Verschlusseinrichtung an Schuhen Die Erfindung betrifft eine Verschlusseinrichtung an Schuhen, insbesondere eine Einrichtung zum Öffnen und Schliessen von Schuhklappen.
Die Erfindung stellt eine Verbesserung gegenüber der in der US-Patentschrift Nr. 2637087 vom 5. März 1953 beschriebenen Einrichtung dar.
Diese Verschlusseinrichtung für Schuhe kann nicht nur leicht vom Hersteller in den Schuh ein gebaut werden, sondern sie kann auch von dem Träger des Schuhes leicht ersetzt werden, wenn der Verschluss beschädigt ist.
Ein Ziel der Erfindung betrifft eine kräftige und robuste Ausbildung dieser Einrichtung und den Auf bau dieser Einrichtung aus einer geringsten Anzahl von Einzelteilen, die leicht und billig hergestellt werden können.
Weiterhin betrifft die Erfindung Mittel, die in diese Einrichtung eingebaut sind und mit deren Hilfe man die Einrichtung rasch an den Rist des Trägers anpassen kann.
Ein weiteres Ziel der Erfindung betrifft eine der artige Ausbildung und Anordnung dieser Einrichtung, dass sie beim geschlossenen Schuh völlig unsichtbar ist, so dass das Aussehen des Schuhes nicht leidet, sondern im Gegenteil verbessert wird, da die Öffnung am Rist vollkommen überdeckt wird.
Eine beispielsweise Ausführungsform der erfin dungsgemässen Einrichtung ist im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Fig.l zeigt eine perspektivische Ansicht eines Schuhes mit der eingebauten Verschlusseinrichtung in geschlossenem Zustand.
Fig.2 stellt, ähnlich wie Fig. 1, eine perspektivi sche Ansicht des Schuhes dar, wobei jedoch die Ver- schlusseinrichtung geöffnet ist.
Fig.3 ist eine Teilansicht des obern Teils des Schuhes, wie er in Fig. 1 gezeigt ist, jedoch von innen gesehen.
Fig.4 ist ein Grundriss der Verschlusseinrichtung in ihrer geöffneten Stellung.
Fig. 5 ist eine vergrösserte Seitenansicht längs der Linie 5-5 der Fig.4.
Fig. 6 ist ein Längsschnitt ähnlich der Fig. 5, der die Verschlusseinrichtung in Verschlussstellung zeigt. Fig.7 ist ein Schnitt längs der Linie 7-7 der Fig. 5.
Fig. 8 ist eine Teilansicht der Zunge des Schuhes von innen, wobei das Verbindungsglied aus den Schenkeln der Bügelfeder gelöst ist.
Fig.9 ist eine vergrösserte Ansicht des obern Teils des in Fig.2 dargestellten Schuhes, aus der zu erkennen ist, wie die Schenkel der Feder aus dem Schuh herausgenommen werden. .
Fig. 10 ist ein Schnitt längs der Linie 10-10 der Fig. 9.
Fig. 11 ist eine Ansicht des obern Teils des Endes eines Federschenkels, und Fig.12 ist eine vergrösserte perspektivische An sicht des obern Endes eines Federschenkels, die zeigt, wie dieses Ende mit einem Befestigungsorgan ver bunden ist.
Aus den Fig. 4 bis 7 ersieht man, dass die gemäss der Erfindung ausgebildete Verschlusseinrichtung für Schuhe zwei Seitenorgane 2 und 3 aufweist, die die Form langgestreckter Platten haben und aus ver hältnismässig flachem und dünnem Metall bestehen können. An den innern Randkanten dieser Platten sind Vorsprünge 4 und 5 angebracht, die in zylindri- schen Lagern 6 und 7 enden.
Zwischen diesen Platten 2 und 3 ist eine verhält nismässig steife Feder 8 aus Federstahl oder aus einem andern geeigneten Material angeordnet, die etwa in V-Form gebogen ist, so dass sie einen Bügel mit Schenkeln 9 und 10 bildet, deren umgebogene Enden 12 und 13 an ihren Aussenseiten knopfartige Ver dickungen 14 und 15 aufweisen. Die so umgebogenen Enden 12 und 13 sind einsteckbar in den Lagern 6 und 7 angeordnet.
Der Mittelteil des Bügels 8 weist einen Steg 16 auf, der einen Scharnierzapfen bildet. Eine langgestreckte Grifflasche 17 ist verhältnis mässig dünn und im wesentlichen flach ausgebildet, sie kann jedoch gewünschtenfalls auch gebogen sein. Der Zapfen 16 des Bügels 8 ist bei 18 scharnierartig am innern Ende der Grifflasche befestigt.
