionsgemisch über ein Filter dekantiert. Als Rückstand blieb ein Roh- cyanurchlorid in der Menge von 1980 g (97%) mit einem Schmelzpunkt von 140 bis 142 C,
welches durch Sublimation in ein Reinprodukt vom Schmelzpunkt 143 bis 144 C übergeführt wurde. Die Ausbeute an sublimiertem Cyanurchlorid betrug 1844 g (90,50/9).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid durch Trimerisation von Chlorcyan in flüssiger Phase in Gegenwart von Chlorwasserstoff und Di- methyläther, dadurch gekennzeichnet, dass die Tri- merisation in einer Lösung von Chlorwasserstoff in Dimethyläther erfolgt, deren Zusammensetzung von derjenigen des azeotropen Gemisches abweicht,aber deren Chlorwasserstoffgehalt zwischen 35 und 43 Gew.% liegt. UNTERANSPRACHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Temperaturen zwischen -14 und 100 C, vorzugsweise zwischen -4 und 50 C, gearbeitet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reak tion bei einem Druck von weniger als 10 Atm. er folgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reak tionswärme durch Arbeiten am Rückfluss abgeführt wird.
Applications Claiming Priority (2)
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| CH337539T | 1956-03-05 | ||
| CH342231T | 1956-05-18 |
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| CH342231D CH342231A (de) | 1956-03-05 | 1956-05-18 | Verfahren zur Herstellung von Cyanurchlorid |
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1956
- 1956-05-18 CH CH342231D patent/CH342231A/de unknown
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