Ein Verbindungsglied 19 liegt zwischen der Griff lasche 17 und den Bügelschenkeln 9 und 10. Dieses Glied 19 ist vorzugsweise aus zwei Teilen 20 und 21 zusammengesetzt, die zur Einstellung seiner Länge teleskopartig ineinandergeschoben sind. Am äussern Ende des obern Teils 20 ist ein Greifer mit zwei ösen- artigen Haken 22 und 23 angebracht, die rings um die Bügelschenkel 9 und 10 herumgebogen sind und auf diesen gleiten können. Diese Haken haben von einander Abstand, so dass die Bügelschenkel 9 und 10 eingesetzt und herausgenommen werden können.
Das äussere Ende des untern Teils 21 ist schwenkbar in den Lagern 24 angeordnet, die am untern Teil, etwa in der Mitte der Grifflasche durch einen quer an geordneten Stift 25 im Abstand von dem Scharnier 18 gebildet sind. Neben diesen Lagern 24 sind am untern Teil der Grifflasche 17 zwei langgestreckte parallele federnde Teile 26 in einem Abstand von einander angeordnet, der kleiner ist als die Breite des Teils 21, mit dem sie zusammenarbeiten, um den Verschluss in Verschlussstellung festzuhalten.
Der untere Teil 21 hat nach oben und innen umgebördelte Randflansche 27, die einen Kanal 28 bilden, in dem die flachen Ränder des Teils 20 glei ten können. Auf der Höhe des innern Endes dieses Teils 21 ist ein zapfenartiger Vorsprung 29 am Ende einer Blattfeder 30 angeordnet, die am Mittelstück des Teils 21 befestigt ist. In der Mitte des obern Teils 20 ist eine Reihe von im Abstand voneinander angeordneten Öffnungen 32 vorgesehen, in die der Zapfen 29 des untern Teils 21 wahlweise eingreifen kann, damit die beiden Teile 20 und 21 relativ zu einander eingestellt werden können, wodurch die Länge des Teleskopgliedes 19 bestimmt wird (Fig. 7).
Die umgebogenen Enden 12 und 13 des Bügels 8 stecken in den Lagern 6 und 7 der Platten 2 und 3. Diese Lager 6 und 7 weisen zylindrische Führun gen 33 und 34 auf, die zur Aufnahme der Verdickun gen 14 und 15 dienen (Fig. 10 bis 12). An der Innen seite der Lager 6 und 7 sind Schlitze 35 und 36 zur Einführung der Verdickungen 14 und 15 vorgesehen. Die umgebogenen Enden 12 und 13 werden in der Weise in die Lager 6 und 7 eingesetzt, dass die Ver dickungen 14 und 15 in den Schlitzen 35 und 36 nach unten in die erweiterten Teile 33 und 34 glei ten und dabei die Platten 2 und 3 an den umgeboge nen Enden 12 und 13 festhalten, wie dies aus Fig. 12 ersichtlich ist.
Die Haken 22 und 23 greifen in die Bügelschenkel 9 und<B>10</B> ein und ziehen diese zusam- men, sobald der Greifer längs dieser Schenkel glei. tet und dadurch die Platten 2 und 3 zueinander zieht. Das Teleskopglied 19 und damit die Bügelschenkel 9 und 10 werden durch die Grifflasche bewegt, die den grössten Winkel mit dem Bügel 8 und dem Teleskop glied 19 bildet, wenn sie in Öffnungsstellung ist - vgl. Fig. 4 und 5 -, wobei die Bügelschenkel 9 und 10 auseinandergespreizt sind.
In Verschlussstellung - vgl. Fig.6 - bildet die Grifflasche 17 mit dem Bügel 8 und dem Teleskopglied 19 den kleinsten Winkel, d. h. sie liegt etwa parallel zu diesen. Die Schenkel 9 und 10 werden dadurch entgegen ihrer Federkraft nach innen gedrückt.
In dieser geschlossenen Stellung wird das Tele- skopglied 19 zwischen die beiden federnden Teile 26 gedrückt, wobei die Randflansche 27 des Teleskop gliedes diese Federn 26 untergreifen, so dass die Grifflasche in Verschlussstellung festgehalten wird und eine unbeabsichtigte Bewegung dieser Lasche verhindert wird.
Der Einbau der Verschlusseinrichtung in den Schuh wird im folgenden anhand der Fig. 1 bis 3 und 8 bis 10 erläutert, in denen ein Schuh mit der üblichen Ristöffnung 40 gezeigt ist, die durch die Ränder 42 der Ristteile 41 gebildet wird. Eine bieg same Zunge 43 ist gelenkig am Oberteil des Vorder schuhes am untern Ende der Öffnung 40 bei 44 be festigt und kann diese Öffnung 40 überdecken. Die Zunge 43 besteht vorzugsweise aus zwei längs ihrer Ränder aneinandergenähten Lederstücken, so dass sich eine Tasche 45 bildet, die eine quergeschlitzte Öffnung 46 an ihrem innern untern Ende aufweist.
An der Innenseite der Zunge 43 ist auch noch eine andere, etwa rechteckige Öffnung 47 vorgesehen, die im Abstand von dem Schlitz 46 angeordnet ist und die ebenfalls in die Tasche 45 führt.
Im folgenden wird angenommen, dass die Haken 22 und 23 aus dem Eingriff mit den Schenkeln 9 und 10 gelöst sind. Die Grifflasche 17 wird dann zunächst herausnehmbar in die Tasche 45 eingebracht, indem man sie durch den Schlitz 46 einführt, wobei gleich zeitig das obere Ende des Teleskopgliedes 19 durch die rechteckige Öffnung 47 herausgeführt wird. Die Grifflasche 17 steckt dann in der Tasche 45, wobei das Teleskopglied 19 aus der Öffnung 47 heraus ragt, wie dies in Fig. 8 dargestellt ist. In dieser Stel lung ragt das untere Ende der Grifflasche und das daran befestigte Scharnier 18, in dem der Bügel 8 gelagert ist, durch den Schlitz 46.
Für das Folgende nimmt man an, dass die Flü gel 2 und 3 aus den umgebogenen Enden 12 und 13 gelöst sind. .In jedem der Ristteile 41 ist eine Tasche 48 mit einer vorzugsweise an deren unterem Teil vorgesehenen Öffnung 49 angeordnet, wie aus den Fig. 3 und 9 ersichtlich ist. Die Platten 2 und 3 werden dann durch die entsprechende Öffnung 49 eingesetzt, so dass sie in diesen Taschen 48 liegen, wobei die Lager 6 und 7 durch die an den Kanten 42 angeordneten Schlitze 50 in die Ristöffnung 40 ragen, wie dies in den Fig. 3, 9 und 10 gezeigt ist.
Die umgebogenen Enden 12 und 13 der Schen kel 9 und 10 werden dann in der oben beschriebenen Art und Weise in die Lager 6 und 7 eingesetzt. In die ser Stellung liegt der Bügel 8 in der Ristöffnung 40 zwischen den einander gegenüberliegenden Rän dern 42. Die Schenkel 9 und 10 halten die Plat ten 2 und 3 in den Taschen 48. Die Haken 22 und 23 werden dann um die Schenkel 9 und 10 gelegt, indem man diese in den Raum zwischen den Haken ein führt. Damit ist der Einbau des Verschlusses beendet und die Verschlusseinrichtung gebrauchsfertig.
Zum Gebrauch ergreift man das -obere Ende der Zunge 43 mit der Grifflasche 17 und führt es so weit nach innen zur Öffnung 40, bis es flach an den Rist teilen 41 anliegt. Dadurch werden die Schenkel 9 und 10 in dem Masse zueinandergezogen, wie die Haken 22 und 23 längs dieser Schenkel gleiten, wo durch wiederum die Ränder 42 der Öffnung 40 ent gegen der Federkraft der Schenkel 9 und 10 zwein andergezogenwerden.
Wenn die Zunge 43 und die Griff lasche 17 in voller Verschlussstellung die Öffnung 40 überdecken, dann drücken die Randflansche 27 die Federn 26 zur Seite, untergreifen sie und werden federnd dazwischen gehalten, so dass die Grifflasche in Verschlussstellung, wie in den Fig.3 und 6 dar gestellt, festgehalten ist, wodurch eine unbeabsichtigte Öffnung des Verschlusses verhindert wird.
Zum Öffnen des Verschlusses wird der Vorgang in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt. Der Ver schluss kann nur geöffnet werden, wenn man die Zunge 43 nach aussen zieht, wodurch das Teleskop- glied 19 aus den Federn 26 gelöst wird und der Grei fer mit den Haken längs der Bügelschenkel 9 und 10 gleitet, so dass, wie in den Fig.2 und 5 dargestellt, die Öffnung 40 erweitert wird.
Die beschriebene Verschlusseinrichtung kann leicht und billig hergestellt und zusammengebaut werden. Die Einrichtung kann zudem leicht in einen Schuh eingebaut und bei einer Beschädigung rasch aus gewechselt werden.